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bäu­me vs au­tos

felix schwenzel

auch dank des au­tos wur­den städ­te mehr und mehr ver­sie­gelt.

das fin­den bäu­me ge­ne­rell nicht gut.

auch wenn der geh­weg vor ein paar jah­ren et­was ent­sie­gelt wur­de, ist dem baum vor un­se­rer haus­tür, nach meh­reen tro­cke­nen som­mern, mal wie­der ein ast zu schwer ge­wor­den.

das fin­den au­tos ge­ne­rell nicht gut.

der baum vor un­se­rem haus hat ein ganz gu­tes auge und ver­such­te den ast in eine freie park­lü­cke fal­len zu las­sen. lei­der hat der ast dann doch noch die wind­schutz­schei­be des blaue che­vy ge­trof­fen, die, per de­fi­ni­ti­on, eben kei­ne baum­schutz­schei­be ist und ent­spre­chend nach­gab.

un­ser ID3, der diekt un­ter dem baum stand, wur­de jetzt zum zwei­ten mal in­ner­halb ei­nes jah­res von her­ab­fal­len­den äs­ten ver­fehlt.

das fin­den wir ganz gut.



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das video macht schon appetit. zwei der flaschen sind dann auch in meinem whisky.de-warenkorb gelandet. dann habe ich die wa­ren­korbsei­te doch wieder ge­schlos­sen und alle zehn whiskys auf meinen whisky.de-wunsch­zet­tel gepackt.

aber weil solche wunsch­zet­tel er­fah­rungs­ge­mäss nicht besonders lange halten, hier die liste der im video emp­foh­le­nen whiskys:

(keine werbung, keine part­ner­links)



In Dusty’s early days, when we felt quite lost, I used to oc­ca­sio­nal­ly encounter a friendly bedrag­g­led stranger, who would always comment on what a lovely dog I had, which meant a sur­pri­sing amount to me. On about the seventh occasion I saw him, he was sitting in a churchyard smoking crack. Dogs transcend social boun­da­ries better even than sport and childcare, those usual mainstays of community expansion in secular societies.

kann ich be­stä­ti­gen, durch frida habe ich, haben wir kontakt in soziale schichten, der ohne hund weder möglich, noch unbedingt wün­schens­wert gewesen wäre. aber so ist das schon in­ter­es­sant, was sich im alltag immer wieder für si­tua­tio­nen ergeben.

was den artikel von william davies angeht: er erzählt vieles das wohl alle menschen die mit hunden zu­sam­men­le­ben kennen, aber bleibt für meinen geschmack etwas un­dif­fe­ren­ziert bei der positiven ver­stär­kung als wich­tigs­te er­zie­hungs­mass­nah­me stecken. positive ver­stär­kung ist un­glaub­lich effektiv, aber genau so sind es grenzen die man setzt und be­zie­hungs­ar­beit. sich das vertrauen eines hundes zu er­ar­bei­ten, so dass der hund dem menschen zutraut schwie­ri­ge si­tua­tio­nen zu be­wäl­ti­gen und den nötigen überblick zu behalten, ist die ei­gent­li­che haupt­ar­beit. meine erfahrung ist, dass es sich lohnt viel arbeit in das lernen der sprache der hunde zu in­ves­tie­ren. sie zu verstehen und mit dem körper zu sprechen. ein schlag­wort dass man von menschen mit expertise immer wieder hört ist: „räume verwalten.“ wenn man das einmal ver­stan­den hat, sich von den hunden selbst abgeguckt hat, ist das bereits die halbe miete einer er­folg­rei­chen be­zie­hungs­ar­beit.

The holy grail of dog training is focus, whereby the dog stares un­er­rin­gly at their handler, waiting for in­s­truc­tion, re­gard­less of dis­trac­tions around them.

diese ori­en­tie­rung ist keine ein­bahn­stras­se wie william davies es hier darstellt. die absolute kon­zen­ra­ti­on des menschen auf den hund, un­ab­hän­gig von ablenkung, handy oder sorgen, ist genauso un­ab­ding­bar. hunde prüfen ihre menschen un­ab­läs­sig, ist der mensch verfügbar, hat die person ein auge auf mich, kann sie wirklich mit dieser situation umgehen? wenn es auch nur den leisesten zweifel gibt, springt der hund ein und übernimmt führung, ver­ant­wor­tung und die kontrolle — bis man sie ihm wieder (sanft, geduldig, kör­per­sprach­lich) abringt.




ge­sichts­be­leuch­tung

felix schwenzel in notiert

als ich vor fast 30 jah­ren mit mei­nem da­ma­li­gen mit­be­woh­ner han­nes und ein paar kom­mi­li­to­nen in zü­rich das büh­nen­bild und licht für ein thea­ter­stück ge­macht habe, hat­te han­nes eine ganz be­stimm­te vor­stel­lung vom licht.

er war fas­zi­niert da­von, wie das licht von bild­schir­men das mensch­li­che ge­sicht be­leuch­tet. da­mals wa­ren die bild­schir­me vor un­se­ren ge­sich­tern noch fla­ckern­de, oft blau­sti­chi­ge röh­ren­mo­ni­to­re.

mo­der­ne mo­bil­te­le­fo­ne sind nicht nur im wahrs­ten sin­ne des wor­tes mo­bi­le fern­se­her, son­dern auch mo­bi­le ge­sichts­be­leuch­tun­gen. sie sor­gen da­für, dass men­schen im dun­keln mit be­leuch­te­ten ge­sich­tern durch die ge­gend lau­fen kön­nen.

in der ubahn habe ich auch schon oft be­ob­ach­tet, dass mo­bil­te­le­fo­ne auch als be­leuch­te­te spie­gel ge­nutzt wer­den kön­nen — und ge­nutzt wer­den.

mich wun­dert al­ler­dings, dass die­se ge­sichts­be­leuch­tungs­funk­ti­on noch kei­ne apps her­vor­ge­bracht hat die das ak­tiv nut­zen. auf macs gibt es für vi­deo­kon­fe­ren­zen be­reits ei­nen vir­tu­el­len, aber wirk­sa­men leucht­ring um sich vor­teil­haft mit dem bild­schirm aus­zu­leuch­ten.

selfie am macbook mit aktivietem leuchtring aside: true lightbox: true

ich fra­ge mich war­um es so­was noch nicht als apps auf te­le­fo­nen gibt: „zeich­ne dein ge­sicht weich, wäh­rend du ent­spannt in der ubahn doom-scrollst“. man könn­te sich vor­neh­me bläs­se aufs ge­sicht zau­bern oder sei­ner wut be­son­de­ren aus­druck ver­lei­hen.

mit ein biss­chen hard­ware-auf­wand, ge­rich­te­ten LEDs oder schwa­chen la­sern könn­te man op­tisch, mit ge­zielt ein­ge­setz­tem licht, leich­te kos­me­ti­sche kor­rek­tu­ren im ge­sicht vor­neh­men oder kon­tu­ren be­to­nen.

ir­gend­wann, wenn mo­bil­te­le­fo­ne wirk­lich gut mit die­sen licht­ef­fek­ten sind und uns si­gni­fi­kant bes­ser aus­se­hen las­sen kön­nen, wird die kos­me­ti­sche wir­kung von mo­blte­le­fo­nen viel­leicht wich­ti­ger als die bil­der und vi­de­os auf dem bild­schirm.

wer weiss, viel­leicht hal­ten wir uns in zu­kunft das te­le­fon nicht mehr vors ge­sicht, um et­was zu se­hen, son­dern um in ei­nem bes­se­ren licht zu er­schei­nen.



Als bekannt wurde, dass Os­car­preis­trä­ge­rin Lupita Nyong’o in Chris­to­pher Nolans Ver­fil­mung der Odyssee die Helena spielen würde, ließ Kritik nicht lange auf sich warten. In Sozialen Netz­wer­ken hieß es, diese Besetzung sei his­to­risch un­zu­tref­fend. Helena von Troja, auch bekannt als die schöne Helena, sei schließ­lich weiß gewesen.

genau, und jesus, cleopatra und winnetou auch. und caesar war blond und und hatte mar­mor­far­be­ne haut.

menschen die ihr his­to­ri­sches wissen aus film und fernsehen oder aus ihren eigenen oder den hal­lu­zi­na­tio­nen einer KI beziehen sollte man wahr­schein­lich eh nicht so ernst nehmen.

aber ge­le­gent­lich frage ich mich, woher die erwartung kommt, dass fiktion in irgendwas zu­tref­fend oder akkurat sein müsste, ausser im über­tra­ge­nen sinne?

gibt es menschen (oder biologen) die sich darüber eschauf­fie­ren, dass der wolf in rot­käpp­chen spricht oder dass es ein märchen gibt, in dem ein ge­stie­gel­ter kater rumläuft?

man kann his­to­ri­sche fiktion auch aus dem hier und jetzt kri­ti­sie­ren, die intention, die in­ter­pre­ta­ti­on, so wie es sophie br­ak­e­mei­er auf filmlöwin tut. sehe ich zwar anders, spä­tes­tens sobald ich den film gesehen habe, aber das ist ja auch der witz, dasss man ein werk subjektiv, aus dem hier und jetzt beurteilt.




fas­zi­nie­rend.

Anthropic compares the J-space to the global workspace in humans, a theo­re­ti­cal region of the brain that some sci­en­tists think we use to keep track of our conscious thoughts. But how seriously we should take this com­pa­ri­son is far from clear—even to Anthropic. As the company points out itself, LLMs are not brains.