alles

(be­zahl­con­tent) christian esch, ehe­ma­li­ger russland kor­re­spon­dent, schreibt ziemlich auf den punkt, warum trumps angriff auf den iran trump und den westen in die scheisse reitet:

  • der stiegende ölpreis lässt geld in putins schoss fallen mit dem er seinen klrieg weiter fi­nan­zie­ren kann
  • trump hat die saktionen gegen rus­si­sches öl teilweise auf­gehoi­ben
  • die un­ter­stüt­zung der ukaine mit ab­wehr­sys­te­men wird noch re­du­zier­ter weil ein oder zwei jah­res­ar­se­na­le patriot raketen im nahen osten ver­schos­sen werden
  • die (völ­ker­recht­li­chen) argumente gegen russische an­griff­krie­ge werden stumpf, wenn trump im prinzip das gleiche macht

mor­gen­spa­zier­gang 14.03.2026

felix schwenzel in bilder

heu­te vom wed­ding auf um­we­gen zur turm­stras­se ge­lau­fen. nach ei­ner kur­zen spiel­run­de im goe­the­park …

… über die put­litz­brü­cke durch den uni­onpark zur turm­stras­se.

auf dem weg nach­hau­se dann die­ses ar­ra­ge­ment ge­se­hen …

der kar­ton sah aus als sei er di­rekt aus den neun­zi­ger jah­ren auf den bord­stein ge­fal­len. das buch, ob­wohl es von 2022 ist, sieht aus als sei es ein klas­si­ker aus den spä­ten sieb­zi­gern der es in eine neun­zi­ger WG-bi­blio­thek ge­schafft hat.

und mal im ernst, wer ver­pes­tet denn heu­te noch sei­ne woh­nung mit fein­staub und russ aus pyro-ker­zen?

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„der le­ckers­te fisch ist im­mer noch der schnit­zel“


das hört sich auf den ersten blick logisch an, stimmt aber wahr­schein­lich nicht. die­je­ni­gen die in ar­chi­tek­tur­bü­ros tat­säch­lich planungen umsetzen und gestalten, arbeiten wie drohnen. wenn überhaupt sind es die­je­ni­gen die den grossen plan skiz­zie­ren, die im corner office sitzen.


ix und mei­ne mut­ter in den acht­zi­gern

felix schwenzel in bilder

foto von zwei fotos, eins zeigt meiner mutter, eins zeigt mich an eine altmodisch zapezierte wand gelehnt. ich trage sowas wie einen anzug und ein weisses hemd, meine mutter einen rock und geschichtete pullover. meine haare sind bunt.

das hat mei­ne mut­ter heu­te in den fa­mi­li­en­chat ge­pos­tet. of­fen­sicht­lich ha­ben wir uns in den acht­zi­gern ge­le­gent­lich ge­gen­sei­tig fo­to­gra­fiert.

(er­staun­lich wie jung wir da­mals wa­ren)


foto von eine, kleinen abhang der von mini-erosionen durchzogen ist, das wasser hat sich den weg zu einem gulli durch den sand gegraben

manch­mal wirkt es so, als kön­ne was­ser gul­lis rie­chen.




Was die CDU »Schmutz­kam­pa­gne« nennt, ist die de­mo­kra­ti­sche Praxis der Öf­fent­lich­ma­chung. Und die ei­gent­li­che Schmutz­kam­pa­gne, die hier läuft, ist die gegen eine Po­li­ti­ke­rin, weil sie einen Politiker beim Wort genommen hat. Es ist wie so oft: Ein Mann versprüht Dreck – und erwartet, dass Frauen ihn still­schwei­gend wegmachen.


aus­ge­dach­te aka­de­mie, selbst­ge­stell­te pro­ble­me, us­lar le­sen, vor­bil­der selbst ma­len

felix schwenzel in notiert

mir ist auf­ge­fal­len, dass ich das, was man heu­te ger­ne vibe co­ding nennt, schon seit jahr­zehn­ten ma­che. näm­lich an pro­ble­me mit we­nig ah­nung, aber ei­nem aus­ge­präg­ten ge­fühl für ei­nen lö­sungs­an­satz ran­ge­hen und so­lan­ge an der lö­sung den­geln, bis das pro­blem ge­löst ist oder es so funk­tio­niert wie ich mir das vor­her vor­ge­stellt habe.

schon die ers­ten ver­sio­nen die­ser web­site habe ich durch­ge­hend mit frem­der pro­gram­mier­hil­fe selbst ge­baut. weil es da­mals kei­ne LLMs gab, die ihr an­ge­le­se­nes wis­sen mit mir tei­len, muss­te ich da­mals selbst auf das wis­sen an­de­rer men­schen mit mehr ah­nung zu­rück­grei­fen. de­ren wis­sen muss­te ich mir frü­her müh­sam selbst zu­sam­men­su­chen, meis­tens in­dem ich mei­ne fra­gen in stich­wor­te auf­teil­te und mich dann schritt für schritt ei­ner lö­sung ent­ge­gen­han­gel­te.

an der ers­ten in­kar­na­ti­on die­ser web­site habe ich so um die 15 oder 20 jah­re lang ge­schraubt, bis sie den funk­ti­ons­um­fang hat­te, den ich mir vor­ge­stellt habe. mitt­ler­wei­le hat der funk­ti­ons­um­fang nach dem neu­start die­ser web­site, mei­ner ein­schät­zung nach, wie­der das ni­veau des vor­gän­gers er­reicht — in we­ni­ger als ei­nem jahr. die­ses mal ging es zwar schnel­ler, aber ehr­lich­ge­sagt schät­ze ich dass die qua­li­tät des­sen was hin­ten raus­ge­kom­men ist um ein viel­fa­ches bes­ser ist als die vor­gän­ger-ver­sio­nen.

ich höre schon die rufe: das ist dann aber kein war­tungs­freund­li­cher code und wür­de dann ant­wor­ten: stimmt. aber dar­um geht’s gar nicht. die im­per­fek­ti­on, die zwi­schen­lö­sung, der weg ist das ziel.

in kath­rin pas­sigs klap­pen­text zu „we­ni­ger schlecht pro­gram­mie­ren“ wird nils bohr zi­tiert:

Ein Ex­per­te ist je­mand, der auf ei­nem Spe­zi­al­ge­biet alle denk­ba­ren Feh­ler be­reits ge­macht hat.

wie lang­wei­lig wäre das denn, wenn ich mich nicht mehr in die lö­sung selbst­ge­stell­ter und selbst­ge­mach­ter pro­ble­me knien könn­te? mög­li­cher­wei­se kann man das mit dem berg­stei­gen ver­glei­chen: es geht nicht dar­um die ber­ge fla­cher oder steig­freund­lich zu ma­chen, son­dern mög­lichst im­mer stei­le­re ber­ge zu fin­den. es geht we­ni­ger dar­um pro­ble­me zu lö­sen, als im­mer wie­der neue pro­ble­me zu fin­den und die ar­beit an ih­rer lö­sung zu ge­nies­sen und die ber­ge un­ter­wegs bes­ser ken­nen zu ler­nen. ich rol­le den stein im­mer wie­der berg­auf, nicht weil mich die göt­ter dazu ver­ur­teilt ha­ben, son­dern weil ich den stein ger­ne berg­auf­wärts rol­le und berg­ab­rol­len lang­wei­lig wäre.


jo­han­nes weist dar­auf hin, dass mo­ritz von us­lar re­gel­mäs­sig ins in­ter­net schreibt. liest sich gut:

(12.03.2026) Eri­ka Tho­m­al­la hat­te ei­nen al­ten Text von Chris­ti­an Kracht vor­ge­le­sen, 1994 in der Zeit­schrift Tem­po er­schie­nen, The­ma: ein Por­trät des da­ma­li­gen SPD-Kanz­ler­kan­di­da­ten Ru­dolf Schar­ping (das ist der, der zu­rück­tre­ten muss­te, weil er für Bun­te mit ei­ner Grä­fin in ei­nem Pool plan­schen war). Der Text, ganz nor­mal vor­ge­le­sen, lös­te so­fort Be­klem­mung, Rat­lo­sig­keit, dann auch: Ent­set­zen aus, im Pu­bli­kum wie bei uns auf der Büh­ne. Es war Pop­jour­na­lis­mus pur, die da­mals ab­so­lut als toll emp­fun­de­ne Mi­schung aus Ul­tra-Sno­bis­mus, ja, auch Men­schen­ver­ach­tung, klar, (hier eher: Schar­ping-Ver­ach­tung), ir­rem Rum­ge­la­ber auf Sei­ten­we­gen (in die­sem Kracht-Text: das Deut­sche an sich, schwe­re Ar­beit, schwer Bö­den, Bäue­rin­nen mit gro­ßen Brüs­ten, hä?) und ein paar sehr di­rek­ten, gut sit­zen­den Kil­ler­sät­zen.


ben_ zählt män­ner­vor­bil­der auf. muss ich glau­be ich noch­mal drü­ber nach­den­ken, aber spon­tan wür­de ich sa­gen: vor­bil­der hat­te ich nie. es gab im­mer ei­ni­ge men­schen, die ich gut oder in­ter­es­sant fand, de­ren ver­hal­ten oder de­ren art ich in be­stimm­ten si­tua­tio­nen auch mal nach­ah­men wür­de. prä­gen­der wa­ren men­schen die mich dazu brach­ten be­stimm­te din­ge nicht zu tun, de­ren ver­hal­ten oder de­ren art ich un­ter kei­nen um­stän­den re­pli­zie­ren wol­len wür­de. ich woll­te auch nie zu ei­ner grup­pe ge­hö­ren, aber da­für habe ich im­mer wie­der in­ter­es­se an grup­pen ent­wi­ckelt, die ich ger­ne mal ken­nen­ler­nen wür­de oder ger­ne aus der nähe be­ob­ach­ten wür­de.

viel mehr als vor­bil­der ha­ben mich fra­gen be­schäf­tigt: wie will ich sein, wie will ich mich ver­hal­ten, was will ich kön­nen, was brau­che ich nicht, wie löse ich das nächs­te pro­blem?

ich er­in­ne­re mich dar­an, ir­gend­wann in den acht­zi­ger jah­ren im fern­se­hen ei­nen sehr al­ten mann ge­se­hen zu ha­ben, der ganz an­ders war als alle an­de­ren al­ten men­schen, die ich bis da­hin kann­te. der alte mann, der viel­leicht gar nicht mal so alt war, aber auf mein 14 oder 15 jäh­ri­ges ich sehr alt wirk­te, stach des­halb her­vor, weil er be­sch­ei­den, klug, neu­gie­rig, po­si­tiv, wach, in­ter­es­si­ert, eu­pho­risch und der zu­kunft zu­ge­wandt schien. die al­ten men­schen die ich bis da­hin kann­te leb­ten gröss­ten­teils in der ver­gan­gen­heit (oder er­zähl­ten gröss­ten­teils ge­schich­ten aus ih­rer ver­gan­gen­heit), fan­den die mo­der­ne welt nicht be­son­ders gut, zeig­ten kaum neu­gier, wa­ren grum­py und sta­chen nicht ge­ra­de durch klug­heit her­vor.

selbst ein al­ter mann zu wer­den schien mir an­ge­sichts der al­ten men­schen die ich da­mals kann­te nicht be­son­ders er­stre­bens­wert. bis ich die­sen ei­gen­ar­ti­gen al­ten mann im fern­se­hen sah. ich weiss bis heu­te nicht wer der alte mann war und ob ich mir heu­te mehr dazu zu­recht­rei­me als da­mals, aber die­sen men­schen wür­de ich durch­aus als vor­bild be­zeich­nen, auch wenn ich mir auch die­ses vor­bild, wie die meis­ten an­de­ren vor­bil­der, wohl vor al­lem selbst aus­ge­malt habe.


eben hab ich das staf­fel­en­de von star­fleet aca­de­my ge­guckt. das war wie­der fast un­er­träg­lich. im­mer­hin ha­ben sie ein zi­tat ge­bracht, das mich zum mit­schrei­ben in­spi­rier­te. man kann das zi­tat aus cap­tain nahla akes schluss­plä­doy­er — oder das gan­ze fi­na­le — auch als kom­men­tar zur po­li­ti­schen lage in den USA le­sen:

you never grew up. and it got us right here. so the ques­ti­ons i’d ask all the­se peo­p­le wat­ching: is this the per­son you want to fol­low into the fu­ture? an an­gry child with his fin­ger on the trig­ger, who­se en­ti­re world­view is ba­sed on a lie?

ste­ven col­bert, der den elek­tri­schen KI-de­kan aus der PA ge­spro­chen hat, wird sich viel­leicht auch drü­ber ge­freut ha­ben.


Star Trek: Starfleet Academy (S01E10) gesehen

würdiges aber trotzdem mit­tel­mäs­si­ges ende einer leider ziemlich schlech­ten staffel. pa­the­tisch, unsubtil, zu knallig, zu dick auf­ge­tra­gen, zu viel bling-bling, ruckelige dialoge. viele folgen hab ich gerad eso ertragen, folge 7 nicht, die hab ich nicht beenden können.