alles
gerne gelesen.
scheindringlichkeit
The more often we succumb to the urgency of the moment, the more urgency we create.
wenn man durch akzeptanz von dringlichkeit ebendiese vermehrt, kann man sie dann durch ablehnung oder ignoranz reduzieren?
ich bilde mir ja ein regen ignorieren zu können. das funktioniert draussen, im regen, ganz gut, aber wenn ich dann wieder zuhause bin und merke dass ich tropfe, werde ich dann doch unsicher ob sich regen wirklich ihnorieren lässt.
kann man dringlichkeit ignorieren? ich glaube schon, allein deshalb, weil sich die hälfte aller anliegen von alleine erledigt. egal ob das anliegen dringend oder nicht war. für die anderem anliegen die mir begegnen ist ignoranz eigentlich gar nicht nötig, weil ich ohnehin immer eine weile benötige um die natur oder den hintergrund und kontext des anliegens zu verstehen. oder anders gesagt auf dringliches sofort zu reagieren ist ohnehin nichts anderes als aktionismus. eine lösung braucht zeit, koordinierung, reflexion.
dringlichkeit ist auch selten eine eigenschaft des problems, sondern eher resultat unserer wahrnehmung oder der erwartung anderer. deshalb ist es vielleicht am besten dringlichkeizt mit sorgfalt zu begegnen, dann vermehrt sich dringlichkeit auch nicht.
checkins
dass es foursquare und swarm noch gibt ist ein kleines wunder. ich habe nie verstanden, warum man sich an orten einchecken sollte und versuchen sollte mayor zu werden. trotzdem habe ich das spiel vor vielen jahren, als foursquare neu war, exessiv mitgespielt.
in urlauben war das tatsächlich ganz praktisch eine spur zum späteren nachverfolgen zu hinterlassen und foursquare hat uns in urlauben eigentlich auch ganz gute empfehlungen für orte, restaurants, cafés oder bars gegeben.
warum man in swarm irgendwann auch „coins“ für checkins bekommen konnte verstehe ich auch nicht — und trotzdem nutze ich swarm seit märz wieder intensiv. vor allem deshalb, weil es eine der schnellsten und zuverlässigsten methoden ist, bilder mit text hier im blog zu posten (mit ownyourswarm, landet alles in /checkins). seit märz checke ich mich jeden morgen an einem baum, den ich photogen finde, ein und poste ein bild: the baum
mittlerweile sind das um die 60 fotos.
heute dachte ich, mal gucken ob man daraus einen einigermassen ansehnlichen stop-motion film draus machen kann. geht so.
mittlerweile gibts in der ATmosphere einen swarm-klon. der heisst beaconbits.app. den baum hab ich da auch mal gepostet, aber eigentlich nur um zu testen wie das geht. theoretisch kann ich die daten einfach in den PDS schreiben und der checkin das beacon ist gesetzt. um noch ein foto dazu zu posten, muss man das foto auf bluesky posten. theoretisch kann ich also automatisch einen ownyourswarm-checkin zu beaconbits syndizieren. aber da meine checkins schon auf swarm niemanden interessieren, interessieren sie auf beconbits wahrscheinlich noch weniger leute.
kurzfassung: was wir über süssstoff zu wissen meinen basiert fast alles auf missverständnissen, mythenbildung. wer es nicht übertreibt ist mit süssstoff mindestens so sicher unterwegs wie mit bananen, alkohol oder rotem fleisch.
Die hartnäckigsten Mythen ranken sich um den Süßstoff Aspartam. Bereits in den Neunzigerjahren befeuerten Tierexperimente die Theorie, dass der Stoff Krebs auslösen könnte. Weitere Untersuchungen widerlegten diese Vermutungen jedoch eindeutig. Als die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) Aspartam 2023 als »möglicherweise krebserregend« einstufte, gab es eine neue Eskalationsstufe mit entsprechenden Schlagzeilen.
Der eigentliche Befund verschwand hingegen im Kleingedruckten: Die Einstufung beschreibt, dass es eben keinen Nachweis einer krebserregenden Wirkung beim Menschen gibt. In derselben Kategorie landen auch eingelegtes Gemüse, die in Kaffee oder Basilikum enthaltene Kaffeesäure oder Safrol aus Bananen und Pfeffer. Substanzen, die erwiesenermaßen oder wahrscheinlich krebserregend sind, findet man in den Risikogruppen 1 und 2A – also etwa Wurst, Alkohol, rotes Fleisch und Acrylamid aus Bratkartoffeln und selbst gebackenen Plätzchen.
[…]
Was aber ist mit dem Körpergewicht? Lange Zeit wurde argumentiert, Süßstoffe würden das Gehirn »verwirren«. Weil Süße ohne Kalorien komme, esse man später mehr und nehme letztlich sogar zu. Die Theorie klingt zunächst plausibel. Sie hat nur einen entscheidenden Nachteil: Die Fakten machen nicht mit.
[…]
Meine Empfehlung ist daher, Süßstoffe weder zu verteufeln noch zu glorifizieren – sondern sie dort einzusetzen, wo es sinnvoll ist.
ich verzichte ja seitdem ich mal kurz semagludid genommen habe auf zucker. gelegentlich trinke ich eine flasche club mate mit zucker über drei tage verteilt. die süssstoff-variante schmeckt scheusslich. coke zero mag ich, aber softdrinks (und obstsäfte) trinke ich eh nie, ausser ich bin mal bei mcdonalds.
was ich mir jeden tag leiste ist eine grosse portion magerquark mit gefrieobst, sahne und flüssigem süssstoff. das hält mich 4-6 stunden pappsatt und zufrieden. kein heisshunger nach dem süsstoff, kein unterzucker oder blutzucker flashes oder crashes.
spiegel.de: Klimaanlage im Kulturkampf: Wer erklärt den Rechten, dass Klimaanlagen Wärmepumpen sind?
Die Leute, die gestern noch behauptet haben, die Erhitzung sei kein Problem, erklären jetzt die Leute für doof, die sich nicht auf die Erhitzung vorbereitet haben. Und die Leute, die gestern noch die Wärmepumpe verteufelt haben, erklären jetzt ausgerechnet die für doof, die seit Jahren für Klimaanlagen werben – denn Klimaanlagen sind Wärmepumpen. Man kann heute ein dummes Haus bauen: mit Gasheizung. Oder ein schlaues: mit Wärmepumpe/Klimaanlage. Aber auch in einer kleinen Mietwohnung lassen sich Balkonkraftwerk und Klimagerät kombinieren.







grandios. via kottke.