Stattdessen gingen wir runter zur Frankfurter Allee, auf diesen breiten, grünen Bereich nördlich der Straße, dieser Bereich, der fast schon die Qualität eines Parks hat, mit dem promenadenartigen Sandweg, der fast bis zum Alex führt. Ich wundere mich oft, dass dieser kilometerlange Abschnitt nie zu einer Gastromeile geworden ist. Berlinerinnen haben diese als repräsentative Flaniermeile konzipierte Straße nie wirklich angenommen, zumindest nie zu ihrem ganzen Potential ausgeschöpft. Stünde dieses Stück Stadt in Paris oder Rom, wäre es vermutlich die wichtigste Anlaufstelle für das Partyvolk. Aber Berlin feiert offenbar lieber in dunklen Kellern und finsteren Straßen, so ist meine Lesart, und das finde ich auch wieder sympathisch.
ich habe das bedürfnis verspürt die änderungen die ich in den letzten tagen hier eingebaut habe zu dokumentieren. aber weil ich weiss, dass das die meisten hier nicht so irre interessiert, lege ich die changelogs abseits der hauptseiten an und lasse sie nicht in den RSS feed. jedenfalls gibt’s jetzt auch kommentare in der beilage.
meine aktuelle arbeithypothese zum indieweb lautet: zu kompliziert für die meisten, aber für mich nach wie vor ein herrliches experimentierfeld. ein werkzeugkasten den ich nicht missen möchte, weil:
im moment will ich vor allem eins: das blog zuerst, aber auf die reichweite der netzwerke, die möglichkeit menschen ausserhalb meiner filterblase zu erreichen, möchte ich (momentan) nicht verzichten. ausser manchmal.
heute gestern früh sind frida und ich eine runde um den schäfersee gelaufen. dort sind immer noch absperrungen wegen der „neugestaltung“ des weges um den schäfersee, aber einiges ist auch schon fertig. erstaunlich ist aber, wie lange solche bauarbeiten dauern.
am nachmittag sind wir irgendwie in den regbergen gelandet — obwohl ich auf den park gerade gar keine lust habe. irgendwie hat es frida geschafft mich da hin zu lotsen. sie war aber am ende doch ein bisschen enttäuscht, weil ich einerseits früh wieder nachhause gelenkt habe (zu warm), was ihr gar nicht passte, weil sie noch sehr unternehmungslustig war. andererseits fanden in den rehbergen heute irgendwelche meisterschaften im disc-golfen statt. deshalb konnten wir uns nicht wirklich frei bewegen, aber ich habe mich gefreut, dass die fliegenden scheiben frida nicht gereizt haben sondern ihr egal waren.
ganz abgesehen davon bin ich leicht fasziniert, wie das iphone aus freihändigen „live“ fotos so stabile loops baut. man sieht oben dass da viel mit überblendungen gearbeitet wird, aber auch in der einen oder den zwei sekunden die das iphone diese filmchen aufnimmt kann immer etwas kamera bewegung passieren. aus meiner bisherigen erfahrung sind geloopte „live“-fotos aber extrem stabil. das manuell, auch mit hilfe von LLMs, zu stabilisieren ist (mir) so gut wie unmöglich (siehe vollmundige versprechen). ich finds gut, auch wenn der loop, bzw. die bewegung auf dem foto nicht gerade subtil ist.
gerade ist „meine“ mastodon instanz down: mstdn.io
ich bin da ja schon ewig und wollte dem betreiber auch schon mal was spenden, gerne auch regelmässig. aber es gibt weder einen spendenlink noch hat der admin auf meinen kontaktversuch reagiert. immerhin habe ich jetzt das blog des betreibers gefunden: stanislas.blog
wenn leute bloggen, bzw. ich ihr blog lesen kann, ist das gleich ein ganz anderes verhältnis als „irgendwer im netz“. trotzdem bin ich leicht besorgt. ich habe mir nochmal erklären lassen wie (theoretische) mastodon umzüge von instanz zu instanz funktionieren — und offensichtlich kann man da weder seine posts noch die damit verknüpften kommentare und likes mitnehmen. das ist sehr unbefriedigend und unflexibel, zumal ich mich auf diese mastodon-instanz als reaktions- und kommentar-kanal verlasse. bleibt mir erstmal nur zu hoffen dass die bisherige langlebigkeit der instanz weitergeht, das aktuelle problem bald gelöst ist oder dass mir eine selbstgehostete lösung über den weg läuft, deren betrieb ich mir zutraue und die mir zusagt, bzw. das nötige grundvertrauen gibt.
nachtrag 21.06.2025 16:20 uhr:
mstdn.io geht wieder. ich habe ausserdem geschafft meinem mastodon-instanz-betreiber etwas zu spenden, auch wenn offenbar überall die spenden links entfernt sind. über das blog zu github — wo kein spenden-link aktiviert war — empfahl mir chatgpt es doch mal bei ko-fi.com zu probieren. das hat geklappt. fühle mich besser.
ausserdem hab ich kommentare mal experiementell aktiviert.für diese seite hierlang: kommentieren
stewart hicks erklärt sehr nachvollziehbar, warum das centre pompidou so ein grossartiges gebäude ist. wenn man überlegt, dass es fast so alt ist wie ich, aber gerade mal 5% so alt aussieht wie ich, ist das schon erstaunlich. es sieht nicht nur modern aus, sondern immer noch irgendwie neu.
sehr schön fand ich stewart hicks behauptung, dass das centre pompidou konzeptionell und architektonisch unsere moderne kommunikationskultur vorwegnahm. dadurch dass das centre pompidou alle technik nach aussen stülpt, ist es innen ultra-flexibel und kann jede gewünschte funktion übernehmen.
ich habe vergessen ob ichs bei john gruber oder anderswo gelesen habe, aber das iphone — oder allgemein moderne computer mit touch-screen, ich sag im folgenden der einfachheit halber trotzdem nur „iphone“ — sind deshalb so universell, weil sie zwar alle technik innen verstecken, aber jede vorstellbare funktion nach aussen stülpen können. ein iphone kann eben ein telefon sein, ein fax oder gar ein filofax, eine bibliothek oder eben auch ein museum. die idee, das konzept hinter beiden, dem centre pompidou und dem iphone, ist das gleiche: 100% flexibilität ohne dass einem haustechnik oder microeletronik im weg stehen.
man muss leider sagen, dass das iphone es leichter hat flexibel zu sein als das centre pompidou. virtuell ist einfach um die 100% leichter als gebaut.
auf dem iphone haben menschen mittlerweile gelernt, rein funktionelle konzepte und einen sehr hohen abstraktionsgrad hinzunehmen. in der welt der architektur hängen die menschen nach wie vor dem skeuomorphismus nach. ein haus soll gefälligst wie ein haus aussehen, also am besten mit giebel und gardinen hinter den fenstern. chatgpt hat, wie ich finde, sehr schön die definition von skeuomorphismus, aber eben auch an die erwartungen an architektur, auf einen kurzen satz eingedampft
Skeuomorphismus ist Design, das moderne Dinge wie alte Vorbilder aussehen lässt.
weil die beifahrerin mir gestern die hälfte der m&m’s weggegessen hat wir in unserer ehe alles gerecht teilen, zog es mich beim morgenspaziergang heute wieder zum ubahnhof schwartzkopffstrasse um m&m’s zu kaufen. dort hatte ich gestern m&m’s zu einem günstigen kilopreis von 6,10 € erhalten (siehe shrinkflationsausgleich).
die morgenspaziergänge starten frida uns ich meisten ohne plan. wir schauen wo es uns hinzieht. mich zieht es derzeit nicht so sehr ins grüne, wegen pollen aber auch weil die gräser gerade ihre grannen verteilen, die frida zwar egal sind, ihr aber trotzdem schaden könnten.
wir folgen dann unseren nasen, mal mache ich vorschläge fürs abbiegen, mal frida.
morgenspaziergang vom 19.6.2025
das ergebnis ist dann oft eine zickzack-route mit grober richtungsvorgabe und dem groben ziel einer ubahnstation oder bushaltestelle, von der wir wieder nachhause kommen.
unterwegs sehen wir dann viel, unter anderem geometrie und luft oder wie häuser ihre klebestreifen nach hitzeeinwirkung zeigen.
jedenfalls sind wir dann wieder an der schwartzkopffstrasse gelandet, m&m’s gab es noch im automaten, aber er wollte keine m&m’s mehr rausrücken. der automat behauptete m&m’s seien leer. wie ichs mir gedacht hatte, der gier nachzugeben oder sein schicksal zu sehr herauszufordern bringt am ende nur schlechte laune, ich hätte fridas vorschlag in die rehberge zu gehen vielleicht doch folgen sollen.
das wort „shrinkflation“ habe ich zuerst bei spiegel.de (€) gelesen. das war im rahmen der alljährlichen werbung content partnerschaft (meine worte) von spiegel online mit foodwatch. spiegel.de macht das jedes jahr: über die wahl des „goldenen windbeutels“ berichten, zur teilnahme an der abstimmung aufrufen und die hersteller um stellungnahme bitten.
whatever. ich benutze ja sehr gerne automaten, zum beispiel die zuckerwaren-automaten auf u-bahnsteigen. ich liebe den nervenkitzel (fällt das produkt nach der spiraldrehung runter oder klemmt’s, funktioniert die bargeldrückgabe, hat jemand in die ausgabeschublade gekackt?). für zwei euro gibts dort ne sehr gross aussehende tüte ernuss m&m’s. die packung sieht so gross aus, als seien 200 gramm drin, in echt sind’s aber nur 82 gramm, kilopreis 24,39 €. online kann man die 82 gramm packungen für ca. 1,20 €, kaufen (kilopreis 13,68 €).
der 250 gramm beutel m&m’s kostet online ca. 3,70 € (kilopreis 14,92 €). im u-bahn-automaten zahle ich also ungefähr 90 % mehr als online und wahrscheinlich auch im supermarkt.
heute vor der rückfahrt nach dem morgenspaziergang habe ich wieder 2 € in den automaten geworfen, die 34 gewählt und mich gefreut dass niemand in die ausgabeschublade gekackt hat. danach freute ich mich noch mehr, denn die m&m’s spirale des automaten drehte sich munter weiter und warf noch 3 weitere packungen ab. von weiteren käufen habe ich abgesehen, weil ich stets versuche meine gier zu unterdrücken.
aber damit ist mir jetzt ausgleichende shrinkflations-gerechtigkeit wiederfahren und ich habe m&m’s am automaten für einen günstigen kilopreis von 6,10 € erhalten.
wie alle vsauce videos ziemnlich tolles video das perspektive, wahrnehmungskonstanz, parallax und strahlenbüschel und einiges mehr erklärt. aber am besten hat mir der letzte teil gefallen, der sich mit der abwesenheit von (mathematischer oder „realistischer“) perspektive in der vor-renaissance-malerei beschäftigt. da fiel dann auch ein zitat von picasso, das mir sehr gefiel:
It took me four years to learn to paint like Raphael but a lifetime to paint like a child.
schade dass vsauce seit 2 jahren keine neuen videos mehr postet, aber schön das vsauce bis vor zwei jahren sehr viele unglaublich gute video gepostet hat (zum beispiel das hier).
ötzis geschichte visuell aufgearbeitet. hab ich gern gesehen, bzw. gemerkt, dass wir sehr froh sein können jetzt und hier zu leben und nicht in der kupferzeit. oder anders gesagt, man fragt sich wie es die menschheit geschafft hat 300.000 jahre mit parasiten, viren, bakterien, pilzen und einer feindseligen natur bis heute zu überleben.
auch grossartig xkcd's What If? videos. dieses natürlich auch. auch hier habe ich ein zitat mitgenommen, oder etwas gelernt, was mir vorher so noch nicht klar war.
Water always wants to boil, but is normally held together by air pressure.
eigentlich logisch, weil wir ja alle wissen, dass wasser in höheren lagen schneller kocht als auf meeresspiegel-höhe. ein ähnliches aha hatte ich, als ich merkte, dass holz eigentlich aus luft besteht, sprich, dass bäume ihr holz aus dem C in CO₂ bauen.
mir ist schon klar, dass ich die beizeichnung „dramatischer himmel“ hier inflationär nutze. aber dieser himmel ist gar nicht dramatisch, sondern zu gut um wahr zu sein. ich sehe den himmel und denke: „lecker!“ oder „boar!“. jedenfalls find ich den himmel gut.
und wie immer lässt einen der himmel sehen was man will. hier lässt er mich, fast schon ein bisschen platt, an v wie vendatta oder guy fawkes denken. ich frage mich immer ob der film wirklich so gut war wie ich meine mich zu erinnern. wahrscheinlich eher nicht, aber an diesen himmel muss ich mich gar nicht erinnern, er steht ja direkt vor mir. und er hat sich glatte der 4 von 5 sternchen verdient. sich selbst gönnt er in ein paar stunden aber sicher sehr viel mehr sternchen. so um die zwei bis drei tausend werden da wohl später sichtbar sein.
[1] Einrichtung mit eigener Verfassung (Konstitution), meistens eine Anstalt, die wissenschaftlichen Arbeiten, der Forschung, der Erziehung oder Ähnlichem dient
frida hat in letzter zeit morgens keinen bock auf ihr alltagsessen. nach dem servieren schaut sie uns meisten mit einem srsly-blick an und lässt das essen erst mal stehen — in erwartung von etwas besserem. nach ca. 30 minuten frisst sie’s dann, lässt aber plakativ immer einen guten rest, den sie dann mittags isst.
heute gelernt, mit ein bisschen geriebenen parmesan isst sie das zeug sofort und restlos auf.
ich bin ja sehr froh mit der art, wie ich hier eigene videos nativ einbinden kann, ohne über youtube oder irgendein CDN zu gehen. in den letzten wochen habe ich auch wiederholt live-fotos oder videos gepostet. die wurden dann allerdings nicht in iOS oder auf dem ipad angezeigt. ich hab ne weile gebraucht, bis ich heute die bedeutung des <video> attributs playsinline begriffen habe. das führt dazu, das videos die gemuted sind (oder keinen sound track haben) auch auf iOS oder dem ipad im browser abgespielt werden. das video sollte jetzt also auch auf iOS und ipados funktionieren.
ich habe immer darauf gewartet, dass instagram live-fotos unterstützt. tut es aber offensichtlich bis heute nicht. so sieht das live foto oben aus, wenn ich es (per app) bei instagram hochlade: instagram.com/p/DK6sQ0nM3f0/
enttäuschend und ein weiterer grund primär auf eigene technik zu setzen. obwohl witzigerweise funktioniert das ive-foto (wenn ich es vom telefon auf den rechner airdroppe und dann im browser hochlade) auch auf bluesky und mastodon.
nochmal zur technik; das live foto, dass ich auf den rechner airdroppte, hat 2,8 MB. mit dem folgenden ffmpeg-befehl wird es für das web optimiert und auf 733 KB reduziert. das ist kein grosser unterschied mehr zu einem regulären foto. das könnte ich künftig auch kirby machen lassen (weils geht und praktisch wäre), aber so oft mach ich das ja auch nicht.
fria und ich mussten heute wegen fridas verdauung etwas früher los. unterwegs haben wir einen fuchs gesehen (musste dem drang widerstehen „den fuchs gesehen“ zu schreiben). irgendwann fing er an zu schreien, fast wie ein truthahn. wir wissen nicht warum, aber was ich jetzt wieder verstanden habe ist, warum man sagt man sei gespannt. denn als frida dem fuchs nachlauschte, war ihr ganzer körper äusserst gespannt.
carl sagan sagt hier eigentlich alles was man so sagen kann zur frage „is there any type of God to you?“. in einem satz: man muss da schon differenzieren und sehr genaue sprache benutzen. mir gefiel das alles sehr, auch die art wie fragender und antwortender miteinander umgingen. das ist bei dieser art diskussion ja nicht immer gegegebem.
weil mir das video so gut gefiel, habe ich aus der youtiube transkription und mit hilfe von chatGPT und etwas korrekturlesen einen lesbaren text erstellt. wer das auf deutsch lesen will kann ja selbst ein LLM in der nähe fragen.
Q: My question is: Given all these demotions, what is your personal religion, or is there any type of God to you? Like, is there a purpose, given that we're just sitting on this speck in the middle of this sea of stars?
Now, I don't want to duck any questions, and I'm not going to duck this one, even though I have high religious personages who are close friends of mine in this room.
But let me ask you: What do you mean when you use the word God?
Q: Well, I guess what my question is… it's like: Is there a purpose? I mean, given all these demotions, why don't we just blow ourselves up?
Why don't we?
Q: Yeah… What is our purpose?
I mean, let me turn the question around: If we do blow ourselves up, does that disprove the existence of God?
Q: No, I guess not.
I mean, it'll be a little late to make the discovery, but still, yeah…
Q: I guess what I'm asking is, since we kind of make God almost go away in this — and I don't mean he, because who knows what God is
But still, saying he makes it sort of icky, doesn't it?
Q: Yeah. It's tough.
We like it to be a he, don't we?
Q: Yeah. We've been trained to think of it as a he. It seems that through the ages, humans have created a mythological framework that has always involved some kind of higher spiritual powers.
Every human culture has done that.
Q: As that goes away — as we know more and more — it seems harder and harder to prove that anything might exist like that. Where does that leave us?
On our own.
Which, to my mind, is much more responsible than hoping that someone will save us from ourselves, so we don't have to make our best efforts to do it ourselves.
And if we're wrong, and there is someone who steps in and saves us — okay, that's all right. I'm for that. But we've, you know, hedged our bets. It’s Pascal's bargain run backwards.
I'll say another word. The word God covers an enormous range of different ideas. And you recognize that in the way you phrased the question — running from an outsized, light-skinned male with a long white beard sitting in a throne in the sky and tallying the fall of every sparrow (for which there is no evidence to my mind — if anybody has some, I sure would like to see it) — to the kind of God that Einstein or Spinoza talked about, which is very close to the sum total of the laws of the universe.
Now, it would be crazy to deny that there are laws in the universe. And if that’s what you want to call God, then of course God exists.
And there are all sorts of other nuances. There is, for example, the deist God that many of the founding fathers of this country believed in — although it is a secret whose name may not be spoken in some circles — a do-nothing king, the God who creates the universe and then retires, and to whom praying is sort of pointless. He's not here. He went somewhere else. He had other things to do.
Now, that's also a God. So when you say “Do you believe in God?” — if I say yes, or if I say no, you have learned absolutely nothing.
Q: I guess I'm asking you to define yours, if you have one.
But why would we use a word so ambiguous, that means so many different things?
Q: It gives you freedom to define it.
It gives you freedom to seem to agree with someone else with whom you do not agree. It covers over differences. It makes for social lubrication.
But it is not an aid to truth, in my view. And therefore, I think we need much sharper language when we ask these questions.
Sorry to take so long in answering this, but this is an important issue.
das hier ist nicht wirklich ein rezept, sondern etwas was ich in den letzten tagen öfter gemacht habe und für lecker und mitteilenswert befunden habe. im prinzip backe ich mir im kontaktgrill aus aufbackbrötchen leckere, crunchy, heisse panini. dauert gerade mal 3-5 minuten und man muss keinen ofen vorheizen und dreck macht es auch fast keinen.
man kann zwischen die brötchen/brothälften natürlich alle packen, ich habe mich auf je eine schicht sambal olek, käse und schinken eingependelt. ein bisschen crispy chili öl rundet das sehr gut ab. im grill lasse ich die dinger 3-4 minuten und nach ca. 2 minuten drehe ich die brötchen einmal.
die aufbackbrötchen hat die beifahrerin gekauft weil das die mit den wenigsten zusatzstoffen sind — angeblich
visuell wunderbar aufgearbeitete kurze entstehungsgeschichte und digital aufpolierte version von steve jobs abschlussjahrgangs festrede in stanford vor 20 jahren. grosse, fein gesetzte schrift, css-gestylte email, statt eines screenshots, nativer video-player statt youtube-embed der rede und „artifacts“ zum weiterlesen und blättern.
in meinem RSS reader gibt es eine funktion „herunterladen“. wenn ich die klicke werden gekürzte artikel im RSS feed von der original-website geladen und im feed-reader angezeigt. so kann ich meisten wired.com artikel lesen. wenn man diesen artikel im browser aufruft, stösst man gegebenenfalls (4 artikel kann man auf wired.com wohl ohne abo lesen) an eine paywall:
The Big Story is exclusive to subscribers. Time to plug into a WIRED subscription. Keep your access fully charged for just $2.50$1 per month.
den artikel über die entstehung von steve jobs standford rede habe ich gerne gelesen — mehr dazu weiter unten. aber weil ich den artikel natürlich zu lesen empfehle, muss ich hier wohl auch eine anleitung posten, wie man ihn lesen kann, wenn man an die paywall stösst. eigentlich ganz leicht. einfach folgendes im terminal (auf dem mac terminal.app) eingeben:
danach liegt eine datei steve.html auf der festplatte, die man einfach mit dem browser öffnen kann. bei mir lautet die url dann file:///Users/ix/steve.html. bilder und alles sind vorhanden.
sehe gerade (nach etwas googlen), so geht’s auch:
jedenfalls: der artikel im steve jobs archiv geht bereits ein wenig darauf ein, wie schwer es jobs gefallen ist die rede zu schreiben. aber der wired.com-artikel geht da etwas mehr in die tiefe. steve jobs war so verzweifelt, dass er aaron sorkin überredete ihm zu helfen (sorkin meldete sich nie zurück) und zwischendurch versuchte er seinen freund michael hawley zu überreden, dass er die rede halten solle. tatsächlich dürfte michael hawley steve jobs die entscheidenden bestärkungen und tipps gegeben haben:
Hawley loved Jobs’ idea of opening with his own experience of not graduating from college.
“He had the closing idea before he had any of the content of the speech,” Hawley said. He urged Jobs to strengthen the kicker. “Like a good comedian telling a joke, or a good composer writing a piece of music, you want to be sure to nail the punch line, so I think maybe think more about the ending,” he wrote to Jobs in an email. “I like your Whole Earth recollection a lot. I grew up with it too. Even the phrase WHOLE EARTH taps a powerful idealistic undercurrent.” He suggested a few tweaks and reminded Jobs that he’d have to explain what the catalog was. As Hawley told Markoff, “I said, ‘Look, this was Google for our generation … And I said for god’s sake, give credit to Stewart Brand, whose poetic touch infused all that and so much more.”
der witz der rede ist natürlich, dass steve jobs dem abschluss-jahrgang nicht einfach nur ein paar gute tipps vorträgt, sondern eben von sich erzählt, auf (für ihn) ungewöhlich offene art. er erzählt die klassische geschichte vom tellerwäscher zum millionär, aber eben ganz persönlich, egozentrisch — und damit ganz neu. seine schlussfolgerungen bekommen die nötige schlagkraft, weil er sich als mensch öffnet. aber noch entscheidender oder beruhigender ist zu sehen, dass auch ein mensch wie steve jobs für so eine rede wirklich mit sich ringen muss und an den rand der verzweiflung beim schreiben gerät.
wahrhaft neue dinge kommen nur aus einem selbst, aber sie raus zu holen ist unfassbar harte arbeit.
ich liebe es ja durch mein archiv zu stöbern, bzw. der grund dafür, dass ich ins internet schreibe ist ja zum grossen teil auch festzuhalten was ich so über die jahre getrieben habe und wo die ganze zeit hingeflossen ist. gelegentlich stosse ich auf überraschend gut gealterte artikel, gelegentlich auch auf weniger gut gealterete. und manchmal finde ich alte bilder die ich eigentlich nochmal nach vorne holen will.
das geht natürlich über links, oder, habe ich mir heute gedacht, warum nich sowas wie ein repost-feature in kirby bauen? es stellt sich raus, das geht mit sehr wenigen zeilen code ziemlich einfach. hier drei also reposts mit meinen haaren aus den jahren 2020, 2016 und 2015, die aber eigentlich auch schon reposts aus dem jahr 1986 sind (die jahreszahlen unter den bildunterschriften dürften zu früh datiert sein, die fotos mit den bunten haare waren alle eher um das jahr 1986).
die zwei unteren fotos sind keine reposts, dafür muss ich mein repost-feature noch etwas ergänzen, so dass es optional nur das hauptfoto und einen gekürzten text anzeigt. aktuell repostet das repost-feature den ganzen artikel eins zu eins.
das mit den bunten haaren hab ich damals aus dem gleichen grund gemacht, warum ich heute einen bart trage: weils geht. vielleicht auch um nochmal ein bisschen auf die tube zu drücken, bevor ich 1986/87 für ein jahr als austauschschüler nach amerika ging (und dort wohl zwangsläufig etwas konservativer würde aussehen müssen). wie man an den letzten beiden fotos sieht, war diese vorahnung richtig.
vernetzbare zigbee leuchte von ikea. bin sehr gespannt ob und wie die sich automatisieren lässt.
ich finde sebastian lege nicht besonders sympathisch, gucke die 2DF videos (2DFbesseresser) mit ihm auf youtube aber trotzdem gerne — weil ich doch immer wieder mal was neues erfahre. ich mag das geraune und wissende lachen nicht. keine frage, die lebensmittelindustrie trickst wo sie kann und ist nicht immer besonders transparent. jede aufklärung, jedes aufzeigen und nachkochen der tricks ist hilfreich, aber es könnte so viel angenehmer zu sehen sein, wenn sebastian lege ein bisschen an seinem humor arbeiten würde.
jedenfalls wird in dieser folge gezeigt und erklärt, dass mehr oder weniger die hühnerbrust in allen fertiggerichten aus thailand kommt. nur unverarbeitetes hühnerfleisch muss einen herkunftsnachweis auf der packung tragen. sobald es fertig verarbeitet verwendet wird, kann die industrie den hinweis auf die herkunft weglassen. ausnahme: frosta, die klar und deutlich auf der packung hinweisen, dass ihr hühnerfleisch aus thailnad kommt. alle anderen reden auch auf nachfrage drumrum.
eigentlich braucht man ja keinen konkreten anlass um sich über jeff bezos oder andere superreiche aufzuregen. aber das ist schon faszinierend, wie schamlos diese leute sind.
jeff bezos und seine verlobte lauren sánchez fahren nach cannes zur Global Gift Gala, wo sánchez wegen ihres „engagements für den umweltschutz“ geehrt werden soll. beide reisen mit bezos luxusjacht in cannes an:
Let’s talk about this floating metaphor for hubris. Koru is a 417-foot schooner with its own backup yacht , a shadow vessel that follows behind like a luxury parasite, carrying toys, staff, and most notably, the helipad. The main yacht is too elegant, too precious, to be burdened with such practicalities.
Together, the vessels burn through hundreds of gallons of diesel per hour. According to researchers from Indiana University and Oxfam, Bezos’s sailing yacht Koru emits approximately 7,154 metric tons of CO₂ annually, the equivalent of emissions from around 1,500 average cars. A single transatlantic trip emits about 230 metric tons of CO₂, roughly equal to the annual emissions of 50 average cars.
You know, the same cars Lauren Sánchez’s environmental foundation would like you to give up.
You can’t script satire like this anymore. Not when reality is this fucking cooked.
sauber recherchierte videos über historische ereignisse. ich schau mir die videos von fern gerne an, aber ich würde das auch als blogartikel lesen. aber ausgeschrieben würden die recherchen whrscheinlich nicht mehr als 20.000 likes innerhalb von 10 stunden einsammeln oder 3,43 millionen abonnenten haben.