der artikel ist hinter der spiegel-bezahlwand, aber ich habe das gerne gelesen und hätte lust die hälfte des artikels hier zu zitieren. besonders faszinierend, wie grönland, oder allgemein die arktis und antarktis uns die grenzen unserer modernen welt und technologie zeigen.
»Grönland ist ein fremder Planet aus Eis«, sagt Rasmussen […] Rasmussen mag es nicht, wenn Leute sagen, man könne die Hunde, die Schlitten und die Soldaten bald durch Drohnen, Schneemobile und Helikopter ersetzen. Drohnen bräuchten Akkus, die sich in der Kälte entladen. Schneemobile würden zwischen den Felsen stecken bleiben, Helikopter bräuchten Benzin, unter arktischen Bedingungen könnten sie etwas mehr als eine Stunde in eine Richtung fliegen, bevor sie umkehren müssten, sonst ginge ihnen der Sprit aus.
patroullien mit menschen und hunden hingegen funktionieren ganz gut. sie sind oft monatelang unterwegs.
Der Einsatz bei Sirius dauert gewöhnlich zwei Jahre, es gibt in dieser Zeit keine Heimatbesuche. Manche Veteranen nehmen nach ihrer Rückkehr in wenigen Wochen 15 Kilo zu, da sie sich noch genauso fettreich ernähren wie in der Arktis. Zwei Jahre draußen, sagt Mikkelsen, und man brauche zwei Jahre, um wieder anzukommen. In Grönland hatte er nichts gebraucht außer Essen, Schlaf, Gemeinschaft. Zurück in der Zivilisation, fehlte alles, und zugleich war alles zu viel. Man könne kein Leben mehr führen wie davor. Nach Grönland, sagt Mikkelsen, fange man wieder von vorn an.
monatelang im nichts unterwegs sein, in absoluter stille, in absoluter freiheit und immer kurz davor, dass einen die natur umbringt.
Die Stille, sagt Mikkelsen, sei so stark, dass sie lärmt, dass man davon aufwache. Man höre den eigenen Atem, das Atmen der Hunde, irgendwann das Blut im Kopf. Gedanken kommen zur Ruhe, weil es keine Impulse von außen gibt.
dieses video könnte man durchaus als KI 101 bezeichnen. der gast dieser folge startalk mit neil degrasse tyson und seinen beiden sidekicks ist geoffrey hinton, der letztes jahr für seine grundlagenforschung zu neuronalen netzwerken den physik nobelpreis bekommen hat. er erklärt ein paar der grundlagen kündtlicher neuronaler netzwerke und warum er denkt dass KIs bereits denken. zu den grundlagen fand ich folgendes faszinierend:
das menschliche gehirn hat ungeführ 100 trillionen (noronale) verbindungen. wenn man das mit dem zeitraum den wir leben vergleicht (um die 2,5-3 milliarden sekunden), kann man sagen: wir haben sehr viele verbindungen, aber wenig erfahrung.
bei den neuronalen netzen die wir derzeit zu bauen imstnde sind ist das umgekehrt. sie haben ca. 1 milliarde verbindungen (viele LLMs haben sehr viel weniger weniger), was ungefähr 1% der verbindungen sind, die menschen haben. dafür haben diese künstlichen neuronalen netze und LLMs viele tausend mal mehr erfahrenungen.
die grenzen an die heutuge LLMs stossen hängen (laut geoffrey hinton) vor allem damit zusammen, dass sie auf erfahrungen basieren die wir aufgeschrieben haben. eine go KI, die aus erfahrungen echter go-experten/meister gelernt hatte, war immer etwas schlechter als die menschlichen experten. unschöagbar wurden diese KI-systeme als sie anfingen gegen sich selbst zu spielen, sich ihre erfahrungen also selbst beigebracht haben. das dürfte auch de weg sein, wie LLMs klüger werden, meint geoffrey hinton.
wirklich sehenswert, wenn man KI abseits des hypes und gegen-hypes etwas besser verstehen möchte.