alles
So simple. So true pic.twitter.com/P9YuQscZS8
die namen bei von künstlern kuratierten gruppenausstellungen ähneln auch immer mehr denen, die von der deutschen bank kuratiert wurden
horst seehofer-fordert.
naja, jährliche abogebühr und einzelartikelverkauf sind doch gerade nicht das gleiche. @blendle ist toll, weil ich da nicht separat (abo-) mitglied bei FAS, SPIEGEL oder ZEIT werden muss und ich einfachen zugriff erhalte, den es vorher so nicht gab. blendle öffnet geschlossene blätter. @krautreporter schliesst jetzt ein offenes magazin, machts kompliziert und ermöglichst auch keinen einzelartikelkauf.
krautreporter.de: Liebe Krautreporter-Mitglieder,
Nur Krautreporter-Mitglieder können in Zukunft unsere Beiträge lesen. […] Warum diese Änderung? Erstens ist es fairer. Viele Mitglieder haben uns im Lauf des vergangenen Jahres gefragt, warum sie für etwas zahlen sollen, was andere kostenlos erhalten. Dieses Trittbrettfahrerproblem lösen wir.
erstaunlich, mit welcher lässigkeit die krautreporter von einer fehlentscheidung zur nächsten stolpern. immerhin erkennen sebastian esser und philipp schwörbel, dass das herunterlassen der jalousien im schaufenster auch eine doofe idee sein könnte und relativieren die idee, bzw. machen ihre unentschlossenheit öffentlich:
Wie immer: Es ist ein Versuch. Wir wollen ausprobieren, ob Krautreporter dadurch gewinnt.
natürlich könnte man auch ausprobieren, ob krautreporter dadurch gewinnt, wenn man es von 16 jährigen vollschreiben lässt oder die comic sans schrift benutzt. man könnte auch mit artikeln über das paarungsverhalten von bindenwaranen oder die gesellschaftsformen der falschen kuckuckswespe experimentieren.
dabei ist ist die antwort auf die frage, warum man als krautreportermitglied für etwas bezahlen soll, was andere kostenlos erhalten ganz einfach: um die krautreporter überhaupt zu ermöglichen. um etwas, von dessen sinn man überzeugt ist, zu unterstützen.
möglicherweise bekommt die gala-redaktion des öfteren anrufe von empörten käufern, die gesehen haben, dass die gala in arztpraxen, friseursalons oder flugzeugen kostenlos ausliegt. wären sebastian esser und philipp schwörbel geschäftsführer der gala, würden sie wahrscheinlich als reaktion auf die 2 bis 3 jährlichen beschwerden die belieferung von lesezirkeln einstellen und gala-käufer verpflichten, das heft nur an freunde und bekannte (für maximal 48 stunden) leihweise abzugeben.
aber im ernst: wie kann man so kniepig und egozentrisch (oder möwig) sein und ernsthaft denken, dass dinge für die man bezahlt hat, nicht von anderen mitgenutzt werden sollten? zumal die anderen einem nichts wegnehmen, abnutzen oder versperren. das ist so, als wenn man erwarten würde, sich mit spenden ans rote kreuz eine exklusive selbst-versorgung zu erkaufen, oder mit anderen worten: asozial. ehrlichgesagt, möchte ich mit solchen leuten nicht in einem club sein.
aber vielleicht irre ich mich ja auch und das einmauern von texten, in eine schlecht programmierte und ruckelige webseite, stellt sich als genialer schachzug heraus. vielleicht schaffen es die krautreporter ja mit der radikalen reduzierung ihrer leserzahlen an mehr leser zu kommen.
(p.s.: ich bin auch im zweiten jahr krautreporter-mitglied.)
es geht auch kürzer:
@diplix @krautreporter den Gedanken zu Ende gedacht: Findet einen Millionär der das finanziert und als einziger Leser fungiert. Für aufm Klo
Anyone else nervously checking their phone for a OneRepublic album?
bequemlichkeit / alles strömt
der fortschrittsmotor nummer eins ist — bequemlichkeit.
irgendwer hat mal gesagt, dass wir 80 prozent unserer lebenszeit mit dem versuch verbringen, zeit zu sparen. unser leben besteht zum grossen teil aus hoffnung auf und dem drang zu mehr bequemlichkeit.
natürlich ist das wissen der welt nicht erst seit dem internet oder seit altavista oder seit google zugänglich. es war alles schon lange da — und zugänglich — bevor der erste smiley durch das internet floss. es war nur nicht so bequem. man musste reisen, in bibliotheken gehen, mit leuten reden. dank des internets ist der zugang zu informationen viel bequemer.
kolumbus ist auch nach amerika gekommen, marco polo nach china (vielleicht). das flugzeug, das auto oder die bahn haben wir entwickelt, damit das reisen bequemer (und schneller) wird.
bequemlichkeit, oder genauer, die verbesserung der bequemlichkeit, hat viele nebeneffekte. erhöhter CO₂-ausstoss, sich aufschaukelnde vernetzte systeme, empörungs- und agitationswellen, beschleunigung oder katzenbilderfluten. manche der nebeneffekte sind vorhersehbar, die meisten nicht. trotzdem wollen wir in der regel nicht zurück zum vorherigen, unbequemeren zustand, auch wenn die nebeneffekte unangenhem sind. die neuen probleme, glauben wir, lassen sich schon irgendwie lösen.

mobiltelefone können fast nichts, was nicht auch schreibtischcomputer könnten. es ist aber um ein vielfaches bequemer ein taxi mit dem was man in der hand hat zu bestellen, als eine telefonzelle dafür zu benutzen oder an den schreibtisch zu laufen. es ist bequemer sich das wetter in der handfläche anzeigen zu lassen, als einen meterologen anzurufen und nach dem wetter zu fragen.
die vorteile von bestimmten technologien leuchten uns sofort ein, wenn wir die technologie sehen, berühren und benutzen, selbst wenn sie noch nicht zu 100% ausgereift sind. die vorteile, die neuen bequemlichkeiten von technologie zu erkennen, bevor wir sie sehen, anfassen oder ausprobieren können, fällt uns aber eigentümlich schwer. leute die das können, verunglimpfen wir gerne als „visionäre“, die zum augenarzt müssen oder als superbösewichte oder als irre.
solange wir den komfort neuer bequemlichkeiten nicht am eigenen leib spüren, sind wir oft zu bequem für neue bequemlichkeiten.
Die Faulheit ist Mutter der Effizienz. #sixwords für @cervus
bevor das jetzt mit meinen bequemlichkeits-assoziationen zu absurd wird, noch ein letztes beispiel. das www hat tim berners-lee natürlich auch aus bequemlichkeit erfunden: ein hyperlink erspart eine zusammenfassung oder das zitieren. ein klick ist bequemer als die eingabe einer adresse oder das nachschlagen in einem katalog. webseiten haben unser leben bequemer gemacht, seit über 10 jahren können wir, beispielsweise, bücher per klick auf einen hyperlink bestellen. generell könnte man sagen: die (weiter-) entwicklungen von webtechnologien in den letzten 15 oder 20 jahren, dienten vor allem der bequemlichkeit und der benutzerfreundlichkeit.
facebook macht es bequemer sich geburtstage von verwandten und bekannten zu merken, cloudbasierte kalender oder photospeicher machen es bequemer familiengedöns zu organisieren oder zu teilen. aber dort hört es nicht auf. es geht immer weiter, immer bequemer soll es werden.
statt auf einen link zu einem artikel zu klicken und auf den seitenaufbau und das laden der anzeigen und tracker zu warten, wollen apple und facebook und google und viele andere das lesen bequemer, komfortabler und schneller machen. facebook mit instant articles, apple mit seiner apple news app und google und microsoft bestimmt auch mit irgendwas.
das kann man gut finden und sich über die vorrausschtlichen bequemlichkeitsverbesserungen freuen, oder eben nicht:
@diplix Mir gefällt die Vorstellung eines Presse-Systems, das nur noch auf Plattformen von US-Firmen stattfindet, nicht. Dir?
[auch polemisch, aber trotzdem auffällig, dass die recherche des „Presse-Systems“ heutzutage bereits zum grossen teil auf „Plattformen von US-Firmen“ stattfindet.]
gegen die multiplen trends zur vereinfachung und bequemlichkeit kommt man mit amerika- und turbokapitalismus-kritischen scheinargumenten kaum an. das ist genauso aussichtslos wie freibier-macht-fett-rufe. wenn’s bequemer, besser, schneller oder ablenkungsfreier ist, wird ein angebot — mit sehr hoher wahrscheinlichkeit — angenommen. je mehr echte bequemlichkeit ein angebot bietet, desto eher und raikaler setzt es sich durch.
deshalb wird sich (glaube ich) blendle durchsetzen, deshalb werden sich angebote wie facebook instant articles oder apple news durchsetzen. nicht weil es sich um „Plattformen von US-Firmen“ oder angebote einer niederländischen firma handelt, sondern weil sie plötzlich da sind und nicht nur bequemlichkeit versprechen, sondern auch liefern.
irgendwann wird christian stöcker aufschreiben, warum ein „Presse-Systems, das nur noch auf Plattformen von US-Firmen“ läuft, unvorteilhaft ist. wahrscheinlich wird er in vielen, wenn nicht sogar allen punkten, die er aufschreiben wird, recht haben. aber er wird mit seinem text gegen die mühlen der bequemlichkeit anrennen und wir, die womöglich bereits die neue bequemlichkeit geniessen, werden ihn dann wohl nur noch aus der entfernung rufen hören — und ganz sicher nicht umkehren.
die sache mit dem kontrollverlust zeichnet sich seit jahrzehnten, als ein alles durchdringendes phänomen, in allen gesellschaftlichen bereichen ab. michael seemann weist uns da fast täglich drauf hin. wir verlieren zunehmend die kontrolle über unsere privatshäre, die kulturindustrie verliert die kontrolle über ihre produkte und der journalismus verliert die kontrolle über seine vertriebswege. in den 80iger jahren konnten wir uns noch gegen eine volkszählung wehren, die filmstudios den kinos ihre bedingungen diktieren und die verleger sicher sein, dass die leute ihr bedrucktes papier kaufen — und sei es wegen der kleinanzeigen. jetzt strömen unsere daten frei durchs internet, die filme und serien der filmstudios ebenso und journalisten fragen sich, wie sie in der tosenden brandung der internetströme noch aufmerksamkeit oder geld erreichen können.
alles strömt und streamt. und irgendwie finden wir es alle OK — weil es so furchtbar bequem ist.
A computer programmer working for a cyber-security firm is recruited by a shadowy organization dedicated to the destruction of corporate America.
A trio of renegade techies in 1980s Texas launch a risky project amidst the personal-computer boom.
Snap adrivillso95
#gum #pump #candy #sweet #instalike #instadaily #in #instagood #instamood #vsco #vscogrid #pink #hands #ring #bell #jw #girly #cute #cutemood #koreanfood #production #video

beim senden eines fehlers an apple ist ein fehler aufgetreten. #wtf
links vom 11.09.2015
krautreporter.de: Sie mahnen ab. Sie kassieren. Wer sind Waldorf Frommer? #
theresa bäuerlein hat die kanzlei waldorf frommer besucht und sich von björn frommer beeindrucken lassen. ich habe björn frommer mal (vor drei jahren) auf einer veranstaltung zuschauen dürfen und muss sagen, das mit der leidenschaft emotionalität von björn frommer stimmt. jedenfalls hält björn frommer „die jugend“ für versaut: „die versaute jugend und das urheberrecht“
buzzfeed.com: The Summer TV Heartthrob No One Saw Coming #
schönes portrait vom grandiosen rami malek, der in mr. robot elliot alderson spielt. enthält spoiler. via
spiegel.de: Flüchtlinge in Deutschland: Auf die Euphorie folgt die Angst #
sehr schöne wortspielerei von jakob augstein oder dem zuständigen redakteur:
Kommen mit den Flüchtlingen die Terroristen? Droht die Islamisierung des Abendlandes? Ruhig, Brauner!
longreads.com: The Man Who Became Kermit #
portrait von steve whitmore, dem mann der die rolle des kermit von jim hanson übernahm.
Speaking to John Fleming of the Tampa Bay Times in 2013, Basil Jones, [co-founder of Handspring Puppet Company said,] “As human beings we hate the idea that things die forever, and we love the idea that things can be resurrected. I think puppetry is an act of resurrection.”
the world needs more spiral staircases. #tgif
#Hotel backside @ #brennerstrasse #Hamburg #StGeorg
#red #facade
#rot #rotdestages #FassadeCheck out: #merzlights
Das "Twitter-Hashtag-Antragsformular" des @ZDF. Keine Pointe. pic.twitter.com/kbruFBYxQ8
(letzte) verständnisfrage: benutzt ihr so viele tracker von dritten weil ihr es wollt, oder weil die werbekunden es wollen?
ix verstehe die parallele nicht. lässt sich vom apple’s umgang mit softwareentwicklern im zusammenhang mit einer produktvorstellung, auf apple’s umgang mit journalisten im zusammenhang mit apple-news schliessen?
so gesehen müsste man dann vor allen US-unternehmen warnen, die streng oder unfair mit softwareentwicklern umgehen oder ihnen vorschriften bei der zusammenarbeit machen. was dann einer allgemeinen warnung vor kooperationen mit so gut wie jedem gleichkommen würde. denn egal mit wem man kooperiert, der partner wird darauf bestehen, dass man bestimmte regeln einhält. ich glaube, wenn ich einen text bei spiegel-online einreichen würde, müsste ich auch damit rechnen nach den regeln von spiegel-online zu spielen und nicht nach meinen eigenen.
apropos perspektive. die werbetreibenden kooperationspartner von spiegel online scheinen immer noch daruf zu bestehen, leser in grossem umfang ausspionieren zu dürfen. auf spiegel online habe ich eben 12 externe tracker gefunden. ich wette die geschäftsführung von spiegel online rennt mit ihrem anliegen die werbung auf spiegel-online privatsphärenfreundlicher und weniger invasiv zu gestalten, gegen die gleichen undurchdringbaren mauern, gegen die entwickler bei apple, twitter, facebook, google oder microsoft rennen.
egal wo journalisten (oder entwickler) hingehen, sie hören stets: friss oder stirb ihr müsst unsere dienste nicht benutzen. und jedes mal entscheiden sich journalisten (oder entwickler) dafür die dienste trotzdem zu benutzen, wenn sie eine perspektive auf reichweitensteigerung oder einnahmen bieten.
und jetzt warnst du davor, christian? ausgerechnet auf twitter und facebook?
am i the only one, who has @bbedit crashing all the time when editing FTP files (via transmit) under os x el capitan?
a little later:
@diplix If you send it by email, it opens a ticket telling us you're specifically interested in further contact with us.
and still a little later:
.@bbedit is still my very favorite editor, not only because they worked around a nasty el capitan bug & sent me a new build in only 2 hours.

