alles
rss club
über den rss-club soll man nicht reden.
- st rule of RSS Club is “Don’t Talk About RSS Club”.
- nd rule of RSS Club is “Don’t Share on Social Media”.
- rd rule of RSS Club is “Provide Value”.
Don’t talk about it. Let people find it. Make it worthwhile.
aber weil regeln natürlich dazu da sind sie zu brechen, vor allem selbst auferlegte, mache ich es doch. einerseits weil das exklusive veröffentlichen im RSS tatsächlich spass macht und andererseits weil ich mir in diesem rahmen eine weitere, neue regel auferlegen kann. oder besser, eine neue gewohnheit angewöhnen kann: regelmässig oder (ungefähr) jede woche einen text zu veröffentlichen, der nicht in ein paar stunden hingerotzt ist, sondern über ein paar tage hinweg.
und es hat interessante effekte diese texte halböffentlich zu veröffentlichen, von suchmaschinen und social media seiten auszuschliessen. obwohl ich mir mühe gegeben habe die rss-club texte gut zu verstecken — oder zumindest auf alle internen links und auflistungen zu verzichten, lecken die texte trotzdem ein bisschen in die welt ausserhalb meiner feeds. so bläst der bubbles bot die texte in mastodon, es gibt zwei, drei lecks auf der rückseite und web-reader, wie der von konstantin, zeigen die texte auch. aber suchmaschinen sehen die texte nicht, rivva und bots, die sich an die regeln halten, auch nicht.
die spannende frage (an mich selbst) ist, wie lange ich das durchhalte (ungefähr) alle sieben tage was zu schreiben, das „worthwhile“ ist.
die andere spannende frage ist, hilft das rss-reader wieder attraktiver zu machen? ich finde ja eigentlich, dass exklusivität, genau wie relevanz, firlefanz ist, aber hier passt die exklusivität, die einschränkung auf einen ausgabekanal, weil ich mich damit zu etwas mehr sorgfalt und mühe nudgen kann und mich alle (ungefähr) sieben tage an etwas bsonderem versuchen kann. rss-exklusive texte sind ein bisschen wie ostereier, überraschungseier oder easter eggs.
für den mac kann ich netnewswire empfehlen. netnewswire runteraladen, ein paar opml-feeds runterladen (hier oder hier), in netnewswire importieren, wirres.net/feed abonnieren, lesen.
feedly habe ich früher auch mal länger benutzt (jetzt nutze ich miniflux), bis zu 100 feeds und opml lassen sich auch in feedly mit einem kostenlosen konto nutzen. oder wer rivva unterstützt, kann mit rivva 5 auch den rivva feedreader nutzen.
goethe’s take zu „blog like nobody’s reading“
kürzlich hab ich ja drüber nachgedacht was „bloggen, als ob niemand mitliest“ für einzelne ins internet schreibende bedeuten könnte. goethe wollte da auch was zu sagen:
Wer aber nicht eine Million Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben.
quelle: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens (pdf)
der kontext ist, dass goethe für seinen werther viel kritik von zeitgenossen einstecken musste, er diese kritik aber wegsteckte, weil er ahnte dass viele andere seinen text schätzen würden. auch wenn sich der satz grosskotig und nach SEO-optimierung anhört, könnte er damit durchaus sowas ähnliches gemeint haben wie „bloggen, als ob niemand mitliest“: man sollte durchaus mit dem anspruch schreiben viele menschen erreichen zu können, aber auf den drang verzichten können, jedem einzelnen gefallen zu wollen.
bucketlist füllen
connor von den „Pre Internet Labs“ beim bauen des miniatur-blockbusters zuzuschauen fand ich sehr inspirierend. plötzlich habe ich einen neuen eintrag auf meiner bucket liste: auch mal ne fotorealistische miniatur bauen. faszinierend was man heutzutage alleine mit modernem LED-licht machen kann.
ich hab ja als kind auch ne modeleisabahn gehabt und meine der gedanke an dioramen oder nachbildungen der realität in kleinem massstab hat mich immer zum träumen gebracht. solche dinge zu tun hat zwar einen sehr bierseligen und ultrakonservativen ruf, aber mein traum war weniger die vergangenheit abzubilden, als die triste gegenwart. das macht die blockbuster-miniatur eigentlich ziemlich gut, auch wenn es die triste realtität von vor ein paar jahrzehnten ist. aber das kann man ja wohl noch als „jetzt“ gelten lassen.
beim morgenspaziergang am sonntag kam mir die idee einfach mal von einer modelleisenbahn zu träumen die einfach nur — massstabsgetreu und nicht miniaturwunderlandtisiert — das gleisgefüge am und um den bahnhof gesundbrunnen abbildet oder simuliert. ich mein’ da ist einiges los und das auf eine gewisse art auch mehrdimensional. wahrscheinlich würde mich schon die planung einer solchen anlage ausreichend befriedigen und ich müsste sie gar nicht bauen. aber das vermeintlich verzwirbelte gleischaos, voller abzweigungen, überbrückungen und überlagerungen gedanklich zu entwirren und nachzuzeichnen und zu verstehen, das wäre auch ein guter bucketlist eintrag.






