alles
jahresurlaub
wir waren am wochenende kurz in hamburg und haben immer gescherzt, das sei unser jahresurlaub. auch sonst waren wir nicht so irre witzig, aber wir haben uns erinnert, dass wir ganz froh sind nach berlin gezogen zu sein. und wer denkt in berlin gäbe es viele baustellen, der sollte mal nach hamburg fahren.
frida war ein bisschen zickig und anstrengend, was wiederrum die beifahrerin schlecht gelaunt machte. da gibt es wohl noch baustellen, die wir wohl mal angehen müssen. meine vermutung ist, dass das reisen frida übermässig anstrengt, auch weil sie die ganze zeit damit beschäftigt ist, das rudel zusammen zu halten und gegen vermeintliche bedrohungen zu verteidigen. vernutlich ist unsere pudeldame nicht nur eine passionierte jägerin und schwimmerin, sondern auch eine selbst ernannte hüte- und herdenschutzhündin. immerhin: bei der abendrunde zurück im wedding war sie so entspannt, dass sie eine ratte die neben uns aus dem gebüsch sprang und weglief nicht mal im ansatz aufgeregt oder zum hinterherlaufen angeregt hat.
zum wiederholten mal gelernt: ich kann auch im höheren alter noch hervorragend und erholsam auf sofas schlafen. überhaupt kann ich nach wie vor überall einschlafen, wenns sein soll. beim laden im auto oder am strand (im schatten). meinen regulären mittgaspausen-mittagsschlaf im home office habe ich allerdings von 45 auf 20 minuten reduziert, weil ich gemerkt habe, dass ich es auch erholsam finde, zur mittagspause das internet leer zu lesen.
in hamburg kann man frei-bier kaufen. ich hab pro flasche 3 euro bezahlt. das „frei“ beudeutet allerdings weder, dass einen das bier von zwängen befreit, noch dass es kostenlos ist — sondern dass es alkoholfrei ist. demnach könnte man hackfleisch aus erbsenproteinen auch freifleisch nennen und zuckerfreie cola frei-cola. so gesehen könnte man wasser auch als freibier verkaufen (obwohl die EU bei sowas wahrscheinlich auf „bierfrei“ bestehen würde).
nachdem ich am sonntag formel 1 geguckt habe, hab ich in floppy ausversehen die ganze saison 2026 als gesehen markiert. pflichtgemäss hat mein sync-script dann alle noch folgenden rennen, qualis und trainings hier auch als gesehen markiert. das syncen funktioniert also und erinnert mich damit daran, dass es vielleicht nicht schlecht wäre, ein paar plausibilitätsprüfungen einzubauen.
abgesehen davon hat das rennen am sonntag gezeigt, dass mercedes in diesem rennen und eigentlich schon das ganze jahr über alles richtig gemacht hat. vor allem die entscheidung einen 41 jährigen, mehrfachen weltmeister, mit einem 19 jährigen potenziellen weltmeister zu ersetzen, scheint ein glücksgriff gewesen zu sein. ich bin immer wieder erstaunt darüber was die menschen in der formel 1 leisten, welche reaktionszeiten die fahrer haben und wie unterhaltsam im kreis zu fahren sein kann. aber seit ein paar jahren bin ich unfähig sympathien für ein team oder einzelne fahrer zu empfinden oder gar sowas wie fan einzelner fahrer oder teams zu sein. das kann auch an netflix’ drive to survive liegen, das jahr um jahr zeigt, dass vom ehrgeiz zerfressene multimillionäre mit adäquaten medientraining durchaus sympathien wecken können, aber eben auch, dass die eigentlich alle auf dem gleichen niveau unterwegs sind, die einen mal einen ticken besser als die anderen und die einen mal ein bisschen sympathischer als die anderen. aber es zeigt auch dass der weg vom sieger zum underdog und vom sympathischen typen zum unsympathen in der formel 1 sehr kurz ist.
links und favoriten vom 05.09.2026
ausserdem gefallen hat mir die dritte staffel silo die gestern zuende ging. das finale war super, hat viele geheimnisse gelüftet und gleich wieder 18 nachgefüllt. die aktuelle, noch laufende staffel reacher gefällt mir auch gut, aber eher im sinne einer sehr guten mittelguten fernsehserie. silo dagegen ist eine sehr gute sehr gute fernsehserie.
roman jasiek über seinen zweiten geburtstag.
Der 29. August ist [mein] zweiter Geburtstag quasi, denn an diesem Tag wurde mir geschenkt, weiterzuleben. Und das, merke ich gerade, wird mich vermutlich noch lange beschäftigen. Meine Liebsten gewiss auch. Und auch, wenn ich selbst im Vorfeld keine Warnsignale meines Körpers wahrgenommen habe […], kann ich nur abschließend sagen: Achtet auf Euch.
If I learn today that my neighbors have political views that my “side” considers unacceptable and unforgivable, should I be able to have dinner at their house, shovel their snow, or even greet them outside?
Should I be condemned for supporting or associating with them in non-political contexts?
Should I be condemned for not publicly condemning them myself?
While privilege and power dynamics play a complex and unavoidable role in this, I don’t want to associate with any community that would insist on either of those.
And I can’t help but feel that maybe we were better off before we knew everyone’s hot takes on everything.
in meinem #rp24 vortrag habe ich in völlig anderem zusammenhang gesagt, dass unwissenheit kein segen sein muss (nicht „ignorance is bliss“), sondern dass es darum geht gelassen zu bleiben. und in nochmal einen anderen zusammenhang hab ich gelesen, dass es manchmal besser sein kann andere nicht nach ihren einstellungen, sondern nach ihrem handeln zu beurteilen.
abgesehen davon mag ich es, wie marco arment seien fussnoten darstellt.
was wäre wenn wir winterschlafen könnten?













was wäre wenn wir winterschlafen könnten?