alles
„Wenn ich zuweilen in einem meiner alten Gedankenbücher einen guten Gedanken von mir lese, so wundere ich mich, wie er mir und meinem System so fremd hat werden können, und freue mich nun so darüber, wie über einen Gedanken meiner Vorfahren.“ schreibt Georg Christoph Lichtenberg in den Gedankenbüchern, 1963 herausgegeben von Franz Mautner bei S. Fischer.
die ersten paar staffeln for all mankind fand ich überragend gut. staffel 4, mit dem schlecht gealterten ed baldwin war zwar nicht schlecht, nervte mich aber zunehmend mit überdramatisierungen und überflüssigen, schlecht nachvollziehbaren schlenkern. dieser teaser deutet an, dass die macher der serie gefallen am überdramatisieren gefunden haben. eigentlich soll ein teaser ja lust auf eine serie machen, mir hat es die lust auf die fünfte stafel gleich verdorben. ich werde es aber wohl trotzdem schauen.
Orkas gehören zu den effektivsten Raubtieren überhaupt. Weisse Haie fliehen vor Orkas …
… sie kennen keine Furcht und kein Beute, die zu gross ist. Und doch … gibt es nicht einen verifizierten Bericht über einen Angriff eines Orkas auf einen Menschen. Sie wissen offensichtlich etwas, das wir nicht wissen …
eine website auf der man ohne anmeldung, auch mobiil, einfach bilder hochladen kann sie geotaggen kann. find ich gut, nicht weil ich dem ordnungsamt gerne müll melden würde, sondern, weil das technisch brilliant simpel gelöst ist. so wie like buttons auch funktionieren sollten — ohne eine datenspur zu hinterlassen oder einen login erfordern sollten — kann man hier einfach bilder hochladen. eigentlich ist das indieweb.
den artikel steht hinter der bezahlschranke, aber die frage „Wird man krank, wenn man mit nassen Haaren rausgeht?“ lässt sich kurz und knapp beantworten: nein.
medienimport

natürlich ist es eine schnapsidee, filme oder serien hier tracken zu wollen. wenn ich wollte, könnte ich das alles bei trakt machen. trakt arbeitet mit einem leicht obskuren dritt-dienst zusammen (younify.tv) um die historie des gesehenen von netflix auszulesen. tatsächlich kann man damit die historie aller grossen streaming-angebote abgreifen — wenn man younify.tv genug vertrauen entgegenbringt und (vollen) zugriff auf diese dienste gewährt. mein vertrauen hat vor ein paar jahren nur dafür gereicht, younify.tv zugriff auf mein netflix-konnto zu gewähren, weshalb ich jetzt einen teil meiner netflix-historie auch in trakt habe.
der vorteil ist, dass ich die von younify.tv abgegriffenen daten, jetzt auch wieder über die trakt-api selbst abgreifen kann, zum beispiel mit diesem script. mit ein zwei weiteren phyton scripten kann ich deshalb jetzt auch automatisch auf netflix gesehenes hier loggen.
schnapsidee hin oder her, sowohl trakt als auch ich wissen, dass die schnapsidee alles gesehene zu loggen, nur funktioniert, wenn es vorwiegend automatisch geht. wenn da nicht die vertrauensfrage wäre. ein datenleck bei trakt von 2014, das trakt erst 2019 offenlegte, zeigt, dass es nicht angebracht ist, trakt 100% vertrauen zu schenken. wenn ich mich recht erinnere hab ich die verbindung zwischen trakt und plex schon vor 2019 gekappt, weil mir das einen ticken zu unheimlich war, meine plex-historie ungefiltert in trakt zu leiten. bei netflix hielten sich meine bedenken in grenzen.
mit meinem selbstgebauten plex/tautulli-zu-kirby-exporter behalte ich die kontrolle und der import in die öffentliche liste klappt auch ohne drittanbieter ganz gut, fast vollautomatisch. ich muss nur noch eine wertung nachtragen.
und auch wenn ich bei der netflix → younify.tv → trakt.tv → wirres.net konstruktion weniger bis keine kontrolle habe, wollte ich diese automatisierungs-pipeline jetzt testen. dafür musste ich mir natürlich irgendeinen scheiss auf netflix ansehen.
also hab ich mir die erste folge being gordon ramsay angesehen. ich vermute das wird weder so erfolgreich wie netflix chefs table noch so ein hit wie drive to survive — auch wenn das strickmuster ähnlich ist. beim überfliegen der kritiken ist eine überschrift hängengeblieben, der ich direkt zustimmen möchte: gordon ramsay should not be so boring.
jedenfalls funktioniert der sync zwischen netflix, younify.tv, trakt.tv und wirres.net/kirby, wenn auch mit leichter verzögerung.
zum thema ex- und importe: ich habe auch ein script gefunden, mit dem sich die daten aus tautulli, also plex, mit letterboxd syncen lassen. damit habe ich jetzt lücken meiner film-timeline auf letterboxd geschlossen, auch wenn die timeline der filme die ich jemals sah auf letterboxd immer noch lücken in den letzten 10 jahren hat. schliesslich schau ich filme ja nicht nur auf plex, sondern auch auf amazon prime, im kino (gelegentlich) oder netflix. aber weils geht, weil ich daten jetzt aus plex und netflix rausbekomme, erscheint es mir logisch meine film-historie erstmal auf letterboxd zu vervollständigen. dann kann ich sie auch wieder hierher holen. aber bevor ich das mache sammel ich hier, bis auf ein paar ausnahmen — zu testzwecken — erstmal vornehmlich in 2026 gesehenes und gelesenes.
mit so einer „datenbank“ für gesehenenes und gelesenes setze ich mich übrigens auch geschickt selbst unter zugzwang. jetzt muss ich auch mal wieder ein buch lesen, damit ich es loggen kann. und damit schliesst sich der zirkel: ausgehen um drüber schreiben zu können, scheisse auf netflix schauen, ums zu prüfen ob es automatisch geloggt wird. morgens spazieren gehen um das wetter zu fotografieren und fotos und .gpx-tracks zu posten, kochen um rezepte maschinenlesbar zu veröffentlichen, schlafen, um zu sehen, wie gut der schlaftracker funktioniert. (b)loggen weil’s geht.

morgenspaziergang 24.02.2026
heute beim morgenspaziergang ein foto von der traurigen bürgerwiese gemacht und dabei gar nicht bemerkt (erst zuhause, beim bilder-sichten), wie eine wolke auf dem weg vor uns vorbeiwabberte.
→ weiterleseneine sehr schöne „schreibübung“ von horax:
Vor acht Jahren (tagebuch)bloggte ich in Sätzen mit zwei Worten – eine spielerische Modifikation – über einige Sonntage. Die Tage in dieser Kürze zu beschreiben fiel mir nicht leicht da die Worte im Text möglichst nicht wiederholt werden sollten. Das ging stockend von der Hand. Vielleicht werde ich die Schreibübung in unregelmäßigen Abständen wiederholen.
… und das macht er dann auch und ich finde es gut.
gerne gehört und gelernt: perter lustig hiess tatsächlich peter lustig, latzhose trug er auch privat. und er war ein früher maker.
ist depubizieren bildungsfeindlich?
beim medienloggen und beim tracken der sendung mit der maus von gestern, ist mir aufgefallen, wie absurd die praxis des depublizierens bei unseren öffentlich rechtlichen sendern und deren mediatheken ist.
die sendung mit der maus ist mit klassischen tracking websites trakt, imdb oder thetvdb.com kaum sinnvoll zu verfolgen. einzig fernsehserien.de hat eine akzeptable übersicht über die sendungen mit der maus. wobei die einzelnen einträge dort auch nur aus ein paar metadaten (immerhin gut gepflegt) und pressemitteilungen der ARD bestehen.
wie schön wäre es, wenn die permalinkseiten einzelner sendungen, wie die vom 22.02.2026 tatsächlich permanent wären? stattdessen wird die seite, zusammen mit dem video, am 30.03.2026 wieder verschwinden.
wenn ich es richtig verstehe, haben wir in deutschland kein öffentliches, bzw. im web zugängliches archiv des deutschen fernsehens (und der sendung mit der maus), weil verleger und kommerziele unterhaltungs und informationsanbieter der meinung sind, dass sowas schlecht für ihr geschäftsmodell sei. der politische kompromiss, der hier besteht, bedeutet, dass ein dauerhaftes archiv gesetzlich ausdrücklich untersagt ist, weil die öffentlich rechtlichen sonst den markt unangemessen beeinträchtgen würden. na gut, es gibt auch noch rechtefragen, da eine sendung mit der maus in den achtzigern wahrscheinlich nur die rechte mit den autoren, moderatoren oder komponisten der musik für die tv-ausstrahlung geklärt hat.
aber trotzdem, wie absurd: ein kulturgut wie „die sendung mit der maus“, das von der gesellschaft mit fernsehgebühren finanziert wurde, ist für die gesellschaft digital nicht als archiv verfügbar. was für eine bildungslücke, bzw. was für ein schatz das wäre, stünde uns eine gepflegte bibliothek der fernsehgeschichte zur verfügung, statt gelegentlich privat auf youtube hochgeladener schnipsel aus der öffentlich rechtlichen historie.
das ist natürlich auch besonders absurd, wenn es jetzt politische ambitionen gibt social media für junge menschen zu verbieten, aber gleichzeitig educational media für junge menschen auch nicht so richtig zu erlauben. ich weiss dass ein archiv des öffentlich rechtlichen fernsehen keine alternative zu social media ist, aber es wäre ein zeichen: bildung ist uns als gesellschaft so wichtig, dass kommerzielle interessen diesem ziel nicht im weg stehen dürfen. stattdessen lautet das signal: bildung gibt’s nur hinter bezahlschranken, als abo, als in-app-kauf. wir wollen die wirtschaft nicht mit öffentlich-rechtlichen-inhalten schwächen und nehmen dafür in kauf, das bildungsnivau der gesellschaft zu schwächen.
dust bunny

dust bunny gesehen. ich weiss nicht was das war, aber es war wirklich gut. und ich habe auch ziemlich oft gelacht.
der film hielt mich die ganze zeit über on the edge of my seat, aber nicht wegen des spannungsbogen, sondern weil das was man zu sehen bekam so unverständlich schien, dass ich weitergucken musste um zu erfahren was da eigentlich los war. es war jedenfalls keine sekunde langweilig.
man könnte vielleicht sagen, das was man zu sehen bekam war eine wilde mischung aus pipi langstrumpf und leon der profi?
mein dank an coldheat.de, dessen empfehlung ich gefolgt bin.



schönes bild und es erinnert mich daran, dass ich diese rolltreppe auch unbedingt mal fahren möchte. schon seit jahren.