wos4.2

felix schwenzel

nach dem 20 uhr pa­nel mit dem sau­blö­den ti­tel „in­for­ma­ti­on free­dom ru­les“ war ich ziem­lich voll. un­er­war­tet und schon lan­ge nicht mehr er­fah­ren, voll mit eu­pho­rie. und mit me­than­ver­bin­dun­gen. letz­te­re wa­ren der grund war­um ich mich nach den vor­trä­gen nach draus­sen setz­te und mir die an­schlies­sen­de dis­kus­si­on schenk­te. aber die vor­trä­ge, ins­be­son­de­re der von yochai ben­kler hat­ten mei­ne auf­nah­me­fä­hig­keit eh bis ans li­mit er­schöpft.

der vor­trag von ris­hab ayer ghosh mit sei­nen „coo­king pots“ war sehr ein­leuch­tend und in sei­ner ein­fach­heit fast in­fan­til und doch bei­na­he ge­ni­al. kurz, im in­ter­net ge­ben blog­ger, open-source pro­gram­mie­rer, kul­tur­schaf­fen­de und ähn­li­che ihre ar­beit nicht ein­fach um­sonst weg, sie tau­schen — und fast alle glau­ben mehr von der ge­mein­schaft zu pro­fi­tie­ren als sie ihr ge­ben. schön wa­ren ins­be­son­de­re die zeich­nun­gen von ghosh, ich ver­mu­te er hat sie alle mit dem mund ge­zeich­net.

hal r. va­ri­an hat nicht nur den vor­na­men von hal fa­ber, son­dern auch die lie­be zu sich selbst und sei­ner ver­gan­gen­heit. sein vor­trag be­stand aus ei­nem rück­blick auf ein zehn jah­re al­tes buch von ihm („[ama­zon-wer­be­link] in­for­ma­ti­on ru­les“). er be­trieb ein biss­chen selbst­kri­tik und ein biss­chen ei­gen­lob und war nicht ganz so lang­wei­lig wie hal fa­ber und mehr als zu­stim­mend ni­cken konn­te man wäh­rend des vor­tra­ges auch nicht; der mann sag­te nix fal­sches und man­ches sehr rich­ti­ges.

nach dem also auf der büh­ne ein smar­ter in­der und pro­to­typ des ame­ri­ka­ni­schen wis­sen­schaft­lers stan­den schien als drit­ter ein en­ga­gier­ter um­welt­schüt­zer mit zu­ge­wach­se­nem ge­sicht auf die büh­ne zu kom­men. yochai ben­kler ist aber ju­rist, bzw. lehrt an der yale law school. huch. ein öko-ju­rist? wäh­rend sei­nes vor­tra­ges der auch haupt­säch­lich auf ei­nem buch von ihm ba­sier­te („the wealth of net­works“) wur­de ich dann, wie er­wähnt, leicht eu­pho­risch und frag­te mich ob er dass durch eine per­fi­de tech­nik mit der er mei­ne vor­stel­lun­gen und vor­ur­tei­le von netz­wer­ken ge­schickt be­stä­tig­te oder ob an dem was er sag­te wirk­lich et­was dran sei.

er sprach von zwei ar­ten wie in­for­ma­tio­nen in netz­wer­ken ent­ste­hen. ei­ner­seits auf ei­ner „com­mons“-ba­sis, also kol­la­bo­ra­tiv, wie bei der wi­ki­pe­dia und per „peer pro­duc­tion“ also von ein­zel­nen, wie blog­gern. die­se me­cha­nis­men hät­ten mitt­ler­wei­le eine enor­me he­bel­kraft ent­wi­ckelt und wich­ti­ger noch, be­wie­sen, dass sie funk­tio­nier­ten. als bei­spie­le nann­te er die open source soft­ware apa­che, die ab­so­lu­ter markt­füh­rer bei web­ser­ver tech­no­lo­gie sei und da­mit be­wei­se, dass open source nicht nur zu­ver­läs­sig und be­last­bar funk­tio­nie­re, son­dern auch kom­mer­zi­el­le pro­duk­te über­flü­geln kön­ne. eben­so hät­te wi­ki­pe­dia be­wie­sen, dass kol­la­bo­ra­ti­ve, nicht hier­ar­chi­sche in­for­ma­ti­ons­samm­lung funk­tio­nie­ren kann. wer hät­te vor 5 jah­ren ge­dacht, als jim­my wales an­fing, dass das an­ge­se­he­ne wis­sen­schafts­ma­ga­zin „na­tu­re“ die wi­ki­pe­dia auf eine stu­fe mit der en­zy­klo­pe­die bri­ta­ni­ca stel­len wür­de und von bei­den beh­haup­ten wür­de, dass sie bei na­tur­wis­sen­schaft­li­chen the­men „crap­py“ work ab­lie­fern wür­den? eben nie­mand.

in der „peer­pro­duc­tion“, mein­te ben­kler wür­den sich fol­gen­de me­cha­nis­men ab­zeich­nen: es bil­den sich „com­mu­ni­ties“, die re­le­vanz, die in­for­ma­tio­nen wür­den „self sel­ec­ted“ und nicht von ir­gend­ei­ner hö­he­ren in­stanz aus­ge­wählt, es fän­den me­cha­nis­men der „trust con­s­truc­tion“, „norm crea­ti­on“ und stän­dig ver­bes­ser­te „trans­pa­ren­cy“ statt. „mo­ni­to­ring“ durch „peer re­view“ wür­de eta­bliert und vor al­lem funk­tio­nie­ren. statt kraft der ei­ge­nen au­to­ri­tät din­ge zu be­haup­ten, wür­de eher das mot­to „see for yours­elf“ vor­herr­schen, eben trans­pa­renz und ver­lin­kung im sin­ne of­fe­ner quel­len. das al­les füh­re zu qua­si selbst­or­ga­ni­sie­ren­der dis­zi­plin und „fair­ness“. und noch ein schö­ner satz der im lau­fe des vor­tra­ges fiel: „stuff will flow out of con­nec­ted peo­p­le“. wenn man ben­kler sich in rage re­den hört, glaubt man tat­säch­lich, dass die­ses gan­ze in­ter­net­dings, die ver­net­zung, das blog­dings, und die­se gan­zen din­ge die sich da mo­men­tan tun un­ge­heu­res po­ten­zi­al be­sit­zen, bzw. schon lan­ge ent­fal­tet ha­ben. ein we­nig eso­te­ri­sche stim­mung kam zu­ge­ge­be­ner­mas­sen ne­ben der eu­pho­rie auf, aber das mit den netz­wer­ken, das mei­ne ich mal beim the­ma neu­ro­na­le net­ze ge­lernt zu ha­ben, ist halt uns li­ne­ar und se­quen­ti­ell den­ken­den we­sen auch schwer vor­stell­bar. nur, es gibt le­ben­di­ge be­wei­se (im in­ter­net) zu be­stau­nen. na­tür­lich schränk­te auch ben­kler ein, dass jetzt nicht plötz­lich je­der ein be­gan­de­ter pam­phlet-schrei­ber wer­den wür­de (sie­he auch die 99% schrott the­se von von blu­men­cro­nen­spon), aber die ver­net­zen men­schen sei­en eben auch nicht alle in­tel­lek­tu­el­le lem­min­ge. sein buch (oben schon kurz ver­linkt) „the wealth of net­works“ steht üb­ri­gens un­ter ei­ner crea­ti­ve com­mons li­zenz frei ver­füg­bar im netz („aus­dru­cken!“).


wos4.1

felix schwenzel

ich bin hier auf der wos4 (wi­zards of oz 4) kon­fe­renz für freie und of­fe­ne dings­sa­chen in ber­lin. er­staun­lich hohe dich­te an adi­po­si­tas und pfer­de­schwän­zen. ein paar ganz dür­re men­schen sind auch hier. falk r. lü­cke hat kei­nen pfer­de­schwanz, ist aber eben­falls leicht adi­pös und hat­te ge­ra­de kei­ne zeit für ein bier. apro­pos bier. das gibts hier nicht in fla­schen, kost 4 euro und ist warm und schal. open­so­ur­ce bier?

das ers­te pa­nel in das ich mit ei­ner 0,3er bier-fah­ne stol­per­te wur­de vom um­trie­bi­gen jan­cko rött­gers mo­de­riert. auch hier das eine oder an­de­re tech­ni­sche pro­blem, aber auch ein knap­per kur­zer hoch­in­ter­es­san­ter vor­trag von john buck­man der ei­nen kur­zen über­blick über sei­ne bei­den pro­jek­te book­mooch.com (ge­spro­chen buckm­uhtsch) und ma­gna­tune.com gab. sei­ne prä­sen­ta­ti­on war kurz, knapp und prä­gnant und mach­te be­reits mei­nen tag. book­mooch ist kurz ge­sagt eine peer to peer bü­cher­tausch­platt­form. ich habe mich gleich an­ge­mel­det und wer­de gleich mal „die ar­beit der nacht dort rein stel­len (ar­ti­kel in der net­zei­tung über book­mooch). ma­gna­tune ist ein net­la­bel das sämt­li­che mu­sik un­ter eine crea­ti­ve com­mons li­zenz stellt und vor al­lem nicht nur elk­tro­schrott im an­ge­bot hat. alle lie­der sind in di­ver­sen for­ma­ten er­hält­lich. fas­zi­nie­rend: mit dem ver­kauf (den preis für ein al­bum le­gen die käu­fer selbst zwi­schen 5 und 18 dol­lar fest; durch­schnitt­lich be­zahlt: 8 dol­lar fuff­zich) und der li­zen­zie­rung ma­chen die so­gar geld, 50% der ein­nah­men wer­den an die mu­si­ker aus­ge­schüt­tet. john buck­man meint, ma­gna­tune sei nicht böse. wo­bei das ma­gna­tune logo fast ge­nau­so aus­sieht wie das ei­nes sehr bö­sen kon­zerns.

[mehr im woz4 blog und si­cher bald auf netz­po­li­tik.org]

[nach­trag]
se­riö­se be­richt­erstat­tung auf hei­se.de von mo­ni­ka er­mert.

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blog­hos­ting bei stra­to

felix schwenzel

stra­to ver­sucht sich ja ge­ra­de als zu­ver­läs­si­ger blog hos­ter zu pro­fi­lie­ren. bin mal ge­spannt ob die je­mals eine press­mel­dung brin­gen in der ro­bert ba­sic sagt: „Bei bis zu 150.000 täg­li­chen Sei­ten­ab­ru­fen zu Spit­zen­zei­ten muss ich mich auf mei­nen Ser­ver je­der­zeit ver­las­sen kön­nen.“

ir­gend­wie ist ba­sic­thin­king.de bei stra­to ge­ra­de wirk­lich schwer zu er­rei­chen. des­halb mein al­ter­na­tivtext-vor­schlag: „Bei bis zu 150.000 täg­li­chen Sei­ten­ab­ru­fen zu Spit­zen­zei­ten muss ich mei­nen Stra­to-Ser­ver je­der­zeit ver­las­sen kön­nen.“

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die ar­beit der nacht

felix schwenzel

jo­chen hat­te mich so neu­gie­rig ge­macht, dass ich das [ama­zon-wer­be­link] buch gleich ge­kauft habe. [ama­zon-wer­be­link] tho­mas gla­vi­nic hat mich dann wirk­lich ge­fes­selt. jo­chen sprach von „hor­ror“ und da ist was dran. sel­ten hat mir ein buch auf so ein­dring­li­che wei­se ab­grün­de des men­schen vor au­gen ge­führt und zwar ge­nau so, dass der hor­ror haf­ten bleibt. haf­ten bleibt, wenn man das buch zu­ge­schla­gen hat. es hat zu tag-alp­träu­men ge­führt. kein hap­py-end. es hängt mir ähn­lich lan­ge hin­ter­her wie da­mals se7en. kurz. ein le­cker buch, in 3 ta­gen zu ver­schlin­gen.

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bahn­con­tent

felix schwenzel

heu­te früh in der bahn er­fah­ren, dass es ein un­ter­neh­men gibt das tat­säch­lich noch mit dis­ket­ten ar­bei­tet. mit dis­ket­ten! und zwar la­den die zug­be­glei­ter die re­ser­vie­run­gen mit ei­ner dis­ket­te in den zug. ei­nen te­le­fo­nat des zug­chefs mit der leit­stel­le ent­nahm ich heu­te früh, dass die über­ga­be der dis­ket­te heu­te früh im ice ham­burg-ber­lin wohl ge­schei­tert war, so dass die re­ser­vie­rungs­dis­plays leer blie­ben. dis­ket­ten? die bahn ist echt voll 80s. im­mer­hin konn­te der zug­chef ein han­dy be­nut­zen und muss­te nicht auf den te­le­gra­fen zu­rück­grei­fen.


tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men spar­kas­se

felix schwenzel

dar­auf hat die welt ge­war­tet, aber die spar­kas­se ist viel zu be­schei­den dar­um ei­nen gros­sen bo­hei zu ma­chen; künf­tig braucht nie­mand mehr la­de­ge­rä­te mit durch die ge­gend zu schlep­pen, man kann sein han­dy bei der spar­kas­se on­line auf­la­den. irre!


eva her­man schreibt in bild

felix schwenzel

jetzt schreibt eva her­man auch noch in bild. ko­mi­scher­wei­se be­nutzt sie ein pseud­onym, bern­hard bueb:

Wir müs­sen wie­der zu der al­ten Wahr­heit zu­rück­keh­ren, dass nur der den Weg zur Frei­heit er­folg­reich be­schrei­tet, der be­reit ist, sich un­ter­zu­ord­nen, Ver­zicht zu üben und all­mäh­lich zu Selbst­dis­zi­plin und zu sich selbst zu fin­den. Da­mit schafft er die Vor­aus­set­zung für sein Glück.

da­bei fällt mir auf; re­ak­tio­nä­re ka­cke riecht be­son­ders übel.


klei­ne schwar­ze lö­cher

felix schwenzel

ich mach mal ei­nen auf bild, bzw. neh­me de­ren mel­dung vor­weg:

ist das das ende der welt? rie­sen wir­bel um schwei­zer schwar­ze lö­cher; ver­nich­ten die durch­ge­knall­ten phy­si­ker jetzt die welt?

oder ist da gar nix dran? kann ein la­den der uns das www ge­bracht hat ge­fähr­lich sein? via /.


rau­schen

felix schwenzel


di­ede­rich­sen ist ziem­lich zäh

felix schwenzel

Die Qua­li­tät die­ser Art von Pop ist ver­lo­ren ge­gan­gen, weil sie kei­nen Platz mehr in der Welt hat, nichts In­ter­es­san­tes mehr pro­du­ziert. La­ko­nie, Witz, Tem­po usw. sind heu­te über­all zu fin­den und gel­ten in der Un­ter­hal­tung als die Kri­te­ri­en schlecht­hin. Da­ge­gen neh­me ich mir her­aus, lang­sam und zäh zu sein. Ich zie­he die lan­gen Tex­te vor. 30000 bis 60000 Zei­chen über psy­che­de­li­sche Li­te­ra­tur oder die Grup­pe SPUR oder que­e­res Thea­ter.

di­ed­rich di­ede­rich­sen in der net­zei­tung.

ich habe be­stimmt 10 oder 20 tex­te von di­ede­rich­sen an­ge­fan­gen zu le­sen und kei­nen ein­zi­gen je zu­en­de ge­le­sen. er war schon im­mer lang­sam und zäh. und sper­rig. er nimmt sich her­aus von sei­nen le­sern ei­ni­ges ab­zu­ver­lan­gen. ge­duld, bil­dung, vo­ka­bu­lar und die fä­hig­keit zähe, ki­lo­me­ter­lan­ge sät­ze zu vert­ste­hen. ich kann die­ses zähe in­tel­lek­tu­el­len ge­sül­ze nicht er­tra­gen und kann mir des­halb auch nicht di­rekt eine mei­nung zu di­ede­rich­sen bil­den. des­halb ent­hal­te ich mich ei­ner mei­nung über ihn oder be­nut­ze se­kun­där-mei­nun­gen. eine die­ser se­kun­där­mei­nun­gen die ich ger­ne ak­zep­tie­re ist die von mar­kus merz, dem lei­ter der merz-aka­de­mie in stutt­gart, den ich sehr schät­ze. er hält di­ede­rich­sen für ei­nen der klügs­ten men­schen die er ken­ne. er kennt auch mich, also ist di­ede­rich­sen of­fen­bar klü­ger als ich. di­ede­rich­sen ist do­zent an der merz-aka­de­mie in stutt­gart. das al­ler­dings war ich auch schon ein­mal für ein se­mes­ter. und no­chet­was ha­ben wir ge­mein­sam; auch ich ver­su­che eine art prä­se­lek­ti­on mei­ner le­ser vor­zu­neh­men. wer die wor­te „fi­cken“, „fot­ze“, „kot­ze“ oder „scheis­se“ nicht le­sen mag soll in sei­ner rein­li­chen welt blei­ben und da­von ab­las­sen mich zu le­sen. nur eins noch. wer mich nicht liest oder le­sen mag, soll­te mich nicht für doof oder zäh, lang­sam und lang­wei­lig hal­ten.

[bild hier ge­klaut]


tren­nung von kir­che und staat

felix schwenzel

Im Juli 1933 wur­de ein Ab­kom­men zwi­schen dem Nazi-Staat und dem Va­ti­kan un­ter­zeich­net, das bis heu­te in Deutsch­land gilt.

Die­ses Kon­kor­dat ist die Grund­la­ge für die im­mer noch nicht voll­zo­ge­ne Tren­nung von Kir­che und Staat, die in de­mo­kra­ti­schen Ge­sell­schaf­ten heu­te selbst­ver­ständ­lich ist.

In vie­len ge­sell­schaft­li­chen Be­rei­chen ha­ben die christ­li­chen Kir­chen ei­nen Ein­fluss, der den Grund­sät­zen der Gleich­be­rech­ti­gung in ei­ner of­fe­nen de­mo­kra­ti­schen Ge­sell­schaft wi­der­spricht und ver­fas­sungs­wid­rig ist.

Wir for­dern die längst über­fäl­li­ge
Tren­nung von Kir­che und Staat!

das ist der text der auf ei­nem flug­blatt stand das an­läss­lich ei­ner ak­ti­on der bei­den ak­ti­ons­künst­ler ge­org le­dig und wolf­ram kast­ner in mün­chen ver­teilt wer­den soll­te. le­dig und kast­ner woll­ten, leicht ver­klei­det als füh­rer und papst, durch mün­chen spa­zie­ren. die bay­ri­sche po­li­zei liess sie un­ter auf­wän­di­ger be­ob­ach­tung ge­wäh­ren. ein wei­te­rer an der ak­ti­on be­tei­lig­ter der das flug­blatt ver­tei­len woll­te, wur­de „von Staats­or­ga­nen rüde zu Bo­den ge­wor­fen, sei­ne Flug­blät­ter wur­den be­schlag­nahmt, er ver­haf­tet und in Hand­schel­len ab­ge­führt. Die Ver­tei­lung des Flug­blat­tes wur­de amt­lich un­ter­sagt.“ die exe­ku­ti­ve in bay­ern hat sich da wohl von den is­la­mi­schen re­li­gii­ons­wäch­tern im iran und an­ders­wo in­spi­rie­ren las­sen. dass die po­li­tik ge­ra­de in bay­ern be­son­ders da­nach trach­tet, dass in die­ser ge­sell­schaft al­les im von der kir­che vor­ge­ge­be­nen rah­men läuft is ja nicht son­der­lich neu. aber dass die re­ak­tio­nä­ren bon­zen in der bay­ri­schen po­li­tik so un­ver­ho­len vor­ge­hen ist eh­lich­ge­sagt schon er­schüt­ternd auch nicht neu.

mehr dazu bei schrö­der und ka­len­der, dort habe ich auch das bild ge­klaut.

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„eso­te­rik­plör­re“ hilft?

felix schwenzel

zur ho­möo­pa­thie liest man im el­fen­bein­turm fol­gen­des zi­tat:

Would you sit in a bath­tub so­meone just peed in? Would you swim in an oce­an that so­meone just peed in? The­re’s a dif­fe­rence, and if you can’t tell that dif­fe­rence then you de­ser­ve to spend your life sit­ting in a tub of pee.

bei moni liest man da­ge­gen:

[mo­nis sohn wur­de im] Epi­lep­sie­zen­trum Be­thel […] ent­las­sen mit dem Satz der Chef­ärz­tin: „Ihr Kind wird kei­nen Tag in sei­nem Le­ben an­falls­frei sein. Über­le­gen Sie sich, wie Sie da­mit um­ge­hen wol­len.“ […] Und wie er dann mit klas­si­scher Ho­möo­pa­thie al­lei­ne an­falls­frei wur­de, nach al­lem, was in den di­ver­sen Kli­ni­ken ver­sucht wor­den war, Cup­rum me­tal­li­cum LM 18, der Names un­se­res Le­bens­ret­ters.

huch. die plör­re scheint zu hel­fen? aber wahr­schein­lich ist das eh al­les „an den haa­ren her­bei­ge­zo­gen“, wie da­mals bei trans­pa­ren­cy in­ter­na­tio­nal. oder es ist ein­fach nur eine klei­ne, sym­pa­thi­sche ode an ein sech­jäh­ri­ges kind.

[u.a. via don]


un­ge­schminkt ins ge­sicht fil­men

felix schwenzel

ich hat­te es ver­mu­tet, aber ich sehe un­ge­schminkt tat­säch­lich noch un­ge­schmink­ter aus als tita von har­den­berg in ih­rem neu­en vi­deo­dings. auch prak­tisch: nach­dem ich den film hoch­ge­la­den habe, ent­deck­te ich qua­si im in­ter­net ein pi­ckel zwi­schen mei­nen au­gen. der is nu im­mer­hin weg.


gran­di­os

felix schwenzel

a work in pro­gress. bis auf die mu­sik. die is nur ok.


in­ter­view mit na­ta­scha kam­pusch in­ner waz

felix schwenzel

dem­nächst wahr­schein­lich über­all zu fin­den, bei hei­ko hab ich den ers­ten link zu ei­nem in­ter­view ge­fun­den. und hier ein bild.


Rio Cuar­to - die häss­lichs­te Stadt der Welt

Sascha Lobo

Rio Cuar­to in Ar­gen­ti­ni­en ist zwei­fels­frei die häss­lichs­te Stadt der Welt. Häss­lich heisst in die­sem Fall nicht her­un­ter­ge­kom­men, im Ge­gen­teil, das Städt­chen ist ge­pflegt, wenn man stadt­hy­gie­ni­sche Mass­stä­be an­legt. Häss­lich heisst in die­sem Fall häss­lich. Bau­lich ge­spro­chen. Rio Cuar­to ist eine ar­chi­tek­to­ni­sche Zu­mu­tung, die be­reits nach zehn Mi­nu­ten An­we­sen­heit mit of­fe­nen Au­gen auch den hart­nä­ckigs­ten Pa­zi­fis­ten mit dem Charme ei­nes Brand­bom­ben­tep­pichs lieb­äu­geln lässt. Der Grund da­für liegt in den frü­he­ren Bau­ge­set­zen der Pro­vinz. Wenn ein Sta­ti­ker vor­her ein Häk­chen drun­ter ge­macht hat­te, durf­te in Rio Cuar­to je­der al­les bau­en, Hob­by­ar­chi­tek­tur ge­wis­ser­mas­sen, User Ge­ne­ra­ted Buil­dings, was aber kei­nes­falls Ge­bäu­de 2.0 war, son­dern eher Ar­chi­tek­tur 0.5, nicht mal beta. Frü­her war ich An­ar­chist, heu­te weiss ich, was pas­siert, wenn es kei­ne Re­geln gibt; es ent­steht die stadt­pla­ne­ri­sche Ent­spre­chung ei­nes Volks­mu­sik-Gru­si­cals. Haus­ge­wor­de­ne Ge­stalt­the­ra­pie. Wahr­schein­lich muss man sich in der Be­schrei­bung ein­zel­ner Häu­ser suh­len, um in Schrift­form nach­voll­zie­hen zu kön­nen, was dort über die Jah­re zu­sam­men­ge­mau­ert wur­de. Nimm die schlimms­te De­si­gner­hun­de­hüt­te von Obi, mul­ti­pli­zier sie mit 10.000 und Du bist noch nicht ein­mal nah dran.

Ich fan­ge mit der Kir­che an. Über­all auf der Welt sind sa­kra­le Bau­ten zu ei­nem Teil Aus­druck der Ge­sell­schaft. Eine Glau­bens­ge­mein­schaft ver­sucht sel­ten, aus­ser­halb je­den äs­the­ti­schen Mass­stabs ih­rer Pa­ti­en­ten zu bau­en. Gilt das auch für die evan­ge­lis­ti­sche Kir­che im Nor­den Rio Cuar­tos, dann muss der Got­tes­dienst je­den Sonn­tag die welt­gröss­te An­samm­lung von schwerst far­ben­blin­den Per­so­nen sein. Das grel­le, mit dem Schwamm auf­ge­tra­ge­ne Rosa der äus­se­ren Be­ton­bau­stei­ne wird durch die in lind­grü­nem Glanz­lack ge­hal­te­nen Fens­ter­rah­men kon­tras­tiert. In den Fens­tern selbst spie­len sich grau­en­er­re­gen­de Sze­nen ab, bun­te Glas­tei­le ei­nes über­gros­sen re­li­giö­sen The­men­puz­zles sind wahl­los in­ein­an­der ver­schach­telt. Wenn man die Sicht mit­tels ge­schick­ten Schie­lens in die Un­schär­fe glei­ten lässt, er­kennt man ab und an eine bi­bli­sche Sze­ne in die­sen trans­pa­ren­ten Ka­lei­do­sko­pen des Kon­fir­man­den­hor­rors. Das Dach des Kir­chen­schif­fes ist mehr­fach ge­schwun­gen und weit her­un­ter­ge­zo­gen, heut­zu­ta­ge sind der­ar­ti­ge Pro­por­tio­nen auf den Um­ver­pa­ckun­gen von Bild­be­ar­bei­tungs­soft­ware zu fin­den, um die gren­zen­lo­sen Mor­phing­mög­lich­kei­ten ein­drück­lich zu ver­mit­teln. Ob­wohl mo­dern, hat der aus­füh­ren­de Ar­chi­tekt nicht auf Fas­sa­den­spie­le­rei­en ver­zich­ten mö­gen, die Adolf Loos (Or­na­ment und Ver­bre­chen) ein­deu­tig in den spon­ta­nen Frei­tod ge­trie­ben hät­ten. Über und un­ter den Fens­tern fin­det sich sims­ar­ti­ger Gips­schmuck, der ge­ra­de breit ge­nug ist, da­mit scheis­sen­de Tau­ben dar­auf lan­den kön­nen. Die Sim­se sind aus ei­nem ein­zi­gen, ver­viel­fäl­tig­ten Mus­ter­stück her­ge­stellt, durch die klo­bi­gen Flor­al­mo­ti­ve ahnt man den Ver­such, den Ju­gend­stil auf­er­ste­hen zu las­sen, es bleibt lei­der bei ei­ner Zom­bie­ver­si­on, der hun­ders­te Auf­guss von Ju­gend­stil­blü­ten­blät­tern.

Nur we­ni­ge Me­ter ent­fernt hat ein Pri­vat­mann sich mit sei­nem Haus ver­ewigt, sich und sei­ne schwe­ren Kom­ple­xe. Der An­blick des Hau­ses macht die Über­que­rung der viel­be­fah­re­nen Stras­se da­vor mit ge­schlos­se­nen Au­gen zu ei­ner er­wä­gens­wer­ten Al­ter­na­ti­ve. Man müss­te die Fens­ter dop­pelt so gross ma­chen, da­mit sie als Schiess­schar­ten tau­gen wür­den. Die Ein­gangs­tür zeigt, dass das grie­chi­sche Tor zur Un­ter­welt, Ha­des, durch­aus auch mit den Far­ben und Ma­te­ria­li­en der 80er Jah­re an­ge­mes­sen in­ter­pre­tiert wer­den kann. Die flä­chi­gen Be­ton­mau­ern der Haus­front sind zwi­schen den Fens­tern in ei­nem Pas­tell­ton ge­hal­ten, der sich kaum zwi­schen dem Dun­kel­gelb ei­nes chro­ni­schen Nie­ren­ver­sa­gens und bron­chia­l­em Rot­braun ent­schei­den kann; das Farb­vor­bild mag hier je­nes schmut­zi­ge Oran­ge ge­we­sen sein, das in trüb­be­leuch­te­ten west­deut­schen Fuss­gän­ger­tun­neln jah­re­lang zu Ge­walt­ver­bre­chen ge­führt hat. Doch auch die­ses mo­der­ne Haus kann auf Zier­ele­men­te nicht ganz ver­zich­ten: eine Sei­ten­wand ist sinn­los nach vorn ver­län­gert und von ver­schie­den gros­sen, glas­lo­sen Bull­au­gen oder viel­mehr run­den Lö­chern durch­setzt. Durch das zu­sätz­lich an­ge­schräg­te Ende und die Far­be (vgl. mit­tel­al­ter Gou­da) er­scheint die Schmuck­wand wie eine über­di­men­sio­na­le Kä­se­schei­be. Der Ein­druck, ein pa­tho­lo­gi­scher Mis­an­troph habe die Pla­nung für die­ses Haus in ei­ner frisch ge­leer­ten Jau­che­gru­be auf ge­brauch­te Win­deln schrei­ben müs­sen, ver­stärkt sich, wenn man ins In­ne­re ge­langt. Die Räu­me sind al­le­samt so aber­wit­zig klein, dass man die Wohn­flä­che ver­dop­peln könn­te, wenn man die Scheu­er­leis­ten her­aus­reis­sen wür­de. Geo­me­trisch scheint er­rech­net wor­den zu sein, wie mög­lichst vie­le Räu­me ganz ohne Fens­ter ge­baut wer­den könn­ten. Die Ver­wen­dung kaum mehr als DNS-gros­sen Wen­del­trep­pen stellt si­cher, dass ein Eta­gen­wech­sel stets mit ei­ner Lek­ti­on in Schlan­gen­men­schen­tum ver­bun­den ist. Auch der Vor­gar­ten ist eine üble Ver­höh­nung des Be­griffs Welt­kul­tur­er­be. Der be­gren­zen­de Me­tall­zaun be­steht aus geo­me­tri­schen Ele­men­ten, die lieb­los zu­sam­men­ge­schweisst wur­den, nach dem Mot­to: Nicht ge­wollt und nicht ge­konnt. Nie hat­te der Spruch ‘dort möch­te ich nicht mal tot überm Zaun hän­gen‘ mehr Be­rech­ti­gung.

Die­se Bei­spie­le ste­hen tat­säch­lich nur stell­ver­tre­tend für hun­der­te wei­te­re Ge­bäu­de, die die Un­tie­fen und Tie­fen der Ar­chi­tek­tur aus­lo­ten. Schrä­ge, be­mal­te Flach­dä­cher tref­fen dort an­satz­los auf Zier­dach­rin­nen aus Mes­sing, Post­neo­go­ti­sches er­gänzt Möch­te­gern­re­tro­vic­to­ria­ni­sches zu ei­nem Stadt­rei­gen der epi­go­na­len UND schlecht ge­mach­ten Epo­chen­tanz der Bau­vam­pi­re. So tau­meln die Be­woh­ner Rio Cuar­tos durch die Stras­sen, be­nom­men von dem vi­su­el­len Press­luft­ham­mer, den ihr Stadt­bild ih­nen un­ab­läs­sig in die Seh­rin­de des Hirns drischt. Der Mensch ge­wöhnt sich kei­nes­falls an al­les. Nach acht Wo­chen Rio Cuar­to frag­te ich mich ei­nes Mor­gens, was denn an Diddl­ta­pe­te so schlecht sei, wor­auf zum Glück ein lu­zi­der Mo­ment folg­te und ich wuss­te, dass ich so schnell wie mög­lich raus muss­te aus der Stadt, aus Rio Cuar­to, der häss­lichs­ten Stadt der Welt.


de­si­gn­ab­zugs­hau­be

felix schwenzel

was man sich wohl un­ter ei­ner „de­si­gn­ab­zugs­hau­be“ vor­stel­len soll? schön wäre eine ge­rät­schaft die über­flüs­si­gen tand oder or­na­ment, oft auch fälsch­li­cher­wei­se „de­sign“ ge­nannt, ver­schwin­den oder ab­zie­hen las­sen kann. oder eine hau­be die die din­ge un­ver­fälscht, ohne ver­zie­rung, ohen schmin­ke er­schei­nen lässt, wenn man sie trägt. aber wahr­schein­lich ist es ein­fach nur eine über­flüs­si­ge, un­prak­ti­sche, schwach­brüs­ti­ge und ver­zier­te dampf-ab­zugs­hau­be für die kü­che. scha­de ei­gent­lich.


sieg­mar zom­biel

felix schwenzel

[ge­klaut bei rené]

[sie­he auch hieroder hier]


Die sie­ben su­pers­ten Su­per­la­ti­ve Süd­ame­ri­kas - ein Rei­se­ta­ge­buch

Sascha Lobo

Ich bin Halbar­gen­ti­ni­er und habe des­halb vor zwölf Jah­ren ei­ni­ge Zeit in Süd­ame­ri­ka ge­lebt. Meh­re­re Mo­na­te bin ich her­um­ge­fah­ren und habe Ein­drü­cke in Mil­lio­nen­hö­he ge­sam­melt. In­zwi­schen kann ich wie­der dar­über spre­chen und das nut­ze ich heim­tü­ckisch aus, um in sie­ben Fol­gen das Süd­ame­ri­ka zu be­schrei­ben, das ich ken­nen ge­lernt habe. Es han­delt sich da­bei um die Län­der Ar­gen­ti­ni­en, Bo­li­vi­en, ein we­nig Peru, ei­nen Hauch Chi­le und viel, viel Pa­ta­go­ni­en, das zwar kein ei­ge­nes Land ist, in dem da­für aber mein Va­ter ge­bo­ren ist, mit dem ich vor Ort war und der mir er­klärt hat, wo­her der Wind dort weht, näm­lich im­mer aus der glei­chen Rich­tung und das ohne Un­ter­lass. Die Häu­ser ha­ben dort auf der wind­ab­ge­wand­ten Sei­te sämt­li­che Tü­ren und Fens­ter. Ab und an flie­gen Scha­fe durch die Ge­gend. In man­chen Ge­gen­den macht der fei­ne Sand in der Luft die Men­schen ver­rückt bis sie Hob­bys ent­wi­ckeln wie Pin­gu­in-Weit­wurf. Noch wei­ter im Sü­den ren­nen die dümms­ten Tie­re der Welt, Nan­dus, eine Art Vo­gel Strauss für sehr Arme, vor sich selbst weg. Die Städ­te Süd­ame­ri­kas hin­ge­gen sind der Mehr­zahl von Geis­tes­kran­ken be­völ­kert und in so­fern ganz nor­ma­le Städ­te, aber jede ein­zel­ne be­gnügt sich kei­nes­falls mit ei­nem ge­sun­den Durch­schnitt, son­dern ver­sucht auf Krampf, in min­des­tens ei­ner Dis­zi­plin voll­kom­men jen­seits je­der Zu­rech­nungs­fä­hig­keit zu sein. Die Men­schen in Süd­ame­ri­ka las­sen sich na­tür­lich in eine Schub­la­de ste­cken, und zwar in die Süd­ame­ri­ka­ni­sche. Das ha­ben sie alle ge­mein­sam. Sonst nichts.

Bo­li­via­ner sind un­fass­bar ehr­li­che Leu­te, so­gar Be­trü­ger mel­den sich zu Wort, wenn der Be­trug am Kun­den ih­rer Mei­nung nach zu hoch aus­fällt. Von den Ar­gen­ti­ni­ern kann man das nicht so recht be­haup­ten, im Ge­gen­teil geht ein Spruch um, der das Ver­hält­nis zwi­schen der un­mo­ra­lischs­ten und der zweit­un­mo­ra­lisch­ten Pro­vinz zu ver­deut­li­chen ver­sucht: Was ist der Un­ter­schied zwi­schen ei­nem Cord­obe­sen (aus Cor­do­ba) und ei­nem Por­te­ño (aus Bue­nos Ai­res)? Bei­de ver­kau­fen Dir ihre Mut­ter, aber der Cord­obe­se lie­fert sie dazu noch nicht aus. So lässt sich na­tür­lich lus­tig und bunt ein Vor­ur­teil ans an­de­re rei­hen, aber Süd­ame­ri­ka ist ein Kon­ti­nent der Ex­tre­me, da muss man manch­mal auch be­schrei­ben­der­wei­se über die Strän­ge schla­gen. Und so ver­klärt sich die­ser Be­richt na­tür­lich nicht nur durch die gut ab­ge­han­ge­ne, aber wie ein be­schla­ge­nes Glas leicht dif­fu­se Er­in­ne­rung, son­dern auch durch die über­höh­te Aus­wahl der be­schrie­be­nen Din­ge. Es sind sämt­lich Su­per­la­ti­ve, und zwar kaum je ein­fa­che Su­per­la­ti­ve, son­dern die gröss­ten, höchs­ten, wei­tes­ten, tolls­ten und eben su­pers­ten Su­per­la­ti­ve, die über­haupt zu fin­den sind. Des­halb lau­ten die Na­men der in den nächs­ten Ta­gen fol­gen­den sie­ben Ka­pi­tel so:

Rio Cuar­to - die häss­lichs­te Stadt der Welt
Po­to­sí - die höchs­te Stadt der Welt
Ti­ti­ca­ca - der höchs­te See der Welt
La Paz - die städ­tischs­te Kes­sel der Welt
Pe­ri­to Mo­reno - der hek­tischs­te Glet­scher der Welt
Feu­er­land - das süd­lichs­te Dings der Welt
Bue­nos Ai­res - die städ­tischs­te Stadt der Welt


wird zeit …

felix schwenzel

mal wie­der eine sau­na durchs dorf zu trei­ben.


mi­chel de mon­tai­gne

felix schwenzel

claus mo­ser hat ein paar in­ter­es­san­te an­mer­kun­gen zum zi­tat von lud­wig bör­ne über das ich vor ein paar ta­gen ge­stol­pert bin. sehr le­sens­wert, am bes­ten ge­fällt mir das zi­tat von mi­chel de mon­tai­gne das er am ende bringt:

Je­dem kann es pas­sie­ren, daß er ein­mal Un­sinn re­det; schlimm wird es erst, wenn er es fei­er­lich tut. (wei­ter­le­sen)