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hundebegegnungen
frida geht dreimal pro tag raus. morgens, zwischen 7 und 9 uhr mit mir ein bis zwei stunden, nachmittags eine stunde mit der beifahrerin und gegen 20 uhr nochmal eine kontrollrunde ums haus, oder genauer, einmal die kameruner str. rechts von unseren haus lang, gegenüber unseres haus lang und dann links von unserem haus. diese runde hat sie sich selbst ausgesucht, mein angebot eine runde um den block, an der seestrasse vorbei, lehnt sie in der regel dankend ab und geht lieber die kurze runde.
manchmal fragt sie mich schon ab 19 uhr ob wir die kontrollrunde machen, aber ich lasse sie immer bis 20 uhr warten. die letzten beide abende ist sie pünktlich um 20 uhr zu mir gekommen, und dann sind wir auch gleich rausgegangen. an beiden abenden sind wir auch jedes mal einem grossen akita an exakt der gleichen stelle begegnet. das hört sich geschrieben weniger spektakulär an, als wenn man es selbst erlebt, aber wenn wir dem akita heute auch der gleichen stelle begegnen, fress ich einen besen.
gestern früh am magnus-hirschfeld-ufer sind frida und ich an einem alten husky und seinem frauchen vorbeigelaufen. als wir vorbei gingen, flog eine krähe im tiefflug auf die frau zu, landete knapp vor ihr und liess sich von der frau aus der hand füttern. dem alten husky war das egal. der alte blogger war tief beeindruckt.
auf strassen bzw. bürgersteigen ist frida sehr diszipliniert. auf grünflächen oder in parks funktioniert fridas impulskontrolle nur bis maximal zwei meter abstand zu mir. auf dem bürgersteig hingegen reicht ein kleiner fingerzeig von mir und sie wechselt ins „fuß“ an meiner linken oder rechten seite. wenn wir dann so an anderen hunden vorbeilaufen, versteht sie auch dass diese hunde an der leine sind. sie zuckt nicht mit der wimper, wenn sie knurrend, bellend und auf sie losstürmend in die leine steigen. ich bin sehr froh, dass frida und ich uns dieses vertrauen und verständnis erarbeitet haben und es war auch viel arbeit — auch wenn fridas desinteresse an anderen hunden uns diese arbeit erleichtert hat.
vorgestern dachte ein herrchen, er könnte seinen hund allein mit dem wort „stopp“ davon abhalten, auf frida loszustürmen. manche menschen schreien in diesen sitiationen ihren hund an: „ich hab dir doch gesagt …!“ manche wiederholen beim vorbeigehen das wort „nein“ in sekundentakt.
kürzlich fiel mir auf, dass hundeerziehung für viele das gleiche ist wie für mich als sechsjährigen das reiten. als kleiner junge war ich der meinung, ein guter reiter zu sein, weil ich wusste, dass man pferde ganz einfach an der trense mit links- und rechtszug steuern, mit zusammendrücken der beine beschleunigen und mit beiden zügeln stoppen kann. der sechsjährige, naseweise felix wurde jedoch unsanft vom pony geworfen, als sich herausstellte, dass reiten doch etwas komplexer ist. leute, die glauben, hundeerziehung sei eine intuitive angeborene menschliche fähigkeit, reden an ihrem hund vorbei und erziehen hunde im schlimmsten fall zur leinenaggresion.
ich will damit keinesfalls eigenlob ausdrücken, sondern meine dankbarkeit gegenüber all den hundetrainerinnen aussprechen, die ihr wissen und ihr verständnis in youtube-videos, büchern, online-trainings oder in der welpenschule mit uns geteilt haben. ich wünsche allen hunden, dass ihre menschen irgendwann auch in den genuss solcher trainings kommen.
bewegte und unbewegte bilder vom morgenspaziergang am 11.04.2026
wir haben einen ball aus stein gefunden, frida hat ihren ball wieder in die spree fallen lassen, ein gleichzeitig miss- und gelungener selfie und eine misslungene aufnahme von einem vorbeifahrenden schiff.
ball aus steim
einruhiger fluss und ein vorbeifahrendes schiff

links vom 11.04.2026
… und das führt mich dann zum beispiel zu posts wie diesem von vor genau 10 jahren:
If Donald Trump replaces Obama it only further proves Orange Is The New Black
abendessen 10.04.2026
vom ganzen hahn (22 €) dessen schenkel gestern ins frikasee wanderten, waren noch zwei sehr grosse brüste übrig, die heute in den airfryer wanderten. 10 minuten bei 180°C waren etwas knapp für die sehr grossen brüste, wir mussten noch etwas nach-airfryen. aber die brüste waren saftig und weich, ungefägr 10 mal besser als die einzelnen hähnchenbrüste die man sonst paarweise einzeln kauft. dazu ruccula mit gemüse.

Die Welt: „Der Artikel beschreibt, wie günstige Drohnen die klassische militärische Überlegenheit in der Luft verändern. Während teure Abwehrsysteme wie die MIM-104 Patriot Millionen kosten, sind einfache Drohnen extrem billig – wodurch Angriffe wirtschaftlich im Vorteil sind.
ich bin ja ein großer freund der behauptung, dass viele entwicklungen und phänomene unserer zeit eigentlich gar nicht neu sind, sondern altbekannte vorgänge in neuem anstrich oder mit anderem technologischem unterbau. ohne hier eine besondere expertise vortäuschen zu wollen: kriege sind, soweit ich es mitbekommen habe, noch nie alleine mit technologischer oder ökonomischer übermacht zu gewinnen gewesen. das haben die amerikaner in vietnam erfahren, nur dass der vietkong dort statt drohnen menschen eingesetzt hat, um das ökonomische gleichgewicht des krieges zu seinen gunsten zu kippen.
wo kriegsherren (das wort braucht man derzeit wahrscheinlich nicht zu gendern) oder der widerstand gegen invasoren heute drohnen einsetzen, wurden früher menschenschwärme oder sabotageakte genutzt. in afghanistan und im irak waren improvisierte sprengfallen der widerstandsgruppen die drohnen der 2000er; die kamikazeflieger der japaner im zweiten weltkrieg sind die konzeptionellen urgroßväter der heutigen drohnen. drohnen sind in diesem sinne die konsequente fortführung von guerilla-taktiken mit digitalen mitteln.
es bleibt — mehr oder weniger — auch beim krieg alles beim alten: krieg ist scheisse und im prinzip auch nicht zu gewinnen. ökonomisch lohnt sich der scheiss kaum noch und zivilisatorisch oder moralisch sowieso nicht. egal wie übermächtig man sich fühlt, egal wie „günstig“ drohnen oder widerstand auch sind oder werden: am ende ist der preis von krieg immer um ein vielfaches höher als der wert des friedens vorher. nur leider erinnern sich die entscheidenden deppen da nie dran.
sehr gute app enmpfehlung von eay.cc: On This Day Rewind
die app macht nicht viel anderes als fotos anzuzeigen die in den vorjahren dieses tages aufgenommen wurden (und in der iphone bildmediathek sind). 365 × x tage sind zwar ein her zufälliger, willkürlicher parameter, aber immer gut um eine erinnerung zu wecken. hier auf wirres.net habe ich diese funktion auch in jeder artikel-beilage.
(And if I’m wrong about the post being AI slop and a human at Photon actually wrote this, I would suggest taking it easy with the cocaine.)
als ich das las musste ich laut kichern.
Es ist ja überhaupt keine Competition weil alles, wirklich alles an der Artemis II Mission so toll ist, und natürlich ist dieses Foto hier, dass gerade überall geteilt wird absolut beeindruckend, aber für mich... für mich ist es im Moment dieser Shot. Holy shit. Unbedingt in Originalgröße ansehen, die Kompression hier macht leider viele Details zunichte.
Noch viel mehr Fotos von der Mission gibt es bei Flickr.
sehr tolle bilder, sind gleich auf meinen desktophintergrund gelandet.

tatsächlich freue ich mich jetzt jedes mal, wenn ich den computer aufklappe und dieses bild sehe.
was man auf diesem bild eigentlich sieht, habe ich mir von hank green (auf youtube) erklären lassen: man sieht nicht nur sterne, sondern auch planeten — und man erkennt, dass sie sich alle auf einer umlaufebene befinden (sie sind auf dem bild quasi aufgereiht). der mond erscheint nicht wie sonst bei einer mondfinsternis wie eine schwarze scheibe, weil er von der erde am linken oberen rand beleuchtet wird. und die aufnahmen der mondfinsternis waren nur möglich, weil die artemis-mission verschoben wurde.
viele sagen ja (unter anderem hank green), dass das die besten fotos der welt sein könnten, aber gleichzeitig sind das wahrscheinlich auch mit die teuersten fotos der welt, was die produktionskosten angeht. und trotzdem gibt es eine einfache relativ einfache lizenz, mit der man die bilder nichtkommerziell nutzen kann.






