alles






Ich verfasse aber Texte und Sätze, weil ich mich aus­drü­cken will, weil ich etwas mitteilen will. Wenn das eine ge­ne­ra­ti­ve KI für mich macht, dann würde ich einfach Content pro­du­zie­ren, meine per­sön­li­che Ebene ginge darin verloren, mein Ge­dan­ken­gang, meine Idee, meine For­mu­lie­rung und eventuell auch meine Fehler. Content muss nicht ver­werf­lich sein, aber das will ich dann nicht als meinen Ausdruck dar­stel­len. Ver­mut­lich ist mein Wunsch, au­then­tisch zu sein, größer als der Wunsch, Content zu pro­du­zie­ren. Und das will ich auch von anderen Leuten. Ich will au­then­ti­sche Leute um mich herum, keine Hüllen, die nur etwas dar­stel­len.


bul­litt

felix schwenzel in gesehen

filmplakat des film „bullit“ von 1968. man sieht steve mcqueen ohne strickjacke, aber mit pistolenhalfter, wie er sich an den rand des posters lehnt. aus  seinem hosenschlitz scheint ein auto geflogen zu kommen.

nico brün­jes ist ge­ra­de in ei­ner 70s-re­watch-pha­se. am sonn­tag hat er bul­litt emp­foh­len, eine emp­feh­lung der ich ger­ne nach­ge­kom­men bin, weil ich den noch nicht ge­se­hen habe und der ja wohl ein klas­si­ker ist.

um mit dem fa­zit an­zu­fan­gen: das war ein gros­ses ver­gnü­gen und nico hat auch schon die wich­tigs­ten grün­de auf­ge­schrie­ben, war­um bul­litt se­hens­wert ist und ein klas­si­ker ist. und er hat na­tür­lich auch die iko­ni­sche au­to­ver­fol­gungs­jagd per you­tube ein­ge­bet­tet, die man auch kennt, wenn man den film nie ge­se­hen hat.

ich habe den film, der von 1968 ist und da­mit ein jahr äl­ter als ich, mit die­ser was bin ich? fol­ge von 1976 im hin­ter­kopf ge­se­hen. ich weiss, es ist ab­surd bul­litt und was bin ich? zu ver­glei­chen, aber ich sehe da durch­aus pa­ralel­len: das ti­ming ist an­ders als man es heu­te ge­wohnt ist, die schnit­te wir­ken teil­wei­se un­ge­wohnt, der ton ist di­rek­ter, ech­ter und ent­hält irre vie­le ne­ben­ge­räu­sche und wird nicht stän­dig mit mu­sik über­tüncht oder in der post-pro­duc­tion ge­glät­tet. die fri­su­ren sind aus­ser­ir­disch. kei­ne han­dies. und das licht, die be­leuch­tung ist im­mer et­was zu hell und hart für die dark-mode-au­gen des 21ten jahr­hun­derts.

in bul­litt ste­hen und fah­ren aus­ser­dem über­all ol­ti­mer rum und zum te­le­fo­nie­ren muss man im­mer zu den ap­pa­ra­ten ge­hen. es wird nicht we­ni­ger te­le­fo­niert als heu­te, nur an­ders, vor al­lem nicht im ge­hen.

die dia­lo­ge in bul­litt sind spär­lich. der ver­ba­le aus­tausch zwi­schen den men­schen, die man im film sieht, be­schränkt sich auf kur­ze sät­ze mit vie­len im­pe­ra­ti­ven. nur der staats­an­walt spricht manch­mal et­was aus­la­den­der. das längs­te ge­spräch im film ist, glau­be ich, ein ge­spräch zwi­schen bul­litt und sei­ner freun­din ca­thy am rand der au­to­bahn, in dem sie ei­gent­lich ei­nen mo­no­log hält und bul­litt nicht viel mehr sagt als „time starts now“.

ganz gran­di­os fand ich, dass vie­le dia­lo­ge aus ei­ner ge­wis­sen ent­fer­nung auf­ge­nom­men sind und man sie des­halb nicht hört. von mir aus hät­te man das mit al­len dia­lo­gen so ma­chen kön­nen. was ge­spro­chen wird ist oh­ne­hin zweit­ran­gig und hilft sel­ten da­bei die hand­lung zu ver­ste­hen. man könn­te be­haup­ten: in bul­litt geht’s oh­ne­hin nur um bril­li­ant fo­to­gra­fier­te ge­sich­ter, san fran­cis­co und au­tos.

ich war 1981 als zwölf­jäh­ri­ger mal in san fran­cis­co, also 10 jah­re nach­dem bul­litt dort ge­dreht wur­de. und ich muss sa­gen, mei­ne er­in­ne­run­gen, mei­ne in­ne­ren bil­der, de­cken sich hun­dert­pro­zen­tig mit dem was man im film sieht. da­nach war ich noch zwei­mal in san fran­cis­co, ein­mal so um das jahr 2000 und dann noch­mal 2014. da sah san fran­cic­so be­reits ganz an­ders, glat­ter, pas­tel­li­ger, ge­schlif­fe­neer aus.

das er­staun­lichs­te an bul­litt ist aber was ganz an­de­res. man kann of­fen­bar (theo­re­tisch) auch mit strick­ja­cke cool aus­se­hen.




… ver­net­zung, ag­gre­ga­ti­on, emp­feh­lun­gen und ziel­grup­pen fin­den. ich mer­ke es im­mer wie­der wie hilf­reich kon­stan­tins „dy­na­mi­sche blogrol­le“ ist (sein „rea­der.kon­ne­xus.net“). ich fol­ge zwar ei­nem gross­teil sei­ner quel­len, aber ein kur­zer be­such lässt in­ter­es­san­tes meist ei­nen ti­cken frü­her oben auf­schwim­men, als es in mei­nem ei­ge­nen (RSS) rea­der ge­schieht.

heu­te, ge­ra­de, habe ich bei kon­stan­tin die­sen kur­zen longread von cory doc­to­row „ge­fun­den“ und ge­le­sen:

es zeigt sich: mensch­li­ches ver­hal­ten vor­aus­zu­se­hen ist kom­pli­zier­ter als man so denkt, aber so­zio­lao­gen ha­ben in un­se­rer welt eine gute da­ten­la­ge und ins­ge­samt güns­ti­ge for­schungs­be­din­gun­gen. und wenn man der fra­ge nach­geht, war­um sich in on­line-com­mu­ni­ties oft red­un­dan­te grup­pen bil­den, dass man mal wie­der auf ein tri­le­ma stösst.

The con­ver­sa­tio­nal tri­lem­ma – the un­re­sol­va­ble need for sca­le, trust and in­for­ma­ti­on – has been with us sin­ce the ear­liest days of on­line so­cia­li­zing.

ger­ne ge­le­sen.



hier schreibt @alexmatz­keit sehr dif­fe­ren­ziert und nach­voll­zieh­bar über seine KI nutzung und streift dabei auch ein paar aspekte, die bei dis­kus­sio­nen über KI oft übersehen werden. sehr gerne gelesen.



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gaussian splats könnten das nächste grosse ding in sachen vi­sua­li­sie­rung, spezial effekte und 3D-animation werden. auf die gefahr hin das falsch ver­stan­den zu haben, das sind gaussian splats in meinen worten: statt polygone aus einem scan zu bauen und zu schleifen und ge­ge­be­nen­falls mit texturen zu belegen, stellen gaussian splats eher farbwerte in einem drei­di­men­sio­na­len raum dar. sie verkect­ten sich zu einer re­prä­sen­ta­ti­on, die die texturen bereits be­inhal­tet. sie sind sehr viel leicht­ge­wich­ti­ger als 3D-modelle aus polygonen und können aus den gleichen scan berechnet werden.

auch ah­nungs­lo­se menschen wie ich können in diesem video ein ganz gutes ver­ständ­nis davon bekommen, was gaussian splats ei­gent­lich sind und warum sie so viel potenzial haben.


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@Men­dIt­Mark versucht ein altes autoradio aus einem ferarri zu re­pa­rie­ren ich schaue ihm dabei sehr gerne zu. das hier ist der erste teil (teil 2).

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das ist der zweite teil der reparatur eines au­to­ra­di­os aus einem ferrari (teil 1).



Once men tur­ned their thin­king over to ma­chi­nes in the hope that this would set them free. But that only per­mit­ted other men with ma­chi­nes to ens­lave them.
― Frank Her­bert, Dune, ca. 1965

in dune war des­halb kopf­rech­nen ein gros­ses ding.
bald kommt wahr­schein­lich die CSU um die ecke und for­dert: kopf­rech­nen statt KI. (via)





”Once, men turned their thinking over to machines in the hope that this would set them free. But that only permitted other men with machines to enslave them.”

I started listening to the audiobook of Dune the other day. This quote felt very timely.