alles
via conversationswithtyler.com:
Tyler and Craig discuss why webpage design has gotten worse for 30 years, what Craig’s “obsessive customer service disorder” taught him about human nature, why trusting people and maintaining a nine-second rule for scams aren’t as contradictory as they sound, why roommate ads are a better way to find love, why Craigslist never added seller evaluations, why Leonard Cohen speaks to him more than Bob Dylan, what William Gibson’s Neuromancer got right about the internet, why Jackson Lamb is now one of his role models, why large foundations lose accountability, what two painful Ivy League grants taught him philanthropy, what he gets from rescuing pigeons, the hard lesson he learned about confronting people who lie for a living, his favorite TV shows and movies, the one genuine luxury he can’t go without, what he still needs to learn, and much more.
leider hat craig newmark nicht besonders viel dazu gesagt, warum jackson lamb sein vorbild ist, trotzdem sehens- und hörenswert wenn man craig newmark gerne zuhört, was ich sehr gerne tue.
Noch eine kleine Erkenntnis nebenbei: Man kann, wenn man an Krücken läuft, beim Gehen gar nicht aufs Handy sehen und dadurch erneut stürzen. Wie klug ist das denn eingerichtet? Und sollte man also einfach zur Prophylaxe an Krücken gehen?
kontraintuitiver morgenspaziergang

heute früh haben frida und ich den morgenspaziergang zum büro statt in den rehbergen gemacht. ich bin ja ein steter homeoffice-mensch und gehe nur äusserst selten ins büro. aber der spaziergang in richtung und die anschliessende fahrt ins büro waren gar nicht mal so ineffizient. um 07:15 uhr sind wir los (zu fuss vom wedding zur bornholmer strasse, danach s-bahn zum ostkreuz) und um 8:50 uhr waren wir im büro. das waren anderthalb stunden, inklusive einer 5 minütigen frühstückspause. sonst gehen wir eine bis anderthalb stunden morgenspazieren.
trotzdem: meine produktivität im büro lässt sehr zu wünschen übrig. ich weiss gar nicht warum manche arbeitgeber immer noch das gegenteil annehmen, dass die produktivität im homeoffice zu wünschen übrig liesse. na gut, ich vermute ich weiss es schon: mangelndes vertrauen in die arbeitnehmenden.
das mit dem vertrauen funktioniert ja bekanntlich kontraintuitiv: wer vertrauen schenkt, bekommt es nicht nur zurück, sondern säät pflichtgefühl. das ist zumindest meine erfahrung. funktioniert mit menschen, genauso wie mit hunden.
was ich erst in den letzten monaten realisiert habe: wie effizient beschwerden sein können, wenn sie sachlich, freundlich und ohne emotionen vorgetragen werden. ich habe diese erfahrung als beschwerden-empfänger gemacht und ich kann berichten: emotional oder gar aggressiv vorgetragene beschwerden kann man leicht abperlen lassen und wegrationalisieren. die sachlichen, stimmigen und freundlichen hingegen sind die, die wirklich an die substanz gehen.
es gibt so vieles wo man mit intuition daneben liegen kann. gestern hat mir zum beispiel mark manson erklärt, dass die jagd nach positiven gefühlen dazu führt, dass wir uns schlecht fühlen. wenn man hingegen loslässt und auch negative gefühle akzeptiert, desto mehr kann diese akzeptanz positive gefühle hervorrufen. mark manson hat ein buch mit dem hervorragenden titel „the subtle art of not giving a fuck — a counterintuitive approach to living a good life“ geschrieben. leider fand ich mark manson in dem video eher unsympathisch, so dass ich derzeit weder lust habe weitere videos von ihm zu sehen, noch sein buch zu lesen, was es eigenartiger (und unintuitiver) weise auch als frei zugängliches pdf gibt.
trotz alledem bin ich weiterhin ein grosser fan von intuition. ich erzähle immer wieder gerne von meinem vater, der als krankenhaus-arzt im notdienst oft zehn bis zwanzig minuten vor einem notfall-anruf wach wurde. meine erklärung dafür ist völlig unesoterisch: wer sich intensiv mit etwas beschäftigt, tut das nicht nur bewusst, sondern auch unbewusst. das passiert, wenn man sich wirklich für ein thema interessiert und tief darin abtaucht.
ich habe mir immer gewünscht, auch in meinem leben solche themen zu finden, in die ich so tief eintauchen kann, dass sich daraus eine solche intuition entwickelt. gelegentlich gelingt mir das auch.
→ weiterlesen youtube.com: Why Times Square’s Billboards Are Required By Law | Walking Tour | Architectural Digest
ivarduft
weil wir unsere abstellkammer um etwas regalplatz erweitern wollen, hat die beifahrerin heute ein paar ivar-regalbretter gekauft. als die da so im flur standen sonderten sie einen so angenehmen kiefernharzduft aus, dass ich nicht umhinkam das mehrfach gegenüber der beifahrerin zu erwähnen.
ich bin ja schon immer ein grosser ikea-fan, aber noch länger ein ivar fan. die kombination aus primitiven, aber effektivem design, extremer langlebigkeit und stabilität und dass es die serie mindestens so lange gibt, wie es mich gibt, finde ich faszinierend. und wo gibt es das heutzutage noch? ein produkt das es seit > 50 jahren gibt und volle kompatibilität zu allen versionen behalten hat? ein produkt das auch tatsächlich länger als 50 jahren hält und das beliebig viele umzüge unbeschadet überlebt und trotzdem nicht altbacken aussieht?
und das dazu auch noch (fabrikneu) wahnsinnig gut riecht?










extrem faszinierend, die welt der polymorphe und kristalle. sehr gut und anschaulich erklärt.
und: schokolade ist auch ein polymorph und ich hab jetzt endlich die wissenschaft hinter temperierter schokolade verstanden. kristallklare sehpfehlung.