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aris­ti­de-bri­and-brü­cke

felix schwenzel in checkins

bus kommt be­stimmt bald.


fa­vo­ri­ten KW3 2026

felix schwenzel in favoriten


wie ich die­se li­kes-samm­lung ge­baut habe: ma­king of fa­vo­ri­ten


ma­king of fa­vo­ri­ten

felix schwenzel in über wirres

ich hab mich ge­fragt, war­um soll ich die samm­lun­gen von maston- und blues­ky-bei­trä­gen ei­gent­lich lieb­lings­trööts nen­nen? blues­ky-bei­trä­ge sind ja ge­nau­so we­nig trööts wie sie tweets sind. viel­leicht soll­te man alle kurz­bei­trä­ge im in­ter­net tweets nen­nen? oder bei sam­lun­gen nicht das bei­trags­platt­form be­nen­nen, son­dern die samm­lung. also hab ich mir über­legt, dass ich

  1. re­gel­mäs­sig fa­vo­ri­ten­samm­lun­gen ver­öf­fent­li­che, statt lieb­lings­trööts.
  2. die fa­vo­ri­ten jetzt et­was an­ders samm­le, näm­lich fort­lau­fend und hier: fa­vo­ri­ten

die fa­vo­ri­ten er­sch­ei­nen erst auf den haupt­sei­ten (und im RSS feed), wenn ich sie in samm­lun­gen bünd­le, vor­her schwim­men sie im fa­vo­ri­ten­strom im hin­ter­grund. ge­nau­so ma­che ich das jetzt auch mit book­marks, die ich dann re­gel­mäs­sig zu (kom­men­tier­ten) link­samm­lun­gen bünd­le.

bis­her habe ich links oder book­marks fast aus­schliess­lich auf pin­board ge­spei­chert, ent­we­der per book­mar­klet aus dem brow­ser oder aus mei­nem RSS-rea­der mi­ni­flux, der sie per per API dort si­chert oder auf dem te­le­fon mit ei­ner sha­ring-ex­ten­si­on. das mach ich ge­ge­be­nen­falls auch wei­ter so, aber haupt­säch­lich samm­le ich fa­vo­ri­ten und book­marks ab jetzt di­rekt auf wir­res.net per book­mar­klet und quill. quill rufe ich per book­mar­klet auf, dann lässt quill mich bei book­marks noch den in­halt be­ar­bei­ten und si­chert den fa­vo­ri­ten oder das book­mark dann per mi­cro­pub hier auf wir­res.net. für ei­nen fa­vo­ri­ten sieht der vor­gang in etwa so aus:

mir ge­fällt die­ser work­flow. für die samm­lun­gen ver­lin­ke ich die so ge­si­cher­ten fa­vo­ri­ten oder book­marks und kir­by bet­tet sie ent­spre­chend ein. auch die­ses vor­ge­hen ge­fällt mir gut, weil ein­zel­ne favs und book­marks dann qua­si eine per­ma­link url ha­ben (per # un­ter dem em­bed ver­linkt).

ich fin­de das kon­zept des im hin­ter­grund leicht rau­schen­den fa­vo­ri­ten- und book­mark­stroms sehr an­spre­chend. es stört nie­man­den, er­freut mich aber und wer das rau­schen hö­ren will, kann je­der­zeit auf wir­res.net/fa­vo­ri­ten oder wires.net/book­marks ge­hen. noch gibt’s dazu kei­nen RSS feed, so­bald mich auch nur eine per­son fragt, setz ich das aber be­stimmt gleich um.


für mei­nen mög­li­chen #rp26 vor­trag muss ix mich jetzt wohl zum the­ma exis­ten­zia­lis­mus up­da­ten und ne li­te­ra­tur­lis­te durch­ar­bei­ten. habt ihr tipps, ab­seits der üb­li­chen ver­däch­ti­gen?


darm­spie­ge­lung

felix schwenzel in notiert

weil mei­ne haus­ärz­tin es mir vor­schlug, habe ich mir vor ei­nem hal­ben jahr ei­nen ter­min zur darm­spie­ge­lung von der bei­fah­re­rin or­ga­ni­sie­ren las­sen. am diens­tag war es so­weit.

zur vor­be­rei­tung der darm­spie­ge­lung muss man den darm (na­tür­lich) erst­mal lee­ren. am tag vor der un­ter­su­chung darf man ab neun uhr nichts mehr es­sen, fünf tage vor­her muss­te ich be­reits auf ker­ne, nüs­se und alle voll­kör­ni­ge ver­zich­ten. ei­nen tag vor­her muss man ziem­lich ek­li­ge ab­führ­flüs­sig­keit trin­ken. das hat­te ich noch in schlech­ter er­in­ne­rung von mei­nen vor­he­ri­gen darm­spie­ge­lun­gen. aber da die an­lei­tung dar­auf hin­wies, dass ich zwei­mal ei­nen hal­ben li­ter von dem zeug „lang­sam, in klei­nen schlü­cken“, über eine stun­de ver­teilt trin­ken soll, war das dann ziem­lich ent­spannt. aus­ser­dem emp­fahl die an­lei­tung dazu auch noch ei­nen hal­ben li­ter kla­res was­ser zu trin­ken, da­mit war es dann fast ein ver­gnü­gen.

durch die zeit­li­che ent­zer­rung der darm­rei­ni­gungs­flüs­sig­keits­auf­nah­me, lief auch das ent­lee­ren des darms re­la­tiv ge­sit­tet ab. mir fiel auf, wie ho­me­of­fice, ist auch home­dar­ment­lee­rung sehr viel an­ge­neh­mer als in ei­nem war­te­zim­mer oder kran­ken­haus.

für die ko­lo­sko­pie selbst hat­te ich mir vor­ge­nom­men auf eine be­täu­bung oder „schlaf­sprit­ze“ zu ver­zich­ten. mei­ne bis­he­ri­gen darm­spie­ge­lun­gen hat­te ich auch alle ohne be­täu­bung ge­macht und auch wenn ich mich dar­an er­in­ne­re dass das nicht be­son­ders an­ge­nehm war, vor al­lem wenns um die kur­ven geht und luft in den darm ge­pumpt wird, woll­te ich es die­ses mal auch so ma­chen. al­lein schon das gan­ze ge­we­se mit ab­ho­len las­sen, auf­wach­raum und den rest­li­chen tag nicht ganz bei mir sein zu kön­nen hielt mich schon da­von ab mich be­täu­ben zu las­sen.

ich muss sa­gen: an­ge­nehm ist das nicht, aber schlim­mer als ein quer­sit­zen­der furz ist es auch nicht. und ich konn­te so auch mal wie­der in mich rein­gu­cken und small­talk mit den an­we­sen­den ma­chen. un­ter­wegs fand der arzt ein paar po­ly­pen, die er ein­fach ab­schnitt und die ab­schnit­te dann raus­zog zur his­to­lo­gi­schen un­ter­su­chung. die rei­se durch den darm ging bis zum dünn­darm und dau­er­te so um die 10 mi­nu­ten.

für die darm­rei­ni­gung woll­te mir der arzt nicht die best­no­te ge­ben, aber die sicht war schon ziem­lich klar. ich war wie­der be­geis­tert wie auf­ge­räumt es in mir aus­sieht. und die tech­nik! das en­do­skop kann mit ei­nem was­ser­strahl die darm­wän­de ab­zu­sprit­zen, die lin­se war nicht eine se­kun­de be­schla­gen oder ver­schmiert, das bild war durch­ge­hend kris­tal­klar. ir­gend­wie scheint die tech­nik ins­ge­samt fort­schrit­te ge­macht zu ha­ben, denn auch die mör­der­blä­hun­gen die ich nach den letz­ten un­ter­su­chun­gen die­ser art hat­te, blie­ben dies­mal aus.

in drei jah­ren soll ich wie­der­kom­men um noch­mal ei­nen blick auf die po­ly­pen zu wer­fen. freu ich mich nicht un­be­dingt drauf, aber im prin­zip wür­de ich schon sa­gen: ger­ne wie­der.

die wich­tigs­te er­kennt­nis habe ich nach­träg­lich ge­won­nen, war mir in der form noch gar nicht klar: das was ich esse braucht un­ge­fähr 23 stun­den, bis die res­te wie­der aus­ge­schie­den wer­den. ich dach­te ei­gent­lich dass ich mir mit der ver­dau­ung mehr zeit neh­me.


apro­pos darm, ich glau­be die­ses „hand­werks­kunst“ vi­deo, in dem man ei­nem chir­ur­gen bei ei­ner darm­ope­ra­ti­on zu­se­hen kann, hat­te ich schon mal emp­foh­len. am fas­zi­nie­ren­s­ten fin­de ich die äs­the­tik des ein­griffs und des mensch­li­chen in­nen­le­bens. da ist ei­gent­lich nichts ek­li­ges zu se­hen und auch das aus­ei­an­der­schnei­den und wie­der zu­sam­men­fü­gen des darms sieht bei­na­he tri­vi­al ein­fach und un­spek­ta­ku­lär aus.


ges­tern popp­te in mei­nem RSS feed ein sehr lan­ger, neu­er lo­rem-ip­sum-text auf spree­blick.com auf. ger­ne ge­le­sen, mitt­ler­wei­le lei­der wie­der ge­löscht.


mein vor­trags­vor­schlag für die re­pu­bli­ca 2026

felix schwenzel in artikel

ich habe 90 mi­nu­ten vor dem ende der dead­line mei­nen vor­trags­vor­schlag für die re­pu­bli­ca die­ses jahr ein­ge­reicht. ei­gent­lich woll­te ich mei­ne ein­rei­chung zu­erst um die idee wi­ckeln die eine fern­seh­se­rie (plu­ri­bus) in mir ge­weckt hat: was, wenn es gar nicht so toll ist, wenn in der welt frie­den herrscht, alle zu­frie­den sind und sich ge­gen­sei­tig lie­ben? die­se höchst kon­train­tui­ti­ven ge­dan­ken wür­de ich ger­ne aus­wal­zen und trotz­dem die fra­ge be­ant­wor­ten, wie man an­ge­sichts der welt­la­ge op­ti­mis­mus und mo­ti­va­ti­on auf ei­nem er­träg­li­chen ni­veau hält.

am ende is­ses dann et­was ge­ne­ri­scher ge­wor­den und an­ge­sichts der vie­len vor­be­rei­tungs­ar­beit die so ein vor­trag und die vor­ab auf­ge­stell­ten stei­len the­sen be­deu­ten, wün­sche ich mir bei­na­he, dass mein vor­schlag die­ses jahr ab­ge­lehnt wird.

das habe ich eben ein­ge­reicht:

Die Welt ist scheis­se — und das ist auch gut so

So­bald wir ak­zep­tie­ren, dass die Welt vol­ler Un­ge­rech­tig­keit, Schmerz und Ab­sur­di­tät ist, kön­nen wir uns dem Schö­nen zu­wen­den. Das Schlech­te ist nicht wün­schens­wert, aber not­wen­dig. Es ist der Roh­stoff, aus dem Sinn, Kunst, Fort­schritt und Op­ti­mis­mus über­haupt erst ent­ste­hen.

Die Welt in der wir le­ben hat nichts müt­ter­li­ches, auch wenn der Volks­mund das seit Jahr­tau­sen­den be­haup­tet. Die Welt macht ihr Ding, nimmt ih­ren Lauf und be­ach­tet uns Men­schen nicht wei­ter. Wir Men­schen ma­chen es uns Men­schen auch nicht ge­ra­de leicht, im Ge­gen­teil. Aber ge­nau die Fein­se­lig­keit und Ab­sur­di­tät der Welt ist die Quel­le aus der wir Op­ti­mis­mus, Kraft für Ver­än­de­rung und Glück schöp­fen kön­nen. Op­ti­mis­mus muss kei­ne Schön­fär­be­rei sein und ist nicht der Glau­be, dass al­les gut wird. Op­ti­mis­mus ist die Ent­sch­ei­dung, in ei­ner be­schis­se­nen Welt trotz­dem Be­deu­tung zu er­zeu­gen.

In die­sem Sin­ne möch­te ich 30 Mi­nu­ten Op­ti­mis­mus ver­brei­ten.


sie­he auch:


foTo vom goethepark, der schnee und das eis sind zu 70% geschmolzen, man sieht grosse pfützen und das verbliebene eis glänzt

goe­the­see


kreuz in den rehbergen in der nähe vom plötzensee. es herrscht grau-bewölkt und sehr trauriges wetter.

ge­denk­wet­ter


mi­cro­pub

felix schwenzel in über wirres

bis vor kur­zem hab ich in­sta­gram vor al­lem des­halb be­nutzt, weil es so ein­fach da­mit ist fo­tos oder vi­de­os vom te­le­fon ins netz zu brin­gen. in­sta­gram hat das pos­ten von me­dia­da­tei­en von an­fang an wirk­lich ein­fach ge­macht. ich er­in­ne­re mich, dass frü­her, als das mo­bi­le netz noch sehr, sehr lang­sam war, bil­der nicht erst mit dem ver­öf­fent­li­chen but­ton hoch­ge­la­den wur­den, son­dern schon vor­her, im hin­ter­grund hoch­ge­la­den wur­den. das fühl­te sich da­mals wie zau­be­rei an.

mitt­ler­wei­le hat in­sta­gram fleis­sig al­les in sei­ner app ver­schlech­tert. das geo­tag­ging ist seit dem ab­schied von fours­qua­re aus der in­sta­gram-app nicht mehr wirk­lich gut zu ge­brau­chen, ich be­kom­me mei­ne bei­trä­ge rnur un­ter gröss­ten an­stren­gun­gen auch wie­der aus in­sta­gram raus und über­haupt, we­gen di­gi­ta­le un­ab­hän­gig­keit und so, ver­öf­fent­li­che ich fo­tos und vi­de­os ei­gent­lich fast nur noch hier auf wir­res.net.

das ist zwar auch nicht ganz un­kom­pli­ziert, aber da­für ganz ge­nau so wie ich es will. der feuch­te blog­ger traum vom „mo­blog­gen“, also dem mo­bi­len blog­gen, ist mit kir­by zwar grund­sätz­lich mög­lich, er­for­dert aber ziem­lich spit­ze fin­ger und viel ge­duld. ge­nau das was ich un­ter­wegs nicht habe, wes­halb ich mei­ne mor­gen­spa­zier­gangs-fo­tos meist erst ein paar stun­den spä­ter ver­öf­fent­li­che, am desk­top.

vor ein paar mo­na­ten habe ich own­y­ours­warm re­ak­ti­viert, mit dem ich mei­ne swarm check­ins ins blog hie­ven kann (wir­res.net/check­ins). da­mit hat­te ich eine sehr ein­fa­che mög­lich­keit, bil­der (in­klu­si­ve geo­da­ten) mit kir­by auf wir­res.net zu ver­öf­fent­li­chen. den mi­cro­pub-end­punkt, der da­für nö­tig ist, hat­te ich mir da­mals mit chatGTP zu­recht­ge­häm­mert. so rich­tig gut war die im­ple­men­tie­rung des mi­cro­pub-end­punkts al­ler­d­insg nicht. des­halb hab ich das jetzt noch­mal mit cur­sor über­ar­bei­tet und ge­ne­ri­scher nutz­bar ge­macht. so kann ich jetzt auch mit quill kur­ze bei­trä­ge — und vor al­lem fo­tos — auf wir­res.net ver­öf­fent­li­chen. für quill müs­sen die fin­ger nicht so spitz sein wie im mo­bi­len kir­by front­end und die an­zahl der op­tio­nen ist ra­di­kal re­du­ziert — und trotz­dem kann ich im hin­ter­grund al­les so ein­stel­len wie ich es möch­te und brau­che.

quill no­tiz-ein­ga­be­mas­ke

es gibt auch eine ein­fa­che mög­lich­keit geo­da­ten an den bei­trag zu hän­gen, ich kann be­lie­big vie­le fo­tos hoch­la­den und op­tio­nal die „syn­di­zie­rung“ ak­ti­vie­ren, also den bei­trag au­to­ma­tisch auf mast­o­don und blues­ky wei­ter­ver­öf­fent­li­chen (als platz­hal­ter steht dort noch twit­ter, syn­di­ziert wird aber nur zu mast­o­don und blues­ky).

ges­tern früh habe ich in­ner­halb von 60 se­kun­den das hier aus dem volks­park reh­ber­ge ge­pos­tet: die­sig, in­klu­si­ve au­to­ma­ti­scher ver­öf­fent­li­chung auf mast­o­don und blues­ky.

mich ma­chen sol­che spie­le­rei­en sehr glück­lich, ei­ner­seits weil mich teil­au­to­ma­ti­sie­run­gen im­mer glück­lich ma­chen und an­de­rer­seits, weil da noch po­ten­zi­al für wei­te­re au­to­ma­ti­sie­rung und mass­schnei­de­rung auf mei­ne be­dürf­nis­se schlum­mert.

ein wei­te­res ex­pe­ri­ment sind book­marks die ich mit ei­nem quill-book­mar­klet ein­fach aus dem brow­ser in wir­res.net pos­ten kann. ob und wie ich das lang­fris­tig nut­ze, muss ich noch raus­fin­den, aber theo­re­tisch hab ich mit wir­res.net/book­marks jetzt ei­nen er­satz für pin­board.in.


die­sig



fol­gen­der 1000: @jk­beet­le

profil-headerbild von @jkbeetle@mastodon.social in dem er das ikonische gif von carl sagan („mind blown““) nachstellt.
mastodon-screenshot der meinen aktuellen follower-count anzeigt: 1000 (stand 12.01.2026)

sonnenaufgang über der togostrasse

aus der kraut­re­por­ter mor­gen­post; „Mor­gen­rot, schlecht Wet­ter droht“

mal schaun.


fri­da hat­te heu­te zum ers­ten mal seit vie­len jah­ren kei­ne lust spa­zie­ren zu ge­hen. kurz vor den reh­ber­gen frag­te sie mich, ob wir wie­der zu­rück­ge­hen könn­ten. ich schlug auf dem rück­weg noch ei­nen schlen­ker über die mül­ler­stras­se vor, ein an­ge­bot was sie nor­ma­ler­wei­se nie aus­schlägt, weil es dort im­mer le­cker nach dö­ner riecht und ge­le­gent­lich dö­ner auf der stras­se liegt. nee, sie woll­te lie­ber di­rekt nach hau­se. geht mir ehr­lich­ge­sagt auch bei dem wet­ter so, ich den­ke draus­sen dann im­mer: die be­we­gung kann ich ja zu­hau­se ma­chen, lie­ge­stüt­zen und klimm­zug­übun­gen und so, über den tag ver­teilt, drei mal, dann be­komm ich trotz kurz­spa­zier­gang auch aus­rei­chend be­we­gung. lei­der ver­ges­se ich die gym­nas­tik zu­hau­se dann ger­ne. ges­tern nur ein­mal 13 (lang­sa­me) lie­ge­stüt­zen, statt drei­mal, im­mer­hin ziem­lich viel an der klimm­zug­stan­ge rum­ge­zo­gen.


ich bin heu­te und mor­gen krank­ge­schrie­ben weil ich mor­gen darm­spie­ge­lung habe. ich bin jetzt ja im vor­sor­ge­al­ter. in den letz­ten 5 ta­gen muss­te ich mich kern­los und bal­last­stoff­arm er­näh­ren. das fiel mir sehr schwer, weil ich mich ei­ner­seits ge­ra­de dar­an ge­wöhnt habe be­son­dern bal­last­stoff­reich zu es­sen und an­de­rer­seits of­fen­sicht­lich al­les was ich ger­ne esse ent­we­der vie­le ba­last­stof­fe oder ker­ne ent­hält oder aus nüs­sen ist. heu­te bin ich der emp­feh­lung auf dem zet­tel der arzt­pra­xis ge­folgt und habe 2-4 schei­ben toast mit „streich­wurst“ oder „streich­kä­se“ ge­ges­sen. das ver­gnü­gen hielt sich in gren­zen, ein def­ti­ger sa­lat zum früh­stück oder das abend­es­sen vom vor­tag liegt mur zum früh­stück sehr viel mehr. aber trotz­dem le­cker.

wo­bei: der reiz von toast­brot er­schliesst sich mir nicht mehr zu 100%. dunk­le­res oder kör­ni­ge­res brot ist so viel mehr be­frie­di­gend und ge­schmack­voll. was ich aber zu­ge­ben muss: der hefe-duft, der aus ei­ner tüte toast quillt, ist schon toll.

der toast ist die letz­te fes­te nah­rung die ich in den nächs­ten 24 bis 30 stun­den zu mir neh­men wer­de. auch wenn das nie­man­den in­ter­es­si­ert, ich bin mal ge­spannt wie ich dies­mal die ab­führ­flüs­sig­keit ver­tra­gen wer­de und ob sie auch wie­der lie­ber oben aus­tre­ten möch­te als un­ten. ich wer­de be­rich­ten.

foto des darmreinungsmittels, das ich zur vorbereitung meiner darmspiegelung bekommen habe. bemerkenswert: mango- und fruchtpunsch-aroma

ple­nvu darm­rei­nungs­mit­tel mit man­go- und frucht­punsch-aro­ma


foto von der grossen wiese in den rehbergen, die wiese ist mit festgetretenem schnee bedeckt, im hintergrund geht langsam die sonne auf
-7°C, schnee, fri­da, son­nen­auf­gang

lieb­lings­trööts de­zem­ber 2025 / ja­nu­ar 2026

felix schwenzel in favoriten


er­freu­lich und er­schü­ternd

felix schwenzel in notiert

er­schü­ternd und er­freu­lich zu­gleich, wie viel men­schen nach spitz­kohl zu­be­rei­tungs­mög­lich­kei­ten im air­fry­er su­chen. seit ich wie­der an­ge­fan­gen habe zu blog­gen, schick­te mir goog­le kon­se­quent kei­ne be­su­cher mehr vor­bei.

die lan­ge bei­trags­pau­se und kur­ze off­line-zeit 2024/2ß25 ha­ben mei­ne re­le­vanz aus goog­le sicht auf 0 ge­dreht. lang­sam nä­hert sich goog­le mei­ner web­site wie­der an, goog­le frisst mir die ma­schi­nen­les­abren re­zep­te zu­zu­sa­gen aus der hand. und po­si­tio­niert mich bei be­stimm­ten such­be­grif­fen aus dank­bar­keit (oder op­por­tu­nis­mus?) ganz nach oben.

was mir an den op­ti­mie­run­gen mei­ner web­site ge­fällt: das sind al­les tech­ni­sche op­ti­mie­run­gen die po­ten­zi­ell al­len ma­schi­nen, craw­lern und men­schen zu­gu­te­kom­men, in­halt­lich op­ti­mie­re ich wei­ter­hin nichts.

oder an­ders ge­sagt: vie­le re­zep­te-ver­of­fent­li­chen­de glau­ben ja of­fen­sicht­lich, dass es eine ef­fek­ti­ve such­ma­schi­nen­op­tie­rungs­mass­nah­me sei vor ei­nem re­zept 400 ab­sät­ze über die ge­schich­te des re­zeots, der zu­ta­ten und der welt zu schrei­ben, be­vor man nach 16 ki­lo­me­tern end­lich beim re­zept an­langt. of­fen­bar dient das auch dazu eine län­ge­re ver­weil­dau­er zu er­zeu­gen und da­mit „en­gan­ge­ment“ zu si­mu­lie­ren.

um so er­freu­li­cher, wenn goog­le auch das ge­gen­teil, ein hin­ge­rot­zes re­zept, mit ei­nem ex­trem schlech­ten foto, orth­gra­phisch frag­wür­di­ger und kon­se­quen­ter klein­schrei­bung, nach oben be­för­dert. wäre doch zu schön, wenn der goog­le al­go­rit­mus ir­gend­wann re­zept-blog­ge­rin­nen dazu zwin­gen wür­de schnell zum punkt (re­zept) zu kom­men.


das jahr ist schon 10 tage alt und ich habe das ge­fühl, dass es jetzt nicht mehr lan­ge dau­ert und das jahr ist schon wie­der vor­bei.

der gros­se an­ge­kün­dig­te sturm blieb in ber­lin aus, das wet­ter fror ein­fach so vor sich hin, statt ag­gres­siv zu wer­den. das ist nicht das ers­te mal, dass mei­ne be­nach­rich­ti­gun­gen auf dem han­dy vol­ler war­nun­gen und ver­vor­sich­ti­gun­gen wa­ren und dann am ende we­der wind, noch schnee oder or­kan auf­ka­men. mir ist schon klar, dass wet­ter­vor­her­sa­gen kom­ple­xe wahr­schein­lich­keits­re­chun­gen sind und ein schmet­ter­ling in ost­asi­en den win­ter­sturm po­ten­zi­ell ver­hin­dern oder mit­aus­lö­sen kann. aber viel­leicht soll­ten die war­nungs­er­zeu­ger trotz­dem noch­mal ihre kom­mun­ka­ti­ons­stra­te­gien über­den­ken und war­nun­gen mit mehr kon­junk­ti­ven prä­sen­tie­ren und ent­war­nun­gen mit der glei­chen reich­wei­te und wucht ver­brei­ten wie die ur­sprüng­li­chen war­nun­gen. weil so bleibt bei mir ir­gend­wie die fra­ge hän­gen: wie ernst wer­de ich die nächs­te war­nung neh­men?

glei­ches gilt für die war­nun­gen zum strom­aus­fall im sü­den ber­lins. den strom­aus­fall hat bei mir kei­ne der in­stal­lier­ten warn­app am 3. ja­nu­ar an­ge­kün­digt. daür be­kam ich am 7. ja­nu­ar mit viel ge­tö­se eine „Ex­tre­me Ge­fahr WAR­NUNG MIT­TEL“ und kurz da­nach, mit­ten in der nacht eine „Ge­fah­ren­in­for­ma­ti­on ENT­WAR­NUNG“ die mein te­le­fon schrei­en liess.

screenshot von warnungen und entwarnungen die mich am 7.1.2026 erreicht haben

war­nun­gen und ent­war­nun­gen

das ist ein biss­chen so, als ob die he­rol­de der se­nats­ver­wal­tung um 22 uhr sturm klin­geln um zu sa­gen: „al­les OK, KEIN GRUND ZUR SOR­GE, BIT­TE SCHLA­FEN SIE WEI­TER! und be­den­ken sie, nach 18 uhr kein glas in glas­con­tai­ner zu wer­fen, da­mit ihre mit­bür­ge­rin­nen in ih­rer nacht­ru­he nicht ge­stört wer­den!“

je­den­falls war es heu­te zum mor­gen­spa­zier­gang wie­der -6°C aber es wirk­te ir­gend­wie mil­der als in den vor­he­ri­gen ta­gen. zum teil kann das dar­an ge­le­gen ha­ben, dass ich heu­te zum ers­ten mal mei­ne win­ter­ja­cke, statt mei­nes som­mer­män­tel­chens trug. zum an­de­ren blies kein wind, was die ge­fühl­te tem­pe­ra­tur er­höht ha­ben dürf­te.

alle men­schen und hun­de die wir heu­te früh tra­fen wa­ren ex­trem ent­spannt. fri­da auch, ob­wohl sie mich 5 mal frag­te ob es ok sei, wenn sie mal kurz ei­nen ex­kurs ins un­ter­holz macht um dort even­tu­ell sit­zen­de vö­gel auf­zu­schre­cken. ich liess sie ge­wäh­ren, auch weil sie vor­her über­eif­rig folg­sam war, als ich sie dar­um bat.

sonnenaufgang über der catcherwiese in den rehbergen. im vordergrund glänzt der zu eis festgestampfte schnee in der morgensonne, im hintergrund kahle böume

cat­cher­wie­se


schnel­le gur­ken­sticks mit knob­lauch

felix schwenzel in rezepte

das re­zept hab ich die­ses jahr weih­nach­ten von mei­ner mut­ter mit­ge­nom­men und es ist so­wohl ein­fach als auch un­glaub­lich le­cker.

ich habs ex­tra noch­mal re­cher­chi­ert: es kommt kein öl rein. die lo­gik da­hin­ter: das sind schnell (an-) fer­men­tier­te gur­ken die, wie an­de­re ein­ge­leg­te gur­ken, ohne öl aus­kom­men. das re­zept kommt aus der ukrai­ne.

eigentich mag ich gurken lieber geschält, für dieses rezept lass ich sie aber dran, man bekommt so nochmal einen ticken mehr crunch. die schärfe des knob­lauchs, die säure des essigs und die frischen gurken bilden einen an­ge­neh­men und köst­li­chen kontrast. aus ge­wohn­heit tröpfel ich ge­le­gent­lich etwas öl dazu, aber ei­gent­lich gehört hier kein öl rein. mit dill schmeckt’s ukrai­nisch, aber es geht auch ohne dill, der knoblauch — viel davon — muss aber sein.

foto der fertigen gewürzten gurkensticks, man sieht den gequetschten knolauch auf den gurken

zutaten

  • 1 ungeschälte (bio) gurke
  • 1-3 el es­sig (zum beispiel weis­ser bal­sa­mi­co)
  • 1 tl salz
  • viel knoblauch gerieben oder gequetscht (z.b. 1 so­lo­knob­lauch oder 4-8 normale zehen)
  • viel dill (optional)

zubereitung

  1. die gur­ke in gro­be sticks schnei­den

  2. 1-3 ess­löf­fel es­sig, 1 tee­löf­fel salz, den knob­lauch hin­zu­fü­gen, optional auch den dill, al­les gut ver­rüh­ren.

  3. min­des­tens 10 mi­nu­ten durch­zie­hen las­sen. 1-3 stunden ist wohl tra­di­tio­nell, damit setzt dann auch schon etwas fer­men­ta­ti­on ein und wenn die sticks grob genug ge­schnit­ten sind, bleiben die sticks trotzdem schön knackig.

gurkensticks angerichtet mit einem tilapia filet und etwas sambal olek
die sticks pas­sen her­vor­ra­gend zu fisch (hier ti­la­pia) und al­lem was sonst auch mit gur­ken­sa­lat zu­sam­men geht

mor­gen­spa­zier­gang 09.01.2026

felix schwenzel in bilder

-6°C, wind kommt auf, leich­ter neu­schnee, gute lau­ne, kal­te hän­de und ein biss­chen son­nen­auf­gang.

foto eines auf einen baum aufgemalten herz im volkspark rehberge

ei­gent­lich ha­ben bäu­me kein herz. die­ser schon.

foto von der catcherwiese in richtung catcherstatue, im hintergrund beleuchtet die aufgehende sonne den himmel rosa

mor­gen­him­mel über der cat­cher­wie­se

foto eines leeren gartenhauses dass gerade renoviert oer neu gebaut und hell beleuchtet ist

lee­re roh­bau­dat­scha hell er­leuch­tet


oben wird die wolkendecke und der sonnenschein der die wolkendecke durchdringt angezeigt. die violette linie oben ist die gemessene temperatur auf dem hof. die ist nicht besonders wichtig und auch nicht besonders sichtbar. die rote linie ist der temperaturverlauf der letzten 24 stunden un der kommenden zwei tage. warum ich den taupunkt-verlauf (türkis) anzeige hab ich vergessen. die beiden grauen linien sind die windstärke, das dunklere grau die geschwindigkeit von böen. aktuell sieht man: wird signifikant windiger am wochenende. das dunkle blau zeigt die regenwahrscheinlichkeit an. im dunklen blau sind gelegentlich hellblaue erhebungen sichtbar, das ist die niederschlagsmenge. dieses hellbau zeigt ziemlich zuverlässig an wann es niederschlag gibt. weiss zeigt die erwartete schneemenge, bzw. höhe an. alle daten sind vom deutschen wetterdienst, die schneemenge hol ich mir von wetaherkit.