alles


darüber, dass apple seit ein, zwei jahren ent­wick­ler dazu zwingt ihre app icons in „squircle“ form zu gestalten wird seitdem an- und aufgeregt dis­ku­tiert. was mir in der dis­kus­si­on immer wieder fehlt, ist der hinweis darauf, dass ein­schrän­kun­gen (con­traints) der ei­gent­li­che motor für krea­ti­vi­tät sind und genau diese regel, die apple sich aus der nase gezogen hat, als her­aus­for­de­rung angesehen werden könnte — und nicht als hindernis.

das wird zwar auch in diesem artikel über squircles nicht the­ma­ti­siert, aber dafür ein gedanke von louie mantia, nämlich dass es durchaus auch einen wert hat, dass apps kon­sis­tent im squircle-jail ein­ge­schlos­sen sind: die er­kenn­bar­keit als app.




Chefs Table: Noodles (S01E03) gesehen

wie von chefs table gewohnt leicht ver­pa­thost, aber trotzdem gerne gesehen. ich hab ge­le­gent­lich etwas vor­ge­spult, wenns zu pa­the­tisch wurde.

mir gefällt der mi­ni­ma­lis­mus von peppe guida, er behauptet nie mehr als vier zutaten für ein nu­del­ge­richt zu benutzen. die zählweise funk­tio­niert natürlich nur, wenn man wasser, basilikum, salz und pfeffer nicht mitzählt. aber ich muss auch sagen: die ein­fachs­ten gerichte die wir uns zuhause kochen sind die, die mich am meisten be­geis­tern.

mich haut es immer wieder um, wenn ich kar­tof­feln und zwiebeln leicht an­frit­tie­re und dann mit etwas ei und salz zu einer tortilla in der pfanne ausbacke. kar­tof­feln, zwiebeln, ei, salz und fett können so gut schmecken, dass es mich jedes mal erneut umhaut.

pell­kar­tof­feln mit quark, in den etwas knoblauch, gurke, salz und öl ein­ge­rührt wird — und was gerade an kräutern da ist (oder nicht). jedesmal ein fest.

pesto, also öl, nüsse, parmesan und entweder kräuter, rote bete oder was sonst im haus ist mit einer knalligen farbe mit ein paar nudeln und nu­del­was­ser — schmeckt jedesmal wie urlaub.

gemüse geröstet oder fritiert. TK obst mit quark kalt püriert. melone mit schinken. gurke mit knoblauch, salz und essig. spaghetti mit pas­sier­ten tomaten in der pfanne gebraten bis sie fast schwarz werden — mit etwas knoblauch und salz. spaghetti mit zi­tro­nenschha­le, -saft und parmesan.

da ist schon was dran: wenig ergibt oft mehr als viel.


al­lein weil vo­da­fone in ber­lin wie­der drü­cker­ko­lon­nen an die haus­tü­ren schickt, wür­de ich da nie­mals kun­de wer­den wol­len.

aber dass mir die­se hei­nis dann er­zäh­len, dass DSL „bald“ ab­ge­schal­tet wür­de und man auf „ka­bel“ wech­seln müs­se, ver­schiebt mei­nen oh­ne­hin nicht be­son­ders gu­ten ein­druck von vo­da­fone in eine sehr kloa­ki­ge rich­tung.

wie ver­zwei­felt muss ein un­ter­neh­men sein, um so zu agie­ren?






House of the Dragon (S03E04) gesehen

ich hab echt keine ahnung warum mich diese staffel HOTD so irre langweilt. die in­sze­nie­rung ist aufwendig aber kommt mir durch und durch hölzern vor. die schau­spie­ler sind bemüht, aber die cha­rak­te­re leer und vor­her­seh­bar. ich sehe den roten faden der erzählung, aber keine ge­schich­ten die mich irgendwie berührten.


rosa klohäuschen mit der aufschrift: „Dein Lieblingsörtchen“. im hintergrund einfamilienhäuser, die gerade neue dachziegel bekommen haben.
„Dein Lieb­lings­ört­chen“

ich muss­te mir heu­te früh vor­stel­len, wie in dem „ört­chen“ ein ge­nies­ser sitzt.

vor­her hat er sich mög­li­cher­wei­se eine pfei­fe an­ge­zün­det um den mo­ment be­son­ders ge­nies­sen zu kön­nen. er sitzt ge­müt­lich und lässt sei­nen blick über die pink-far­be­nen plas­tik­wän­de schwei­fen. nach 20 mi­nu­ten kommt er bes­tens ge­launt zu­rück an die muf­fi­ge wed­din­ger aus­sen­luft. be­reit für ein pro­duk­ti­ves ta­ges­werk!