pan­ora­ma

felix schwenzel

  • habe ge­ro­chen, nicht ge­hört, dass es an­fing zu reg­nen.
  • ich bin um­ge­ben von schwan­ge­ren. mit dem di­cken bauch fühl ich mich auch als trend­set­ter.
  • heu­te mein ers­tes wir­res.net-kün­di­gungs­schrei­ben be­kom­men. ver­mu­te klaus kocks steckt da­hin­ter.

selb­be­zo­gen­heit, teil 53454 von 3249434234

felix schwenzel

wenn je­mals noch­mal ir­gend­wer sagt, selbst­be­zo­gen­heit, mei­net­we­gen auch auf di­ver­sen me­ta­ebe­nen, sei doof oder füh­re zu ni­schen­da­sein oder ir­rele­vanz, dann hau ich ihm künf­tig die­ses vi­deo von vol­ker strü­bing um die oh­ren. ich hab ihn zwar ge­ra­de erst ver­linkt, aber nach­dem ich die­ses vi­deo ge­se­hen habe, habe ich mir vor­ge­nom­men noch selbst­be­zo­ge­ner zu wer­den. denn das kann wirk­lich wit­zig sein. aus­ser­dem bin ich un­fass­bar nei­disch.

[di­rekt­ma­trosch­ka]

weiterlesen

feig­heit und neid und gros­se wor­te

felix schwenzel


sel­ber selbst­be­züg­lich! doo!

felix schwenzel

ix habe eben über ste­fan nig­ge­mei­er ei­nen ar­ti­kel aus der faz über die re:pu­bli­ca von mar­tin schoeb ge­fun­den. das ver­an­lasst mich nicht nur et­was enorm selbst­be­züg­li­ches dazu zu schrei­ben, son­dern mich auch zum wie­der­hol­ten male zu wie­der­ho­len. ich be­nut­ze so­gar das glei­che bild wie vor sechs ta­gen!

in dem ar­ti­kel schreibt mar­tin schoeb ganz viel über die an­geb­li­che selbst­be­zügl­lich­keit von blogs:

Ohne Selbst­be­zü­ge und ohne die Be­zugs­grö­ße Print wür­den die meis­ten mei­nungs­füh­ren­den Blogs - und zwar nur die­se - in sich zu­sam­men­fal­len wie ein Heiß­luft­bal­lon ohne Flam­me. Bis es so weit ist, bleibt der Blog-Olymp für Neu­lin­ge na­he­zu un­zu­gäng­lich; dort kennt man sich, man zi­tiert und kom­men­tiert sich, spricht den­sel­ben Jar­gon, schreibt über sich und die Me­di­en und bleibt so kon­se­quent un­ter­halb der Auf­merk­sam­keits­schwel­le all je­ner Le­ser, die ihr Le­ben nicht im Netz ver­brin­gen. (quel­le)

kei­ne fra­ge, ich ken­ne das aus mei­nem be­kann­ten­kreis, der be­kann­ten­kreis aus­ser­halb des net­zes, die bei selbst­be­züg­li­chen blog­the­men ab­schal­ten: „tut mir leid, aber ich kann das blog­ge­döns nicht le­sen. schreib wie­der mehr ge­schich­ten!“ von da­her hat er mit un­zu­gäng­lich­keit und ei­ner ge­wis­sen sper­rig­keit von blogs recht. nur, die­se selbst­be­züg­lich­keit tritt über­all auf, auch in schoebs ar­ti­kel, in­dem er bei­spiels­wei­se über blogs vor al­lem in be­zug auf „print-jour­na­lis­mus“ schreibt, also qua­si selbst­be­züg­lich, über die über­schnei­dun­gen zu sei­nem me­di­um. und wie ste­fan schreibt, jour­na­lis­ten, fern­seh­leu­te, me­di­en­fuz­zis ma­chen nichts an­de­res. ste­fan raab, ha­rald schmidt, tita von har­den­berg, jede talk­show — ohne selbst­be­zug, ohne re­fe­ren­zen zum fern­se­hen wür­den die auch in sich zu­sam­men­klap­pen. über­haupt men­schen! die schrei­ben und re­den im­mer über sich selbst! über men­schen. selbst wenn men­schen über eis­bä­ren schrei­ben, ver­mensch­li­chen und verknu­ten sie die.

apro­pos be­kann­ten­kreis, ich ken­ne üb­ri­gens kaum noch leu­te — aus­ser jour­na­lis­ten — die re­gel­mäs­sig zei­tung le­sen. die auf­merk­sam­keits­schwel­le der men­schen ist nicht nur im be­zug auf blogs kom­plett über­for­dert, das gilt glei­cher­mas­sen für fast alle me­di­en. es gibt nur noch we­ni­ge me­di­en die die men­schen dort ab­ho­len wo ihre auf­merk­sam­keit noch er­reich­bar ist, und die kom­men meist mit ganz gros­sen über­schrif­ten oder sehr laut und äus­serst pla­ka­tiv da­her.

so ge­se­hen hat schoeb na­tür­lich recht, über­sieht nur lei­der den ei­ge­nen saft in dem er schmorrt.

ich fin­de es auch ganz zau­ber­haft wie er über mich schreibt und das, ganz so wie ich es auch in mei­ner un­jour­na­lis­ti­schen art ma­chen wür­de, auf au­gen­schein statt auf re­cher­che ba­sie­rend tut:

Ge­re­det ha­ben sie über sich und ihre Blogs und über die an­de­ren und de­ren Blogs. Man soll­te sich un­ter­hal­ten füh­len, wenn ein bär­ti­ger un­ter­setz­ter Pro­mi-Blog­ger auf ei­ner Blog­ger­kon­fe­renz ei­nen gro­ßen schlan­ken Pro­mi-Blog­ger mit zu kur­zem Sak­ko filmt und da­bei wie­der­um von ei­nem Blog­ger ge­filmt wird, der au­ßer­halb der Sze­ne ge­nau­so un­be­kannt ist wie sei­ne bei­den Film­part­ner. Mit solch ty­pi­schen In­hal­ten wird man nie eine grö­ße­re Le­ser­schaft von sich über­zeu­gen kön­nen, so man das denn will. (quel­le)

ers­ten bin ich nicht un­ter­setzt, son­dern leicht adi­pös. viel­leicht auch bau­chig. zwei­tens, wie man auf dem bild er­kennt, ist tho­mas knü­wers ja­cket nicht zu kurz (und das von ma­rio six­tus, den ix auch fra­gen ge­stellt habe, auch nicht) und drit­tens ist der typ der hin­ter mir stand und mich film­te kein blog­ger, son­dern ein ka­me­ra­mann der für die pro­duk­ti­ons­fir­ma AVE und watch ber­lin ar­bei­tet.

(cc) Nee­zee

so ist die­se zwi­schen­über­schrift „Ein Blog­ger filmt ei­nen Blog­ger, der ei­nen Blog­ger filmt“ zwar hübsch und grif­fig, aber le­dig­lich rum­be­haup­tet: nicht je­der auf der re:pu­bli­ca war ein blog­ger. und vier­tens, wie soll man mit ei­nem film „eine grö­ße­re Le­ser­schaft von sich über­zeu­gen“? liest man bei der faz fil­me?

[fünf­tens, üb­ri­gens, fin­de ich es tat­säch­liuch lang­wei­lig und un­in­ter­es­sant grös­se­re le­ser­schaf­ten für et­was zu in­ter­es­sie­ren. ich über­las­se das ger­ne dem er­klär­bär-jour­na­lis­mus. mal so ganz grund­sätz­lich. im spe­zi­el­len wei­che ich die­sen grund­satz hin und wie­der ger­ne auf, aber mich weich­spü­len oder an­stren­gen nur um an eine grös­se­re le­ser­schaft zu kom­men? war­um glau­ben jour­na­lis­ten ihre re­geln wä­ren die al­lein se­lig­ma­chen­den? was ha­ben die ge­gen ni­schen oder par­ti­ku­lar­in­ter­es­sen? oder ge­gen of­fen­si­ve, pro­gra­ma­ti­sche schlam­pig­keit?]

[nach­trag]
noch ein biss­chen selbst­be­zo­ge­nes und nach­ge­tra­ge­nes:

  • mar­tin schöb schreibt sich ent­ge­gen der an­sicht der faz mit „ö“, bloggt selbst und war ganz blog­ty­pisch, selbst­be­zo­gen voll ge­spannt auf re­ak­tio­nen auf sei­nen ar­ti­kel, gou­tiert die re­ak­tio­nen aber als nicht an­ge­mes­sen, so dass er an „Paw­low und ge­trof­fe­ne Hun­de“ den­ken muss. ar­mes häss­chen, gibt sich 5 tage lang mühe was fun­dier­tes zu schrei­ben und wird nur* von nig­ge­mei­er ge­lobt.
  • turi2 nimmt den ar­ti­kel zum an­lass ei­nen ar­ti­kel für die va­ni­ty-fair-on­line sei­te zu schrei­ben, holt die neid­keu­le raus und krault mir die ge­leck­ten eier. dum­mer­wei­se ist die­ses va­ni­ty­fair-on­line-dings so stein­zeit­lich, dass turi nicht ei­nen link dar­in un­ter­brin­gen kann, we­der zu knü­wer, noch zu nig­ge­mei­er, noch zu mei­nem film­chen, noch zu adi­cal, faz oder schöb. ärm­lich.
  • mal­te er­greift das stöck­chen von mar­tin schöb das er nicht ge­wor­fen ha­ben will.
  • das mit der selbst­be­züg­lich­keit lässt sich of­fen­bar un­end­lich stei­gern.

nach lan­gem kampf

felix schwenzel

das nuf hat sich ver­mehrt. ich has­se kryp­tik, aber ich dan­ke ihr da­für.


mehr si­cher­heit durch lan­ges schla­fen

felix schwenzel

ich ge­hö­re als früh­auf­ste­her wohl zu so ei­ner art ri­si­ko­grup­pe.


be­ton­kopf

felix schwenzel

mit scha­blo­ne bei da­ta­loo. via udo vet­ter.
apro­pos auf bil­der als 43324ter hin­wei­sen. das und fand ich auch gut. das auch und das auch. und die hier auch.


gran­dio­ses „mit­ma­chen­wol­len“

felix schwenzel

vol­ker strü­bing ist gross­ar­tig. wirk­lich. ich fin­de mit­ma­chen­wol­ler gut.


„schwät­zer­me­di­um“ sag­te der schwät­zer

felix schwenzel

„isn schwät­zer­me­di­um.“ klaus kocks über das „in­ter­net“.

„gla­mour“ reimt sich auf „klem­mer“. ehr­lich­ges­gat hab ich „klem­mer“ ver­stan­den als pan­zer „gla­mour“ sag­te.

ich kann nur emp­feh­len die sen­dung nach­zu­gu­cken.

[via turi und me­di­en­rau­schen]


oet­tin­ger

felix schwenzel

dass die (stutt­gar­ter) me­di­en ver­sagt ha­ben, kann man hier sehr schön le­sen (via die oet­tin­ger-rede und die feh­len­den wäch­ter). aber das was an­de­re dar­aus ge­macht ha­ben, fin­de ich teil­wei­se dann eben doch sehr be­frie­di­gend:


re­pu­bli­ca vi­deo

felix schwenzel

der film zu die­sem bild:

[nach­trag]
ich be­wun­de­re ein we­nig die­je­ni­gen die die­ses vi­deo ge­schnit­ten ha­ben und aus fast drei stun­den auf band die­sen sie­ben-mi­nu­ten film zu­sam­men­ge­stöp­selt ha­ben. tho­mas knü­wer zieht mir in dem film die zäh­ne, ste­fan fin­det sich ver­bes­se­rungs­wür­dig, john­ny fragt mich ob ich aufs po­di­um will, ma­rio er­klärt wie raum­schiff en­ter­pri­se ge­macht wird und ro­bert und mar­kus re­den so vor sich hin. nicht zu se­hen ist kor­rupt, der sich zu­erst furcht­bar über das geld­ver­die­nen-mit-blogs-pa­nel auf­reg­te und dann wirk­lich nett mit mir plau­der­te. auch nicht zu se­hen ist der po­pel den ich wäh­rend des ge­sprächs mit holm frie­be auf sei­ner ober­lip­pe ent­deck­te. eben­so wie herr blog­win­kel dem ich ne doo­fe fra­ge ge­stellt habe oder jan schmidt, dem ich meh­re­re doo­fe fra­gen ge­stellt habe.

aber dass ich den film nicht selbst schnei­den muss­te hat­te auch vor­tei­le, so konn­te ich wo­chen­en­de an­de­res ma­chen als zu schnei­den.

[nach­trag 17.04.2007]
das vi­deo gibts auch bei you­tube.


rum­be­haup­ten wirkt

felix schwenzel

ich bin der fes­ten über­zeu­gung, wenn man din­ge nur fest ge­nug be­haup­tet, stim­men sie ir­gend­wann. wenn ir­gend­wo ein körn­chen wahr­heit drin­steckt kann man ver­su­chen die­ses körn­chen mit stän­di­ger wie­der­ho­lung zu ei­nem rie­sen­hau­fen wahr­heit gross­zu­la­bern. man könn­te zum bei­spiel be­haup­ten, dass frü­her das blog­gen aus über­zeu­gung kom­merz­frei war und aus­schliess­lich aus idea­lis­mus be­stand und dass al­les kom­mer­zi­el­le, pe­ku­niä­re erst spä­ter, von aus­sen, von „mit­ma­chen­wol­lern“ kam:

Ist klar, alle Kul­tur än­dert sich. Aber im­mer sind da erst die Leu­te, die in der Ga­ra­ge wer­keln und die Ideen ha­ben. Und dann kom­men die an­de­ren und wol­len par­ti­zi­pie­ren, und die Ga­ra­gen­bast­ler fan­gen an, ihre Ideen zu ver­tei­di­gen. Zu Recht oder zu Un­recht, das ist ver­mut­lich mehr Stil­fra­ge als sonst­was und hängt vom Ein­zel­fall ab. Aber am An­fang, be­vor et­was Ver­dienst­mög­lich­keit wird, ist der Idea­list. Im­mer.

In die­sem Fal­le: Blogs sind erst­mal au­then­tisch, per­sön­lich, idea­lis­tisch und wer­be­frei. Su­per. Dann kom­men wel­che, die al­les das nicht sind. Die nen­nen sich aber trotz­dem auch Blogs. Sa­gen die Ga­ra­gen­blog­ger: „Äh, so war das nicht ge­meint.“ Sa­gen die Mit­ma­chen­wol­ler: „Wie­so? Je­der kann blog­gen, es gibt kei­ne Re­geln. Also auch nicht für uns.“ (quel­le)

ich habe so mei­ne schwie­rig­kei­ten die lo­gik dar­in zu er­ken­nen, dass sich idea­lis­mus, au­then­ti­zi­tät und geld ver­die­nen ka­te­go­risch aus­schlies­sen oder dass der zeit­punkt an dem man et­was an­fängt aus­wir­kun­gen auf die qua­li­tät oder die hal­tung ha­ben soll­ten. nicht nur bleibt mir die lo­gik die­ser ge­dan­ken ver­schlos­sen, ich fra­ge mich auch, ist je­mand wie jörg kan­tel ein „mit­ma­chen­wol­ler“ oder ga­ra­gen-idea­list? ich hab ir­gend­wann mal ir­gend­wo ge­le­sen dass der schon fast seit im­mer bloggt, aber auch ir­gend­wann mal ir­gend­wo ge­le­sen, dass er ei­ner der ers­ten war, die sich wer­be­ban­ner aufs blog ge­holt ha­ben, wie die­se an­geb­li­chen „mit­ma­chen­wol­ler“. hat er sei­ne au­then­ti­zi­tät, per­sön­lich­keit und idea­lis­mus zu­sam­men mit sei­ner wer­be­frei­heit ab­ge­ge­ben?

majo von in­dus­tri­al tech­no­lo­gy and witch­craft war ei­ner der ers­ten blog­ger de­ren idea­lis­mus und schreib­fleiss ich be­wun­der­te und der of­fi­zi­ell aus ei­ner ga­ra­ge blogg­te (oder so). trotz­dem war er auch ei­ner der ers­ten die kon­se­quent ihr blog­gen ver­mark­te­ten, mit ban­nern, af­fi­lia­te-links und kom­mer­zi­el­ler ori­en­tie­rung. don dah­l­mann, auch ei­ner der ers­ten blog­ger die ich las und be­wun­der­te, hat seit jah­ren kein pro­blem da­mit sei­ne schrei­be zu ver­kau­fen oder wer­bung zu schal­ten, trotz­dem fin­de ich ihn nach wie vor idea­lis­tisch und echt. wer sind dann die­se gars­ti­gen „mit­ma­chen­wol­ler“ und re­gel­bre­cher? sa­scha lobo? der als an­drea die­ner sich schon um idea­lis­mus und idea­lis­mus­ver­mark­tung in buch­form küm­mer­te im­mer noch nur in fo­ren schrieb statt wie es sich für idea­lis­ten ge­hört in wer­be­freie blogs? john­ny haeus­ler der olle kom­merz­kas­per der wahr­schein­lich erst vier oder acht wo­chen nach an­drea die­ner an­fing ins in­ter­net zu schrei­ben? bin ix ein „mit­ma­chen­wol­ler“ weil ich im ge­gen­satz zu an­drea die­ners 1950 ta­gen bei ant­ville erst 1822 tage auf wir­res.net ins in­ter­net schrei­be? muss ich den idea­lis­mus-füh­rer­schein nach­ho­len weil ich wir­res.net als port­fo­lio-, bzw. ei­gen­wer­bungs­sei­te an­fing, also auch von vor­ne­her­ein mit kom­mer­zi­el­len hin­ter­ge­dan­ken und der ab­sicht mich zu ver­kau­fen?

mich be­schleicht das ge­fühl es geht ei­gent­lich bei die­sen dis­kus­sio­nen auch gar nicht ums blog­gen, es geht nicht um „mit­ma­chen­wol­ler“, um in­hal­te, idea­lis­mus, kom­merz oder die gross­ar­ti­gen mög­lich­kei­ten und po­ten­zia­le, es geht um de­fi­ni­ti­ons­macht, my­then­bil­dung, selbst­er­hö­hung und ab­gren­zung. ab­gren­zen und ka­te­go­rie­sie­ren in gut oder böse, idea­lis­tisch oder kom­mer­zi­ell, rein oder schmut­zig, ehr­lich oder kor­rupt, schön oder häss­lich, rich­tig oder falsch - kurz: schwarz oder weiss, ent­we­der/oder. eine klei­ne über­sicht­li­che welt ohne zwi­schen­tö­ne oder dis­so­nan­zen wird da her­bei­ge­sehnt. es geht auch nicht um mu­sik, son­dern um die rich­ti­ge mu­sik, die rich­ti­gen ein­stel­lung, die rich­ti­gen kla­mot­ten. es geht nicht um fin­ni­sche clubs, es geht dar­um tü­ren ge­schlos­sen zu hal­ten. es geht um un­be­ha­gen und um den un­wil­len sich mit neu­em oder an­de­rem als dem ge­wohn­ten zu be­schäf­ti­gen und — ob­wohl ger­ne das ge­gen­teil be­haup­tet wird — um qua­li­täts­wer­tung und -wich­tung. viel­leicht auch ums an­spruchs­den­ken oder neid. aber wie ge­sagt; ir­gend­wie ist das al­les auch wurscht.


huch

felix schwenzel

ers­ter teil­sieg für adi­cal-geg­ner: wer­bung in sao pau­lo kom­plett ver­bo­ten.


apa­che über ber­lin

felix schwenzel


re­le­vanz der re­le­schwanz

felix schwenzel

wenn ich an­ner su­per­markt­kas­se ste­he, in­ter­es­siert sich die kas­sie­rin nicht für mei­ne be­su­cher­zah­len oder ver­lin­kun­gen laut tech­no­ra­ti. freun­de, de­nen ich in aku­ten fäl­len von an­ge­be­ri­tis mei­ne beu­cher­zah­len nen­ne, las­sen sich kurz zu ei­nem „wow“ oder „uhh“ hin­reis­sen und zu­cken 5 se­kun­den spä­ter mit der schul­ter als ob ich ge­sagt hät­te, ich habe 1500 pa­ni­ni-bild­chen. die­se gan­zen schwanz­ver­gleichs­werk­zeu­ge, ran­kings und mei­net­we­gen auch blog­ger­tref­fen (auf de­nen „wie man hört“ „so we­nig über Mu­sik, über rum­klim­pern und aus­pro­bie­ren und Har­mo­nie und Dis­so­nanz“ ge­re­det wur­de) sind un­nö­tig wie mein kopf eine wii-spiel­kon­so­le. kein mensch braucht sol­che din­ge und doch ma­chen sie spass. bei der wii zum bei­spiel ler­ne ich lang­sam wie ich asse schla­ge, den ball un­halt­bar die li­nie ent­lang schmet­te­re und wer­de lang­sam (mit 1800 punk­ten) zum ten­nis-pro­fi wer­de. na und? zu ge­brau­chen sind mei­ne fä­hig­kei­ten an ei­ner spiel­kon­so­le nir­gend­wo an­ders als an der spiel­kon­so­le. selbst mit 6000 punk­ten er­rei­che ich nicht mehr als ein biss­chen spass und nen platz auf ir­gend­ei­ner lis­te für die sich nicht mal ein pro­mil­le der welt­be­völ­ke­rung in­ter­es­siert.

be­su­cher­zah­len, re­le­schwanz­ver­glei­che, heis­sen sie nun blog­coun­ter, tech­no­ra­ti, blog­charts, high­scores, lead-awards oder tak­ka-tuk­ka-eh­ren­na­deln hel­fen nix, brin­gen nix, ma­chen nicht satt. aber lis­ten scha­den auch nicht und men­schen lie­ben lis­ten. denn sie er­zeu­gen die il­lu­si­on, dass un­fass­ba­res plötz­lich ein­ord­nen­bar, greif­bar, ver­gleich­bar oder ver­ständ­lich wird. lis­ten sind il­lu­si­on, weil sie im­mer nur ein­zel­ne aspek­te mes­sen und nie das gan­ze er­fas­sen kön­nen. das kann man nur (wenn über­haupt), wenn man sich wirk­lich ein­ge­hend mit ei­ner sa­che be­schäf­tigt.

aber ich woll­te noch auf eine an­de­re il­lu­si­on hin­aus. die il­lu­si­on mit den klick­zah­len. an­drea schrieb sie su­che in blogs

Das Ge­fühl, daß mir je­mand et­was mit­tei­len will, ohne auf Klick­zah­len zu schie­len. Die Ge­wiß­heit, daß ich es eben mit ei­ner Per­son zu tun habe und nicht mit ei­nem Me­di­um. Daß mir je­mand et­was schenkt, ohne et­was zu­rück­ha­ben zu wol­len.

auf klick­zah­len habe ich ge­schaut als ich 10 le­ser hat­te, ich habe drauf ge­schaut als ich 100 le­ser hat­te und ich schaue im­mer noch drauf. ich ken­ne auch kaum ei­nen blog­ger der nicht auf klick­zah­len schaut. nur was hat das ur­säch­lich mit der schrei­be zu tun? was ha­ben ver­kaufs­zah­len von mu­sik mit der qua­li­tät von mu­sik zu tun? was hat das was vie­le als au­then­ti­zi­tät oder qua­li­tät be­zeich­nen mit pla­zie­rung in lis­ten oder klick­zah­len oder wer­be­ban­nern zu tun?

na­tür­lich ver­än­dert sich die hal­tung zu be­stimm­ten din­gen, wenn man vie­le le­ser hat weil man mehr feed­back be­kommt, weil man mehr kri­tik oder lob ab­be­kommt, weil man leu­te ken­nen­lernt die man sonst nie ken­nen­ler­nen wür­de, zum bei­spiel rechts­an­wäl­te — aber doch nicht we­gen klick­zah­len oder der plat­zie­rung in ir­gend­ei­ner lis­te oder weil man wer­bung hat oder auf klick­zah­len guckt.

ich wer­de ei­gent­lich nur in zwei si­tua­tio­nen pam­pig: wenn man mei­ne wit­ze nicht ver­steht und wenn man ver­sucht mir mei­ne per­sön­lich­keit oder mei­ne hal­tung zu er­klä­ren. wenn man rück­schlüs­se auf mei­ne hal­tung zieht, we­gen ir­gend­wel­cher zah­len auf ir­gend­wel­chen lis­ten und nicht we­gen mei­ner tex­te. wenn man zum bei­spiel an­deu­tet, weil man be­stimm­te zah­len oder wer­bung habe, wür­de man leu­te die kei­ne ha­ben „un­wert“ oder ir­rele­vant fin­den.

ich könn­te jetzt noch aus­ho­len und sa­gen, dass ich es auch doof fin­de leu­te nach ih­rer klei­dung oder fri­sur zu be­ur­tei­len oder al­lein da­nach für wen sie ar­bei­ten (oder von wem sie geld neh­men), dass ich es doof fin­de ver­an­stal­tun­gen al­lein da­nach zu be­ur­tei­len „was man so hört“. aber ei­gent­lich ist es mir ge­nau­so wurst wie an­drea das ih­ren wor­ten nach auch „wurscht“ ist.

da wir­res laut jack­pot­ba­by.de ein „Fach­blog für Aus­schei­dun­gen“ ist, hier also noch eine be­son­ders schö­ne aus­schei­dung der jack­pot­ba­bys im re:pu­bli­ca rück­blick:

Ge­ra­de im Ge­spräch mit Hike über Mu­sik­blogs wird aber klar, dass es über­all Blog-Klum­pen gibt, die für sich fast aut­ark funk­tio­nie­ren, über re­gio­na­le Zu­ge­hö­rig­keit, Freun­des­kreis, Schu­le, etc.
Es gibt also struk­tu­rell kei­ne Blogo­sphä­re. In­halt­lich und funk­tio­nell auch kaum. Ich wür­de ger­ne auf alle Zei­ten “Blogo­sphä­re” und “Klein Blog­gers­dorf” und all de­ren Syn­ony­me ver­bie­ten las­sen.

und von mir aus kön­nen die wor­te „a-list“, „a-blog­ger“ und „die da“ auch gleich ver­klappt wer­den.


an­de­re hoch­zei­ten

felix schwenzel

hihi, hab ich doch was ver­passt, heu­te auf der re:pu­bli­ca. aber ich war auf ei­ner an­de­ren hoch­zeit. is­abo auch kurz. aus­ser­dem heu­te ge­lernt, dass ich für „schnodd­ri­ge kom­men­ta­re“ be­kannt bin und wenn ich auf ei­nem bar­ho­cker sit­ze und blogs lese et­was „ein­sam“ wir­ke. man lernt nie aus.


der bau­chi­ge re­por­ter

felix schwenzel

(cc) Nee­zee

oder wie tho­mas knü­wer fe­lix schwen­zel lang macht.

[lang­sam ge­wöhn ich mich dran bei vor­trä­gen doof da­zu­ste­hen, die wor­te nicht zu fin­den, rum­zu­stam­meln. ja, ich fin­de so­gar lang­sam ge­fal­len dar­an. die­ses woh­li­ge, war­me ge­fühl im ge­sicht, beim schei­tern und die gren­zen des pu­bli­kums (un­frei­wil­lig) aus­zu­lo­ten. im­mer­hin, ei­nem (äh, zwei­en, ups, drei­en, vie­ren) hats ir­gend­wie ge­fal­len. und man kann es, wenn man will, auch so se­hen, dass ich mich aus­schliess­lich zum af­fen mach­te, um sa­scha lobo in ei­nem bes­se­ren licht da­ste­hen zu las­sen. ich sehe es eher so, dass sa­scha lobo mei­nen arsch ge­ret­tet hat und ei­gent­lich eh nur dar­auf aus ist in mehr kon­tex­ten mit mir ge­nannt zu wer­den. und da­für bin ix ihm tat­säch­lich dank­bar. der bei­fah­re­rin bin ich üb­ri­gens auch zu tiefs­tem dank ver­pflich­tet: die gu­ten gags, bzw. bild­un­ter­schrif­ten wa­ren von ihr.]

[nach­trag: eben noch ei­nen aus­schnitt ge­fun­den, der aus ei­ner un­fass­bar pein­li­chen, ca. 15 mi­nu­ten (ge­fühlt 18 mi­nu­ten) lan­gen „tech­ni­schen pan­ne“ be­stand, die im we­sent­li­chen­der ein ver­such war, die ver­fick­te power­point­prä­sen­ta­ti­on auf die lein­wand zu zau­bern. ge­fun­den bei den me­di­en­schlam­pen. aus­ser­dem zwei bil­der vom stöp­seln: 1 und 2.]


un:kon­zen­tra­ti­on

felix schwenzel

seit 11 uhr bin ich auf der re:pu­bli­ca. als ers­tes habe ich mich im erd­ge­schoss in die „lounge“ ge­setzt und be­merkt, dass es ziem­lich ner­vig sein kann mir zu­zu­hö­ren. aber nicht nur we­gen mei­nes ge­loop­ten ge­la­bers war ich un­fä­hig mich auf ir­gend­was zu kon­zen­trie­ren. ich glau­be das ist auch ein biss­chen das mot­to hier auf der re:pu­bli­ca: kon­zen­trier­te, mul­ti­par­al­le­le un­kon­zen­tra­ti­on.

stän­dig auf ach­se; „hal­lo“ sa­gen, dort bei ei­nem pod­cast mit­ma­chen (vier na­sen mi­nus eine plus zwei), schnell in ei­nen vor­trag rein­hö­ren (ppt gibts hier, da­bei ge­lernt: das blog­dings ist weib­lich, die top100 männ­lich, ix bin kein stan­dard) und stän­dig ge­bannt auf die sms-zwi­schen­ruf-wand gu­cken, es­sen, pin­keln, blog­gen, chat­ten, twit­tern, plau­dern, noch mehr vor­trä­ge hö­ren.

bei mir bricht aus­ser­dem stän­dig pa­nik aus weil mei­ne han­dy- und lap­top-ak­kus sich lee­ren und ich kei­ne steck­do­sen fin­de, weil ix fürch­te dass mei­ne ver­an­stal­tung mor­gen pein­lich, lang­wei­lig, zu leer oder zu voll wird. das stän­di­ge blogs-che­cken und auf die sms-zwi­schen­ruf-wand gu­cken müs­sen (und dar­über schrei­ben) leert mei­ne kon­zen­tra­ti­ons­ak­kus. wei­te­re pa­ni­ken: was zu ver­pas­sen, in ge­sprä­chen oder beim blog­gen von hier nicht wit­zig zu sein, pa­nik et­was falsch zu schrei­ben (ganz neu­es ge­fühl, aber die al­le­sche­cker zie­hen jetzt ganz neue sai­ten auf), pa­nik un­vor­teil­haft von ei­ner der 600 ka­me­ras fo­to­gra­fiert oder auf­ge­nom­men zu wer­den. ich glau­be ich soll­te mich ent­span­nen oder mei­ne auf­nah­me­tas­te de­ak­ti­vie­ren.

weiterlesen

wer­bung wirkt

felix schwenzel

kaum schal­te ich hier die­ses adi­cal-ban­ner, hab ich schon die von lobo pro­phe­zei­ten 2000 be­su­cher am tag hier. lang­sam macht die­ser lobo mir angst.


frei­fahrt durch­hal­ten

felix schwenzel


farn­loch

felix schwenzel