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„huch!“, dachte ich als ich in dirk von gehlens news­let­ter las:

[I]ch glaube: De­mo­kra­tie braucht Op­ti­mis­mus! Darüber habe ich im November auf der TEDx in München ge­spro­chen - und der Talk steht jetzt online.

kommt mir bekannt vor. und tat­säch­lich habe ich ein ganz ähnliches thema für die republica dieses jahr ein­ge­reicht:

[D]ie Fein­se­lig­keit und Ab­sur­di­tät der Welt ist die Quel­le aus der wir Op­ti­mis­mus, Kraft für Ver­än­de­rung und Glück schöp­fen kön­nen. Op­ti­mis­mus muss kei­ne Schön­fär­be­rei sein und ist nicht der Glau­be, dass al­les gut wird. Op­ti­mis­mus ist die Ent­sch­ei­dung, in ei­ner be­schis­se­nen Welt trotz­dem Be­deu­tung zu er­zeu­gen.

ich glaube für mich ist da aber noch luft nach oben und unten. und ich hab ja auch — wenn ich genommen werde — 17 minuten mehr zeit auf der republica als dirk auf dem tedx.


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„huch!“, dachte ich als ich in dirk von gehlens news­let­ter las:

[I]ch glaube: De­mo­kra­tie braucht Op­ti­mis­mus! Darüber habe ich im November auf der TEDx in München ge­spro­chen - und der Talk steht jetzt online.

kommt mir bekannt vor. und tat­säch­lich habe ich ein ganz ähnliches thema für die republica dieses jahr ein­ge­reicht:

[D]ie Fein­se­lig­keit und Ab­sur­di­tät der Welt ist die Quel­le aus der wir Op­ti­mis­mus, Kraft für Ver­än­de­rung und Glück schöp­fen kön­nen. Op­ti­mis­mus muss kei­ne Schön­fär­be­rei sein und ist nicht der Glau­be, dass al­les gut wird. Op­ti­mis­mus ist die Ent­sch­ei­dung, in ei­ner be­schis­se­nen Welt trotz­dem Be­deu­tung zu er­zeu­gen.

ich glaube für mich ist da aber noch luft nach oben und unten. und ich hab ja auch — wenn ich genommen werde — 17 minuten mehr zeit auf der republica als dirk auf dem tedx.


zugefrorener bach im vorlkspark rehberge. es sieht kalt aus und ist auch kalt.
zugefrorener weg im vorlkspark rehberge. es sieht kalt aus und ist auch kalt.
zugefrorener kanal im vorlkspark rehberge. es sieht kalt aus und ist auch kalt.

zu­ge­fro­re­ner weg, zu­ge­fro­re­ner bach, zu­ge­fro­re­ner ka­nal.
al­les eis, al­les schön, aber kalt.


ei­gent­lich soll­te man aus pro­test kon­se­quent auf der stras­se lau­fen. die wahr­schein­lich­keit, dass ei­nem ein auto die kno­chen bricht, ist im ber­li­ner win­ter ver­mut­lich ge­rin­ger als das ri­si­ko, sich auf dem auf den geh­we­gen aus­lie­gen­den eis zu zer­le­gen.


sub­way (1985)

felix schwenzel in gesehen

ges­tern hat mir der you­tube al­go­rith­mus vor­ge­schla­gen doch mal zu gu­cken „what re­al­ly hap­pend to chris­to­pher lam­bert“. mit chris­to­pher lam­bert ver­bin­de ich in ers­ter li­nie sub­way (nicht wie ei­ni­ge an­de­re den high­lan­der), ein film von 1985 von luc bes­son. wäh­rend ich das vi­deo über chris­to­pher lam­berts le­ben auf you­tube sah, dach­te ich mir: sub­way kanns­te ei­gent­lich noch mal gu­cken. das letz­te mal, dass ich den ge­se­hen habe ist jetzt so um die 40 jah­re her, mal gu­cken wie der film ge­al­tert ist.

ob­wohl ei­gent­lich gin­gen mir ganz an­de­re fra­gen durch den kopf. da­mals hat mich der film emo­tio­nal ge­packt, ich glau­be ich war be­stimmt eine wo­che lang high von dem film. regt sich in mir noch was, wenn ich den jetzt gu­cke? wird’s pein­lich? um was ging der film noch­mal?

also hab ich ama­zon 4 euro in den ra­chen ge­wor­fen und mir den film „ge­lie­hen“. um was der film geht weiss ich, nach­dem ich ihn ge­se­hen habe, im­mer noch nicht, aber das ist auch un­er­heb­lich, weil der film ei­gent­lich nur die pa­ri­ser ubahn zei­gen und ein paar jun­ge schau­spie­ler gut aus­se­hen las­sen will. ei­gent­lich ist er ein mu­sik­vi­deo in spiel­film­län­ge. das er­klärt auch die emo­tio­na­le re­ak­ti­on, die ich auf die­sen film da­mals hat­te. mu­sik­vi­de­os sind dar­auf aus­ge­legt emo­tio­na­le re­ak­tio­nen aus­zu­lö­sen und gut ge­mach­te mu­sik­vi­de­os ha­ben das dann ge­le­gent­lich auch ge­schafft.

am an­fang vom film war ich noch ein biss­chen kri­tisch und such­te feh­ler. wie kann fred beim her­um­streu­nen in der ubahn-in­fra­struk­tur ein­fach ei­nen safe spren­gen, ob­wohl er vor­her, ganz of­fen­sicht­lich nichts als ei­nen an­zug am leib hat­te? spä­ter fiel mir dann auf, dass er stän­dig ei­nen half­ter mit ein paar stan­gen spreng­stoff am leib trug, auch wenn er schlief.

dann war ich ir­ri­tiert, weil der film kaum ei­nen ge­dan­ken zu ende führ­te und stän­dig ab­rupt schnitt, wenn sich eine hand­lung zu er­ge­ben schien. dann kam mir der glei­che ge­dan­ke, der mir kürz­lich bei fall­out kam: mir reicht’s ei­gent­lich die bil­der an­zu­schau­en und den fi­gu­ren bei ih­rem trei­ben zu­zu­se­hen. hand­lung und dia­lo­ge sind se­kun­där bis egal. das scheint sich da­mals auch luc bes­son ge­dacht zu ha­ben, denn hand­lung und dia­lo­ge sind spar­ta­nisch. und das funk­tio­niert heu­te noch ge­nau so gut wie da­mals.

wirk­lich gross­ar­tig sind die bil­der. der film spielt zu 95% un­ter tage, im ge­wirr der pa­ri­ser ubahn-in­fra­struk­tur. so­weit ich ver­ste­he, wur­de der film auch tat­säch­lich vor ort, in der pa­ri­ser ubahn, ge­dreht und nicht im stu­dio. und das sieht man auch, al­les wirkt hy­per­rea­lis­tisch und gleich­zei­tig sur­re­al und ver­traut. auch er­staun­lich: die ubahn des pa­ris der acht­zi­ger ist der ubahn des ber­lin von heu­te gar nicht mal so un­ähn­lich.

jetzt, 40 jah­re spä­ter, stel­le ich fest, dass die acht­zi­ger, wenn sie or­dent­lich fo­to­gra­fiert sind, auch gar nicht so pein­lich aus­sa­hen wie in mei­nen fo­to­al­ben. die un­ter­schie­de sind an­de­rer­seits deut­lich: es wird an­dau­ernd und über­all ge­raucht, ka­me­ra-über­wa­chung schien es zwar in an­sät­zen ge­ge­ben zu ha­ben, aber so rich­tug scheint sie da­mals noch nicht funk­tio­niert zu ha­ben.

ich fin­de der film ist gut ge­al­tert und mir war es dann gar nicht pein­lich, dass ich den film da­mals so gut fand. ich hab den da­mals zwar in der deut­schen syn­chro­ni­sie­rung auf ei­nem nied­rig auf­lö­sen­den CRT-dis­play im li­nea­ren fern­se­hen ge­se­hen und jetzt, qua­si wie im kino, auf ei­nem hoch­auf­lö­sen­den bild­schirm 60 zen­ti­me­ter vor mei­nem ge­sicht. aber er funk­tio­niert da­mals wie jetzt und un­ab­hän­gig von der pro­jek­ti­ons­me­tho­de. der film hat kaum hand­lung und sinn­vol­len dia­log und zeigt eher als dass er er­zählt. da­mit er­gibt sich ei­ni­ges an pro­jek­ti­ons­flä­che. ich merk­te oder er­in­ner­te dann auch, was mich da­mals so pack­te. ich weiss nicht ob das ein acht­zi­ger jah­re ding ist, aber ei­nen tau­ge­nichts wie fred zu se­hen, der die an­nehm­lich­kei­ten und die in­fra­struk­tur der ge­sell­schaft zwar ger­ne nutzt, sich ihr und ih­ren re­geln aber ver­wei­gert, war für mich da­mals ein star­ker an­knüp­fungs­punkt. mög­li­cher­wei­se woll­ten wir da­mals ir­gend­wie alle so sein wie fred und hé­lè­na.

und es war schön jean reno und isa­bell ad­ja­ni in jung zu se­hen, chris­to­pher lam­bert wirk­te wie ein al­ter be­kann­ter — die pa­ri­ser ubahn so­wie­so — und trotz­dem hielt sich bei mir die nost­al­gie auf ei­nem er­träg­li­chen ni­veau. viel­leicht war das auch schon da­mals die es­senz des film: er hat be­reits in den acht­zi­gern nost­al­gie nach den acht­zi­gern er­zeugt.

das gröss­te kunst­stück ist na­tür­lich das ende. qua­si ein vir­tu­el­les hap­py-end das keins ist und ge­ra­de des­halb un­ge­heu­er zu­frie­den oder eu­pho­risch macht. was mir auch jetzt erst auf­fiel, die klam­mer mit der bes­son den film ein­rahmt und im prin­zip be­reits auf der ers­ten ti­tel-kar­te das ende des films framed: do be do be do, mah na mah na.

screenshot vom anfang des films subway von 1985. die schrifttafel zeigt: „to be is to do“ — socrate, „to do is to be“ — satre und „do be do be do“ — sinatra
ers­te ti­tel­kar­te von sub­way (1985)

letzte ein­stel­lung von subway (1985)


sie­he auch:



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yakir aharonov, der 1959 mit david bohm den aharonov-bohm-effekt erstmal be­schrie­ben hat wird am ende gefragt:

  • I read somewhere that the reason you decided to do the AB effect was that you didn't really think po­ten­ti­als were something that was just a ma­the­ma­ti­cal tool like most sci­en­tists believe.
  • That is correct. I was very ignorant, luckily. Sometimes it's good not to know too much.

Do you want to make your own nacho cheese (queso dip) that melts as smooth as the store-bought stuff, but uses real cheese? Of course you do! All you need is your favorite cheese, a few teaspoons of vinegar, and Alka Seltzer. Yes, Alka Seltzer. This cheese sauce tastes of pure cheese, and it's bomb proof. Make a big batch and ref­ri­ge­ra­te it. Nuke it in the microwave over and over. It just melts back into smooth, molten cheese. Enjoy!

Recipe:
(1) Combine 3 Alka Seltzer tablets (aspirin-free, flavor-free) with 6 teaspoons (60g) of distilled vinegar. Let this react until fizzing stops.
(2) Grate 6 oz / 170 g of medium-hard cheese, like cheddar.
(3) Pour Alka Seltzer mix into pot and stir in cheese over medium heat until soft and melted.
(4) Adjust to desired con­sis­ten­cy with water, about 3 oz / 85 g.
(5) Stir in your favorite chili peppers and enjoy!


ich schliesse mich der emp­feh­lung von john gruber an:

you’re going to love […] the essay. This is one for the ages. It’s so good.

diese idee hat mir besonders gefallen, auch wenn sie mit etwas mühe bereits heute auf fast allen geräten kon­fi­gu­rier­bar ist (und ich fast alle geräte auf still ge­schal­tet habe)

5) Ship a real “quiet mode”

Not “quiet except for what we care about.”
Quiet.
No popups. No tours. No surveys. No “news.” No nudges.
If the product is genuinely valuable, quiet mode should improve retention, because it respects the user’s attention and intent.
Also, it’s a nice forcing function. If your product can’t stand on its own without con­stant­ly poking the user, that’s a signal. Maybe not the signal you want, but de­fi­ni­te­ly a signal.