
sieht jetzt nicht so irre appetitlich aus, war aber sehr lecker: kohlroulade nach tim mälzers „heimat“.

sieht jetzt nicht so irre appetitlich aus, war aber sehr lecker: kohlroulade nach tim mälzers „heimat“.

ich bin gestern ein bisschen am sowjetischen ehrenmal rumspaziert (und dann weiter nach neukölln gelaufen) und frage mich, was macht hier die faszination der symmetrie aus? wäre ein asysmmetrisches ehrenmal weniger ehrenvoll? oder ist ehere immer symmetrisch konstruiert? wenn ja, was ist unehrenhaft an organischen oder asymmetrischen formen? warum keine brüche zeigen?
obwohl, brüche gibt es auch am sowjetischen ehrenmal.

leider total vorhersehbar, schrecklich geschauspielert und klischeehaft. die eindimensionalität der figuren kommt mir vor, wie frisch aus einem alten derrick entsprungen. lieblos gezeichnet und auf schultheaterniveau gespielt (mit ein paar ausnahmen).
die grundidee und ein paar inszenierungsideen der miniserie sind ganz offensichtlich von breaking bad übernommen, mit einem entscheidenden unterschied. war, zum beispiel, der teddy im swimmingpool bei breaking bad eine hintergründige, viele folgen lang unverständliche, andeutung an den verlauf der geschichte, ist der schwimmende geldschein bei morgen hör ich auf ein tapsiger, unsubtiler, viel zu oft eingeblendeter versuch zu suggerieren, die serie könnte noch spannend werden.
man merkt der serie jede sekunde die mühe an, die die macher in sie gesteckt haben. morgen hör ich auf ist ein ehrenwerter versuch unterhaltung ein bisschen anders aufzuziehen als üblich — der aber leider nicht besonders weit vom üblichen wegführt. ein paar der „action“-szenen sind ganz flüssig inszeniert, was auch daran liegt, dass pastewka hier sein (subtiles) komisches talent ausleben kann und seine ungelenken, unkoordinierten (flucht) bewegungen tatsächlich unterhaltsam sind. aber sobald die serie dialoge zeigt, offenbaren sich alle schwächen des deutschen fernsehens: schlecht geschrieben, schlecht gespielt und nur mit zugehaltenen ohren auszuhalten. szenen wie die, in der lehmanns tochter mit einer freundin in der fussgängerzone sitzt und ein skateboardfahrender jüngling seine hello-ladies-anbaggermasche abspult, sind so klischeegeladen, so gestrig, so sinnlos und stumpfsinnig, dass man dem produktionsteam nur zurufen möchte: habt ihr sie noch alle?
ich habe mitunter das gefühl, dass die macher der serie die neueren amerikanischen fernsehserien gar nicht selbst gucken, um sich dann von ihnen „inspirieren“ zu lassen, sondern dass sie das von praktikanten erledigen lassen und dann, ohne sinn und verstand, äusserlichkeiten oder einzelelemente kopieren.
das interesse an den figuren, an ihren motiven ordnet sich komplett der vorhersehbaren geschichte unter. das ist bei (guten) amerikanischen (oder französischen) serien genau anders herum. dort sieht man interessante menschen, um die herum sich eine geschichte kristalisiert. hier sieht man eine geschichte, um die herum sich charaktere versuchen zu kristalisieren — und dabei scheitern.
auch wenn das gegenteil von gut immer noch gut gemeint ist, gebe ich einen stern für die mühe und den versuch, mal etwas anders zu machen. eines ist jedenfalls sicher: ich höre heute auf, die serie zu gucken.
(in der ZDF mediathek gesehen, serienseite bei zdf.de, eine etwas wohlwollendere kritik auf spiegel online.)
gähn.
bis minute 25 durchgehalten, dann musste ich aufhören. klassisches trittbrett-fernsehen. nicht auszuhalten.
leider total überkandidelt. überreizt und zu hoch gestapelt. man sieht das produktionsteam, den regisseur, die drehbuchautoren den ganzen film über im hinterkopf, wie sie sich die hände reiben und sich für ihre genialen einfälle, schnitte oder inszenierungsideen selbst gratulieren. das ist leider schwer anzusehen und auszuhalten.
täuschungen, tricks, illusionen, andeutungen sind, wie alle anderen unterhaltungsformen (und substanzen), eine frage der dosis. sherlock ist definitiv überdosiert.
leider muss ich zugeben, dass mir einige der einfälle der selbstzufriedenen sherlock-ausdenker ganz gut gefallen haben. trotzdem hat das nur für zwei sterne gereicht.
(ohne zu viel zu verraten, am ende wird der samen für mindestens eine weitere folge sherlock gelegt. leider.)
[nachtrag 03.01.2016]
bei den serienjunkies eine längere kritik, die zwar die ganze geschichte spoilert, aber etwas ausführlicher und begeisterter als meine ist.
(jennifer lawrence, eddie redmayne, will ferrell und mark wahlberg)
jennifer lawrence war wieder zuverlässig witzig und self deprecating, eddie redmayne hab ich kaum verstanden, aber ich glaube er war auch witzig. will ferrel ist irre komisch, aber auch ein bisschen mitleidserregend, weil er offenbar seine witzboldrolle nicht verlassen kann und an schwerer witzelsucht leidet. mark wahlberg hat sich in der sendung viermal bekreuzigt, einmal nachdem er einen witz auf kosten von will ferrell gemacht hat, der die worte „shit“, „fuck“ und ich glaube auch „asshole“ enthielt. die jungen musikanten, die später auf die bühne kamen, mochten ihn aber sehr, sehr gerne.
(auch auf youtube)
in der 3sat mediathek angesehen, allerdings nach 14 minuten abgeschaltet, weil ich die unsinnige musik, die pompösen kamera-, drohnen- und steadycameinstellungen, aber vor allem die inhaltsleere nicht mehr aushielt. das was hier bei mediasteak.com über den central park steht ist informativer und kompakter als die ganze sendung. grässlicher, wunderschön gefilmter, pseudo-doku-stuss.
@hughesroland seems the people and actions are on interesting axi and regions pic.twitter.com/2THCzlBF2T
der spiegel lobt in einem hintergrund-artikel zu diesem tweet die proportionen des bildes:
Im Netz wird vor allem der, nun ja, künstlerische Wert der Aufnahme gelobt. Das Bild entspreche nahezu perfekt des in der bildenden Kunst wichtigen Goldenen Schnitts, merkte etwa ein Nutzer auf Twitter an.
auf der startseite des spiegels kümmert sich die artdirektion allerdings nicht um die perfekten schnittverhältnisse des bildes und beschneidet es nach gutdünken:
[nachtrag 02.01.2016]
ah, twitter ist auch so frei zu schneiden:
wired hat eine liste eine fotostrecke von den 15 angeblich besten serien 2015 zusammengestellt. es zeigt sich, dass das eigentlich ganz gute wired-redesign durchaus seine schwächen hat. neben den verwirrenden buttons ist das grösste ärgerniss, dass die fotostrecken mobil (iphone 5S) nicht benutzbar sind.
von den 15 aufgezählten serien habe ich überhaupt nur 4 gesehen (und für OK befunden):
ich würde noch folgende hinzufügen: the knick, fargo, the returned (les revenants), the leftovers, justified und, wie jedes jahr, the good wife.
(mit carrie fisher, daisy ridley, john boyega, david beckham, kylie minogue)
david beckham finde ich äusserst unsympathisch, aber in dieser sendung hat er es geschafft ein paar sympathien zu gewinnen. schön war auch der kontrast zwischen kylie minogue und carrie fisher: letztere fletzte sich ungehemmt auf dem sofa rum, kylie minogue behielt steif, und die spannung in jeder sichtbaren gliedmasse bewahrend, in jeder sekunde ihre haltung. carrie fisher ist, trotz ihrer offenbar ruinierten zähne, sehr, sehr witzig und sympathisch. von den beiden neuen, aufstrebenden star-wars darstellern ist mir nichts in erinnerung geblieben.
(auch auf youtube)
spannend und realistisch, aber nicht besonders unterhaltsam. tom hanks, wie (fast) immer, tadellos.
hier eine etwas ausführlichere und differenzierte version der geschichte:
In 1975 Kenneth Good, a doctoral candidate in cultural anthropology, traveled to the headwaters of the Orinoco in Venezuela to live and study among the Yanomamö. He joined anthropologist Napoleon Chagnon for what was supposed to be fifteen months of fieldwork, funded by a generous grant from the National Science Foundation. But Good would end up living almost full-time with the Yanomamö for more than twelve years, sharing their lives, becoming fluent in their language, and marrying a Yanomamö girl named Yarima. (weiterlesen …)
(mit kurt russell, tina fey, josh widdicombe und sia)
kurt russel ist nur minimal witzig hat aber schonmal (als kind) mit elvis in einem film mitgespielt und ihn später in einem film dargestellt. tina fey haut einen witz nach dem anderen raus und josh widdivombe auch.
gibt’s auch auf youtube.
selten so gelacht. (titel und via: digg.com)
die delicious-feeds sind noch da, jetzt nur auf der delicious.com-, statt auf der feeds.delicious.com-domain. war bei meinen feeds jedenfalls so. also bei dem einen, den ich bei denen noch sporadisch benutze.
#palermo #minigarten
#palermo








