Nur: Es gibt in Deutschland keine acht Millionen Medienredakteure, und es gibt nicht einmal acht Millionen Menschen, die sich um das scheren, was Medienredakteure schreiben. Es gibt aber immer noch acht Millionen Zuschauer, die sich regelmäßig Wetten, dass...? anschauen, weil sie die Show, ihr Konzept und ihren Moderator offenbar mögen, und die sich nicht diktieren lassen wollen, dass sie sie gefälligst langweilig und überholt zu finden haben.
Was viele nicht wissen: Das Internet wurde vor allem erfunden, um den Kampf gegen die grassierende Internetkriminalität zu ermöglichen. Siehe auch Terrorismus.
Bei den ersten Vorstellungen im nach Renovierung wiedereröffneten Prater waren am Schluss jeweils nur noch wenige Dutzend Zuschauer anwesend.
Das hat allerdings weniger damit zu tun, dass sich Darsteller bei der Premiere selbst in den Mund urinierten, sich live die Schamhaare abrasierten oder sich einen Pinsel in den Anus steckten, um damit zu malen. Sondern mit der Dauer des Stücks. Die ersten Vorstellungen sollen von sieben Uhr abends bis sieben Uhr morgens gedauert haben. So ganz sicher kann es keiner sagen, weil auch kaum ein Berichterstatter so lange durchhielt.
So far [The Good Wife] ranks with my favorite series of all time, The Wire, Six Feet Under, Galactica. It's most like LA Law or Hill Street Blues, but updated to 2010. And it's got a little West Wing in it too. The music is great. But the best thing about the show is they go deep into characters, really develop them. The actors blossom under the direction. You see into them, things that are subtle and very un-TV-like.
find ich auch (ausser das mit der musik). ziemlich gut erzählte standard rechtsanwalt serie mit einigen guten roten fäden die sich durch alle folgen ziehen und gute, interessante, schön differenziert gezeichnete charaktere.
Das sei das Demokratische am Netz, sagt Altmaier: »Es kommt nicht darauf an, wer Sie sind, sondern was Sie sagen.« Insofern leiste das Netz einen Beitrag zu mehr Wahrheit in der Politik."
bellacaledonia.org.uk: Why Iceland Should Be in the News But Is Not auch schon ein bisschen älter (august 2011), aber interessant, nochmal zu lesen, wie die isländer sich gegen internationalen druck gewehrt haben und ihr eigenes ding machen. / via [nachtrag 06.11.2011] offenbar ist der artikel „schmarrn“ wie einige kommenatare hier und dort nahelegen. dieser artikel setzt sich offenbar kritisch mit dem artikel von deena stryker auseinander (noch nicht gelesen).
Meine Großmutter G. ist risikophob und hat sich zum erklärten Ziel gemacht, den Tod zu überlisten. Das führt zu einer regiden Ernährungs- und Lebenspolitik. Kein Fleisch, wenige Süßes, nur Rohkost, im Bus und Zug - des Unfallriskos wegen - sitzt sie nur ganz hinten, sie reist nur an bekannte nahliegende Orte und überhaupt lauert ihrer Meinung nach überall die Gefahr.
I told [Aaron] Sorkin that his TV series [“The West Wing”] was one of Zuckerberg’s favorites. He paused. “I wish you hadn’t told me that,” he said finally.
qxm.de: Die unendliche Quark-Geschichte manchmal dauerts lange, manchmal gehts schnell, dass die benutzer abhauen, wenn man ihnen scheisse vorsetzt. sollte google auch immer dran denken.
I would challenge the assumption that a sandwich can't be interesting. [...] Like you can write off someone's image of their coffee or whatever, but I've seen some pretty awesome looking coffees. Instagram is a meritocracy. If you take good photos, then people will follow you. It's less about coffee and more about, I know someone somewhere doing something. [...] Instagram's not a friends network, it's an interests network.
yesses. bei google knirscht es gerade aber wirklich gewaltig. buggy iphone-app, buzzy reader-relaunch, pseudonym-ärger an allen +enden, mondpreise und der geruch der ausnutzung eines quasi-monopols bei der neuen google-maps preispolitik. was ist denn bei google los? ist das das offizielle wir-vergrätzen-kunden-quartal bei google? oder soll hier mal ausprobiert werden, ob man kunden auch mit abhängigkeit, statt vertrtauen halten kann? bei dem vertrauens-druckabfall würde ich ehrlichgesagt schnell die flughöhe nach unten verlegen.
bildblog.de: Schöner Einbrechen mit Facebook und Twitter wer ernsthaft glaubt, einbrecher nutzen foursquare oder facebook oder twitter als hinweis, dass eine wohnung oder ein haus leer seien, geht auch nicht mehr zur arbeit. einbrecher könnten sich ja denken, dass zwischen 9 und 17 uhr niemand zuhause ist.
erstaunlicherweise fordert er aber nicht die generelle abschaffung von wahlen — obwohl bürger auch von aussen-, sicherheits-, landwirtschafts-, verbraucher-, bildungs- oder netzpolitik, städetbau, architektur oder IT-infrastrukturen keine ahnung haben.
knüwer hat natürlich auch recht. die spielregeln einseitig und plötzlich zu ändern ist kein feiner zug. aber bürger als zu dumm für fundierte entscheidungen zu beschimpfen, ist immer, egal wie verklausuliert und verknüwert man das ausdrückt, äh, dumm.
The designs in these concept videos are free from real-world constraints — technical, logical, fiscal. Dealing with constraints is what real design is all about.
einschränkung, einengung entfacht einen unstillbaren drang die grenzen zu sprengen und ist der am besten und am einfachsten zu erlangenden treibstoff für kreativität.
Als der große Run auf die UMTS-Lizenzen stattfand, träumte die Branche vom mobilen Surfen, Location Based Services und Navigationssystemen, mobilem Payment und vielfältigem M-Commerce. Außer den eher wenig erfolgreichen Versuchen, den japanischen i-Mode-Service auch in Europa zu platzieren, war jeder Versuch, werthaltigen Content bereitzustellen, bereits schon in der Produktentwicklung steckengeblieben.
vermeintliche sachzwänge und die unfähigkeit komplexität zu reduzieren, zerstören jeden fortschritt. und jetzt ist steve jobs tot.
Dem Volk vertrauen - vielleicht wäre das sogar irgendwann mal ein Konzept für uns.
faz.net: Der griechische Weg: Demokratie ist Ramsch frank schirrmacher sagt das gleiche wie michalis pantelouris, nur etwas intellektualisierter: was für eine scheiss-auffassung von demokratie haben wir eigentlich, wenn wir meinen, in einer domokratie den souverän entscheiden zu lassen sei etwas schlechtes? (ok, das waren jetzt meine worte)
Auf die Bitte, das "Mehr an Genuss", das "Mehr an Qualität" und "den besonderen Geschmack" zu erklären, die bei diesem Einkauf vermutlich den Preisunterschied von 1,20 Euro ausmachen, reagiert Kaiser's Tengelmann noch zugeknöpfter als Edeka - und antwortet: es sei "uns nicht möglich, Auskunft zu geben".
Sonst nichts.
Das ist vor allem deshalb spannend, weil es dem Konkurrenten Rewe, nach Edeka zweitgrößter Lebensmittelhändler Deutschlands, sehr wohl möglich ist: Aus der Zentrale in Köln kommt die ausführlichste Rückmeldung aller angefragten Unternehmen.
stefan-niggemeier.de: Die SPD rettet ARD und ZDF hach. wenn der niggemeier fremde texte auseinandernimmt, dann ist das wie bei einer brust-OP zuzusehen. ein bisschen eklig, aber auch extrem faszinierend.
(ich hatte vor einigen jahren das vergnügen in ein schulungsvideo für rekonstruktive plastische mama-chirurgie reinzuschauen. mein vater konnte nämlich brüste rekonstruieren, aber keinen videorekorder bedienen. das verstörende an dem schulungs-video, war einerseits die präzision und leichtigkeit der chirurgen, andererseit die brutalität mit der sie vorgingen um platz im brustraum für die implantate zu schaffen. das vorgehen war dem was ich einige zeit vorher über das „aus-dem-fell-schlagen“ eines rehs gelernt hatte, gar nicht so unähnlich. spätestens seit diesem abend vor dem videorekorder, war mir klar, dass meine entscheidung nicht medizin zu studieren, eine sehr gute war. seit stefan niggemeier weiss ich, dass schreiben ähnlich brutal und schmerzhaft für alle beteiligten sein kann, wie chirurgie.)
Endlich hatte es sich auch richtig angefühlt, dass ich mir den “Kevin allein in New York" Soundtrack mitgenommen hatte. Auch wenn mir der ganze Schneematsch einen Strich durch meine gewöhnliche Umherschlenderei gemacht hat, so muss ich sagen, dass sich durch das eiskalte Chaos, New York zum ersten mal so richtig nach einer Stadt und nicht mehr nach Film in Dauerschleife für mich anfühlte.
was ich so toll an herms new-york-berichten finde: ich fühle mich beim lesen an die gefühle die ich in new york empfand erinnert. und gefühle hat man viele, wenn man durch new york läuft.
netzpolitik.org: Der Schultrojaner - Eine neue Innovation der Verlage faszinierend wie tief die inkompetenz des gesetzgebers reicht und wie sich unsere vertreter von lobbyorganisationen über den tisch ziehen lassen. ein update von markus beckedahl gibts mittlerweile auch schon. fazit: so gut wie keiner weiss von irgendwas, den vertrag scheint niemand im zuständigen kultusministerium gelesen zu haben. etwas weniger aufgeregt schreibt markus böhm auf spiegel.de .
Apparently, Justin Bieber (or, at least, his lawyers) apparently would prefer not to be used to defend against draconian, overreaching copyright legislation. They sent Fight for the Future a cease and desist letter, claiming that such a use infringes on a variety of his rights, including (of course) publicity rights and his privacy rights.
Wenn sich Lebensmittelkonzerne sogar bei hartnäckigen Nachfragen dagegen sträuben, Daten für Kinder herauszurücken, beweist dies meines Erachtens, dass man sie dazu gesetzlich zwingen sollte. Diese Unternehmen wollen ihre Zuckerbomben an unsere Kinder verkaufen. Sich dafür rechtfertigen, das möchten sie nicht. Sie sehen sich für den Profit zuständig, nicht für die gesundheitlichen Folgen ihres Handelns.
Der Befund dürfte für alle S21-Befürworter verstörend sein: In der Spitzenstunde schafft der Kopfbahnhof 56 Züge - und ist somit um 14 Prozent leistungsfähiger als S21. Und das überdies sofort. Mit einem minimalen Aufwand. Mit einer problemlos machbaren Optimierung der Zugabläufe. Und hat überdies noch freie Fahrtrassen zum Abfangen von Verspätungen. Das Büro Vieregg und Rößler geht davon aus, dass für diese Optimierung fünf Millionen Euro nötig sind - maximal.
In other words, Apple's way of getting you to buy a new phone is to make you really happy with your current one, whereas apparently Android phone makers think they can get you to buy a new phone by making you reallyunhappywith your current one.
Sowohl die Ethik der Datenverarbeitung als auch eine Praxis der Pseudonymisierung kommen nicht ohne die Ermächtigung des Individuums durch Grundrechte aus. Wenn bestimmte Dienste eine pseudonyme Nutzung unterbinden (Google+, Facebook, etc.), wenn Datenverarbeiter gegen eine in welcher Form auch immer festgeschriebene Ethik verstoßen, wird der Einzelne dagegen ohne einklagbare Rechte nichts ausrichten können.
blog.zdf.de: Die Tablet-Revolution kommt, nur anders das iphone ist zwar kein tablet, aber den medienkonsumwandel kann ich schon nach zwei wochen nutzung an mir selbst beobachten: was nicht im netz oder im idings ist, hat es schwer von mir gelesen und wahrgenommen zu werden - oder gar verlinkt zu werden.
kottke.org: Apple's sometimes-screwball design aesthetic wohl wahr. apple produziert himmelschreiende design-scheisse aber eben auch geniale apparate, die museumspotenzial haben. (apparate — tolles wort, sollte man öfter verwenden, das wort.)
Viele Äußerungen aus Politik und Verwaltung, die den Staatstrojaner rechtfertigen und verteidigen, sind unwahr. Der Chaos Computer Club (CCC) hat sich mit einer aktuellen Version des Staatstrojaners befasst und bleibt bei seinen Vorwürfen. Auch die neueren Versionen der Software widersprechen geltendem Recht.
Anatol Stefanowitsch, Professor für Sprachwissenschaft an der Universität Hamburg und Autor des famosen Blogs Sprachlog, sieht die Gefahr der Metapher im gedanklichen Transfer: „Wir übertragen mit diesen Wörtern auch die Logik der betreffenden Erfahrungsbereiche auf das Internet.“ Und das ist um so gefährlicher, je weniger die prägenden Kräfte in Unternehmen, Medien und Politik vom Internet verstehen. Die Einstiegsdroge Metapher verleitet zum simplizistischen Weltbild und dazu, Zusammenhänge zu konstruieren, die nur für die Metapher, aber nicht in der Realität funktionieren. Mit zunehmender Tiefe der Diskussion um das Internet erweist sich die Metapher als immer weniger tauglich.
presseschauder.de: Wozu Zeitschriften kaufen? Im Internet ist doch alles so schön kostenlos christoph keese beschreibt wie man amerikanische magazine illegal downloaden kann. möglicherweise nimmt er das beispiel amerikanischer magazine, weil sich in deutschland niemand die mühe macht den schund aus, beispielsweise, dem springer verlag einzuscannen, online zu stellen und dann auch noch die abstruse hoffnung zu hegen, dass jemand geld dafür bezahlen würde.
die entscheidende frage ist aber: was richtete ein leistungsschutzrecht gegen solche anbieter illegaler downloads eigentlich genau aus? diese angebote sind bereits jetzt illegal und ein leistungsschutzrecht würde sie nicht illegaler machen oder den autoren und verlagen an deren möglicherweise vorhandenen einnahmen teilhaben lassen. die einnahmen kämen von denen, die diese angebote gewerblich, aber im legalen rahmen nutzten.
joehewitt.com: AirPlay TV joe hewitt hat (möglicherweise) herausgefunden was steve jobs meinte, als er sagte, er habe das problem, den fernseher
idiotensichereinfach zu bedienen geknackt : airplay! / via
stefan-niggemeier.de: Michael Jürgs' Rotz stefan niggemeier über michael jürgs rotz (texte). solche texte sind der grund, warum ich stafen-niggemeier-fanboy bin. ich habe glaube ich auch mindestens 18mal gekichert, als ich den text gelesen habe.
6. Die heutigen Ebook-Reader sind bei allem Fortschritt noch immer grauenvoll. Das ipad ist zu schwer, der Kindle hat ungenügende Usability, nirgends gibt es alle Bücher wegen DRM, dem Senfgas des Internet. Und die anderen Geräte kriegen ja noch nicht mal richtige PR hin, um mich von der Notwendigkeit ihrer Anschaffung zu überzeugen. Aber: der Fortschritt. Heute zu sagen, Ebooks setzen sich nicht durch, die Geräte taugen nichts, ist, als würde man 1987 gesagt haben: Mobiltelefone setzen sich nicht durch, wer soll denn den großen Koffer mit sich rumtragen.
ich frage mich ja, ob ich mir den aktuellen moers und die steve jobs biographie als ebook oder als papier-version besorgen soll. bei den (kaum vorhandenen) preisunterschieden und den einschränkunken (senfgas!) lohnen sich ebooks wohl (noch) eher nicht.
Bei aller berechtigten Häme, die der Welt-Artikel zum Sortiment von Weltbild erzeugt, ist mir der Tenor des Buzz doch etwas suspekt: Völlig kritiklos wird ein Artikel weitergegeben, der in seinem denunziatorischen und verklemmt-sexualisierten Ton 1:1 kath.net entstammen könnte.
You can also see this attention to detail in Apple's design of copy and paste. Other mobile platforms include copy and paste, but their implementation is awkward. Selecting the correct text is hit or miss because your fat fingers block the text that you are highlighting. Apple's version of copy and paste, though, lets you zoom in with a magnifying glass that appears above your finger. This simple magnifier makes it easy to select the first and last letter of the text. It's this attention to detail that makes Apple products a pleasure to use.
ich habe jetzt ja jahrelang mehrere handy-betriebsysteme, teilweise wochen, teilweise jahrelang ausprobiert, aber copy und paste ist mir zuverlässig mit keinem der systeme geglückt, windows mobile, symbian, webos, android. beim iphone ist es pipi-einfach und selbst für einen grobmotoriker mit fetten fingern wie mich einfach verständlich. gestern abend habe ich in meinem feedreader (reeder) einfach einen längeren block text markiert und ihn mir zum einschlafen vorlesen lassen. manchmal frag ich mich, warum ich mir so ein teil nicht schon viel früher gekauft habe.
Der Bundesgerichtshof hat heute die Voraussetzungen konkretisiert, unter denen ein Provider für Äußerungen haftet, die seine Kunden oder Dritte auf Blogs oder in Foren machen.
cbsnews.com: 60 Minutes, 10.23.11 - 60 Minutes 60 minutes über steve jobs, bzw. mit einem interview mit seinem biographen walter issacson. ausserdem ein kleiens stück darüber, wie ipads autistischen kindern helfen zu kommunizieren. alles in allem ziemlich sehenswerte 60 minuten. / via
Wobei angemerkt werden muss, dass das allein auf dem Mist von Volker Zastrows Politikressort gewachsen ist und kein einziger der Feuilletonautoren an dem Quatsch beteiligt war.
In a country which all social website like twitter, facebook, friendfeed, and video or image sharing websites like youtube, tumblr, flickr, picassa and many more are banned, Google reader acts like a social websites and in lack of any independent news website (it should be mentioned that all international news channels like BBC, CNN, VOA, and all other non-governmental news website are banned,) Google Reader acts like a news spreading website. Easy access to Google reader made it suitable for Iranian community and through all these years, specially after June 2009 election, developed an strong community for spreading the news.
rebellmarkt.blogger.de: Wos es gebrocht hod. möglicherweise der nachruf von fonsi auf jörg-olaf schäfers. oder auch nicht. das weiss man bei fonsi, der lieber geheimnisvoll raunt, als klare ansagen zu machen, ja nie.
alternativlos.org: Alternativlos, Folge 20 fefe, frank rieger und frank schirrmacher (fff) sprechen über „den politischen Diskurs im Wandel der Zeit“. ich fands hörenswert, habe mir allerdings nur ein zitat notiert, obwohl ein paar andere notierenswerte sätze fielen: frank schirrmacher sagte, dass mittlerweile selbst die bösewichter amateure seien und bezog sich damit auf die akteure in der politischen arena. / via
Die beiden Themen, die derzeit viele Menschen empören -- Staatstrojaner und Bankenrettung -- haben tatsächlich etwas gemeinsam: Die eigentlich zuständigen Parlamente haben die Kontrolle verloren. Die Volksvertreter überlassen das Handeln längst außerparlamentarischen Kräften. Sowohl bei der Bankenrettung als auch bei den Staatstrojanern wird unter der Maßgabe, die Demokratie stabilisieren zu müssen, die Demokratie destabilisiert. Denn die Mittel, die in beiden Fällen zum Einsatz kommen, sind intransparent, dubios und gefährlich.
The N9 is flawed and doomed, but you have to understand, I don't care. The universal experience of using this phone is one of delight and desire. Yes, it can get bamboozled and freeze up, and no, you won't be finding an avalanche of awesome new apps for it, but those downsides fade in comparison to the abundance of positives. The Harmattan UI is fresh, slick, and as natural as anything the smartphone world has yet introduced, while the physical design is unmatched. Not even the shiny new iPhone 4S feels as luxurious in the hand as the N9.
nokia kann offenbar gute telefone bauen -- und mittlerweile sogar gute telefone mit touch-oberfläche. umso unverständlicher, sich künftig ausschliesslich auf windows-telefone konzentrieren zu wollen.
der N9-review ist irre lang, eine kurze zusammenfassung die einen ganz guten eindruck vermittelt, kann man sich per video ansehen (auch von vlad savov).
kaliban.de: Freies Schreiben keine ahnung was der herr kaliban mit diesem text genau aussagen will, aber dieser absatz ist wunderschön:
Freies Schreiben, das ist wie wenn man auf ein Blatt kotzt und hinterher versucht, mit dem Erbrochenen ein schönes Bild zu malen. Man fängt immer mit einem Wort an und schaut dann, wohin einen das freie Assoziieren bringt. In den meisten Fällen kommt man ziemlich weit, man muss das Werk aber hinterher wegwerfen, weil sich mit Erbrochenem eben nur so mittelgut malen lässt.
whudat.de: Action Against Hunger Spain: The Share Experiment schönes video das mcwinkel da ausgegraben hat. aber seine aussage, dass kinder die besseren menschen seien („simple as that“), ist mir zu pauschal. ich würde sagen, freundlich menschen sind die besseren menschen und kinder sind oft ziemnlich freundlich.
skepticgeek.com: Google Reader+ And Identity vs. Personas sehr schöner artikel vom skeptic geek, der meine bedenken und hoffnungen gegenüber einem google reader umbau auf den punkt bringt. enerseits ist es überhaupt erstmal toll dass der google-reader weiterentwickelt wird und nicht wie so viele andere google produkte in letzter zeit einfach eingestellt wird und die hoffnung, dass das sharing zu googleplus einfacher, bzw. überhaupt möglich wird. ich hoffe auch, dass das buzz-chaos endlich ein ende hat: artikel die man shared landen noch immer in google buzz, wo sie auch kommentiert werden können. diese kommentar-stränge sehen mittlerweile schon aus wie google+ einträge, tauchen aber nicht in google+ auf und sind aus dem reader nicht zugänglich. um dahin zu kommen muss man über gmail auf buzz zugreifen und in seinem buzz-stream rumsuchen.
andererseits besteht die berechtigte furcht, dass google das tollste feature am reader kaputtmacht: die möglichkeit artikel in den google reader hineingeshared zu bekommen. der reader ist auch mein hauptbeschaffungskanal von informationen -- hier läuft alles rein was mich interessiert und was die denen ich im reader folge sharen. ob das mit google+ ähnlich effektiv funktioniert ist fraglich -- auch ob sich das mit den +kreisen abbilden lässt.
ebenso fraglich ist, ob die plussifizierung ohne saubere filtermöglichkeiten, zum beispiel nach quellen, nicht zu übermässigem rauschen führt. bisher ist das was ich in den reader geshared bekomme von hoher qualität, ganz im gegenteil zu meinen twitter, facebook und google+ streams, in denen doch einiges an lärm herrscht und die ich lange nicht so effektiv wie den reader zu nutzen vermag.
Das Perfide an Terrorismus-Ermittlungen ist, dass nur zum Teil nach Beweisen gesucht wird, die eine konkrete Tatbeteiligung belegen. Eine mindestens so große Rolle spielt die zu beweisende Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, die in der Regel keine Mitgliedsausweise ausstellt. Es geht also – um ein angestaubtes Wort zu bemühen – um Gesinnung. […]
Treffen mit Freunden wurden zu Kontaktaufnahmen mit weiteren Verdächtigen. Telefongespräche, bei denen es um einen geplanten Kneipenabend ging, wurden zu konspirativ verabredeten Treffen, weil Adresse, Zweck und Namen aller Beteiligten nicht explizit genannt worden waren. Aus einem vergessenen Handy wurde eine typisch linksextreme Verhaltensweise. Entlastende Interpretationen gab es nicht.
blog.fefe.de: Zierckes Talking Points bin nicht ganz sicher ob ich fefes analyse von zierckes redepunkten vor dem innenausschuss im deutschen bundestag lustig oder albern finden soll. strotzt zumindest vor überheblichkeit.
notes.pinboard.in: in eigener sache es soll ja leute geben, die jeden link hier klicken. muss man natürlich nicht, zumal ich eigentlich auch nur garantieren kann, dass immer links dabei sind, die nicht jedem gefallen. kommt vor. aber links zu verschlagworten mit #nerdkram, #html-gedöns erscheint mir auch übertrieben und am ende auch wenig hilfreich. oder? was kann ich an den täglichen link-zusammenfassungen verbessern? thematische schwerpunkte setzen? oder weiter kraut und rüben?
[...] Die Turnusstenographen arbeiten ihre Mitschriften aus und übergeben sie dem Revisor. Nach eineinviertel Stunden gehen sie zu ihrer nächsten Schicht ins Plenum. Die Revisoren überprüfen die Manuskripte, sorgen für einheitliche Schreibweisen, fetten prägnante Begriffe und klären eventuell offene Fragen. Anschließend haben die Redner zwei Stunden lang Gelegenheit, das Manuskript zu korrigieren. Inhaltliche Änderungen können die Redner und Rednerinnen allerdings nicht mehr vornehmen, nur noch stilistische. Auf Übereinstimmung mit der Geschäftsordnung und inhaltliche und sprachliche Schlüssigkeit überprüft der Revisor das Manuskript, bevor es in die Endredaktion geht. Nach dreieinhalb Stunden gehen die Revisoren zurück ins Plenum.
neunetz.com: Amen? petersenquote! (neologismus von jan jasper kosok in den kommentaren) bei mir liegt die petersenquote bei gefühlten 100% und macht das eh eher spärliche amen-vergnügen eher, äh, einseitig.
ruhrbarone.de: WAZ gibt Portal “Der Westen" auf nicht das ich den westen übermässig oft besucht hätte, aber ob das ne gute idee ist, den westen wieder auf lokal-blätter zuzuschneiden, bezweifle ich: stefan laurin:
Der Westen als Internetadresse soll nach einer Presserklärung der WAZ erhalten bleiben. Im Vordergrund werden aber künftig wieder die einzelnen Titel stehen. An der Tatsache, dass die WAZ sich von der Portalstrategie verabschiedet, ändert auch die Beibehaltung der Domain nichts.
Lytro hatte vor ein paar Monaten eine Kamera angekündigt, die das nachträgliche Fokussieren erlaubt und damit ein ziemliches Raunen in der Fotowelt erzeugt. Für Gelegenheitsknipser ist das ganze sicher eine feine Sache, unscharfe Bilder gehören damit ja der Vergangenheit an: man lichtet das Motiv ab und legt im Nachhinein fest, wo der Fokus liegen soll. Nun sind Light Field Cameras nichs Neues, im Juli hab ich noch beschrieben, wie die Kamera funktionieren könnte, aber auch erhebliche Zweifel geäußert, ob das Ding wirklich existiert.
Man erlebt hier politischen Kontrollverlust angesichts komplexer technologischer Systeme in Echtzeit. Es ist ein Lehrstück. Friedrich kann nicht zugeben, dass die Komplexität digitaler Systeme den Staat ebenso kalt erwischt, wie sie schon vorher die Finanzmärkte erwischt hat. „Wir vertrauten Computern“, hatte Alan Greenspan während seiner denkwürdigen Anhörung vor dem amerikanischen Senat nach der Lehman-Pleite gesagt.
Da stellt sich schon die Frage, warum eigentlich die halbe Republik noch über die Grenzen der Verfassung in Fragen der Menschenwürde und des geschützten Kernbereichs der privaten Lebensgestaltung streitet, wenn der Verfassungsminister das Urteil des Landgerichts und gleichzeitig das des bei den Bürgern hochgeachteten Karlsruher Gerichts für unnütz, gar störend hält, da dem Ziel der Kommunikationsüberwachung offenbar nichts entgegenzustehen hat?
[was mir ausserdem auffällt: frank schirrmacher hat es geschaft die debatte um die netzpolitik aus dem netz in die FAZ zu tragen und von dort wieder in das netz. beeindruckend.]
Censorship is the tool of those who have the need to hide actualities from themselves and from others. Their fear is only their inability to face what is real, and I can't vent any anger against them. I only feel this appalling sadness. Somewhere, in their upbringing, they were shielded against the total facts of our existence. They were only taught to look one way when many ways exist.
Im belgischen Hasselt sind Busse kostenlos, ganz so wie es die Piraten-Partei bei uns werbewirksam fordert. Das löst im Nahverkehr angeblich zahlreiche Probleme: weniger Unfälle oder keine verstopfte Innenstadt. Gerade mal 40 Kilometer entfernt liegt Düren, auf deutscher Seite. Die Stadt ist in etwa genauso groß wie Hasselt, allerdings hier kostet der Nahverkehr.
AddThis, which provides sharing tools embedded on 10 million websites, says between 70 and 95 percent of all link-sharing occurs by copying and pasting a URL, not by clicking a button on the page.
Die Samwers interessieren sich nicht für disruptive Ideen. Genausowenig wie dafür, was Journalisten, Blogger oder Geschäftspartner über ihre Aktivitäten denken.
der witz ist ja, dass sich die meisten leute für das was die samwers tun, auch nicht interessieren. die samwers sind feuerwerker. kurz, irgendwo in einer nische mit viel kawumm
geklautekopierte feuerwerkskörper abbrennen und während für kurze zeit ein paar
fazkesblogger oder wirtschaftsjournalisten begeistert oder weniger begeistert berichten, schnell verkaufen, solange die glut noch heiss ist. das einzige produkt von den samwers, dass ich einmal (fast) benutzt habe ist myhammer. da hat die beifahrerin einen günstigen waschmaschinen-installateur gefunden. nach einem jahr, als die scheiss dichtung wieder kaputt war, haben wir den bosch-kundendienst gerufen. oder anders gesagt, mein leben haben die samwers bisher nicht bereichert.
Mit ein wenig analytischer Kühnheit ließe sich Folgendes behaupten: Die "Occupy"-Bewegungen sind kein gewöhnlicher Protest, sondern der Phänotyp eines kommenden Typs politischer Partizipation. Diese bürgerliche Teilhabe orientiert sich zwar noch an bekannten Formen, beruht aber auf völlig neuen Mechanismen. Schon jetzt zeigt sie enormes Mobilisierungspotenial. Vor allem zeichnet sie sich durch eins aus: Sie überwindet die politische Mutlosigkeit.
Das ist unterm Strich ein so schlichter Spin-Versuch, eine so durchschaubare Vorneverteidigung, dass er nur die ganze Verzweiflung offenbart, in die der Vorgang die Regierung offensichtlich gestürzt. Wer ernsthaft glaubt, in Zeiten von S21 und Occupy mit sowas durchzukommen, der soll es ruhig versuchen.
faz.net: Politik und Internet: Mein neues Leben unter Piraten peter altmaier habe ich zum ersten mal gesehen, als er nach der berliner abgeordnetenhaus-wahl (unter anderem) mit christopher lauer bei may-britt illner sass. zuerst dachte ich: „wieder so ein CDU fazke.“ aber er redete erstaunlich vernünftiges zeug, war witzig, zuhörig und erstaunlich differenziert und vernünftig.
in diesem FAZ-artikel bringt er es fertig normalen menschen zu erklären, warum das internet die welt verändert hat und warum es mehr und mehr in die „Realität schwappt“. der artikel brachte ihm sogar zweifaceslobvon fefe ein.
altmaier:
Obwohl ich mit Computer und Internet seit Jahren arbeite, verstand ich bis vor kurzem nichts vom „Netz“. Computer stehen in meinen Büros und in meinen Wohnungen, ich besitze iPad und Handy, nutze E-Mail und SMS, surfe und kaufe im Internet, beziehe Informationen aus Online-Medien. Dennoch war mir die gesellschaftliche und politische Dramatik, die von der rasanten Evolution des Internet und der elektronischen Medien ausgeht, bislang nicht einmal im Ansatz klar.
nytimes.com: A Death-Row Love Story »She was a landscape architect in New York. He was a death-row inmate in Arkansas. This is how they fell in love.« / via