alles
niedrigschwellige kommentare

claudia hat aufgeschrieben, was sie beim kommentieren (in blogs) nervt. von meinen vorherigen kommentarsystem war sie (zu recht) genervt. mit der einbindung von isso ist sie zufrieden, aber ich selbst auch.
obwohl ich isso jetzt seit fast zwei monaten in betrieb habe, ist hier noch kein spam-kommentar gelandet. das mag daran liegen, dass es (derzeit noch) ausschliesslich über javascript funktioniert. das nervt claudia nicht, aber andere — und ich möchte das langfristig noch ändern. ansonsten habe ich isso wirklich niedrigschwellig konfiguriert: wer mindestens drei zeichen kommentar eingibt, kann das formular und damit einen kommentar abschicken. die angabe des namens, der emailadresse oder der eigenen website ist optional. so oder so gibts eine vorschau und die option den kommentar 30 minuten lang (nach der veröffentlichung) zu editieren (über einen cookie). markdown ist unterstützt, links werden klickbar, lediglich der hinweis darauf, dass markdown unterstützt wird, fehlt noch. wobei ich glaube, dass, ausser ein paar spezialisten, ohnehin niemand weiss was markdown ist.
jedenfalls denke ich, claudia hat recht. ich finde es auch extrem nervig, wenn man einen kommentar schreibt und nach dem senden entweder nix passiert oder ein hinweis auf moderation erscheint. wenn schon moderation, dass könnte der kommentar mir selbst doch wenistens weiter angezeigt werden?
ich kommentiere schon länger so, dass ich kommentare, die ich anderswo hinterlasse, auch hier veröffentliche. wie alles was ich hier mache, mache ich das natürlich in erster linie für mich selbst. so kann ich später schauen ob es antworten gab, ob die moderation erfolgreich war oder gelöschtes zumindest bei mir selbst behalten. und für die eine oder andere person mag es sogar interessant sein zu sehen, was ich anderswo ins internet schreibe.
aber am liebsten ist mir das kommentieren per webmention. das geht nicht überall, aber zum beispiel bei eay.de oder dem kopfzeiler. ich schreibe aber beim webmention-kommentieren nicht nur eine antwort unter einen fremden beitrag, sondern ich behalte auch die fähigkeit den zu editieren oder zu löschen. das finde ich ziemlich sensationell. mit wordpress kann man das kommentieren per webmention mit (natürlich) matthias pfefferles indieweb-plugin konfigurieren, mit kirby und ein bisschen handarbeit hilft einem maurice renks indieconnector.
was mich im gegenteil zu claudia nicht nervt: wenn man gar nicht kommentieren kann.
Kommentieren unmöglich: Blogg doch selbst, steht dann z.B. da. Ok, alles klar, ich lese dann aber auch nicht mehr mit. Für mich sind Blogs die einzig verbliebenen Medien, wo noch gute Gespräche möglich sind – keine Wandzeitungen.
die gespräche sind ja immer noch möglich. diesen sermon hier möchte ich nicht unter claudias eintrag posten, aber trotzdem ist dieser beitrag auch ein kommentar. claudia wird diesen artikel sehen, entweder in ihren referern oder bei rivva. oder weil sie hier zufällig mal reingeschaut hat. das ist ja das tolle am internet, an links, an eienr wandzeitung. besteht alles irgendwie aus gesprächen und kommentaren.
mal ausprobieren, aber mit vorherigem blanchieren.
abendspaziergang 22.08.2026 und 23.08.2026
wähhrend die beifahrerin auf dienstreise war, durfte ich mit frida 2-4 mal täglich raus gehen. sonst bin ich nachmittags nicht so oft in den rehbergen, in den letzten beiden tagen war nachmittags immer irgendwo live musik. nicht mein ding, aber musik, menschen die feiern und in die büsche kacken find ich auf ne art ganz schön. und der himmel hat sich auch jedesmal für unsere spaziergönge rausgeputzt.
rösti
ich bin sehr leicht zu beeinflussen. kaum sehe ich ein video über rösti, muss ich rösti selbst machen.
ich war immer schon begeistert von tortillas die mit so wenigen zutaten (kartoffel, zwiebel, ei, öl, salz) so enorm schmackhaft sind. aber rösti bestehen nur aus geriebenen kartoffeln, geduld und salz und ein wenig butter. und sind mindestens genauso toll und dazu noch knusprig.

„art directed“ bilder für arme
mittlerweile hat sich der dark mode als option (j sei dank) fast überall durchgesetzt. wenn ich nachts aufwache und mich mal kurz an den rechner setze, hasse ich es, wenn webseiten mich dann viduell anschreien. aber auch tagsüber finde ich hell leuchtende webseiten unangenehm.
deshalb hat wirres.net seit etwas mehr als einem jahr auch einen dark mode.

was mich dabei oft genervt hat: manche bilder sehen im dark mode elegant aus, aber im light mode nicht. oder umgekehrt. häufigster workaround dafür bisher: mit transparenzen arbeiten, also möglichst auf hintergründe verzichten. bei strichzeichnungen mit schwarzem oder weissen strichen klappt das dann aber nur in 50% der fälle. man kann dann einen grauton für die striche wählen, der sowohl im dark- als auch lightmode sichtbar bleibt.
die saubere lösung ist eine media-query und damit was man (glaube ich) art directed images nennt:
<picture>
<source srcset="…-dark.png" media="(prefers-color-scheme: dark)">
<img src="…-light.png" alt="…">
</picture>
dafür muss man dem CMS beibringen, pro bild auf wunsch auch zwei quellen (oder mehr, je nach dem wie art-directy man werden will) zu verwalten. in meinem fall würde das aber im html-code, der für bilder ohnehin schon irre komplex ist, noch mehr komplexität bedeuten.
deshalb habe ich mich sehr über diesen workaround gefreut, den mir cursor heute vorgeschlagen hat, auch eine media query:
@media (prefers-color-scheme: dark) {
.cover--invert-on-dark { filter: invert(1); }
}
umgesetzt habe ich das jetzt so, dass bilder die auf *-invertable* enden passend konvertiert werden. beispiel aus diesem artikel:

das bild hat weissen hintergrund mit schwarzen linien, wird aber bei aktiviertem dark mode invertiert dargestellt, also mit schwarzem hintergrund und weissen linien. das sollte auch mit schwarzen linien auf weissem hintergrund klappen. (allerdings klappt das nicht im RSS, weil kein CSS.)
und es sollte auch mit transparentem hintergrund klappen. das ist ein kubus aus schwarzen linien auf transparentem hintergrund:

das ist der code den mir cursor geschrieben hat:
/*
* S/W-PNGs mit Dateiname *-invertable.png: Ablage = Light-Variante.
* Dark Mode: per CSS invertieren (Transparenz bleibt erhalten).
* Selektor bewusst "-invertable" (nicht nur ".png"): Kirby-Thumbs heißen
* z.B. name-invertable-320x.png / name-invertable-320x-q75.webp.
*/
@media (prefers-color-scheme: dark) {
img[src*="-invertable"],
img[data-src*="-invertable"],
img[srcset*="-invertable"],
img[data-srcset*="-invertable"],
picture:has([srcset*="-invertable"]) img,
picture:has([data-srcset*="-invertable"]) img {
filter: invert(1);
}
}
/* Lightbox hat dunklen Hintergrund → immer die Dark-Darstellung */
.pswp img[src*="-invertable"],
.pswp__img[src*="-invertable"] {
filter: invert(1);
}
interessant (zumindest für mich) ist was mit der lightbox im light-mode passiert (also wenn man auf das bild klickt, um es zu vergrössern): weil der hintergrund der light box immer schwarz ist, wird dann auch die dark-mode-variante in der lightbox angezeigt. alles mit ein bisschen CSS. faszinierend.
case study house #22

dieses foto von julius shulman kennt jeder architekturstudent. mich hat es während meines architekturstudiums zu feuchten träumen über sichtachsen und minimalistisches design inspiriert. an diesem foto stimmt konzeptionell alles und es fängt eine stimmung ein, die schwer zu beschreiben ist, die aber jeder versteht, sobald man das foto sieht. ganz ähnlich dem bild von edward hopper.
ich wusste, dass das haus am hang der hollywood-hills vom architekten pierre koenig gebaut wurde und dass es mindestens 21 weitere case study houses gibt.
was ich nicht wusste, war, dass die bauherren, die familie stahl, schon vor pierre koenig eine ziemlich genaue vorstellung vom haus hatten. das steht zwar auch so in der wikipedia …
Stahl provided the inspiration for the overall structure, setting out his ideas by mid-1956 in a model of the house he wanted for the site. Unlike the house as built, the model has a curved rear wall and butterfly roof.
[…]Koenig adhered to the basic attributes of Stahl's concept but refined the design into something much more rigorous, geometric and 'pure' in its form and materials—in essence adapting it to his own vocabulary.
… aber dieses video erklärt die geschichte des hauses sehr bildlich. die kinder der stahls erzählen davon wie ihre eltern das haus planten, bauten und wie die familie darin lebte und wie das haus jetzt der öffentlichkeit zugänglich ist. eine grossartige kleine dokumentation, die nicht nur für architekturinteressierte interessant ist.











ich dachte bis heute, dass es von susan kare nur ein einziges foto gäbe. which is offensichtlich quatsch.