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rss club

felix schwenzel in notiert

über den rss-club soll man nicht re­den.

  1. st rule of RSS Club is “Don’t Talk About RSS Club”.
  2. nd rule of RSS Club is “Don’t Share on So­cial Me­dia”.
  3. rd rule of RSS Club is “Pro­vi­de Va­lue”.

Don’t talk about it. Let peo­p­le find it. Make it wort­hwhile.

aber weil re­geln na­tür­lich dazu da sind sie zu bre­chen, vor al­lem selbst auf­er­leg­te, ma­che ich es doch. ei­ner­seits weil das ex­klu­si­ve ver­öf­fent­li­chen im RSS tat­säch­lich spass macht und an­de­rer­seits weil ich mir in die­sem rah­men eine wei­te­re, neue re­gel auf­er­le­gen kann. oder bes­ser, eine neue ge­wohn­heit an­ge­wöh­nen kann: re­gel­mäs­sig oder (un­ge­fähr) jede wo­che ei­nen text zu ver­öf­fent­li­chen, der nicht in ein paar stun­den hin­ge­rotzt ist, son­dern über ein paar tage hin­weg.

und es hat in­ter­es­san­te ef­fek­te die­se tex­te halb­öf­fent­lich zu ver­öf­fent­li­chen, von such­ma­schi­nen und so­cial me­dia sei­ten aus­zu­schlies­sen. ob­wohl ich mir mühe ge­ge­ben habe die rss-club tex­te gut zu ver­ste­cken — oder zu­min­dest auf alle in­ter­nen links und auf­lis­tun­gen zu ver­zich­ten, le­cken die tex­te trotz­dem ein biss­chen in die welt aus­ser­halb mei­ner feeds. so bläst der bubbles bot die tex­te in mast­o­don, es gibt zwei, drei lecks auf der rück­sei­te und web-rea­der, wie der von kon­stan­tin, zei­gen die tex­te auch. aber such­ma­schi­nen se­hen die tex­te nicht, riv­va und bots, die sich an die re­geln hal­ten, auch nicht.

die span­nen­de fra­ge (an mich selbst) ist, wie lan­ge ich das durch­hal­te (un­ge­fähr) alle sie­ben tage was zu schrei­ben, das „wort­hwhile“ ist.

die an­de­re span­nen­de fra­ge ist, hilft das rss-rea­der wie­der at­trak­ti­ver zu ma­chen? ich fin­de ja ei­gent­lich, dass ex­klu­si­vi­tät, ge­nau wie re­le­vanz, fir­le­fanz ist, aber hier passt die ex­klu­si­vi­tät, die ein­schrän­kung auf ei­nen aus­ga­be­ka­nal, weil ich mich da­mit zu et­was mehr sorg­falt und mühe nud­gen kann und mich alle (un­ge­fähr) sie­ben tage an et­was bson­de­rem ver­su­chen kann. rss-ex­klu­si­ve tex­te sind ein biss­chen wie os­ter­ei­er, über­ra­schungs­ei­er oder eas­ter eggs.


für den mac kann ich net­news­wire emp­feh­len. net­news­wire run­ter­aladen, ein paar opml-feeds run­ter­la­den (hier oder hier), in net­news­wire im­por­tie­ren, wir­res.net/feed abon­nie­ren, le­sen.

feed­ly habe ich frü­her auch mal län­ger be­nutzt (jetzt nut­ze ich mi­ni­flux), bis zu 100 feeds und opml las­sen sich auch in feed­ly mit ei­nem kos­ten­lo­sen kon­to nut­zen. oder wer riv­va un­ter­stützt, kann mit riv­va 5 auch den riv­va feed­rea­der nut­zen. 






goe­the’s ta­ke zu „blog li­ke no­bo­dy’s re­a­ding“

felix schwenzel in notiert

kürz­lich hab ich ja drü­ber nach­ge­dacht was „blog­gen, als ob nie­mand mit­liest“ für ein­zel­ne ins in­ter­net schrei­ben­de be­deu­ten könn­te. goe­the woll­te da auch was zu sa­gen:

Wer aber nicht eine Mil­li­on Le­ser er­war­tet, soll­te kei­ne Zei­le schrei­ben.

quel­le: Ge­sprä­che mit Goe­the in den letz­ten Jah­ren sei­nes Le­bens (pdf)

der kon­text ist, dass goe­the für sei­nen wert­her viel kri­tik von zeit­ge­nos­sen ein­ste­cken muss­te, er die­se kri­tik aber weg­steck­te, weil er ahn­te dass vie­le an­de­re sei­nen text schät­zen wür­den. auch wenn sich der satz gross­ko­tig und nach SEO-op­ti­mie­rung an­hört, könn­te er da­mit durch­aus so­was ähn­li­ches ge­meint ha­ben wie „blog­gen, als ob nie­mand mit­liest“: man soll­te durch­aus mit dem an­spruch schrei­ben vie­le men­schen er­rei­chen zu kön­nen, aber auf den drang ver­zich­ten kön­nen, je­dem ein­zel­nen ge­fal­len zu wol­len. 


bu­cket­list fül­len

felix schwenzel in favoriten

con­nor von den „Pre In­ter­net Labs“ beim bau­en des mi­nia­tur-block­bus­ters zu­zu­schau­en fand ich sehr in­spi­rie­rend. plötz­lich habe ich ei­nen neu­en ein­trag auf mei­ner bu­cket lis­te: auch mal ne fo­to­rea­lis­ti­sche mi­nia­tur bau­en. fas­zi­nie­rend was man heut­zu­ta­ge al­lei­ne mit mo­der­nem LED-licht ma­chen kann.

ich hab ja als kind auch ne mo­de­lei­sa­bahn ge­habt und mei­ne der ge­dan­ke an di­ora­men oder nach­bil­dun­gen der rea­li­tät in klei­nem mass­stab hat mich im­mer zum träu­men ge­bracht. sol­che din­ge zu tun hat zwar ei­nen sehr bier­se­li­gen und ul­tra­kon­ser­va­ti­ven ruf, aber mein traum war we­ni­ger die ver­gan­gen­heit ab­zu­bil­den, als die tris­te ge­gen­wart. das macht die block­bus­ter-mi­nia­tur ei­gent­lich ziem­lich gut, auch wenn es die tris­te real­tität von vor ein paar jahr­zehn­ten ist. aber das kann man ja wohl noch als „jetzt“ gel­ten las­sen.

beim mor­gen­spa­zier­gang am sonn­tag kam mir die idee ein­fach mal von ei­ner mo­dell­ei­sen­bahn zu träu­men die ein­fach nur — mass­stabs­ge­treu und nicht mi­nia­tur­wun­der­land­ti­si­ert — das gleis­ge­fü­ge am und um den bahn­hof ge­sund­brun­nen ab­bil­det oder si­mu­liert. ich mein’ da ist ei­ni­ges los und das auf eine ge­wis­se art auch mehr­di­men­sio­nal. wahr­schein­lich wür­de mich schon die pla­nung ei­ner sol­chen an­la­ge aus­rei­chend be­frie­di­gen und ich müss­te sie gar nicht bau­en. aber das ver­meint­lich verz­wir­bel­te gleis­ch­aos, vol­ler ab­zwei­gun­gen, über­brü­ckun­gen und über­la­ge­run­gen ge­dank­lich zu ent­wir­ren und nach­zu­zeich­nen und zu ver­ste­hen, das wäre auch ein gu­ter bu­cket­list ein­trag.