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favicon gigold.me gigold.me: They keep me blogrollin' | Thomas Gigold

Das Netzwerk steuert die Sichtbarkeit und nicht der Inhalt.

wie würde denn das gegenteil oder eine bessere lösung aussehen? mir fehlt die vor­stel­lungs­kraft mir etwas anderes als emp­feh­lun­gen­me­cha­nik vor­zu­stel­len, mit welchen signalen auch immer.

auch in der analogen welt war das ja nie anders. bücher werden von verlagen beworben, be­leg­ex­em­pla­re aus­ge­sen­det und dann fängt die empf­e­lungs- und mar­ke­ting­ma­schi­ne an zu laufen. auch hier steuert ein netzwerk aus li­te­ra­tur­kri­ti­kern und lesern die sicht­bar­keit. auch hier sind es oft die bekannten namen die pro­fi­tie­ren, aber newcomer, neu­ent­de­ckun­gen, über­ra­schun­ger­fol­ge sind trotzdem die regel. musik sucht man sich doch in den sel­tens­ten fällen nach dem inhalt aus, sondern nach dem was of­fen­sicht­lich gerade populär ist.

musik ist auch ein beispiel dafür, dass diese be­zie­hungs- oder netz­werk­steue­rung auch her­vor­ra­gend im sub­kul­tu­rel­len (also nicht mas­sen­taug­li­chen) rahmen funk­tio­nie­ren kann.


ele­na

felix schwenzel in bilder

vie­le din­ge auf der welt sind uns ver­bor­gen und ent­zie­hen sich un­se­rer wahr­neh­mung. das hat den vor­teil, dass wir uns über vie­les kei­ne sor­gen ma­chen müs­sen, weil wir es gar nicht mit­be­kom­men. um­ge­kehrt funk­tio­niert es aber auch, wir kön­nen din­ge se­hen, die gar nicht da sind. auf die­sen fo­tos aus den acht­zi­ger jah­ren, die ir­gend­wann viel zu nied­ri­g­auf­lö­send ge­scannt wur­den, sehe und rie­che ich un­se­re frank­reich­ur­lau­be wie­der vor mei­nem in­ne­ren auge und mei­ner in­ne­re­en nase. ich er­in­ne­re mich an un­ser al­tes haus in aa­chen/kor­neli­müns­ter und un­ser le­ben da­drin. ich er­in­ne­re mich an ele­na, wie sie war, ganz an­ders als ich. ele­na kam rein­lich und or­dent­lich aus dem mut­ter­leib, sie leg­te wert auf din­ge die mir egal wa­ren — und um­ge­kehrt. wir wa­ren von ge­burt an so grund­ver­schie­den, dass ich seit­dem der mei­nung bin, dass un­se­rer per­sön­lich­kei­ten sich von er­zie­hung, kind­heits- und ju­gend­er­fa­run­gen kaum ir­ri­tie­ren las­sen.

wie wir sind, wie wir wer­den, scheint zu ei­nem gros­sen teil vor­be­stimmt.

das ein­zig wich­ti­ge ist wohl lie­be. viel lie­be. die hat ele­na be­kom­men und frei­gie­big auf alle die mit ihr leb­ten ver­teilt. wir hat­ten eine ei­gen­tüm­lich star­ke bin­dung, die auf eine art be­din­gungs­los war und kei­ner wor­te be­durf­te. ich konn­te mich über sie lus­tig ma­chen und sie mich be­schimp­fen, ohne das die lei­ses­ten zwei­fel an un­se­rer ge­gen­sei­ti­gen lie­be auf­ka­men.

ich habe früh und viel ver­ant­wor­tung für ele­na über­tra­gen be­kom­men. ich er­in­ne­re mich, dass ich sie täg­lich vom kin­der­gar­ten ab­hol­te der et­was ent­fernt von un­se­rem zu­hau­se lag. ich be­treu­te sie nach­mit­tags, wäh­rend un­se­re el­tern ar­bei­ten oder stu­die­ren wa­ren. ob es eine gute idee ist ei­nen 12-jäh­ri­gen auf eine 5-jäh­ri­ge auf­pas­sen zu las­sen kann man wahr­schein­lich län­ger dis­ku­tie­ren. aber es hat un­se­re bin­dung ge­stärkt und uns mög­li­cher­wei­se bei­de rei­fen las­sen.






grünen-wahlplakat, das mit sehr vielen kabelbindern versehen ist, einige um das plakat an eiunem laternenpfahl festzubinden, ein ige um zwei plakate zusammen zu halten.

auch wit­zig, dass in der EU ein­weg-plas­tik-stroh­hal­me ver­bo­ten sind, ein­weg-plas­tik-ka­bel­bin­der für wer­bung aber nicht. da­bei saugt bei­des.


Die Namen der an­er­kann­ten Autoren fungieren dabei wie Emp­feh­lungs­schrei­ben, die der Ein­füh­rung des Romans vor­aus­ge­schickt werden. Gleich­zei­tig hat der Roman selbst wiederum die Funktion, Mar­ten­steins ent­fes­sel­te Rhetorik kulturell zu vergolden. ‘Seht her’, sagt eine solche Referenz, ‘ich bin kein dumpfer Hetzer, sondern ein ge­bil­de­ter Mann, dessen Ima­gi­na­ti­on durch Romane geschult wurde und nun durch die Realität eingeholt wird’.


Star Trek: Strange New Worlds (S04 E04) gesehen

puh, ich hab 5 tage gebraucht um diese folge zu ende zu gucken. grässlich pa­the­tisch und un­iro­nisch. die an­spie­lung an ca­sa­blan­ca waren so ver­zwei­felt, dass man im writers room bestimmt auch überlegt hat die bar „rick’s café“ zu nennen, damit es auch der letzte depp mit­be­kommt, worum es im film geht.

ein zwei dialoge waren ok, aber das war insgesamt wirklich eine qual.




pom­mes aus dem air­fry­er

felix schwenzel in rezepte

nach ein paar ver­su­chen1 sind mir die pom­mes aus dem air­fry­er heu­te so ge­lun­gen, wie ich es mir vor­ge­stellt habe.

das rezept ist eine mischung aus dem „ul­ti­ma­ti­ven pom­mes-re­zept“ von hes­ton blu­men­thal und chris youngs TK pommes aus dem airfryer. die pommes werden herrlich knusprig, sind innen aber eher weich. die kleinen knsuprigen stückchen aus den randstückchen und der bruch beim aufrauhen sind fast das beste.

braune knsuprige pommes auf einem wiesen teller. danaben etwas krautsalat und ketchup.
zu pom­mes passt be­kannt­lich al­les, aber die­ser kraut­sa­lat hat be­son­dern gut ge­passt und macht aus die­ser mahl­zeit ei­nen ge­mü­setel­ler.

zutaten

  • 2 grosse kartoffeln
  • öl, salz

ergibt: 1 portion

zubereitung

  1. zuschneiden:

    kartoffeln schälen und in pommes schneiden. ich hab mich für ca. 11 × 11 mm entschieden, aber freihand geschnitten. danach in klarem, kalten wasser die stärke abspülen.

  2. blachieren:

    ungefähr 15 minuten in kochendem wasser blanchieren. dem wasser kein salz oder essig zugeben. je nach dicke der pommes kann es auch schneller gehen. wenn man mit einem spitzen messer ohne allzuviel widerstand in eine pommes stechen kann, sind sie gut. sie sollten beinahe auseinanderfallen.

  3. aufrauhen:

    aus dem wasser in ein sieb geben. die kartoffeln sollen jetzt ein wenig aufgerauht werden. ich habe dafür einen deckel aufs sieb gelegt und die pommes ein paar mal durchgeschüttelt. ich habe auch vorher eine handvoll grobkörniges salz dazugegeben und danach abgespült. das hat gut geklappt, aber ich weiss nicht ob es eine wirklich gute idee ist, die pommes oberfläche sollen eigentlich so trocken wie möglich werden.

    beim aufrauhen gab es ein bisschen bruch, aber auch kleine stückchen ergeben, nachdem sie getrocknet sind, herrlichen crunch im airfryer.

  4. trocknen:

    danach müssen die vorblachierten pommes trocknen. am einfachsten geht das wenn man sie 20-30 minuten offen in den kühlschrank legt. mit etwas geduld können sie auch bei zimmertemperatur auskühlen und trocknen.

    blanchierte und aufgerauhte pommes auf einem weissen teller.

    blanchierte und aufgerauhte pommes vor dem gang in den kühlschrank (zum trocknen).

  5. airfryen:

    die pommes sollen jetzt ohne fett in den airfryer, ca. 15 minuten bei 200°C. darauf achten dass nicht zu viele pommes im korb landen. die zwei dicken lartoffeln haben meinen korb ganz gut gefüllt.

    auch kleine bruchstücke vom aufrauhen kommen mit in den korb.

    alle 5 minuten die pommes wenden/schütteln.

  6. servieren:

    die pommes aus dem airfryer in eine schale geben und mit einem schuss öl begiessen, gut salzen und im öl und salz wenden.


  1. letz­tes mal sind sie zu glatt, ein­mal sind sie gut ge­wor­den, aber ich hab kei­ne fo­tos ge­macht ↩︎