When I was 22 I would stand on the roof of my apartment at Smith & 9th St. in Brooklyn and watch the elevated MTA F-train go back and forth, and wonder, Where will I go? The answer: Back and forth.
schnee und eis haben jeden morgen einen anderen klang, andere konsistenz und ausrutschbarkeit. heute waren die gehwege wieder mit eienm frischen, glänzenden eispanzer überzogen und in den rehbergen hat sich unter dem rauen eispanzer eine luftschicht gebldet. das verhindert das rutschen für wesen > 20 kilo, frida rutschte heute kräftig und fand die raue lauffläche eher unangenehm.
ich bin kein grosser fan von newslettern. mein newsletter ist RSS. ich habe sogar mal einen dienst benutzt, mit dem ich den tagesspiegel-checkpoint in einen RSS feed wandeln konnte. funktionierte dann allerdings irgendwann nicht mehr, wie fast alles um das man sich nicht selbst kümmert. um meine abonnierten RSS-feeds kümmere ich mich sehr intensiv. derzeit zählt mein miniflux 424 abonnierte feeds und 5298 ungelesene beiträge. ungelesene feed-items stressen mich nicht im geringsten. alle paar monate setz ich die einfach alle auf gelesen. RSS lese ich immer umgekehrt chronologisch. wichtiges schwimmt immer irgendwie nach oben oder erreicht mich auf anderen wegen.
andererseits glaube ich, dass nicht alle wie ich ticken. viele mögen podcasts, manche mögen newsletter. deshalb habe ich vor ein paar tagen angefangen mich nach diensten umzuschauen die RSS in e-mails umwandeln können. da gibt’s irgendwie nicht viele. ich dachte vielleicht kann steady sowas, aber leider pustekuchen. was selbstgehostetes wäre einerseits schön, andererseits ist email-versand etwas um das man sich doch sehr kümmern können muss und ein bisschen expertise mitbringen sollte. entgegen aller digitaler-unabhäng9gkeits-trends habe ich mich entschieden einen einfachen, automatisch generierten RSS-feed-newsletter mit hilfe des amerikanischen anbieters mailchimp zu bauen.
der werkzeugkasten von mailchimp erscheint mir auch in der kostenlosen version ziemlich gut. damit war es mir innerhalb von wenigen stunden möglich, eine ganz ok aussehnde version meines RSS feeds ins email-format umwandeln zu lassen. etwas besseres habe ich nicht gefunden, wem vergleichbare dienste bekannt sind: ich freue mich davon zu hören. jetzt geht erstmal mit mailchimp los.
täglich um 6 uhr morgens werden die, im vergleich zum vortag, neuen beiträge aus dem RSS feed dann per mail versendet. das tracking habe ich, soweit wie es in den einstellungen möglich war, deaktiviert, aber in den test-emails wurden weiterhin die links mit klick-trackern via us8.mailchimp.com verunstaltet.
eigentlich hatte ich als zielgruppe jemanden wie meine mutter für so einen newsletter im sinn. die liest seit einer weile wieder hier mit und eigentlich ist das auch die wurzel dieser seite. einerseits dient wirres.net mir dazu, dass ich mich an mein leben erinnere, andererseits habe ich damit angefangen ins internet zu schreiben, damit menschen die mir nahestehen die möglichkeit haben nachsehen zu können, was ich gerade so treibe oder denke.
irgendwann um die jahrtausendwende habe ich angefangen mit yahoo-groups regelmässig mails an freunde und bekannte zu versenden. dadrin stand schon damals eine wirre mischung aus blöden witzen, links und dingen die mir durch den kopf gingen. ein paar dieser mails habe ich archiviert. bitte nicht lesen!
irgendwann habe ich dann von push auf pull umgestellt. newsletter sind ja ein bischen pushy, wenn sie sich in die inbox drängen. RSS ist pull, man zieht sich das selbst in den leseapparat und kann das dann auch gut wegignorieren. aber wem’s gefällt, kann sich jetzt wieder einer push mechanik bedienen um wirres zu lesen: eepurl.com/jyHDZA
haha, sehe gerade: eigentlich sind nur 16 plätze frei. 500 emails darf ich mit dem kostenlosen mailchimp-tarif versenden. das sind ca. 16 × 31 mails. vielleicht mach ich nenn wöchentlichen newsletter draus? dreitägig? oder ich mach ne steady-seite auf um die 30 euro zu refinanzieren, die das nächst grösere paket bei mailchimp jostet? oder es interessiert sich ausser meiner mutter eh niemand für den newsletter?
Wann hast du zum letzten mal richtig hart nachgedacht?
wenn ich über die frage nachdenke muss ich sagen: nie.
ich denke nicht „hart“. ich taste mich eher an antworten, lösungen, ziele oder auch texte heran. ich sitze zum beispiel gerade hier auf dem sofa, bin inspiririert von thomas frage und denke nicht über eine antwort nach, sondern suche formulierungen oder bilder um die antwort die mir vorschwebt zu fassen oder zu begreifen.
diese antwort ist nichts über das ich hart nachdenken müsste (oder könnte), sie ist schon halb fertig da, vielleicht noch fragil, weich und formbar, ich muss sie nur herausarbeiten. ich muss dem prozess in meinem kopf nur zuzuarbeiten. das eigentliche denken findet dann ohne mich statt. ich muss nur für inspiration sorgen, skizzen anfertigen, wortballons steigen lassen, vielleicht ein bisschen abschweifen und quatsch machen.
eigentlich bedeutet nachdenken für mich mit einem thema zeit zu verbringen. wenn ich mich einmal in ein thema eingehakt habe, verändert sich meine wahrnehmung. ich kann ich mich relativ weit vom thema entfernen und trotzdem inspiriert alles dem ich begegne die sache mit der ich mich gerade beschäftige.
der entscheidende punkt ist also nicht härte oder konzentration, sondern die hingabe, die beharrlichkeit, der wille zeit mit einem problem, einer frage, einer lösungsfindung zu verbringen. je weicher, je flexibler ich diesen prozess steuere, desto besser das ergebnis.
eine bessere frage könnte also lauten: wann hast du dich zum letzten mal einer sache hingegeben und bist beharrlich dran geblieben?
faszinierend. ich glaube, man kann sagen, die erfindung der künstlichen kühlung ist ein ähnlich wichtiger wendepunkte in der menschlichen zivilisation, wie die beherrschung des feuers. dieses video zeigt wie man vorher gekühlt hat und welche einschneidenden (positiven) folgen die künstliche kühlung hatte und hat.
This Github project from Ankur Gupta allows you to “generate beautiful, minimalist map posters for any city in the world”. There are a variety of different themes you can choose from and the resulting images are big enough to print out actual posters (20-inch height maximum).
mit diesem projekt ist es wirklich einfach sehr schöne karten oder karten-poster herzustellen. basiert (natürlich) alles auf open street map.
das habe ich auf meiner linux-kiste eingegeben:
curl -LsSf https://astral.sh/uv/install.sh | sh
git clone https://github.com/originalankur/maptoposter.git
cd maptoposter
uv run ./create_map_poster.py --city "Wedding" --country "Germany" --theme "neon_cyberpunk" -d 7200
This Github project from Ankur Gupta allows you to “generate beautiful, minimalist map posters for any city in the world”. There are a variety of different themes you can choose from and the resulting images are big enough to print out actual posters (20-inch height maximum).
rands rantet sehr ausführlich über produktivitäts-werkzeuge. naja, er stellt eher fest, dass sie in der regel nichts für ihn sind. mir gefällt die idee, die er nach 20-30 minuten lesezeit entwickelt: eine todo-liste die alte einträge einfach nach einer weile löscht, ohne weitere rückfrage. find ich gut. mach ich schon lange, allerdings nicht durch löschen, sondern durch vergessen.
ich kann meine herangehensweise glaube ich am besten mit einer wasser-metapher beschreiben. das was wichtig ist schwimmt auf. entweder weils leicht ist, jemand dran zieht oder drückt oder es festgebunden hat oder weils strampelt oder gestrampelt wird. was aufhört zu strampeln sinkt langsam aus dem blickfeld. ich arbeite im alltag mit (zu) vielen verschiedenen werkzeugen, leider nicht besonders strukturiert, aber oft sehr intuitiv.
mein wichtigstes werkzeug um zu tuendes zu identifizieren und im auge zu behalten ist meine email-inbox. seit mail-programme emails in strängen zusammenfassen bleibt einerseits (meistens) der kontext erhalten und andererseits lassen neue mails die jeweiligen stränge aufschwimmen.
ich kopieren jeden tag die todos vom vortag „handschriftlich“ auf eine neues blatt und füge im laufe des tages neue hinzu. mit „handschriftlich“ meine ich zettel = textdatei und schrift = tippen und copy & pasten. das ist mühsam, aber hilfreich beim priorisieren und fürs merken. und das „manuelle“ be- und verarbeiten hilft mein unbewusstsein zu füttern.
danach kommen — zumindest auf der arbeit — diverse ticketsysteme. denen fehlt eigentlich allen ein befriedigender soundeffekt beim erledigen, aber ich finde es auch ohne soundeffekt befriedigend, dinge in ticketsystemen auf erledigt zu stellen und den fluss der erledigten dinge anschwellen zu sehen. in der praxis landen leider zu viele tu-dinge im pending.
mein hauptproblem beim erledigen hat nichts mit werkzeugen oder prozessen zu tun, sondern mit haltung oder genauer: anspruch. ich schiebe dinge auf weil ich sie richtig und gut machen will, aber weiss, dass das gegebenenfalls etwas länger braucht — also jetzt gerade noch nicht geht aber vielleicht später, oder morgen oder nächste woche.
diesen knoten habe ich beim bloggen gelöst: ich hab kein problem damit einen beitrag hinzurotzen, gerade mal gut genug zu machen, zur not später nochmal etwas zu polieren. beim rest meiner aufgaben bin ich zwar kein perfektionist, aber ich strebe schon einen gewissen qualitätsstandard an, der zumindest nicht den eindruck von hingerotzt erweckt. und genau da fängt das aufschieben dann an und man landet bei einer art magischen zweieck (statt dreieck).
wir sind grosse discounter fans. gerne immer die günstigen dosentomaten, die schmecken auch in ganz günstig mindestens so gut wie sugo aus frischen treibhaus-tomaten. jahrzehntelang haben wir immer die ganz günstigen dosentomaten gekauft.
vor ein paar wochen erwähnte eine freundin der beifahrerin, dass es bei ihnen immer nudeln mit tomatensosse aus mutti-dosentomaten gäbe.
also kaufte die beifahrerin zwei dosen mutti-tomaten. gut zwei bis dreimal so teuer wie der discounter-preis — aber, leider, merklich sehr viel leckerer, sämiger, fruchtiger, süsser als unsere bisherigen dosentomaten.
mir ist das eigentlich nicht recht, weil ich gerne behaupte dass die qualität von discounter-produkten mindestens so gut ist, wenn nicht sogar besser, als die von markenprodukten. das gibt’s auch in journalistisch aufgearbeitet beim SWR: „(Marke vs. No-Name-Produkte – was ist besser?)“. aber in diesem fall bleiben wir jetzt leider mal bei der marke.
eine dose mutti auf dem boden, damits schön aussieht