alles
The idea is to die young as late as possible.
jetzt erst gesehen, dass die effilee-rezepte nur im abo zu sehen sind. jedenfalls das schwarzbrot „dashi“ will ich mal ausprobieren: halbierte knoblauchzehe, 10 g ingwer in dünnen scheiben, 500 ml gemüsebrühe, 2 EL sojasauce, 1 sardellenfilet, 50 g pumpernickel und 1 EL „eingelegter Sushi-Ingwer aus dem Glas“ aufkochen, vom herd nehmen und abseihen.
unpopuläre meinung

ich finde es ganz schlimm, wenn leute äusserungen mit der floskel: „unpopuläre meinung“ und einem doppelpunkt eröffnen. ich finde es schon schlimm, wenn leute ihre meinung überhaupt mit „meine meinung“ labeln, als prefix, suffix oder als „meine 2 cent“. einerseits sind meinungen ja auch ohne expliziten hinweis gut als solche erkennbar, andererseits habe ich immer den verdacht, dass diese floskeln eigentlich nur ankündigen sollen, dass kritik oder widerspruch an einem abperlen werden und man die eigene position nicht begründen möchte.
jedenfalls scheine ich nun selbst eine unpopuläre meinung zu haben, zumindest nach all dem, was ich in den letzten monaten alles über apples neues liquid glass design gelesen und gehört habe. ich habe lange gewartet auf tahö tahoe zu aktualisieren, weil ich so viel schlimmes darüber gehört habe. wie schrecklich das transparenz-gedöns sei, die icons überall in den menüs, die zu stark abgerundeten ecken, verwurschtelte icons. aber komischerweise fühle ich mich nach ein, zwei wochen gewöhnung ganz wohl im flüssigen glas, sowohl auf dem mac, als auch auf dem telefon.
so, da haben wirs: jetzt hab ich ein gefühl geäussert, ohne es weiter begründen zu wollen. fertig ist meine unpopuläre meinung, die eigentlich nur so ein gefühl ist.
affiger newsletteranbieter

vor ein paar wochen habe ich einen newsletter gebaut, der nichts anderes macht als inhalte meines rss-feeds morgens um 6 uhr zu versenden. die idee war, dass e-mail zugänglicher ist als rss und so zum beispiel meine mutter sich den newsletter abonnieren könnte. den artikel las sie dann auch, aboonnierte sich den newsletter und kämpfte sich sogar durch den double opt-in. sie war und blieb die einzige abonnentin.
am 20. februar hörte der newsletter auf zu senden. heute habe ich das bemerkt. der grund:
Unser automatisiertes System zur Missbrauchsprävention Omnivore, hat deinen Account mit dem Benutzernamen wirres.net (Benutzer-ID:248██████) überprüft. Es hat Inhalte oder Aktionen festgestellt, die im Widerspruch zu Abschnitt 18 unserer Standard-Nutzungsbedingungen und unserer Richtlinie zur zulässigen Nutzung (mailchimp.com/legal/acceptable_use) stehen.
Der Account wurde deaktiviert. Du kannst dich jederzeit anmelden, um deine Account-Daten zu exportieren und zu sichern (https://mailchimp.com/help/export-back-up-data/), Berichte herunterzuladen oder deinen Account dauerhaft zu schließen (https://mailchimp .com/help/close-an-account/).
mailchimp findet es aus unerfindlichen gründen also verdächtig, dass ich meiner mutter die inhalte meiner webseite schicke. ich finde das nur insofern bedauerlich, weil ich einiges an arbeit ins styling des newsletters gesteckt hatte. andererseits ist mir das ziemlich schnuppe, dass mailchimp offenbar schlecht trainierte automatisierte ki-systeme für ordnung sorgen lässt. menschen oder firmen, die mit solchen marketing tools ihr geld verdienen, sollte das zu bedenken geben. wenn bei mailchimp bereits harmlose tagebuch-texte zur account sperrung führen können — ohne dass da nochmal jemand einen prüfenden blick drauf wirft. die begründing und einspruchsmöglichkeiten erscheinen mir auch mindestens undurchsichtig.
selber machen ist dann wohl auch hier einfach besser. da sich ganz offensichtlich ohnehin niemand ausser meiner mutter für einen RSS-newsletter interessiert, hab ich mir eben rss2email angeschaut. das kann ich nach einem einfachen sudo apt install rss2mail auf meinem home-server laufen lassen und auf den ersten blick funktioniert das ziemlich gut. mails versendet es über eins meiner vorhandenen smtp-konten und die aus dem rss generierten mails sehen schon standardmssig ganz gut aus. mehr als eine handvoll empfänger werde ich damit nicht bedienen können, aber das will ja offensichtlich ohnehin niemand.
noch ein bisschen CSS-zauberei und dann werde ich den rss-push-bedarf meiner mutter mit rss2email befriedigen können und mailchimp kann mich mal. für den fall, dass sich jemand rss2mail selbst installieren möchte, die CSS vorlage die ich benutze kopiere ich in die beilage.
wenn ich böse wäre, würde ich schreiben: thomas knüwer arbeitet jetzt für die republica und braucht offenbar geld. bin ich aber nicht mehr (böse), nur noch doof. tatsächlich finde ich das was thomas knüwer hier macht ein interessantes experiment: er fährt nach texas zur sxsw und statt nur drüber zu bloggen, schreibt er einen täglichen newsletter für den er auf steady um etwas finanzielle unterstützung bittet.
steady hat sich zu einem kleinen moloch entwickelt. über steady kann man die titanic, das plötzblog, übermedien, rivva und 2.833 andere projekte oder „Medienmacher:innen“ unterstützen. meinen newsletter hätte ich dort auch eingerichtet, unterstütze steady rss-zu-newsletter-konvertierung. stattdessen habe ich mir dort auch eine „unterstützerseite“ eingerichtet, auf der man sich ein gutes (3 €/monat), sehr gutes (5 €/monat) oder super gutes gefühl (10 €/monat) kaufen kann. das dort eingenomme geld würde ich dann auch wiederum dafür verwenden mir ein gutes gefühl zu kaufen — obwohl ich bezweifle dass das versprechen von guten gefühlen viele interessenten findet.
thomas knüwers newsletterangebot hingegen scheint interesse zu wecken. nach einem tag bereits 40 zahlende mitglieder. ich finde die transparenz die steady bietet (wenn der oder die medienmachende das will) sehr lobenswert und bin gespannt wie das experiement ausgeht, auch wenn ich kein grosser fan von bezahlschranken bin und auch für schrankenlose angebote zahlen würde.







einerseits faszinierend, jemandem zu sehen der off the grid lebt und wie er das macht und an was man alles denken muss, andererseits ist das alles auch ein bisschen furchteinflössend: wie läufts wenn man mal krank ist oder sich die knochen bricht? ok, es gibt wohl nachbarn und telefon und internet hat er auch (internet via satellit). aber trotzdem …
hängen geblieben ist bei mir folgendes: off the grid muss man wirklich alles selber machen, auch den brandschutz und die feuerwehr. essen eh. hunde machen das leben angenehmer und stecken mit ihrer lebensfreude an. bleibatterien muss man regelmässig mit destilliertem wasser giessen.