weil du nichts verlinkt hast, weiss ich nicht genau worauf du dich beziehst, aber falls du dich auf das bloggerpanel auf der republica und die texte die in ein paar blogs dazu erschienen sind beziehst, kann ich gerne was zur einordnung sagen. zuerst zur sichtbarkeit und die vermeintliche „Deutungshoheit“: das panel war nicht besonders sichtbar; da sassen 4 blogger auf stühlen vor 20 oder dreissig anderen bloggern oder blogafinen menschen in einer kleinen stillen sitzecke. soweit ich weiss gabs noch ein blogger-meetup in einer anderen ecke, mit ähnlicher resonanz. damit lag die sichtbarkeit für blog-themen auf der republica bei ca. 0,1% (bezogen auf die besucherzahl).
das war alles sehr unglamourös, unelitär und überhaupt nicht prominent. und auch inhaltlich war der tenor auf dem panel bei dem ich dabei war eher so, wie du das bloggen hier beschreibst: wir sitzen in nischen, kleinen blasen und schreiben vor uns hin. wir wissen es gibnt tausende andere blasen (blogoblasen) von denen wir grösstenteils nichts wissen und zu denen es gelegentlich überschneidungen gibt. ich bezeichne das immer gerne als schaumteppich, mit tausenden, millionen kleiner blasen. gelegentlich bilden sich grössere blasen, gelegentlich platzen sie.
auf dem „podium“ (eher: im sitzkreis) waren wir uns einig, dass die bedeutung des von aussen als „blogoshäre“ wahrgenommenen phänomens sehr gering war und dass wir einfach fans des geschriebenem wortes waren und sind. damals gab es gelegentlich überschneidungen mit anderen blasen in denen sich auch journalisten aufhielten, weshalb es in der vergangenheit hier und da tatsächlich etwas mehr sichtbarkeit gab. aber das ist schon lange vorbei. schon vor 10, 15 jahren war klar, dass andere formate, wie youtube, in sehr viel grösseren und sichtbareren blasen unterwegs waren und sind, als das blogdings.
das was du über das bloggen schreibst, dass es deine „gartenlaube“, deine kleine eigene parzelle im netz ist, ist exakt wie ich das ins intrenet schreiben für mich empfinde. ich mach, schreib und sprech mein ding und wenn das gelegentlich resonanz findet freue ich mich und wenn es keine resonanz findet, oder leute es zu selbstreferenziell, zu technisch, zu kleingeschrieben, zu persönlich, zu irrelevant finden — oder wie du, es als arrogant oder elitär empfinden, dann mach ich einfach weiter. nicht wegen deutungshoheit, szenenzugehörigkeit, prominenz, sondern weil ich es kann.










