den autoren und moderatoren der readers edition fallen mittlerweile zwar 8-10 texte pro tag ein, aber scheinbar keine eigenen bilder mit denen sie diese texte behübschen könnten. lange bediente man sich bei nachrichtenagenturen oder irgendwo wo es lizenzfreie bilder gab. vor ein paar wochen hat die readers edition offenbar flickr entdeckt.
bei flickr gibt es zu jedem thema bilder. also sucht man fluchs die passenden bilder raus und gibt als quelle „flickr“ an. das ist differenzierter als „quelle: internet“ aber immer noch quatsch.
wenn ix mich dann wundere warum bei einem bild kein fotografenname oder link zum flickr-original angegeben ist heisst es: „Sorry, ein Fehler - korrigiert. Urheber im Bildtitel angegeben und unter dem Artikel verlinkt.“ dass der „fehler“ am gleichen tag mehrfach passierte und anderswo unkorrigiert weiterfehlert war dann auch irgendwie klar. wahrscheinlich ein fehler bei der fehlerkorrektur.
komischerweise steht kaum einm bild bei dem sich die RE bedient (und die ich mir bei flickr angeguckt habe) unter cc-lizenz. aber, so dacht ix mir, die RE wird sicherlich die fotografen anschreiben, um erlaubnis bitten die fotos kommerziell verwenden zu dürfen und ein anständiges honorar anbieten?
ich habe mal die probe aufs exempel gemacht. das bild in diesem artikel stammt von greg_j und steht in flickr nicht unter cc-lizenz. auf nachfrage bei greg_j schrieb er mir, er habe von der RE nichts gehört, ihn habe niemand gefragt ob er das bild verwenden könnne, oder was er für die verwendung verlangen würde — aber er fühle sich geschmeichelt.
ich bin ja mal gespannt wann die RE sich an einem bild bedient dessen fotograf sich über eine ungefragte verwendung nicht so freut wie greg_j. ich sach nur rotkohl.
[nachtrag 20:13]
die readers edition gibt sich lernfähig und benutzt seit heute hier und da bilder mit ordentlicher quellenangabe die unter cc-lizenz stehen. da sag mal einer, die wären nicht lernfähig.
quasi auf besonderen wunsch von hal faber ist der scheissende hund wieder da. auch wenn ich nicht genau verstehe was er damit meint wenn er sagt, dass der hund eine hommage an die elektronische revolution von william burroughs sei. oder andersrum, vielleicht lern ich ja gerade was dazu: kann man hommagen machen ohne das zu hommagierende motiv zu kennen?
turi sagts, der anonyme leser „stefan“ sagts, 5-6 fundstellen findetgoogle. die aussage „wirres: der name ist programm“ ist abgesehen davon dass sie stimmt (man glaubt es kaum, der name dieser seiten war kein unfall) wirklich alles andere als originell.
donnerstag abend bekam ich einen leserbrief von einem künstler namens liesschen müller (name wurde von mir geändert):
wie der name schon sagt:WIRRES. wir haben schon so viele Verwirrte. Da müssen Sie sich nicht auch noch äussern.
von einem künstler, dachte ich bisher, kann man etwas mehr kreativität erwarten als von anonymen oder journalistischen plattitüdenfängern — ein irrtum offenbar. was ich hingegen bemerkenswert finde: liesschen müller äussert sich selbst fleissig auf dem frisch ausgezeichnetenteutonika, in einer eigenen kategorie.
offenbar wurde liesschen müller von einer übergeordneten instanz (redaktion? anstaltsleitung?) ob seiner (christian) klarheit und weitsicht dazu ermächtigt sich einfach so ins internet zu äussern. vielleicht befahlem ihm ja höhere wesen sich ins internet zu äussern?
nochmal, für die die meinen plattitüden taugten zur beschimpfung: natürlich ist der name hier programm. wenn das nicht so wäre, hiesse das hier klares.net, kluges.net oder dernameistkeinprogramm.de.
kürzlich einen alten freund zum bier getroffen. wir haben uns eine weile unterhalten, aber mir war den ganzen abend über komisch zu mute, ich hatte so ein eigentümliches gefühl. später fiel es mir dann auf: er hatte ein adidas-tshirt an. wenn werbung sich so in das alltagsleben einschleicht, geht wirklich vertrauen verloren. ich werde ihn auf die schwarze liste setzen.
wenn watch berlin so weitermacht lob ich die noch irgendwann. bald haben die aber auch alle berliner promis vor die kamera gezerrt. das einzige was mich noch wundert, warum das vorher noch niemand anders gemacht hat. dieser tage war harald martenstein dran/drin. er hat zwar eigentlich kein talent vor der kamera natürlich zu wirken, alles wirkt ein bisschen aufgesetzt (besonders aufgesetzt wirkte der anruf seiner freundin), aber irgendwie scheint es doch ein format zu sein was ihm liegt: in die kamera quaseln, ein bisschen aus der zeitung lesen, rumdifferenzieren und laut nachdenken. ich bleibe dabei, wenn er die worte siebt und wägt, in seinen kolummen gefällt er mir besser, denn dann isser auch mal witzig, trotzdem. sehenswert.
jetzt rate ich mal wen die von watch berlin demnächst vor die kamera zerren. rolf eden wird irgendwann unvermeidlich sein, broder wäre auch bald dran, wenn er nicht schon längst dabei wäre, der typ der in der u2 immer die ansagen macht bekommt sichert auch bald einen auftritt, sitzt schirmacher eigentlich in berlin? dieter hoeness ist vielleicht doch ein wenig rhetorisch unterbegabt, ähnlich wie cherno jobatey, die werden uns also hoffentlich enthalten bleiben. wer fehlt noch? kaminer, bunz, kalle, …?
jetzt weiss ich wozu dieses web2.0 gut ist, warum es sich lohnt seine privaten daten herzugeben, seine emailadresse, sein foto, seine zeit: um seinen namen zu sichern, natürlich!
ab 16 uhr heute nachmittag stehe ich hier rede und antwort. nicht dass man mir nicht immer fragen stellen könnte, aber das tolle beim politik digital chat ist, dass der chat moderiert wird. provokante fragen wie zum beispiel wie man sich so als arrogantes, überhebliches arschloch fühle, dringen gar nicht erst an mich heran. deshalb werde ich solche fragen hier seperat in den kommentaren beantworten. alle anderen fragen, wenn es denn welche geben sollte, bitte hierhin.
heute abend bin ix nach der arbeit mal kurz in die landesvertretung rheinland pfalz gesprungen weil dort ein mediendisput (auf „mainzer medien disput berlin“ klicken) stattfinden sollte. dort sollten katharina borchert die irgendwas bei der waz macht, sascha lobo der irgendwas mit werbung macht und irokese sein soll, wolfgang büchner der beruflich mathias müller von blumencron vertritt, hans-jürgen jakobs der den eindruck erweckt den vertrieb von sueddeutsche.de zu managen, peter schink der gerade die welt neugestartet hat und thilo trump der forscht, moderiert von thomas „recherche“ leif darüber reden, dass „online never sleeps“.
schon die ersten worte schmerzten als leif die frau „borschert“ vorstellte die ja sowas wie die weibliche version des fängers im roggen sei. ich hätte sie ja ehrlichgesagt als uschi obermeier des blogdings (oder so) vorgestellt, aber weil ich so kranke gedanken hab werde ich ja auch nie auf podien eingeladen. er fragte sie dann warum sie von der „szene“ so gehasst würde, worauf sie antwortete, dass sie nicht nur von der „szene“ gehasst würde, sondern von fast allen. schlämmermässig fragte leif „knallhart“ nach, warum, wieso, weshalb und machte von vorneherein klar, dass er nicht gewillt war auch nur eine frage zurückzuziehen so langweilig, blöd oder unpassend sie auch sein mochte. nicht nur die aufgesetzte locker-flockerheit, auch das ständige s-c-h-zischen erinnerten mich ständig an horst schlämmer. weisste bescheid.
nachdem er irgendwann ohne ersichtlichen erkenntnisszugewinn von lyssa abliess, wandte er sich hans-jürgen jakobs zu. er sei ja der medienjournalist schlechthin gewesen und wie er sich jetzt als onlinechef der sz so in seinem ghetto fühlen würde. jakobs verzog sein gummigesicht zu einer fratze die wohl entspanntheit ausdrücken sollte und las ein wenig aus der vertriebsbroschüre der sueddeutschen.de vor. das sei alles gar nicht ghettoartig, im gegenteil, dieses neue medium sei „hochspannend“. sascha lobo, dem schon die ganze zeit die haare zu berge standen, konnte nicht mehr an sich halten und platzte mit einer zwischenfrage dazwischen, wie alt den bitteschön das internet werden müsse um nicht mehr als „neu“ zu gelten. die antwort von jakobs habe ich vergessen, ich habe mich zusehr auf sein gummigesicht und sein im-sessel-räkeln konzentriert das vermutlich totale entspannntheit suggerieren sollte, aber auch einblicke in sein hemd eröffnete.
peter schink durfte sich dann auch kurz im lichte von zwei drei leif-fragen sonnen, es ging um den springer „newsroom“, „online first“ und gott und die welt. ich habe mir folgendes notiert: „… online first?“ — „ja, kann man sagen.“
thilo trump wurde vorgestellt als jemand der einen künstlernamen trüge und forscher sei. er wurde im laufe des abends ständig von leif gezwungen sachen wissenschaftlich zu beurteilen oder aus seiner studie zu zitieren. er sagte trotz doofer fragen gar nicht mal so blöde sachen. online sei längst keine nische mehr, die allgemeine verfügbarkeit von breitband sei durchaus „neu“ und noch irgendwas anderes was sich klug anhörte, das ich auf meinen notizen um diese zeit und meinem zustand einfach nicht mehr entziffern kann. leif zwang ihn später auch mal dazu irgendwelche zahlen zu nennen, wogegen sich trump anfangs wehrte und schliesslich doch zahlen nannte: „25, 7, 13, 48, 49 …“
wolfgang büchner, den leif als „wolfgang büschner“ vorstellte, wurde (na, nach was? richtig!) nach dem erfolgsmodel von spiegel online gefragt. seine antwort war dann auch das was alle teilnehmer den rest des abends mantraartig wiederholten: guter journalismus, mehr recherche, eigene, wertvolle inhalte. bei leifs frage was einen spon-artikel denn von einer dpa-meldung unterscheide musste ich dann doch lachen und mochte leif für kurzen einen moment innigst. büchner zögerte etwas mit der antwort und sagte dass das einordnen, das in den zusammenhang stellen, ja auch sehr, sehr wichtig sei. aha!
sascha lobo musste dann die frage beantworten die leif dazu diente zu illustrieren, dass er sich vorbereitet hatte, nämlich wie sich denn dieses online-dings ökonomisch tragen solle: sascha lobo antwortete er arbeite dran, glaube dran, hätte aber eigentlich keine ahnung wie man im internet geld verdienen solle. aber er sei optimist. lyssa gab irgendwie auch zu, nicht so genau zu wissen wie man online geld verdienen könnne, die waz wolle sich jetzt zumindest mal ordentlich mit dem internet auseinandersetzen und hoffe dass dann auch werbeerlöse fliessen würden. in sachen frisur und online-vermarktung, fügte sie irgendwann noch hinzu, möchte sie zumindest nicht in sascha lobos haut stecken.
hans-jürgen jakobs wies danach nochmal auf den angeblichen enormen wirtschaftlichen erfolg der sueddeutschen.de hin, die zu den profitablesten einheiten der sz gehörte. naja. ein bisschen selbstkritisch war er dann doch, sieben leute im onlinebereich früher seien einfach zuwenig gewesen. er hob auch irgendwann dazu an eine hohelied auf den journalismus zu singen und nannte drei vier punkte in denen blogger oder jedermann eben nicht mit journalisten mithalten könnten und können sollten. unter anderem sei der zugang nunmal beschränkt, nicht jeder blogger könne die merkel mal einfach so interviewen (lachen im saal), ebenso sei das mit der qualität und der unabhägigkeit eben auch so eine frage, ausserdem könnne ein blogger zum beispiel nicht wie die sz die zahlen zum zustand des schienennetzes der bahn veröffentlichen, denn die bahn habe etwas gegen die veröffentlichung. da seien starke massenmedien eben nötig. dass diese ausführungen ansatzweise arrogant klangen nahm sascha lobo zum anlass von nun fortan ausschliesslich mit jakobs zu reden, jeden zweiten satz mit dem wort „arroganz“ gespickt.
jakobs hielt dagegen mit einer lächelattacke und seinen drei grundsätzen für erfolgreichen (online) journalismus: die seien erstens „qualität“, zweitens „qualität“ und drittens „qualität“ (was er damit meinen könnte hat stefan niggemeier zusammengetragen). irgendwie wollte da auch keiner mehr widersprechen.
über blogs wurde irgendwie auch nicht wirklich kontrovers gesprochen, alle konnten sich darauf einigen, dass die irgendwie als korrektiv, als ideengeber wirkten, zur meinungsvielfalt beitrügen und ja auch irgendwie interessant seien. nur einmal heulte lobos maschine zwischendurch auf, als ständig von „den bloggern“ gesprochen wurde, meinte er man könne die nicht so über einen kamm scheren, von leuten die bloggen zu reden wäre genauso vereinfachend und unpassend als ob man von leuten reden würde, die auf papier schröben. es gäbe extrem viele journalisten die sich dieser einfachen techhnik bedienen würden um zu publizieren und es gäbe eben auch eine ungeheure vielfalt an unterschiedlichen blogs.
so richtig kontrovers wurde es auch mit den fragen aus dem publikum nicht, es blieb irgendwie beim fazit, dass qualität sein müsse und das der journalismus sich künftig mehr dem leser öffnen müsse, dialogorientierter werden müsse und sicher auch werde. und auf der bühne fühlten sich auch alle so als seien sie ein teil dieser bewegung. bis auf einen.
später, in privater runde sagte noch einer der vorher auf dem podium sass: „ich hab nichts gegen blogger, auch die besten brasilianischen fussballspieler haben mal in favelas angefangen zu spielen.“ das war nett gemeint, kommt aber fast an blumencrons 99% schrott weisheit ran.
ich weiss nicht ob leif das absichtlich sagte oder ob ich den ganzen abend nur das hörte was ich hören wollte, aber einmal sagte leif, glaube ich, nicht „online“, sondern „auf draht“. das gefälllt mir. wirklich.
diese auszeichnung freut mich fast mehr als die die ich am donnerstag morgen um 2 am „urkunden counter“ entgegennahm. wenns auf den parties von dataloo auch kiloweise nordseekrabben gibt, verzichte ich auch gerne auf die urkunde.
[den anfangs fehlenden link bitte ix zu entschuldigen.]
als ich dieses portrait von fonsi mit seinem brieföffner sah musste ich lachen. als ich den text dazu las, rollten sich mir meine fussnägel nach oben. aber lachen musste ich auch, als ich das wort „cool“ las.
gestern abend habe ix auf der leadawards-verleihung von 18:30 bis 02:30 uhr rumgestanden. inner schlange, inner menge, anner bar, am buffet, anner garderobe, am pissoir oder einfach nur so rum. zwischendurch hab ich mal kurz in diesem saal gesessen, hihi, in reihe 19, obwohl ich nur ne karte hatte für die reihen 20-30. während ich dort sass moderierte dieter mohr ziemlich bemüht rum, kündigte gar nicht mal so schlechte einspieler von den jurysitzungen an und gab lead awards aus.
diese ganze veranstaltung war sehr gross, sehr voll und sehr holprig organisiert, aber ich glaube dass muss so sein. medienfuzzis, chefredakteure, fotografen und vorstandsvorsitzende einfach mal 30-40 minuten alphabetisch sortiert schlange stehen lassen, sie um sitzplätze kämpfen lassen und mit bösen blicken vom buffet verscheuchen, das — so hofft man wohl — erdet die medienfuzzis ein bisschen.
die preisvergabe im bereich weblogs fand ich ja zuerst ein bisschen eigentümlich, ein blog von dem noch nie irgendwer gehört hatte, teutonika als weblog des jahres mit gold auszeichnen? die beifahrerin sagte mir heute mittag das ding habe eine gute kategorie die mir bestimmt gefallen würde, also sach ich nix und gratuliere, auch wenn ich dem elektrischen reporter den goldenen lead award gegönnt hätte.
julius endert schafft als urlaubsvertretung von thomas knüwer selbst als jurymitglied für den bereich „online“ nicht eine fehlerfreie liste der neun „besten weblogs“ zusammenzustellen und verwechslet mich mit ehrensenf [nachtrag: korrigiert und entschuldigt]. macht ja nix, hat deutschlandweit, soweit ich weiss, überhaupt noch niemand veröffentlicht, eine liste mit leadaward-nominierten von platz 4 bis 9. ich habs mir einfach gemacht und ein foto gemacht. die plätze 4-9 werden ja eh erst interessant, wenn man sich selbst selbst dort tummelt.
trotzdem, den meisten (online) preisträgern und nominierten ist der leadaward offenbar schnuppe, weder bei spreeblick, noch beim bildblog, noch bei der readers edition lese ich irgendwas über den preis, obwohl die alle auf der nominierten-liste standen, was ja, glaubt man der leadacademy, schon an sich eine art ehrung darstellt. neben julius endert der in vertretung von thomas knüwer thomas knüwer (und mario sixtus) auf die schulter klopft schrieb bisher nur markus was über seine auszeichnung. johnny kam noch nicht mal zur verleihung, von der readers edition hab ich auch niemand gesehen (und würde auch niemanden erkennen) und ich war zwar auf der verleihung, schreibe aber auch erst im übernächsten absatz was zu meiner auszeichnung.
auch witzig: die titanic lässt erst jeden dahergelaufenen heiopei den preis begrabbeln und versteigert ihn dann auf ebay. fast so witzig wie stefan niggemeiers spruch gestern abend auf der party, als er sagte er würde jetzt ja schon gerne noch ein bier trinken, aber hätte angst sich in holm friebe zu verwandeln.
um zwei uhr morgens bin ich dann zum „urkunden counter“ (foto julius endert) gegangen (der hiess echt so) und hab meine urkunde in drei ausfertigungen gecountet entgegengenommen. keine sonderlich feierliche übergabe da im ausgangsbereich, aber immerhin mit glückwunsch. jetzt ist wirres also ausgezeichnet. ix danke der akademie für die gelegenheit 2 kilo nordseekrabben an einem einzigen abend zu essen.
ich gebe zu, ich habe die kommentare von ursula pidun zu diesem artikel wie peter turi der zweite gelesen: oberflächlich, unaufmerksam, angeekelt und widerwillig.
aber etwas ist hängengeblieben. usula pidumm pidun meint allen ernstes, dass man kritik an ungekennzeichnetem pr-schmand und der readers edition nur unter klarnamen und mit ordentlichen bürgerjournalistischen verdiensten üben dürfe:
Hat er selbst jemals aktiv am Bürgerjounalismus mitgearbeit? (nicht nur diskutiert) Wenn ja, welches Projekt? Welche Aufgaben hat er dort übernommen? Hat er sich über weite Zeiträume mit Bürgerautoren befasst? Hat er jemals Artikel von Bürgerjournalisten ordentlich redigiert? Kennt er den längst etablierten amerikanischen Bürgerjournalismus?
einfach so ins internet schreiben, seine meinung ohne beteiligung oder hintergrundwissen über „amerikanischen bürgerjournalismus“ abzusondern ist nichts als „nörglei“, „schnattern“ oder wie turi der zweite es ausdrückt „motzen“.
diese zurschaustelllung von arroganz und überheblichkeit macht es mir wirklich schwer noch irgendetwas positives an der readers edition und ihren machern zu finden. es schmerzt, aber ich muss fonsi nickend zustimmen. es riecht nach verwesung.
p.s.: bevor ich die readers edition noch einmal lese, verlange ich die klarnamen der user „newsider.de“, teamfalk“ und „kurzmeldung“.
herr preidel, der artdirektor dessen namen ich gelegentlich falsch schreibe und nicht korrigiere (sorry) findet qype doof, bzw. behauptet er verstehe es nicht. auf nachfrage, in den kommentaren konkretisiert er dann das problem, das er mit qype hat:
Das Problem in meinen Augen ist, dass die eine Hälfte der Restaurantbewertungen z. B. Potsdams, vorsichtig ausgedrückt, drittklassig ist, und die andere Hälfte offenkundig von Restaurantinhabern stammt, die Qype dazu benutzen, ihren eigenen Laden über den grünen Klee zu loben und kostenlos Werbung zu machen.
diese haltung kenne ich ganz gut, allerdings in anderem zusammenhang. und zwar in der bewertung der nützlichkeit von blogs oder foren oder benutzergenerierten inhalten. da fragen auch andauernd irgendwelche leute was das denn solle, wer den wahrheitsgehalt dessen was irgendwelche leute ins internet schreiben kontrolliere und behaupten 99,9 prozent dessen wäre eh schrott oder drittklassig oder dreiste (eigen-) werbung.
obwohl michael preidel schon seit geraumer zeit selbst ins internet schreibt und gelegentlich auch für sich selbst wirbt, traut er diesem braten internet offenbar noch immer nicht, glaubt nicht an selbstkorrekturmechanismen, ehrliche benutzer oder das urteilsvermögen anderer menschen. oder dass man wahrnehmungsfähigkeiten entwickeln kann, die das gute vom schlechten, das lesenswerte von langweiligen, das vertrauenswürdige von der lüge oder selbstbeweihräucherung trennen.
ich bin immer irritiert, wenn menschen auf augenschein hin pauschalisieren, nur den schrott sehen und nicht die perlen, unzufrieden mit einer zahnbürste sind, weil sie nicht zum hofausfegen geeignet ist oder in einem vollen aufzug in dem einer gefurzt hat alle als unhöfliche stinktiere bezeichnen.
abgesehen davon, dass qype keinesfalls eine seite zur restaurantkritik ist, sondern eine seite auf der man orte empfehlen kann, neben schaukeln, glascontainern, imkern, plattenläden oder supermärkten ist sicher noch einiges drin.
und nochmal zur anzeige hier (oder bildblog, die man beide werkseits abschalten kann) für die herr preidel einen tipp zum abschalten gibt: ich bekomme geld für die anzeige und für geworbene mitglieder, aber nicht für meine beiträge auf qype oder hier auf wirres.net.
grandios, heute der kleine blattkritik-film (crashtest) auf watch berlin von oliver gehrs: er stelllt uns heute zwei zuhälter vor, den dritten stelllt er nur indirekt vor, weil er sonntags nicht am kiosk liegt. als zuhälter bezeichnet gehrs die „b.z.“, den „berliner kurier“ und die „bild“-zeitung, weil sie seiner meinung nach für anzeigen von prostituierten in ihren blättchen übermässig viel geld kassieren (was sie im übrigen auch bar kassierten). laut strafgesetzbuch geht der zuhälterei nach, „wer eine andere person die der prostitution nachgeht ausbeutet“, so gehrs.
für alle die sich fragen was dieses ins internet schreiben überhaupt solle, es ist so eine art gedächnisstütze, altmodisch auch log- oder notizbuch genannt. denn ohne diesen eintrag hätte ich vergessen wo gehrs das damals geschrieben hatte.
34 besucher allein heute, die nach bei google nach „ariadne von schirach“ gesucht haben. da ist irgendwas los, nur wegen nem [amazon-werbelink] buch geht sowas normalerweise nicht ab.
GELD
Börse Online [börse online wird gedruckt?]
[…]
KINDERLIFESTYLE [kinder haben auch schon sowas?]
[…]
FAMILIE
Eltern
Eltern For Family [magazin oder willensbekundung?]
[…]
SPORT & MODE
Useless [toll! das erste magazin dass so heisst wie es ist]
Sepp [könnt von mir sein. alternativ hätte ich aber noch „gustel“, „depp“ oder „edmund“ vorgeschlagen.]
SONSTIGE
Booklet
Dogs
Vorn [„hinten“ hätt ich angekreuzt.]