links vom 24.11.2011

felix schwenzel,    

* wired.com/threatlevel: Mobile 'Rootkit' Maker Tries to Silence Critical Android Dev
abmahnwahn gibts nicht nur in deutschland. aber dafür gibts in den USA die EFF.

* sprengsatz.de: Immer noch auf Droge
michael spreng:

Es scheint tatsächlich die Inszenierung eines Guttenberg-Comebacks zu geben. Oder zumindest ein Testlauf, ob ein Comeback möglich wäre. Erst der ungegelte Auftritt in Halifax, dann die Ankündigung des Interviewbuches “Vorerst gescheitert", Betonung auf vorerst, und jetzt die ihm sicher schon bekannte Einstellung der strafrechtlichen Ermittlungen.

Allerdings muss sich der Plagiator mit einer Einstellung 2. Klasse zufrieden geben. Nur deshalb, weil er keine illegitimen wirtschaftlichen Vorteile aus seiner Doktorarbeit gezogen hat, bleibt ihm gegen 20.000 Euro für die Kinderkrebshilfe das Strafverfahren erspart. Gleichzeitig aber stellte das Gericht 23 strafrechtlich relevante Verstöße gegen das Urheberecht fest.

* thenextweb.com: Adobe Frowns on Photoshop Verb
haha.

Don't say “Photoshopped"; say “The image was enhanced using Adobe® Photoshop® software"

* notesofberlin.com: ACHTUNG!!! Ihr zugezogenen Öko Fotzen etc.
kleiner merksatz: alle texte die mehr als ein ausrufezeichen oder fragezeichen hintereinander setzen, sollte man mit vorsicht geniessen. im sinne von nicht ernst nehmen. die welt wäre besser, wenn sie wie die riesenmaschine-kommentarspalte funktionierte: dort wird alles gefiltert das mehr als zwei (oder drei) zeichen („!!!“, „???“) hintereinander wiederholt.

* boingboing.net: Octopus walks on land
sachen gibts.

* macdrifter.com: $100 Worth of Electrons
macdrifter:

Here's a good example. Looking at the Kids in the Hall series on iTunes, I can get all five seasons for a total of $165 (that's $33 x 5 seasons). That seems expensive. Maybe it's just lack of demand for a niche show. Let's take a look at Amazon.
The box set of all 5 seasons is $60 brand new. Wait! What? So digital delivery of the same content is $100 more than buying a physical product and shipping it to my house?

* fischmarkt.de: Werbeirrsinn bei Media Markt, Teil 2
matthias schrader:

Das war's. Aus und vorbei. Finito. Nur 6 Wochen nach dem spektakulären Start der neuen Media Markt Kampagne heisst es "Zurück auf Los".

Der unselige Versuch, das veränderte Informations- und Kaufverhalten der Konsumenten zu diskreditieren, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

matthias schrader meint auch

Jeder Verweis auf Preisparität mit dem Internetkanal wurde konsequent entfernt: im Spot, in den Prospekten, auf der Website. Die Kernidee, Preisklarheit im stationären Media Markt vs Preisirrsinn im Netz, dahin.

als ich gerade geguckt habe, sind sowohl die kampagnen-website, als auch die spots mit dem internet preisirrsinn noch online. trotzdem schön zu sehen, wie media markt mit seiner bekloppten (und verlogenen) kampagne scheitert. aber sowas von.

* jensscholz.com: Ein paar Notizen zu diesem ganzen Internetzeugs
jens scholz:

Dass Staat und Bürger gegeneinander arbeiten ist allerdings auf Dauer ein echtes Problem. Wohin dieses Problem führt wenn nicht einer von beiden klein beigibt ist gut zu sehen. Zum Bespiel in Griechenland, in Spanien und Frankreich. In Deutschland gab es letztes Jahr in Stuttgart einen ersten Vorgeschmack.

* stefan-niggemeier.de: Der Gute Mann von Axel Springer
wenn der wolf kreide fressen kann, kann dann eigentlich auch ein arsch kreide fressen?

* spiegel.de: Staatstrojaner: Experten werfen Bundesregierung Vertuschung vor
ole reissmann über eine parlamentarische anfrage der linkspartei über den staatstrojaner:

CCC-Sprecher Engling will das nicht gelten lassen. "Wenn die Fragen konkret werden, verweist die Regierung auf vorgebliche Geheimhaltungsinteressen und verwehrt damit der Öffentlichkeit und dem Parlament eine wirksame Kontrolle der Polizeibehörden und Geheimdienste." Er vermutet nicht nur die Sicherheitsinteressen des Staates dahinter: "Nur ungern will man zugeben, dass man sich ein teures und doch so amateurhaftes Programm hat andrehen lassen."

* ctrl-verlust.net: Queryology: Googles ehemaliges Geschäftsmodell
michael seemann beschreibt sehr treffend und verständlich den strategiewechsel von google:

Was ist passiert? Seit Google G+ nicht nur eingeführt, sondern es als sein integralen, alles miteinander vernetzenden Dienst auserkoren hat, hat Google nicht nur eine ganze Menge Produkte und Dienste rausgeschmissen, sondern auch seinen zentralen Glaubenssatz. Der geht etwa folgendermaßen:

Das Internet ist unser Freund. Wenn das Internet sich weiterentwickelt - egal in welche Richtung, egal durch wen und wer daran verdient - es ist gut für uns.

Diese Haltung war es, die Google lange Zeit veranlasste, Dienste und Tools in die Runde zu werfen, die Dinge grandios erledigten und kostenfrei zu nutzen waren (und nein, es war nicht überall Werbung drauf). Und wenn man nach der Geschäftslogik dieser Freigiebigkeit fragte: siehe oben.
Mit der Abschaltung vieler APIs bzw. der Kostenpflichtigmachung der Maps-API wird diese Politik zu Grabe getragen. Auch schon Google Plus weicht extrem von der einstigen offenen Grundhaltung ab. Keine (bis heute kaum eine) API, Contenteinschließung durch Circles, Realname-Policy, etc. Auch die Selbstverstümmelung des GoogleReaders zugunsten der bescheidenen Möglichkeiten auf Google Plus spricht dieselbe Sprache: Wir wollen nichts mehr weggeben. Wir wollen keinen anarchistischen Krautwuchs mehr. Wir wollen jetzt alles kanalisieren und kontrollieren.
Es ist an dieser Stelle hinzuzufügen, dass Google hier nicht eine Strategie fährt, die besonders neu ist. Dort, wo Google sich hinbewegt, sind schon alle. Da ist Facebook, da ist Yahoo!, da sind Microsoft und Apple. Es geht um die Kontrolle der Plattform, vertikale Integration, Eingrenzung und Ausbau des Ökosystems. Schließt die Tore!