
ach guck mal, es gibt leute, die drucken #blendle aus.

ach guck mal, es gibt leute, die drucken #blendle aus.
digg.com: Guy Uploads A Ton Of K-Mart Background Music To The Internet #
über 60 stunden fahrstuhlmusik aus den 90ern für die hintergrundbeschallung von kmarts. das ist so’n bisschen wie ein 90erjahre spotify mit grässlichen playlists. aber wunderbar finde ich das anologe rauschen und eiern der digitalen kopien. das ganze zeug liegt im internet-archive.org.
starke-meinungen.de: Wo Avigdor Lieberman Recht hat. Und wo nicht. #
alan posener über die etwas kruden thesen des ehemaligen israelischen aussenministers avigdor lieberman. nebenbei erklärt er nochmal wie verfahren und auswegslos die situation im nahen osten ist und warum das abendland wohl eher in gefahr ist unter die räder von populisten zu geraten als unter die von muslimen:
Woran macht sich der kommende Untergang des Abendlandes fest? Lieberman spricht einige bedenkliche Entwicklungen in der EU an: Etwa die Wahl des Hamas-Freunds Jeremy Corbyn zum Labour-Chef oder die vorgesehene Kennzeichnungspflicht für Waren aus der Westbank, damit sie leichter von Israel-Feinden boykottiert werden können. Aber er suggeriert, diese Dinge hätten zu tun mit der Zunahme der muslimischen Bevölkerung, was nicht der Fall ist. Corbyn ist der Liebling weißer Studenten und Mittelschichtsintellektueller, die ja auch die treibende Kraft hinter der Boykottbewegung sind. Nicht der Islam steckt hinter dieser Bewegung, sondern die perverse Ideologie des „Antiimperialismus“ – und ein ganz normaler Antisemitismus. Sechs bis siebeneinhalb Prozent der Bevölkerung Europas, 42 bis 53 Millionen, sind Muslime, wovon 14-22 Millionen in Russland leben, zehn Millionen im europäischen Teil der Türkei und nur 16 Millionen in der EU, die 508 Millionen Menschen umfasst. Somit könnten die Muslime, selbst wenn sie eigene Parteien hätten und als Lobby gezielt eine Politik der Islamisierung betreiben würden, was sie nicht einmal dort tun, wo sie seit Langem eine bedeutende gesellschaftliche Kraft darstellen, etwa in Frankreich oder Großbritannien, unmöglich die Politik Europas maßgeblich bestimmen. Untergang des Abendlandes? I don’t think so.
krebsonsecurity.com: Hacker Who Sent Me Heroin Faces Charges in U.S. #
brian krebs über den hacker der ihm heroin und drohungen schickte und jetzt in untersuchungshaft sitzt.
motherboard.vice.com: The Chemist Who Hasnt Showered in 12 Years Explains Why He Doesnt Stink #
david whitlock hat sich seit 12 jahren weder geduscht, noch gebadete, pflegt aber gewissenhaft die bakterienflora auf seiner haut. hört sich an wie ein witz, aber seit ich darm mit charme gelesen habe, glaub ich alles.
newstatesman.com: “I was killed when I was 27”: the curious afterlife of Terence Trent D’Arby #
sehr langes portrait/interview mit sananda maitreya, den in den 80ern aufgewachsene noch als terence trent d’arby kennen dürften.
frauruth.de: Teile und herrsche #
[D]ie Prinzessin musste dem Frosch […] alles abgeben. Er durfte von ihrem Tellerchen essen und aus ihrem Becherchen trinken. Aber als er in ihrem Bettchen schlafen wollte, da hat sie ihn an die Wand geschmissen und dann ist ein Prinz draus geworden und eine Heirat entstanden. Wir müssen also erstmal alles teilen, deswegen steht ja auch überall bei Facebook: „Teilen“ drunter. Nach dem Teilen kommt also erst die Wut und dann die Liebe. Verlassen Sie sich bitte darauf. Sonst: Dystopie.
[das hier ist die adresse von frau ruths RSS-feed. bitte selbst abonnieren. sonst: verpass.]
hopesandfears.com: Can Your Pet Tell That You're High? #
merken haustiere wenn wir high sind? spoiler: ja.
theatlantic.com: The Most Mysterious Star in Our Galaxy #
ich glaube diese tweet teasert diesen artikel optimal an:
Please be alien megastructures please be alien megastructures please be theatlantic.com/science/archiv…
blaetter.de: Der digitale Kiosk und die geblendeten Verlage #
daniel leisegang warnt die verlage vor eventuellen erfolgen bei der kooperation mit plattformen:
Die Zusammenarbeit der Verlage mit all diesen digitalen Plattformen klingt nach einer klaren Win-win-win-Situation: Um die Artikel zu lesen, müssen die Kunden die Komfortzone des jeweiligen sozialen Netzwerks nicht mehr verlassen, damit entfallen auch lästige Ladezeiten. Die Verlage hingegen erhalten eine größere Reichweite für ihre Inhalte, zusätzliche Einnahmen sowie Angaben über das Nutzungsverhalten ihrer Leser. Im Gegenzug erhöht sich deren Verweildauer auf den Plattformen und damit die Kundenbindung.
Schaut man jedoch genauer hin, entpuppen sich die Kooperationen für die Verlage als existentielle Bedrohung. Diese verlieren dabei umso mehr an Einfluss, je erfolgreicher die digitalen Angebote wirtschaftlich sind.
daniel leisegang meint, die verlage würden sich auf plattformen zu „reinen Inhaltelieferanten“ machen und redaktionelle hoheit abgeben, weil sie das umfeld in denen ihre artikel angezeigt werden, nicht mehr massgeblich bestimmen könnten. damit macht er aber das unbundling von zeitungen und zeitschriften zur eigentlichen existenziellen bedrohung für verlage. abgesehen davon dass ich mich dieser these nicht ohne weiteres anschliessen würde, muss man sich aber fragen, was die alternative wäre. die beibehaltung der bündelung von journalistischen inhalten, lokalnachrichten und agenturmaterial zu einem gesamtpaket? meinem gefühl nach führt so eine haltung noch schneller in eine existenzielle bedrohung als alle anderen alternativen. mir fällt es jedenfalls schwer zu glauben, dass die verleger noch lange ihre leser darum bitten können, doch bitte auch alles, was sie nicht interessiert oder was sie schon anderswo gelesen haben zu kaufen um die verlage und deren macht zu sichern.
ich finde den springer-verlag ja grundsätzlich
scheisseunerqueicklich. aber im gegenteil zu daniel leisegang hat man dort verstanden, dass es nicht (nur) darum gehen kann die alten strukturen zu bewahren, sondern darum erlösmodelle und unabhängigkeit in der digitalen, fragmentierten und entbündelten welt zu finden.
They will never find a private Hillary email message that's anywhere near as awful as the shit Trump and Carson say in public every day.
eigentlich wäre das ein thema für nen eigenen artikel. nur so viel auf die schnelle:
wenn du bargeld am automaten ziehst, fallen durchaus daten an (summe, ort, zeit), die (mit weiteren daten) zu aussagefähigen profilen verknüpft werden können. auch im geschäft können daten zu deinen einkäufen erfasst oder getrackt werden (kameras, rfid-tags, usw.).
vor allem aber: ich glaube nicht dass bargeld die lösung für datenschutz im zahlungswesen ist. das sollte woanders ansetzen. ein ansatz ist bitcoin, ich bin sicher es gibt viele weitere (technologische oder juristische) lösungsansätze.
und: zumindest im vergleich zu den bisherigen kreditkartenzahlungen (vor allem in den USA, wegen der dort verwendeten antiken technologien), entkoppelt zum beispiel apple pay bestimmte datenerfassungen und bringt in sachen datenschutz durchaus die eine oder andere verbesserung beim zahlungsvorgang.
das hat der @isarmatrose sehr schön übersetzt.

[nachtrag]
10 minuten nach dem tweet und einem konkreteren hinweis und ein bisschen empörung sind aus den treckern tracker geworden.
Eigentlich funktioniert Bargeld ja ganz gut. Ausser an Fahrkartenautomaten, die offenbar alle an einer Art Bargeld-Allergie leiden. Und wenn man mit grossen Scheinen bezahlen will, funktioniert Bargeld auch nicht so gut. Ach ja, im Netz kann man auch nicht mit Bargeld bezahlen. Die Banken und der Einzelhandel finden Bargeld übrigens auch doof. Die Banken sprechen davon, dass Bargeld jährlich um die 12 Milliarden Euro Kosten verursacht: Banken müssen Geldautomaten aufstellen und befüllen, das Bargeld muss transportiert und versichert werden.
Genau betrachtet nervt Bargeld eigentlich total. Aber die meisten Alternativen zu Bargeld nerven eben auch. In Deutschland kommt die EC-Karte wohl einer allgemeinen Bargeldalternative am nächsten. Mit der kann ich in fast allen Supermärkten oder Tankstellen bezahlen, in manchen Restaurants, aber dafür in den meisten kleineren Läden oder im Netz nicht. Mit Kreditkarte kann ich fast überall im Netz bezahlen, aber dafür will kaum ein Einzelhändler in Deutschland Zahlungen damit entgegen nehmen.
In Berlin haben wir uns auch mit der Flughafensituation abgefunden, warum sollen wir uns nicht auch mit einem babylonischen Zahlungsgewirr abfinden? So weit ist dieser Vergleich übrigens nicht hergeholt: der Ausbau des Flughafen Schönefeld wurde vor knapp 20 Jahren beschlossen. Genauso lange versuchten Handel, Banken, Mobilfunkunternehmen und verschiedene Startups bedienungsfreundliche, alternative Zahlungssysteme in Deutschland zu etablieren. Die Geschichte dieser Bargeldalternativen lässt sich genauso prägnant zusammenfassen wie die Geschichte des Berlin-Brandenburger Flughafens: zwei Jahrzehnte Murks, Zuständigkeitsgerangel und Intransparenz.
Nach der Ankündigung von Apple künftig in diesem Markt mitmischen zu wollen, scheint endlich ein bisschen Bewegung in die verschlagene verschlafene Branche gekommen zu sein: In Berlin startete vor ein paar Monaten eine Kampagne des mpass-Konsortiums mit dem witzigen Namen zahl einfach mobil. Da die Menschen an den tragbaren Bildschirmen offenbar bis jetzt nichts von der Arbeit des 2008 von O₂ und Vodafone gegründeten Handybezahldienst mitbekommen haben, scheint das Jahr 2015, in dem mit Apple der erste ernstzunehmende Konkurent in Erscheinung tritt, wohl der richtige Zeitpunkt zu sein, um den Stealth-Modus zu verlassen.
Wer jetzt allerdings glaubt dass das mpass-Konsortium, bei dem seit ein paar Jahren auch die Telekom mitmischt, in den letzten sieben Jahren ein überzeugendes Konzept oder kundenfreundliches Zahlungsabwicklungssystem entwickelt hätte, der irrt. Man hat es mit einiger Kraftanstrengung zwar geschafft ein paar tausend Zahlungsterminals zu modernisieren und NFC-fähig zu machen und zudem ein paar grosse Handelsketten überzeugt mitzumachen, aber zu einfach wollte man es potenziellen Kunden dann doch nicht machen.
Um „einfach mobil“, also mit dem Mobiltelefon, bezahlen zu können, muss ich mir nämlich nicht nur einen RFC-Chip aufs Handy kleben, sondern auch ein neues Konto und eine neue Kreditkarte bei einer britischen Bank (Wirecard) beantragen. Das umfasst eine Schufa-Abfrage und das Ausfüllen vieler Formulare mit anschliessenden mehrstufigen und langwierigen Legitimierungsverfahren. Und das, obwohl mein Mobilfunkanbieter, der mir das mobile Bezahlverfahren anbietet, alle diese Daten von mir vorliegen hat und alles über meine Bonität weiss.
An der zahl einfach mobil-Aktion ist — ausser dem Bezahlvorgang selbst — nichts einfach. Es ist kompliziert und langwierig Guthaben auf mein mpass-Konto einzuzahlen, die App die mpass mir empfiehlt um Akzeptanzstellen zu finden spricht nur englisch und sucht bevorzugt in den USA.
Das bargeldlose Bezahlen von Beträgen unter 25 Euro fühlt sich aber tatsächlich sensationell futuristisch und kinderleicht an (Zahlungen über 25 Euro müssen bei mpass mit einer PIN autorisiert werden) — am liebsten würde ich künftig überall mit meinem Telefonaufkleber bezahlen. Ein weiterer Lichtblick: die meisten der aufgerüsteten RFC-fähigen Bezahlterminals sind im Prinzip mit den Bezahlsystemen beliebiger Anbieter — zum Beispiel Apple-Pay — kompatibel. Und seit das EU-Parlament die Transaktionskosten für Kartenbuchungen gedeckelt hat, wächst die Akzeptanz bargeldloser Bezahlverfahren auch bei Einzelhändlern.
Damit ist theoretisch der Weg für neue Bargeldalternativen frei geräumt. Dem Wettbewerb um das am wenigsten nervige Gesamtangebot bei der Zahlungsabwicklung steht fast nichts mehr im Wege — ausser dem offensichtlichen Unwillen der Banken oder Mobilfunkanbieter einfache, kundenorientierte Lösungen anzubieten. Dieses letzte Puzzleteil aufzuheben überlässt man dann wahrscheinlich (wieder mal) Apple.
anmerkung: das ist der text meiner kolumne im (gedruckten) t3n-magazin nummer 41. in ein paar wochen kommt die neue ausgabe, mit einer neuen kolumne von mir. die taucht dann bei dieser ausgabe auch erstmals online auf t3n.de auf.
weil ich für die kolumne bezahlt werde, enthält sie auch gross- und kleinschreibung.
vorherige kolumnen:
diesen text habe ich aus redaktionellen gründen aus der kolumne rauskürzen müssen. weil ich ihn relativ witzig — und immer noch aktuell und informativ finde, hänge ich ihn hier an.
Nachdem ich von der zahl-einfach-mobil.de-Webseite, die von der Beratungsfirma GS1 Germany GmbH betrieben wird, zu der von O₂, der Telekom und Vodafone betriebenen Webseite mpass.de geleitet wurde, sehe ich zunächst, dass mpass.de — trotz des Apple-Weckrufs — sehr stiefmütterlich gepflegt wird. Im Impressum der Webseite ist noch René Obermann als Vertretungsberechtigter der Telekom aufgeführt, obwohl der bereits vor knapp andertalb Jahren seinen Posten bei der Telekom verlassen hat.
Mein Klick auf „Jetzt anmelden“ führt nochmal weiter zu einer Webseite, die von der in Wales ansässigen Firma Wirecard Card Solutions Limited betrieben wird. Weil O₂ lediglich als Vermittler und nicht als Anbieter auftritt, muss ich mich — auch als O₂-Kunde — dort mehrfach „legitimieren“.
Zunächst bekomme ich eine PIN-Nummer aufs Handy geschickt, danach eine PIN (per 1-Cent-Überweisung) auf mein Konto. Nach 4 Tagen — solange dauerte die Überweisung aus Wales — bin ich so halb legitimiert. Ein weiterer Schritt („mpass plus“) steht noch aus, ist aber offenbar für das Geldnachladen per Lastschriftverfahren zwingend erforderlich.
5 Tage nach meiner Anmeldung trifft der erstaunlich dicke NFC-Sticker bei mir ein und auch meine Überweisung von 25 Euro wurde mir nach 5 Tagen auf meinem mpass-Konto gutgeschrieben.
In ein paar Supermarktketten und Tankstellen kann ich jetzt nach knapp einer Woche Vorbereitungszeit „einfach bezahlen“. Ich entscheide mich unseren Wochenendeinkauf bei Aldi mit meinem neuen Handyaufkleber zu bezahlen. Wohin ich am Bezahlterminal mein Handy halten soll ist leider nicht erkennbar. Die Kassiererin weiss es auch nicht. Ich bewege mein Telefon beschwörend um alle Seiten des Bezahl-Terminals, drücke mein Handy gegen das Display und die Seiten des Terminals — nichts passiert. Nachdem die ersten Räusperer aus der Warteschlange hinter mir zu hören sind und ich schon meine EC-Karte zücken will, piepst das Terminal dann doch noch und gibt meine Zahlung frei. Einfach!
traurig, @dleisegang warnt die verlage vor erfolg und kooperationen:
https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2015/oktober/der-digitale-kiosk-und-die-geblendeten-verlage [€]
(via)
Demnächst neu: 'Unser Budget reicht nur, um die Werbeabteilung konstant auf 1,5 Promille zu halten'-Senf. pic.twitter.com/Ht7V29zf4l
vor ein paar tagen hat google die spezifikationen für amphtml veröffentlicht und eine demo veröffentlicht, was sie in etwas damit zu tun gedenken. die demo kann man sich hier mit einem mobilen browser (oder einem mobilen user agent) ansehen (dort dann nach obama oder zum beispiel faz suchen). die spezifikationen für amphtml hat google auf github gepackt. google hat auch eine animation erstellt, die zeigten soll wie amp-seiten in den google-sucheergebnissen funktionieren könnten.
was google mit amp bezweckt ist klar, wenn man sich die demo oder die selbstbeschreibung des projekts ansieht: schnellere (mobile) webseiten. oder im sinne der gleichen facebook-idee: sofortseiten.
jeff jarvis ist naturgemäss begeistert und sieht seine idee der einfachen verteilung (distribution) von publizistischen inhalten im web durch amp gestärkt:
But I think AMP and Instant Articles are more than that. They are a giant step toward a new, distributed content ecology on the web.
wolfgang blau auch:
what excites me most about ampproject.org is how it might allow publishers to not just distribute, but aggregate more seamlessly.
tim kadlec formuliert den gedanken etwas ausführlicher aus:
It’s the distribution that makes AMP different. It’s the distribution that makes publishers suddenly so interested in building a highly performant version of their pages—something they’re all capable of doing otherwise. AMP’s promise of improved distribution is cutting through all the red tape that usually stands in the way.
This promise of improved distribution for pages using AMP HTML shifts the incentive. AMP isn’t encouraging better performance on the web; AMP is encouraging the use of their specific tool to build a version of a web page. It doesn’t feel like something helping the open web so much as it feels like something bringing a little bit of the walled garden mentality of native development onto the web.
That troubles me.
und ich finde genau das spannend. google zwingt die verleger, bzw. alle die im netz veröffentlichen dazu, sich zu beschränken. so wie twitter einen zwingt sich kurz zu fassen, zwingt amp einen dazu sich den (technischen) regeln der auslieferungsbeschleunigung zu unterwerfen (was unterm strich zu erhöhtem lesekomfort führt).
das ist an sich schon eine gute sache, weil die verleger nun einen guten grund haben, von ihren vermarktern bessere, weniger arschig programmierte anzeigen zu verlangen. anzeigen sind zwar in amp-seiten möglich, müssen sich aber an bestimmte regeln halten (bis diese womöglich ausgehelbelt werden). felix salmon formuliert das im guardian (auf einer amp-seite) so:
Ultimately it comes down to power dynamics. Advertisers and media buyers have more power than any individual publisher: they can demand more intrusive ads, trackers, scripts, and publishers will comply, lest they lose revenue. But one entity is even more powerful than the ad industry – Google. If Google tells everybody to turn off those scripts, they will – and advertisers will be forced to compete on the basis of creative output, not technological firepower.
So another impact of AMP will be that news organizations will have to re-evaluate their use of third party scripts and demand use of best practices by these vendors.
noch spannender finde ich, dass plötzlich verleger, denen die idee von volltext-RSS-feeds schon immer zuwider war, plötzlich bei amp an bord zu sein scheinen. selbst die FAZ pfeffert jetzt ihre inhalte in einem format raus, mit dem leser diese inhalte plötzlich wie mit RSS lesen können. denn amp erlaubt, wie RSS, durch einen festen gestaltungsrahmen ein caching (zwischenspeichern) der inhalte durch apps, reader oder, wie oben demonstriert, suchmaschinen. konzeptionell und technisch sind die parallelen zu RSS offensichtlich. jeremy keith schreibt in seiner ausführlichen und lesenswerten amp-analyse:
So if an RSS feed is an alternate representation of a homepage or a listing of articles, then an AMP document is an alternate representation of a single article.
Now, my own personal take on providing alternate representations of documents is “Sure. Why not?” Here on adactio.com I provide RSS feeds. On The Session I provide RSS, JSON, and XML. And on Huffduffer I provide RSS, Atom, JSON, and XSPF, adding:
If you would like to see another format supported, share your idea.
Also, each individual item on Huffduffer has a corresponding oEmbed version (and, in theory, an RDF version)—an alternate representation of that item …in principle, not that different from AMP. The big difference with AMP is that it’s using HTML (of sorts) for its format.
All of this sounds pretty reasonable: provide an alternate representation of your canonical HTML pages so that user-agents (Twitter, Google, browsers) can render a faster-loading version …much like an RSS reader.
So should you start providing AMP versions of your pages? My initial reaction is “Sure. Why not?”
wie die auslieferung per amp-seite funktioniert, zeigt bereits die reader-app nuzzel. sie aggregiert und filtert links aus meinen social-media-feeds und zeigt mir empfehlungen aus meinem bekanntenkreis an. klicke ich auf den link zu einer seite die auch eine amp-version anbietet, lädt sie nicht die reguläre seite, sondern die mobil-optimierte amp-version. twitter hat angekündigt das auch so zu machen und, natürlich, auch google wird das das irgendwann in seine mobile suche integrieren.
ich bin ja schon immer ein agressiver verfechter der volltext-rss-idee, der idee, inhalte so einfach wie möglich zugänglich zu machen und niemandem vorzuschreiben wo oder wie er inhalte zu lesen hat. bereits vor 4 monaten habe ich facebooks instant articles-idee mit RSS verglichen und natürlich schlägt amp in die gleiche kerbe. mit einem unterschied natürlich: facebook und google (und apple) versuchen von anfang an wege der monetarisierung (sprich werbung) in ihre lösungen einzubauen.
es dürfte spannend sein, wie die verleger langfristig zu amp, instant articles oder ähnlichen initiativen von apple und anderen stehen werden. es ist nicht auszuschliessen, dass sie irgendwann muffensausen bekommen, angesichts des unabwendbaren kontrollverlusts. möglicherweise sind sie auch irgendwann völlig überfordert mit dem irren formate-müsli, das derzeit aus dem silicon valley geliefert wird: google hat ein eigenes format, facebook verlangt ein eigenes format und apple hat sein „apple-news-format“ noch gar nicht veröffentlicht.
mir ist das (natürlich) völlig egal, ich habe an zwei abenden das amp-format in diese seite integriert. das war nicht besonders kompliziert, im prinzip habe ich die druckseitenfunktion meines CMS missbraucht, bzw. umgebaut (und um ein paar funktionen erweitert). seiten auf dieser site lassen sich dank druck-CSS-stylesheet bestens ausdrucken (wer auch immer sowas macht), also liess sich die eingebaute druckfunktion, die über wirres.net/article/print/8649/1/6/ erreichbar war, zu einer amp-funktion umbauen. weil „print“ in der url aber doof ist, sind meine seiten offiziell über /article/amp/ ampifizierbar, natürlich auch diese: wirres.net/article/amp/8649/1/6/.
(eine noch sehr frühe amp-konversions beta-version für wordpress gibt es übrigens bereits.)
erstaunlich am ampproject ist, wie fehlerhaft es noch ist. die proprietäre video-erweiterung amp-video ist noch nicht ganz fertiggestellt, bzw. buggy, viele details scheinen noch unausgegoren und besonders witzig, googles eigenes beschleunigungswerkzeug empfiehlt dem ampproject verbesserungsmassnahmen:
auch die projektseite hält google für sehr verbesserungswürdig.
insgesamt sehe ich das amp-projekt als eine der spannensten sachen die dem web seit dem web 2.0 passiert ist. das web 3.0 wird (wieder) schlanker. und das ist in diesem fall eine gute sache.
interessant. wenn man in @nuzzel eine seite aufmacht die auch in #amphtml vorliegt, wird die ⚡-version geöffnet.
ein link auf wirres.net wird von nuzzel in der amphtml-version geöffnet
zur info: der artikel indie war gestern — oder umgekehrt hat im quelltext diese zeile:
nuzzel scheint das vor dem laden auszulesen und lädt entsprechend die amphtml-version.
ups, gerade gesehen, die methodologie meines „experiements“ war mangelhaft; der tweet-link oben war bereits ein amp-link. aber es klappt trotzdem so wie erwartet mit regulären links.
Hướng dẫn đánh sữa & art TRÁI TIM trên ly capuchino (y)
kann ich mich auch nach dem sechzigsten mal angucken kaputtlachen drüber …
Alex Matzkeit - 150.000 Menschen bei der Anti-TTIP-Demo... | Facebook
150.000 Menschen bei der Anti-TTIP-Demo und ich mittendrin. Eigentlich möchte ich Schilder hochhalten, auf denen steht "Es gibt auf jeden Fall beanstandungswürdige Aspekte an diesem intransparenten Prozess, aber das heißt noch lange nicht, dass ich den Kapitalismus abschaffen möchte" oder "Ich gebe ehrlich zu, dass ich mich unzureichend mit der Gesamtproblematik beschäftigt habe, aber meine Sozialisation und mein Gefühl sagen mir, dass es so, wie es läuft, auf jeden Fall problematisch ist" oder auch nur "Einfache Parolen sind nie die Lösung, aber ich bin zumindest tendenziell dagegen". Aber für so viel Differenzierung ist leider nicht die Gelegenheit. Und das ärgert mich jedes Mal.
Andrea Pawlowski's Photos - Andrea Pawlowski | Facebook
Ich weiß auch nicht, warum ich grade an dich denken musste :)
greenkeeper.io is so useful!
I think its conversation with our CLA bot is one for the history books :)
github.com/ampproject/amp…
@gruber are you still using yojimbo for os x note taking or have you migrated to another app or setup?





