
da war eben die hölle los am #alhambra (zur premiere des türkischen films „kardesim benim“)

da war eben die hölle los am #alhambra (zur premiere des türkischen films „kardesim benim“)

gesäuerter köhl kohl mit bohnen und paprika („achar“), ungefähr nach #ottolenghi. gerichte mit zimt, piment, nelken und viel zucker kann ich der beifahrerin jetzt leider nicht mehr zumuten, sie hat jetzt die schnauze voll. damit fallen knapp 20% der ottolenghi-rezepte für uns weg.

ich bin verwirrt, diese folge wurde am ende etwas fiebrig. cromwell war plötzlich zu sehen, wie er fieberte und ein, zwei kleine visionen hatte — um kurz danach wieder putzmunter einen brief zu diktierten und einen weiteren augenblick später irgendwo mit heinrich hinzureiten (der beim reiten seinen hut verlor). zwischendurch wurde auch noch jemand geköpft, von dem ich leider keine ahnung hatte, wer das war.
hört sich verwirrend an, war aber noch verwirrender anzusehen. vielleicht hatte der cutter, der die letzten 15 minuten dieser folge zusammenschnitt, ebenfalls fieber. oder ich habe eine schlechte kopie der folge erwischt oder nicht ordentlich aufgepasst.
[nachtrag 21.01.2016: es stellt sich raus, dass der cutter keinesfalls fieber hatte, sondern ich einen groben bedienungsfehler gemacht habe und mir die letzten 15 minuten der folge 4, statt die letzten 15 minuten der folge 2 angesehen habe.]
sonst war die folge aber genauso super wie die erste, wobei ich in dieser folge gemerkt habe, dass die musik im mittelalter zum nervigen tendiert. leider ist die ganze sendung mit dieser leicht nervigen mittelaltermusik unterlegt, was mir aber beim zuschauen selbst kaum auffiel, wohl aber, wenn die beifahrerin nebenan wolf hall guckt und die musik durch die wand trötet.
cromwell scheint es innerhalb von zwei folgen geschafft zu haben, die gunst von könig heinrich viii zu erlangen, was ich ihm gönne, weil er sich wirklich geschickt anstellt und eine sehr treue seele ist — und sich immer noch für seinen kardinal einsetzt. neben dem fieber sieht man auch ein zwei mal, wie sich cromwell weniger geschickt anstellt und in fettnäpchen tritt und wie er mehrfach ausdauernd ins leere schaut. dieses leere, wartende starren fühlt sich sehr mittelalterlich an, weil damals die zeit ja bekanntlich viel langsamer vergingt, bzw. gar nicht ordentlich gemessen werden konnte.
ich weiss jetzt auch, warum cromwell, obwohl er laut wikipedia politisch eher ein arschloch war, so sympathisch wirkt: einerseits wegen dem sympathischen maffay-gesicht und andererseits, weil cromwell ein aussenseiter ist, der sich gegen alle widerstände nach oben manövriert — in den ersten beiden folgen offenbar auch ohne selbstgesponnene intrigen, sondern nur mit kluger rhetorik und geduld. glaubt man der wikipedia, ändert sich das aber bald.
[nachtrag 21.01.2016]
so, jetzt habe ich auch folge 2 zuende geschaut, nicht nur das ende der folge 4. gut erzählt und man merkt, wie sich in cromwell langsam rachegefühle für den tod seines kardinals zusammenbrauen. alles subtil und doch nachvollziehbar erzählt, die langsame wandlung von cromwells gutmütigkeit, die annäherung cromwells an den könig, bzw. umgekehrt, cromwells einsamkeit und aussenseiterrolle. macht spass weiterzugucken. 4 statt ursprünglich 3 sterne.
ich glaube in dieser folge ist nichts passiert. fühlt sich jedenfalls so an, jetzt wo sie vorbei ist. mal nachgucken, was in der sendungsbeschreibung steht:
Holden and his crew face a Martian military blockade. Miller finds a new reason to forge ahead. Avasarala visits Holden’s family.
stimmt, jetzt wo ich es lese. holden reist ja, wie letzte folge mit dem rebellenführer besprochen, mit dem marsianischem raumschiff irgendwo hin um irgendwen zu suchen. unterwegs kommt ihnen eine polizeipatrouille gefährlich nahe, aber, natürlich, schaffen sie es in letzter minute, die potenziell problematische kontrolle zu umgehen.
miller, der frisch entlassene bulle, verreist, um sich einen müllhaufen anzugucken und die frau mit der komisch gutteralen stimme, besucht holdens mutter um mit ihr über ihren sohn zu plaudern.
hört sich, so betrachtet, ein bisschen nach einer folge modern family an, allerdings nicht ganz so witzig.
oh je, das hört sich jetzt wiederum furchbar negativ an, ist aber gar nicht so gemeint. die folge war ein ganz okayes, etwas ereignisarmes kammerspiel. so wie auch enterprise, next generation und voyager ja im grunde genommen immer kleine kammerspiele waren — aber immerhin immer mit ner moral-von-der-geschicht-lernkurve. die fehlte bei dieser folge the expanse leider, aber nächste woche geht’s ja weiter. vielleicht passiert dann etwas, ausser charakterstudien.
truthdig.com: Chris Hedges: The Mirage of Justice #
guter punkt von chris hedges (der making a murderer ein bisschen spoilert): das problem der amerikanischen justiz ist systemimanent. ob steven avery oder sein neffe brendan dassey schufig sind, ist weniger die frage, sondern eher, ob es als armer in amerika überhaupt noch möglich ist, ein faires verfahren zu bekommen:
Once you are charged in America, whether you did the crime or not, you are almost always found guilty. Because of this, as many activists have discovered, the courts already are being used as a fundamental weapon of repression, and this abuse will explode in size should there be widespread unrest and dissent. Our civil liberties have been transformed into privileges—what Matt Taibbi in “The Divide: American Injustice in the Age of the Wealth Gap” calls “conditional rights and conditional citizenship”—that are, especially in poor communities, routinely revoked. Once rights become privileges, none of us are safe.
The reality is that almost no one who is imprisoned in America has gotten a trial. There is rarely an impartial investigation. A staggering 97 percent of all federal cases and 95 percent of all state felony cases are resolved through plea bargaining. Of the 2.2 million people we have incarcerated at the moment—25 percent of the world’s prison population—2 million never had a trial. And significant percentages of them are innocent.
das ist wirklich hart.
indiskretionehrensache.de: Was Mediendeutschland braucht, ist Perspective Daily #
beim vorstellungsvideo von perspective daily (eingebettet in diesen artikel von thomas knüwer), hab ich auch einmal lachen müssen.
frauruth.de: Die Pferdekönigin will schweigen #
toll. danach hier klicken und das ganze blog leerlesen.
blendle.com: Unsagbar - Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung [€0,45, blendle-link] #
sehr guter einwurf von jost kaiser zum ewigen gerede über „sprechverbote“, „denkverbote“ und gejammer über „political correctness“. in stefan niggemeiers facebook gefunden.
Or as some would call it, "taxes." pic.twitter.com/DOVGN4OUNC
seit ende dezember schreibe ich über alles was ich mir angucke (film, fernsehen, oder bühne) und was länger als ein normaler youtube-clip ist, eine kurze rezension. das sind in den letzten etwa zwanzig tagen über 50 einträge geworden. das ist einerseits erschreckend viel, was ich mir hier ansehe, aber auf der anderen seite erstaunlich befriedigend und disziplinierend. ja, ich glotz (offensichtlich) ziemlich viel fernsehen, aber es verpufft nicht einfach alles. ausserdem überlege ich mir, ob ich mir wirklich jeden scheiss ansehen will, und meine zeit nicht nur beim zusehen verschwenden will, sondern auch noch danach, wenn ich drüber schreibe.
ich frage mich aber, ob das überhaupt jemananden interessiert und drücke nur wenige der rezensionen, die ich schreibe, auf die start- und übersichtsseite. die rezensionen liegen alle in der kategorie gesehen (die auch per RSS aboniert werden kann) und die letzten 12 auf der rückseite, aber bis jetzt habe ich nur dinge wie die beiden schulz-und-böhmermann-sendungen (eins, zwei), eine fallon-sendung, eine sendung mit der maus, den kabarettistischen jahresrückblick, die erste folge von making a murderer oder die piloten von billions und morgen hör ich auf, sowie the abominable bride nach vorne gedrückt. die fünf folgen von graham norton, die zwei folgen modern family, die eine limitless-folge oder die 6 wirklich guten folgen the expanse habe ich alle (quasi) in der zweiten reihe gelassen. bei totalem schrott wie beowulf return to the shieldlands, den letzten, sehr schwachen the good wife-, bigbang-theory- oder james cordon-folgen fiel mir die entscheidung nicht schwer, sie im hintergrund zu lassen.
aber gestern abend hab ich mich gefragt, warum ich die rezension des wirklich ganz guten piloten von wolf hall, die zweite folge billions oder die folgen von making a murderer die ich bereits gesehen habe, nicht auch auf die startseite gepackt habe.
ich habe zwar keine furcht vor irrelevanz (solange mir ein artikel oder link auch nur ansatzweise unterhaltsam vorkommt), aber ich will auch niemanden mit übermässigem rauschen stören. deshalb frage ich mal in die runde: soll das was ich mir angucke hier etwas sichtbarer sein, eventuell auch jeweils zu twitter oder facebook gedrückt werden, oder ist das mit der eigenen kategorie und gelegentlichen auskopplungen ok so?
das viele schreiben, zu dem ich durch meine entscheidung, meinen medienkonsum zu protokollieren, gekommen bin, ist übrigens eine prima schreibfingerübung. je mehr ich schreibe, desto routinierter fühle ich mich und um so leichter fällt es mir auch andere sachen leichter „hinzurotzen“. oder anders ausgedrückt, ich frage mich, warum ich damit nicht schon viel früher angefangen habe, ich schreibe ja auch sonst jeden scheiss (hier) auf.
britische mini-serie über den aufstieg von thomas cromwell ab ca. 1529, zur zeit des sturzes von kardinal wolsey.
mark rylance, der cromwell spielt, sieht ein bisschen wie ein abgemagerter peter maffay aus, aber er stellt cromwell angenehm menschlich dar, so dass man sich mit ihm, beim zusehen, gut identifizieren kann. heinrich der VIII wird von damian lewis gespielt, wolsey von jonathan pryce; das ensemble weicht also ein bisschen von der typischen BBC-historien-drama-besetzung ab.
wolf hall ist ein bisschen ein im 16ten jahrhundert spielendes west wing, komplett mit gesprächen im (langsamen) laufschritt, und konzentriert sich, genau wie west wing eher auf die mitarbeiter des königs, der fürsten und kardinäle.
die ausstattung, die kostüme, die kulissen sind wunderbar und aufwändig und auf den ersten blick authentisch, also scheinbar zum grossen teil an originalschauplätzen gedreht. bei den innenaufnahmen scheint zwar immer die sonne ins zimmer, morgens wie abends, immer aus der gleichen richtung, aber das ist auch schon der einzige goof die mir beim zuschauen aufgefallen ist. ich bin sicher es gibt noch mehr, aber nichts was das sehvergnügen grob stören würde.
die geschichte von wolsey und cromwell kann man sich in 10 minuten in der wikipedia anlesen/auffrischen, die von heinrich dem VIII kennt man ja schon ein bisschen, aber es macht spass sich das in dieser reich illustrierten und ausgestatetten form anzusehen.
wenn du den kindern erlauben würdest auf die strasse zu kacken, an ecken zu pinkeln oder an polöchern zu riechen, wäre auch was los.
nee, das ist ein neues feature von twitter: user-zentrische downtimes. einzelpersonenausfallsimulationen nennen die das AFAIK auch.
ich mag es eigentlich ganz gerne, wenn sendungen eskalieren und aus der kontrolle geraten. aber wenn die eskalation von den moderatoren ausgeht, die zappeln, schreien, schimpfen oder drohen lebende goldfische zu pürieren und sich weder das publikum, noch die gäste mitreissen lassen, dann wirkt das gewollt und öde. in dieser sendung hat sich jan böhmermann bemüht, seine provokationen auf dem niveau des sendungsthemas (kindergeburtstag) zu halten. das war sehr schade und sehr flach.
dass in der sendung niemand jemals zuende sprechen konnte, entweder, weil einem der moderatoren gerade ein witz einfiel, er etwas wichtiges los werden wollte, oder er aus dem off kleine anweisungszettel bekam, zerhackte den fluss der sendung unangenehm. als einzigen liessen schulz und böhmermann einmal paul ronzheimer ausprechen — aber auch nur weil er weinerlich darauf bestand, auch mal was zuende sagen zu dürfen. das was er sagte, war, wie alles andere was er sagte, völlig uninteressant und irrelevant.
die meiste zeit schrien schulz und böhmermann rum oder fielen von ihren stühlen. so könnte ich die zweite folge der sendung eigentlich umfassend beschreiben und mit der rezension aufhören. allerdings waren die sachen die olli schulz schrie teilweise sehr witzig, vor allem zum ende der sendung hin, als er bereits gut mit whisky geladen war. da kamen plötzlich gute fragen aus ihm gekrochen und sätze wie:
was der internetpornografie fehlt, sind typen wie ich.
ich möchte paul ronzheimer lieber in pornos sehen, als in krisengebieten.
ansonsten würde ich vorschlagen mal til schweiger in die sendung einzuladen, weil die beiden wirklich jeden gast, der schonmal mit ihm gearbeitet hat, nach ihm ausfragen. dieses mal war nora tschirner dran, nachdem in der letzten sendung anika decker nach schweiger ausgefragt wurde.
egal wie sehr eine sendung aus dem ruder läuft, eines ist für gute unterhaltung unerlässlich: moderatoren (oder gäste) die hellwach sind und die auf feinste zwischentöne oder andeutungen der anderen anwesenden reagieren, vorzugsweise witzig oder klug. jan böhmermann war in dieser sendung so sehr mit seinen eigenen problemen beschäftigt, dass er zwar noch auf die erste frage von katrin göring-eckardt nach den komischen steinen auf dem tisch reagierte („das sind whiskykühlsteine, die hab ich aus amerika mitgebracht“), danach aber jede nachfrage, ob sie davon welche in ihr glas haben könnte, überhörte. ein moderator der seine gäste nicht hört, sollte in der tat, wie oliver schulz in der sendung mehrfach vorschlug, lieber trockene orgasmen üben, als zu moderieren. vielleicht kann das ZDF einen ersatzmoderator für jan böhmermann besorgen, falls der an bestimmten tagen mit kinderpflege und privaten problemen überfordert ist.
nora tschirner erzählte in der sendung irgendwas über das journalismus crowdfundingprojekt perspective-daily.de. sie nannte das, was dort geplant ist, mehrfach „ganzheitlichen journalismus“ und verwandelte sich von einer sympathischen, witzigen person, kurzzeitig in eine floskelauswurfmaschine, als sie das projekt beschrieb. j sei dank kommt das wort „ganzheitlich“ nicht einmal auf perspective-daily.de vor. einziges highlight der sendung waren übrigens ann-marlene henning (die viel zu wenig zu wort kam) und katrin göring-eckardt, die es schaffte all die negativen konnotationen abzuschütteln, die ich ihr in einer knapp fünfjährigen vorurteilsaufbauphase angehängt habe. sie kam als eine grüne, konservative religionstussi in die sendung und ging als sympathische, schlagfertige und uneitle frau hinaus.
was ich an der serie mag, auch wenn es, wie gesagt, eine serie über das pimmelfechten zweier alphamännchen ist, sind genau diese beiden alphamännchen, die jeweils eine herde von alphamännchen und -weibchen zu ihren diensten haben.
die besten und klügsten hauen auf einander ein, mit aller kraft und inklusive haareziehen und kneifen. das macht leider spass beim zusehen. ich mag es sowieso, klugen menschen im fernsehen zuzuschauen, auch wenn sie von schaupielern gespielt werden und die worte aus dem writers room kommen.
kluge menschen in einer geschichte zu haben, macht das erzählen um einiges einfacher — vor allem kann man mit ihnen in der handlung die handlung abkürzen. kluge menschen erkennen nämlich, nach der serienerzähllogik, die vorhaben ihrer gegner, einfach indem sie kurz nachdenken oder ins leere blicken. ein dramaturgisches geschenk, quasi, das allen das leben erleichtert; den autoren, den zuschauern und den schauspielern, die so gelegenheit bekommen hin und wieder ins leere zu starren und nichts zu tun und keine texte auswendig zu lernen.
die story entwickelt sich trotzdem gut weiter, zum teil etwas zu leicht leicht vorhersehbar, aber immerhin relativ glaubwürdig. genauso werden die charkarktere der haupfiguren feiner gezeichnet, auch das macht spass beim zusehen. ein punkt mehr als letztes mal.
seltsame folge. besser als letzte woche, aber eigenartig abgehackt, sprunghaft, haltlos. es passieren zwar jede menge dinge, alle eher nebensächlich und relativ uninteressant und vor allem sinnlos: der episoden-klient (der musiker) gewinnt zuerst, dann verliert er. alicia scheint sich eli am ende wieder anzunähern, dann doch nicht, monica, die sozia von alicia, scheint eine beziehung zum musiker aufzubauen — und dann doch nicht („where are you going?“ — „back to real life“) — ein ewiges, richtungsloses hin und her.
auch zum ersten mal seit langem bei the good wife: die sendung fühlte sich überlang an. sonst fühlen sich die sendungen immer zu kurz an, sind viel zu schnell vorbei. heute nicht. entweder habe ich eine krise oder die sendung. oder die sendung will alicia krise so besonders eindrücklich rüberbringen, indem sie die ganze sendung in die krise taucht.
toll war wieder das spiel von julianna margulies. sie kann sehr, sehr viel sagen, ohne ein einziges wort zu sprechen. sie kann wut mit kleinster mikromimik ausdrücken, sie kann kurz wie vor einem tränenausbruch wirken, ohne, wie alle anderen schauspieler, ihr kinn vibrieren zu lassen, sie kann aufrichtig liebevoll gucken, ohne albern zu wirken. und das allerbeste: das alles funktioniert auch wenn sie spricht. ein stern extra für julianna margulies.
mondaynote.com: Google’s AMP Poised To Take The Lead From Facebook’s And Apple’s Walled Gardens #
frédéric filoux über google’s AMP-projekt. in wenigen wochen geht das projekt an den start, das webseiten sehr schnell bis sofort darstellen soll, beispielsweise aus einer mobilen googlesuche heraus. laut filoux hat google sogar das problem von kostenpflichtigen abos gelöst. gestern habe ich gesehen, dass im prinzip bereits das google CDN (content delivery network) am start ist, mit dem google die seiteninhalte auf seinen eigenen servern vorhält, um sie noch ein bisschen schneller auszuliefern (beispiel).
ich habe mich ja bereits im oktober weit aus dem fenster gelehnt und behauptet, das projekt sei „eine der spannensten sachen die dem web seit dem web 2.0 passiert ist“. warum? weil es grosse mengen publizierender dazu zwingt, sich zurückzunehmen und sich an einen optimierten, relativ minimalistischen standard zu halten, der auf auslieferungsqualität optimiert ist. das heisst nicht, dass die seiten uniform aussehen müssen, sondern dass sie erstens schnell da sind, auch bei extrem langsamen oder gestörten verbindungen, und andererseits die teilweise sehr nervigen freiheiten die sich werbevermarkter erlauben dürfen, radikal eingezäunt werden. keine popovers und flächigen anzeigen mehr, keine klickaktiven hintergründe mehr, bei denen ein klick auf eine leere, weisse fläche ein anzeigenaufpoppen auslöst (hallo spiegel.de), kein inhalterutschen mehr wegen nachladender werbung (hallo zeit.de). ich bin sehr gespannt wie viele publiziernde sich aus der deckung wagen und amp implementieren werden. die vorteile die durch die beschränkungen entstehen sind jedenfalls imens.
surfguard.wordpress.com: Warum die FAS Praktika wieder verlängern möchte #
sehr gut analysiert und geschimpft, sogar die offenlegung am ende ist korrekt verdenglischt.
bbc.com: Could just two people repopulate Earth? #
interessante neuigkeiten über inzucht, deren opfer wir offenbar (quasi) alle sind:
A 2012 study of the genetic differences between neighbouring groups of chimpanzees found more diversity in a single group than among all seven billion humans alive today.
krautreporter.de: 66 Dinge, die du jetzt sofort wegwerfen solltest! #
faszinierend, die buzzfeedisierung der krautreporter zu beobachten. enhält auch die berühmt-berüchtigte brigitte-kolumnen anspielung von bianka echtermeyer: „Skateboard fahren? Hör auf damit! Dafür bist du zu alt.“
(was ist eigentlich aus der krautreporter bezahlwand geworden, die vor vier monaten als „bald“ kommend angekündigt war?)
digg.com: Kylo Ren Goes On 'Undercover Boss' And Learns The Plight Of The Average Starkiller Base Employee #
star wars undercover boss parodie von saturday night live (SNL). relativ witzig, aber vor allem, weil die grässliche undercover boss standardramaturgie auf den punkt auf die schippe genommen wird. ich finde undercover boss vor allem deshalb so grässlich, weil ich gelegentlich auf die dramaturgie hereingefallen bin und mich gelegentlich davon emotional berühren habe lassen. (wer mit meinen gefühlen spielt und sich (von mir) beim faken erwischen lässt, muss sich danach (von mir) grässlich nennen lassen.)
realvirtuality.info: Real Virtualinks 3/16 #
erinnerung an mich selbst: alles lesen, was alex matzkeit hier verlinkt hat.
(mit donald trump, ken jeong und cam)
ich frage mich, warum ich mir immer wieder sendungen mit donald trump ansehe. ich glaube es ist das bedürfnis zu verstehen. zu verstehen wer das eigentlich ist und was er will und wie er arbeitet. wie er (rhetorisch) arbeitet, hat nerdwriter1 kürzlich auf youtube gezeigt (hier verlinkt). und, wenig überraschend, trump hielt sich an seine bewährte strategie:
Trump's answers consist mainly of one-syllable words, and are at a forth grade reading level. He structures his sentences with a powerfully rhythmic cadence, and ends them on a strong word.
und: wiederholungen, wiederholungen und wiederholungen. eigentlich redet er auch nur stuss, aber eben mit einem ernsten gesicht vorgetragen und mit gelegentlicher, defensiver selbstironie ergänzt („i’m a very good looking guy“).
trump kann man nicht verstehen, weil er für nichts steht, ausser für floskeln, mit denen er ein einziges produkt verkauft: sich selbst. persil wäscht porentief, trump macht amerika wieder gross und bedeutend, colgate schützt gegen karies. alles ganz einfach.
faszinierend ist die orange hautfarbe von trump. aus seinem orangenen gesicht quellen zwei reinweisse augen heraus. obwohl: faszinierend ist nicht das richtge wort: beunruhigend passt hier besser.
ken jeong kam tanzend auf die bühne und sprangg dann auch die ganze sendung weiter herum wie ein quirliger gummiball. obwohl er ziemlich laut und eben quirlig war, wirkte er total ruhig, so wie er auch tanzt: der oberkörper verbleibt unbewegt, während die beine sich unten rhytmisch bewegen.
sehr schön auch, dass ken jeong auch irgendwann bezug auf trump nahm, ohne ihn direkt zu nennen:
what makes america great is diversity.
— ken jeong
nachdem jimmy fallon trump im gespräch kein einziges mal unter druck setzte, widersprach oder sich über ihn lustig machte, war das sehr wohltuend.
musikalischer gast war die coutry-sängerin cam. ich mag country-musik ja gelegentlich, aber mit so einer theatralischen, aufgedonnerten stimme wie „cam“ das in dieser sendung vorführte, ist das leider auch nichts anderes als müllpop. country sollte, finde ich, mit gebrochenen stimmen — oder der fieps-stimme von dolly parton, vorgetragen werden. dann geht’s, so nicht.
weil der standup am anfang so schwach war und fallon trump nicht mal ansatzweise versuchte einzufangen nur 2 punkte.
armin erlärt wie aus zuckerüben zucker wird, oder genauer, industreizucker, feinzucker und melasse. ausserdem erwähnt er am rande, dass beinahe überall zucker drin ist, zum beispiel auch in knststoff, damit er glänzt.
christoph lässt von evi seibert erklären, was ein krustimeter ist. nämlich: ein gerät mit dem man akkustisch die knusprigkeit von, beispielsweise, keksen messen kann. im film sah das verdächtig nach einem 1997er power macintosh 5000 (oder performa) mit dem mitgelieferten mikrofon aus. auch christoph sah irre jung aus, was wahrscheinlich daran liegt, dass der krustimeterfilm um 1997 gedreht wurde.
in shaun das schaf ging’s auch um zucker und süssigkeiten und pädagogisches gemüse.
ein extrapunkt wegen der klassisch guten zuckerrübensachgeschichte.
(noch bis zum 24. januar hier zu sehen)
bin eigentlich ganz zufrieden mit meinem mobilitätsmix (ÖPNV, leihautos, zu fuss) und liebe das laufen. beim fahradfahren begegnen mir erfahrungsgemäss zu viele aggressionen. und: fahrrad nicht bei diesen strassenverhältnissen, sonst leih ich mir tatsächlich gelegentlich eins.
zu fuss brauche ich 1:30 h zur arbeit (7,5 km), mit der bahn 0:30 h.
mit der bahn laufe ich immer noch ca. 2000 schritte, zu fuss addieren sich knapp 9000.
dafür kann ich, wenn ich zu fuss gehe, bessere fotos machen.








