alles


das ge­fällt mir, seit 24 stun­den ein lee­res er­ror-log von zig­bee2mqtt nach­dem ich das zig­be­e­netz mit dem zbt-2 neu auf­ge­baut habe.

screenshot des zigbee2mqtt frontends. das log zeigt keine fehler an

23.03.2026

felix schwenzel in notiert

mor­gens war die son­ne schön. sie hat schö­nes ge­gen­licht und schö­ne schat­ten ge­macht.

eingang des goetheparks im gegenlicht. hinter den bäumen scheint die sonne und wirft scharf geschnittene schatten auf den boden.

abends „mer­cy“ zu­en­de ge­guckt und, naja … das war nicht schlecht, aber auch nicht gut.


was ich gut fand war ein ge­dan­ke, den ich beim früh­stück hat­te. mein ge­schmack, bzw. das was ich als le­cker emp­fin­de ist de­fi­ni­tiv eine mi­schung aus an­la­ge und er­fah­rung. wür­zig/sal­zig mach­te ich schon als kind sehr, sehr ger­ne. ge­le­gent­lich steck­te ich als kind mei­nen fin­ger in den salz­topf und leck­te ihn ab. das was das salz in mei­nem mund mach­te moch­te ich ger­ne. an­de­re ge­schmä­cker habe ich mir an­ge­eig­net. für vie­le ge­schmä­cker brauch­te ich jah­re, be­vor ich sie zu schät­zen wuss­te. bier, whis­ky, ro­sen­kohl. man­che ge­schmä­cker mag ich nicht we­gen des ge­schmacks, son­dern we­gen der er­in­ne­run­gen. süss­stoff zum bei­spiel. ei­gent­lich ein ek­li­ger ge­schmack, aber ich lie­be süss­stoff-ge­schmack mit quark. ei­gent­lich nur des­halb, weil ich als ju­gend­li­cher ge­le­gent­lich süss­stoff mit quark es­sen muss­te.

je­den­falls fiel mir heu­te auf, als ich mal wie­der kaf­fee mit so­ja­milch ha­fer­milch trank, dass ich den ge­schmack nicht mag. dann frag­te ich mich, war­um? und die ant­wort lau­tet wahr­schein­lich: weil er mich an nichts er­in­nert, was ich frü­her mal trank und vor al­lem, weil ich den ge­schmack von kaf­fee mit ha­fer­milch im­mer mit dem ge­schmack von kaf­fee mit kuh­milch ver­glei­che.

die idee die ich hat­te war, dass ich mir öf­ter mal er­in­ne­run­gen selbst in­ji­zie­ren müss­te. als jün­ge­rer mensch macht man das ja stän­dig aus­ver­se­hen, war­um nicht jetzt im et­was hö­he­ren al­ter mit ab­sicht?

mit an­de­ren wor­ten: ab jetzt ver­su­che ich kaf­fee mit ha­fer­milch als ei­nen ganz ei­ge­nen ge­schmack zu se­hen, der mich dar­an er­in­nert wie ich im märz 2026 über ge­schmacks- und er­in­ne­rungs-selbst-ma­ni­pu­la­ti­on nach­dach­te.


vi­de­os in den ma­the­ma­ti­sche grund­kon­zep­te er­klärt wer­den sehe ich un­heim­lich ger­ne. vor al­lem ve­ri­ta­si­um schüt­tet ei­nen ja ge­ren mit ma­the­ma­tik zu. heu­te habe ich die­ses vi­deo ge­se­hen und da­bei fiel mir auf, dass mei­ne ma­the­ma­ti­sche auf­merk­sam­keits­span­ne un­ge­fähr 10 mi­nu­ten be­trägt. dann schal­tet mein ge­hirn ab. das ist ca. 9,5 mi­nu­ten läm­ger als bei ju­ris­ti­schen tex­ten. und zwei stun­den und 50 mi­nu­ten kür­zer als bei tech­nik­the­men. wenn mir je­mand tech­nik er­klärt, kann ich min­des­tens drei stun­den auf­merk­sam­keit auf höchs­tem ni­veau hal­ten.

trotz mei­ner min­der­wer­ti­gen ma­the-auf­merk­sam­keits­psan­ne hab ich die­ses vi­deo bis mi­nu­te 36 ge­guckt. mor­gen schau ich es ge­ge­be­nen­falls zu­en­de.

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Mercy (2026) gesehen

über­kan­di­delt und vor­her­seh­bar, trotz einiger plot-twists.
insgesamt spannend und doch kreuz­lang­wei­lig, weil alles ein­di­men­sio­nal bleibt.
nicht schlecht, aber auch nicht gut.
aufwändig in­sze­niert und doch durch und durch 08/15, aus­tausch­ba­re mas­sen­wa­re.

statt die figuren komplex zu zeichnen, werden alle schwarz weiss ge­zeich­net und die kom­ple­xi­tät wird mit wendungen sub­sti­tu­iert. dieser film ist ein pa­ra­de­bei­spiel dafür, was hollywood als spannende action in­sze­nie­rung ansieht, aber in echt einfach nur auf­ge­wärm­te nu­del­sup­pe mit ein paar neuen zutaten ist. und so wie alle „AI“ auf ihre produkte drauf­kle­ben, ist AI in diesem film auch nur ein aufkleber.

vor 10 jahren wäre judge maddox noch harold finch gewesen.




10 jah­re zig­bee (bei uns zu­hau­se)

felix schwenzel in artikel

vor ziem­lich ge­nau 10 jah­ren habe ich die ers­ten bei­den hue LED-bir­nen ge­kauft. von den zwei bir­nen die da­mals im hue-star­ter­set wa­ren lebt eine noch und ist noch im ein­satz. die er­war­tun­gen an LED-leuch­ten lau­ten da­mals: 15 bis 20 jah­re le­bens­dau­er. in der pra­xis freue ich mich dar­über, dass eine von de­nen tat­säch­lich 10 jah­re hält. es zeigt sich lei­der, dass LED-bir­nen teil­wei­se ge­nau so schnell ka­putt­ge­hen (oder lan­ge hal­ten) wie die al­ten glüh­bir­nen. ent­we­der gibt das netz­teil, die ele­tro­nik und manch­mal auch das ge­häu­se auf.

trotz­dem be­reue ich nicht, die gan­ze woh­nung nicht nur auf LED um­ge­stellt zu ha­ben, son­dern zum gröss­ten teil auch auf zig­bee. seit dem ich vor sechs jah­ren die pro­prie­tä­ren hubs von ikea und hue weg­ge­schmis­sen habe und ei­nen ei­ge­nen hub mit zig­bee2mqtt be­trei­be, lässt sich das po­ten­zi­al von zig­bee auch voll aus­schhöp­fen. fum­me­lig und teil­wei­se bug­gy war es trotz­dem ge­le­gent­lich, vor al­lem fie­len im­mer wie­der die tol­len, klei­nen und güns­ti­gen xiao­mi und aqua­ra ge­rät­chen aus dem zig­bee netz und woll­ten neu ge­paart wer­den. aber auch die firm­ware mei­nes zig­bee-ko­or­di­na­tors, also mei­nes DIY-hubs (ein CC26x2R Launch­Pad) zick­te im­mer wie­der mal und hat­te bugs.

aber ins­ge­samt war zig­bee über die jah­re sta­bil, schnell, gut zu er­wei­tern und zu­frie­den­stel­lend. ins­ge­samt sind hier 88 ge­rä­te, da­von 39 bat­te­rie­be­trie­be­ne (sen­so­ren und schal­ter). aber als home as­sistant vor ein paar mo­na­ten ei­nen neu­en, selbst­enmt­wi­ckel­ten, of­fe­nen zig­bee-rou­ter (zbt-2) vor­stell­te, schlug ich zu. das ver­spre­chen von zu­kunfts­fä­hig­keit, ei­ner op­ti­mier­ten an­ten­ne, mo­derns­ter chip­sät­ze und gu­ter per­for­mance ge­fiel mir und bis­her hab ich gute er­fah­run­gen mit der hard­ware (der soft­ware so­wie­so) die home as­sistant baut ge­macht.

die mi­gra­ti­on vom al­ten „hub“ zum neu­en hub war lei­der sehr fum­me­lig, un­ter an­de­rem, weil ich mei­ne 80 ge­rä­te nicht alle neu an­ler­nen woll­te. am ende lief al­les, auch merk­lich sta­bi­ler, aber ein paar ei­gen­ar­ti­ge pro­ble­me blie­ben. so konn­te ich be­stimm­te ge­rä­te ein­fach nicht ins netz­werk hin­zu­fü­gen. der work­around war, dass ich die­se ge­rä­te dann in mein zweit zig­bee-netz hin­zu­füg­te, das ich seit ein paar jah­ren mit dem vor­gän­ger des zbt-2, dem sky-con­nect be­trieb. dort­hin hat­te ich da­mals alle xiao­mi und aqua­ra sen­so­ren aus­ge­la­gert, die im haupt­netz im­mer raus­fie­len, und im klei­nen son­der­netz kei­ne mu­cken mehr mach­ten. ins­ge­samt fand ich das un­be­frei­di­gend und weil ich die­ses wo­chen­en­de sturm­freie bude hat­te und licht­aus­fäl­le nicht be­schimpft wer­den wür­den, ent­schied ich mich mein haupt-zig­bee-netz neu auf­zu­span­nen.

den ers­ten test führ­te ich mit ei­ner jung­fräu­li­chen, frisch ge­on­boar­de­ten zig­bee2mqtt-in­stal­la­ti­on durch, ich wähl­te ei­nen we­ni­ger be­leg­ten zig­bee-ka­nal und schau­te ob die ge­rä­te die sich vor­her nicht joinen lies­sen jetzt dem netz­werk bei­tra­ten. dass sie es ta­ten war gleich­zei­tig eine gute und eine schlech­te nach­richt. jetzt konn­te ich um die 80 ge­rä­te ma­nu­ell hin­zu­fü­gen und neu kon­fi­gu­rie­ren und hät­te dann am ende ein feh­ler­lo­ses zig­bee-netz.

die gan­ze pro­ze­dur war dann wirk­lich sehr müh­sam, auch weil ich im home as­sistant vie­le der en­ti­ty-ids und na­men neu set­zen muss­te, aber an­de­rer­seits konn­te ich auch ein biss­chen auf­räu­men. tat­säch­lich, nach zwei ta­gen ar­beit, läuft das zig­bee-netz laut zig­bee2mqtt feh­ler­frei, die ein­zi­ge leuch­te die ge­le­gent­lich feh­ler­mel­dung im log ver­ur­sacht ist die 10 jah­re alte hue-bir­ne, die zu ih­rer ver­tei­di­gung aber auch in ei­nem me­tal­le­nen lam­pen­ge­häu­se steckt. an­sons­ten kei­ne feh­ler­mel­dun­gem, time­outs oder un­er­reich­ba­re ge­rä­te.

auch die bei­den neu­en ka­j­plats weiss­spek­trum bir­nen mit 1500 lu­men, die ich kürz­lich ge­kauft habe, sind jetzt im zig­bee-netz. die wer­den ei­gent­lich mit mat­ter aus­ge­lie­fert, spre­chen aber auch zig­bee. weil mein zbt-2 die aber nicht ins zig­be­e­netz auf­neh­men woll­te, habe ich die auch 2-4 wo­chen mit mat­ter be­trie­ben. das lief ei­gent­lich auch sehr gut, mat­ter re­agiert min­dens­tens so schnell wie zig­bee, sub­jek­tiv viel­leicht so­gar ei­nen ti­cken schnel­ler. was mat­ter aber noch fehlt ist eine brauch­ba­re grup­pie­rung auf netz­werk-ebe­ne. bei zig­bee kann man be­lie­big vie­le leuch­ten in eine zig­bee-grup­pe ste­cken und dann mit ei­nem ein­zi­gen broad­cast-be­fehl alle leuch­ten schal­ten, statt jede ein­zel­ne zu schal­ten. bei zwei, drei bir­nen ist das ei­gent­lich egal, aber es fühlt sich ein­fach bes­ser an, alle drei lam­pen im flur mit ei­nem ein­zi­gen be­fehl zu schal­ten und den weiss­wert zu set­zen, statt mit drei­en.

zwi­schen mat­ter und zig­bee kann man üb­ri­gens so um­schal­ten: erst mat­ter zu­rück­set­zen, in­dem man die bir­ne 6 mal aus- und an­schal­tet, da­nach zig­bee zu­rück­set­zen, bzw. in den ver­bin­dungs­mo­dus ver­set­zen mit 12 mal aus- und an­schal­ten.

ner­vig ist, dass von den 10 ver­schie­de­nen her­stel­lern von de­nen ich zig­bee-bir­nen be­sit­ze, je­der eine ei­ge­ne art hat die bir­nen zu re­set­ten, bzw. in den ver­bin­dungs­mo­dus zu ver­set­zen: mal, wie bei ikea, sechs­mal aus und an, manch­mal 5 mal je 5 se­kun­den aus und 5 se­kun­den an und man­che mu­ten ih­ren nut­zern so­gar kom­bi­na­tio­nen aus 5 se­kun­den und 2 se­kun­den schalt­se­quen­zen zu. zum glück gibt’s touch­link, zum bei­spiel mit der 10 jah­re al­ten hue fern­be­die­nung: wenn man die fern­be­die­nung an eine lam­pe hält und an- und aus-tas­ter 10 se­kun­den lang hält, re­set­ten die meis­ten lam­pen sich und ver­bin­den sich neu.

aus­ser­dem ge­lernt, die bin­dings mit de­nen man zum bei­spiel zig­bee-fern­be­die­nun­gen di­rekt mit ei­ner leuch­te ver­bin­den kann, so dass man die auch mit der fern­be­die­nung steu­ern kann, wenn das zig­bee-netz aus­ge­fal­len ist, die­se bin­dun­gen wer­den nicht in zig­bee2mqtt ge­spei­chert, son­dern in den ge­rä­ten selbst. man sieht die­se bin­dings zwar im zig­bee2mqtt-front­end, aber zig­bee2mqtt holt sich die info je­des mal aus dem ge­rä­te­spei­cher. das ist ein biss­chen scha­de, weil ich im­mer die vor­stel­lung hat­te, dass zig­bee2mqtt die­se info si­chert und wenn sie im ge­rät ver­lo­ren ge­hen soll­te, wie­der neu set­zen kann beim „re­kon­fi­gu­rie­ren“. is aber nicht so.

mein fa­zit lau­tet also: ich lie­be und has­se mein zig­bee-netz gleich­zei­tig. ei­ner­seits ist es (bis­her) zu 95% zu­ver­läs­sig ge­we­sen, aber die 5% pro­ble­me kos­ten im­mer noch zu viel zu viel zeit. ich hof­fe mit dem zbt-2 jetzt auf 99,9% zu­ver­läs­sig­keit. mat­ter ist be­reits sehr gut, aber noch nicht ganz so weit um da­mit gros­se net­ze zu ver­wal­ten. der teu­fel und die ar­bei­ten ste­cken da noch in vie­len klei­nen de­tails. bei­de, zig­bee und mat­ter sind des­halb toll, weil man sich da­mit zu 100% her­stel­ler­un­ab­hän­gig ma­chen kann. und al­lein des­halb über­wiegt mei­ne lie­be zu zig­bee — und in ein paar jah­ren si­cher auch zu mat­ter.


the baum

felix schwenzel in checkins

son­ne!


the baum

felix schwenzel in checkins

tags­über sieht’s hier ganz an­ders aus


wer ber­lin „jen­seits der na­tur“ ge­nies­sen möch­te, ist an der stras­sen­bahn­hal­te­stel­le os­lo­er stra­ße ecke prin­zen­al­lee gut auf­ge­ho­ben.