alles
These @NewYorker cartoons really sting today pic.twitter.com/nHxdBW9Po0
automatisierung ist kompliziert
als meine obsession mit der wohnungsautomatisierung anfing, war der grundgedanke eigentlich ganz simpel: ein paar steckdosen per wlan ein und ausschalten und diese schalter in der home-app meines telefons abbilden. kurz nachdem ich das einigermassen zuverlässig zum laufen gebracht hatte, brodelten neue begehrlichkeiten in mir. ich wollte stecker und (vorhandene) lichter gerne (ein bisschen) automatisieren, optimalerweise mit einem bewegungsmelder. ein problem dabei: die home-app weigerte sich, mir bei diesem vorhaben zur seite zu stehen.

für automatisierung, meint apple, sollte ich mir ein neues apple tv kaufen — oder ein ipad, das aber dann optimalerweise immer zuhause liegen solle. die option, sowas mit der von apple seit vielen jahren stiefmüttlerlich behandleten os-x-server-software, die auch auf unserem mac-mini läuft, ist offenbar nicht vorgesehen.
mittlerweile verstehe ich in ansätzen warum das so ist. automatisierung ist kompliziert — und zwar auf mehreren ebenen. der wichtigste punkt: um einigermassen wirksam zu sein, müssen automatisierungen flexibel und komplex sein. das habe ich beim an sich einfachen vorhaben eines automatischen lichts im flur bemerkt. eigentlich einfach: meldet ein bewegungsmelder bewegung, schalte das licht ein. optimalerweise nur wenn es dunkel ist oder keine anderen lichter brennen. ausserdem sollte das licht nicht ausgehen, solange bewegung im flur detektiert wird. damit ist man aber schon bei potenziell 2-3 parametern: dem status vorhandener lichter, helligkeit (tageszeit oder sonnenstand) und zeit (aktivierungszeitraum, der bei bewegung verlängert wird). man kann die komplexität aber beliebig in die höhe schrauben: was ist wenn niemand zuhause ist und der bewegungsmelder ausschlägt? sollte das licht nachts weniger hell leuchten und zwischen mitternacht und 6 uhr morgens vielleicht auch gleich das badlicht mit einschalten? sollte es für das putzen eine sonderschaltung geben, die heller leuchtet und das licht nicht ständig automatisch ausschaltet? sollte das flurlicht nicht schon angehen, wenn ich nachhause komme und vor der tür stehe?
noch komplizierter wurde es im wohnzimmer, in dem ich einen selbstgebauten bewegungsmelder installierte, vor allem um das nachtlichtproblem zu lösen: wenn ich nachts aufs klo gehen muss, hätte ich gerne ein (bisschen) licht für den weg durchs wohnzimmer. nicht zu viel, nur ein bisschen gedimmtes licht. eigentlich einfach: wenn das wohnzimmer dunkel ist und die sonne untergegangen ist (und nur dann) schalte die stehlampe mit der hue-birne nach detektierter bewegung für 5 minuten auf 20% helligkeit. mit dem homeassistant sind das stolze 24 zeilen code und zwei miteinander verschachtelte scripte:
das ergebnis war für mich (eigentlich) sehr befriedigend: nachts, wenn ich die tür zum wohnzimmer aufmache, geht ein gedimmter lichtkorridor vom wohnzimmer ins bad an und nach ein paar minuten wieder aus. jetzt hatte aber die beifahrerin das problem, dass ihre stehlampe morgens, wenn sie sich ins wohnzimmer setzte, nur gedimmt anging, wenn sie ihre hue-lampen einschaltete. ausserdem ging die stehlampe morgens und abends gelegentlich nach 5 minuten einfach aus. also habe ich eine zusätzliche automation geschrieben, die morgens, kurz nach sonnenaufgang, einmal beide wohnzimmerlichter auf 100% helligkeit schaltet und dann wieder ausmacht. diese helligkeit merken sich die hue-lampen und die beifahrerin hat es morgens ausreichend hell. das ausschalten lag daran, dass ich ein szenario übersehen habe: dass jemand das dunkle wohnzimmer nach sonnenuntergang betritt und nicht auf dem weg zum klo ist, sondern im wohnzimmer bleiben will. meine einfache automatisierungsregel oben hat das nicht bedacht, sondern schaltet nach bewegung, nach sonnenuntergang die stehlampe konsequent wieder aus, auch wenn zwischenzeitlich andere lichter eingeschaltet wurden. auch das liess sich mit 8 zeilen zusätzlichem code beheben (bis ein weiteres szenario auftaucht, dass ich auch übersehen habe. was ist zum beispiel, wenn wir gäste haben, die im wohnzimmer schlafen?):
die heimautomatisierung ist voll mit solchen beispielen, deren lösung man sich nur langsam anähren kann, durch ausprobieren, nachdenken, beobachten und lernen. entscheidend ist allerdings, dass man das gelernte nach wie vor komplett manuell automatisieren muss. entweder mit einer vom schweineteuren apple-tv-unterstützen apple lösung oder einer open source lösung wie home-assistant oder fhem, openhab, domotics oder sonstigen. nur ist das ergebnis dann eben kein smart home, sondern ein angelerntes heim. je komplexer man die automatiserung konzipiert, desto flexibler wird die steuerung und desto mehr wird der eindruck erweckt, hier sei smartness oder intelligenz am werk. ist es aber nicht. alles was smart homes heute leisten ist aktion, reaktion, kommunikation und fernbedienung.
ich störe mich ganz offensichtlich am begriff smart home. denn der ist wirklich irreführend, ausser man interpretiert ihn so, dass man releativ smart sein muss, um automatisierungen einigermassen befriedigend zum laufen zu bekommen.
ausserdem bin ich mir auch noch nicht ganz sicher, ob ich ein wirklich smartes, also selbstlernendes zuhause überhaupt haben möchte. einerseits weil ansatzweise lernende systeme derzeit, wenn überhaupt, nur über eine cloudanbindung angeboten werden und andererseits weil ich aus eigener erfahrung weiss, wie fehleranfällig das alles sein kann und zu welchen unvorhergesehenen ereignissen und störungen bestimmte regeln potenziell führen. selbst hochpreisige lösungen von philips (und nicht etwa nur billige chinesische importware) haben fehler oder schwachstellen ins system eingebacken, die verherrende folgen haben könnten. von vier fabrikneuen tado-geräten, die ich zum testen erhielt, muss ich mittlerweile genau die hälfte wegen leichter oder schwerwiegender defekte zurückschicken (neben dem defekten heizkörperthermostat, scheint auch die internetbridge defekt zu sein und sporadisch jede lust auf kommunikation zu verlieren). den home-assistent und seinen eigentlich grundsoliden python-code zerfasert es bei jedem zweiten versions-update. manchmal schlagen die bewegungsmelder auch bei luftbewegung aus. manchmal geht unser flurlich an statt aus und nicht an, wenn einer von uns den flur betritt.
trotzdem, auch wenn das alles überhaupt nicht smart ist und ständig nachgesteuert, neugestartet oder nachgebessert werden muss: das macht alles immer noch grossen spass. das nächste projekt auf das ich mich nach weihnachten freue: ein per wlan steuerbarer, per button auslösbarer oder automatisierbarer gong-schlag-mechanismus mit einem schrittmotor (grob nach diesem vorbild). im rahmen dessen werde ich wohl nicht nur ein bisschen elektronik zusammenflanschen müssen, sondern auch entweder ein paar teile 3D-drucken oder CNC-fräsen müssen. dafür habe ich gestern testweise mal das happylab in berlin angeschnüffelt und das sieht alles sehr vielversprechend aus.
nochmal zurück zu apple, deren automatisierungslösung ich wegen mangel an einem neuen apple-tv oder ipad nicht ausprobieren kann. ich vermute, dass auch die apple lösung automatisierungsprobleme nur in ansätzen befriedigend löst und komplexität einfach aussperrt und deren lösung entweder an die angeschlossenen geräte auslagert — oder auf später verschiebt. aber wer diese nuss, biedienungsfreundliche und trotzdem nicht unterkomplexe oder unsichere heimautomatisierung, lösen kann, der wird sehr, sehr viel geld verdienen. bis dahin bastele ich fröhlich weiter.
lasagne

(nach diesem rezept, allerdings hab ich noch ne packung champions in die bolognese geschnitten.)

politisch ist das amerikanische wahlergebnis eine katastrophe. aber die ästhetischen folgen, dürften mindestens genauso schlimm sein.
heute früh sind sehr, sehr viele filterblasen geplatzt.
Berlin in 1 Bild. pic.twitter.com/y83rQjUfCH
Delikatessen aus London. (Jaha, ich weiß, kann man auch selbermachen. Dauert nur so lang, bis ein Glas voll ist.) pic.twitter.com/46VsrKhTQK
oliver kalkofe ist gegen eigenwerbung
auf spiegel online diesen „klassiker“ von oliver kalkofes mattscheibe gefunden und angesehen. darin macht er sich (zu recht) über bibi und ihren „tasty donut“ duschschaum lustig.
ich konnte mich für kalkofes mattscheibe noch nie begeistern und ich glaube in diesem video wurde mir auch klar warum: er persifliert seine opfer nicht, er äfft sie nach. das kann auch witzig sein, kalkofes humoristisches talent reicht dafür aber nicht ganz aus. unterm strich finde ich beide gleichschlimm, bibi und olli. bibis ekelhafte und durchschaubar berechnende eigenwerbung, ihre halbwahrheiten („ich habe meine eigene beautymarke entwickelt“) und ihr gedrechseltes marketingdeutsch („das produkt ist zu 100% vegan, das produkt hat von dem dermatest note sehr gut bekommen, […]“). alles eklig. aber kalkofe auch. er trivialisiert bulemie, nennt die zuschauer von bibi dumm und nennt bibi (indirekt) raffgierig („greedy bitch“). natürlich ist die art und weise wie bibi (und andere youtuber, blogger, zeitschriften und zeitungen) werbung betreiben oft kritisierenswert und zum überwiegenden teil verachtenswert. aber statt pointierter kritik (oder witzen) über die methoden, überzieht kalkofe alles mit klassischem, deutschem neiddebattenlack:
werbung machen bringt schon richtig kohle, aber werbung für eigene produkte machen … und dann noch verdienen an den videos die all die dummen teenie mädels anklicken, das ist … bingo!
werbung machen für eigene produkte ist verachtenswert? kurz nach seiner bibi-nachäffung kann man im video sehen, wie kalkofe werbung für seine sendung auf dem premium-kanal tele5 macht, seine twitter- und facebook-kanäle anpreist und (seine „dummen“ fans?) dazu auffordert seinen youtubekanal zu abonnieren.

das hat mich allerdings nicht vornehmlich deshalb irritiert, weil er kurz nach seiner (impliziten) kritik an klickheischerei, selbst um klicks bittet, sondern weil die bibi-stimme offenbar gar keine nachäfferei ist, sondern seine natürliche stimme zu sein scheint.
wirklich witzig finde ich, dass dm den bibi „Duschschaum Tasty Donut“ mit folgendem warnhinweis versieht:
Rutschgefahr. Nicht zum Verzehr geeignet. Augenkontakt vermeiden.
Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
#twinpeaks ist ja wohl die perfekte herbst-serie! erste mal 1994 auf VHS, selbst aufgenommen ausm tv, synchronisiert, nix kapiert. jetzt ja
"die 80ger sind so lange her wie die 50ger in der 80gern" (zitat @diplix beim ahmbrot)
faszinierend. ein vogel der vorgibt aus holz zu sein und auch nicht davon ablässt, wenn ein tierfilmer sich auf wenige meter nähert.
funktioniert bei dir die homekitintegration zuverlässig? bei mir sind die updatezyklen teilweise so langsam, dass die home-app/homekit mir 20 minuten alte daten anzeigt und zu 60-70% meldet die home-app, dass die tado-bridge und die angeschlossenen thermostate nicht erreichbar seien.
links vom 04.11.2016
spiegel.de: Elbphilharmonie: Jacques Herzog über Kosten und Auftraggeber #
der artikel ist kostenpflichtig, aber ich habe ihn sehr gerne gelesen, weil jaques herzog erfrischend ehrlich und auf gewisse art auch bescheiden wirkt. klug sowieso.
Herzog: […] Es gibt aber insgesamt kein Richtig und kein Falsch.
SPIEGEL: Nicht?
Herzog: Nein, auch nicht in ästhetischen Fragen. Ich zum Beispiel habe kaum irgendwelche ästhetischen oder stilistischen Präferenzen. Der sogenannte gute Geschmack ist doch oft nichts anderes als das Resultat eines eingeschränkten Blicks auf die Welt. Heute fällt es doch allen viel schwerer, abweichende Meinungen, Mentalitäten, Geschmäcke, eben Vielfalt gelten zu lassen. Stattdessen Ausgrenzung, Leute, die unter sich bleiben. So entstehen dann auch Städte, die ausgrenzen, Gated Citys.

apropos guter geschmack. derzeit lästern viele über den entwurf von herzog de meuron für das museum des 20. jahrhunderts. den architekten stephan braunfels erinnert der entwurf an einen zweckbau von aldi. mich nicht, aber selbst wenn er das täte, fände ich das ziemlich grossartig. die idee etwas abgelutschtes, alltägliches, nicht besonders erquickliches zu nehmen, zu zitieren und dann eben besser zu machen, es auszureizen, zu karikieren und mit neuer bedeutung aufzuladen, finde ich bestechend.
am klarsten haben herzog und de meuron das meiner meinung nach mit dem haus rudin umgesetzt. die kubatur eines klassischen einfamilienhaus genommen, von allem überflüssigen befreit und geschaut, was als qualität übrigbleibt. diese herangehensweise ist übrigens auch nicht ironisierend oder verächtlichmachend, sondern, in meiner wahrnehmung, respektvoll. und trotzdem schaffen herzog und de meuron es mit solchen entwürfen ihre bauten und ihre vorbilder auf mehrere metaebenen zu heben, die einen dann nicht nur aufmerken lassen, nachdenklich werden lassen, sondern auch helfen, versteckte qualitäten zu entdecken.
kurz gesagt, ich finde den entwurf für das museum des 20. jahrhunderts spannend und das interview mit jaques herzog lesenswert.
frauruth.de: Volksbühnendiskurs Teil 4 #
… aber ich habe nichts gesagt, sondern mich einfach nur daran erfreut, wie sie sich überlegen fühlt, weil ich mich dadurch auch überlegen fühlen konnte, denn am überlegensten fühle ich mich immer dann, wenn die anderen mich für doof halten.
techcrunch.com: Elgato intros a standalone motion detector for Apple HomeKit #
ich habe langeauf den bewegungsmelder für die hue gewartet und sehnsüchtig auf lösungen wie diese von elgato geschaut. bis ich dann in der wartezeit zuerst für €20 einen 433mhz-funk bewegungsmelder gekauft habe und dann mit einzelteilen für etwas über 10 euro selbst mehrere genbaut habe. jetzt wo ich sehe wie günstig und gut diese selbstgemachten dinger sind, rage ich mich ernsthaft, woher die hersteller die chuzpe haben, die dinger für 40, 50 oder über 100 euro euro zu verticken.
kottke.org: The western rock covers in Westworld #
jason kottke vergleicht westworld ein bisschen mit lost. sehe ich genauso. die leicht mystische aufladung aller handlungsstränge, die andeutungen und auslassungen um den eindruck zu erwecken, dass hinter allem offensichtlichen, noch jede menge verborgenes liegt, funktioniert in westworld perfekt. und die angst, dass die autoren von westworld nach ein paar staffeln den faden verlieren habe ich auch.
noch interessanter und sehr schlüssig, kottke’s link auf dieses video, das eine mögliche multiple zeitstrang theorie postuliert.
facebook.com: Malte Klauck - Hamburger Unternehmen denken an ihre Mitarbeiter … #
mit yelp bin ich nie warm geworden und kann mich auch nicht erinnern, das jemals sinnvoll genutzt zu haben. gute tipps in fremden städten habe ich immer anderswo bekommen (zum beispiel über foursquare oder trip advisor). und jetzt, nach einer rauschenden einweihungsparty, macht yelp das hamburger büro (und andere) dicht, um sich auf den amerikanischen markt zu konzentrieren.
facebook.com: Luca Caracciolo shared Matt Orfalea's video. #
frappierend.
chefkoch.de: Grießpudding #
der war sehr, sehr lecker.
serienjunkies.de: Play By Day: Deutschlandpremiere von The Expanse bei Netflix
heute startet auf netflix die ungefähr ein jahr alte serie the expanse. ich habe die serie vor 9 monaten geguckt und zu fast jeder folge eine kurzkritik verfasst und am ende folgendes fazit gezogen:
nach 10 folgen the expanse muss ich nach dem staffelfinale sagen: das war ordentliche science-fiction, auch wenn es am ende etwas ins mystery-genre abrutschte und sehr „die hard“ wurde. aber abraten das anzusehen, würde ich niemandem.
warum der checkpoint nach wie vor meine lieblingsmorgenlektüre ist

Auch Checkpoint-Leser Hartmut Landwehr muss noch was zur Elbphilharmonie sagen - er schreibt: „Hallo Sie kleiner Klugscheißer“ (offenbar meint er mich), „als ehemaliger Hamburger, der sich seit drei Jahren das ostdeutsche und berlinerische Elend als Neupotsdamer ansieht, weiß ich genauer als Sie um das Geschehen in Hamburg.“ Es folgt eine längere Abhandlung, die Eindrücke vermittelt von der berühmten hanseatischen Höflichkeit - Quintessenz: Das Projekt startete nicht mit der „Biertisch-Schätzung“ von 77 Mio, wie im CP behauptet, sondern von 78 Mio, also beträgt die Steigerung auf 789 Mio nur 923 Prozent. Donnerlüttchen! Und weiter: „Ob Sie in der Lage sind, das einmal öffentlich zu korrigieren, Sie schwaches Online-Bürschchen, bezweifle ich stark!“ Nun, ich denke drüber nach.

ich habe 44 fernsehserienfolgen im oktober gesehen. kam ja fast nichts, letzten monat. #watchedli
blogs sind tot — und quicklebendig
andy baio über das bloggen (2012 geschrieben):
It’s given me exposure, a place to share my projects and crazy experimentation with technology. It’s created new opportunities for me, directly or indirectly responsible for every major project I’ve gotten involved in. It’s a place to play and experiment with ideas, some of which led to big breakthroughs and passions. And it connected me to people who cared about the things I did, many of whom became lifelong friends.
was andy baio aktuell über das bloggen geschrieben hat schätze ich komplett exakt so ein. der (baldige) tod von vine zeigt es wieder einmal. wer nicht (auch) auf seiner eigenen, selbst kontrollierten plattform veröffentlicht, verliert unter umständen seine daten — oder mindestens ein paar seiner links und urls. viel wichtiger als die kontrolle über meine inhalte, ist mir aber das was baio oben über das bloggen schrieb: die möglichkeit machen zu können was ich will und trotzdem, egal wie abseitig das thema ist, anstösse und „connections“ zu finden, die leicht paradoxe möglichkeit, einerseits radikal egozentrisch und introvertiert alles machen zu können, was ich gerade möchte und das gleichzeitig mit anderen, potenziell interessierten teilen zu können. mir ist das ein quell grosser freude.
witzig und gleichzeitig in ansätzen frustrierend fand ich das ergebnis einer anfrage kürzlich, die ich einem hersteller schrieb, um an (möglicherweise) kostenlose testgeräte zu kommen. ich beschrieb ausführlich mein blog und dessen zielrichtung und leserschaft (keine besonders grosse anzahl von lesern, allerdings ein recht hoher RSS-abo-anteil, und unter den lesern ein paar potenzielle multiplikatoren, darunter auch ein paar interessierte an abseitigem technik-gedöns) und dass mein blog durchaus in der lage ist gelegentlich leichte virale wellen zu schlagen. die antwort war gleichzeitig erfreulich und frustrierend:
Aufgrund Ihrer Twitter-Reach kann ich Ihnen ein Testgerät anbieten.
blogger-relevanz wird nicht aufgrund ihres blogs gemessen, sondern anhand des „twitter-reachs“? so isses dann wohl — und ich kann, trotz leicht verletztem blogger-stolz, ganz gut damit leben.

@watchedli black mirror ist zwar mist, aber ich würde trotzdem gerne meine gesehenen folgen markieren. geht aber nicht :(
ich hab nichts dagegen später von einem roboter gepflegt zu werden. mir sitzt seit jahren einer im büro gegenüber. #annewill

