alles

the big bang theo­ry s09e14

felix schwenzel in gesehen

shel­don be­kommt be­such von sei­ner mee­maw, also sei­ner gross­mutter. raj ver­liebt sich in eine frau, die sich in den co­mic book store ver­irrt hat und amy kommt nicht mit shel­don’s gross­mutter aus. das führt zu ei­ner rei­he lang­wei­li­ger wit­ze, gleich am an­fang, ei­nen über die ein­park­kom­pe­ten­zen von frau­en.

nor­ma­le big-bang-theo­ry-kost also.

über ei­nen witz muss­te ich aber doch la­chen, als shel­don sei­ner mee­mow ein glas whis­key bringt: „i made just as you like it: a lot, in glas.“

da­mit habe ich qua­si die gna­ze fol­ge ge­spoi­lert. sor­ry.


the ma­gi­ci­ans s01e02

felix schwenzel in gesehen

wie nach der ers­ten fol­ge ver­mu­tet, wur­de die fi­gur, der im letz­ten teil der ers­ten fol­ge bei­de au­gen aus­ge­ris­sen und die hals­schlag­ader durch­ge­bis­sen wur­de, wie­der auf­ge­päp­pelt. auch der rest der hand­lung der fol­ge war durch­sich­tig, vorraus­seh­bar und lei­der zum gröss­ten teil ziem­lich bil­lig. die se­rie gibt sich gros­se mühe die zu­schau­er zu ver­wir­ren und auf fal­sche fähr­ten zu set­zen, mir ist das ein­fach zu viel auf ein­mal. aus­ser­dem lang­wei­len mich die fi­gu­ren, die alle irre ein­sei­tig und ste­reo­typ ge­zeich­net sind. es macht kein ver­gnü­gen ih­nen bei dem was sie ma­chen zu­zu­se­hen. aus­ser­dem sind sie alle furcht­bar glatt be­setzt wor­den.

ich schaue mir the ma­gi­cans nicht wei­ter an, aber ein zi­tat hab ich mir no­tiert:

ma­gic doesn’t come from ta­lent, it co­mes from pain.

nach der lo­gik müss­te ich zau­bern ler­nen, wenn ich the ma­gi­ci­ans wei­ter­schau­en wür­de, denn die se­rie schmerzt. tat­säch­lich passt das zi­tat viel bes­ser auf hu­mor, als auf ma­gie. ich bild mir ein, dass das war, was ich in fun­ny bo­nes ge­lernt habe. aber das ist jetzt auch schon 21 jah­re her und ich kann dazu kein kon­ter­zi­tat goo­geln. auch egal. wie the ma­gi­ci­ans.




I'm so used to pos­ting on my own site first and syn­di­ca­ting to Twit­ter and Face­book that I'd find it so weird to post na­tively. #in­die­web

Ben Werd­mül­ler (@ben­werd05.02.2016 17:44



Photo by felix schwenzel in Jeßnitz, Sachsen, Germany. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

ix 1970 mit mei­ner oma. die bei­fah­re­rin meint, ich hät­te mich gar nicht ver­än­dert.


off­side, wed­ding

felix schwenzel

das off­side nennt sich selbst eine „pub & whis­ky bar“ und hat, in der tat, die bes­te whis­ky-aus­wahl, die ich je­mals ir­gend­wo ge­se­hen habe. da ich al­ler­dings noch nicht vie­le whis­ky-bars von in­nen ge­se­hen habe, möch­te ich nicht aus­schlies­sen, dass es an­ders­wo eine noch bes­se­re aus­wahl gibt. wenn man sich je­doch die whis­ky-kar­te an­sieht, ist es schwer vor­stell­bar, dass es ir­gend­wo eine bes­se­re aus­wahl gibt. selbst aus der mitt­ler­wei­le ge­schlos­se­nen caper­do­nich de­stil­lery, von der ich zu weih­nach­ten eine 19jäh­ri­ge fass­ab­fül­lung pro­biert habe, hat das off­side eine rei­che aus­wahl.

ich habe zu­erst den 16 jah­re al­ten lag­avu­lin pro­biert, der, glau­be ich, als ein klas­si­scher, rau­chi­ger is­lay-whis­ky gilt. mein ers­ter ge­dan­ke war: „aha, le­cker u-boot-treib­stoff“ was dar­an lie­gen kann dass es ein­fach der ers­te whis­ky-schluck des ta­ges war, oder weil er tat­säch­lich leich­te spi­ri­tus-no­ten hat. die fol­gen­den schlü­cke zeig­ten dann aber ein sehr aus­ge­gli­che­nes, har­mo­ni­sches ge­schmacks­bild, ohne aus­ge­präg­te ei­ge­ne cha­rak­te­ris­tik. bei is­lay-whis­kys blei­ben mei­ne sym­pa­thien vor­erst wohl bei laphro­aig und bun­na­hab­hain.

den bun­na­hab­hain hat­te ich ja vor ei­ner wei­le in ei­ner ho­tel­bar in der pro­vinz ent­deckt und woll­te im off­side über­prü­fen, ob mei­ne be­geis­te­rung von da­mals be­rech­tigt war. war sie. die kom­ple­xi­tät und die sub­ti­len frucht­no­ten des 18 jäh­ri­gen bun­na­hab­hain ha­ben mich wie­der sehr be­geis­tert.

eben­falls aus er­in­ne­rungs­grün­den nahm ich da­nach ein glas des 10 jäh­ri­gen ta­lis­ker. kein ta­lis­ker sky, kein storm, den ganz nor­ma­len, der den ruf hat, sehr tee­ri­ge no­ten zu ha­ben. der 10 jäh­ri­ge ta­lis­ker war der ers­te whis­ky den ich auf un­se­rer schott­land­rei­se vor 5 mo­na­ten pro­biert hat­te (auf skye). die teer-no­ten sind un­ver­kenn­bar, wir­ken aber erst im ab­gang und ges­tern fand ich sie sehr sub­til und an­ge­nehm. aus den storm- und sky-va­ri­an­ten ist der teer ja ganz gut weg­ge­mixt und auch wenn ich den ta­lis­ker storm für ei­nen gu­ten whis­ky hal­te, wird die nächs­te fla­sche ta­lis­ker de­fi­ni­tiv wie­der ein 10 jäh­ri­ger sein. ob­wohl ich vor dem nächs­ten ta­lis­ker-kauf viel­leicht noch­mal den 18 jäh­ri­gen oder den ta­lis­ker dark storm pro­bie­re.

zum ab­schluss woll­te ich ger­ne den glen mo­ray noch­mal pro­bie­ren, den ich bei un­se­rem be­such dort mal pro­biert hat­te. es gab dort eine be­son­ders stark ge­torf­te spe­zi­al-edi­ti­on, die an­geb­lich auch nur in schott­land ver­trie­ben wür­de. da­mals habe ich nur ei­nen kit­ze­klei­nen schluck da­von pro­biert, weil ich noch fah­ren muss­te, aber er war mir stark in er­in­ne­rung ge­blie­ben. im off­side merk­te die be­die­nung zu recht an, dass die whis­kys aus der ge­gend eher we­ni­ger ge­torft sei­en, bzw. dass sie eben von glen mo­ray kei­ne ge­torf­te va­ri­an­te hät­te (ob­wohl es wohl auch ei­nen klas­si­schen glen mo­ray in pea­ted gibt).

je­den­falls emp­fahl er mir ei­nen ben riach 17 ye­ars sep­ten­de­cim. die ben riach de­stil­le­rie ist auch in der spey­si­de-re­gi­on, wie der glen mo­ray oder der glen­fid­dich, und er schmeck­te mir aus­ser­ge­wöhn­lich gut. er ist sehr hell und nach an­ga­ben der de­stil­le­rie we­der ge­färbt noch kalt­ge­fil­tert. ich hät­te mir den ben riach lie­bend ger­ne im whis­ky-store ge­kauft, auch wenn er dort ziem­lich rot aus­sieht, aber bei ama­zon be­kom­me ich ihn 17 euro güns­ti­ger und ohne die 6 euro ver­sand­kos­ten, die mich der ver­sand der 79,90€-fla­sche bei whis­ky.de kos­ten wür­de. auch wenn mir die you­tube-ver­kos­tun­gen von horst lü­ning im­mer gros­ses ver­gnü­gen be­rei­ten, 23 euro ex­tra sind mir dann doch zu viel.

ich habe beim schrei­ben des ar­ti­kels den fal­schen whis­ky ge­fun­den. der ben­riach sep­ten­de­cim bei whis­ky.de kos­tet tat­säch­lich (ge­ra­de) 5 euro we­ni­ger als bei ama­zon. auch wenn ich et­was mehr für den ver­sand be­zah­le, wer­de ich dann wohl doch mal bei whis­ky.de be­stel­len.

die be­die­nung im off­side hat­te ich eben ja schon­mal kurz am ran­de er­wähnt, sie ver­die­nen aber alle eine be­son­de­re er­wäh­nung. ich war sehr be­ein­druckt von der ef­fi­zi­enz, auf­merk­sam­keit und der kom­pe­tenz der be­die­nun­gen dort. die be­stel­lun­gen wa­ren schnel­ler auf dem ti­schen als das whis­ky-ge­trüb­te auge fol­gen kann, mehr­fa­che platz­wech­sel konn­ten un­se­re be­die­nung nicht mal im an­satz ir­ri­tie­ren und freund­lich wa­ren so­wie­so alle. ich glau­be ich habe am ende 20% trink­geld ge­ge­ben.

im off­side gibt’s auch klei­nig­kei­ten zu es­sen, dar­auf habe ich ges­tern ver­zich­tet, aber der käse, der dort ser­viert wird, hat mich laut auf­la­chen las­sen. wer möch­te, kann im off­side ein stück ca­mem­bert be­kom­men, das so gross ist wie eine vier­tel tor­te. ich habe auch tel­ler ge­se­hen auf de­nen drei gros­se würs­te wa­ren, zwei fleisch­far­be­ne und eine grü­ne, die sich bei nä­he­rer be­trach­tung als gi­gan­ti­sche sau­re gur­ke her­aus­stell­te.

gäs­te im off­side wer­den, wie die whis­kys die ich ger­ne mag, stark ge­räu­chert. ich war glau­be ich seit 20 jah­ren nicht mehr in ei­ner knei­pe in der so kräf­tig ge­raucht wur­de. ein gast paff­te so­gar an ei­ner zi­gar­re. um 20 uhr war der la­den zum bers­ten voll, mit men­schen und mit rauch. das ent­spann­te sich al­les im lau­fe des abends, aber ich kam am abend als räu­cher­männ­chen nach­hau­se.

off­side
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13357 ber­lin
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orrr. heu­te ist get­ting-things-not-done-tag und mail­box thousand.


nach 10 fol­gen the ex­pan­se muss ich nach dem staf­fel­fi­na­le sa­gen: das war or­dent­li­che sci­ence-fic­tion, auch wenn es am ende et­was ins mys­tery-gen­re ab­rutsch­te und sehr „die hard“ wur­de. aber ab­ra­ten das an­zu­se­hen, wür­de ich nie­man­dem.


gibt’s so­was? eine iOS-app (whitela­bel, vllt. so­gar open source), die ei­nen oder meh­rer RSS-feeds ein­liest (vllt. mit pubsub­hub­bub-un­ter­stüt­zung) und be­nach­rich­ti­gung bei neu­em ar­ti­keln?


amp-in­de­xie­rungs-sta­tus

felix schwenzel in notiert

up­date zum sta­tus von vor 12 ta­gen:

die meis­ten der von wir­res.net-ser­vier­ten am­phtml-sei­ten sind jetzt feh­ler­frei, aber noch nicht reinde­xiert. trotz­dem im­mer wie­der fas­zi­nie­rend, goog­le bei der ar­beit zu­zu­schau­en.


the ex­pan­se s01e09 und s01e10

felix schwenzel in gesehen

zum ab­schluss eine dop­pel­fol­ge. habe ich mich noch vor ein paar fol­gen über den kam­mer­spiel­cha­rak­ter der se­rie be­klagt, konn­te ich jetzt zwei fol­gen lang da­bei zu­se­hen wie ein paar hun­dert men­schen er­schos­sen und ver­gif­tet wur­den. die zwei fol­gen wa­ren ein biss­chen wie eine dop­pel­fol­ge die hard oder die zu­sam­men­ge­schnit­te­nen schluss­sze­nen aus der ter­mi­na­tor­rei­he.

die zwei ober­che­cker haupt­cha­rak­te­re, hol­den und mil­ler, ver­wan­deln sich in ver­strahl­te ver­sio­nen von bruce wil­lis, der am ende von die hard ja be­kannt­lich im­mer leicht zer­fetzt aus­sah.

der ge­ge­ner scheint all­mäch­tig, wie hy­dra aus dem mar­vel uni­ver­sum, die ver­schwö­rungs­theo­rien er­rei­chen flet­cher’s vi­sio­nen-ni­veau. ein biss­chen the maze ist auch drin.

the ex­pan­se hat jetzt 10 fol­gen ge­braucht um die ex­po­si­ti­on hin­zu­be­kom­men. jetzt wis­sen wir, dass es eine rie­si­ge ver­schwö­rung gibt, dass al­les zu­sam­men­hängt, die ver­meint­lich gu­ten auch dunk­le sei­ten ha­ben und die ge­heim­nis­vol­le macht ne­ben der erde, dem mars und den „bel­tern“ ist fer­tig skiz­ziert. und auch die waf­fe, mit der die­se ge­heim­niss­vol­le macht ih­ren sieg zu er­rei­chen ge­denkt, ist aus­skiz­ziert.

das war al­les un­ter­halt­sam und auch wenn ich par­al­lel zur se­rie die epi­so­den-zu­sam­men­fas­sun­gen le­sen muss­te, um al­les zu ver­ste­hen, hab ich das ger­ne an­ge­se­hen, auch wenn es vie­le klei­ne tech­ni­sche schwä­chen gab.

wenn ich die se­rie kurz um­schrei­ben müss­te, wür­de ich mitt­ler­wei­le sa­gen: game of thro­nes im all. die län­ge­re um­schrei­bung über­las­se ich der wi­ki­pe­dia. ich wür­de auch nie­man­dem da­von ab­ra­ten, sich the ex­pan­se an­zu­gu­cken. aber wer da­mit an­fängt muss sich auf ei­ni­ge staf­feln ein­stel­len.


lu­ci­fer s01e02

felix schwenzel in gesehen

ei­gent­lich ne ganz lus­ti­ge se­ri­en­idee (bzw. co­mic-ad­ap­ti­on): dem teu­fel is­ses in der höl­le lang­wei­lig und er macht ein biss­chen ur­laub in los an­ge­les. er ma­te­ria­li­siert sich als schmie­ri­ger, schlan­ker und zu gut aus­se­hen­der schwe­re­nö­ter mit ei­nem schmie­ri­gen eng­lisch-pseu­do-aris­to­kra­ti­schen ak­zent. die ver­wal­tung der höl­le ist nicht son­der­lich glück­lich mit lu­ci­fers ent­schei­dung und ver­sucht wahr­schein­lich die gan­ze staf­fel lang, ihn zu­rück in die höl­le zu be­för­dern.

be­son­ders vie­le fä­hig­kei­ten hat der teu­fel al­ler­dings nicht. in der ers­ten fol­ge (die ich vor ein paar wo­chen ge­se­hen habe, als ich noch nicht je­den scheiss auf­schrieb, den ich sah) be­schriebt lu­ci­fer sich un­ter an­de­rem so:

i got an abili­ty to draw out peo­p­les hid­den de­si­res.

sei­ner the­ra­peu­tin (!) ge­gen­über be­haup­tet er (in der zwei­ten fol­ge):

i don’t have in­se­cu­ri­ties.

ei­nen klei­nen dreh be­kommt die se­rie da­durch, dass lu­ci­fer eine po­li­zis­tin ken­nen­lernt, die viel zu gut­aus­se­hend be­setzt wur­de, aber vor al­lem sei­nen be­zir­zun­gen und psy­cho­t­ricks zu wi­der­ste­hen im stan­de ist. ihr kann er ge­gen ih­ren wil­len kei­ne ver­steck­ten sehn­süch­te und be­gehr­lich­kei­ten aus der nase zie­hen, aber vor al­lem schafft er nicht sie zu be­zir­zen — was ihn na­tür­lich to­tal ver­un­si­chert.

hört sich al­les to­tal al­bern an, die se­rie schafft es aber ei­ni­ger­mas­sen, an den gröss­ten pein­lich­kei­ten vor­bei zu tän­zeln. ich muss lei­der zu­ge­ben, die se­rie zu gu­cken, macht stel­len­wei­se so­gar spass. das liegt ei­ner­seits dar­an, dass sie ei­gent­lich eine stink­nor­ma­le, klas­si­che kri­mi­se­rie ist — in der eben der teu­fel mit be­grenz­ten, aber un­ge­wöhn­li­chen fä­hig­kei­ten mit­spielt.

die­se kon­stel­la­ti­on pro­du­ziert hin und wie­der auch ein paar, gar nicht mal so dum­me, wit­zi­ge si­tua­tio­nen. denn na­tür­lich macht lu­ci­fer kei­nen hehl dar­aus, dass er der teu­fel per­sön­lich ist — nur dass ihm das we­gen sei­ner sym­pa­thi­schen, jo­via­len und leicht schmie­ri­gen art nie­mand glaubt. die se­rie bie­tet auch eine pri­ma ge­le­gen­heit die grund­satz­fra­gen zu stel­len, die im prin­zip alle gu­ten und mit­tel­gu­ten se­ri­en stel­len: was macht uns men­schen aus, was un­ter­schei­det uns von aus­ser­i­ri­schen (star trek) und göt­tern (grie­chi­sche my­tho­lo­gie), was macht mensch­lich­keit aus, was ist gut und was ist böse, wie kön­nen wir uns wei­ter­ent­wi­ckeln, wie wer­den aus gu­ten schlech­te men­schen (und um­ge­kehrt)?

theo­re­tisch er­gibt sich hier auch die ge­le­gen­heit ste­reo­ty­pen und rol­len­er­war­tun­gen um­zu­dre­hen und aus an­de­ren per­spek­ti­ven zu be­trach­ten, aber das schafft die se­rie, zu­min­dest in den ers­ten bei­den fol­gen, nur mäs­sig.

vor al­lem ist es ein biss­chen scha­de, dass der teu­fel of­fen­bar im­mer nur ans fi­cken und be­zir­zen von frau­en zu den­ken scheint und sich ex­tra für fox, dem sen­der, auf dem die se­rie läuft, sei­ne mut­mass­lich aus­ge­präg­ten bi- bzw. ho­mo­se­xu­el­len nei­gun­gen ver­kneift — auch wenn man ihn ein­mal (züch­tig be­klei­det) aus ei­nem bett stei­gen sieht, in dem eine frau und ein mann lie­gen.

der teu­fel den die se­rie zeich­net ist schon ziem­lich hand­zahm und freund­lich und sei­ne fä­hig­kei­ten schei­nen, wie ge­sagt, ir­ri­tie­rend li­mi­tiert zu sein. aber die­se harm­lo­sig­keit macht die se­rie auch leicht und an­gen­hem kon­su­mier­bar. al­les schön nied­rig do­siert.

na­tür­lich ist lu­ci­fer nur eine mit­tel­gu­te se­rie, aber un­ter den mit­tel­gu­ten se­ri­en eine der bes­se­ren. des­halb war ich kurz da­vor vier punk­te zu ge­ben, zie­he aber ei­nen ab, we­gen zu gut­aus­se­hen­der haupt­dar­stel­ler.


hat­te nach­dem du zum ersten­mal ge­fragt hat­test star­ke lust und ver­sucht ein­deu­tig jein zu sa­gen (wir­res.net/9099), was dann (tech­nisch) nicht klapp­te und jetzt weiss ich, dass es ter­min­lich am 16./17. april nicht klap­pen wird. aber bei der nächs­ten ge­le­gen­heit ver­su­che ich da­bei zu sein.


ber­lin, 3. fe­bru­ar 2016

felix schwenzel in gesehen

der wind drück­te über­all dort kräf­tig, wo es die be­bau­ung oder der be­wuchs zu­lies­sen. an der see­stras­se war es dank der bäu­me re­la­tiv wind­still. als ich nach oben, in den fle­cki­gen him­mel, schau­te und die käl­te spür­te, hat­te ich ei­nen ge­dan­ken. den glei­chen ge­dan­ken, den ich oft habe, wenn ich in den ster­nen­him­mel bli­cke. un­ser pla­net schwebt nicht nur in ei­nem un­end­lich gros­sen raum, son­dern auch in un­vor­stell­ba­rer käl­te. eine ku­gel, die so­fort aus­kühlt, wenn sie sich von der wär­men­den son­ne weg­dreht oder die strah­len der son­ne blo­ckiert wer­den. für ei­nen mo­ment bil­de­te ich mir ein, die ei­si­ge käl­te des welt­raums an mei­nen wan­gen zu spü­ren. für ei­nen wei­te­ren mo­ment, dach­te ich an das un­end­li­che schwarz hin­ter dem blau. dann kam die bahn und schot­te­te mich ab vom wind, der welt­raum­käl­te und mei­nen nai­ven vor­stel­lun­gen vom welt­all. den rest des ta­ges wer­de ich nicht viel von der son­ne se­hen.

(wet­ter­re­zen­si­ons­idee von the awl)


in der letz­ten schulz-und-böh­mer­mann-sen­dung bin ich noch nicht zum @so­phie­hun­ger-fan ge­wor­den, aber sie ein biss­chen zu goo­geln, mach­te mich fast so­fort zum fan.

*

  goog­le.com: so­phie hun­ger - Goog­le-Su­che   #

wer as­sis­tenz beim goo­geln braucht, mit die­sem link geht’s.

*

  nzz.ch: In­ter­view: Ehr­furcht vor dem Glück   #

tol­les in­ter­view mit der sän­ge­rin so­phie hun­ger und der tri­ath­le­tin ni­co­la spi­rig:

Ni­co­la Spi­rig: Ich habe noch eine Fra­ge. Du singst in vier Spra­chen, wenn man Schwei­zer­deutsch da­zu­zählt. Gibt es eine Spra­che, in der du dich am bes­ten aus­drü­cken kannst?

So­phie Hun­ger: Nein, es sind ver­schie­de­ne Per­sön­lich­kei­ten: Wie wenn ich vier Per­so­nen wäre. Jede Per­son hat ihre Spra­che.

Ni­co­la Spi­rig: Und wenn du eine Idee hast …

So­phie Hun­ger: … dann ist sie au­to­ma­tisch mit ei­ner Spra­che ver­knüpft. Eine Per­son tritt in den Vor­der­grund, und die an­de­ren ge­hen ein biss­chen zu­rück. Ich fand es schon als Kind scha­de, dass man nur eine Per­son sein kann. Oder so­gar eine Zu­mu­tung. Aber mit der Phan­ta­sie kannst du aus­bre­chen. Wir kön­nen den Kör­per nicht ver­las­sen, aber in der Phan­ta­sie kannst du meh­re­re Le­ben ha­ben. Das hat mich sehr be­ru­higt, es hat mir viel Ge­bor­gen­heit ge­ge­ben.

und über schulz und böh­mer­mann (die ers­te staf­fel wur­de zwi­schen dem 13. und 16. de­zem­ber in köln auf­ge­zeich­net):

So­phie Hun­ger: In mei­nem Be­ruf ver­schie­ben sich die Gren­zen stän­dig. Manch­mal habe ich das Ge­fühl, ich hät­te mei­nen Weg, mei­nen Stil ge­fun­den. Ich glau­be zu wis­sen, wel­che Din­ge ich ma­che. Aber kürz­lich habe ich zum Bei­spiel in Deutsch­land an ei­ner Talk­show mit­ge­macht. Das war so ein Mo­ment, in dem ich dach­te: Hey, das ist ent­setz­lich. Es ist schlimm, dass ich hier sit­ze. Ich möch­te nicht Teil die­ser Welt sein. Un­ter­hal­tung nur um des Un­ter­hal­tens wil­len, völ­lig leer. Ich konn­te nach­her kaum schla­fen, es hat mich rich­tig lan­ge be­schäf­tigt. Ich kam an eine Gren­ze, ich sah: Das war zu viel. Die­se Ent­schei­de muss ich im­mer wie­der neu tref­fen.

*

  welt.de: So­phie Hun­ger über ihr neu­es Al­bum Su­per­moon in Ber­lin   #

so­phie-hun­ger por­trait von han­nah lüh­mann, die ein biss­chen zu doll ver­sucht selsbt poe­tisch zu klin­gen, die sym­pa­thi­sche sprö­dig­keit von so­phie hun­ger aber trotz­dem ganz gut ein­fängt.

Ihre Lie­der sind Ge­dich­te, und Ge­dich­te, wenn sie gut sind, sind manch­mal Fra­gen, sie sind „weit drau­ßen“, könn­te man mit Ce­lan sa­gen, und es ist nur ein ganz we­nig über­trie­ben, So­phie Hun­ger in die Nähe von Paul Ce­lan zu rü­cken. Je­den­falls ist sie eine sehr gute Ly­ri­ke­rin. Die ers­ten Tak­te ih­res „Wal­zers für Nie­mand“ sind ein Stück Welt­raum im Drei­vier­tel­takt, rau, ver­lo­ren, wie vor dem Re­gen.

*

  you­tube.com: So­phie Hun­ger - The Ru­les of Fire   #

kur­zer trai­ler zu so­phie hun­gers ex­pe­ri­men­tel­ler bio-doku.


schulz und böh­mer­mann s01e04

felix schwenzel in gesehen

(mit kat kauf­mann, gheiath hobi, so­phie hun­ger und ni­ko­laus blo­me)

gute sen­dung. habe nichts aus­zu­set­zen, noch nicht mal an jan böh­mer­manns schnäut­zer. der nicht nur schlech­ten ge­schmack zeigt (wie böh­mer­mann selbst sag­te), son­dern, un­ter an­de­rem, weil er böh­mer­mann er­wach­sen aus­se­hen lässt. wie ei­nen be­scheu­er­ten er­wach­se­nen zwar, aber auch das passt, weil er ja nicht be­scheu­ert ist.

das ge­heim­nis der sen­dung war mög­li­cher­wei­se, dass die gan­ze zeit ge­ges­sen wur­de. ich glau­be das hat alle be­tei­lig­ten et­was auf­ge­lo­ckert, zu­min­dest aber die mo­de­ra­to­ren. die bei­fah­re­rin teil­te mir mit, dass die bei­den das auch bei sanft und sorg­fäl­tig ma­chen: „die es­sen die gan­ze zeit!“

die mo­de­ra­to­ren hat­ten in die­ser sen­dung aus­nahms­wei­se kei­ne angst et­was falsch zu ma­chen. das ist des­halb be­mer­kens­wert, weil böh­mer­mann in der zwei­ten sen­dung ab­sicht­lich und platt ver­such­te die gren­zen des gu­ten ge­schmacks zu über­schei­ten und zu pro­vo­zie­ren — und dann in der drit­ten sen­dung vor sa­mu­el koch den schwanz ein­zog, aus angst et­was fal­sches zu sa­gen oder gren­zen des gu­ten ge­schmacks oder hu­mors zu über­schrei­ten.

in die­ser sen­dung war das al­les wie weg­ge­bla­sen. böh­mer­mann war es so­gar egal, dem mus­li­mi­schen gast blut­wurst ans herz zu le­gen, die be­kannt­lich aus schwei­ne­blut (und speck) her­ge­stellt wird.

der mus­li­mi­sche gast, gheiath hobi, der aus sy­ri­en ge­flüch­tet ist und nach 5 mo­na­ten er­staun­lich gut deutsch spricht, war aber so­wie­so nicht aus der ruhe zu brin­gen und feu­er­te zur mit­te sen­dung auch den zweit­bes­ten gag der sen­dung ab, als böh­mer­mann ihn frag­te, ob er schon­mal dro­gen ge­nom­men habe: naja, sag­te er, es gab mal eine zeit, da habe er in der me­di­en­bran­che ge­ar­bei­tet. (der bes­te witz der sen­dung ern­te­te kei­ne la­cher, war aber ein ty­pi­scher, ge­nia­ler schulz. er wol­le, sag­te olli schulz, wenn er ster­be, „urne“ aber ohne ver­bren­nung. soll­ten die mal gu­cken, wie die das hin­be­kom­men.)

das the­ma tod brach­te so­phie hun­ger auf, als sie olli schulz’ fra­ge, ob sie gut mit geld um­ge­hen kön­ne, da­mit kon­ter­te, dass sie jetzt lie­ber über das ster­ben re­den wol­le. die­se ant­wort zeig­te, ab­ge­se­hen da­von dass sie bril­li­ant war, dass so­phie hun­ger in ei­ner an­de­ren welt wohnt, was in der sen­dung aber wie et­was gu­tes er­schien. si­byl­le berg, die ein gros­ser hun­ger-fan zu sein scheint, drück­te das fol­gen­der­mas­sen aus:

So­phie Hun­ger ist Wal­zer für nie­mand. Ge­bro­chen und trau­rig und laut und trau­rig und wahn­sin­nig. Ihr Ver­stand lebt auf ei­nem Pla­ne­ten, auf dem es an­ge­neh­mer ist, ihre Feucht­aus­stat­tung kämpft hier un­ten noch ein biss­chen ge­gen Idio­tie. Frau Hun­ger, de­ren Mut­ter wirk­lich so heißt, wuchs an 229 ver­schie­de­nen Or­ten der Welt auf, de­ren Ein­ge­bo­re­nen­spra­chen sie be­herrscht, sie kom­po­niert, tex­tet, be­herrscht selt­sa­me Ge­rä­te, ist Che­fin und die neue Ge­ne­ra­ti­on von Mu­sik­su­per­he­ros.

(hier sind alle tex­te von si­byl­le berg über die gäs­te zu fin­den)

ni­ko­laus bloh­me fand ich vor der sen­dung, dank mei­ner vor­ur­tei­le, un­sym­pa­thisch, und nach der sen­dung auch. gar nicht mal so sehr we­gen dem was er sag­te, son­dern we­gen dem wie er es sag­te. er wirkt klug, aber eben auch ein biss­chen ober­leh­rer­haft und äus­serst ei­tel. dass er die gan­ze zeit über sich und sei­ne ar­beit­ge­ber re­de­te, war al­ler­dings nicht sei­ne schuld, son­dern die der mo­de­ra­to­ren, vor al­lem böh­mer­mann, die ihn die gan­ze zeit da­nach frag­ten. im­mer­hin wich er we­nig aus und be­zog meist klar stel­lung auch bei un­po­pu­lä­ren po­si­tio­nen. so ver­tei­dig­te er kurz po­li­ti­ker, die er zur gros­sen mehr­heit sehr in­tel­li­gent fän­de, und ste­fan nig­ge­mei­er, von dem man kei­nes­falls sa­gen kön­ne, dass er beim spie­gel ge­schei­tert sei.

mei­ne lieb­lings­si­tua­ti­on in der sen­dung war, als so­phie hun­ger den mo­de­ra­to­ren wie­der das the­men­ru­der aus der hand nahm und gheiath hobi frag­te, was er ge­lernt habe, bzw. wel­chen be­ruf er habe. böh­mer­mann eschauf­fiert sich dar­über künst­lich, weil das the­ma doch schon längst ab­ge­han­delt ge­we­sen sei, wor­auf hin gheiath hobi ein­sprang mit ei­nem coo­len: „jaja, al­les gut. be­ru­hig dich.“ die­ses zu­sam­men­spiel der gäs­te mit den mo­de­ra­to­ren war in die­ser sen­dung wirk­lich be­mer­kens­wert und er­in­ner­te mich bei­na­he dar­an, wie das re­gel­mäs­sig in gra­ham nor­ton’s sen­dung klappt.

wie ge­sagt, ich habe an der sen­dung nichts aus­zu­set­zen. das bes­te zei­chen war, dass die 57 mi­nu­ten sen­de­zeit wie im flu­ge vor­bei­gin­gen, ob­wohl es kei­nen mu­si­ka­li­schen auf­tritt gab, bei dem ich vor­spu­len hät­te kön­nen. die zwei in­ter­es­sier­ten sich aus­nahms­wei­se für alle gäs­te, stell­ten er­staun­lich gute und manch­mal auch spit­ze fra­gen und schaff­ten es, das ge­spräch in gang zu hal­ten.

ab­ge­se­hen da­von wa­ren die idee mit den über­set­zungs-te­le­fon­hö­rern und die idee in der sen­dung ein acht-gän­ge-menü zu ser­vie­ren, ge­ni­al. am ende der sen­dung, in der schluss­be­spre­chung, mein­te olli schulz, dass vie­le leu­te von der sen­dung entäuscht sein wür­den. bei mir ist es das ge­gen­teil: mei­ne er­war­tun­gen wur­den in den letz­ten sen­dun­gen so weit run­ter­ge­schraubt, dass ich von die­ser sen­dung bei­na­he be­geis­tert war.

(in der ZDF-me­dia­thek ge­se­hen)



ber­lin, 2. fe­bru­ar 2016

felix schwenzel in gesehen

plötz­lich, auf dem gen­dar­men­markt, wur­de es hell. die son­ne stand nicht hoch, war aber un­über­seh­bar. die­ser mor­gen, fühl­te sich an wie ein som­mer­abend — bis auf das mor­gen­ge­schnat­ter der spat­zen und dass erst zwei men­schen bier tran­ken. der wind war ein biss­chen kräf­tig, aber die son­ne schaff­te es die früh­lings­il­lu­si­on auf­recht zu er­hal­ten. mei­nen man­tel hat­te ich ex­tra zu­hau­se ge­las­sen, trotz­dem fing ich an zu schwit­zen. in den häu­ser­schat­ten wur­de es wie­der fe­bru­ar­haft, die quer­stras­sen ver­sprüh­ten wei­ter­hin son­nen­strah­len und früh­lings­ein­drü­cke. die luft und der him­mel wa­ren so klar, dass ich je­des de­tail der flug­zeu­ge über mir er­ken­nen konn­te.

(wet­ter­re­zen­si­ons­idee von the awl)


gute fra­ge! eine ant­wort dar­auf lau­tet (der­zeit, lei­der) kei­ne bü­cher.