alles

02.02.2026

felix schwenzel in artikel

heu­te früh um 7:30 uhr hat­ten wir ei­nen ter­min um das auto in te­gel zur in­spek­ti­on zu brin­gen. der plan war: hin­fah­ren ab­ge­ben, eine stun­de mor­gen­spa­zier­gang und da­nach mit der bahn bis nach hau­se fah­ren.

das hin­fah­ren klapp­te gut. au­to­fah­ren im tiefs­ten win­ter in ber­lin ist wirk­lich an­ge­nehm. wäh­rend man sich auf dem bür­ger­steig nicht wie ein bür­ger, son­dern eher wie ein affe auf dem schleif­stein fühlt, der von ei­ner split-spur zur nächs­ten ba­lan­ciert um sich nicht die kno­chen zu bre­chen, fühlt man sich als au­to­fah­rer in ber­lin wie ein kai­ser. die stras­sen sind tro­cken, das auto ist ge­heizt, dass wet­ter lässt sich zu 100% aus­blen­den — bis man aus­steigt.

der rück­weg klapp­te we­ni­ger gut, we­gen des warn­streiks der BVG in ber­lin fuh­ren we­der bus­se, noch u- oder stras­sen­bah­nen. von der werk­statt in te­gel bis nach hau­se wä­ren es an­der­t­alb stun­den fuss­weg ge­we­sen. bei -7°C eine her­aus­for­de­rung. glück­li­cher­wei­se fuh­ren die s-bah­nen. so sind wir eine stun­de von te­gel über ge­sund­brun­nen nach west­ha­fen ge­fah­ren und dann vom west­ha­fen 30 mi­nu­ten bis nach hau­se ge­lau­fen.

die luft war ste­chend kalt, so kalt, dass ich hoff­te ein stück un­ter tage ge­hen zu kön­nen, durch den ubahn­hof am­ru­ner stras­se, um fri­da und mich zu­min­dest 400 me­ter lang ein biss­chen auf­wär­men zu kön­nen. das ging na­tür­lich nicht, weil der ubahn­hof ab­ge­schlos­sen war. ich frag­te mich, wo denn wohl die ob­dach­lo­sen die sonst da un­ten sit­zen ih­ren tag ver­brin­gen wür­den, wenn die ubahn­hö­fe alle ge­schlos­sen sind. ich will mich nicht über streiks und strei­ken­de auf­re­gen, aber den nah­ver­kehr für leu­te ohne auto aus ge­heiz­ten blech­büch­sen an die fri­sche, sehr, sehr kal­te luft zu ver­le­gen kam mir am heu­ti­gen tag nicht be­son­ders so­li­da­risch vor.

dank der s-bahn gab es dann letzt­end­lich kei­ne ver­zö­ge­run­gen im be­triebs­ab­lauf mei­nes ar­beits­ta­ges, ich hat­te so­gar noch zeit or­dent­lich zu früh­stü­cken vor dem dai­ly.


abends die drit­te fol­ge von a knight of the se­ven king­doms ge­guckt. das war die bis­her bes­te fol­ge, auch wenn die bei­den vor­her auch toll wa­ren. ich mag dass die se­rie klein bleibt, haupt­säch­lich die per­spek­ti­ver der ein­fa­chen und nicht der ade­li­gen leu­te zeigt. game of thro­nes war pink floyd. knight of the se­ven king­doms ist john­ny cash. freu­de an den klei­nen din­gen, an den de­tails. all­tag statt welt­po­li­tik. salz­fleisch, statt fa­san. und nicht nur arsch­lö­cher, auch mal net­te men­schen.


seit wann zeigt goog­le maps bei der na­vi­ga­ti­on ein klei­nes auto, statt ei­nes pfeils an?

für ei­nen mo­ment dach­te ich: wo­her zum teu­fel weiss goog­le maps, dass ich ei­nen grau­en ID3 fah­re? dann fiel mir auf: ein grau­er ID3 ist so ge­ne­risch, dass es ge­ne­ri­scher nicht mehr geht. das icon in goog­le maps ist kein grau­er ID3, son­dern ein ge­ne­ri­sche auto-icon.


hei­ko ist jetzt (auch) auf kir­by um­ge­stie­gen. find ich gut. hut up was er da schon hin­ge­zau­bert hat. jetzt darf er auch op­ti­mie­ren, was ein gros­ser spass ist.


nach­trag 03.02.2026:

dank der an­re­gung von chris­toph in den kom­men­ta­ren mal in den goog­le maps ein­stel­lun­gen ge­guckt. scheint ein ge­ne­ri­sches icon zu sein, aber pas­send au­to­ma­tisch aus­ge­sucht. so sieht’s in den ein­stel­lun­gen aus. ich hat­te da vor­her nur „e-auto“ aus­ge­wählt, die au­to­ava­tare sind neu, jetzt hab ich al­ler­dings die far­be von weiss zu grau um­ge­stellt.



drei jahre alt, gilt immer noch.


(via)







to title or not to title

felix schwenzel in notiert

so­cial me­dia posts ha­ben in der re­gel kei­nen ti­tel. man schreibt ein­fach ir­gend­was ins ein­ga­be­feld und fer­tig ist die sta­tus­mel­dung. un­ter ins in­ter­net schrei­ben­den, vor al­lem sol­chen die auf ih­ren eig­nen sei­ten ins in­ter­net schrei­ben, gibt’s des­halb im­mer wie­der dis­kus­sio­nen und ex­pe­ri­men­te wie man so­et­was ab­bil­den kön­ne.

denn wenn man et­was ver­öf­fent­licht, speist man das ei­ner­seits in feeds ein, will es aber ge­ge­be­nen­falls auch mit ei­ner per­ma­nen­ten adres­se ver­se­hen, also auf ei­ner ein­deu­ti­gen, ver­link­ba­ren sei­te ver­öf­fent­li­chen. und web­sei­ten ha­ben tra­di­tio­nell nicht nur ei­nen in­halt, son­dern auch ei­nen sei­ten- (oder tab-) ti­tel. platt­for­men, auf de­nen man ti­tel­lo­se sta­tus­mel­dun­gen ver­öf­fent­li­chen kann, ge­ne­rie­ren dann ti­tel wie …

[per­son xy] auf [platt­form abc] hat was ge­pos­tet was mit die­sen wor­ten an­fängt …

in blogs be­hilft man sich ähn­lich, als ti­tel wer­den ein­fach die ers­ten paar wor­te der ti­tel­lo­sen sta­tus­mel­dung als ti­tel ge­nom­men. die­ser bei­trag hät­te denn den ti­tel:

wir­res.net — so­cial me­dia posts ha­ben in der re­gel …

so sähe die sta­tus­mel­dung dann auch in ei­nem RSS rea­der aus. RSS er­for­dert zwar in der von dave wi­ner er­dach­ten spe­zi­fi­ka­ti­on kein ti­tel-at­tri­but, aber RSS rea­dern ist das egal, sie wol­len (fast) im­mer ei­nen ti­tel dar­stel­len. da stün­de dann:

wir­res.net — so­cial me­dia posts ha­ben in der re­gel …

so­cial me­dia posts ha­ben in der re­gel kei­nen ti­tel. man schreibt ein­fach ir­gend­was rein und fer­tig ist die sta­tus­mel­dung. un­ter ins in­ter­net schrei­ben­den, vor al­lem sol­chen die auf ih­ren eig­nen sei­ten ins in­ter­net schrei­ben, gibt’s des­halb im­mer wie­der dis­kus­sio­nen und ex­pe­ri­men­te wie man so­et­was ab­bil­den kön­ne. […]

je­den­falls habe ich für mich eine lö­sung ge­fun­den, mit der ich sehr gut le­ben kann. ich ver­ge­be auch kur­zen sta­tus­mit­tei­lun­gen ei­nen ti­tel, zei­ge die­sen aber nicht an (bei­spiel). da er aber dann doch da ist, zei­gen brow­ser, RSS-feeds, such­er­geb­nis­sei­ten ihn dann aber trotz­dem an. für eine wei­le hab ich mei­ne con­tent ma­nag­ment sys­te­me auch 128-zei­chen lan­ge zu­sam­men­fas­sun­gen aus dem bei­trag ge­ne­rie­ren las­sen, als ti­tel­er­satz. aber so fin­de ich das sehr viel lo­gi­scher, an­ge­neh­mer und prag­ma­ti­scher.


nach­dem ich bei @eay in ei­ner fuss­no­te über open­claw ge­le­sen habe, habe ich open­claw auch mal kurz an­ge­guckt, aber nach 6 stun­den ent­nervt wie­der die kral­le ge­schlos­sen.
au­to­ma­ti­sie­run­gen ma­che ich lie­ber mit home as­sistant und das hier ging dann auch mit home as­sistant viel ein­fa­cher als mit open­claw. und aus­bau­fä­hig is­ses auch.

screenshot aus telegram.app mit einem von home assistant gneerierte „morning briefing“ mit zwei ereignissen aus unseren kalendern.

fri­da liegt sehr ger­ne bei uns im bett. mit höf­li­cher di­stanz am fus­sen­de, aber im­mer ger­ne mit kör­per­kon­takt. aber auch fri­da hat ihre gren­zen, als die bei­fah­re­rin eben pups­te, stand sie auf und leg­te sich lie­ber al­lei­ne ins dunk­le ne­ben­zim­mer aufs sofa.


nach­trag und klas­si­ker aus dem ar­chiv

felix schwenzel in favoriten

YouTube Video Vorschaubild
youtube-video laden, info, direktlink

vor ein paar tagen habe ich eine kurze doku zu pottwalen verlinkt, dieser clip von „Nights­hift – Kurz­ge­sagt After Dark“ ergänzt das thema se­hens­wert aus der his­to­ri­schen per­spek­ti­ve.


das habe ich heu­te mit mei­ner an-die­sem-tag-funk­ti­on (in der bei­la­ge) wie­der­ge­fun­den. qua­si ein klas­si­ker.

Photo by felix schwenzel in Berlin-Charlottenbourg. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

don‘t shit whe­re you eat, sofa ist aber ok i guess.

ursprünglich veröffentlicht am 01.02.2023


YouTube Video Vorschaubild
youtube-video laden, info, direktlink

vor ein paar tagen habe ich eine kurze doku zu pottwalen verlinkt, dieser clip von „Nights­hift – Kurz­ge­sagt After Dark“ ergänzt das thema se­hens­wert aus der his­to­ri­schen per­spek­ti­ve.


YouTube Video Vorschaubild
youtube-video laden, info, direktlink

wer­be­vi­deo für LTTs neue usb-kabel, inklusive ein­ge­bet­te­ter werbung. trotzdem gerne gesehen.





YouTube Video Vorschaubild
youtube-video laden, info, direktlink

in­ter­es­sant: 1946 plädierte das life magazine noch dafür, das nervige trinkgeld geben ab­zu­schaf­fen oder zu verbieten.


YouTube Video Vorschaubild
youtube-video laden, info, direktlink

„huch!“, dachte ich als ich in dirk von gehlens news­let­ter las:

[I]ch glaube: De­mo­kra­tie braucht Op­ti­mis­mus! Darüber habe ich im November auf der TEDx in München ge­spro­chen - und der Talk steht jetzt online.

kommt mir bekannt vor. und tat­säch­lich habe ich ein ganz ähnliches thema für die republica dieses jahr ein­ge­reicht:

[D]ie Fein­se­lig­keit und Ab­sur­di­tät der Welt ist die Quel­le aus der wir Op­ti­mis­mus, Kraft für Ver­än­de­rung und Glück schöp­fen kön­nen. Op­ti­mis­mus muss kei­ne Schön­fär­be­rei sein und ist nicht der Glau­be, dass al­les gut wird. Op­ti­mis­mus ist die Ent­sch­ei­dung, in ei­ner be­schis­se­nen Welt trotz­dem Be­deu­tung zu er­zeu­gen.

ich glaube für mich ist da aber noch luft nach oben und unten. und ich hab ja auch — wenn ich genommen werde — 17 minuten mehr zeit auf der republica als dirk auf dem tedx.


YouTube Video Vorschaubild
youtube-video laden, info, direktlink

„huch!“, dachte ich als ich in dirk von gehlens news­let­ter las:

[I]ch glaube: De­mo­kra­tie braucht Op­ti­mis­mus! Darüber habe ich im November auf der TEDx in München ge­spro­chen - und der Talk steht jetzt online.

kommt mir bekannt vor. und tat­säch­lich habe ich ein ganz ähnliches thema für die republica dieses jahr ein­ge­reicht:

[D]ie Fein­se­lig­keit und Ab­sur­di­tät der Welt ist die Quel­le aus der wir Op­ti­mis­mus, Kraft für Ver­än­de­rung und Glück schöp­fen kön­nen. Op­ti­mis­mus muss kei­ne Schön­fär­be­rei sein und ist nicht der Glau­be, dass al­les gut wird. Op­ti­mis­mus ist die Ent­sch­ei­dung, in ei­ner be­schis­se­nen Welt trotz­dem Be­deu­tung zu er­zeu­gen.

ich glaube für mich ist da aber noch luft nach oben und unten. und ich hab ja auch — wenn ich genommen werde — 17 minuten mehr zeit auf der republica als dirk auf dem tedx.