alles
sanft und sorgfältig
lorenz maroldt im heutigen checkpoint:
Dreierlei News von Jan Böhmermann: Der deutsch-türkische Heimatdichter kehrt mit seiner Ziegenzüchtershow „Neo Magazin Royale“ ins ZDF zurück (12. Mai), beendet aber seine Sonntagssendung „Sanft & Sorgfältig“ mit Olli Schulz bei Radioeins. Gekündigt hatten die beiden beim rbb allerdings schon vor der Affäre Erdogan – und zwar, um gemeinsam bei Spotify als Podcaster anheuern zu können. Das ist allerdings in der Tat wieder mal ein großartiger Witz voll allerfeinster Ironie und bitterböser Satire: In ihrer alten Sendung hatten sie den Streaming-Dienst noch als „Scheiß-Plattform, wo der Künstler keine Kohle bekommt“ geschmäht (nachzuhören hier).
diese nachricht erschüttert mich jetzt relativ wenig, ich habe die sendung nämlich nie freiwillig gehört (ein paar mal allerdings unfreiwillig, im auto, auf längeren fahrten, wenn die beifahrerin mich zwang, sie mit anzuhören). aber dieser kurzmeldung von lorenz maroldt zeigt auch mein problem, das ich mit radio oder podcasts oft habe. um die (halb ernste und halb halbironische) aussage „Spotify ist eine Scheiß-Plattform, die Künstler schlecht bezahlt“ zu lesen brauche ich weniger als eine sekunde. um sie mir (inklusive witzloser, gestammelter ironie) anzuhören, brauche ich ungefähr zwei minuten. das ist voll ineffektiv.
ich habe nichts gegen zielloses herumlabern und meckern, das mute ich hier schliesslich auch seit 14 jahren meinen lesern zu — aber ich tue es seit 14 jahren skip-freundlich, mit texten, die sich leicht überspringen und überfliegen lassen.
(nachtrag: der link zum checkpoint funktioniert jetzt wieder.)
the good wife s07e20 (the party)

eli gold war eigentlich immer eine meiner lieblingsfiguren in the good wife. seit zwei oder drei jahren schwächelt er ein bisschen, und schwächelt nach wie vor, aber in dieser folge hatte er zumindest eine gute idee: jason soll peter’s schuld beweisen — und natürlich findet er nach etwas hin un dher das gegenteil. ausserdem wir in dieser folge wie wild geheiratet und während der party ferngesehen. allein fernsehen, kann alicia, aber sich zu zweit oder dritt unterhalten geht nicht, weil alle räume voll mit partygästen sind. aber das macht alles nichts, weil man merkt, wie die handlungsstränge langsam gestrafft werden und zusammenlaufen aufs finale. noch isses zu früh, aber ich bin sicher, am ende steht ein märchenhaftes ende; am ende wird stehen: „Und sie lebten glücklich, bis ans Ende ihrer Tage …“ — nur weiss ich noch nicht wer mit wem.
ausserdem bemerkenswert: keine einzige gerichtsszene in dieser folge.
sendung mit der maus vom 24.04.2016

christoph (und evi) erzählen wie haferflocken gemacht werden und ralph caspers erklärt: „wie pinkeln vögel?“ das letztere ist ziemlich sensationell, wie ich fand, weil man sieht, wie vogelkücken kacken, ohne das netz zu beschmutzen. hier sollte ich vielleicht noch einen skatologie-triggeralarm einbauen, aber das ist bei einer webseite die einen kackenden hund als logo hat, vielleicht gar nicht nötig.
die sendung ist noch bis zum 1. mai hier zu sehen, die sachgeschichte mit den vögeln länger.

die shaun-das-schaf-folge am ende wurde aus dem archiv rausgesucht, weil irgendwann eine taube drin vorkommt, die bitzer auf den kopf kackt und sogar die haferflocken-sachgeschichte hat die redaktion ins thema zu pressen geschafft. am anfang erklärt christoph nämlich die redewendung „dich hat wohl der hafer gestochen?“ mit stechenden haferspelzen beim kacken.
game of thrones s06e01 (the red woman)

(enthält keine spoiler für die sechste staffel, glaub ich)
sieben handlungsstränge werden fortgeführt: sansa (und theon) flüchten weiter, jon snow ist weiterhin tot, myrcella ebensso, und sie wird von jaime sie zurück nach king’s landing bringt, daenerys ist weiterhin gefangene der dothraki und arya weiterhin blind. das einzig überraschende in dieser folge ist, dass in dorne (aka sevilla) jetzt schon, ohne vorgeplänkel, etwas längst erwartetes passiert und die red woman melisandre sich auszieht und ins bett legt.
der letzte satz ist natürlich ein witz, dass melisandre wieder nackt gezeigt wird, war mir bereits beim lesen des titels dieser folge klar. so wenig überraschendes in dieser folge auch passierte, so sehr freut es mich, game of thrones wieder gucken zu können. man kann die serie auch als wirklich aufwändig und makellos gedrehte tourismuswerbung für island, irland, sevilla, marokko, malta und kroatien sehen, als so ne art virtuelles interrail (oder besser intersail) für kissenpupser. auch wenn die drehorte teils wild durchandergemischt sind, kann man tief ins herzen europas eintauchen, die eigenen alltagssorgen vergessen und die alltagssorgen von ausgedachten höheren klassen, aus einer phantasievergangenheit, mehr oder weniger distanziert betrachten.
ganz ohne ironie, ich guck mir das furchtbar gerne an und freue mich das jetzt noch 9 wochen lang machen zu können. ich frag mich nur, was ich da jede woche zu schreiben soll?
ich könnte mir zum beispiel für jede folge mechandising-artikel ausdenken, die weg wie warme semmeln gehen. zum beispiel das collier von melisandre. oder ihr beinahe blinder spiegel. wachsmodelle der köpfe auf dem staffelposter will bestimmt auch jeder game of thrones fan haben, um aus seinem billy-regal einen altar für den many-faced god zu machen.
@oler der „anonyme Troll“ ist nicht anonym, nach 3 klicks sieht man: er macht nutzlose werbung in reutlingen. /@turi2
es muss irgendwo bananen geben, aber ich finde die schlange nicht.
Cypress Hill.
Where Harry Met Sally.

(bei einstein kaffee)
zahlen
nur mal ein kurzer zwischenstand (an mich selbst), wie gut die instant articles (IA) ungefähr funktionieren. ich habe mal die zahlen der letzten vier relativ beliebten artikel rausgesucht. die seitenansichten der detailseiten, sowie die zahl der RSS- und IA-seitenansichten, gebe ich unten auf der detailseite immer mit an (über die piwik API):

in dieser tabelle habe ich noch die piwik content-erfassung mit aufgezählt, das ist die ungefähre gesamtzahl der artikel-ansichten inklusive der views auf der startseite. meine artikel sind ja immer auch komplett auf der startseite lesbar, die einzelansicht zählt nur die detailansichten der seite.
| artikel- | einzel- | IA- | RSS-ansichten | |
|---|---|---|---|---|
| schöner schaum | 1379 | 351 | 67 | 793 |
| prince | 1265 | 582 | 90 | 850 |
| bruder klaus kapelle | 293 | 116 | 20 | 533 |
| ia, amp, rss, syndikation, bloggen | 286 | 137 | 58 | 511 |
an den zahlen sieht man, je nachdem welche seitenansichtsmetrik man nimmt, dass 50 bis 70 prozent meiner pageviews über RSS generiert werden. und, das ist glaube ich ein ziemlich guter wert, 10 bis 20 prozent der pageviews die nicht über RSS kommen, sind mittlerweile instant-article-ansichten.
noch interessanter: die zahl der von piwik erfassten referrer von facebook, war in der gesamten woche genauso hoch wie die summe der instant-article-ansichten der 4 artikel oben: um die 250.
letzter punkt: ich bekomme sehr viel mehr traffic über twitter, als über facebook: etwas drei mal so viel.

(bei axel obiger)
ia, amp, rss, syndikation, bloggen

viele leute glauben ja, dass facebook das bloggen zerstöre, oder bloggern zumindest so viel zeit und aufmerksamkeit nehme, dass sie sich kaum noch um ihre eigenen gärten kümmern, sondern in facebooks „eingemauerten garten“ schreiben.
(den begriff des „eingemauerten gartens“ habe ich beim schockwellenreiter aufgenommen.)
vermutlich ist da was dran, ich bin zum beispiel immer (leicht) entäuscht, wenn peter breuer facebook mit seinen kleinen, witzigen geschichten vollschreibt, statt seines blogs. immerhin, ab und zu, schreibt er dann auch in sein blog. viele leute halten facebook wohl auch für eine inkarnation des bösen, oder zumindest für etwas furchtbares:
Facebook versucht, das Internet zu sein und Blogs zu ersetzen bzw. in sein Universum einzuverleiben. Das ist furchtbar […].
dieser kommentar stand unter meiner kurzen lobeshymne der instant articles von facebook. die laufen jetzt seit knapp einer woche hier mit, dass heisst alle etwas längeren artikel, die ich auf wirres.net ins internet schreibe, werden per RSS auch in facebooks datencenter eingespeist und dann angezeigt, wenn jemand einen link auf einen dieser artikel in der mobilen facebook app klickt. wer ohne app auf links zu den artikeln klickt, landet, nach wie vor, hier im blog.
die technik funktioniert erfreulich zuverlässig. facebook liest den feed alle drei bis vier minuten ein und wenn ich einen artikel veröffentliche, liegt er spätestens ein paar minuten später auch als optimierte, gecachte version in der facebook app vor. änderungen an den artikeln werden klaglos synchronisiert, dass heisst die originalversion hier und die kopie in der facebook-app sind immer auf dem gleichen stand.
dass ich mich neben der initialen einrichtung um nichts kümmern muss, genauso wenig wie mit allem anderen was mit RSS zu tun hat, ist äusserst angenehm und erfüllt alle erwartungen, die ich bereits vor knapp einem jahr hatte:
instant articles sind eigentlich nichts anderes als „Publish (on your) Own Site, Syndicate Elsewhere“, kurz „POSSE“. POSSE beschreibt eine indieweb-technik, bei der man (obviously) inhalte zuerst auf seiner eigenen webseite veröffentlicht und sie dann auf beliebige weitere seiten syndiziert. das indiewebcamp-wiki drückt den entscheidenden punkt so aus:
POSSE lets your friends keep using whatever they use to read your stuff (e.g. silo aggregators like Facebook, Tumblr, Twitter, etc.).
seit ein, zwei jahren habe ich das bloggen für mich neu — oder schärfer — definiert. ich sehe mein blog konsequent als offene sammelstelle und verteiler. alles was ich ins internet oder auf papier schreibe, kopiere ich auch hierhin, oder, noch lieber, ich schreibe es auf wirres.net und verteile es dann nach irgendwo. filmkritiken schreibe ich zuerst hier und kopiere sie dann (derzeit) zu letterboxd.com. instagramme kopiere ich zunächst (automatisch) hierhin und verteile sie dann (automatisch) von hier zu facebook und twitter. statusnachrichten schreibe ich hier und kopiere sie dann voll oder semiautomatisch zu twitter oder facebook. checkins mache ich per swarm-app, kopiere sie aber automatisch hier hin. favoriten setze ich per bookmarklet so, dass sie im jeweiligen social network landen und hier.
wer will kann sich alles was ich schreibe hier ansehen, für alle anderen pumpe ich meine inhalte dahin, wo ich es für sinnvoll erachte, oder glaube, die leute zu erreichen, die ich erreichen möchte.
und damit bin ich wieder beim anfangsgedanken: zerstört facebook blogs — oder gar das („freie“, „wilde“) internet?
ich glaube nein, auch wenn es irre viel aufmerksamkeit an sich zieht. aber das prinzip der instant articles, hat meiner ansicht nach sogar das zeug dazu, blogs zu einer renaissance zu verhelfen. denn um einen instant article zu erstellen, muss ich erstmal einen originalartikel im netz ausserhalb von facebook erstellen: auf meinem eigenen blog, auf wordpress oder wo auch immer. derzeit ist die plugin-installation oder instant-article-konfiguration wohl noch etwas kompliziert für viele, bzw. die plugins noch nicht ganz ausgereift, aber das wird sich ändern. facebook unterstützt mit den instant articles im prinzip den indieweb-gedanken des „Publish (on your) Own Site, Syndicate Elsewhere“, des syndizierens.
eigentlich hatte ich die hoffnung, dass andere technologiekonzerne so etwas auch machen. medium hat das seit knapp einem jahr sehr halbherzg umgesetzt: auch an sein medium-konto, kann man einen RSS-feed flanschen, aber artikel werden nur einmal initial eingelesen und dann nie wieder aktualisiert. auch die umsetzung von speziellen gestaltungselementen, wie es die instant articles erlauben, unterstützt medium nicht. twitter hat vor einem halben jahr angekündigt, die google AMP-initiative zu unterstützen. das hätte zum beispiel den vorteil, dass in twitter verlinkte artikel, in der twitter-app vorgerendert und -gecached werden könnten und sich so anfühlen würden, als wären sie teil der twitter-app und keine langsam ladenden externen webseiten. google selbst scheint den rollout von AMP wieder massiv zurückgefahren zu haben, zumindest für kleine publisher oder blogger. vielleicht war das doch alles zu kompliziert, für eine massenhafte nutzung.
bereits letztes jahr schrieb ich, dass die instant articles sich nicht von RSS, wie ich es nutze, unterscheiden. ich lese per RSS 1200 quellen, die mein heissgeliebter RSS-reeder vorlädt, auf dem telefon zwischenspeichert und mir in sekundenschnelle, perfekt lesbar und befreit von allem tand, anzeigt. facebook wird so zu etwas, was bisher ausschliesslich technisch versierte menschen per RSS genutzt haben: ein einfacher, von allen leicht zu bedienender feed-reader.
natürlich ist da was dran, was ich oben zitiert habe, facebook versuche, „das Internet zu sein“ oder zumindest die leute dazu zu bringen, maximal viel lebenszeit auf facebook zu verbringen. dagegen kann jeder etwas tun, nicht indem man facebook meidet oder nicht mehr mit inhalten beliefert, sondern indem man einen fallback schafft — oder besser, eine alternative. oder um im gartenbild zu bleiben: wir sollten unser gemüse vor allem in unseren gärten anpflanzen, die kulturtechniken des gartenbaus weiter pflegen — ohne unsere gärten selbst zuzumauern. aber warum sollten wir unser selbst angebautes gemüse nicht auch auf dem grossmarkt anbieten, wenn dort die meisten interessenten sind? wenn es süsse trauben nur auf dem grossmarkt und nicht in den nachbargärten gibt, warum darauf verzichten?
oder anders gefragt, wie sollen wir andere leute davon überzeugen, dass es alternativen zu facebook gibt, wenn wir unser wohlduftendes gemüse nicht auch zu facebook bringen oder uns in unserer exklusivtät einmauern? ich glaube, die ideen des indiewebs können helfen, blühende landschaften neben den blauen giganten entstehen und fortexisieren zu lassen. aber dafür müssen wir (wieder) alle mehr im eigenen garten bloggen.
Instant Articles Bugs: non-interactive image behaves interactivly when tilting phone

although i have declared certain images (used as separotors) as non-interactive, they behave interactivly when tilting the phone.
(kopie vom bug 1159656167387086)
bruder klaus kapelle

gute architektur lenkt den blick, schlechte leider auch. das ist im prinzip wie beim film. sind regie- und kameramensch wirklich gut, wählen sie ausschnitte, perspektiven und bewegungen so, dass sie der szene oder dem gesamtwerk dienen. bei filmen können wir diese qualitäten gut erkennen, einerseits, weil wir gut geschult in der wahrnehmung und rezeption von filmkunst sind, andererseits, weil wir die perspektive nicht erst finden müssen, sondern sie uns fertig präsentiert wird.
bei architektur ist das anders. in und um bauten können wir die perspektive beliebig verschieben und wechseln, indem wir uns bewegen. öffnungen, rahmen oder achsen helfen uns zwar dabei, uns zu orientieren, da aber architektur vom kontext (der umgebung) und der nutzung abhängt, wird es nochmal schwieriger qualitäten zu erkennen. manchmal helfen uns fotografien bei der orientierung, fotografien von leuten die sich mit perspektiven auskennen und uns helfen können qualitäten zu erkennen, die wir vorher nicht erkannt haben.
der schweizer architekt peter zumthor macht es uns relativ leicht die qualitäten seiner arbeiten im raum zu erkennen. ich glaube das funktioniert vor allem deshalb, weil er sich intensiv mit den orten auseinandersetzt, an denen er baut und seine architektur — auch wenn sich das abgegriffen anhört — in einen dialog treten lässt. ich bin den bauten von peter zumthor schon oft hinterhergereist, unter anderem nach graubünden, wo ich mir vor gut 20 jahren die wunderbare kapelle des heiligen benedikt oberhalb von sumvitg angesehen habe, oder das thermalbad in vals. in östereich hab ich mir mal das kunsthaus in bregenz angesehen und demnächst™ möchte ich unbedingt das kunstmuseum des erzbistums köln besichtigen.
vor etwa einem jahr hatte ich mir vorgenommen, die bruder klaus kapelle in wachendorf von peter zumthor aufzusuchen. vor knapp einem monat war ich dort und habe bisher nur ein bild vom besuch dort geinstagramt.

die kapelle thront auf einem acker, der sich quasi am arsch der welt befindet, in einem kleinen eifeldorf. um zur kapelle zu gelangen muss man ungefähr einen kilometer von einem parkplatz über äcker laufen.

man sieht die kapelle den ganzen weg über, sie steht wie ein in den acker gerammtes bauklötzchen oben am hügel. an dem tag an dem wir in wachendorf waren, blies ein heftiger wind, was zu wunderbaren lichtwechseln führte.

die kapelle macht auf den ersten blick nicht viel her, sie sieht in der tat aus wie ein kompliziertes bauklötzchen oder ein beton-bunker, aber sie hat eine faszinierende eigenschaft. sie lenkt den blick. beim anmarsch auf die kapelle, setzt man sie ständig in relation zur landschaft, staunt über das changierende, stechende braun der ackerböden, setzt die hügel und den himmel in beziehung, bzw. staunt über den grandiosen eifelhimmel und die weite die sich öffnet, wenn man die kapelle aus der entfernung betrachtet. aus der nähe, beim herumlaufen um den bau, schneiden die scharfen kanten der kapelle wieder sichtachsen zurecht und geben der landschaft halt.

der innenraum der kapelle ist zeltförmig zum himmel geöffnet, oben ist einfach ein loch in der decke, durch das licht und regen fällt. auf dem boden der kapelle steht das wasser an ein paar stellen, es ist russig dunkel und relativ eng. in den wänden befinden sich kleine löcher die mit glas gefüllt sind und die die wände mit lichtpunkten strukturieren.

auch wenn man auf dem weg zur kapelle die ganze zeit den himmel gesehen hat, erzwingt das loch in der decke, eine ganz neue perspektive auf den himmel. in der theorie wissen wir alle, dass die perspektive vom standpunkt abhängt, aber das zu erleben, in dieser form, ist wirklich faszinierend und nur ansatzweise in diesem verwackelten video zu erkennen.

aus diesem lesenswerten zeit-interview, habe ich folgendes zumthor-zitat kopiert:
Ich habe an der Universität in Mendrisio den Studenten immer gesagt: „Ihr habt jetzt die Aufgabe, Häuser zu machen, die auf eine Stadt, eine Landschaft reagieren. Das Wichtigste dabei ist, dass ihr auf eure eigenen inneren Bildern von Schönheit oder Stimmigkeit reagiert.“ Es geht um den Prozess von Schauen und Fühlen, aus dem sich Formen ergeben, deren Wirkung man prüfen muss. Das ist eine künstlerische Arbeit. Beim Bauen selbst kommt viel Theoretisches und Technisches dazu. Aber der Anfang ist derselbe wie beim Maler oder Schriftsteller, es ist Autorenarbeit. Und dann gibt es Glücksmomente, in denen etwas Überraschendes entsteht.
links vom 23.04.2016
zeit.de: Lobbyismus: Vitamin L #
In Deutschland besteht keine Gefahr, dass Menschen mit Vitaminen unterversorgt wären – bis auf wenige Risikogruppen wie Schwangere oder ältere Menschen. Wer gesund ist, normal isst und sich unter freiem Himmel bewegt, braucht keine Chemievitamine im Essen oder als Nahrungsergänzungsmittel. „Man muss sich schon sehr dumm anstellen, um sich heutzutage einen Vitaminmangel einzufangen“, sagt der Paderborner Ernährungswissenschaftler und Präsident des wissenschaftlichen Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), Helmut Heseker.
vitamine zum ersten, hier als thema eines langen zeit dossiers, das nicht online steht, aber beispielsweise bei blendle zu lesen ist (€0,89): Vitamin G! Wie Gier.
der hier verlinkte artikel ist eine gekürzte fassung, aber auch lesenswert.
(hervorhebung im zitat von mir)
deutschlandradiokultur.de: Mythos Wundervitamin - Vitamin C und die Mär vom Skorbut #
vitamine zum zweiten: man kann von udo pollmer halten was man will (ich bin kein grosser fan), aber das skorbut wohl nicht von vitamin C mangel verursacht wird, hört sich, so wie pollmer das beschreibt, sehr nach einem seefahrermärchen an.
Woher kommt dann der Schiffs-Skorbut? Vor gut 30 Jahren entdeckten britische Forscher, dass ein Stoff namens Threonsäure skorbutartige Symptome verschärft. Wie es der Zufall will, entsteht die Säure bei der Herstellung von Schiffszwieback. Das hat vermutlich zur Misere auf See beigetragen.
und das fazit zu vitam c:
Was wird nun aus dem Wundervitamin? „Lebenswichtig“ ist es vor allem für die Händler, ansonsten bleibt es ein spottbilliger Zusatzstoff, um Lebensmittel haltbar zu machen.
deutschlandradiokultur.de: „Natürliches“ Vanillin - Altpapier und Kuhdung liefern Vanillegeschmack #
(nochmal udo pollmer) wenn man bedenkt, dass grosse mengen gemüse auf mit scheisse gedüngten und an komischen mikroorganismen reichen böden wachsen, verliert auch die vorstellung von vanillearoma das mit hilfe von kuhdung hergestellt wird seinen ekelreiz. (via)
futurezone.at: Pirate-Bay-Gründer: „Facebook gehört aus Europa verbannt“ #
„Deshalb müssen wir uns generell dafür einsetzen, dass man im Internet gar nichts blockieren darf.“ sprach Peter Sunde und fordert, Facebook zu blockieren.
theguardian.com: Better Call Saul: it's not Breaking Bad – but it might be even better #
phelim o’neill zeigt sich im guardian, wie ix, schwer beeindruckt von better call saul:
It’s very much the Jimmy and Chuck show, and their brotherly dynamic is one of the most complex television has offered. It’s increasingly easy to see their story from both sides, and harder to settle on only one, as their past is slowly revealed.
spiegel.de: Netflix-Chefs: „Eigentlich sind wir noch ziemlich klein“ #
reed hastings:
Wir haben sechs Milliarden Dollar in diesem Jahr für Inhalte ausgegeben - global. Das ZDF hat in derselben Zeit acht Milliarden Euro ausgegeben - national. Eigentlich sind wir also noch ziemlich klein.
tagesspiegel.de: Streit mit Christopher Lauer: Hat Staatssekretär Krömer das Parlament belogen? #
absurde posse um christopher lauer und innenstaatssekretär bernd krömer. kommunikation scheint nicht gerade die stärke der berliner stadtregierung zu sein.
der-postillon.com: Respekt! ZDF stellt Schmähgedicht (minimal überarbeitet) wieder in die Mediathek #
also ich finds jetzt witziger.
frauruth.de: Das Au Pair und Ich #
frau ruth:
Es ist seltsam, früher wollte ich das immer, Reisen, Kurztrips, extra wegen einer Ausstellung nach Venedig fahren oder wegen einer Theateraufführung nach Paris, tja und jetzt habe ich es.
katiakelm.de: eine ausstellung in venedig #
die beifahrerin ist extra wegen einer ausstellung nach venedig gefahren.

hühnerfrikassee, ungefähr nach tim mälzer.

