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switch­bot bil­der­rah­men

felix schwenzel in rezensionen

foto von der switchbot „ai art frame“ verpackung.

mög­li­cher­wei­se war ich im de­zem­ber et­was ne­ben der kap­pe, in weih­nachts­stim­mung oder be­trun­ken. je­den­falls schei­ne ich um den 18. de­zem­ber bei switch­bot ei­nen „AI Art Frame“ für 120 € (in­klu­si­ve lie­fer­kos­ten) be­stellt zu ha­ben. ich hat­te das kom­plett ver­ges­sen, bis ges­tern eine email auf­tauch­te, die ich zu­erst für phis­hing hielt: „A ship­ment from or­der #EU61371 is on the way“

heu­te kam das teil an und es ist ein bil­der­rah­men mit ei­nem bun­ten, nicht be­son­ders hoch auf­lö­sen­den e-ink-dis­play. der bild­schirm misst 18,5 cm in der dia­go­na­le, der gan­ze rah­men misst ca. 33 cm (7,3") in der dia­go­na­le. das kann man zwar schon auf der pro­dukt­sei­te er­ah­nen, aber als ich es in echt sah, war es schon ein biss­chen ent­täu­schend ei­nen rah­men ge­kauft zu ha­ben, bei dem das pass­par­tout mehr als dop­pelt so gross ist wie die bild­flä­che.

ähn­lich wie beim light mode auf web­sei­ten, fand ich den weis­sen pass­par­tout et­was ag­gres­siv. aus un­er­find­li­chen grün­den wur­den gleich vier iden­ti­sche, weis­se pass­par­touts mit­ge­li­f­ert. ich hab das pass­par­tout ein­fach raus­ge­nom­men und da­mit sieht das er­träg­lich aus.

foto von der wand meines zimmers mit zwei bildern, eins davon ist der switchbot-rahmen mit einem portrait unseres pudels frida. sieht aus der entfernung ganz gut aus.

der rah­men kann mit der switch­bot-app be­spielt wer­den und wie alle apps ist sie et­was, naja, spe­zi­ell. aber nach­dem ich mich ih­rem wil­len ge­beugt habe und mich bei switch­bot re­gis­triert hat­te, ver­hielt sie sich ko­ope­ra­tiv und liess mich blder aus mei­ner me­dia­thek auf den rah­men hoch­la­den. der ers­te ein­druck der bil­der auf dem e-ink-dis­play: ein biss­chen blass. auf den zwei­ten blick auch et­was grob auf­lö­send.

nahaufnahme des switchbot-„art displays“. man sieht dass die auflösung nicht besonders hoch ist und viele artefakte hat. aus etwas entfernung fällt das aber nicht auf.

aber, um das po­si­ti­ve her­vor­zu­he­ben, mit et­was ab­stand fällt das grob­pi­xeli­ge nicht mehr auf, nur noch die bläs­se. ich fin­de das teil auch des­halb gut, weil es ei­nen akku hat der an­geb­lich so­gar 2 jah­re hal­ten soll. ist der akku leer, nimmt man das bild ab und lädt den akku mit usb-c. auch home as­sistant hat den rah­men gleich per blue­tooth ge­fun­den und bie­tet ne­ben dem akku-stand, die funk­tio­nen „nächs­tes bild“ und „vor­he­ri­ges bild“ an.

ohne von vor-weih­nachts­stim­mung be­seelt zu sein fin­de ich die 120 euro ein biss­chen hef­tig, aber selbst bau­en mit die­ser ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät und ei­nem akku traue ich mir auch nicht wirk­lich zu. oder um­ge­kehrt; wenn ich das selbst ge­baut hät­te, wür­de ich es ge­nau so bau­en — wenn ich’s könn­te. nur mit ei­nem klei­ne­rem pass­par­tout-be­reich. von da­her bin ich ganz zu­frie­den. wei­te­re plus­punk­te:

  • gut ver­ar­bei­tet (lässt sich aus­ein­an­der­neh­men, re­la­tiv sta­bi­ler alu-rah­men, in­nen­le­ben mit elek­tro­nik und akku un­zu­gäng­lich ver­klebt)
  • usb-a auf usb-c la­de­ge­rät und ka­bel mit­ge­lie­fert
  • vie­le be­fes­ti­gungs­op­tio­nen und klein­tei­le da­für mit­ge­lie­fert
  • si­cher ver­packt, mit viel alta­pa­pier, we­nig plas­tik­müll
  • re­la­tiv flach, sieht nicht „bas­te­lig“ aus

völ­lig über­flüs­sig ist (na­tür­lich) das ai im na­men „Switch­Bot AI Art Frame“. man kann zwar ir­gend­wel­che fil­ter über die hoch­ge­la­de­nen bil­der lau­fen las­sen und „ever­y­day pho­to“ so an­geb­lich in „clas­sic art­work“ ver­wan­deln, aber das kann man sich ge­nau so gut in den hin­tern ste­cken. ich habe den ti­tel die­ses ar­ti­kels des­halb zu „switch­bot bil­der­rah­men“ nor­ma­li­si­ert.


der artikel ist hinter der spiegel-be­zahl­wand, aber ich habe das gerne gelesen und hätte lust die hälfte des artikels hier zu zitieren. besonders fas­zi­nie­rend, wie grönland, oder allgemein die arktis und antarktis uns die grenzen unserer modernen welt und tech­no­lo­gie zeigen.

»Grönland ist ein fremder Planet aus Eis«, sagt Rasmussen […] Rasmussen mag es nicht, wenn Leute sagen, man könne die Hunde, die Schlitten und die Soldaten bald durch Drohnen, Schnee­mo­bi­le und He­li­ko­pter ersetzen. Drohnen bräuchten Akkus, die sich in der Kälte entladen. Schnee­mo­bi­le würden zwischen den Felsen stecken bleiben, He­li­ko­pter bräuchten Benzin, unter ark­ti­schen Be­din­gun­gen könnten sie etwas mehr als eine Stunde in eine Richtung fliegen, bevor sie umkehren müssten, sonst ginge ihnen der Sprit aus.

pa­troul­li­en mit menschen und hunden hingegen funk­tio­nie­ren ganz gut. sie sind oft mo­na­te­lang unterwegs.

Der Einsatz bei Sirius dauert ge­wöhn­lich zwei Jahre, es gibt in dieser Zeit keine Hei­mat­be­su­che. Manche Veteranen nehmen nach ihrer Rückkehr in wenigen Wochen 15 Kilo zu, da sie sich noch genauso fettreich ernähren wie in der Arktis. Zwei Jahre draußen, sagt Mikkelsen, und man brauche zwei Jahre, um wieder an­zu­kom­men. In Grönland hatte er nichts gebraucht außer Essen, Schlaf, Ge­mein­schaft. Zurück in der Zi­vi­li­sa­ti­on, fehlte alles, und zugleich war alles zu viel. Man könne kein Leben mehr führen wie davor. Nach Grönland, sagt Mikkelsen, fange man wieder von vorn an.

mo­na­te­lang im nichts unterwegs sein, in absoluter stille, in absoluter freiheit und immer kurz davor, dass einen die natur umbringt.

Die Stille, sagt Mikkelsen, sei so stark, dass sie lärmt, dass man davon aufwache. Man höre den eigenen Atem, das Atmen der Hunde, ir­gend­wann das Blut im Kopf. Gedanken kommen zur Ruhe, weil es keine Impulse von außen gibt.


foto vom goethepark, die wiese ist gelb-ocker und teilweise mit laub bedeckt, im hintergrund, durch eine kahle baumreihe, srahlt di emorgensonne

klei­ne mor­gen­spa­zier­gang-run­de von zu­hau­se, am ber­lin-span­dau­er-schiff­fahrts­ka­nal ent­lang zum goe­the­park, dann kur­ze pau­se im goe­the­park in der mor­gen­son­ne.

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das er­schre­cken­de an KI scheint mir in erster linie zu sein, dass es menschen und formen gibt die sich tat­säch­lich auf die antworten und schluss­fol­ge­run­gen dieser systeme verlassen und die ent­schei­dun­gen dieser systeme von menschen nicht über­stimmt (oder nch­voll­zo­gen) werden können. damit scheinen wir einen kri­ti­schen kipppunkt zu über­schrei­ten und legen bereits jetzt po­ten­zi­ell exis­ten­zi­el­le ent­schei­dun­gen in die hände von black boxes. damit kaf­ka­es­ki­sie­ren wir die welt min­des­tens um den faktor 2.


über­le­bens­fah­re­rei

felix schwenzel in gesehen

screenshot von netflix.com von „drive to survive“

ges­tern habe ich vier fol­gen dri­ve to sur­vi­ve weg­ge­bin­ged. ei­ner­seits er­staun­lich, wie schnell die­ses for­mel-1-ge­döns lang­wei­lig wird, an­de­rer­seits fas­zi­niert mich die se­rie im­mer wie­der. was sind das für ver­trä­ge, die net­flix die­se stal­king-ar­ti­ge nähe zu den fah­rern er­laubt? ge­or­ge rus­sel bei der mor­gen­toi­let­te zu­zu­se­hen ist we­ni­ger span­nend als die tat­sa­che, dass ge­or­ge rus­sel eine film­crew in sein ba­de­zim­mer lässt. oder die un­barm­her­zig­keit die sich net­flix er­lau­ben kann: du hast ge­ra­de nach zwei ren­nen dei­nen sitz bei red bull ver­lo­ren? dann setz dich erst­mal mal bei uns vor die ka­me­ra und zeig der welt wie elen­dig du dich fühlst, aber wech­sel vor­her noch dein hemd.

als ich fla­vio bria­to­re sah, muss­te ich goo­geln: „did fla­vio bria­to­re have a stro­ke?“ (hat­te er nicht)

die grei­sen­haf­tig­keit des 75-jäh­ri­gen bria­to­re, ge­paart mit sei­ner macht­fül­le bei al­pi­ne und sei­ner de­mons­tra­ti­ven rück­sichts­lo­sig­keit, er­ge­ben eine ir­ri­tie­ren­de mi­schung, die für mich kei­nen sinn er­gibt. das wirkt fast so ab­surd, wie in ei­nem for­mel-1-film ei­nen fah­rer von ei­nem 62 jäh­ri­gen schau­spie­ler spie­len zu las­sen.

in­ter­es­sant ist auch, wer sich der in­sze­nie­rung ver­wei­gert. hel­mut mar­ko von red bull spricht in der re­gel mit je­dem, aber in den ers­ten vier­ein­halb fol­gen muss­te sich net­flix mit auf­ge­schnapp­ten sound­bi­tes von mar­ko zu­frie­den­ge­ben. chris­ti­an hor­ner hin­ge­gen spricht ge­fühlt alle 10 mi­nu­ten zu je­den the­ma in die net­flix-ka­me­ra.

in sa­chen rhe­to­rik ist dri­ve to sur­vi­ve ein lehr­stück. die un­wahr­heit zu sa­gen kann sich in der mo­der­nen for­mel 1 nie­mand mehr leis­ten. ka­me­ras der for­mel 1, von net­flix, fern­seh­teams aus al­ler welt und von pri­va­teu­ten er­fas­sen im wahrs­ten sin­ne des wor­tes je­den furz. spin, ei­gen­lob und ge­konn­tes ver­schwei­gen sind die rhe­to­ri­schen werk­zeu­ge, mit de­nen man vor den ka­me­ras von net­flix zu be­stehen ver­sucht.

am fas­zi­nie­ren­s­ten für mich ist, schon seit ein paar jah­ren, wie gut trai­niert und aus­ge­bil­det die un­fass­bar jun­gen fah­rer sind. na­tür­lich kön­nen sie alle gut fah­ren, aber sie sind of­fen­bar auch im um­gang mit den me­di­en und net­flix per­fekt trai­niert. sie spre­chen alle flies­send eng­lisch, wenn auch ge­le­gent­lich mit schwe­rem ak­zent, sie sind ana­ly­tisch, of­fen­bar über­du­crhschnitt­lich in­tel­li­gent und ver­lie­ren nie­mals ihre con­ten­an­ce — als hät­ten sie alle ge­ne­ti­sches ma­te­ri­al von niki lau­da in ihr ge­nom trans­plan­tiert.

was man bei dri­ve to sur­vi­ve kaum sieht: be­sch­ei­den­heit. mit ei­ner ber­mer­kens­wer­ten aus­nah­me: jo­na­than wheat­ley, in der ak­tu­el­len staf­fel noch team­chef von sau­ber, jetzt team­chef von audi. wheat­ley ist so be­sch­ei­den und freund­lich, dass ich in der 2026er sai­son min­des­tens ei­nen hal­ben dau­men für audi drü­cken wer­de, in der hoff­nung, dass wheat­ly er­neut zeigt, dass man auch ohne arsch­lochig­keit er­folg­reich sein kann.


Drive to Survive (S08E04) gesehen

helmut marko stand netflix nicht zum interview zur verfügung, bei christian horner hat netflix sogar in seiner scheune ein mini-studio aufgebaut um seine sound­bi­tes zum thema „ich bin der härteste von allen“ auf­zu­neh­men.





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If you’re using something I built and its not working PLEASE tell me. I love making tools people find useful. And I'm always open to polite suggestions on how it might be better.

i use your website :) and i noticed that the display of reply-to on your site looks a littler broken. also the pins on your maps do not display.


ges­tern beim mor­gen­spa­zier­gang wie­der an dem baum vol­ler kor­mo­ra­ne vor­bei­spa­ziert. und die son­ne soll jetzt laut wet­ter­be­richt mi­des­tens eine gan­ze wo­che bei uns blei­ben.

bild von mehreren kormoranen auf einem baum am berlin-spandauer-schifffahrtskanal
vergrössertes bild von mehreren kormoranen auf einem baum am berlin-spandauer-schifffahrtskanal
bild von mehreren kormoranen auf einem baum am berlin-spandauer-schifffahrtskanal

Star Trek: Starfleet Academy (S01E08) gesehen

die 63 minuten fühlten sich an wie 17 jahre. durch­ge­hal­ten habe ich um zu schauen was aus sam wird. leider ergab die ge­schich­te um die maker dann überhaupt keinen sinn, die trau­ma­the­ra­pie in der academy sowieso nicht. der pathos-overload war un­er­träg­lich. ich weiss nicht, warum ich nach der letzten folge, die ich nach 20 minuten abbrechen musste, über­hau­opt nochmal rei­n­eg­schaut habe. ich empfehle mir dringend starfleet academy nicht mehr zu schauen.

das einzig be­mer­kens­wer­te an dieser folge war, dass ich in den metadaten gesehen habe, dass steven colbert eine spre­cher­rol­le über­nom­men hat, nämlich die einer KI, die über das intercom der akademie durch­sa­gen macht. das imdb-rating liegt bei 4.2/10 und offenbar ist bereits eine zweite staffel frei­ge­ge­ben.