Die beiden Themen, die derzeit viele Menschen empören -- Staatstrojaner und Bankenrettung -- haben tatsächlich etwas gemeinsam: Die eigentlich zuständigen Parlamente haben die Kontrolle verloren. Die Volksvertreter überlassen das Handeln längst außerparlamentarischen Kräften. Sowohl bei der Bankenrettung als auch bei den Staatstrojanern wird unter der Maßgabe, die Demokratie stabilisieren zu müssen, die Demokratie destabilisiert. Denn die Mittel, die in beiden Fällen zum Einsatz kommen, sind intransparent, dubios und gefährlich.
The N9 is flawed and doomed, but you have to understand, I don't care. The universal experience of using this phone is one of delight and desire. Yes, it can get bamboozled and freeze up, and no, you won't be finding an avalanche of awesome new apps for it, but those downsides fade in comparison to the abundance of positives. The Harmattan UI is fresh, slick, and as natural as anything the smartphone world has yet introduced, while the physical design is unmatched. Not even the shiny new iPhone 4S feels as luxurious in the hand as the N9.
nokia kann offenbar gute telefone bauen -- und mittlerweile sogar gute telefone mit touch-oberfläche. umso unverständlicher, sich künftig ausschliesslich auf windows-telefone konzentrieren zu wollen.
der N9-review ist irre lang, eine kurze zusammenfassung die einen ganz guten eindruck vermittelt, kann man sich per video ansehen (auch von vlad savov).
kaliban.de: Freies Schreiben keine ahnung was der herr kaliban mit diesem text genau aussagen will, aber dieser absatz ist wunderschön:
Freies Schreiben, das ist wie wenn man auf ein Blatt kotzt und hinterher versucht, mit dem Erbrochenen ein schönes Bild zu malen. Man fängt immer mit einem Wort an und schaut dann, wohin einen das freie Assoziieren bringt. In den meisten Fällen kommt man ziemlich weit, man muss das Werk aber hinterher wegwerfen, weil sich mit Erbrochenem eben nur so mittelgut malen lässt.
whudat.de: Action Against Hunger Spain: The Share Experiment schönes video das mcwinkel da ausgegraben hat. aber seine aussage, dass kinder die besseren menschen seien („simple as that“), ist mir zu pauschal. ich würde sagen, freundlich menschen sind die besseren menschen und kinder sind oft ziemnlich freundlich.
skepticgeek.com: Google Reader+ And Identity vs. Personas sehr schöner artikel vom skeptic geek, der meine bedenken und hoffnungen gegenüber einem google reader umbau auf den punkt bringt. enerseits ist es überhaupt erstmal toll dass der google-reader weiterentwickelt wird und nicht wie so viele andere google produkte in letzter zeit einfach eingestellt wird und die hoffnung, dass das sharing zu googleplus einfacher, bzw. überhaupt möglich wird. ich hoffe auch, dass das buzz-chaos endlich ein ende hat: artikel die man shared landen noch immer in google buzz, wo sie auch kommentiert werden können. diese kommentar-stränge sehen mittlerweile schon aus wie google+ einträge, tauchen aber nicht in google+ auf und sind aus dem reader nicht zugänglich. um dahin zu kommen muss man über gmail auf buzz zugreifen und in seinem buzz-stream rumsuchen.
andererseits besteht die berechtigte furcht, dass google das tollste feature am reader kaputtmacht: die möglichkeit artikel in den google reader hineingeshared zu bekommen. der reader ist auch mein hauptbeschaffungskanal von informationen -- hier läuft alles rein was mich interessiert und was die denen ich im reader folge sharen. ob das mit google+ ähnlich effektiv funktioniert ist fraglich -- auch ob sich das mit den +kreisen abbilden lässt.
ebenso fraglich ist, ob die plussifizierung ohne saubere filtermöglichkeiten, zum beispiel nach quellen, nicht zu übermässigem rauschen führt. bisher ist das was ich in den reader geshared bekomme von hoher qualität, ganz im gegenteil zu meinen twitter, facebook und google+ streams, in denen doch einiges an lärm herrscht und die ich lange nicht so effektiv wie den reader zu nutzen vermag.
Das Perfide an Terrorismus-Ermittlungen ist, dass nur zum Teil nach Beweisen gesucht wird, die eine konkrete Tatbeteiligung belegen. Eine mindestens so große Rolle spielt die zu beweisende Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, die in der Regel keine Mitgliedsausweise ausstellt. Es geht also – um ein angestaubtes Wort zu bemühen – um Gesinnung. […]
Treffen mit Freunden wurden zu Kontaktaufnahmen mit weiteren Verdächtigen. Telefongespräche, bei denen es um einen geplanten Kneipenabend ging, wurden zu konspirativ verabredeten Treffen, weil Adresse, Zweck und Namen aller Beteiligten nicht explizit genannt worden waren. Aus einem vergessenen Handy wurde eine typisch linksextreme Verhaltensweise. Entlastende Interpretationen gab es nicht.
blog.fefe.de: Zierckes Talking Points bin nicht ganz sicher ob ich fefes analyse von zierckes redepunkten vor dem innenausschuss im deutschen bundestag lustig oder albern finden soll. strotzt zumindest vor überheblichkeit.
notes.pinboard.in: in eigener sache es soll ja leute geben, die jeden link hier klicken. muss man natürlich nicht, zumal ich eigentlich auch nur garantieren kann, dass immer links dabei sind, die nicht jedem gefallen. kommt vor. aber links zu verschlagworten mit #nerdkram, #html-gedöns erscheint mir auch übertrieben und am ende auch wenig hilfreich. oder? was kann ich an den täglichen link-zusammenfassungen verbessern? thematische schwerpunkte setzen? oder weiter kraut und rüben?
[...] Die Turnusstenographen arbeiten ihre Mitschriften aus und übergeben sie dem Revisor. Nach eineinviertel Stunden gehen sie zu ihrer nächsten Schicht ins Plenum. Die Revisoren überprüfen die Manuskripte, sorgen für einheitliche Schreibweisen, fetten prägnante Begriffe und klären eventuell offene Fragen. Anschließend haben die Redner zwei Stunden lang Gelegenheit, das Manuskript zu korrigieren. Inhaltliche Änderungen können die Redner und Rednerinnen allerdings nicht mehr vornehmen, nur noch stilistische. Auf Übereinstimmung mit der Geschäftsordnung und inhaltliche und sprachliche Schlüssigkeit überprüft der Revisor das Manuskript, bevor es in die Endredaktion geht. Nach dreieinhalb Stunden gehen die Revisoren zurück ins Plenum.
neunetz.com: Amen? petersenquote! (neologismus von jan jasper kosok in den kommentaren) bei mir liegt die petersenquote bei gefühlten 100% und macht das eh eher spärliche amen-vergnügen eher, äh, einseitig.
ruhrbarone.de: WAZ gibt Portal “Der Westen" auf nicht das ich den westen übermässig oft besucht hätte, aber ob das ne gute idee ist, den westen wieder auf lokal-blätter zuzuschneiden, bezweifle ich: stefan laurin:
Der Westen als Internetadresse soll nach einer Presserklärung der WAZ erhalten bleiben. Im Vordergrund werden aber künftig wieder die einzelnen Titel stehen. An der Tatsache, dass die WAZ sich von der Portalstrategie verabschiedet, ändert auch die Beibehaltung der Domain nichts.
Lytro hatte vor ein paar Monaten eine Kamera angekündigt, die das nachträgliche Fokussieren erlaubt und damit ein ziemliches Raunen in der Fotowelt erzeugt. Für Gelegenheitsknipser ist das ganze sicher eine feine Sache, unscharfe Bilder gehören damit ja der Vergangenheit an: man lichtet das Motiv ab und legt im Nachhinein fest, wo der Fokus liegen soll. Nun sind Light Field Cameras nichs Neues, im Juli hab ich noch beschrieben, wie die Kamera funktionieren könnte, aber auch erhebliche Zweifel geäußert, ob das Ding wirklich existiert.
Man erlebt hier politischen Kontrollverlust angesichts komplexer technologischer Systeme in Echtzeit. Es ist ein Lehrstück. Friedrich kann nicht zugeben, dass die Komplexität digitaler Systeme den Staat ebenso kalt erwischt, wie sie schon vorher die Finanzmärkte erwischt hat. „Wir vertrauten Computern“, hatte Alan Greenspan während seiner denkwürdigen Anhörung vor dem amerikanischen Senat nach der Lehman-Pleite gesagt.
Da stellt sich schon die Frage, warum eigentlich die halbe Republik noch über die Grenzen der Verfassung in Fragen der Menschenwürde und des geschützten Kernbereichs der privaten Lebensgestaltung streitet, wenn der Verfassungsminister das Urteil des Landgerichts und gleichzeitig das des bei den Bürgern hochgeachteten Karlsruher Gerichts für unnütz, gar störend hält, da dem Ziel der Kommunikationsüberwachung offenbar nichts entgegenzustehen hat?
[was mir ausserdem auffällt: frank schirrmacher hat es geschaft die debatte um die netzpolitik aus dem netz in die FAZ zu tragen und von dort wieder in das netz. beeindruckend.]
Censorship is the tool of those who have the need to hide actualities from themselves and from others. Their fear is only their inability to face what is real, and I can't vent any anger against them. I only feel this appalling sadness. Somewhere, in their upbringing, they were shielded against the total facts of our existence. They were only taught to look one way when many ways exist.
Im belgischen Hasselt sind Busse kostenlos, ganz so wie es die Piraten-Partei bei uns werbewirksam fordert. Das löst im Nahverkehr angeblich zahlreiche Probleme: weniger Unfälle oder keine verstopfte Innenstadt. Gerade mal 40 Kilometer entfernt liegt Düren, auf deutscher Seite. Die Stadt ist in etwa genauso groß wie Hasselt, allerdings hier kostet der Nahverkehr.
AddThis, which provides sharing tools embedded on 10 million websites, says between 70 and 95 percent of all link-sharing occurs by copying and pasting a URL, not by clicking a button on the page.
Die Samwers interessieren sich nicht für disruptive Ideen. Genausowenig wie dafür, was Journalisten, Blogger oder Geschäftspartner über ihre Aktivitäten denken.
der witz ist ja, dass sich die meisten leute für das was die samwers tun, auch nicht interessieren. die samwers sind feuerwerker. kurz, irgendwo in einer nische mit viel kawumm
geklautekopierte feuerwerkskörper abbrennen und während für kurze zeit ein paar
fazkesblogger oder wirtschaftsjournalisten begeistert oder weniger begeistert berichten, schnell verkaufen, solange die glut noch heiss ist. das einzige produkt von den samwers, dass ich einmal (fast) benutzt habe ist myhammer. da hat die beifahrerin einen günstigen waschmaschinen-installateur gefunden. nach einem jahr, als die scheiss dichtung wieder kaputt war, haben wir den bosch-kundendienst gerufen. oder anders gesagt, mein leben haben die samwers bisher nicht bereichert.
Mit ein wenig analytischer Kühnheit ließe sich Folgendes behaupten: Die "Occupy"-Bewegungen sind kein gewöhnlicher Protest, sondern der Phänotyp eines kommenden Typs politischer Partizipation. Diese bürgerliche Teilhabe orientiert sich zwar noch an bekannten Formen, beruht aber auf völlig neuen Mechanismen. Schon jetzt zeigt sie enormes Mobilisierungspotenial. Vor allem zeichnet sie sich durch eins aus: Sie überwindet die politische Mutlosigkeit.
Das ist unterm Strich ein so schlichter Spin-Versuch, eine so durchschaubare Vorneverteidigung, dass er nur die ganze Verzweiflung offenbart, in die der Vorgang die Regierung offensichtlich gestürzt. Wer ernsthaft glaubt, in Zeiten von S21 und Occupy mit sowas durchzukommen, der soll es ruhig versuchen.
faz.net: Politik und Internet: Mein neues Leben unter Piraten peter altmaier habe ich zum ersten mal gesehen, als er nach der berliner abgeordnetenhaus-wahl (unter anderem) mit christopher lauer bei may-britt illner sass. zuerst dachte ich: „wieder so ein CDU fazke.“ aber er redete erstaunlich vernünftiges zeug, war witzig, zuhörig und erstaunlich differenziert und vernünftig.
in diesem FAZ-artikel bringt er es fertig normalen menschen zu erklären, warum das internet die welt verändert hat und warum es mehr und mehr in die „Realität schwappt“. der artikel brachte ihm sogar zweifaceslobvon fefe ein.
altmaier:
Obwohl ich mit Computer und Internet seit Jahren arbeite, verstand ich bis vor kurzem nichts vom „Netz“. Computer stehen in meinen Büros und in meinen Wohnungen, ich besitze iPad und Handy, nutze E-Mail und SMS, surfe und kaufe im Internet, beziehe Informationen aus Online-Medien. Dennoch war mir die gesellschaftliche und politische Dramatik, die von der rasanten Evolution des Internet und der elektronischen Medien ausgeht, bislang nicht einmal im Ansatz klar.
nytimes.com: A Death-Row Love Story »She was a landscape architect in New York. He was a death-row inmate in Arkansas. This is how they fell in love.« / via
Das erinnert etwas an den Zehnjährigen, der sich zu seinem Geburtstag einen Tampon wünscht. „Warum?“, fragt sein Kumpel. „Was is das denn?“ „Ich weiß auch nicht“, sagt der Zehnjährige. „Aber damit soll man reiten, schwimmen und Auto fahren können.“
Occupy Wall Street hat demgegenüber ein festes Ziel gewählt und seinem Protest kein zeitliches Ende gesetzt. Das ist klug. Nur wenn man an einer Stelle bleibt, kann man Wurzeln schlagen. Das ist entscheidend. Denn viele Bewegungen sprießen aus dem Boden wie schöne Blumen, sterben dann aber schnell wieder ab, weil sie keine Wurzeln ausgebildet und keine langfristigen Pläne gemacht haben, wie sie sich am Leben erhalten wollen. Wenn dann ein Sturm aufkommt, werden sie hinweggeweht.
truthdig.com: Why the Elites Are in Trouble chris hedges schreibt, warum er meint, dass den amerikanischen eliten ärger wegen #occupywallstreet droht. ein bisschen pathetisch, aber lesenswert:
This movement is an effort to take our country back.
This is a goal the power elite cannot comprehend. They cannot envision a day when they will not be in charge of our lives. The elites believe, and seek to make us believe, that globalization and unfettered capitalism are natural law, some kind of permanent and eternal dynamic that can never be altered. What the elites fail to realize is that rebellion will not stop until the corporate state is extinguished. […] And that is why the elites, and the rotted and degenerate system of corporate power they sustain, are in trouble. That is why they keep asking what the demands are. They don't understand what is happening. They are deaf, dumb and blind.
“It’s funny that the cops won’t let us use megaphones, because it’s to make our lives harder, but we actually end up making a much louder sound [with the “people’s mic”] and I imagine it’s much more annoying to the people around us,” she said. “I had been in the back, unable to hear. I walked to different parts of the circle. I saw this man talking in short phrases and people were repeating them. I don’t know whose idea it was, but that started on the first night.”
“The undercover cops are the only ones who ask, ‘Who’s the leader?’ ” she said. “Presumably, if they know who our leaders are they can take them out. The fact is we have no leader. There’s no leader, so there’s nothing they can do.”
In my life, I have had the good fortune to interact with all sorts of talented people. To me, Steve Jobs stands out most for his clarity of thought. Over and over again he took complex situations, understood their essence, and used that understanding to make a bold definitive move, often in a completely unexpected direction.
Ob #occupywallstreet den Durchbruch schafft oder schon mit dem ersten Schnee, spätestens im Frühlings-Tauwetter langsam in Vergessenheit gerät: Wir sollten uns hüten, die Ernsthaftigkeit der Beteiligten anzuzweifeln und sie vorschnell mit den vielen hedonistischen Slacktivism-Bewegungen der jüngeren Vergangenheit in eine Schublade stecken. Den Menschen von #occupywallstreet ist es ernst, und wer das nicht glaubt, sollte einfach nur mal einen Blick auf das Tumblr-Blog “We Are The 99 Percent“ werfen. Das passiert, wenn ein Land seine Mittelschicht vor die Hunde gehen lässt.
Wenn Behörden solche Trojaner in Auftrag geben und sie benutzen, handelt es sich um eine neue Form der Staatskriminalität. Behörden, die so agieren, dringen nicht nur illegal in den PC und die Privat- und Intimsphäre des Bürgers ein; sie brechen auch ein in das von den Verfassungsrichtern geschützte Haus der Verfassung. Solche Sicherheitsbehörden sind Unsicherheitsbehörden, weil ihre digitale Zudringlichkeit die Akzeptanz staatlicher Sicherheitspolitik zerstört.
Erfolgreich kann dieser "amerikanische Frühling" nach Ansicht des Creative-Commons-Miterfinders aber nur dann sein, wenn sich Occupy Wall Street nicht als Gegenbewegung zur Tea Party abstempeln lässt, sondern sozialliberale und konservative Positionen dem Ziel unterordnet, die "Wurzel des Übels" anzugehen. Denn um zu wachsen, muss sie sich auf eine Forderung konzentrieren, auf die sich eine möglichst breite Basis von Menschen einigen kann: Die Beseitigung der Ursache dafür, dass das System korrupt ist.
spiegel.de: Brandsätze in Berlin: Linke Szene spottet über Bekennerschreiben spon grast indymedia und sein eigenes und „linke“ foren nach zitaten ab. praktisch. brauch ich nicht alles selbst zu lesen. was mich wundert: ausser links auf spon-berichte, spendiert „anr“ nur einen einzigen link — noch nicht mal das eigene forum wird verlinkt.
In einem Beitrag wird die Begründung von Hekla zitiert: "Deutsche Soldaten morden weltweit ohne Zustimmung der Bevölkerung". Der Verfasser des Kommentars schreibt dazu: "Feige Idioten legen Brandsätze ohne Zustimmung der Bevölkerung... was macht Euch besser? Meine Zustimmung habt Ihr nicht."
Die Berliner SPD unter Klaus Wowereit sei der Garant für eine moderne Infrastruktur [sagt Sigmar Gabriel]. Daraufhin habe ich mir die seit zehn Jahren von Wowereit gemanagte Berliner Infrastruktur einmal näher angeschaut. Wie sieht seine Vision für die Infrastruktur einer modernen Großstadt konkret aus?
Ganz wichtig ist offenbar, dass der öffentliche Nahverkehr nicht funktioniert.
Experts — journalists, analysts, consultants, bankers, and gurus can’t “do” so they “advise”. They can tell you what is wrong with your product, but they cannot make a great one. They can tell you how to sell something, but they cannot sell it themselves. They can tell you how to create great teams, but they only manage a secretary.
Die Beamten haben offensichtlich gepfuscht. Das Programm enthält theoretisch eine Art Selbstmordfunktion: Auf ein von außen kommendes Kommando hin sollte es sich selbst löschen. Constanze Kurz, Informatikerin und eine der Sprecherinnen des CCC, sagt dazu: „Das Programm wurde nur in den Papierkorb geschoben und nicht überschrieben.“
Möglicherweise war [die] tragische Fehlentscheidung [sich vorerst eine alternativmedizinische Behandlung in Form einer „Spezialdiät“ zu entscheiden] mitverantwortlich für Steve Jobs frühen Tod.
Erstaunlich, dass sich eine tolle Zeitung wie die SZ hier auf Bashing-Niveau begibt. Ist sowas befohlene Linie oder persönliche Beißlust eines Journalisten?
I wanted to get a feel for what the various Occupy communities look like, and poking around, as usual, wasn’t doing it for me. So I wrote a little aggregator that pulls pictures from Flickr with the tag #occupywallst and flows them through a reverse-chronologic river.
Inzwischen glaube ich Gerhard Schröder, wenn er sagt, dass Peter Hartz ein Idealist sei. Er ist ganz offensichtlich von der Idee getrieben, den Menschen Arbeit zu verschaffen. Aber ein lupenreiner Demokrat ist Peter Hartz nicht.
zeit.de: Steve Jobs: Manischer Mikromanager übersichtliche und gut zusammengeschriebener artikel von eva schweitzer über steve jobs. schweitzer zitiert freizügig aus zahlreichen fremden quellen, teilweise zitiert sie tweets in voller länge. wohlgemerkt, der text ist von eva schweitzer, die andere abmahnt , wenn sie ihrer meinung nach zu freizügig aus ihren texten zitieren. am ende hat sie aber doch einen originellen, eigenen gedanken:
Apple, eines der Kinder der digitalen Revolution, fängt an auszusehen wie IBM, damals in der Werbung von Riddley Scott.
Giovanni di Lorenzo: Sie wirken so gelassen - EU-Ländern droht jedoch der Bankrott, und ernst zu nehmende Ökonomen warnen vor einer Weltrezession! Helmut Schmidt: Ja, es liegt nicht in meiner Natur, Angst zu haben.
Dann erzählt sie: "Vielleicht ist er als Kleinkind auf den Kopf gefallen, und dadurch wurden Gegenden seines Gehirns aktiviert, die bei uns anderen schlafen. Er fühlt, was Leute wollen. Er fühlt nicht, was cool ist, er fühlt, was cool sein wird. Dann hetzt er Leute, motiviert Leute, und manche gehen, aber die Besten bleiben. Er bringt die Besten dazu, das Bestmögliche zu leisten, weniger würde er nicht annehmen. Und er ist gnadenlos kompromisslos. Sehen Sie sich das iPhone an: Wie viele Leute sagten, es braucht mehr Knöpfe, es braucht eine Batterie, die man wechseln kann? Alle sagten das. Aber er denkt: Nein, das ist nicht verbraucherfreundlich. Und natürlich hatte er all diese Klarheit auch damals."
Jobs was the biological son of Joanne Simpson and Abdulfattah Jandali (a Syrian Muslim then graduate student in political science from Homs, which is now in revolt against the Baathist regime).
Blase. Steve Jobs hat uns mit seinem digitalen Ökosystem in eine moderne Sklaverei geführt. Wer Apple-Produkte nutzt, gerät in eine Abhängigkeit, die unter der Oberfläche nur wenig vom Heilversprechen enthält, das Steve Jobs so gerne gepredigt hat. Technologische Unfreiheit ist der Preis, den wir für das flauschige Gefühl bezahlen müssen. Das Faszinierende: Die meisten wissen das, die wenigsten interessiert es wirklich. [...] Das eigentliche Vermächtnis ist genau dieser Zweispalt, in den Steve Jobs die Entwicklung der digitalen Gesellschaft getrieben hat: Wir wollen diesen Lifestyle - und er macht uns unfreier.
er macht uns unfreier, aber eben auch freier.
in den kommentaren zitiert jemand „aus einem anderen ZDF-blog“:
Ich bin blind. Für Menschen mit einer Sehbehinderung sind die Apple-Produkte ein Meilenstein. Standardmäßig bieten iPhone, iPad unc co. die VoiceOver-Funktion an. Sie liest den Bildschirminhalt vor. Ich kann dank dieser Technik mobil surfen, mich über die Umgebung orientieren uvm. Das Bemerkenswerte daran ist, dass Apple seine Produkte für Menschen mit Behinderung zugänglich macht, ohne dass man eine teure Zusatzsoftware kaufen muss. Das war ein großer Schritt nach vorn - für mehr Unabhängigkeit und Selbstbestimmung blinder und sehbehinderter Menschen. Danke Apple, danke Steve!
Spätestens wenn auch diese Taschenbücher zu Verkaufsschlagern werden, wird man einen Mythos der digitalen Gesellschaft endgültig zu Grabe tragen müssen: Dass sich die Gratiskultur im Netz nicht mit der Content-nur-für-Geld-Kultur der Buchbranche verträgt. Gerade am unteren Ende, bei den kleinen, humoristischen Formaten, ist es der zahlenden Kundschaft egal, dass ähnliche Inhalte im Internet auch umsonst zu haben sind. Im Gegenteil: Wer die Webseite liebt, kauft vermutlich erst recht das Buch.
Mit einem knapp drei Meter hohen Stahlzaun wollte ein Hamburger Bezirk Wohnungslose von einer Brücke verdrängen - leise, simpel, schnell. Das Gegenteil geschah: Kaum stand der Zaun, begann der Zank. Nun hieß es: Presslufthammer frei - Problem ungelöst.
faz.net: Cybergesellschaft: Das wahre Leben im Netz stefan niggemeiers letzer artikel in der FAZ jemals (und der erste artikel von stefan niggemeier auf faz.net im neuen design) über onlinesucht und die blödsinnige miriam-meckel-überzeugung, dass wahre frendschaft nur „im wirklichen leben“ entstehen können.
The thing I hate most about advertising is that it attracts all the bright, creative and ambitious young people, leaving us mainly with the slow and self-obsessed to become artists. Modern art is a disaster area. Never in the field of human history has so much been used by so many to say so little.
uncrunched.com: Facebook: Brutal Dishonesty was für verlogene schweinebacken. oder wie vowe es vor ein paar tagen ausdrückte: „ wir haben nicht inhaliert!“ und man sieht, dass softwarepatente nicht nur für softwareentwickler, sondern auch für die PR scheisse sind.
fischmarkt.de: Werbeirrsinn beim Media Markt matthias schrader schreibt den artikel den ich zur neuen media markt werbung hätte schreiben wollen, wenn ich mich mit dem werbescheiss besser auskennen würde. obwohl ein tweet wohl auch reichen würde um die beklopptheit der neuen media markt FUD -kampagne zu beschreiben. matthias schrader:
Man kann den Verantwortlichen bei Media Markt nur raten, schnell wieder zur Besinnung zu kommen und die Kampagne sofort zu stoppen. Und noch einmal in Ruhe nachzudenken.
boingboing.net: Report: “Internet companies increasingly co-opted for surveillance" das ist halt schon auch ein bisschen das problem, wenn firmen aus geschäftsmodellgründen eben nicht datensparsam arbeiten, sondern eben massen an daten sammeln. da können dann die schlapphüte nicht widerstehen. vielleicht ist die lösung aller datenschutzprobleme eine festplattensteuer? wenn das GB wieder 5 euro kostet, speichert keiner mehr deine daten. und zum filme gucken muss man wieder in kinos gehen.
mspr0.de: Duales Denken, flaches Denken guter und -- ungewöhnlich für michael seemann -- extrem flüssig lesbarer text darüber, dass die welt
scheissekomplex ist.
And the message here is seriously spot-on: The best way to honor the people who helped you realize your dreams is to help somebody else realize theirs.
Doch die Politik ist in Sachen Innovation noch nicht in der Wissensgesellschaft angekommen, sondern denkt bei Innovationen noch immer an Patente und Geräte. Dagegen sollte das Internet als soziale Innovation begriffen werden.
This is my video tribute to a great talk at SXSW in 2009 between John Gruber and Merlin Mann about obsession and voice. Here is how it has affected me as a neurotic novelist.
Um sich den Traum jedes Autors (keine Adjektive, keine Klappe, typographisches Cover) zu erfüllen, reicht meine Auflagenzahl offenbar nicht aus.
blog.flickr.net: Occupy Wall Street sollte jemals bedarf bestehen die aktion „occupy wall street“ in deutschland zu veranstalten, schlag ix die übersetzung „wir gehen an die börse“ vor.
Picasso meinte: "Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit zeigt.“ Vor "The Wire“ hat mir das nicht viel gesagt. Dann habe ich selbst diesen Trick angewandt. Die Grundregel von "The Wire“ war: Diese Dinge müssen genau so stattgefunden haben können.
Zusätzlich zu ihrem Verlust musste die Berliner FDP auch noch bitteren Spott hinnehmen. Als die Prognose um 18 Uhr verkündet wurde, brandete Jubel von Anhängern der Konkurrenzpartei "Die Partei" um den ehemaligen "Titanic"-Chefredakteur Martin Sonneborn im Thomas-Dehler-Haus auf. Die rund 30 Mann hatten sich dort eingeschmuggelt. Die "Guerilla-Aktion" erklärte er dann im Saal mit den Worten: "Wir freuen uns, dass die letzte Spaßpartei in Berlin rausgeflogen ist." Sonneborn verteilte dann auch noch Aufnahmeanträge für "Die Partei". "Wir bieten FDP-Mitgliedern jetzt ein Aussteigerprogramm an."