alles

glücks­lauch

felix schwenzel in notiert

heu­te in der sen­dung mit der maus eine fol­ge von tru­des tier, die ich schon­mal ge­se­hen hat­te. die­ses mal muss­te ich aber mehr­fach la­chen. viel­leicht habe ich auch schon beim letz­ten mal ge­lacht, aber ich er­in­ne­re mich nicht.

die fol­ge setzt sich ziem­lich klug mit aber­glau­ben aus­ein­an­der, bei­na­he phi­lo­so­phisch. am ende ist wie im­mer das tier das klü­ge­re, weil es be­merkt, dass die wir­kung des „glücks­lauch“ ei­gent­lich nur eine pro­jek­ti­on war, die aber über­gangs­wei­se half in­ne­re kraft zu ent­wi­ckeln.

die fol­ge scheint dau­er­haft (frei von de­pu­bli­ka­ti­on) auf kika.de zu lie­gen, aber der ein­fach­heit hal­ber bet­te ich sie hier mit you­tube (vom @die­maus ka­nal) ein.

YouTube Video Vorschaubild
youtube-video laden, info, direktlink


schönes bild und es erinnert mich daran, dass ich diese roll­trep­pe auch unbedingt mal fahren möchte. schon seit jahren.


mor­gen­spa­zier­gang 22.02.2026

felix schwenzel in bilder

früh­lings­haf­te 6°C als wir los­gin­gen, al­ler­dings auch früh­lings­haf­ter dau­er­nie­sel und grau­schlei­er über der stadt. 6 ki­lo­me­ter vom wed­ding in den prenz­lau­er berg ge­lau­fen, mit der s-bahn zu­rück.

foto eines grellbunten wandgemäldes in pixel-ästhetik an der rückseite des kaufland am gesundbrunnen
um­ge­kehr­ter skeu­omor­phis­mus
foto vom bahnhof gesundbrunnen und der swinemünder brücke, es ist feucht und grau
ber­lin bläst trüb­sal
weiterlesen

me­di­en­tra­cker

felix schwenzel in über wirres

eben habe ich die gra­ham nor­ton show ge­se­hen, um zu gu­cken ob sie da­nach au­to­ma­tisch hier im blog auf­taucht. tat sie.

die idee hat­te ich ges­tern: war­um nicht alle sen­dun­gen die ich gu­cke hier mit ei­nem kur­zen ein­trag fest­hal­ten? am bes­ten au­to­ma­tisch. also mach ich das jetzt.

ich mag die idee von mi­cro-ein­trä­gen. das er­zeugt zwar eine men­ge rau­schen, aber das lässt sich auch gut aus­blen­den. bei be­darf las­sen sich die­se ein­trä­ge aber auch aus­wer­ten oder für was auch im­mer mir ein­fällt ver­wen­den. vor al­lem aber mag ich die idee, dass al­les hier pas­sie­ren zu las­sen, hier also so­zu­sa­gen life-log­ging zu be­trei­ben. das ist ja auch was web­log ur­sprüng­lich be­deu­te­te: sa­chen öf­fent­lich, im web log­gen. jetzt wo ich li­kes und le­se­zei­chen hier log­ge, kann ich doch auch log­gen was ich (fern-) sehe.

die idee moch­te ich schon lan­ge, nur stand mir die tech­nik nicht zur ver­fü­gung. des­halb habe ich jah­re­lang wat­ched.li von phil­ipp be­nutzt. ich fand es in ers­ter li­nie span­nend zu se­hen, wie viel zeit ich vor der glot­ze ver­schwen­de, aber wat­ched.li half auch da­bei zu vor­r­aus­zu­se­hen, wo­mit ich in zu­kunft mei­ne zeit ver­schwen­den konn­te, wel­che se­ri­en und fol­gen be­vor stan­den.

seit 10 jah­ren nut­ze ich ne­ben plex auch noch tau­tul­li, eine freund­li­che plex-be­gleit-app. im prin­zip macht tau­tul­li nichts an­de­res als plex zu be­ob­ach­ten und al­les zu log­gen: wer schaut wann was, was macht der ser­ver, was gibt’s neu­es? wenn ich zu­rück zu 2017 gehe, sehe ich, dass ich am 14. au­gust 2017 game of thro­nes s07e05 ge­se­hen habe. um 22:43 war ich fer­tig mit der fol­ge (ist game of thro­nes echt schon so lan­ge her?).

mit tau­tul­li hab ich als ei­gent­lich al­les was ich brau­che: sta­tis­ti­ken, de­tails zu dem was ich (mit plex) ge­se­hen habe.

an­de­rer­seits nut­ze ich ja nicht nur plex. ich schau ge­le­gent­lich fil­me im kino, auf ama­zon prime, net­flix oder RTL+. ich bin auch nicht der ein­zi­ge, der den wunsch hat das al­les zu tra­cken. hei­ko hat vor ner wei­le be­schrie­ben, wie er sei­nen me­di­en­kon­sum trackt: Me­di­en-Track­ing mit Git­hub und YAML. tho­mas hat sich ei­nen re­cor­der ge­baut, mit dem er al­les was er sieht und liest fest­hält und be­wer­tet. und jetzt hab ich mir in den letz­ten 24 stun­den ein me­di­en­me­nü zu­sam­men­ge­hackt. ich hab mir vor­ge­nom­men das mal ein jahr lang aus­zu­pro­bie­ren, also wirk­lich al­les was ich sehe oder in buch­form lese fest­zu­hal­ten. was ich im netz lese hal­te ich ich ja be­reits mit le­se­zei­chen fest.

die tech­nik da­hin­ter fin­de ich be­tö­rend ein­fach: für jede se­ri­en­fol­ge, film oder buch, lege ich ei­nen bei­trag mit den wich­tigs­ten da­ten an: (von) wann, was, wie lan­ge und wie wars? die bei­trä­ge kann ich ganz nor­mal in kir­by als con­tent an­le­gen, aber auch per per web­hook oder per mi­cro­pub.

den web­hook sen­det tau­tul­li so­bald ich ei­nen film oder se­ri­en­fol­ge zu­en­de ge­se­hen habe und sieht so aus:

// header
{
  "X-Webhook-Secret": "GEHEIMER SCHLÜSSEL"
}

// daten

{
  "title": "{title}",
  "show_title": "{show_name}",
  "parent_title": "{season_name}",
  "episode_title": "{episode_name}",
  "year": "{year}",
  "type": "{media_type}",
  "season": "{season_num}",
  "episode": "{episode_num}",
  "duration": "{duration}",
  "imdb_id": "{imdb_id}",
  "tvdb_id": "{thetvdb_id}",
  "thumb": "{thumb}",
  "datum_watched": "{stopped_unixtime}"
}

mit dem mi­cro­pub-cli­ent spar­kles kann ich ge­se­he­ne fil­me an­le­gen.

screenshot des micropub-client sparkles beim anlegen eines eintrags zu french conection. weil ich den noch nicht zuende gesehen habe, drücke ich den „post“ knopf noch nicht

die über­sicht habe ich heu­te mit al­lem was ich 2026 ge­se­hen habe ge­füllt. die we­ni­gen fil­me, die ich ge­se­hen habe, mit spar­kles, die se­ri­en ma­nu­ell mit ei­nem curl.

curl -X POST https://wirres.net/WEBHOOK-PFAD \
-H "Content-Type: application/json" \
-H "X-Webhook-Secret: GEHEIMER SCHLÜSSEL" \
-d '{
  "title": "Fallout Season 2: The Strip",
  "show_title": "Fallout",
  "parent_title": "",
  "episode_title": "The Strip",
  "year": "2025",
  "type": "show",
  "season": "2",
  "episode": "8",
  "duration": "56",
  "imdb_id": "tt36758871",
  "tvdb_id": "",
  "thumb": "https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/51b3dc8ee4b051b96ceb10de/1755267368038-D0OLYJK9669RQ8CO6UI1/GyU3dkDasAAJ6rB.jpg?format=500w",
  "datum_watched": "1770235200"
}'

mit dem curl ging das ziem­lich ef­fi­zi­ent, künf­tig soll­te der gross­teil der ein­trä­ge dann au­to­ma­tisch aus plex/tau­tul­li kom­men, den rest pfle­ge ich dann eben ma­nu­ell nach, bis ich da­für auch eine au­to­ma­ti­sie­rung fin­de.

im prin­zip ist die über­sicht ein (h-) feed, den man theo­re­tisch auch abon­nie­ren könn­te, aber da muss ich mir noch was über­le­gen, wie man das in ei­nen sinn­voll rau­schen­den rss- oder atom-fluss um­wan­delt.

ben­ji, der spar­kles ge­schrie­ben hat, sam­melt so auch fil­me die er ge­se­hen hat.

als nächs­tes wer­de ich ver­su­chen ein paar ta­ges­ak­tu­el­le sta­tis­ti­ken zu er­zeu­gen. ich fin­de man kann in der über­sicht auch schon so ei­ni­ges ab­le­sen:

  • ge­le­gent­lich bin­ge ich se­ri­en weg
  • star­fleet aca­de­my hab ich nach fol­ge 6 nicht mehr er­tra­gen und auf­ge­hört wei­ter zu se­hen
  • ich fin­de A Knight of the Se­ven King­doms rich­tig gut
  • ob­wohl The North Wa­ter ziem­lich gut ist, bin ich in fol­ge 2 hän­gen ge­blie­ben
  • ich gu­cke sehr viel in die glot­ze



mor­gen­spa­zier­gang zum fest­platz, zu­rück mit bus & bahn

felix schwenzel in bilder

durch die reh­ber­ge zum ber­lin-span­dau­er-schiff­fahrts­ka­nal und von der aris­ti­de-bri­and-brü­cke mit bus und bahn zu­rück. es war ver­gleichs­wei­se warm und feucht, das eis un­ter dem pfüt­zen war tü­ckisch glatt.

frida schaut auf den zugeeisten berlin-spandauer-schifffahrtskanal
teilweise noch zugefrorener schwarzer graben, kurz vor dem zufluss zum berlin-spandauer-schifffahrtskanal
weiterlesen





The river is what's here right now. You scroll through it, save what you want to keep, and let the rest go.

current ist ein RSS reader mit nem neuen dreh, eben diesem river und artikeln die eine le­bens­dau­er haben und dann aus dem blick ver­schwin­den. find ich gut, will ich mal aus­pro­bie­ren, auch wenn ich kein problem, keinen stress mit der klas­si­schen prä­sen­ta­ti­on von RSS-readern habe die einfach stumpf umgekehrt chro­no­lo­gisch und zu­sa­ätzlch (viel­leicht) nach ka­te­go­rien ihren inhalt zeigen.

aber die de­fi­ni­ti­on des river gefällt mir. ei­ner­seits weil ich denke das blogs genau so funk­tio­nie­ren, artikel, links, notizen poppen auf, altern, rutschen nach unten, aus dem sichtfeld. wenn man möchte kann man den fluss befahren und ex­pe­di­tio­nen in die ver­gan­gen­heit un­ter­neh­men, in die tiefe gehen oder auch völlig abzweigen.
(via)


Diese Ver­schie­bung ist me­di­en­theo­re­tisch nicht neu. Wir haben sie bereits bei Such­ma­schi­nen erlebt, die Inhalte nicht mehr ver­mit­tel­ten, sondern ersetzten, indem sie Zu­sam­men­fas­sun­gen an die Stelle der Quelle setzten. Mit LLMs wird dieser Schritt ra­di­ka­li­siert: Aus der Ver­weis­struk­tur des Netzes wird eine Ex­trak­ti­ons­lo­gik. Texte werden nicht mehr gelesen, sondern aus­ge­beu­tet, ihr Kontext ver­schwin­det im Ant­wort­for­mat.

(via)


anke gröner über einen text von englisch-professor walt hunter im atlantic: „Stop Meeting Students Where They Are“ (geschenk-link von anke).

Keine pseu­do­klu­ge, weil an­ge­le­se­ne Wie­der­ga­be von fremden Po­si­tio­nen, sondern das Ab­ar­bei­ten am eigenen Un­ver­ständ­nis. Die Kon­fron­ta­ti­on mit Fragen anstatt die Suche nach der einen Antwort, die es eh nicht gibt. […]
Lesen [ist] eben immer mehr ist als Lesen: Fragen stellen, nach­den­ken, Po­si­tio­nen über­den­ken. […]


was für ein gross­ar­ti­ger titel:

Ãoe­ber­sicht­li­che­res, be­nut­zer­freund­li­ches Design, auch verfügbar für alle führenden Mobilgeräte



When phone cameras got good enough, portrait pho­to­graph­ers scolded people who took their own headshots.

And when the Mac got pretty good at ty­pe­set­ting, pro­fes­sio­nal designers pointed out that people who can’t tell a font from a typeface and don’t care about kerning should avoid it.

Pro­fes­sio­nal trans­la­tors bring humanity and insight to trans­forming writing from one language to another, but many people continue to use Google Translate…

Here’s the thing: the trans­la­tors take their own headshots. Web designers often use trans­la­ti­on software. And life coaches build their own websites with Squa­re­space and put their own selfies on Linkedin. We all make our own decisions, and most of the time, we use tech to do it ourselves.

das sind natürlich auch alles „Stan­dard­si­tua­tio­nen der Tech­no­lo­gie­kri­tik“.



Diese Ver­schie­bung ist me­di­en­theo­re­tisch nicht neu. Wir haben sie bereits bei Such­ma­schi­nen erlebt, die Inhalte nicht mehr ver­mit­tel­ten, sondern ersetzten, indem sie Zu­sam­men­fas­sun­gen an die Stelle der Quelle setzten. Mit LLMs wird dieser Schritt ra­di­ka­li­siert: Aus der Ver­weis­struk­tur des Netzes wird eine Ex­trak­ti­ons­lo­gik. Texte werden nicht mehr gelesen, sondern aus­ge­beu­tet, ihr Kontext ver­schwin­det im Ant­wort­for­mat.

(via)


The river is what's here right now. You scroll through it, save what you want to keep, and let the rest go.

current ist ein RSS reader mit nem neuen dreh, eben diesem river und artikeln die eine le­bens­dau­er haben und dann aus dem blick ver­schwin­den. find ich gut, will ich mal aus­pro­bie­ren, auch wenn ich kein problem, keinen stress mit der klas­si­schen prä­sen­ta­ti­on von RSS-readern habe die einfach stumpf umgekehrt chro­no­lo­gisch und zu­sa­ätzlch (viel­leicht) nach ka­te­go­rien ihren inhalt zeigen.

aber die de­fi­ni­ti­on des river gefällt mir. ei­ner­seits weil ich denke das blogs genau so funk­tio­nie­ren, artikel, links, notizen poppen auf, altern, rutschen nach unten, aus dem sichtfeld. wenn man möchte kann man den fluss befahren und ex­pe­di­tio­nen in die ver­gan­gen­heit un­ter­neh­men, in die tiefe gehen oder auch völlig abzweigen.
(via)