ich glaube ich hab an dem rezept alles anders gemacht als ottolenghi es in seinem nopi-kochbuch beschrieben hat — hat aber trotzdem geschmeckt.
lammrücken gabs beim türken nebenan nicht mehr, also hab ich lammkeule gekauft, sie entbeint und entfettet und die stücken wie den lammrücken zubereitet. ernüsse hatten wir keine mehr im haus, also hab ich das pesto mit haselnüssen gemacht. kokosmilch wollte ich keine ganze dose aufmachen, also hab ich etwas wasser und kokosflocken genommen, auch weil ich mal gelesen habe, dass kokosmilch aus kokosflocken und wasser bestehe. das salsa habe ich allerdings fast nach der anleitung gemacht: nur etwas mehr zwiebel, keine geröstete paprika aus dem glas, sondern die kleinen paprika im glas aus polen, die sich seit wochen im kühlschrank langweilten, weil sie keiner mochte. im salsa waren sie aber super. das pesto mochte die beifahrein nicht, die lamkeule so mittel.
ein bisschen vorhersehbar, wenn man ein paar folgen der serie gesehen hat: loser probiert ne neue neuro-droge (NZT), findet die wirkung super, will mehr, gerät in kalamitäten, löst die kalamitäten mit seinen fähigkeiten, die ihm die droge gibt, es geht ein bisschen hin und her (action, faustkämpfe, messer), der loser ist am ende ein winner, fertig, abspann.
umgekehrt, wer den film zuerst gesehen hat, dürfte von den ersten folgen der serie gelangweilt sein, weil sie dem gleichen muster folgt, nur etwas mit etwas weniger special effects und faustkämpfen.
der film ist nicht schlecht, ganz unterhaltsam, sauber produziert und, wie die serie, ein bisschen verspielt in schnitt und zoom. robert de niro ist wie immer brilliant und bradley cooper haben sie die augen schön blau gemacht — wenn er auf NZT ist. sonst, ohne die droge, sind seine augen trüb.
ich mag es gerne, anderen leuten beim debattieren zuzuschauen, insbesondere das amerikanische format der debatte, das meist einen klaren rahmen vorgibt und stark moderiert wird. vor allem wollte ich mir aber mal selbst ein ein ungefiltertes bild machen, wie die demokratischen präsidentschaftskandidaten sich präsentieren. ungefiltert ist das natürlich nicht wirklich, einerseits wegen des rahmens, in dem das ganze stattfindet und andererseits, weil die kandidaten natürlich nicht mal ansatzweise wirklich offen reden können; all ihre aussagen sind auf eine positive wirkung für ihre jeweiligen kampagnen optimiert.
trotzdem kann man in so einer stunde, die in diesem fall ständig sowohl von NBC-werbepausen, als auch von youtube-werbepausen unterbrochen wird, ein paar ganz gute eindrücke von den kandidaten gewinnen.
bei den demokraten sind noch drei kandidaten übrig.
vermutlich relativ chancenlos und so unbekannt, dass er sich in seinem eröffnungsstatement selbst mit namen vorstellte, martin o'malley, bis 2015 gouverneur von maryland.
hillary clinton, ehemalige aussenministerin und senatorin, nennt noch nicht mal die adresse ihrer website, wenn sie davon redet, dass dieses oder jenes auf ihrer website dokumentiert sei.
senator bernie sanders, der sich als „demokratischen sozialisten“ bezeichnet und nie von seiner website spricht.
zu den themen, die in der debatte besprochen wurden, werde ich wahrscheinlich nicht viel sagen, deshalb habe ich die debatte auch nicht geguckt. einerseits sind die positionen der kandidaten ja auch mehr oder weniger bekannt (wenn man den kandidaten kennt) und andererseits wird auch nicht wirklich über themen gesprochen, auch wenn alle debattenbeteiligten, die kandidaten, ihre teams, die fernsehsender, alles tun, um diesen eindruck zu erwecken. in echt geht es, glaube ich, vor allem um das fabrizieren von eingängigen, zitierbaren soundbites, die positionen grob vereinfachen und zuspitzen, also kommunizierbar machen. und natürlich geht es darum, format zu zeigen. jedem der kandidaten war anzumerken, dass (präsidiales) format, haltung und das austrahlen von souveränität das hauptziel dieser auftritte sind.
martin o’malley hat das mit seinem team ganz besonders eifrig vorbereitet. er versuchte über den dingen zu schweben, das grosse bild zu zeichnen, verständlich zu sprechen und emotionen zu zeigen, ohne schwach zu wirken. das ging meiner meinung nach voll daneben. er wirkte auf mich wie das abziehbild eines fernsehserien-kandidaten: viel zu gutaussehend, zu schlechte darstellerische leistungen, schlechte texte — aber alles sehr ambitioniert und ernst vorgetragen. ausserdem konterkarierte er seinen drang über den dingen zu stehen, durch andauernde bettelei um redezeit: „please, just 10 seconds, please …“
o’malley sagte keine unvernünftigen sachen und hat okaye rhetorische fähigkeiten, aber auf mich wirkt er unecht, gemacht, aufgesetzt und unaufrichtig.
das genaue gegenteil ist bernie sanders. trotz seiner langen politischen karriere wirkt er echt. auch er wird ständig emotional, aber bei ihm wirkt das nicht kalkuliert, sondern weil ihn die missstände wirklich zu nerven scheinen. seine emotioanlität könnte ihm auch schaden, dachte ich immer, als ich sah. die emotionen wirken nämlich auch unsouverän, gerade im kontrast zu hillary clinton, die ruhig, bedacht, abgebrüht und fast eiskalt auftritt. aber vielleicht ist es genau das, was viele an bernie sanders mögen, dass er sich nicht (zu sehr) um die wirkung seiner auftritte schert, sondern eben um die „ischuhzzz“, wie er es ausdrückt, um die sachthemen, bzw. missstände in den USA.
bernie sanders wirkt auch sehr alt und erschöpft. auch das sollte ihm eigentlich minuspunkte einbringen, die amerikaner lieben ja agil-wirkende präsidenten zu haben, die sportlich und gesund sind, und am besten keine grauen haare haben. so wie damals ronald reagan, der bis an sein lebensende edelholzfarbenen haare trug. aber auch das kann sanders wohl zu seinem vorteil ausspielen: er strengt sich wirklich an, er kämpft und auch wenn er schwach wirkt, er bleibt standhaft, in jeder hinsicht.
hillary clinton wirkt so professionell, dass es einen beinahe umhaut. sie redet und gestikuliert, als wäre sie bereits gewählt. ihr dampft präsidiale haltung aus jeder pore. sie setzt auch emotionen ein, aber ganz punktuell, als kontrolliertes, rhetorisches stilmittel, das sie abrufen kann, ohne wirklich emotional (und damit angreifbar) zu werden. wohlgemerkt, das wirkt alles immer noch schlüssig und präsidial, nicht stümperhaft und schlecht gespielt, wie zum beispiel von frank walther steinmeier, wenn er versucht gerhard schröder zu imitieren. hillary wirkt so professionel, so geschliffen, so unangreifbar, dass einem angst und bange wird. sie wirkt dabei sogar sympathisch, freundlich und sogar ein bisschen lustig. aber — und das dürfte ihr grösstes problem sein — sie wirkt wie eine maschine. gut geölt, perfekt in schuss, tut genau das was man von ihr erwartet, aber sie arbeitet um zu arbeiten, nicht um etwas zu verändern.
sanders schreit die ganze zeit heiser krächzend, dass er dieses und jenes „radikal“ verändern wolle, hillary will optimieren. hillary steht für das bewährte, garantiert, wie damals adenauer, „keine experimente“, sanders schwingt die sozialistische faust.
ich glaube sanders wird ganz gut abschneiden, vor allem bei progressiven, aufgeklärten und jungen wählern, aber clinton wird am ende trotzdem demokratische kandidatin (und präsidentin), weil sie für einen soliden mittelweg steht (der zwar auf viele rechte immer noch radikal wirken mag), ohne allzu viele blätter von den bäumen zu schütteln. und vielleicht treibt sanders sie ja noch ein bisschen in die progressive, reformerische ecke, mit seinen zu erwartenden erfolgen.
ich lag bisher mit meinen einschätzungen der us-präsidentschaftskandidaten immer ganz gut. wenn ich das gefühl habe, einer der kandidaten habe das format und die nervenstärke zum präsidenten, hatten die meisten amerikaner ein ähnliches gefühl. bei (bill) clinton war ich mir aus diesem grund bereits vor der wahl sicher, dass er gewählt würde, ebenso bei obama. bei george w. bush hat mein bauchgefühl völlig versagt. er wurde gewählt, obwohl ihm format, nervenstärke und hellsichtigkeit ganz offenbar fehlten. aber bei (hillary) clinton hab ich wieder dieses gefühl: sie kann es und sie wird es.
alles was ich auf instagram poste, landet auch hier im blog. mittlerweile wieder vollautomatisch, über eine eigene ownyourgram-instanz, die sich jedes bild das ich dort poste holt und hier ins blog klebt — und danach noch zusätzlich zu facebook und twitter drückt. aaron parkeckis ownyourgram-instanz funktioniert für mich nicht mehr, weil das instagram-abo (subscription) ownyourgram nicht mehr zuverlässig anpingt wenn ich etwas poste und ownyourgram das dann entsprechend auch nicht postet. für meine eigene ownyourgram-instanz habe ich mir selbst einen ping-mechanismus gebaut, über ifttt und ersatzweise einen manuellen ping. das klappt wunderbar.
aber eigentlich wollte ich über etwas anderes schreiben, über bridgy. bridgy ist ein wunderbarer dienst der von ryan barrett betrieben wird (und kyle mahan) und favs und kommentare von meinen instagram-bildern und -videos zu meinen kopien rüberzieht. bridgy sorgt dafür, dass die kommentare meiner zu twitter oder facebook oder instagram syndizierten inhalte, zurück zu mir aufs blog kommen (unten, unter webmentions und trackbacks).
vor ein paar wochen hat instagram seine API-regeln verschärft und verlangt jetzt eine explizite freigabe für API-nutzung. heute hat instagram den antrag auf instagram-API-nutzung für bridgy abgeleht. das ist extrem ärgerlich und, wie ich oben in der überschrift bereits schrieb, grosse silo-scheisse.
und vor allem ein deutliches zeichen an alle benutzer: eure daten, eure bilder gehören euch nicht, wie und wo und wie mühsam ihr sie nutzt, das bestimmen wir. ich finde das sehr, sehr ärgerlich, vor allem weil ich die app von instagram nach wie vor sensationell toll finde und gerne nutze. vor allem ist instagram der einfachste weg für mich, von unterwegs ein bild oder ein video in mein blog zu posten — und gleich weiter zu facebook und twitter zu verteilen.
aber ich bin sicher, die instagram-API-nutzungsbedingungen-verschärfung ist ein vorbote auf das was von den silo-betreibern noch kommt: einschränkungen und erschwerungen, um es für möglichst viele, möglichst beschwerlich zu machen, von aussen an die eigenen silo-inhalte zu kommen.
die amp-html-varianten meiner seiten auf wirres.net, werden seit dem 19.01 von google indexiert. ich vermute für andere webseiten gilt das auch. in der suchkonsole werden noch eine menge fehler angezeigt, von denen ich mittlerweile bereits die meisten entfernt habe.
das debugging funktioniert ganz gut über die suchkonsole, aber auch, wenn ich die amp-seiten über das google-cdn aufrufe. zum beispiel diese seite in amp-html hier und im google-cdn. das google-cdn rendert die seiten nämlich gar nicht erst, wenn sie nicht validieren und ist so freundlich die fehler gleich anzuzeigen.
in der suchkonsole bekommt man die fehler etwas übersichtlicher angezeigt, aber leider auch die meisten bereits behobenen fehler. erstaunlich finde ich, wie viele fehler sich in dieses amp potenziell einschleichen, auch die macher vom offiziellen wordpress-amp-plugin sind ganz schön am kämpfen und bereiten sich mit einem pull-request-sturm offenbar auf ein baldiges freilassen von amp vor. auch wenn es offiziell noch heisst:
AMP hasn't officially launched in Google Search, so there's still time to get set up -- feedback & patience will be appreciated by your CMS & plugin providers. Stay tuned for more updates on the AMP Project blog.
unkomplizierte, passierte erbsensuppe mit croûtons aus ausgerolltem toastbrot mit schafskäsefüllung. aus nopi von #ottolenghi.
[-werbelink] nopi (das kochbuch) kann ich mittlerweile wirklich sehr empfehlen. es ist das bisher variantenreichste ottolenghi kochbuch von den fünf stück die hier mittlerweile rumliegen.
allein die idee, weissbrot, hier toastbrot ohne schale, mit der teigrolle aus-, bzw. platt zu rollen, mit ner käsefüllung zu füllen, aufzurollen und vor dem frittieren mit polenta zu panieren, ist schon ein kleines glanzstück, für das sich das buch lohnt.
in der suppe ist neben den erbsen nichts weiter als zwiebeln, knoblauch, poree und kartoffeln. alles ausser den erbsen wird langsam angedünstet, ca. 10 bis 20 minuten, dann nochmal 10 bis 20 minuten geköchelt und die erbsen (und salz und pfeffer) kommen erst ganz zum schluss rein, damit bleibt die suppe dann schön grün.
in den toastscheiben ist schafskäse (aldi-feta), einem esslöffel senf und thymian. erstaunlich ist eigentlich nur, dass die suppe angeblich für 6 personen reichen soll und dass wir alles zu zweit aufgegessen haben, obwohl ich nen ticken mehr gemacht habe.
hunde suchen vielleicht nicht den blickkontakt, aber sie mögen ihn schon ganz gerne.
etwas zu verspielt für meinen geschmack, diese folge. irgendeine kindheitserinnerung bringt brian finch dazu alle schlimmen wörter mit harmlosen wörtern zu ersetzen, was theoretisch lustig sein könnte, auf dem bildschirm aber eher nervt. aber ich bin sicher im writers room hat der einfall für gelächter gesorgt.
ansonsten mag ich es, wenn brian finch in einer folge einfach mal genre-untypisch vier fälle löst, nebenbei, während er sich hauptsächlich um den rote faden der geschichte kümmert, senator edward morra und hier konkret, die verschleier dessen NZT-nutzung.
überhaupt, die verspieltheit der serie ist ein bisschen hoch dosiert. das merkt man von der ersten folge an, aber ich kann es trotzdem ertragen.
den film, der die vorgeschichte der srie erzählt hab ich mir auch gerade im itunes-store geliehen und werde ihn in den nächsten tagen ansehen. mal schauen wie und ob der kontrastiert.
entenbrust mit haselnuss-bier-butter (ohne butter), mit quinoa und pilzen.natürlich #ottolenghi
gesäuerter köhl kohl mit bohnen und paprika („achar“), ungefähr nach #ottolenghi. gerichte mit zimt, piment, nelken und viel zucker kann ich der beifahrerin jetzt leider nicht mehr zumuten, sie hat jetzt die schnauze voll. damit fallen knapp 20% der ottolenghi-rezepte für uns weg.
ich bin verwirrt, diese folge wurde am ende etwas fiebrig. cromwell war plötzlich zu sehen, wie er fieberte und ein, zwei kleine visionen hatte — um kurz danach wieder putzmunter einen brief zu diktierten und einen weiteren augenblick später irgendwo mit heinrich hinzureiten (der beim reiten seinen hut verlor). zwischendurch wurde auch noch jemand geköpft, von dem ich leider keine ahnung hatte, wer das war.
hört sich verwirrend an, war aber noch verwirrender anzusehen. vielleicht hatte der cutter, der die letzten 15 minuten dieser folge zusammenschnitt, ebenfalls fieber. oder ich habe eine schlechte kopie der folge erwischt oder nicht ordentlich aufgepasst.
[nachtrag 21.01.2016: es stellt sich raus, dass der cutter keinesfalls fieber hatte, sondern ich einen groben bedienungsfehler gemacht habe und mir die letzten 15 minuten der folge 4, statt die letzten 15 minuten der folge 2 angesehen habe.]
sonst war die folge aber genauso super wie die erste, wobei ich in dieser folge gemerkt habe, dass die musik im mittelalter zum nervigen tendiert. leider ist die ganze sendung mit dieser leicht nervigen mittelaltermusik unterlegt, was mir aber beim zuschauen selbst kaum auffiel, wohl aber, wenn die beifahrerin nebenan wolf hall guckt und die musik durch die wand trötet.
cromwell scheint es innerhalb von zwei folgen geschafft zu haben, die gunst von könig heinrich viii zu erlangen, was ich ihm gönne, weil er sich wirklich geschickt anstellt und eine sehr treue seele ist — und sich immer noch für seinen kardinal einsetzt. neben dem fieber sieht man auch ein zwei mal, wie sich cromwell weniger geschickt anstellt und in fettnäpchen tritt und wie er mehrfach ausdauernd ins leere schaut. dieses leere, wartende starren fühlt sich sehr mittelalterlich an, weil damals die zeit ja bekanntlich viel langsamer vergingt, bzw. gar nicht ordentlich gemessen werden konnte.
ich weiss jetzt auch, warum cromwell, obwohl er laut wikipedia politisch eher ein arschloch war, so sympathisch wirkt: einerseits wegen dem sympathischen maffay-gesicht und andererseits, weil cromwell ein aussenseiter ist, der sich gegen alle widerstände nach oben manövriert — in den ersten beiden folgen offenbar auch ohne selbstgesponnene intrigen, sondern nur mit kluger rhetorik und geduld. glaubt man der wikipedia, ändert sich das aber bald.
[nachtrag 21.01.2016] so, jetzt habe ich auch folge 2 zuende geschaut, nicht nur das ende der folge 4. gut erzählt und man merkt, wie sich in cromwell langsam rachegefühle für den tod seines kardinals zusammenbrauen. alles subtil und doch nachvollziehbar erzählt, die langsame wandlung von cromwells gutmütigkeit, die annäherung cromwells an den könig, bzw. umgekehrt, cromwells einsamkeit und aussenseiterrolle. macht spass weiterzugucken. 4 statt ursprünglich 3 sterne.
ich glaube in dieser folge ist nichts passiert. fühlt sich jedenfalls so an, jetzt wo sie vorbei ist. mal nachgucken, was in der sendungsbeschreibung steht:
Holden and his crew face a Martian military blockade. Miller finds a new reason to forge ahead. Avasarala visits Holden’s family.
stimmt, jetzt wo ich es lese. holden reist ja, wie letzte folge mit dem rebellenführer besprochen, mit dem marsianischem raumschiff irgendwo hin um irgendwen zu suchen. unterwegs kommt ihnen eine polizeipatrouille gefährlich nahe, aber, natürlich, schaffen sie es in letzter minute, die potenziell problematische kontrolle zu umgehen.
miller, der frisch entlassene bulle, verreist, um sich einen müllhaufen anzugucken und die frau mit der komisch gutteralen stimme, besucht holdens mutter um mit ihr über ihren sohn zu plaudern.
hört sich, so betrachtet, ein bisschen nach einer folge modern family an, allerdings nicht ganz so witzig.
oh je, das hört sich jetzt wiederum furchbar negativ an, ist aber gar nicht so gemeint. die folge war ein ganz okayes, etwas ereignisarmes kammerspiel. so wie auch enterprise, next generation und voyager ja im grunde genommen immer kleine kammerspiele waren — aber immerhin immer mit ner moral-von-der-geschicht-lernkurve. die fehlte bei dieser folge the expanse leider, aber nächste woche geht’s ja weiter. vielleicht passiert dann etwas, ausser charakterstudien.
guter punkt von chris hedges (der making a murderer ein bisschen spoilert): das problem der amerikanischen justiz ist systemimanent. ob steven avery oder sein neffe brendan dassey schufig sind, ist weniger die frage, sondern eher, ob es als armer in amerika überhaupt noch möglich ist, ein faires verfahren zu bekommen:
Once you are charged in America, whether you did the crime or not, you are almost always found guilty. Because of this, as many activists have discovered, the courts already are being used as a fundamental weapon of repression, and this abuse will explode in size should there be widespread unrest and dissent. Our civil liberties have been transformed into privileges—what Matt Taibbi in “The Divide: American Injustice in the Age of the Wealth Gap” calls “conditional rights and conditional citizenship”—that are, especially in poor communities, routinely revoked. Once rights become privileges, none of us are safe.
The reality is that almost no one who is imprisoned in America has gotten a trial. There is rarely an impartial investigation. A staggering 97 percent of all federal cases and 95 percent of all state felony cases are resolved through plea bargaining. Of the 2.2 million people we have incarcerated at the moment—25 percent of the world’s prison population—2 million never had a trial. And significant percentages of them are innocent.
sehr guter einwurf von jost kaiser zum ewigen gerede über „sprechverbote“, „denkverbote“ und gejammer über „political correctness“. in stefan niggemeiers facebook gefunden.
seit ende dezember schreibe ich über alles was ich mir angucke (film, fernsehen, oder bühne) und was länger als ein normaler youtube-clip ist, eine kurze rezension. das sind in den letzten etwa zwanzig tagen über 50 einträge geworden. das ist einerseits erschreckend viel, was ich mir hier ansehe, aber auf der anderen seite erstaunlich befriedigend und disziplinierend. ja, ich glotz (offensichtlich) ziemlich viel fernsehen, aber es verpufft nicht einfach alles. ausserdem überlege ich mir, ob ich mir wirklich jeden scheiss ansehen will, und meine zeit nicht nur beim zusehen verschwenden will, sondern auch noch danach, wenn ich drüber schreibe.
aber gestern abend hab ich mich gefragt, warum ich die rezension des wirklich ganz guten piloten von wolf hall, die zweite folge billions oder die folgen von making a murderer die ich bereits gesehen habe, nicht auch auf die startseite gepackt habe.
ich habe zwar keine furcht vor irrelevanz (solange mir ein artikel oder link auch nur ansatzweise unterhaltsam vorkommt), aber ich will auch niemanden mit übermässigem rauschen stören. deshalb frage ich mal in die runde: soll das was ich mir angucke hier etwas sichtbarer sein, eventuell auch jeweils zu twitter oder facebook gedrückt werden, oder ist das mit der eigenen kategorie und gelegentlichen auskopplungen ok so?
das viele schreiben, zu dem ich durch meine entscheidung, meinen medienkonsum zu protokollieren, gekommen bin, ist übrigens eine prima schreibfingerübung. je mehr ich schreibe, desto routinierter fühle ich mich und um so leichter fällt es mir auch andere sachen leichter „hinzurotzen“. oder anders ausgedrückt, ich frage mich, warum ich damit nicht schon viel früher angefangen habe, ich schreibe ja auch sonst jeden scheiss (hier) auf.
britische mini-serie über den aufstieg von thomas cromwell ab ca. 1529, zur zeit des sturzes von kardinal wolsey.
mark rylance, der cromwell spielt, sieht ein bisschen wie ein abgemagerter peter maffay aus, aber er stellt cromwell angenehm menschlich dar, so dass man sich mit ihm, beim zusehen, gut identifizieren kann. heinrich der VIII wird von damian lewis gespielt, wolsey von jonathan pryce; das ensemble weicht also ein bisschen von der typischen BBC-historien-drama-besetzung ab.
wolf hall ist ein bisschen ein im 16ten jahrhundert spielendes west wing, komplett mit gesprächen im (langsamen) laufschritt, und konzentriert sich, genau wie west wing eher auf die mitarbeiter des königs, der fürsten und kardinäle.
die ausstattung, die kostüme, die kulissen sind wunderbar und aufwändig und auf den ersten blick authentisch, also scheinbar zum grossen teil an originalschauplätzen gedreht. bei den innenaufnahmen scheint zwar immer die sonne ins zimmer, morgens wie abends, immer aus der gleichen richtung, aber das ist auch schon der einzige goof die mir beim zuschauen aufgefallen ist. ich bin sicher es gibt noch mehr, aber nichts was das sehvergnügen grob stören würde.
die geschichte von wolsey und cromwell kann man sich in 10 minuten in der wikipedia anlesen/auffrischen, die von heinrich dem VIII kennt man ja schon ein bisschen, aber es macht spass sich das in dieser reich illustrierten und ausgestatetten form anzusehen.
wenn du den kindern erlauben würdest auf die strasse zu kacken, an ecken zu pinkeln oder an polöchern zu riechen, wäre auch was los.
nee, das ist ein neues feature von twitter: user-zentrische downtimes. einzelpersonenausfallsimulationen nennen die das AFAIK auch.