aus­nahms­wei­se mal

felix schwenzel

spon ver­lin­ken. ich zi­tie­re al­ler­dings lie­ber nichts aus dem ar­ti­kel, der me­dia markt und sei­ne an­wäl­te ha­ben ja be­kannt­lich ner­vö­se zei­ge­fin­ger und ich habe neu­er­dings eine ein­schrei­ben-all­er­gie.

[via mal­colm]


„au­tis­tic pri­de“

felix schwenzel

vor ein paar ta­gen las und sah ich die­ses vi­deo das die au­tis­tin aman­da baggs (aka A.M. baggs, si­lent­miaow) über ihre wahr­neh­mung der welt ge­dreht hat.

kott­ke leg­te zu die­sem the­ma ges­tern noch­mal nach und ver­link­te ein paar er­klä­run­gen eben­die­ser frau auf me­ta­fil­ter.

wenn man sich dann hier ein biss­chen ein­liest oder ro­lands kom­men­tar oder braggs blog oder die­sem wi­ki­pe­dia ein­trag zum „au­tism rights mo­ve­ment“ liest, streift man eine fas­zi­nie­ren­de und ver­stö­ren­de welt. de­fi­ni­tiv seit oli­ver sacks das fas­zi­nie­rends­te was ich zum the­ma au­tis­mus las.


das doo­fe vor­schau-snap-dings

felix schwenzel

kann man an­geb­lich auch de­ak­ti­vie­ren. [via kott­ke]


huch!

felix schwenzel


ama­teur­haf­te de-ama­teu­ri­sie­rung

felix schwenzel

falk lü­cke über das „kra­chen im ge­bälk“ der rea­ders edi­ti­on:

Die be­schwo­re­ne «Pro­fes­sio­na­li­sie­rung» des Pro­jekts er­schöpft sich bis dato in ei­ner ziem­lich ama­teur­haft wir­ken­den «De-Ama­teu­ri­sie­rung».

vi­ra­les er­re­ger-mar­ke­ting

felix schwenzel

of­fen­sicht­lich dien­te der dld nicht nur dem aus­tausch von ideen und in­ves­ti­ti­ons­stra­te­gien oder so, son­dern vor al­lem der ef­fek­ti­ven, welt­wei­ten ver­brei­tung ei­ner di­cken, fet­ten er­käl­tung. lobo, moe und mich hats zu­min­dest er­wischt.


ein sech­ser im lot­to

felix schwenzel

am wo­chen­en­de hat­te ich das bes­te es­sen mei­nes le­bens. die „welt­bes­ten gast­ge­ber“ lu­den zum es­sen und zum vod­ka-trin­ken. nicht dass ich im lau­fe mei­nes le­bens nicht schon gut ge­ges­sen hät­te oder dass es be­son­ders schwer wäre mich mit es­sen zu be­ein­dru­cken, aber eine sol­che men­ge an un­ter­schied­lichs­ten köst­lich­kei­ten wie an die­sem wo­chen­en­de ist mir noch nie zu­vor un­ter­ge­kom­men. ein­zi­ger wer­muts­trop­fen: eine leich­te grip­pe, die un­fä­hig­keit zu trin­ken und zu kom­mu­ni­zie­ren spre­chen. da ich aber die bei­fah­re­rin da­bei hat­te, wur­de die­ses man­ko mehr als wett­ge­macht. sie sprach nicht nur für zwei, son­dern gleich für fünf.

schon die vor­spei­se liess mich ver­wun­dert und nach­denk­lich zu­rück: wie kann eine kar­tof­fel so le­cker sein? ich mei­ne so­wohl den ge­schmack, als auch die kon­sis­tenz, gar nicht so sehr den trüf­fel, den sau­er­rahm und den lachs-ka­vi­ar oben­auf, nein die kar­tof­fel selbst. es muss ma­gie ge­we­sen sein. eben­so ei­gen­tüm­lich emp­fand ich den rote-bee­te sa­lat. wie kann et­was, des­sen ge­schmack ich ei­gent­lich ver­ab­scheue (näm­lich rote bee­te), so köst­lich schme­cken? die rote bee­te war mit fein­ge­wür­fel­ten nüs­sen und back­pflau­men ab­ge­schmeckt, aber auch hier muss ein hauch zau­be­rei ge­hol­fen ha­ben der bee­te das er­di­ge aus­zu­trei­ben. fas­zi­nie­rend.

ir­gend­wann, wenn ich mich es mal traue, wer­de ich den „welt­bes­ten gast­ge­ber“ auch fra­gen, wo man ge­beiz­ten lachs her­be­kommt, des­sen fleisch noch kon­sis­tenz und biss hat und der nicht nach fisch riecht. ich fürch­te er wird sa­gen: sel­ber­ma­chen. apro­pos sel­ber­ma­chen: auch selbst­ge­mach­te sau­re gur­ken kön­nen ein­schla­gen wie hand­gra­na­ten. be­vor ich jetzt noch an­fan­ge über das pfef­fer-ge­beiz­te rin­der­fi­let, die selbst­ge­mach­te wurst (und ih­ren sud), die in kür­bis-vin­a­grai­te ma­ri­nier­ten he­rin­ge und die min­des­tens zwan­zig an­de­ren üp­pig dar­ge­bo­te­nen köst­lich­kei­ten zu schwär­men, will ich mich ein­fach noch­mal be­dan­ken. die­ses es­sen fühl­te sich in etwa so an, wie sechs rich­ti­ge im lot­to.


he­xen­jagd?

felix schwenzel

kei­ne ah­nung was die faz rei­tet, aber das blog­ger-bas­hing der faz nimmt mitt­ler­wei­le schon fast hys­te­ri­sche züge an, ob­wohl man sich das feuil­le­ton der sonn­tags­aus­ga­be schon fast zur hälf­te von blog­gern be­fül­len lässt.

um auf die schlam­pig ar­bei­ten­den blog­ger zu schies­sen ist man sich auch nicht zu scha­de un­wahr­hei­ten zu ver­brei­ten. die­sen ein­druck be­kommt man zu­min­dest, wenn man die­sen ar­ti­kel liest.


auf­re­gen­de gast­au­toren

felix schwenzel

tho­mas gi­gold hat eine rei­he auf­re­gen­der gast­au­toren für sein blog­netz­werk ge­win­nen kön­nen. dr. frank hu­ber, der welt­be­kann­te mar­ke­ting-fach­mann und me­di­en­be­ra­ter hat nun mit ei­nem fun­dier­ten und in­spi­rie­ren­den ar­ti­kel den an­fang ge­macht. ihm fol­gen als mei­nungs­star­ke gast­au­toren ma­rio dol­zer, jür­gen mar­ten und ni­ko­laus stein­hö­fel. un­be­stä­tig­ten ge­rüch­ten hat tilo bo­now be­reits zu­ge­sagt im me­di­en­rau­schen netz­werk künf­tig pres­se­mel­dun­gen di­rekt ein­zu­pfle­gen. eh­san daria­ni be­kommt im me­di­en­rau­schen-netz­werk ei­nen vi­deo­pod­cast, der ar­beits­ti­tel des for­mats lau­tet „the wea­sel“.

das was über die­sem ab­satz steht ist na­tür­lich frei er­stun­ken und er­lo­gen, eben­so wie das an­geb­li­che lu­ther-zi­tat „wer mit ei­nem scheiss­dreck ram­melt, muss sich nicht wun­dern, wenn er be­schis­sen von dan­nen geht“, für das ich trotz enor­mer be­mü­hun­gen noch kei­nen nach­weis fin­den konn­te.

im ernst. es gibt mei­ner mei­nung nach nur zwei grün­de frank hu­ber als au­tor zu en­ga­gie­ren: man möch­te auf­merk­sam­keit ge­ne­rie­ren oder sei­nen ruf rui­nie­ren. bei­des scheint bei tho­mas gi­gold zu funk­tio­nie­ren. bleibt nur eine ein­zi­ge fra­ge: war­um ist tho­mas gi­gold bloss so auf­ge­regt?


„um­welt­i­ger“

felix schwenzel

sel­ten so vie­le wort­spie­le in ei­nem ein­zi­gen ar­ti­kel von sa­scha lobo ge­le­sen. in die über­schrift hab ich be­reits eins ge­klaut und aus dem zu­sam­men­hang ge­ris­sen.

[falls je­mand fragt, ich darf so doo­fe wort­spiel­lo­se ar­ti­kel ins in­ter­net schrei­ben, weil ich im ge­gen­satz zu lobo noch am fie­ber lei­de.]


ne­na aus ha­gen != ni­na ha­gen

felix schwenzel

was ist das, wenn man nena und nina ver­wech­selt? dumm­heit, schlam­pig­keit oder ein tod­si­che­res zei­chen für qua­li­täts­jour­na­lis­mus? rich­tig, qua­li­täts-jour­na­lis­mus: denn chris­ti­na til­mann schreibt in der qua­li­täts-an­zei­gen-bei­la­ge „ti­cket“ des ta­ges­spie­gels, dass nina ha­gen „die schnip­pi­sche Prin­zes­sin Se­le­nia“ in luc bes­sons „ar­thur und die mi­ni­moys“ syn­chro­ni­sie­re. was na­tür­lich un­sinn ist, denn die sy­chron­stim­me stammt von nena, so wie es auf der web­sei­te steht, „ein welt­star aus ha­gen“. ver­dammt sei der tex­ter die­ser pres­se­tex­te. er muss doch wis­sen, dass so­et­was das po­ten­ti­al hat, qua­li­täts­jour­na­lis­ten to­tal zu ver­wir­ren.


fach­kun­di­ge bild­un­ter­schrif­ten

felix schwenzel

net­ter ar­ti­kel in der faz (von jo­chen rei­ne­cke und ulf von rauch­haupt) über das blog­dings aus der ka­te­go­rie „mal ein biss­chen pro­vo­zie­ren“ (via turi).

be­son­ders ge­fällt mir die­ser screen­shot den ein fach­kun­di­ger bild­re­dak­teur er­stellt ha­ben muss.

screen­shot faz.net: „Start­punkt für die Rei­se durch die Blogo­sphä­re: www.tech­no­cra­ti.com“

ich wür­de mir ja vor angst in die hose scheis­sen wenn ich tex­te für die faz ver­fas­sen wür­de. was die da­mit teil­wei­se ver­an­stal­ten ist er­schütt­ternd. das ist ja schon fast wie bei der bild.

[nach­trag]
ir­gend­ein fach­kun­di­ger bild­re­dak­teur hat das hin­zu­ge­dich­te­te „c“ ent­fernt und die bild­un­ter­schrift ent­pein­licht. ulf von rauch­haupt wur­de eben­falls ent­fernt, aus der au­toren­zei­le. doch nicht etwa we­gen der wit­ze auf kos­ten des na­mens?

[nach­trag]
ein nach­spiel in drei ak­ten ar­ti­keln in der fas.


gän­se­haut

felix schwenzel

mir wird ganz schumm­rig (fie­ber hat­te ich schon vor­her):

Ab so­fort bie­ten Me­la­nie Ru­precht und Klaus Eck Se­mi­na­re und Coa­ching für mehr Au­then­ti­zi­tät im Busi­ness an. Sie kön­nen sich je­der­zeit an uns wen­den. Wir hel­fen Ih­nen ger­ne her­aus­zu­fin­den, wie au­then­tisch Sie wirk­lich sind und wel­che Po­ten­zia­le in Ih­nen schlum­mern. Nut­zen Sie die Ge­le­gen­heit Ih­ren Au­then­ti­zi­täts­quo­ti­en­ten zu ver­bes­sern. (quel­le)

vom „au­then­ti­zi­täts­quo­ti­en­ten“ träu­me ich heu­te nacht be­stimmt.

[nach­trag]
das fie­ber hat mei­ne iro­nie­sen­so­ren be­täubt. aber wer rech­net dort mit iro­nie?


ag­gro­koch

felix schwenzel

koch­bü­cher kön­nen un­glaub­lich ag­gres­siv sein.

man könn­te doch auch mal ir­gend­wel­che re­zep­te aus dem in­ter­net fi­schen, nach­ko­chen, fo­to­gra­fie­ren, um­for­mu­lie­ren und un­ter cc-li­zenz seo-op­ti­miert ins netz stel­len? oder be­ne­fitz­ko­chen?


haupt­bahn­hof ber­lin

felix schwenzel


dld07 vi­deo-zu­sam­men­schnitt

felix schwenzel

ja, die­ser zu­sam­men­schnitt reisst al­les aus dem zu­sam­men­hang was man hier se­hen und run­ter­la­den kann, fasst den dld aber in tei­len ganz gut zu­sam­men. und ich wür­de mich über eine mail oder ei­nen hin­weis freu­en be­vor ich post von bur­das rechts­ab­tei­lung be­kom­me.
Link: se­ven­load.com

[das vi­deo hab ix auch mal bei you­tube hoch­ge­la­den.]


aprés dld

felix schwenzel

das glän­zen in den au­gen der „spea­k­ers” und mo­de­ra­to­ren be­schreibt ste­fan nig­ge­mei­er pri­ma in der faz. wit­zig fin­de ich den letz­ten ab­satz über lin­da stones vor­trag:

Ei­nen be­mer­kens­wer­ten Kon­tra­punkt zu all der Eu­pho­rie setz­te die Au­torin Lin­da Stone, die in lei­ten­den Po­si­tio­nen bei Ap­ple und Mi­cro­soft ge­ar­bei­tet hat. Sie be­schrieb, wie vie­le der hy­per­ak­ti­ven mo­der­nen Men­schen heu­te un­un­ter­bro­chen ver­bun­den sind, ihre Han­dys nicht aus­schal­ten kön­nen, aus Angst, et­was zu ver­pas­sen, nach E-Mails, Nach­rich­ten, Blog-Ein­trä­gen su­chen oder sie selbst schrei­ben. „Kon­ti­nu­ier­li­che teil­wei­se Auf­merk­sam­keit“ nennt sie die­ses Ver­hal­ten, das süch­tig ma­che, weil der Mensch dau­ernd Stress­hor­mo­ne frei­set­ze - auf der Su­che nach ei­nem Im­puls, ei­ner Nach­richt, auf die er re­agie­ren müs­se, und zwar so­fort. Ein „künst­li­ches Ge­fühl an­dau­ern­der Kri­se“ ent­ste­he so. Die Fä­hig­keit, ech­te Kri­sen zu er­ken­nen, ab­zu­schal­ten, sich zu kon­zen­trie­ren und Be­zie­hun­gen mit Be­deu­tung zu pfle­gen, ver­küm­me­re. Auf Dau­er sei das un­pro­duk­tiv und un­be­frie­di­gend.

Wäh­rend sie das er­zähl­te, tipp­ten die Zu­hö­rer vor ihr in ihre Lap­tops, schrie­ben Blog-Ein­trä­ge und E-Mails, check­ten ihre Nach­rich­ten und kon­trol­lier­ten ihre Black­ber­rys. (quel­le)

wenn ich mich recht er­in­ne­re habe ich wäh­rend lin­da stones vor­trag, den ich aus ak­kus­ti­schen grün­den un­er­träg­lich fand, ne­ben ste­fan nig­ge­mei­er, dem pop­kul­tur­jun­kie und fran­ziskript ge­ses­sen und mich mit ih­nen un­ter­hal­ten. wie ste­fan es da noch ge­schafft hat zu­zu­hö­ren? eine son­der­be­ga­bung wahr­schein­lich.

wun­der­bar fand ich es auch fa­bi­an mohr zu tref­fen der auf dem dld sein neu­es te­le­ob­jek­tiv aus­pro­bier­te und wun­der­ba­re fo­tos da­mit pro­du­zier­te und fli­cker­te.

von te­gel bin ich heu­te abend mit ste­fan nig­ge­mei­er und nem taxi ge­fah­ren. wir sag­ten dem ta­xi­fah­rer, dass es zu­erst in den prenz­lau­er­berg gin­ge und dann wei­ter nach fried­rich­hain. der ta­xi­fah­rer un­ter­brach wäh­rend der fahrt ir­gend­wann un­ser rum­ge­blö­del auf der rück­bank und frag­te:
- „hab ich das rich­tig ver­stan­den, sie fah­ren in den prenz­lau­er berg, sie nach fried­richs­hain und be­zah­len dort, ich gebe ih­nen ne quit­tung und muss nix aus­ein­an­der­di­vi­die­ren?”
- „ja.”
- „ent­schul­di­gen sie bit­te ich muss mal kurz te­le­fo­nie­ren, 5 se­kun­den, ist sonst nicht mei­ne art, sie kön­nen ru­hig wei­ter re­den, ent­schul­di­gen sie … [rö­delt am han­dy] sie sind üb­ri­gens in 24 mi­nu­ten in fried­richs­hain … [rö­delt wei­ter am han­dy] [hält das han­dy ans ohr] […] HAL­LO MUT­TI! ICH BIN UM SIE­BEN ZU­HAU­SE! JA. JA, ICH MUSS NUR NOCH KURZ IN­NEN FRIED­RICHS­HAIN UND BIN DANN GLEICH DA! TSCHÜHÜS!”

[nach­trä­ge]
mit jan schmidt zu plau­dern war ein ver­gnü­gen.

und noch ein paar links:


huf­fing­ton, huf­fing­ton, huf­fing­ton

felix schwenzel

ich er­wisch­te mich ges­tern abend und heu­te früh mehr­fach wie ich von ari­an­ne huf­fing­ton (wei­ter-) schwärm­te und sie stän­dig zi­tier­te. ges­tern abend habe ich mehr­fach nach­er­zählt, dass sie mein­te, man sol­le für in­hal­te kein geld ver­lan­gen, aus­ser man bie­te da­für por­nos an, am bes­ten bi­zar­re por­nos („char­ging for con­tent is bad un­less you of­fer porn, espe­ci­al­ly weird porn.”). ich ver­mu­te das was ich wirk­lich an ihr moch­te war ihre lei­den­schaft für das ins-in­ter­net-schrei­ben. und mit die­ser lei­den­schaft kann sie of­fen­bar men­schen an­ste­cken. sie bringt rei­hen­wei­se pro­mi­nen­te dazu für sie zu schrei­ben und ist da­mit of­fen­bar irre er­folg­reich. bei craig new­mark konn­te man auch die­se lei­den­schaft für das was er tut aus je­der pore rin­nen se­hen. sei­ne un­prä­ten­tiö­se, bei­na­he ma­nisch-be­schei­de­ne art hat mich über­zeugt. er plau­dert mit der kind­li­chen be­geis­te­rung ei­nes tech­ni­kers über sei­ne pro­jek­te, sei­ne er­fah­run­gen und sei­ne mo­ti­ve und ver­steckt in die­sem ru­hi­gen red­fluss lei­se, sub­ti­le iro­nie und wit­zig­keit die bei­na­he un­ter der wahr­neh­mungs­schwel­le liegt. lei­der ist das vi­deo von die­sem pa­nel noch im­mer nicht on­line. oder ich bin zu blöd es zu fin­den.

wit­zig auch ein kur­zes ge­spräch mit pe­ter turi. ich weiss jetzt, dass ich ihn „arsch­loch” nen­nen könn­te und er das ohne viel auf­he­bens als be­rech­tig­te kri­tik ak­zep­tie­ren wür­de. na­tür­lich dre­he ich ihm ge­ra­de sei­ne wor­te im mund her­um. aber das macht er mit sei­nen ei­ge­nen wor­ten ja auch stän­dig.

an­sons­ten fand ich es er­staun­lich in was für hoch­in­ter­es­san­te ge­sprä­che man hier zum teil schlit­tert, wie be­liebt ste­pha­nie czer­ny ist, wie vie­le men­schen 24/7 an ih­rem black­ber­ry rum­dre­hen und wie­viel von die­sem car­pe diem „ke­fir“ zeug in ei­nen rein­pas­sen be­vor es ei­nem schlecht wird.

[nach­trag]
ari­an­ne huf­fing­ton hat ihre ein­drü­cke vom dld zu­sam­men­ge­fasst. sie schreibt un­ter an­de­rem, dass craig new­mark sich wei­gert craigs­list zu ver­kau­fen, auch für meh­re­re hun­dert mil­lio­nen dol­lar. er sagt „Mo­ney is not the real power“ und huf­fing­ton fragt ihn „So what is the real power?“. die ant­wort ist wahr­schein­lich für 90% der an­we­sen­den un­ver­ständ­lich: „The real power is the abili­ty to in­vent so­me­thing new that makes you hap­py and helps ch­an­ge the world.“ manch­mal er­tra­ge ich pa­thos.

[den mit­schnitt des „whe­re are the edi­tors“-pa­nels gibts jetzt auch zum down­load (mehr als 700MB!)]

[nach­trag]
net­tes sz-in­ter­view­mit ari­an­ne huf­fing­ton via netz­po­li­tik.

weiterlesen

was das in­ter­net al­les kann: heu­te zwi­schen­spei­chern

felix schwenzel


ja, dld-pa­nels kön­nen auch in­ter­es­sant sein

felix schwenzel

am ende des zwei­ten dld-ta­ges gabs dann doch noch ein pa­nel dass mei­ne ar­beits­the­se dass man auf dem dld ab­sicht­lich lang­wei­li­ge pa­nels macht, da­mit die leu­te mehr plau­dern und „ver­net­zen” ad ab­sur­dum führ­te. das pa­nel trug den ti­tel „whe­re are the edi­tors”. teil­neh­mer wa­ren craig new­mark (craigs­list), ta­rig krim (net­vi­bes), ari­an­na huf­fing­ton (huf­fing­ton­post), da­vid si­fry (tech­no­ra­ti) und jim span­fel­ler (wall street jour­nal). mo­de­riert wur­de aufs vor­treff­lichs­te von jo­chen weg­ner (fo­cus on­line).

ari­an­na huf­fing­ton und craig new­mark ha­ben mich schwer be­ein­druckt, bei­de ha­ben ei­nen hau­fen le­cke­rer zi­ta­te ge­lie­fert die si­cher noch ihre run­de ma­chen wer­den.

ari­an­na huf­fing­ton sag­te un­ter an­de­rem, dass sie das bes­te am blog­gen fän­de, dass man da­bei zwang­haft („ob­ses­si­ve”) sein kön­ne. sie hät­te zwar ei­nen old-me­dia hin­ter­grund, aber ge­ra­de die­se frei­heit, die­ses zwang­haft-ob­ses­si­ve das ei­nem manch­mal beim blog­gen über­kom­me, sei et­was ganz be­son­ders be­frie­di­gen­des (nicht dass mir das neu wäre). schön auch ihre schluss­fol­ge­rung, dass die al­ten me­di­en wohl an et­was wie dem auf­merk­sam­keits­de­fi­zit­syn­drom (at­ten­ti­on de­fi­cit dis­or­der) lit­ten, blog­ger hin­ge­gen eher an zwangs­neu­ro­sen (ob­ses­si­ve com­pul­si­ve dis­or­der).

be­vor ich wei­ter von ari­an­na huf­fing­ton schwär­me gehe ich jetzt erst­noch­mal gu­cken wie die „BUN­TE DLD NIGHT­CAP Par­ty (at Ho­tel Baye­ri­scher Hof)” (wha­te­ver that me­ans) so ist.

[nach­trag 23.01.2007]
mar­tin re­cke mach­te mich auf bru­no giu­s­sa­nis live­blog­gen die­ses pa­nels auf­merk­sam. le­cker.

[den mit­schnitt des pa­nels gibts jetzt auch zum down­load (mehr als 700MB!)]


fremd­schä­men 2.0

felix schwenzel

  • dr. frank hu­ber wiegt bei 1,79 m grös­se um die 130 kilo und hat rein op­tisch mit die­ser schat­ti­gen per­son nichts zu tun. pri­ma, wenn man sich ge­gen­sei­tig fett fin­det und we­nigs­ten in ei­ner ein­zi­gen sa­che über­ein­stimmt.
  • dr. hu­bert bur­da hat heu­te zwei­mal auf der büh­ne ge­sun­gen (sie­he auch hier). ich bin da­bei rot ge­wor­den. wirk­lich.
  • sir nor­man fos­ter ist elo­quent und be­wun­derns­wert aber eine num­mer zu ver­liebt ins ei­ge­ne werk.
  • nach die­sem ein­trag wer­de ich wie­der auf über­flüs­si­ge nen­nung von adels- und dok­tor­ti­tel ver­zich­ten. ich ar­bei­te ja schliess­lich nicht bei bur­da.
  • vor­trä­ge und ge­sprä­che die­nen hier fast aus­schliess­lich der hem­mungs­lo­sen selbst­an­prei­sung. ir­gend­je­mand nann­te das was die „spea­k­ers” auf der büh­ne mach­ten „eier le­cken”. es ist hier also wie bei den hun­den, die sich ja be­kann­ter­wei­se die eier aus ei­nem ein­zi­gen grund le­cken: weil sie es kön­nen.
  • mein lieb­lings­spruch heu­te: „wir se­hen uns spä­ter, ich geh mal eben rü­ber zu cher­no.”