gnadenlos realistischer kriegsfilm. ich fand den film gut weil er eine ganz gute balnce zwischen pathos, elend, menschlichkeit und unmenschlichkeit hält und den unvermeidlichen patriotismus und das glorifizierende heldentum mit elend und verzweiflung dämpft. eigenartig fand ich, dass manchmal eine panzerfaust einen panzer in null komma nix in die luft gehen lässt, aber ein trupp von 300 SS-männern die mindestens 10 panzerfäuste auf den schultern tragen, es nicht schaffen den filmentscheidenden panzer in die luft zu jagen. irritierend war auch, dass die deutschen geschosse grün und die amerikanischen rot in der flugbahn leuchteten, wie laserschüsse bei star wars.
bei spiegel-online ist unten der deutsche kino-trailer eingebunden. natürlich deutsch synchronisiert. synchronisierung find ich ja bekanntermassen grundsaätzlich scheisse (ich guck auch mit grossem vergnügen asiatische filme im original), aber in diesem film wird im original auch viel deutsch gesprochen (von den deutschen und manchmal auch von brad pitts rolle) und von vielen englisch nicht verstanden (von fast allen deutschen). naturgemäss hört sich deutsch in einer umgebung in der amerikanisch gesprochen wird immer unfassbar komisch an. mir fiel das besonders auf, als ich nach 10 monaten in den USA in frankfurt landete und die ersten deutschen flughafenansagen hörte. da musste ich wegen der zackigkeit, der härte, der ungeschliffenheit laut auflachen. so geht das auch in solchen filmen. wenn die deutschen reden hört sich das wie masdchinengewehrfeuer an, wenn die amerikaner reden, wie rock'n'roll. im synchronisierten trailer reden plötzlich alle wie maschinengewehre. und deutsch. und verstehen sich trotzdem manchmal nicht, wenn deutschsprechende amerikaner mit deutsch sprechenden deutschen reden zum beispiel. grässlich.
„Die Vorgabe der Behörden war ganz offensichtlich, alles dafür zu tun, dass sich ein Flüchtling nicht integrieren kann.“
ich glaube das eine der grössten ungerechtigkeiten in westlichen gesellschaften: ohne einigermassen gute finanzielle möglichkeiten hat man kaum möglichkeiten im bürokratiedschungel gerechte behandlung zu erfahren. wer es sich leisten kann, kauft sich rechts-, finanz- oder steuerberatung. wer es sich nicht leisten kann (oder kein glück hat) läuft gegen wände und wird wie scheisse behandelt. /via
gleiches phänomen wie beim kampf gegen behördenwilkür: wer es sich leisten kann holt sich rechts-, finanz- oder steuerberatung. wer fehler macht (unter anderem weil das system irre komplex ist), kauft sich im zweifel per aussergerichtlichem vergleich frei. wer es sich nicht leisten kann, bekommts mit der justiz zu tun.
stefan pelzer und philipp ruch vom zentrum für politische schönheit reden auf dem ccc-kongress über ihre arbeit. obwohl ich einen grossteil der aktionen schon kannte, hab ich mir das ganze video angesehen. das ist leider teilweise schwer erträglich, weil stefan pelzer die ganze zeit schreit. möglicherweise hängt das damit zusammen, dass er im zentrum für politische schönheit „beauftragter für eskalation“ ist oder weil er sich der schönheit der öffentlichen rede verweigert. was mir auch unangenehm anzusehen war: das rumhacken auf amnesty international. das hatte philipp ruch auch schon auf dem zündfunk netzkongress ((warum auch immer) gekürztes video vom vortrag) so gehandhabt, dort allerdings eher in ein zwei sätzen, am rande.
ich kann die enttäuschung verstehen, dass amnesty das potenzial von 3 millionen mitgliedern (weltweit) nicht so öffentlichkeitswirksam mobilisiert, wie es das zentrum für politische schönheit immer wieder mit seinen eignen aktionen vormacht, aber die art und weise der öffentlichen kritik, war mir dann doch zu plump und selbstverliebt. auch hier sollte man, wenns schon an argumenten fehlt, wenigstens auf die schönheit und ästhetik der kritik achten.
wenn man über die rhetorische fehlleistung von stefan pelzer hinwegsehen kann und gelegentlich unschöne polemik ohne fremdscham übersteht, lohnt es sich aber durchaus den beiden ne stunde lang zuzuhören. und zum spenden für das zentrum für politische schönheit rufe ich nach wie vor auf.
nochmal zum vortrag des zentrums für politische schönheit: der vortrag schlägt ein paar wellen, weil stefan pelzer und philipp ruch einen SMS-dialog mit marian wendt zeigten, der eindeutig die eitelkeit von marian wendt vorführt und in dem marian wendt scheinbar andeutet, er könne staatsanwaltliche ermittlungen beeinflussen. das hängt möglicherweise ebenfalls mit der eitelkeit von wendt zusammen, möglicherweise aber auch mit einem verkorksten verständnis von gewaltenteilung. marian wendt selbst sagt, der vorwurf der einflussnahme auf die staatsanwaltsanwaltschaft sei „vollkommen abwegig“.
schöner und interessanter talk von martin haase, in dem er die „digitale agenda“ der bundesregierung auseinandernimmt. vor allem stellt er fest (explizit erst beim frage-antwort-teil), dass die bundesregierung ein neo-liberales konzept beim breitbandausbau verfolgt, also nicht mehr als einen ordnungsrahmen vorzugeben, nichts auszugeben und den rest dem markt zu überlassen (und ihn dabei „aktiv zu begleiten“).
sascha lobo schreibt etwas kluges als replik auf einen ziemlich dummen text von wolfgang herles. und er erkennt den witz, dass herles, der fernsehmensch, neil postman zitiert um „die vermeintlich fehlende Tiefe der sozialen Medien“ zu beklagen.
ich sehe das mit den sozialen medien und diesem internet übrigens wie eine tür — oder ein fenster. mit meinem telefon oder laptop kann ich die tür zu einer mitunter recht lauten und bunten welt aufstossen. die tür die ich aufstosse hat magische fähigkeiten, denn dort zeigt sich fast nur das, was ich sehen will, was mich interessiert. ich kann quasi in die aspekte der welt die mich interessieren reinzoomen und alles andere wegzoomen. aber das beste, ganz unmagische, an dieser tür oder diesen fenstern: ich kann sie schliessen. jederzeit, für eine stunde, eine woche — so lange ich will. die tür mit der aufschrift deutsches fernsehen ist schon so lange zu, dass sie bereits verstaubt ist. vor ungefähr 10 jahren stand sie noch gelegentlich offen. da dachte ich aus irgendwelchen gründen, dass das morgenmagazin mir einen guten überblick über die weltlage geben könnte. manchmal stand dann plötzlich ein schlechtgelaunt aussehender wolfgang herles an meiner schwelle und erzählte mir sachen die mich nur am rande interessierten. heute bin ich froh, dass ich mir dieses schlecht inszenierte und mit viel warmer luft aufgeblasene morgenmagazin nicht mehr ansehen muss und mich (endlich) auf die rosinen konzentrieren kann.
und wo ich gerade bei metaphern bin: wolfgang herles blick aufs internet gleicht dem eines skeptikers auf ein radio: wenn man so eine kiste noch nie bedient hat und einschaltet, hört man nur rauschen und fiepen. dass es auf die auswahl der sender ankommt und mehr noch — auf die qualität der sender — erschliesst sich eben nicht sofort.
schöne liste mit betrügern und fakern die paranormale phänomene in die weltgeschichte und unsere erinnerungen pflanzten. eine gute gelegenheit, mal wieder den klassiker (von 1993) von james randi anzusehen: Secrets of the Psychics (00:54, youtube)
Wohin es führt, wenn es keine Netzneutralität mehr gibt, lässt sich prima am Beispiel Flugreisen sehen... Der Basis-Service ist kalkulierterweise so mies, dass möglichst viele versuchen, ihm zu entfliehen, indem sie zusätzliche Kosten, Fees, Service-Charges etc in Kauf nehmen. An denen die Airlines prächtig verdienen, weswegen sie den Basisservice immer mieser machen. Zitat:
The roomiest economy seats you can book on the nation's four largest airlines are narrower than the tightest economy seats offered in the 1990s.
wobei der verlinkte text nicht nur zeigt, wohin es führt, wenn es keine netzneutralität mehr gibt, sondern auch wohin uns die internet-wirtschaft bereits gebracht hat. dadurch das über das internet vertreibene waren oder dienstleistungen oft um ein vielfaches günstiger angeboten werden können, krempeln wir mit unserem kaufverhalten auch ganze industrien um — nicht immer in unserem besten eigenen interesse. oder anders gesagt, dem reiz von niedrigen preisen können wir kaum widerstehen — aber vor allem können wir kaum den preis erkennen, den wir (oder andere) für diese vermeintlichen einsparungen schlussendlich zahlen.
schönes interview von timo frasch mit gerhard polt, zu dessen humor ich nie so recht einen zugang hatte:
Im Moment gibt es unter Didaktikern ja eine Tendenz zurück zum Dialekt.
Was die Didaktiker machen, ist wurscht, das ist viel zu abgehoben. Aber klar ist: Fast alle großen deutschen Literaten waren Dialektsprecher, vom Schiller bis zum Goethe. Auch Musiker, der Mozart, die haben alle Dialekt gesprochen.
Thomas Mann?
Der nicht. Der ist aber auch unangenehm aufgefallen.
schönes portrait von ronald pofalla von stefan willeke.
Wann Ronald Pofalla beschlossen hat, sich in Luft aufzulösen, lässt sich nicht mehr mit Bestimmtheit sagen. Fest steht, dass es ihn nach wie vor gibt. Fest steht aber auch, dass er schon damit begonnen hat, sein Verschwinden zu organisieren, lange bevor ich ihn zum ersten Mal erreichen will.
aus ausreichend guten fotos kann man fingerabdrücke extrahieren und nutzen. mit schlüsseln ist das mindestens genauso schlimm. irgendwo hab ich kürzlich gelesen, dass schlüssel als kompromittiert gelten müssen, sobald jemand ein foto von ihnen anfertigt. schlüssel aus einem foto nachzubauen ist kein promlem.
jerry seinfeld, sehr weihnachtlich und lustig über müll und dass unsere behausungen nichts anderes sind als müllverarbeitungsanlagen.
die überschrift verspricht ein bisschen zu viel, aber man kann ein paar (bewegte) bilder aus der porsche motorenproduktion sehen, ganz ohne erklärenden kommentar.
das muss man wahrscheinlich nicht verstehen, warum der spiegel eine ganz lesenswerte geschichte aus dem heft #50 vom 8. dezember nur auf englisch zugänglich macht, die deutsche variante aber hinter der bezahlmauer belässt. dann verlinkt ich eben die englische variante. /bei digg.com gefunden
marc rogers bezweifelt die theorie, dass der sony-hack aus nordkorea orchestriert wurde:
4. You don't need to be a conspiracy theorist to see that blaming North Korea is quite convenient for the FBI and the current U.S. administration. It's the perfect excuse to push through whatever new, strong, cyber-laws they feel are appropriate, safe in the knowledge that an outraged public is fairly likely to support them.
I am no fan of the North Korean regime. However I believe that calling out a foreign nation over a cybercrime of this magnitude should never have been undertaken on such weak evidence.
The evidence used to attribute a nation state in such a case should be solid enough that it would be both admissible and effective in a court of law. As it stands, I do not believe we are anywhere close to meeting that standard.
Let me assure the American people that we are not vulnerable to any further cyber-vandalism attacks, and we will “Never gonna give you up, never gonny let you down, never gonna run around and desert you ..."
das sollte man sich bei den diskussionen um spotify und streaming-dienste immer in erinnerung rufen: fast alle neuen technologien wurden von der unterhaltungsindustrie (und künstlern) am anfang bekämpft, bis sich nach einigen jahren herausstellte, dass man mit ihnen tonnenweise profite einfahren kann. radio, kassettenrekorder, videorekorder, mp3, youtube -- alle galten als totengräber der kultur und haben doch genau das gegenteil bewirkt.
ein kostenloses e-book zum runterladen und lesen, zusammengestellt von jana kunath und volker busse. ich finde das ist sehr schön geworden, ein text von mir ist auch drin. ganz toll fand ich james r. cabmansgeschichte über seine jugendliebe. ganz, ganz toll fand ich die sogar. und am ende der geschichte dann ein link zu einem youtube-video, dass die geschichte abrundet und noch greifbarer macht.
Wenn Pegida-Anhänger den Journalismus in Deutschland als “Lügenpresse" diffamieren, wirkt das nicht nur kurios in einem demokratischen Land, dessen Medienvielfalt so groß ist wie nie zuvor in der Geschichte. Es verweist auch auf eine intensive, nahezu bedeutungsgleiche Verwendung des Begriffs in völkischen und nationalsozialistischen Zeiten. Das macht noch nicht alle Pegida-Anhänger zu Nazis, doch wer sich - bestenfalls ahnungslos, schlimmstenfalls bewusst - aus dem Sprachfundus des Dritten Reichs bedient, braucht sich über einen Aufstand der Anständigen nicht zu wundern.
vor ein paar tagen fragte die zeit, warum DDR-bürgerrechtler nichts zu #pegida gesagt haben (auch von mir verlinkt). jetzt antworten ein paar bürgerrechtler von damals (in einem text der der taz „vorliegt“, den sie aber vorzieht nicht in gämnze zu veröffentlichen):
„Jesus hätte gekotzt, hätte er euch getroffen“, lautet eine Zeile des zehnstrophigen Textes. Und weiter: „Wir sind das Volk, ruft ihr. Freiheit, Toleranz, weltoffen meinte das '89. Visafrei bis Hawaii, war die Devise. Und: die Mauer muss weg. // Ihr aber wollt: Visafrei nur für uns. Die Mauer muss weg nur für uns. Die Mauer muss her am Mittelmeer - 25 Jahre nach dem Mauerfall.“
durch einen link unter simon unge trennungsvideo brach die onlinemarketingrockstars.de zeitweise zusammen und mitarbeiter erhielten drohanrufe und -mails. erinnert mich an alte tokio-hotel-zeiten, als die jungen fans kopflos amok in diversen kommentarspalten liefen, die sie per google oder wasauchimmer fanden.
das unge-vs-mediacraft-dings erinnert mich aber auch gleichzeitig an amerikanische fernsehverhältnisse. moderatoren oder künstler die sich von ihrem netzwerk schlecht behandelt fühlen sorgten dort auch immer wieder für grosses aufsehen. was sich dort jedes mal zeigte: populäre künstler sitzen auf lange sicht meist am längeren hebel als die sende- oder vermarktungsnetzwerke. und knebelverträge für die künstler unvorteilhafte verträge lohnen sich auf lange sicht nicht. unglückliche künstler machen niemanden froh.
gestern schon verlinkt mit der erkenntnis, dass experten manchmal expertise nur von vorherigen versionen der welt besitzen, verlinke ich es heute nochmal mit dieser erkenntnis, die in allen bisherigen versionen der welt die ich erlebt habe gilt:
It's ok to have working hypotheses, even though they may constrain you a bit, because they also motivate you. It's exciting to chase things and exciting to try to guess answers. But you have to be disciplined about not letting your hypotheses harden into anything more.
ich nenne das manchmal temporäre vorurteile, aber arbeitshypothesen hört sich natürlich besser an. es gilt aber weiterhin: wahrheit ist so fliessend, so aktualisierungsbedürftig und arbeitsintensiv, dass wir den begriff eigentlich vermeiden sollten.
erstaunlich, wie marshawn lynch durch das feld pflügt. auf dieser seite gibt's auch ein GIF aus einer anderen perspektive. das GIF habe ich mir, glaube ich, 10 minuten lang staunend angesehen.
Die „Bild“-Zeitung nutzt es nicht nur auf verabscheuungswürdige und menschenverachtende Art und Weise aus, wenn Menschen in einer Position der Schwäche sind - sondern sie macht auch Politik, indem sie Angst und Neid schürt.
wer (in) die „bild“-zeitung schreibt, erntet #pegida.
gnupg is especially important as it is is both free of charge and freely licensed. That second point is critical, it means that gnupg is open to scrutiny from any expert to help ensure it is free of back doors or other problems that might compromise its effectiveness. For users of alternate operating systems like BSD and Linux, it is often the only choice for certain applications of encryption. Thankfully, it happens to be a usable and useful one that interoperates with the commercial, proprietary choices available to users of more mainstream operating systems.
die entwickler von GnuPGbrauchen unterstützung. die von der osx-version, die ich gerne nutze, auch.
verschlüsselung nutzen ist einfach. spenden auch. /dank an cory doctorow für die erinnerung
sam biddle über justine sacco und ironie die empörungsstürme erntet. und: ich glaube, dass solche artikel um ein vielfacches besser funktionieren, als ein bei suchmaschinen durchgesetztes „recht auf vergessen“.
Nun klingt das alles noch nicht so politisch. Udo Jürgens hat weder Aufstände angezettelt noch ist er in den Untergrund gegangen. Er hat sich nicht an Schienen gekettet und ist keiner Partei beigetreten.
Weil er etwas tun konnte, was selten geworden ist: Er konnte seine Lieder - mehr als 1000 hat er komponiert, und zwar tatsächlich: komponiert, als komplexes Ganzes -, er konnte seine Lieder also uns nah und für uns doch seltsam erhaben wirken lassen. Ja, auch pathetisch. Sie waren, sie sind, denn sie bleiben: wahr. Auch dann, wenn sie natürlich gelogen waren - wie jede große Kunst nicht allein der Wahrheit verpflichtet ist, sondern dem, was größer ist: der Gewissheit, dass etwas so sein könnte, wie es klingt, unabhängig von der Realität.
das GIF ist beindruckend, zeigt aber nicht, wie die erde ohne wasser aussehen würde. das zeigt (beispielsweise) dieses video (mit grässlicher musik untermalt). was das bild zeigt ist das das geoid (vereinfacht gesagt, das gravitationsfeld) der erde — und das auch noch, für die visualisierung, siebentausendfach verstärkt. das bild basiert auf messungen der esa von vor ein paar jahren und der new scientist versuchte das 2011 zu erklären.
Medien spielen eine gewichtige Rolle in der „rassistischen Radikalisierungsspirale“ - sie müssen sich ihrer Verantwortung bei Auswahl und Präsentation der Themen bewusster werden, wollen sie nicht williger Player in der Diskriminierung von Minderheiten und Marginalisierten bleiben.
craig fergosuns letzter anfangsmonolog für die „late late show“. wie immer: pathos nur gebrochen und witze ohne pointe aber meisterhaft orchestriert.
Doch die Resonanzräume ermöglichen sowohl Vernetzung als auch Abschottung. Hermetische Weltbilder, die Evidenz durch zirkuläres zitieren und den ausschließlich negativen Bezug auf die mediale Außenwelt bezieht: “Sie wollen uns als Verschwörungstheoretiker verunglimpfen, also muss es wahr sein!" Wissen ist nichts anderes als ein hinreichend dichtes Netz aus Informationen, schreibe ich in meinem Buch. Unter guten Vernetzungsvoraussetzung kann also alles zum Wissen werden - zur Wahrheit - zumindest aus einer bestimmten Query heraus gesehen. Das Resultat sehen wir heute: Die Verschwörungstheoretiker äußern ihre Wahrheiten nicht mehr hinter vorgehaltener Hand. Die Ressentiments gegen Fremde (oder die, die als Fremd empfunden werden), werden nicht mehr geflüstert oder verbleiben am Stammtisch. Die Vernetzung mit Gleichdenkenden gibt Kraft, Solidarität und Mut - was für den arabischen Frühling und bei #Aufschrei funktionierte, funktioniert gleichermaßen für #PeGiDa.
den panorama-beitrag hat mittlerweile wahrscheinlich jeder gesehen. mir fiel dazu eigentlich nichts anderes ein als das wort „dummheit“. aber das fasst natürlich viel zu kurz. das einzige was mir später dazu einfiel, dass diese plump argumentierenden, sehr wütenden merkbefreiten menschen eigentlich „ichichich“ meinen wenn sie „wir“ sagen: „warum kümmert sich keiner um michmichmich? warum kann ichichich nicht mein leben in ruhe, wohlstand und verachtung von allem was anders ist als ichichich führen?“
was eventuell für ein bisschen ausgleichende gerechtigkeit sorgt: ich bin sicher die meisten menschen die in dem video zu sehen sind haben auch fürchterliche angst vor blitz und donner und kondensstreifen am himmel.
maximilian probst, judith scholter und christian staas wundern sich, warum die DDR-bürgerrechtler, die sich kürzlich noch über eine aktion des zentrums für politische schönheit echauffiert haben, sich nicht über die instrumentalisierung der „montagsdemonstrationne“ aufregen:
Vor 25 Jahren zogt Ihr durch die Straßen, jeden Montag wart Ihr mehr. Es war ein mutiger Protest, denn er richtete sich gegen Stärkere, gegen einen autoritären Staat, der seine Bürger unterdrückt und eingesperrt hat. Auch heute gehen Montag für Montag mehr Leute auf die Straße. Ihr Protest richtet sich gegen die Schwächsten der Schwachen.
anne wizorek stellt fest, dass „es verschiedene Herangehensweisen an Feminismus gibt“ und fragt: „Warum wird immer wieder aufs Neue das Eine gegen das Andere ausgespielt?“ insgesamt eine bewunderswert ruhige replik auf hannah lühmanns pauschal-nörgelei am „neuen netz-feminismus“.
sehr witzig. die architektonischen strukturen auf den meisten euro-banknoten sind fiktional, damit keines der europäischen mitgliedsländer sich benachteiligt fühlt. din den niederlanden werden und wurden diese strukturen, vornehmlich brücken, jetzt einfach nachgebaut. /marginalrevolution.com
gescheiterte, megalomane grossprojekte gibt's nicht nur in berlin und hamburg. auch in seattle gibt's das. fustercluck ist für heute übrigens mein lieblingswort.
sascha lobo bringt diese phänomen, das gerade alle in aufregung versetzt, gut auf den punkt:
Der Erfolg von Pegida liegt darin begründet, xenophobe Signale zu senden, ohne dass sich Sender oder Empfänger das eingestehen müssten. Die Erkennungscodes funktionieren sogar so eindeutig, dass man sich die ständige Scheindistanzierung leisten kann, "Wir sind keine Nazis", "Wir haben nichts gegen Ausländer", "Wir sind für das Asylrecht". Diese Sätze brauchen nicht einmal mehr das früher typische "aber" dahinter, man versteht sich auch so.
auch einen schönen neologismus hat sascha lobo parat: latenznazi.
[kommentar gelöscht. notiz an mich: nur was zu links hinzuschreiben, wenn man was sinnvolles hinzufügen kann oder mindestens einen gedanken zuende gedacht hat.]
Antonia Baum erwiderte in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Lena Dunham könnte eine solche Führungsfigur sein. Katrin Gottschalk vom Missy Magazine kritisierte, dass Lühmann sich vor allem am Image des Feminismus abarbeite und nicht an Inhalten. Und Sophie Elmenthaler antwortete auf Zeit Online, es sei ein Trugschluss, dass sich jede Idee verkaufen ließe, wenn sie nur „hübsch genug verpackt“ wäre.
tilo jung stellt murat kurnaz ein paar sehr gute fragen, ein paar weniger gute und ein paar unfassbar blöde. sollte man trotzdem mal lesen. oder angucken.
ich finde roland tichy nicht besonders prickelnd. trotzdem hab ich diesen artikel (via rivva) eben ausversehen gelesen. es geht um irgendeinen blödsinn.
irgendwann diskutiert roland tichy auf twitter mit @DWDL. bereits nach zwei an @DWDL gerichteten tweets flippt @DWDL völlig aus:
Das hat so niemand behauptet. Also unterlassen Sie bitte solche Unterstellungen. Herzlichen Dank
@RolandTichy:
also wer ist jetzt dünnhäutig? Im Austeilen stark, beim Einstecken weinerlich...
@DWDL:
Sie stellen Kritik mit falschen Unterstellungen auf eine Stufe? Was ist das für eine Diskussionskultur #troll
@RolandTichy:
dann lesen Sie mal Ihre Tweets. Blitzvergesser
@DWDL:
Vom Journalist zum Internet-Troll. Schönes Hobby, bleibt uns nur kein Zeit für. Wir steigen aus
der witz ist: im april 2012 habe ich mal einen mailwechsel (nach einem kommentarwechsel) mit thomas lückerath von dwdl.de geführt (in dem ich dwdl.de und ihn ein paar mal kritisierte). seine lezten beiden sätze lauteten damals:
Mit so einem Internet-Troll macht eine Diskussion leider absolut keinen Sinn. Das ist Zeitverschwendung.
auch wenn das für eine bemerkenswerte konsistenz in thomas lückeraths merkbefreitheit und argumentationsmustern spricht, ich fand das schon vor 2½ jahren traurig.
fotos von durchschnittlichen amerikanern und amerikanerinnen (die zufällig sexpupen sind). ich glaube das ist nicht geeignet ums auf der arbeit anzugucken (nsfw). ich glaube, ich hab das bei thisisnthappiness.com gefunden.
roxane gay zieht vergleiche zwischen bill cosby, polizei-übergriffen, oscar pistorius und meint es sei unsere verantwortung unsere idole nicht mehr anzubeten, sondern als menschen zu sehen.
nein, philipp jahner hat nicht bewiesen, dass hamburg die schönste stadt deutschlands ist, sondern dass es in hamburg viele leute gibt die schöne fotos machen, diese unter cc-lizenzen veröffentlichen und dass er die finden kann.
ich benutze pinboard seit fast vier jahren sehr intensiv und ausser den knapp 10 dollar anmeldegebühr habe ich maciej cegłowski noch nichts bezahlt. das habe ich eben geändert und die jährlich $25-dollar billige archiv-funktion abonniert. ich bin sicher, ich finde pinboard jetzt noch toller.
wunderbare ode auf stephen colbert von will leitch. kann man auch gut ohne die eingebetteten videos lesen, aber wenn man es schafft die videos mit dem interview von colbert mit maurice sendak trotz geofencing zu sehen, wird man zeuge einer wunderbaren ode auf maurice sendak von stephen colbert.
Stephen Colbert, the improv star, never really wanted to be a political comedian. And that's precisely why he was the best one. I'll miss “The Colbert Report." But I can't wait to bury the character, and see the real Colbert, all the time. I bet Stephen, at last, feels the same way.
interessant zu lesen, wie die „erste dokumentierte Cyberattacke eines EU-Staats auf einen anderen“ ablief. vor allem zeigt sich: Verschlüsselung wirkt:
Zwischen 2009 und 2011 habe der Dienst mit seinen Alliierten daran gearbeitet, vor allem um das "Verschlüsselungsproblem" zu lösen: Weil immer mehr verschlüsselt wurde, wollte der GCHQ an die Daten gelangen, bevor sie unleserlich gemacht wurden. Belgacom bot sich dann als Ziel an, weil er nicht nur in Europa, sondern weltweit eine wichtige Rolle im Telekommunikationsnetz spielt.
das ist schon sehr witzig. die spanischen zeitungsverleger ärgern sich, dass google-news seine marktbeherrschende stellung jetzt nicht mehr ausnutzt und ihnen deshalb auch keine leser mehr erschliesst und zuführt. taxifahrer die gäste zu restaurants fahren, werden übrigens demnächst in spanien dazu gezwungen eine schutzgebühr an die entsprechenden etablissements zu zahlen. denn offenbar leben die spanischen taxifahrer ganz gut davon, menschen in restaurants zu fahren und so von den leistungen der restaurants zu profitieren, ohne dafür angemessen zu bezahlen.
super buch, flüssig zu lesen und vor allem auch digital- oder daten-laien zuzumuten, weil michael seemann sein digital-weltbild von grund auf erklärt. ich bin schon länger sympathisant des post-privacy-gedöns, vor allem weil ich in den post-privacy-thesen wichtige denk- und diskussionsansätze sah. in diesem buch zieht michael seemann die leser vorsichtig und umsichtig argumentierend auf seine seite. erstaunlicherweise wird das buch zum ende hin noch besser, wenn er konkret wird und handlungsräume und strategien aufzeigt. die letzten seiten sind dann auch, wie der rest des buchs, angenehm pragmatisch, mit genau der richtigen dosis optimimus und realismus.
kittykoma berichtet über den besuch von ein paar foodbloggern im neuen white trash. man scheint sich dort nun auf die abzocke von touristen spezialisiert zu haben und zu versuchen den besuch so unangenehm wie möglich zu gestalten, damit man nur einmal kommt und die tische nicht ein zweites mal „blockiert“. witzigerweise ist die yelp-seite des white trash jetzt voll mit negativen berichten vom 13. und 14. dezember.
das ist schon sehr speziell was ben blatt hier über david lettermans top-ten-listen zusammengetragen hat. aber wenn man sich für david letterman interessiert, könnte das interessant sein. ich bin mir ja nicht sicher, wofür ich david letterman mehr bewundern soll: 30 jahre die gleiche show, auf mehr oder weniger gleichbleibend hohem niveau durchzuziehen oder 30 jahre den immer gleichen witz in hunderten von variationen durchzuziehen.
martin weigert, der auch in englisch umständlich und floskelreich schreibt:
I would put it like this: Everything that is not being expressed in English does not matter on a global scale, is not being seen by others, is not being shared, questioned and re-thought by enough people with different views and experiences. Or, if it matters, it happens with a delay (until the translation and distribution in foreign circles).
was natürlich sowohl quatsch ist, als auch ein fünkchen wahrheit in sich trägt. auch „in deutsch ausgedrücktes“ zählt im globalen massstab, wenn es global relevant oder von interesse ist. ein im globalen massstab irelevanter artikel wird durch die sprachwahl keine grössere verbreitung finden, so wie ein selfie durch das posten auf instagram nicht automatisch 300 millionen benutzer erreicht.
auch wenn ein deutscher auf englisch über ereignisse oder entwicklungen im globalen massstab schreibt, bleibt er ein deutscher und seine perspektive ebenso. und diese perspektive, nicht nur die sprache, kann schon grund genug sein, dass „das ausgedrückte“ global wenig interesse weckt. nicht die sprache, der inhalt, die zielgruppe, die qualität, die tiefe, die prägnanz, der geist zählt. trotzdem hab ich martin weigerts vermaschte gesellschaft mal abonniert.
johnny haeusler über das zehnjährige jubiläum seines jamba-artikels. die damaligen geschäftspraktiker der jamba-samwers haben immer noch empörungs-potenzial, aber vor allem finde ich johnnys reflektieren über das ins internet schreiben sehr lesenswert.
keine glanzleistung von greenpeace: nicht nur dass aktivisten von greenpeace offenbar relativ achtlos auf perus relativ druckempfindlichen weltkulturerbe rumtrampeln, sie wählen auch noch einen spruch für ihre aktion aus, der kaum nichtssagender sein konnte. ach doch, sie hätten einen spruch von dr. udo brömme nutzen können: „zukunft ist gut für alle“. /via und siehe auch io9.com
Hunde haben offenbar einen Sinn für das Magnetfeld der Erde. Zoologen der Universität Duisburg-Essen haben herausgefunden, dass die Vierbeiner ihr Geschäft am liebsten in Nord-Süd-Richtung verrichten.
faszinierend! jeremy england hat theoretische modelle entwickelt, die zeigen könnten, das bestimmte fähigkeiten von lebewesen (energie aufnehmen und als wärme wieder abgeben) bereits in der materie, in atomen angelegt sind. also ein theoretischer und demnächst wohl auch experimenteller unterbau für die alte these, die hoimar von ditfurth schon lange vertrat: dass die anlage zum leben bereits in den atomen angelegt ist, oder wie er sagte: im anfang war der wasserstoff.
“You start with a random clump of atoms, and if you shine light on it for long enough, it should not be so surprising that you get a plant," England said.
amüsanter leseexkurs über das thema amerikanisches urheberrecht und streit um fotos die affen geschossen haben. jura kann auch unterhaltsam sein.
martin chulov über den islamischen staat, irak und den nährboden amerikanischer gefängnisse im irak für den IS. sehr lang, sehr frustrierend. /via
Das Fernsehen war immer auch schon Begleitmedium. Es ist nur schwer, bei gerade einmal 5600 GfK-Metern in Deutschland zu ermessen, ob jemand wirklich guckt, bügelt, oder schon längst eingeschlafen ist. Dieses Problem wurde allerdings bislang immer ausgeblendet. Dank des Rückkanals über diverse internetfähige Geräte wissen wir aber jetzt, dass es um die eigentliche Einschaltquote nicht so rosig steht, wie man das immer glauben wollte. Wenn es nach Nielsen-Ratings ginge, hätte es Serien wie „Breaking Bad“, „Homeland“ oder „Mad Man“ niemals geben dürfen. Keine dieser Produktionen hat es jemals, nicht einmal in den USA, in die Top Ten der meistgesehenen TV-Shows geschafft hat. Trotzdem redet die ganze Welt über diese Serien, die über einen längeren Zeitraum ein durchaus zahlungsbereites Millionenpublikum ansprechen. Diese Erfolge lassen eigentlich nur zwei Schlüsse zu: Entweder haben die verantwortlichen TV-Chefs etwas komplett versemmelt, oder aber die Quotenerhebung taugt nichts - ich tendiere zu letzterem.
die quoten haben uns privates schrottfernsehen beschert und die öffentlich-rechtlichen sender sind auf den zug aufgesprungen und haben nach kräften versucht quoten-fernsehen zu machen. herausgekommen sind (oft) stunden an schrott.
das gleiche passierte (und passiert) übrigens auch im web. die metriken die hier genutzt werden, führen zum gleichen mist. es wird wirklich zeit die quoten-, pageview- und social-media-viral-denke zu überdenken und nach alternativen zu suchen — oder dem inneren qualitäts- und relevanz-kompass zu folgen.
das ist eine folge von harald leschs „frag den lesch“. 15 minuten des grauens. ich mochte das eine oder andere format von harald lesch mal ganz gerne, der mann kann ja das unfassbare manchmal ganz gut erklären. während die sendung einen leckeren braten verspricht, besteht sie fast ausschliesslich aus sosse. und ein paar rosinen, obwohl rosinen gar nicht zum braten passen. oder ohne metapher ausgedrückt, lesch labert ungefähr 14 minuten sinnloses füllmaterial runter, das niemandem hilft, weder dem zuschauer beim erkenntnisgewinn, noch lesch bei der bedienung seiner profilneurose. jede minute, die in der ich mir diesen clip angesehen habe, habe ich mir ein stringentes didaktisches konzept statt blubberblah gewünscht. prägnanz, statt selbstgefallen („oh, tolles beispiel“), kürze und würze, statt smalltalk mit dem kameramann, eine tafel oder ein whiteboard, statt eines mackintosh. oder anders gesagt: mann, komm zum punkt, lesch!
At a certain moment it became clear that I would be fighting a losing battle with a powerful man so callous he not only drugged me, but he also gave me the number to the bedroom he shared with his wife. How could I fight someone that boldly arrogant and out of touch? In the end, just like the other women, I had too much to lose to go after Bill Cosby. I had a career that would no doubt take a huge hit if I went public with my story and I certainly couldn't afford that after my costly divorce and on going court fees.
tolles interview mit raul krauthausen in der sz:
Ich darf keinen Bausparvertrag abschließen, keine Lebensversicherung, keine Altersvorsorge betreiben außer Riester, die sich nicht lohnt, weil ich nicht weiß, ob ich bis 67 arbeiten kann. Erben darf ich auch nicht, das kassiert das Sozialamt. Wenn ich heiraten würde, würde das Geld meiner Frau eingezogen werden. Ich bin eine tickende Bombe für jede Frau.
das ist schon faszinierend. in grossbritanien wird ein nazi, der eine nagelbombe baute und damit drohte einwanderer in die luft zu jagen nicht als terrorist angeklagt, journalisten um glenn greenwald oder den guardian wurde aber mehrfach gedroht, sie als terroristen anzuklagen, die die „nationale sicherheit“ gefährdeten.
schöne zusammenfassung der situation in der sich obama nach der veröffentlichung des CIA-folter-berichts findet:
That debate put Mr. Obama between two allies: the close adviser and former aide he installed as director of the C.I.A. versus Democrats on the Intelligence Committee and the liberal base that backs their findings. Instead, the president hoped to convince the public that the issue has now been confronted and resolved since he signed an order barring the controversial interrogation techniques shortly after taking office in January 2009.
”He's between a rock and a hard place,“ said Karen Greenberg, director of the Center on National Security at the Fordham University School of Law.
einerseits hat obama die CIA-folter-methoden beendet, andererseits möchte er keine klare haltung beziehen oder die verantwortlichen für die ineffektiven folter-methoden etwas anderes als patrioten nennen. /in meinen kommentaren gefunden.
schön anzusehendes video von alexander lehmann, das wie üblich bei alexander lehmann, nach meinem geschmack etwas zu sehr auf den panikbutton drückt, aber auch viele kleine wahrheiten enthält. kann man sich mal ansehen und danach wieder differenzieren.
sascha lobo hält ein flammendes plädoyer gegen angela merkels politik des unbeteiligten danebenstehens. markus beckedahl fragt sich auf netzpolitik.org, wieso sich die schuldfrage für eine desaströse netzpolitik auf angela merkel konzentriert:
[D]ie Bundesregierung [hat] eine gemeinsame Linie gefunden […] – und nicht nur Angela Merkel. In der Bundesregierung ist auch noch die SPD und das SPD-geführte Wirtschaftsministerium unter Sigmar Gabriel (SPD-Vorsitzender) soll federführend diese Position ausverhandelt haben.
auch wenn barack obama weiterhin versucht die foltermethoden des CIA zu verschleiern oder zu decken und dokumente auch dem geheimdienst-komitee des senats vorenthält, auch wenn er weiterhin für masslose, anlasslose total-überwachung grosser teile der menscheit steht, lustig kann er auch sein, vor allem wenns um werbung für seine gesundheitsreform geht.
so gibt’s jetzt quasi beides: obama care und obama doesn’t care.
(die comedy-central-videos sind nur aus den USA abrufbar, oder durch einem VPN-tunnel. zwischenzeitlich gibt und gab es kopien des auftritts auf youtube, die aber von viacom zügig entfernt werden.)
Ein Prenzlauer Berger soll 15 Euro wegen Falschparkens zahlen. Seit drei Jahren weigert er sich, und saß deswegen schon im Gefängnis. Er will weiterkämpfen, koste es, was es wolle.
wie der strand bookstore amazon überlebt hat: unter anderem auch neue bücher verkaufen, rezensionsexemplare von kritiker aufkaufen und ...:
The Basses have also tapped into New York's great subsidizing resource: the global rich. If you've bought $15 million worth of living space on Park Avenue, it probably has a library, so what's another $80,000 to fill those shelves? Make a call to the Strand with a few suggestions -- “sports, business, art" -- and a truckful of well-chosen, excellent-condition books will arrive. (Fred recalls that when Ron Perelman bought his estate on the East End from the late artist Alfonso Ossorio, the Strand had just cleared out Ossorio's library; Perelman ordered a new selection of books, refilling the shelves.) In more than a few cases, the buyers request not subject matter but color. In the Hamptons, a wall of white books on a few favored topics is a popular order, cheerfully fulfilled.
ich war anfang der neunziger jahren zum ersten mal dort. im keller roch es muffig, die ausstattung wirkte wie ein überdachter trödelmarkt. als ich dieses jahr mal wieder dort war, roch es nicht mehr muffig und der laden wirkte etwas aufgeräumter. aber die anregende atmosphäre, das gefühl über all schnäppchen zu sehen und das bedürfnis dort zu übernachten, war immer noch wie damals. /via
und ich weise gerne nochmal darauf hin: ich benutze keinen adblocker, aber dafür ein schrott-blocker, der verhindert das tracker, bugs, scripte und apps von dritten auf webseiten nachgeladen werden. das ist quasi eine browser-seitige heise zwei-klick privatshären-lösung. schöner nebeneffekt: nur anbieter die keine adserver von dritten nutzen kommen bei mir mit ihrer werbung durch.
jim edwards meint, dass niemand merkt, wie apple das nächste grosse ding vorbereitet: telefone zum zahlungsmittel ausbauen:
Most people think that Touch ID is about security - no one can use or steal your iPhone 5S because you cannot unlock it without the owner's fingerprint. But as Business Insider has noted before, Touch ID has a much more important application as a business. Because it makes your phone almost completely secure, the iPhone suddenly become an almost perfect mobile payments device.