links vom 06.08.2014
mobile.nytimes.com: 'My Life After Manson' #
starke-meinungen.de: Die Verachtung oder: Vera Lengsfeld und die schweigende Mehrheit #
mobile.nytimes.com: 'My Life After Manson' #
starke-meinungen.de: Die Verachtung oder: Vera Lengsfeld und die schweigende Mehrheit #
thisisnthappiness.com: Bird poops on Putin #
blog.zeit.de: Wie ich im Traum mein Abitur verlor #
m.huffpost.com: 7 Things to Consider Before Choosing Sides in the Middle East Conflict #
theguardian.com: Christina Hendricks: 'My agency dropped me when I first agreed to play Joan in Mad Men' #
jawl.net: Woanders. Und die anderen. Und: Anders sein #
boingboing.net: 29 Sumo wrestlers on a plane #
twitter.com: Last night my mate asked to use a USB port to charge his cigarette, but I was using it to charge my book. The future is stupid. #
haekelschwein.de: BuzzFeeds #
pandodaily.com.feedsportal.com: Lucy: A loony utopian fantasy of smartening up the human race #
wirres.net: chewbacca träumt. @ Tito Santana Taqueria #
wirres.net: heute abend wieder kurz im trader joe's eingekauft. tolle fertigsalate, ... #
wirres.net: im serra. @ Dia Museum Beacon Ny #
ankedomscheitberg.de: Terminhinweis: am 09.07.2014 - debattiere ich mit meinem Mann bei Markus Lanz zum Überwachungsskandal #
das beste an diesem artikel von anke domscheit berg ist die überschrift. der rest ist, vorsichtig formuliert, enttäuschend. ein untrügliches warnzeichen für mangelhafte textqualität, ist der gebrauch von mehr als einem satzzeichen hintereinander, dem sogenannten deppenausrufezeichen.
wenn anke domscheit berg dann aber die zivilgesellschaft als zu doof für die rettung der demokratie erklärt („[Diese Wahrheit] nicht ausreichend verstanden“) und ausgerechnet meint, dass die sendung von markus lanz „eine gute Gelegenheit für diese Art von Aufklärung“ sei, dann ist auch meine vorletzte hoffnung zerplatzt, dass sich in der piratenpartei auch kluge köpfe finden lassen.
blogrebellen.de: Christopher Lauer - Bärendienste eines Pfaus #
daniel köhler spricht mit christopher lauer, in einem uslarisch angehauchten, kommentiertem interview. hab ich gerne gelesen und wieder mal ein bisschen verständnis für jemanden gewonnen, der mich in der regel von vorne bis hinten verstört. möglicherweise ist das interview von christopher lauer mit holger klein in dieser hinsicht noch aufschlussreicher, aber nachdem ich 22 vielversprechende minuten dort reingehört habe, hatte ich keine gelegenheit mehr, mir die restliche stunde anzuzuhören.
wo ich aber daniel köhler widersprechen muss: lauer ist kein pfau. wenn ich christopher lauer mit einem tier vergleichen müsste, wäre er zoo-pavian. auf dem affenfelsen fühlt er sich nicht unwohl, ist sich aber durchaus bewusst, dass jede bewegung von ihm von gaffern beobachtet wird. er weiss, dass er hin und wieder mit nüssen oder apfelstückchen geworfen wird. er weiss auch, dass er dem publikum, aber auch den anderen pavianen, zeigen muss, dass er alpha ist. deshalb startet er alle 10 bis 20 minuten laut schreiend und rennend scheinangriffe auf andere affen und alphas. vor allem aber ist sich lauer neben all dem imponiergehabe nicht zu schade dafür, sich auch mal zum affen zu machen.
bildblog.de: Das Drogengeständnis der eingeweihten Kreise #
reinhard breidenbach von der mainzer allgemeine zeitung räumt erstmals ein, zitate von michael hartmann gefälscht zu haben.
sollte im vorhergehenden satz der anschein entstanden sein, dass reinhard breidenbach gesagt habe, er sei ein zitatefälscher, bedauere ich das. denn mit reinhard breidenbach habe ich weder geredet, noch hat er gleichlautendes selbst geäussert. ich habe mir den satz einfach aus dem arsch gezogen.
wolfgangmichal.de: Daddy braucht Daten. Zur Kooperation zwischen BND & NSA #
wolfgang michal zeigt, dass der BND schon immer das ziehkind der US-geheimdienste war:
Die deutsch-amerikanische Geheimdienst-Kooperation existiert seit fast 70 Jahren. Ohne diese „Kooperation“ gäbe es den BND gar nicht. Denn der BND ist das Zieh- und Hätschelkind der US-Army und später der CIA gewesen. Sinnigerweise lautete der interne CIA-Deckname „DAD“, zu deutsch: Papi.
im altpapier gefunden.
wired.com: The Ex-Google Hacker Taking on the World's Spy Agencies #
langes portrait von morgan marquis-boire von andy greenberg. morgan marquis-boire war auch einer der sprecher auf der republica.
wired.com: How Today's F1 Cars Are So Amazingly Safe (And Horribly Uncomfortable) #
warum formel1-autos so sicher sind und wie formel1-fahrer im auto sitzen.
youtube.com/Speakeasy: The Daily Show's John Hodgman Makes His Dreams Come True #
sehr, sehr witzig. john hodgman ist so witzig, dass ich heute nacht von ihm geträumt habe.
gawker.com: Florida Beachgoer Hilariously Confronts Two Women Stealing His Stuff #
das kann man möglicherweise auch bald auf heftig.co, mit einer hochgejazzten überschrift, sehen. ich fand das video von zwei damen, die das strandzelt und die strandstühle von irgendwem zu klauen versuchen, einfach witzig. auch wenn das ende etwas überraschend ist.
thisisnotporn.net: Alfred Hitchcock #
hihi:
Alfred Hitchcock impersonating Ringo Starr, 1964.
(auf deutsch hiesse alfred hitchcock übrigens alfred ruckpimmel.)
dirkvongehlen.de: Echter Rauch ist besser als doofes Internet #
lucky strike hat das moderne äquivalent zur marlboro-werbung erfunden. so wie niemand kaum jemand der marlboro raucht, auf einem pferd durch den amerikanischen westen reitet, wird niemand kaum jemand der luky strike raucht, facebook nicht benutzen. aber die vorstellung das leben zu geniessen, so wie ein cowboy seine pausen oder seinen feierabend geniesst, schien für sehr, sehr viele menschen sehr attraktiv zu sein. genauso ist die vorstellung für sehr, sehr viele menschen sehr attraktiv attraktiv zu sein scheint, mal dem alltagsrauschen, dem geschnatter des netzes zu entfliehen — auch wenn das de-fakto kaum jemand jemals macht.
bildblog.de: Wie die BamS 1978 über die WM in Argentinien berichtete #
ein älterer text von malte welding über ein scheissblatt ein fachblatt für bigotterie.
antjeschrupp.com: „Frauensachen“ sind nicht unbedingt Frauensache - zum Streit um Brandeins #
antje schrupp:
Aber meine Vermutung ist auch schon lange, dass ein hoher Frauenanteil in Führungskreisen genau nicht dazu führt, dass Frauen und das, was sie tun, in den Fokus rücken, dass Frauen und ihre Initiativen und Perspektiven mehr wahrgenommen werden als anderswo. Sondern dass vielleicht gerade im Gegenteil diese Frauen aus einem vermutlich nicht wirklich bewussten, sondern unterschwelligen Anpassungsgestus heraus vermeiden möchten, zu sehr “Frauenkram" zu machen.
brandeins.de: brand eins und die Frauenfrage #
gabriele fischer von der @brandeins erklärt die benachteiligung von frauen für beendet. seit den 90ern.
pando.com: Why did Greenwald agree to government plea to hold major NSA story but the Post didn't? #
gute frage. und noch mehr fragen. ich frage mich vor allem: wie lange bleibt glenn greenwald noch beim intercept?
taz.de: Debatte Frank Schirrmacher: Das konsequente Paradox #
ulrike herrmann über frank schirrmacher:
Schirrmacher war das konsequente Paradox. Er hat Macht ausgeübt, aber nie die Machtfrage gestellt. Er war ein Seismograf, hat aber keine Trends erspürt. Er hat das Feuilleton entpolitisiert, indem er es scheinbar politisierte. Er gab sich radikal und manchmal links, war aber nur der Schlaueste unter den Konservativen. Er rief die Revolution aus und wollte jeden Wandel verhindern.
bei journelle auf facebook gefunden.
anneschuessler.com: Was Sie schon immer über Frauenzählen wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten. #
anne schüssler fasst, unter anderem, sehr gut verständlich zusammen, warum es zu kurz gedacht und beleidigend ist, menschen die den frauenanteil von projekten genauer unter die lupe nehmen „erbsenzähler“ zu nennen.
gerade bei journalistischen projekten, konferenzen oder talkshows zeigt sich übrigens, dass das problem des oft sehr geringen frauenanteils vor allem ein symtom ist. ein symptom für die unfähigkeit über seinen tellerrand hinauszuschauen und über die üblichen verdächtigen, freunde, verwandte oder fick-bekanntschaften hinaus leute zu finden. jeder der schonmal geschafft hat der einen oder anderen fernsehtalkshow zu folgen, weiss, dass man dort immer die gleichen gesichter sieht. das talent- oder gesprächpartner-scouting besteht offenbar im wesentlichen daraus den eigenen rollodex durchzuflippen und zu schauen, wen die kollegen so einladen.
deshalb sollte man nie aufhören den verantwortlichen die talkshowgäste aussuchen, redaktionen zusammenstellen oder konferenzen zusammenstellen in den hintern zu treten. momentan finde ich die frauen-quote ein hervorragendes werkzeug dafür (es gibt mehr) -- und quoten-diskussionen sind darüberhinaus der ultimative arschlochfilter. wie menschen auf quoten-diskussionen reagieren kann sehr entlarvend sein.
netzpolitik.org: Washington Post bekommt NSA-Cache von Snowden mit konkreten Überwachungsdaten #
markus beckedahl:
Noch im Mai hatte der ehemalige NSA-Chef General Keith Alexander erklärt, dass Edward Snowden auf keinen Fall auf solche Überwachungsdaten haben zugreifen können und lügen würde, wenn er das behauptet. Jetzt wurde Keith Alexander erneut einer Lüge überführt.
gutjahr.biz: Von der Freiheit, nicht in die Luft gesprengt zu werden #
richard gutjahr:
Am Ende ist Hans-Jürgen Papier bemüht, einen versöhnlichen Abschluss der Diskussion zu finden. Bei aller Kritik sei doch festzuhalten: „Der Rechtsstaat bekämpft seine Gegner und Kritiker ausschließlich mit den Mitteln des Rechtsstaats“. Ein Rechtsstaat, der sich unter anderem auch durch seine Meinungs- und Pressefreiheit auszeichnet. Wenig später sitze ich im Auto, als das Telefon klingelt:
- „Range hier. Sie hatten mich vorhin interviewt...“
boingboing.net: Police Squad! was cancelled because the viewer had to watch it in order to appreciate it #
police squad war quasi der vorläufer der nackte-kanone-reihe von david und jerry zucker und jim abrahams. die sechs folgen der nach sechs folgen abgesetzten fernsehserie aus den früher 80er jahren sind jetzt alle auf youtube (eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs). allein beim vorspann muss ich mich jedesmal wegschmeissen.
apple.com: Bedienungshilfen - iOS - VoiceOver #
vor ein paar tagen in der ubahn saß mir eine frau gegenüber, die auf dem bildschirm ihres offenbar ausgeschalteten iphones herumwischte und tippte. hin und wieder legte sie dich das telefon in den schoss und tippte etwas auf einer kleinen funktastatur. von den angeschlossenen kopfhörern hatte sie nur einen ins ohr gesteckt.
wegen ihres blindenstocks wusste ich natürlich sofort, das die frau blind war, aber die nutzung eines iphones ohne beleuchtung, ohne sichtbaren bildschirm fand ich enorm faszinierend.
das spart bestimmt irre viel batterie, wenn man ohne bildschirmbeleuchtung unterwegs ist. andererseits (ich hab das voice-over-feature später mal ausprobiert) quatscht das telefon dann die ganze zeit. das kostet ja möglicherweise auch akku.
das voice-over-feature ist jedenfalls ziemlich faszinierend: wenns aktiviert ist, führen berührungen von bildschimbereichen dazu, dass sie vorgelesen oder beschrieben werden. doppel-tappen, wählt den bereich oder schalter dann aus, scrollen kann man dann mit mehreren fingern.
bimmertoday.de: irgendeinbild.jpg #
vor ein paar tagen hab ix versehentlich ein auto für einen mercedes gehalten, obwohl es ein BMW war.
twitter.com/_cypherpunks_: no comment #
christen die auf fotos mit ner bibel und ner knarre posieren, nennen ihre knarren bestimmt „andere wange“.
aerar.de: Wir müssen was gendern #
ein magazin, dessen aktueller titel „was wäre wenn wir die welt neu denken?“ lautet, wird von vielen leserinnen dafür kritisiert, dass es nicht weiter denkt als bis zum ersten besten gesprächspartner. was liegt da näher, als angesichts dieser zu 90 prozent sachlich vorgetragener kritik „unbehagen“ zu spüren, weil diese aufforderung zum „umdenken“ wie „umerziehen“ ankommen könnte?
und wäre es wirklich besser ein magazin, an dem man einen bestimmten aspekt zu kritisieren hat, nicht mehr zu kaufen, als öffentlich kritik daran zu üben, in der hoffnung dass es besser wird? in meiner welt kann man eine suppe noch als versalzen kritisieren, ohne ein überlegenes rezept vorzulegen oder eine kochmütze zu tragen.
rbb-online.de: Schinkelplatz wird mit Luxuswohnungen bebaut #

zeit.de: Max Schrems: Datenschutz-Aktivist will Irlands oberster Datenschützer werden #
witzig: max schrems will sich als chef der irischen datenschutzbehörde bewerben. oder auch nicht.
(aus den referrern gefischt, weil patrick beuth meine rezension von schrems buch im zeit-artikel verlinkt hat.)
katjadittrich.de: Die Wahrheit über Gesundbrunnen #
katja dittrich:
Gesundbrunnen hat drei Naherholungsgebiete: Die Panke, den Volkspark Humboldthain und das Gesundbrunnencenter.
Ich weiß nicht, ob das allen schon aufgefallen ist. Das Gesundbrunnencenter sieht aus wie ein riesiges Passagierschiff. Ich stelle mir manchmal vor, wie wir uns dort bei der nächsten Sintflut paarweise einfinden, um die Zeit bis nach dem Regen bei nanu nana zu vertrödeln.
Wobei man als Anwohnerin gar keine Sintflut braucht, um im Gesundbrunnencenterschiff die Zeit zu vertrödeln.
Die zwei größten und wichtigsten Geschäfte im Gesundbrunnencenter sind Saturn und real. Dort hält sich immer ungefähr ein Drittel der fast 90.000 Einwohner auf. Davon die meisten bei Saturn in der Handyabteilung. Dort ballt es sich, als gäbe es in Gesundbrunnen nicht noch 5.000 andere Handygeschäfte.
sehr grandioser text.
elektrischer-reporter.de: Elektrischer Reporter 101 Drohnen, Körpermaße, Lobbyisten #
mit drohnen, @journelle und EDRI.
stefan-niggemeier.de: Lügen fürs Leistungsschutzrecht (7) #
stefan niggemeier:
Die Strategie [...] ist betörend paradox: Google soll gleichzeitig verboten und dazu gezwungen werden, Verlagsinhalte in seinen Suchergebnissen anzuzeigen. Das Leistungsschutzrecht, wie Keese und seine Gefolgsleute es interpretieren, untersagt die ungenehmigte Anzeige von kurzen Textausschnitten und Suchergebnissen. Weil Google aber so marktbeherrschend ist, dass jemand, der hier nicht gelistet ist, im Netz fast unsichtbar wird, dürfe es andererseits die Inhalte, die es mangels einer Genehmigung nicht anzeigen darf, nicht einfach nicht anzeigen, weil das einen Missbrauch seiner Macht darstelle. Der Ausweg aus diesem logischen Dilemma (und, so hoffen die Verleger anscheinend, aus ihren existenziellen Nöten): Google darf die Ausschnitte anzeigen, muss aber dafür zahlen.
boingboing.net: Prince William Portrait #
also ich finde es super.
boingboing.net: Underwater view of polar bears swimming #
ist zwar werbung, aber trotzdem schön.
twitter.com/Mr_Mike_Clarke: "Here you go Grandma..." ... #
eins der grossen zivilisationsprobleme: gelöst.
vocer.org: “Facebook und all der Scheißdreck” I: Lesegewohnheiten #
gegen diese glosse von jan klage ist eigentlich nichts einzuwenden, ausser das, was jan klage selbst über glossen sagt:
Schließlich bringt sie alles mit, was der latent überforderte Leser künftig brauchen könnte: sie ist kurz, weitgehend gedankenfrei und wimmelt nur so von Wiederholungen.
und ein paar der gedankenfreien gedanken, die jan klage in seiner glosse jeden absatz wiederholt, sind meiner meinung nach nicht nur gedankenfrei, sondern auch falsch.
klage meint unsere schreib- und lesegewohnheiten hätten sich durch digitale medien „grundlegend“ verändert:
Mehr als zwanzig Minuten lang, wird sich bald niemand mehr auf ein Buch konzentrieren können.
Die Literatur wird also kürzer.
die these, dass unsere aufmerksamkeitsspanne immer kürzer werde, ist vermutlich erstmals von sokrates aufgestellt worden und wäre dann damals schon quatsch gewesen. ich vermute man kann zu jedem zeitpunkt der literaturgeschichte lange, tiefschürfende texte neben kurzen, verdauungsfreundlich portionierten texten finden. es gab immer ernste kultur und unterhaltsame kultur und vor allem immer leute, die sich über die oberflächlichkeit oder mangelde substanz der unersten kultur beklagten.
natürlich gibt es trends und modeerscheinungen — aber aus der beobachtung von ein paar trends auf eine „grundlegende“ veränderung von verhaltensweisen zu schliessen ist quatsch und gedankenfreies, glossiges rumbehaupten.
gefunden habe ich den text bei maximilian buddenbohm und eben erst gesehen, dass die diskussion dort in eine ähnliche richtung geht: „Ich lese da nur Behauptungen.“ (wibke ladwig)
carta.info: Satire-Simulation „heute-show“ #
leonard novy idealisiert jon stewart anlässlich von (berechtigten) lästereien von harald schmidt über die heute show:
So gesehen verhält sich die heute-show zur Daily Show in etwa wie Annemarie Eilfeld (oder jedes andere Casting-Sternchen aus der RTL-Retorte) zu Aretha Franklin. Das hat weniger mit den teils durchaus gelungenen Einspielfilmen zu tun – wie denen von Martin Sonneborn, oder Sidekicks wie Gernot Hassknecht, der Karikatur öffentlich-rechtlichen Kommentatoren –, als vielmehr damit, dass den einzelnen Teilen ein sie zusammenhaltendes Leitmotiv fehlt, anders formuliert: eine Haltung. Und ein Moderator, der dafür steht.
alles richtig. bei oliver welke eine haltung zu finden, die über „alle sind doof, insbesondere politiker“ hinausgeht, dürfte sehr schwer sein. und jon stewart ist eben nicht nur brilliant und leidenschaftlich, sondern lässt seine haltung auch mal durch seine witze durchschimmern. allerdings leidet auch stewarts sendung an ritualisiertem bashing der üblichen verdächtigen und der klassischen kabarettisten-haltung, die selten über ein „die da oben sind doof und machen sich die taschen voll“ hinausgeht.
mit anderen worten: auch bei der daily show laufen regelmässig unsäglich dumme und stereotype einspielfilmchen, die dialoge mit pseudo-korrespondenten sind meistens so albern und uninspiriert, dass man sie vorspulen muss. man merkt nicht in jeder sendeminute der daily show die von leonard novy attestierte brillianz der autoren.
trotzdem sehe ich mir jon stewart regelmässig an. weil zumindest seine einleitungsmonologe fast immer unterhaltsam und manchmal brilliant und abseitig sind. und manchmal spürt man eben auch, dass ihm das was er macht nicht egal ist.
techdirt.com: Google Alerts Press About Right To Be Forgotten Removals, Putting Those Stories Back In The News #
kurzfassung: alles dumm, sowohl google zu zwingen etwas zu vergessen, weil es unweigerlich zu zensur führt, als auch zu beantragen vergessen zu werden, weil das eben auch ruck-zuck zum streisand-effekt führt.
serienjunkies.de: The Leftovers: Pilot - Review #
mir hat die erste folge auch gefallen. andreas borcholte ist auch sehr hoffnungsfroh.
zeit.de: TTIP und Medikamententests: Was nicht wirkt, soll keiner wissen #
offenbar ist der industrie und den verhandlungsführern des freihandelsabkommen „geistiges eigentum“ wichtiger als öffentliche gesundheit. ich will nicht in einer industriokratie leben.
buzzfeed.com: 34 Things You Probably Didn't Know About "Breaking Bad" #
mit spoilern.
1/ you can recognize genuinely smart people by their ability to say things like “I don't know" “Maybe you're right" and “I don't understand"
— Fred Wilson (@fredwilson) 1. Juli 2014
netzwertig.com: Linkwertig: Orkut, Swartz, Startnext, Facebook #
hihi, markus spath:
Facebook
Irgendwie lustig: Facebook, die mit dem Psycho-Experiment herausfinden wollten, wann Emotionen hochkochen, kann überhaupt nicht verstehen, warum die Emotionen ob dieser Studie hochkochten.
» Facebook Doesn't Understand The Fuss About Its Emotion Manipulation Study
leitmedium.de: Meine Laudatio für Jung&Naiv: Die konservative Konterrevolution hat Youtube erreicht #
caspar clemens mierau sagt, dass „niemand“ jung & naiv schaue, dass tilo jung sich nicht für seine zuschauer interessiere und dass tilo jung frauen vor allem als „Befriedigungs-Objekte“ sieht und offenbar mit müttern „untenrum“ ein problem hat.
ich würde das differenzierter ausdrücken: es ist doch schön, dass google, die krautreporter und die grimme-online-preis-jury tilo jung ein paar gelegenheiten gegeben haben, sich selbst irre toll zu finden. ich gönne ihm das.
netzpolitik.org: Piraten - Am Rande der Spaltung #
lorenz matzat empfiehlt den piraten die spaltung. keine ahnung ob das ne gute idee ist, eine gelegenheit den namen los zu werden, wäre es aber.
vorgestern habe ich mir das video von christopher lauers rede zur kandidatur als politischer geschäftsführer angesehen. lauers mischung aus selbstironie und arroganz, analytischer schärfe und schwerverständlichem zynismus und sein unnachvollziehbares pendeln zwischen quatsch, ironie und ernst ist unterhaltsam und erfrischend, aber auch verstörend.
hätte ich die wahl zwischen sonneborn und lauer, würde ich allerdings lauer wählen.
siehe auch: „Seid fruchtbar und spaltet euch“ (eine bessere und passendere überschrift wäre natürlich gewesen: „seid furchtbar und spaltet euch“)
forbes.com: Facebook Added 'Research' To User Agreement 4 Months After Emotion Manipulation Study #
abgesehen davon, dass ich die emotional manipulative verarschungsscheissse von heftig & co. sehr viel abstossender finde, als die bescheuerten und offenbar nutzlosen experimente die facebook hier durchgeführt hat, verstehe ich die aufregung darüber nicht. die facebook-timeline wird ja schon seit jahren von facebook manipuliert und algorithmisch gefiltert. vermutlich hilft das auch ganz gut, irrelevantes und uninteressantes auszublenden, aber ein bisschen mehr transparenz darüber würde facebook auch ganz gut stehen.
warum bietet facebook zum beispiel nicht mehr an, die timeline auf ungefiltert umzuschalten? ich vermute die meisten würden dann deutlich sehen, dass die filter ein segen sind.
das facebook die AGB erst monate nach den experiementen um eine forschungsfreikarte ergänzt hat, erscheint mir ein bisschen wie eine verdeckte bitte von facebook, sie doch bitte mal wieder zu verklagen.
markus pfeifer erinnert nochmal daran zeigt, warum das bloggen dem facebooken oder twittern vorzuziehen ist.
boingboing.net: Internet's Own Boy, free CC-licensed download on Internet Archive #
gestern abend die erste hälfte gesehen, aber ich möchte den film trotzdem jetzt schon zum ansehen empfehlen.
superlevel.de: Werbung: eBay-Kollektionen #
fabu zieht ein fazit der ebay-kollektionen-kampagne, an der ich auch beteiligt war. der wichtigste punkt ist die frage, warum die kollektionen nicht mit einem anreiz verbunden sind, wie beispielsweise einer beteiligung an verkaufserlösen. denn so wie die kollektionen derzeit umgesetzt sind, sind sie sehr pflegeintensiv (bilder verschwinden, artikel sind nach dem verkauf nicht mehr verfügbar). die anreize für ebay-normalnutzer solche kollektionen anzulegen und zu pflegen sind hingegen wenig intensiv.
tsi.github.io: inlineDisqussions - Inline comments for your site #
ein kleines jquery-dings, mit dem ich die links hier kommentierbar gemacht habe. ok. kommenterbar waren sie schon länger, hat nur kaum jemand genutzt. und vor allem kaum jemand gesehen. jetzt sollte das besser sichtbar sein, zumindest mit desktop-browsern. auf mobilden browser habe ich es ausgeblendet. möglicherweise gibt es andere probleme, aber am HTML habe ich nichts verändert. für feedleser oder leser in privat-aggregatoren sollte sich nix ändern.
xkcd.com: People are Stupid #
im durchschnitt sind die leute durchschnittlich intelligent.

zeit.de/zeit-magazin: Bandidos: Forster fühlt sich verraten #
längerere, lesenswerte reportage im zeit magazin, die mich daran erinnert, dass sons of anarchy im september weitergeht.
mutterseelenalleinerziehend.de: Die Gesellschaft bin zum Beispiel ich #
meike von wengen denkt darüber nach, was andreas bernard in einer sendung sagte, in der sie auch anwesend war:
Und das ist das, was schon irritierend ist. Dass wir jetzt das freiwillig und selbständig machen, wofür vor 80 Jahren ein totalitärer Staat notwendig war.
netzpolitik.org: Grimme Online Award für netzpolitik.org #
wohlverdienter preis.
hauckundbauer.blogspot.com: Die 3 Phasen des Menschlichen Nicht-Verstehen #
grossartigst.
carta.info: Steingarts große Offensive #
ordentlicher scoop von netzpolitik, der laut gabor steingart aber gar nicht passiert sein kann, weil im deutschen internet relevante texte nur von deutschen verlagen kommen.
frau-dingens.de: Die falsche Debatte #
apropos deutsches internet. frau dingens hat da auch drüber nachgedacht.
spiegel.de/karriere: Schrott-Immobilien: Überteuerte Wohnung statt Job #
ein bisschen witzig an dieser traurigen geschichte ist, dass sie im „karriere“-teil von spiegel-online steht.
medium.com/matter: This Is What It's Like To Be a Journalist in an Egyptian Prison #
schlechteste idee von allen: ein land vom militär organisieren lassen.
(was ich nie verstehen werde, wie amerikanisch-englische überschriften funktionieren: „Is“ und „Ii“ gross, aber „in“ und „an“ klein?)
friedemannkarig.de: Fassung #
norbert lammert:
Im Unterschied zu Ihnen trage ich das [die Totalüberwachung der deutschen Bevölkerung, inklusive mir] mit Fassung, Herr Kollege Gysi.
bielinski.de: Der Newsletter lebt - 5 Empfehlungen #
erstaunlich. hab mich zu zwei neuen newslettern angemeldet. hätte nicht gedacht, dass mir das zu lebzeiten nochmal passiert.
annewizorek.de: IS THAT DOG TEACHING A HUMAN PUPPY TO CRAWL? #
offenbar ja.
kottke.org: Kill Bill as an 8-bit video game #
ich weiss auch nicht, was mich so sehr an 8bit-grafik fasziniert.
kottke.org: Soccer: 55 vs. 2 #
55 kinder gegen zwei professionelle fussballspieler.
faz.net: Google-Debatte: Waffen im digitalen Freiheitskampf #
gabor steingart:
Von den vielen Millionen deutschen Dokumenten, die das Google-Archiv auf seinen Servern bereithält, stammt kein einziger Text von einem Google-Mitarbeiter, sondern alles, was da an Artikeln begeistert, polarisiert, langweilt oder einfach nur informiert, ist von den Autoren deutscher Verlage in deutscher Sprache erstellt worden und - Vorsicht: jetzt kommt die Täterbiographie des späteren Opfers zum Vorschein - den Google-Suchmaschinen freiwillig überreicht worden.
Die Inhalte werden sogar für Google optimiert, auf dass sie sich geschmeidig in die Algorithmenparade einfügen. Wir haben Google nicht nur unsere Augen und Hände, sondern auch unsere Autorenhirne und Leserherzen zur Verfügung gestellt; so dass dem Vorgang der Google-Ermächtigung zunächst alles Zwanghafte fehlt.
die erste behauptung von steingart ist eine glatte lüge und in ihrer absolutheit so grössenwahnsinnig und realitätsfern dass man den eindruck hat, steingart wäre ein schüler muhammad as-sahhafs. mir kam aber noch ein ganz anderer gedanke. wenn steingart hier mal wieder das alte lied der erbsünde der verleger singt, die ihre inhalte angeblich kostenlos vor die säue leser und crawler warfen, ist es vielleicht auch mal zeit ein anderes lied zu summen: nämlich zu überlegen, ob es klug von google war, verlagen die dienstleistung der erschliessung, indexierung und zugänglichmachung von verlagswaren kostenlos anzubieten. natürlich war es klug, aber es zeigt eben auch, wie sehr wir alle oft den wert von kostenlosen und allgegenwärtigen angeboten unterschätzen. mehr noch: kostenlose dienstleistungen führen in vielen fällen nicht zu lobeshymnen, sondern zu bitteren klageliedern.
es zeigt aber auch wie absurd die argumentation der verleger ist. verlage haben jahrelang gut davon gelebt, die informationen oder anzeigen von dritten zu exponieren und potenziell interessierten zugänglich zu machen. die älteren werden sich erinnern, früher haben zeitungen das gemacht, was google heute macht. davon haben zeitungen und zeitschriften relativ prächtig gelebt und grosszügig dafür kassiert. die leistung für die die verleger in der vergangenheit viel geld haben wollten, für diese leistung sollen suchmaschinen jetzt geld geben. das ist in etwa so, als ob man für eine kleinanzeige die man in den aachener nachrichten schaltet nicht vier euro achtzig zahlen müsste, sondern 10 prozent der einnahmen der aachener nachrichten ausbezahlt bekäme.
medium.com/matter: Francis's Holy War #
die mexikanische journalistin alma guillermoprieto über papst franziskus:
“May God protect us from the fear of change,” said Francis on his way to his diplomatic visit to the Middle East last month. He was undoubtedly referring to the need for peace in the region, but also to the mess waiting for him back home.
das ist ein langes und differenziertes portrait eines priesters, von dem andere konservative einen entscheidenden aspekt lernen können: menschlichkeit, also menschenliebe, statt institutionenliebe.
meine begeisterung für das journalismus-projekt matter (wikipedia-link dazu) ist übrigens auch sehr, sehr gross. lange, gut recherchierte und geschriebene, alle paar tage, ohne aktualitätszwang veröffentlichte artikel. wenn krautreporter auch nur halb so gut wird, wird alles gut.
kleinerdrei.org: Hauptsache, raus! (2): New York City #
juliane in new york:
Ganze drei Mal falle ich dem Express Train zu Opfer. Ich steige in einen Zug, er fährt kilometerweit weiter, als er sollte. Ich steige aus, fahre zurück, wieder viel weiter als ich sollte. Das ganze wiederholt sich ein paar Mal. In den Stunden, die ich in falschen Zügen verbringe, perfektioniere ich mein Poker Face. Keiner soll wissen, dass ich hier falsch bin.
realvirtuality.info: „Ygritte“ - Die Zeitschrift für die moderne Wildlingsfrau #
boingboing.net: This weird map shows the world's countries drawn according to population size #
boingboing.net: CS Lewis explains why you should be proud to read children's books #
cs lewis meint im erwachsenalter kindisch zu sein, sei ein zeichen von erwachsen-sein:
When I became a man I put away childish things, including the fear of childishness and the desire to be very grown up.
das gilt übrigens für sehr viele andere dinge auch. wer klug ist, sollte keine angst davor haben dumm zu wirken, wirklich mutige menschen müssen ihren mut nicht ständig beweisen.
facebook.com: mathias richel vergleicht erika steinbachs tweets mit vollgerotzten taschentüchern auf dem esstisch ... #
... und erika steinbach stellt ihn von ihrem platz.
zeit.de: Hermes Phettberg: Der Elende aus Gumpendorf #
manfred klimek über einen zerfallenden hermes phettberg.
"Mir geht es besser als vielen anderen", wiegelt Phettberg ab; wissend, dass er für das letzte bisschen Autonomie dankbar sein muss; der dankbar ist, dass man ihn noch besucht, nicht zur Gänze ins Aus drängt, ihn weiterhin als unerzogenen Buben, Schwulen, Masochisten und Intellektuellen wahrnimmt.
zeit.de: Pflanzenkommunikation: Das Flüstern der Föhren #
burkhard strassmann über den molekularbiologe ian baldwin, der pflanzen bei der kommunikation zuhört.
netzpiloten.de: Mediasteak — Filetstücke der Mediatheken #
ein paar mediathek-perlen von anne krüger und laura pohl.
blogs.faz.net/wost: Ökonomisierung der Bildung #
katrin rönicke sehr lesenswert über bildung.
soup.fh.vc: even this very young specimen of cat has already mastered the “I totally meant to do that" save. #
hihi.
twitter.com/golan: Just learned about Japanese visual multiplication (counting intersections); #
yep, funktioniert.
fuenfbuecher.de: Fünf Bücher von Felix Schwenzel #
meine fünf lieblingsbücher bei fuenfbuecher.de.
ign.com: Dominion: "Pilot" Review #
raum für entwicklung ist da. die pilot-folge hat mich zwar nicht irre neugierig gemacht, vieles an der geschichte war so stereotyp und vorhersehbar wie in einer talkshow, aber die nächsten paar folgen werde ich mir wohl noch ansehen, bevor ich mich möglicherweise gelangweilt anderen herausforderungen serien widme.
instagram.com/glassofwhiskey: Hands down the greatest photo of all time. #
hihi.

vor zwei tagen habe ich den ahnungslosen, unsäglichen und hetzerischen text von jan fleischhauer zum thema inklusion an schulen auf spiegel online verlinkt. dankenswerterweise gibt es auch menschen, die offenbar spass am nachdenken, reflektieren und differenzieren haben. wenn man die liest, fällt einem auf, was für ein flachdenker und vorurteilsaffiniciado jan fleischhauer ist und wie lieblos er mit seinem intellekt umgeht.
drmutti.wordpress.com: Henrinklusionichtmöglichenrinklusw. #
dr. mutti über inklusion und (unter anderem) über die vermeintliche lösung kinder in förderschulen, raus aus den „normalen“ schulen, zu schaffen:
Deshalb scheint mir - wenn Segregation in homogene Lerngruppen das Erfolgsrezept für individuelle Förderung und Chancengleichheit sein soll - die Förderschule keineswegs als eine echte Lösung. Denn dort bleibt zunächst der individuelle Rest - lernbehindert, geistig behindert, körperbehindert, verhaltensauffällig - heterogener kann man sich eine Lerngruppe kaum ausdenken. Dass diese Lösung immer noch als Endpunkt in der Debatte genannt wird, ist nur plausibel, wenn dann dieser “Rest", die Förderschule, aus dem Blickfeld ist. Nur dann scheint alles in Ordnung.
halbtagsblog.de: Inklusion und Parallelgesellschaften #
der lehrer jan-martin klinge über inklusion:
Mein Leben wäre einfacher, wenn ich die Hauptschul- und Realschulkinder nicht in meiner Klasse hätte. Wenn ich nur die Katharinas und Magdalenas und Hendriks und Friedrichs unterrichten müsste.
Das Problem ist nur:Ich wäre nicht dabei.
Denn ich war ein Klassenkasper, die nur mit viel Geduld und Förderung der Lehrer durch die Schule getragen wurde.
christian fischer, sehr lang, sehr differenziert, über inlusion:
Und da wir ja alle wissen, das Schule viel, viel mehr ist, als reine Wissensvermittlung, freuen wir uns, dass so alle, egal ob ob mit oder ohne Beeinträchtigung irgendeiner Art miteinander lernen und miteinander leben. Jeder lernt von andern. Immer.
/via @journelle
ankowitsch.de: Wie Krautreporter in Person von Andrea Hanna Hünniger daran scheitert, wenigstens eine konsistente These zu formulieren #
offenbar wurden viele gedanken der inklusion auch bei den krautreportern umgesetzt. so ist es offenbar kein problem, jemanden, der nach ansicht von christian ankowitsch „daran scheitert, wenigstens eine konsistente These zu formulieren“, in die redaktion zu integrieren.
(den text von andrea hanna hünniger habe ich auch vor ein paar tagen verlinkt, aber christian ankowitsch kritisiert dekonstruiert den text sehr viel differenzierter.)
spiegel.de: Lobo-Kolumne: Debatte als Waffe - Vermächtnis von Frank Schirrmacher #
ich mag, wie sascha lobo in seinen letzten überwachungs-kolumnen optimismus, lösungsorientiertheit und leberwurst einbaut.
journelle.de: Gesprächsnebelbomben #
journelle:
Die Kleidungsaussage einer Frau wird [...] auf ihre Teilhabe am oder ihre Verweigerung des Feminismus gewertet. Die Kleidungsauswahl eines Mannes wird als Mittel zur Hervorhebung seiner (künstlerischen/beruflichen) Persönlichkeit gesehen.
Die Objektifizierung findet also gar nicht in dem Moment statt, in dem eine Frau leicht bekleidet auf die Bühne tritt, um sich im Rahmen einer Show zu einem Sexobjekt zu stilisieren, sondern viel früher, in dem Moment in dem sie vor die Wahl gestellt wird, entweder Feministin zu sein oder optisch mit Bildern von Weiblichkeit zu spielen.
theeuropean.de: 10 Jahre BILDblog: Die Bild der Springerhasser #
thore barfuss:
Disclaimer: Ich verfasse unregelmäßig Nachtkritiken für Welt Online.
warum thore barfuss „disclaimer“ statt „disclosure“ oder „offenlegung“ schreibt? ich vermute seine erklärung dafür wäre: „sagt doch jeder so“. nach diesem motto ist auch der rest des textes verfasst.
spiegel.de: Jan Fleischhauer über Inklusion an Schulen #
ich bin sicher, jan fleischhauer hat für diesen kommentar mit betroffenen geredet und sich inklusion vor ort angesehen oder mit mindestens einem experten geredet, bevor er sich über deren vokabular lustig gemacht hat. ich bin ganz sicher, dass er seine meinungsbildung nicht nur auf basis von ein paar übergeigten zeitungsartikeln durchgeführt hat.
wiwo.de: Berühmte letzte Worte: Warum Tesla den Automarkt gezielt zerstört #
ralf schwartz sagt in etwa das, was lars thomson vor einer weile sagte: die autoindustrie droht von der elektromobilität und vor allem von tesla auf dem falschen fuss erwischt zu werden.
kottke.org: Infant self-rescue in water #
sachen gibts.
nicobruenjes.de: Krautreporter, Nachlese #
nico brünjes:
[W]er heute eine ernsthafte, konkurrentfähige, begeisternde Website produzieren möchten, auf der Zehntausende mit Lieferungsanspruch täglich mit neuem Content versorgt werden sollen (und diesen vielleicht diskutieren, teilen wollen), einigermaßen Ausfallsicher, dann wird man wahrscheinlich schon ein wenig Geld mehr in die Hand nehmen müssen. Von interaktiven Grafiken, Sondernwünschen für einzelne Artikel, Fehlerbehebung und dem ganzen anderen Kram will ich gar nicht anfangen.
hört sich alle richtig an, was nico brünjes da sagt. logisch, dass ein ITler sagt: „steckt mehr geld in die IT“. aber ich würde gerne was ganz anderes sagen:
wenn man 15 oder 14 tausend leute nach geld fragt, hat man potenziell auch genauso viele leute, die einem dabei reinquatschen was man mit seinem geld macht. das phänomen kennt man ja schon von klassichen zeitungsabos: wenn abonnenten etwas nicht passt, schreiben sie leserbriefe, die nicht selten mit der drohung enden, das abo zu kündigen. sagt man etwas doofes auf twitter, purzeln die entfollowungen.
wenn man nur einen verleger oder herausgeber hat, muss man sich nur mit dem ums geld, die strategie, die konzepte streiten. wenn man aber einen monat lang versucht, leute zu motivieren sich mit seinem produkt zu identifizieren, hoffnungen auf rettung, bessermachen auf sich projezieren lässt, hat man es plötzlich mit tausenden köpfen zu tun, die sich innerlich dem wohl des projekts verbunden fühlen. ob das nun berechtigt ist oder nicht, aber die krautreporter werden meiner meinung nach in die geschichte eingehen, als das am kritischsten und aus grösster nähe beäugtem journalistische projekt jemals.
wenn sebastian esser es laut sz (via turi) schon belastend fand „vier Wochen lang die Fresse poliert zu bekommen“, wird er sich nach 12 monaten wohl nach einem superlativ für „belastend“ umgucken müssen. viele tausend besserwisser, bestens vernetzt, sehr viele mit publizistischem hintergrund werden jeden fehler, jede kleine dummheit, unbedachte äusserung auf goldwaagen legen und auseinanderpflücken.
viele krautreporter waren wohl genervt von den übergeigten erwartungen die in der finanzierungsphase an das projekt gestellt wurden. aber ich glaube die erwartungen werden zum start des projekts noch mal ein paar takte übergeigter sein. so übergeigt, dass die erwartungen von sehr, sehr vielen unterstützern wohl enttäuscht werden. was sebastian esser dann möglicherweise als belastend empfindet.
blogs.faz.net/10vor8: Sie werden kaum ertragen, was Ihnen hier mitgeteilt wird #
stimmt. das ist kaum erträglich, allerdings nicht das was einem dort mitgeteilt wird, sondern wie es geschrieben wurde. wie auf pathoskoks.
crackajack.de: The Story Of Eboy #
rené walter:
The Verge mit einem fetten Special über Eboy aus Berlin, die Mitte der Neunziger Pixel-Art neu erfanden und damit eine Retro-Welle in Design und Gaming lostraten, die bis heute anhält. Großartig!
bei nerdcore ist das sehenswerte video eingebettet, auf the verge selbst auch, aber noch sehr viel text und bildmaterial.
seeliger.cc: König seiner selbst #
julia seeliger:
Wir sollten alle regelmäßig Nachrufe auf alle unsere noch lebenden Bekannten schreiben, um uns ihrer Bedeutung für uns zu vergegenwärtigen.
... und schreibt einen „Nachruf“ auf christian heller. wobei ich mich ja frage, warum man nachrufe auf lebende menschen schreiben sollte, wenn man auch einfach oden schreiben kann. mach ich auch ab und zu, aber wir alle sollten das viel öfter machen. /bei ode ole reissmann gefunden.
vowe.net: Telekom lernt nicht #
„Sind Sie der von der c't?“ Er weiß, wer ich bin. Und es ist erkennbar, dass er nicht sprechen soll.
kuenstlerleben.wordpress.com #
don dahlmann schreibt über das „künstlerleben“-blog:
Es wird ja immer viel darüber geschrieben, dass Blogs auch nicht mehr funktionieren. Dass man sich eine thematische Lücke suchen muss. SEO nicht vergessen. Das ist alles Quatsch. Das verlinkte Blog lese ich seit Jahren, ich kenne sogar noch seine alte Seite, bevor er zu WordPress gezogen ist. Es ist das Blog eines 81jährigen, sehr munteren Deutschen, der 1957 in die USA ausgewandert ist und seinen Lebensabend mit seiner Frau irgendwo in Arkansas verbringt. Er bloggt über seine Enkelin, sein kleines Anwesen, dass Kaff in dem er lebt. Er fotografiert seine Katze (viel zu selten) aber auch mal seinen neuen Drucker oder Blumen. Er schreibt über seine Frau, seine Zeit in Deutschland, wie er es in den USA geschafft hat und übers Wetter. Das ist alles gar nicht literarisch aber das ist auch vollkommen egal. Ich folge diesem liebenswerten Menschen so lange, dass er mir ans Herz gewachsen ist. Es ist also kein besonderes Blog, aber es macht alles genau so, wie es ein Blog machen sollte. Ich freue mich über jeden neuen Eintrag.
Warum ich das jetzt hier verlinke? Vor ein paar Tagen schrieb er:Warum habe ich nicht damals die Fragen an Leute gestellt als sie noch am Leben waren. Heute ist es zu spaet, weil sie weggestorben sind und heute moechte ich von ihnen so vieles wissen, beispielsweise auch bei meinen Grosseltern, wie zu deren Zeiten vieles war. Aber warum haben sie mir selber nicht so vieles aus ihrem Leben erzaehlt, auch wenn es nicht unbedingt so super interessant sein musste?
Da dachte ich: Stimmt, warum habe ich dieses wunderbare kleine Blog nicht schon viel früher verlinkt.
wiesaussieht.de: Fragen und Antworten #
unter anderem mit einer langen linkliste von nachrufen auf frank schirrmacher.
ulmen.tv: SENSATION: Armstrong fährt die Tour #
hihi.