alles

mor­gen­muf­fel

felix schwenzel in checkins

kann man ma­chen mit den öff­nungs­zei­ten …


beim lesen der anleitung musste ich ein bisschen lachen. das ist die anleitung im volltext:

Alles verrühren und etwa 70 Minuten bei 160 Grad backen. Fertig.

mög­li­cher­wei­se backe ich den nachher einfach mal.

ich hab meine ober­stu­fen- und abi-zeit und auch meine schreiner-lehrzeit in der nähe der nie­der­län­di­schen stadt roermond verbracht. aber diese nazi-gräuel-ge­schich­te kannte ich noch nicht. bei der ge­denk­ver­an­stal­tung sagte die bür­ger­meis­te­rin von roermond: „Das, was wir hier tun, ist keine Ver­pflich­tung aus der Ver­gan­gen­heit, sondern ein Wunsch für die Zukunft“

Denn mit der EU ist es ähnlich, wie mit Gott. Sie existiert solange wie die Menschen daran glauben. Wenn der Glaube schwindet, schwindet auch die EU. Und niemand ist da, um Hilfe zu leisten, die Ame­ri­ka­ner tun so, als würden sie uns gar nicht kennen.

  1. fake auswahl: „willst du die jacke hier anziehen oder lieber draussen anziehen?“
  2. eigene emotionen re­du­zie­ren indem man mit antworten andertalb minuten lang wartet
  3. die per­spek­ti­ve der anderen sehen, bzw. auf augenhöhe kom­mu­ni­zie­ren, so dass das gegenüber sich drauf ein­stel­len kann was kommt und sich ein­be­zo­gen fühlt : „wenn wir heute spazieren gehen müssen wir unsere reinhold-jacken anziehen.“

(via)


star trek

felix schwenzel in artikel

ich bin kein star trek-fan, aber ich gu­cke star trek seit über 40 jah­ren sehr, sehr ger­ne. als das „ori­gi­nal“ im fern­se­hen lief, war ich noch ein kind und ei­gent­lich hat mich nur die tat­sa­che in­ter­es­si­ert, dass es da ein raum­schiff gibt, das durch den welt­raum glei­tet und un­be­kann­te wel­ten er­kun­det. das war span­nend ge­nug für mich. mir wa­ren das bil­li­ge, grel­le set­de­sign und die er­zähl­ten ge­schich­ten egal.

in den acht­zi­ger und neun­zi­ger jah­ren fing star trek plötz­lich mit TNG an, auf­ge­räumt aus­zu­se­hen, und ich fing an zu ver­ste­hen, dass es in star trek nicht um die er­kun­dung des welt­raums ging, son­dern um die er­kun­dung von hu­ma­ni­tät, die fra­ge, was uns men­schen aus­macht, wie wir über uns hin­aus­wach­sen kön­nen, als ge­sell­schaft und als in­di­vi­du­en.

mit dem frag­men­tier­ten deep space nine, das im fern­se­hen ver­sen­det wur­de, konn­te ich nicht so viel an­fan­gen, bis ich dank net­flix die mög­lich­keit be­kam, DS9 se­quen­ti­ell, fol­ge für fol­ge zu se­hen. da er­kann­te ich, dass es ne­ben der er­kun­dung von hu­ma­ni­tät, ge­rech­tig­keit und mo­ral in star trek auch um epi­sches er­zäh­len ging, um das ab­klop­fen von phi­lo­so­phi­schen ideen und so­gar um den kon­flikt zwi­schen ra­tio­na­lis­mus und re­li­gi­on. DS9 voll­brach­te das kunst­stück, zu un­ter­hal­ten und gleich­zei­tig zu zei­gen, dass wahr­heit und mo­ral oft eine fra­ge der per­spek­ti­ve sind.

mit voy­a­ger wur­de dann klar, dass star trek auch ner­vig sein kann – ich sag nur nee­lix. ich moch­te es trotz­dem, es sah gut (viel­leicht et­was zu clean) aus und es fie­len ge­le­gent­lich tol­le ge­schich­ten hin­ten raus. in den spä­ten 90ern und frü­hen 00ern fand ich voy­a­ger trotz nee­lix und ge­sichts-ta­too toll und auch das spä­te­re durch­bin­gen auf net­flix war nur zu 30 % lang­wei­lig.

en­ter­pri­se, also die se­rie mit cap­tain ar­cher, die um das jahr 2150 spiel­te, sah wie­der fast so bil­lig und kam­mer­spiel­ar­tig aus wie das „ori­gi­nal“ mit cap­tain kirk. ich fand kaum eine fol­ge lang­wei­lig, als ich mir das vor ein paar jah­ren am stück rein­zog.

dis­co­very und spä­ter pi­card emp­fand ich dann als ex­tre­men bruch. star trek woll­te plötz­lich kein kam­mer­spiel mehr sein, son­dern am­bi­tio­nier­te ac­tion-un­ter­hal­tung. ich habe alle fol­gen von dis­co­very und pi­card ge­se­hen und nach je­der fol­ge dach­te ich ge­nau drei buch­sta­ben: WTF? ich dach­te auch: kann ja nur bes­ser wer­den — wur­de es dann aber nicht.

pa­thos hat­te star trek im­mer schon, aber seit dis­co­very wur­de das pa­thos un­er­träg­lich. sub­til war star trek auch nie, aber seit dis­co­very ver­schwand das hin­ter­grün­di­ge: statt dem pu­bli­kum die in­ter­pre­ta­ti­on des ge­se­he­nen zu über­las­sen, wur­de star trek ex­pli­zit und konn­te vor lau­ter ex­po­si­ti­on kaum noch at­men.

pi­card emp­fand ich dann ei­gent­lich nur noch als fan-ser­vice und nost­al­gie-quark — für den sich al­ler­dings kaum noch fans zu in­ter­es­sie­ren schie­nen. pi­card war die ers­te star trek-se­rie, die mich ag­gres­siv mach­te, weil sie gleich­zei­tig an­ge­strengt und lieb­los war.

pro­di­gy und stran­ge new worlds ge­fie­len mir dann wie­der. in stran­ge new worlds zog wie­der hu­mor ins star trek-uni­ver­sum ein, den ich seit worf in TNG und DS9 so sehr lieb­te. pro­di­gy war teil­wei­se ner­vig, wag­te aber auf eine art so was wie eine mu­ti­ge neu­in­ter­pre­ta­ti­on des gu­ten al­ten star trek-the­mas: die er­kun­dung der fra­ge, was mensch­lich­keit, was hu­ma­nis­mus aus­macht.

lower decks fand ich vor­wie­gend lang­wei­lig und bil­lig und wenn über­haupt, hab ich das sehr spo­ra­disch und un­ent­hu­si­as­tisch ge­se­hen.

und jetzt: star­fleet aca­de­my. drei fol­gen sind ver­sen­det und ich bin hin und her ge­ris­sen. vi­su­ell stim­me ich tho­mas gi­gold zu:

Die Sets sind, wie im­mer in neu­em Trek, über­bor­dend.

mit dem un­ter­schied dass tho­mas das of­fen­bar ge­fällt und ich es gräss­lich fin­de. mir ist das zu viel von al­len, vor al­lem zu viel bling, zu dick auf­ge­tra­gen, als ob man eine swa­row­ski-fi­lia­le oder den trump tower be­tritt.

„al­les fake“ ist ein al­tes, be­währ­tes star trek mus­ter, aber in aca­de­my ist es so dick, bunt und glän­zend auf­ge­tra­gen, dass es un­er­träg­lich wird. ich über­le­ge ernst­haft mei­nen bild­schirm für die nächs­ten fol­gen auf schwarz/weiss zu stel­len um das über­haupt noch er­tra­gen zu kön­nen.

et­was zu dick auf­ge­tra­gen sind für mei­nen ge­schmack auch die mus­keln von ca­leb. in den ers­ten bei­den fol­gen hat­te ich noch den ein­druck, dass das en­sem­ble zwar mit al­len mög­li­chen kör­per­for­men aus­ge­stat­te ist und nicht nur de­nen, die gän­gi­gen schön­heits­idea­len ent­spre­chen, aber das auf­trit­te in un­ter­hem­den oder frei­em ober­kör­per den durch­trai­nier­ten kör­pern vor­be­hal­ten wa­ren. das wur­de in fol­ge 3 dann aber re­la­ti­viert, in dem das gan­ze en­sem­ble in ba­de­ho­sen und -an­zü­gen auf­tre­ten muss­te.

auch wenn ich nach drei fol­gen aca­de­my hin und her ge­ris­sen bin und vie­les doof fin­de, habe ich an­knüp­fungs­punk­te ge­fun­den die mich — glau­be ich — wei­ter am ball hal­ten wer­den. ich fin­de die ge­schich­ten gar nicht mal sooo schlecht und ich bin froh, dass (aus­ser beim set­de­sign) das bom­bas­ti­sche der dis­co­very-ära wie­der zu­rück­ge­fah­ren wur­de. aca­de­my fühlt sich wie­der kam­mer­spiel­ar­ti­ger an und hat es in fol­ge 2 zwei­mal ge­schafft mich dazu zu brin­gen mir zi­ta­te zu no­tie­ren:

Child­ren are our am­bassa­dors to now.

und:

- Would you agree pro­gress is im­pos­si­ble wi­t­hout ch­an­ge?

- I be­lie­ve that most peo­p­le who say they want pro­gress don’t re­al­ly want to ch­an­ge. Which of­ten makes both im­pos­si­ble.

- Tou­ché.

das ers­te zi­tat fin­de ich nach ei­ner wo­che im­mer noch so klug wie vor ei­ner wo­che, das zwei­te ist schlech­ter ge­al­tert, ist aber gar nicht mal so dumm.

als zwi­schen­fa­zit wür­de ich über star­fleet aca­de­my sa­gen: es macht mich nicht ag­gres­siv, dass es scheis­se aus­sieht stört mich nicht wirk­lich und die ge­schich­ten sind zwar kei­ne welt­klas­se, aber er­träg­lich. wenn ich schul­no­ten ver­ge­ben müss­te: ge­ra­de noch be­frie­di­gend, hat luft nach oben.


linsen-bohnen-surimi-zwiebel-erbsen-salat

bal­last­stof­fe mjam­jam­jam


zi­ta­te mit fonts

felix schwenzel in notiert

eben hat­te ich eine schnaps­idee, ob­wohl ich kei­nen schnaps trin­ke. ich dach­te kurz, wie das wohl aus­sieht, wenn man zi­ta­te aus an­de­ren blogs in de­ren schrift­art ein­färbt. ich woll­te es mal aus­pro­bie­ren, jetzt sehe ich, es ist we­ni­ger be­ein­dru­ckend als ich ge­hofft hat­te. aber wie das beim „blog­gen“ so ist, auch wenns scheis­se ge­wor­den ist, kann man es ja trotz­dem ver­öf­fent­li­chen.


me­qui­to.org (EB ga­ra­mond):

Mei­ne Frau hat gro­ße Plä­ne für die Ver­schö­ne­rung un­se­rer Woh­nung. Ihre Plä­ne er­for­dern je­doch im­mer mei­ne tat­kräf­ti­ge Un­ter­stüt­zung. Al­les, was Kraft und Ma­schi­nen ver­langt, wird di­rekt in mei­ne Auf­ga­ben­lis­te ge­schrie­ben. Ich füh­le mich sehr ge­ehrt da­von, wenn ich sehe, was sie mir al­les zu­traut. Ich stren­ge mich na­tür­lich an, die hand­werk­li­che Er­war­tung an mich zu er­fül­len. Viel­leicht macht sie das aber auch mit Ab­sicht. Ich habe sie nach 17 Jah­ren noch nicht ganz durch­schaut.

bei uns ist das an­ders: al­les was kraft und ma­schi­nen ver­langt, neh­me ich aus der auf­ga­ben­lis­te der bei­fah­re­rin raus und schrei­be es in mei­ne lis­te.

eine brot­schnei­de-ma­schi­ne ha­ben wir uns un­ter an­de­rem des­halb ge­kauft, da­mit sich die bei­fah­re­rin we­ni­ger oft beim brot­schnei­den ver­letzt. mei­ne sor­gen um ihre fin­ger be­ru­higt die brot­schnei­de­ma­schi­ne, nur mal so als bei­spiel, dann aber auch nicht wirk­lich. an­de­rer­seits ha­ben die bei­fah­re­rin und ich bei­de eine gros­se af­fi­ni­tät zu ma­schi­nen. wir lie­ben bei­de un­se­re werk­zeu­ge und ma­schi­nen und un­term strich stimmt es gar nicht was ich im ers­ten ab­satz schrieb: wir nut­zen ein­fach bei­de un­se­re ma­schi­nen.


an­ke­groe­ner.de (quat­tro­cen­to sans):

Vor­ges­tern abend gab’s bei mir ei­nen Kra­cher­sa­lat aus den neu­en Meal Plans von Ni­sha, den ich ges­tern noch­mal in der Mit­tags­pau­se ge­noss. Und weil gleich zwei Kol­le­gin­nen das Re­zept ha­ben woll­ten, tip­pe ich es aus­nahms­wei­se mal ins In­ter­web, was ich ei­gent­lich mit den Re­zep­ten aus den Meal Plans nicht ma­che, weil Ni­sha da­mit ihr Geld ver­dient. Aber die­ser Sa­lat soll­te nicht nur von uns Abon­nen­tin­nen ge­ges­sen wer­den!

wir wa­ren auch ein paar mo­na­te abon­nen­ten von ni­sha. das war im­mer sehr le­cker und lehr­reich mit dem food-prep und den teil­wei­se un­ge­wöhn­li­chen zu­be­rei­tungs­ar­ten von alt be­kann­tem. ich glau­be nach ein paar mo­na­ten wur­de es uns dann doch ein biss­chen zu ki­cher­erb­sig und ein­tö­nig, aber den grü­nen sa­lat den anke hier ab­ge­schrie­ben hat, den ko­che ich noch­mal nach.


couch­blog.de (over­pass):

Wie auch im­mer, [Der Schim­mel­rei­ter] ist ein in­ter­es­san­tes, sehr auf­re­gen­des, aber auch ir­ri­tie­ren­des Buch. Be­son­ders die Schluss­sze­ne ist so span­nend er­zählt, wie ich es sel­ten er­lebt habe. Hier kann man das gan­ze Buch on­line le­sena.

ich will die­ses jahr auf je­den fall mehr klas­si­ker le­sen. des­halb ist der link auf den schim­mel­rei­ter voll­text eine no­tiz an mich selbst.


nach­trag 23.01.2026:

grü­nen sa­lat nach­ge­kocht; war le­cker aber die bei­fah­re­rin ha­ben nur die ge­rös­te­ten man­deln um­ge­hau­en. ich fand auch die ge­rös­te­ten ki­cher­erb­sen gut, das dres­sing war OK, aber wir muss­ten frü un­se­ren ge­schmack kräf­tig nach­säu­ern. auf je­den fall sieht der sa­lat gut aus.


der #mor­gen­spa­zier­gang war kalt (-6°C) und kurz. da­für ne sehr fo­to­ge­ne bau­stel­le ge­se­hen.


in­sti­tut für tro­pen­me­di­zin und in­ter­na­tio­na­le ge­sund­heit

felix schwenzel in checkins

hier gibt’s 1a mor­gen­stun­den


manch­mal, wenn ich sa­chen re­pa­rie­re, hab ich das ge­fühl, dass sie dann bes­ser als vor­her funk­tio­nie­ren.

heu­te früh bin ich nach 4 ta­gen schwe­rem män­ner­schnup­fen und sehr er­hol­sa­men schlaf auf­ge­wacht und bil­de mir ein, jetzt bes­ser zu funk­tio­nie­ren als vor­her.

ich glau­be es ist klug sol­che eu­pho­ri­schen wal­lun­gen skep­tisch zu be­trach­ten.

aber ich fühl mich bom­big.

duracell hase

Bür­ger­wie­se

felix schwenzel in checkins


ich sehe in mei­ner „blogrol­le“ und mei­nem feed­rea­der, dass sehr vie­le men­schen aus mei­ner blog­bla­se jetzt wie­der re­gel­mäs­sig oder gar täg­lich ins in­ter­net schrei­ben.

zum bei­spiel schreibt anke grö­ner die­ses jahr je­den tag und das freut mich sehr, nach­dem es dort lan­ge sehr ru­hig war.

oder eay.cc der laut sei­nem ar­chiv 2025 im ø alle zwei tage schrob, jetzt auch min­des­tens täg­lich.

oder nico, 20 tage am stück.

tho­mas gi­gold hat sich vor­ge­nom­men „7× blog­gen in der Wo­che“ und bis jetzt lo­cker durch­ge­hal­ten.

ma­xi­mil­li­an bud­den­bohm (aka bud­den­blum) macht das glau­be ich schon seit 10-20 ewig­kei­ten ohne mit der wim­per zu zu­cken, ge­nau wie die kalt­mam­sell, ob­wohl ich bei ihr ge­ra­de ein wim­pern­zu­cken be­ob­ach­tet habe.

auch sehr schön, dass der knsu­per­ma­gi­er jetzt auch (wie­der?) täg­lich schreibt und of­fen­bar spass da­bei hat.

ben_, kon­stan­tin, meq (aka mpf) und herr­paul_ ma­chen das al­ler­dings auch schon — glau­be ich — seit ewig­kei­ten.

auch wenn ich anje noch nicht so lan­ge fol­ge, aber seit ich ichs tue kommt täg­lich ein bei­trag.

je­den­falls freut mich das aus­nahms­wei­se mal sehr teil ei­nes trends zu sein. ak­tu­ell ist mein streak bei 271 ta­gen, das heißt seit dem 26.04.2025 habe ich je­den tag min­des­tens ei­nen bei­trag ver­öf­fent­licht. ei­ni­ge der bei­trä­ge be­stehen vor­wie­gend aus bild-/bi­när da­tei­en und me­ta­da­ten, aber ich glau­be ich habe auch ziem­lich viel ge­schrie­ben. wer das lie­ber ein biss­chen vor­ge­fil­tert ha­ben möch­te: un­ter /top gibt nur die bei­trä­ge die min­des­tens 10 „li­kes“ (oder 25 oder 50) be­kom­men ha­ben. für den 10er-fil­ter gibt’s auch RSS.

was mich aber be­son­ders freut: täg­lich ins in­ter­net zu schrei­ben fühlt sich auch nach 271 ta­gen gut und ger­ne an.


nach­trag 23.01.2026:

Für mich Anlass, meine eigene Blog­his­to­rie einmal nach­zu­schla­gen und ich habe dabei fest­ge­stellt, dass auf diesem Blog seit dem 9.10.2015 jeden Tag ein Beitrag er­schie­nen ist. Wenn man das als Serie durch­num­me­riert, dann sind das bis heute immerhin 3.758 Beiträge ohne Un­ter­bre­chung.

anje schreibt vor allem auch, was sie dazu ver­an­lass­te über 10 jahre täglich einen beitrag zu schreiben und zu ver­öf­fent­li­chen. gerne gelesen.


ein bild, 572 wor­te, kei­ne wer­bung

felix schwenzel in artikel

aus dem bett aufgenommes bild meines kleiderschranks und der tür zum flur. in der spiegeltür des pax sieht man die balkontür. eigentlich sieht man noch viel mehr, das beschreibe ich aber sepaarte im artikel.

pax-, zim­mer- und bal­kon­tü­ren

als ich in den letz­ten ta­gen et­was öf­ter im bett lag, fiel mir auf, wie gut die an­ge­pass­te be­leuch­tung (ad­ap­ti­ve light­ing) der gar­di­nen­stan­ge funk­tio­niert. kon­kret: das die licht­far­be die durch die bal­kon-tür ins zim­mer dringt, der licht­far­be des LED-strei­fen über der bal­kon­tür äh­nelt. der LED-strei­fen auf der gar­di­nen­stan­ge be­leuch­tet die de­cke in­di­rekt, je nach ta­ges­zeit, oder ge­nau­er, je nach son­nen­stand je­weils an­ge­passt an die licht­far­be draus­sen.

man kann es auch ein­fach sa­gen: mor­gens und abends ist das licht rot/gelb sti­chig (warm­weiss), tags­über eher kalt­weiss, nachts leuch­tet es blau. blau leuch­tet es ers­tens weil ich es an­ge­nehm fin­de und zwei­tens, da­mit ich je­dem der be­haup­tet blau­es licht stö­re den schlaf sa­gen kann, dass ich seit fünf jah­ren bes­tens un­ter (schwa­chem) blau­licht schla­fe.

je­den­falls woll­te ich mei­ner be­frie­di­gung mit der home as­sistant ad­ap­ti­ve light­ing er­wei­te­rung aus­druck ver­lei­hen und ein be­weis­fo­to mei­ner be­frie­di­gung ver­öf­fent­li­chen. dann fiel mir fas­zi­niert auf, was man sonst noch so auf die­sem bild al­les se­hen kann.

klar zum ei­nen: wir lie­ben ikea und spe­zi­ell pax. vor 13 jah­ren habe ich pax zum ers­ten mal mei­ne lie­be er­klärt, dann ein paar tage spä­ter habe ich mir mit pax ei­nen traum er­füllt und vor sie­ben jah­ren ha­ben wir pax so­gar er­wei­tert. auf dem bild hier sieht man auch, dass wir die pax-spie­gel­tür ka­putt ge­macht ha­ben, aber schwar­zes gaf­fa-tape ver­deckt den scha­den ganz her­vor­ra­gend.

dann sieht man auch das „neon“ schild, dass ich mir vor acht jah­ren ge­baut habe (do­ku­men­ta­ti­on für die ers­te ver­si­on, die ich dem kind ge­schenkt habe).

man sieht die „pre­view edi­ti­on“ des home as­sistant voice dings, mit der ich sehr zu­frie­den bin und mit der ich mit home as­sistant spre­che und home as­sistant mit mir. man sieht auch, dass da noch eine play­sta­ti­on eye steht, die ich als mi­kro­fon be­nut­ze um da­mit die acht jah­re al­ten bi­na­ries des ori­gi­nal snips.co wa­ke­words „hey snips“ zu be­lie­fern. die­ses wirk­lich ur­alte wake word­funk­tio­niert wei­ter­hin sehr sen­si­bel (ich kann „hey snips“ auch flüs­tern) und mit so gut wie kei­nen fal­se po­si­ti­ves, dass ich sehr froh bin die al­ten bi­na­ries in ei­nem do­cker con­tai­ner am lau­fen hal­ten zu kön­nen. die play­sta­ti­on eye ist an ei­nem ra­spi an­ge­schlos­sen, auf dem ein rhass­py:2.5.11-con­tai­ner läuft, der nichts an­de­res macht als den mi­kro­fon­in­put per mqtt an die alte snips-bi­na­ry zu lie­fern.

da oben steht auch noch eine alte xiao­mi dafang ka­me­ra, die ge­ra­de weg­guckt, aber zur bal­kon­tür guckt, wenn wir die woh­nung ver­las­sen ha­ben. der dafang konn­te man da­mals eine ei­ge­ne firm­ware auf­spie­len, sie macht nach wie vor was sie ma­chen soll.

screenshot vom ipad, das bei uns flur hängt. man sieht ein vereinfachtes home assistant dashboard vor allem mit wetter-inormationen

aus­ser­dem sieht man im flur sche­men­haft un­se­ren brot­her dru­cker, links da­ne­ben ein ipad, das nur an­geht wenn der flur be­setzt ist und sonst das wet­ter zeigt. aus­ser­dem sieht man un­se­ren luft­rei­ni­ger AC2889/10 von phil­ips, der sich an­fangs et­was stö­risch, mitt­ler­wei­le dank kon­go09 aber sehr zu­ver­läs­sig mit home as­sistant steu­ern lässt.

was man auch sieht: den roll ho­cker, den sich die bei­fah­re­rin ei­gent­lich ge­kauft hat­te, der mir dann aber so gut ge­fiel, dass ich ihn seit­dem be­nut­ze. ich moch­te noch nie be­son­ders ger­ne auf stüh­len sit­zen. am liebs­ten sit­ze ich auf bar­ko­ckern oder sol­chen nied­ri­gen ho­ckern. ich bin qua­si ein stu­ben-ho­cker-ho­cker. die­sen spe­zi­el­len ho­cker (bei­spiel­k­auf­link) kann ich je­de­falls von gan­zem her­zen emp­feh­len, die rol­len funk­tio­nie­ren auf tep­pich oder jetzt neu, auch ohne tep­pich.


win­ke­kat­ze vs. trink­vo­gel

felix schwenzel in notiert

seit weih­nach­ten wohnt ein trink­vo­gel bei uns. naja, hier woh­nen schon län­ger ei­ni­ge trink­vö­gel, aber jetzt wohnt hier eben auch der trink­vo­gel. der trink­vo­gel ist aus der ge­ne­ra­ti­on mei­ner el­tern (pa­ten­tiert 1946).

je­den­falls fiel mir auf, dass der trink­vo­gel ei­gent­lich auch der le­gi­ti­me vor­gän­ger der win­ke­kat­ze ist. mit dem un­ter­schied, dass der trink­vo­gel kei­ne bat­te­rie be­nö­tigt und we­ni­ger ex­tro­ver­tiert als die win­ke­kat­ze ist.


ich kann mich noch dar­an er­in­nern die­sen trink­vo­gel als kind im schau­fens­ter des haus-eu­len­spie­gel in aa­chen ge­se­hen zu ha­ben (als es noch ein scherz­ar­ti­kel-la­den war). nur habe ich als kind nie ver­stan­den was dar­an be­son­ders sein soll. jetzt weiss ich: so­lan­ge der trink­vo­gel et­was was­ser hat, in das er sei­nen schna­bel tun­ken kann, be­wegt er sich im­mer wei­ter. er ist ei­gent­lich eine fein aus­ba­lan­cier­te wär­me­kraft­ma­schi­ne.


mor­gen­spa­zier­gang 20.01.2026

felix schwenzel in bilder

heu­te früh nur ne klei­ne run­de (2,2 km).
es war -4°C, da­für hat­te ich drei ja­cken an.

foto des eines restaurant schaufensters mit der neonschrift „MY FUCKING RESTAURANT“ an der müllerstrasse gegenüber kaufland (man sieht die reflektion von kaufland im schaufenster)
„MY FUCK­ING RE­STAU­RANT“ (mehr dzu beim wed­ding­wei­ser)
frühmorgentliches foto auf der edinburger strasse richtung süd-ost. in der entfernung sieht man den fernsehturm
edin­bur­ger stras­se (am ende sieht man den fern­seh­turm)
frühmorgentliches foto des beleuchteten eiffelturm am centre français
„eif­fel­turm“ am cent­re fran­çais
frühmorgentliches foto in der dauer-kleingartensiedlung „togo“ e.V.
klein­gar­ten­sied­lung „togo“ e.V.

ci­ty ki­no wed­ding

felix schwenzel in checkins


ich lie­ge seit mon­tag mit ei­nem schwe­ren män­ner­schnup­fen über­wie­gend im bett. an­ders als ka­me­le habe ich kei­ne ein­ge­bau­te ge­hirn-kli­ma­an­la­ge, wes­halb es mir schwer­fällt mit dem leicht über­hitz­ten kopf klar zu den­ken. wo­bei das mit dem klar den­ken ja oh­ne­hin sehr re­la­tiv ist, aber mo­men­tan eben re­la­tiv un­klar.

ei­gent­lich wenig über­ra­schend, dann aber doch irgendwie. via

Dabei wären [Koh­le­berg­wer­ke] aus­ge­spro­chen wichtig für unsere En­er­gie­ver­sor­gung. Nein, nicht um noch mehr Kohle zu fördern, sondern um die Körbe, jetzt gefüllt mit ir­gend­wel­chem schweren Kram, bei Son­nen­strom­über­schuss hoch­zu­zie­hen und sie dann, zum Beispiel nachts, wieder ab­zu­las­sen und dabei elek­tri­sche Energie zu erzeugen. Oder eben zu­rück­zu­ge­win­nen. Koh­le­berg­werks­schäch­te sind gross­ar­ti­ge Gra­vi­ta­ti­ons­bat­te­rien.

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This is the kind of video we’ve wanted to make for a long, long time: telling stories that bring forgotten people and distant eras to life. We are creating this channel on top of ever­y­thing else we do, because we have so many stories we want to tell! Ever­y­thing you see and hear is human made and no AI slop.

gute ge­schich­te, gut erzählt, über eine be­ein­dru­cken­de person (die „mäch­tigs­te piratin der ge­schich­te“).

The time is ripe for the founding of a di­sen­s­hit­ti­fi­ca­ti­on nation, an Ireland for di­sen­s­hit­ti­fi­ca­ti­on. I have no doubt that even­tual­ly, most or all of the countries in the world will drop their anti-cir­cum­ven­ti­on laws (the laws that ban the mo­di­fi­ca­ti­on of US tech exports). Once one country starts making these di­sen­s­hit­ti­fy­ing tools, there'll be no way to prevent their export, since all it takes to buy one of these tools from a cir­cum­ven­ti­on haven is an internet con­nec­tion and a payment method.

The Ireland for di­sen­s­hit­ti­fi­ca­ti­on wouldn't just have their pick of in­ter­na­tio­nal tech­no­lo­gists – they'd have plenty of Americans hungering for a better life. Two-thirds of young Americans "are con­side­ring leaving the US":

zwei drittel der jungen ame­ri­ka­ner überlegen die USA zu verlassen? wow. quelle ist eine studie der American Psy­cho­lo­gi­cal As­so­cia­ti­on über die newsweek schrieb. (her­vor­he­bung von mir.)

Ein wun­der­ba­rer Film, ac­tion­reich, politisch, witzig, sar­kas­tisch. Womit ich die Zu­sam­men­fas­sung mal an der Anfang setze. Schaut euch diesen Film an, er ist sehr gut.

sehe ich genauso.


foto eines geparkten wohnmobils. auf der windschutzscheibe steht in versalien: „TRUCK OF THE YEAR ’79“. die seitenscheibe des wohnmobils ist eingeschlagen.
foto vom #mor­gen­spa­zier­gang am frei­tag

TRUCK OF THE YEAR ’79


ix ❤️ RSS

felix schwenzel in über wirres

ich lebe seit ewig­kei­ten so­zu­sa­gen in mei­nem RSS-rea­der. neu­ig­kei­ten je­der art er­fah­re ich aus mei­nen > 419 abon­nier­ten feeds. der ein­zi­ge al­go­rith­mus dem ich in mei­nem RSS-rea­der be­geg­ne ist der, der nach da­tum sor­tiert.

es gibt we­ni­ge aus­nah­men zu die­ser re­gel: eine ist spie­gel.de, des­sen start­sei­te ich täg­lich ein­mal auf­ru­fe und „durch­ar­bei­te“ und eine an­de­re ist you­tube.com, des­sen al­go­rith­mus mir mei­ner mei­nung nach eine gute und pas­sen­de aus­wahl prä­sen­tiert. alle paar tage rufe ich hei­se.de auf. und neu­er­dings gehe ich ein- bis drei-täg­lich auf kon­stan­tins rea­der.kon­ne­xus.net. die feeds die dort an­ge­zeigt wer­den habe ich zwar auch zum gröss­ten­teil abon­niert, aber so kom­me ich dann bei der ei­nen oder an­de­ren quel­le auch mal auf der web­sei­te vor­bei, statt nur die fee­dan­sicht zu se­hen.

kon­stan­tins rea­der hilft mir auch kurz­fris­tig even­tu­el­le pro­ble­me mit mei­nem feed zu er­ken­nen. wenn man die gan­ze zeit an sei­nem kir­by rum­spielt, geht ja auch mal was ka­putt. na­tür­lich habe ich mei­ne feeds auch selbst abon­niert um ge­ge­be­nen­falls feh­ler oder pro­ble­me zu er­ken­nen. ich hab jetzt auch mein feed­ly-kon­to re­ak­ti­viert (in der kos­ten­lo­sen va­ri­an­te), um auch dort zu prü­fen, ob al­les in ord­nung mit mei­nen feeds ist.

und da fiel mir ges­tern und heu­te lei­der auf, dass die neu­en tem­pla­tes, die ich rund um mein neu­es fa­vo­ri­ten und book­mark sys­tem ge­baut habe, noch nicht für die RSS aus­ga­be op­ti­miert wa­ren.

ka­put­ter you­tube em­bed in feed­ly.com

ei­gent­lich gebe ich you­tube-em­beds, bil­der, vi­de­os, mast­o­don- und blues­ky-em­beds im RSS-feed mit ver­ein­fach­ten tem­pla­tes aus. im screen­shot sieht man, dass hier ein you­tube-em­bed mit dem front­end-code aus­ge­lie­fert wur­de. im front­end gibt’s den em­bed-code erst nach ei­nem (ja­va­script-) klick auf ein lo­ka­les vor­schau­bild. per RSS lie­fe­re ich den (you­tube) na­ti­ven em­bed-code aus, weil ja­va­script-ge­döns im RSS-feed nicht zu­ver­läs­sig funk­tio­niert und von ver­ant­wor­tungs­vol­len feed-rea­dern aus­ge­fil­tert wird.

je­den­falls soll­te das jetzt wie­der so funk­tio­nie­ren wie ge­dacht. die neu­en tem­pla­tes be­ach­ten jetzt alle die vor­ga­be im RSS ver­ein­fach­ten code aus­zu­ge­ben. ent­schul­di­gung für die sub­op­ti­ma­len RSS-lie­fe­run­gen in den letz­ten ta­gen.


wäh­rend ich da so bei feed­ly rum­klick­te, fiel mir auf, dass mei­ne alte feed-adres­se (wirres.net/index.xml), die wei­ter­hin funk­tio­niert, bzw. auf die neue feed-adres­se (wirres.net/feed/) wei­ter­lei­tet, laut feed­ly die­se ei­gen­schaf­ten hat:

2K fol­lo­wers / 13 ar­tic­les per week / #kul­tur #me­di­en #news

2K fol­lo­wers? das woll­te ich ei­ner­seits nicht glau­ben und dach­te an­de­rer­seits, dass feed­ly dann ja wohl eine ziem­lich gros­se an­zahl schlum­mern­der, also un­ge­nut­zer kon­ten ha­ben muss. ich hat­te mein feed­ly kon­to auch 3 bis 4 jah­re nicht ge­nutzt, bzw. ei­gent­lich oh­ne­hin nur für test­zwe­cke an­ge­legt. aber mei­ne neu­gier war ge­weckt und weil ge­mi­ni mir sag­te, dass feed­ly die ge­naue an­zahl der sub­scri­ber beim ab­ho­len des feeds nennt, ak­ti­vier­te ich heu­te nacht mei­ne apa­che ac­cess logs (die sind nor­ma­ler­wei­se de­ak­ti­viert) — und sie­he da:

- - - [18/Jan/2026:05:58:46 +0100] "GET /feed/ HTTP/1.1" 200 92596 "-" "Feedly/1.0 (+https://feedly.com/poller.html; 2483 sub­scri­ber>

die­se zahl wi­der­spricht al­ler­dings mei­nen ei­ge­nen mes­sung. seit ca. 30 ta­gen habe ich mei­nen feeds ei­nen ma­to­mo-image-tra­cker hin­zu­ge­fügt (ma­to­mo an­ony­mi­si­ert die letz­ten zwei bytes der IP-adres­se) und ma­to­mo zählt eher so um die 300 RSS-feed le­sen­de (uni­que vi­si­tors pro tag).

da mei­ne ma­to­mo-in­stanz (stats.wirres.net) auf ein­schlä­gi­gen wer­be­blo­cker-lis­ten steht, gehe ich da­von aus, dass min­des­tens ein drit­tel der auf­ru­fe un­ge­trackt sind. das wä­ren dann so um die 400 ak­ti­ve rss-abos — und wür­de be­deu­ten dass feed­ly min­des­tens 2000 schla­fen­de/un­ge­nutz­te wir­res.net abos hat. (feed­ly reicht den image tra­cker durch, fil­tert den nicht aus.)

auf­fäl­lig beim RSS-feed track­ing war üb­ri­gens, dass der ar­ti­kel darm­spie­ge­lung per RSS über­durch­schnitt­lich oft ge­le­sen wur­de. oder um­ge­kehrt dürf­te das ein zei­chen da­für sein, dass vie­le le­sen­de die ar­ti­kel­vor­schau mei­ner ar­ti­kel gar nicht an­kli­cken, aus­ser es in­ter­es­si­ert sie. und darm­spie­ge­lung scheint ein gu­ter in­ter­es­se-trig­ger zu sein.

tl;dr: ich gebe mir mühe mei­ne rss-feeds zu op­ti­mie­ren, das ge­lingt mir nicht im­mer. pro tag zäh­le ich der­zeit laut ma­to­mo bis zu 250 ein­zel­ne be­su­cher auf der web­sei­te und 300-400 ein­zel­ne le­ser per RSS.


sie­he auch:


kur­ze pau­se.

foto eines kahlen baums auf der bürgerwiese. der himmel ist diesig-grau, die wiesen grün-braun.

bür­ger­wie­se


sascha lobo schreibt jetzt seit 14 jahren kolumnen im spiegel.

mir sind saschas kolumnen auf spiegel.de mitt­ler­wei­le gröss­ten­teils zu kom­pli­ziert. viel­leicht brauche ich auch das eine wort, um sascha besser zu verstehen.

in der hier ver­link­ten kolumne führt sascha den begriff „Racket“ von max hork­hei­mer ein, ver­meint­lich um — wie an­ge­kün­digt — trump besser zu verstehen. das ist nicht un­in­ter­es­sant, aber auch wenig erhellend. dass trump ein gauner, lügner, betrüger und jemand ist, der seine macht ge­wis­sen­los zu seinem vorteil ausspielt, ahnte ich auch, bevor ich die kolumne gelesen habe.

früher hatte ich in saschas kolumnen ge­le­gent­lich diesen aha-moment oder so einen euphorie-blitz, den man bei guten texten, guten reden, filmen, serien oder anderen le­bes­si­tua­tio­nen hat. man könnte viel­leicht sagen saschas kolumnen sind schwer geworden, in mehr­fa­cher hinsicht: ihnen fehlt leich­tig­keit und humor, sie sind an­spruchs­vol­ler, dunkler, schlech­ter gelaunt als sie es einmal waren. viel­leicht liegt es aber auch daran, dass sascha ir­gend­wann aufgehört hat ans ende seiner kolumne ein tl;dr zu setzen.

das archiv von saschas kolumnen hat derzeit 39 seiten mit je 20 kolumnen. 20 kolumnen × 39 seiten = 780 kolumnen. das ist er­staun­lich, weil 14 jahre ungefähr 728 wochen haben, das heißt er hat 1,07 kolumnen pro woche ge­schrie­ben. allein das nötigt natürlich respekt ab. ich kam schon aus der puste, als ich nur quar­tals­wei­se eine kolumne schreiben sollte, die gewissen qua­li­täts­mas­stä­ben genügt (mein t3n-archiv).

judith horchert, die spiegel-re­dak­teu­rin saschas vertrauen, lob(o)huddelte sascha lobo an­läss­lich seines 10jährigen spiegel-online-kolumne-jubiläums (der artikel ist also 4 jahre alt), via.

Er­schre­ckend viele Texte von Sascha Lobo sind gut gealtert. Das liegt ei­ner­seits an Saschas Hell­sich­tig­keit und daran, dass er den Einfluss der Di­gi­ta­li­sie­rung auf die Ge­sell­schaft gut ver­stan­den hat und gut erklären kann.

ich hab mal ein, zwei stich­pro­ben gemacht, und muss sagen, judith horchert hat recht.

elizabeth tsurkov wurde im märz 2023 in bagdad entführt wurde und nach 903 tagen haft und folter frei­ge­las­sen. im atlantic schreibt sie über diese zeit.

I had no interest in “resisting” in­ter­ro­ga­ti­on under torture—after all, I had nothing real to hide, nothing I would not want to confess. So I freely admitted to whatever they seemed to want to hear: that I worked for the CIA and was a Mossad spy. To be both, of course, was hardly possible, but as these men beat me again and again over the next 14 weeks, I learned their bizarre con­spi­ra­cy theories—and tried to match my fables to theirs.

As my ex­pe­ri­ence showed, a heavy reliance on physical abuse makes for pro­fi­ci­ent torturers, not skilled in­ter­ro­ga­tors. Again and again, torture has proved to produce false con­fes­si­ons and bad in­tel­li­gence. The only knowledge that torture provides is the ultimate con­fir­ma­ti­on bias: in­for­ma­ti­on about the threats facing the regime that is entirely in line with the worldview of the torturers, who cha­rac­te­risti­cal­ly share the regime’s ge­ne­ra­li­zed paranoia.

YouTube Video Vorschaubild
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via coldheat.de:

Four-Byte Burger zeigt Re­stau­ra­ti­on, re­spek­ti­ve Re­pro­duk­ti­on eines digitalen Meis­ter­werks, von dem außer eines alten Fotos keine weiteren Kopien exis­tie­ren.

Doch damit endet es nicht. Ein Kommentar des ver­mut­lich ur­sprüng­li­chen Schöpfers des Kunst­werks zum Video versüßt den Tag:

How do you thank a total stranger from across the Atlantic Ocean who selects an obscure and ir­rele­vant piece of art you did years ago and turns it into an Ar­chaeo­lo­gi­cal-Techno Adventure Park Ride? (allow me to wipe tears from my eyes) And he got ever­y­thing RIGHT! – Thank you Stuart.

ich hab mir das video der re­kon­struk­ti­on sehr gerne angesehen. ich mag vor allem die idee, etwas pixel für pixel auf­zu­bau­en und dabei zu­zu­schau­en. und noch mehr mag ich die idee, den eigenen hand­lung­spiel­raum radikal ein­zu­schrän­ken (hier: anzahl der pixel und der farben).

grenzen, ein­schrän­kun­gen, tech­ni­sche li­mi­tie­run­gen beflügeln die kunst. umgekehrt, wenn alles möglich ist, wenn die einzige grenze das ist, was einem für einen prompt einfällt, dann wird das ergebnis ruck zuck sehr, sehr lang­wei­lig und un­span­nend . ich glaube wenn KIs maximal 640 × 480 px hoch auf­lö­sen­de bilder ausgeben könnten, wäre KI-kunst viel­leicht einen ticken in­ter­es­san­ter.

Wenn dagegen auch alte Leute unbesorgt durch den Schnee radeln wie in Oulu, weiß man: Wir sind auf dem richtigen Weg. Und den bei Weitem höchsten Rad­fah­rer­an­teil haben Kinder, die das ganze Jahr auf zwei Rädern zur Schule kommen, auch bei minus 30 Grad – ganz selbst­ver­ständ­lich ohne Eltern. So gewöhnen sie sich an einen gesunden, un­ab­hän­gi­gen Lebensweg.

Auf der Website der Stadt kann man in Echtzeit sehen, welche Wege die Schnee­pflü­ge zuletzt geräumt oder gestreut haben. Die Stadt hat drei ver­schie­de­ne Klassen von Rad- und Fußwegen fest­ge­legt und ga­ran­tiert dafür eine bestimmte Qualität im Win­ter­dienst.

ich habe mich kürzlich gefragt, was das über eine stadt aussagt, die sich im winter, bei schnee, eis und glätte nur um die strassen kümmern will. die nach­rich­ten sprachen in der vor­letz­ten woche davon, dass die not­auf­nah­men voller menschen mit ge­bro­che­nen knochen waren — weil die gehwege nicht aus­rei­chend geräumt waren.

in de­ust­ch­land ist den städten das wohl der menschen im winter offenbar egal, ausser sie fahren auto. für diese menschen, bzw. den win­ter­dienst für strassen, stehen in berlin um die 60 bis 70 millionen euro zur verfügung. die reinigung der gehwege schiebt der senat, wie die meisten deutschen städte, auf die haus­ei­gen­tü­mer ab — was ganz of­fen­sicht­lich nicht funk­tio­niert. radwege scheinen auch nicht mit priorität geräumt zu werden, der fokus liegt klar darauf autos freie und sichere fahrt zu ver­schaf­fen.

fahr­rad­fah­rer und fuss­gän­ger müssen mit ausreden und aus­flüch­ten vorlieb nehmen, statt sich bei schnee und eis sicher fort­be­we­gen zu können.

selbst die simple idee, kindern jederzeit einen sicheren schulweg zur verfügung zu stellen, den sie mit dem fahrrad, zu fuss bei jeder witterung nutzen können scheint den meisten menschen ein absurdes ansinnen zu sein. geld für solche ansinnen will niemand in­ves­tie­ren — kin­der­schutz­mass­nah­men die etwas kosten schaffen es selten in po­lit­ker­re­den oder schlag­zei­len, ganz anders als mass­nah­men die nichts kosten. und bei autos sieht das sowieso ganz anders aus. dafür scheint immer geld da zu sein.

Mün­te­fe­ring war fast alles: Stadtrat, SPD-Ge­ne­ral­se­kre­tär, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der, Ver­kehrs­mi­nis­ter, So­zi­al­mi­nis­ter, SPD-Par­tei­vor­sit­zen­der, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes, Vor­sit­zen­der der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Se­nio­ren­or­ga­ni­sa­ti­on.

Er war sicher flexibel und taktisch versiert, sonst hätte er es nicht fast ganz bis an die Spitze geschafft. Auch be­herrsch­te er die alte SPD-Folklore: von „Glück auf!“ bis zu den Heu­schre­cken. Aber er konnte stehen, stand­hal­ten. War ohne Ansehen der Person loyal: gegenüber Gerhard Schröder, gegenüber Angela Merkel, die ihm beide fremd waren. Ein Partei- wie ein Staats­die­ner.

ich wundere mich immer wie menschen wie franz mün­te­fe­ring (oder jochen vogel oder helmut schmidt) ent­stan­den sind. dieses pflicht­be­wusst­sein und dieses kom­pro­miss­lo­se staats­die­ne­ri­sche. sich ohne unterlass für das all­ge­mein­wohl einsetzen, ständig im kampf­mo­dus um seine über­zeu­gun­gen durch­zu­set­zen.

ich war politisch nicht immer einer meinung mit dem was mün­te­fe­ring durch­zu­set­zen versuchte, aber ich habe ihm immer ab­ge­nom­men, dass er immer das beste für das staats- und all­ge­mein­wohl erreichen wollte — und dass es ihm nicht darum ging, das beste für sich raus­zu­ho­len oder macht um der macht willen zu sammeln. er und einige andere politiker seiner bauart waren für mich immer eine art per­so­ni­fi­ka­ti­on für den be­schwer­li­chen und dienenden marsch durch die in­sti­tu­tio­nen. keine ab­kür­zun­gen, immer mit respekt vor dem de­mo­kra­ti­schen staats­we­sen. kein zündeln, kein hetzen gegen min­der­hei­ten um mehr­hei­ten zu erreichen, keine mas­ken­de­als, bei denen man sich oder seine bekannten auf kosten des staates be­vor­teilt.

das war zumindest über­wie­gend mein gefühl, wenn ich franz mün­te­fe­ring sah, dass ich ihm gerne ein mandat geben würde und glaubte, dass er keinen scha­ber­nack damit treiben würde.


sperr­mül­le­vent vor der haus­tür (bsr kiez­ta­ge)


glet­scher­wan­de­rung

felix schwenzel in bilder

schnee und eis sind teil­wei­se weg­ge­schmol­zen, aber heu­te nacht zog es dann wie­der an, wes­halb sich die wan­de­rung in den reh­ber­gen ein biss­chen wie eine glet­scher­wan­de­rung an­fühl­te und aus­sah.

zugefrorener weg in den rehbergen, der ein bisschen an einen gletscher erinnert.

sieht aus wie ein qua­si-glet­scher

foto vom zugefrorenem schifffahrtkanal, teilweise sind schollen abgebrochen und wieder überfroren

zu­ge­fro­re­ner schif­fahrts­ka­nal