alles
falsche vierer
ich suche weiter nach vierblättrigen kleeblättern. seit tagen erfolglos. mittlerweile glaube ich, dass ich die beiden einzigen vierblättrigen kleeblätter im wedding gefunden habe. which is natürlich quatsch. aber es fühlt sich so an. denn meine wahrnehmung funktioniert im prinzip. ich sehe immer wieder vierblkättrige kleeblätter, die sich dann aber leider immer als optische täuschung, überlagerung herausstellen.
dafür kenne ich mitllerweile die kleeinseln in und um den volkspark rehberge ganz gut, weiss wo das zeug wächst und erkenne mittlerweile auch die verschiedenen sorten. ausserdem hat das video von rabbithole (mein kommentar dazu) in der zwischenzeit etwas mehr verbreitung gefunden. bin mal gespannt wann ich die ersten 🍀-funde im netz sehe. weil grundsätzlich funktionieren die tricks aus dem video beim finden gut. grundsätzlich.

frida wartet währen dich auf den boden starre.
johnny ist immer noch auf substack (statt auf spreeblick), war auf der CSD trauerveranstaltung, hat ein bild-fernsehteam gesehen, still gegen die bild protestiert und ist viral gegangen.
museumsinsel hombroich
gestern bei der kaltmamsell gelesen, dass sie und herr kaltmamsell auf der museuminsel hombroich waren. an meinen letzten besuch dort erinnere ich mich als wäre es gestern, auch wenn meine erinnerungen daran leicht verblasst und verschmolzen sind. ich bin ja in der gegend mit den broichs aufgewachsen. fussbroichs, grevenbroich, korschenbroich, mörsenbroich, broichweiden waren namen sie ich in meiner jugend ständig gesehen habe. in der gegend gibt viele eigenartige ortsnamen. wenn wir nach aachen fuhren, passierten wir immer geilenkirchen (ecclesia erotica) und puffendorf (vicus lupanaris), auf dem weg nach düsseldorf gings an hombroich und grevenbroich vorbei.
jedenfalls liess sich mein internes gedächnis an den inselbesuch nicht mit meinem externen gedächnis verifizieren. ich habe hier nie etwas über die museumsinsel hombroich geschrieben oder bilder davon gepostet — oder kann sie nicht mehr finden. auch auf meinen social media profilen fand ich zunächst nichts. in meiner fotobibliothek fand ich dann über die ortssuche einen haufen bilder aus dem april 2011. mein archiv vom april 2011 zeigt schöne texte von der #rp11, aber nix von hombroich. mein twitterarchiv reicht nur bis 2012 (obwohl ich mich bei twitter 2007 angemeldet habe), mein erster instagram post ist vom oktober 2011 (lokale kopie). ich war mir aber sicher, dass ich zu diesem besuch etwas ins internet geschrieben oder gepostet hatte. mit spotlight fand ich dann einen hinweis in einer backupdatei auf dieses youtube video aus dem graphischen kabinett der museumsinsel, dass ich 2011 gepostet habe.
meine erinnerungen an die museumsinsel sind, wie gesagt, verwaschen. ich erinner mich aber sehr gut an die cafeteria. essen und getränke dort sind im eintrittpreis inbegriffen. die museumsinsel selbst erklärts (in einfacher sprache) so:
In der Cafeteria bekommen Sie ein kostenloses einfaches Buffet.
Das Essen kommt von Landwirt:innen und Lieferant:innen aus der Nähe.
Darum ist das Essen besonders frisch.
meine erinnerung ist, dass es rosinenbrot gab. das brot war vorgeschnitten und es gab butter. die einfachheit dieser mahlzeit hat mich damals sehr begeistert. und die wespen auf der insel auch.
ich hab das schon öfter geschrieben, dass ich kunst die einem im alltag begleitet oder einfach entdeckbar ist interessant finde. meine eltern hatten nicht wenig kunst bei uns im haus und das zusammenleben mit diesen arbeiten öffnete permanent neue perspektiven. das alles funktioniert in einem museum auch, aber eben anders.
mir gehts in museen oft so, dass ich schnell gesättigt bin. beim sushi essen wird der ingwer traditionell ja nicht mit dem sushi gegessen, sondern zwischen verschiedenen sushi-sorten. damit verschafft man dem geschmackssinn angeblich eine erholung. und genau deshalb ist die musueminsel hombroich so toll. man wandert durch wunderschöne natur und stösst wie zufällig auf gefällige architektur in der oder um die kunst hängt, liegt oder steht.
mit dem prinzip der discoverability von kunst in der natur habe ich auch eine frühe kindheitserinnerung. meine eltern hatten bekannte die bei ludwig schokolade oder trumpf arbeiteten. ihr wohnhaus war ein frmen-bungalow, der direkt am park der familie ludwig lag und auch zugang zu diesem park hatte. der park war weitläufig und mit vielen skulpturen und bäumen gespickt. kristof und ich erkundeten den park regelmässig wenn wir bei den bekannten unserer eltern zu besuch waren. wir bekletterten die skulpturen und freuten uns über die abwesenheit von erwachsenen. der park war damals nicht öffentlich und ist heute mehr oder weniger komplett zugebaut. kunst einfach rumstehen zu lassen damit sie entdeckt, begriffen oder ignoriert werden kann, ist meiner meinung nach immer noch die beste art kunst zugänglich zu machen. mindestens genau so gut wie geschnittenes rosinenbrot.
die architektur, die bauten die auf der insel stehen sind einerseits typisch für die region und andererseits untypisch, weil geschmackvoll und minimalistisch. einfache geometrische formen umgeben von gezähmter, halb wilder natur. gelegentlich wird die natur getrimmt um die bauten zu ergänzen, an manchen stellen darf die natur machen was sie will.
auf den fotos der beifahrerin fummel ich ständig am handy rum. ich habe damals ganz offensichtlich beim besuch der insel an die verwertbarkeit im internet gedacht. sollte ich das noch rausfinden wo ich das damals gepostet habe, schreibe ich einen nachtrag. die fotos oben sind alle von der beifahrerin (mit einer Canon PowerShot SX200 IS powergeschossen). hier sind noch ein paar fotos die ich damals (mit einem HTC Incredible S) gemacht habe.
falls das noch nicht deutlich geworden ist: ich kann einen besuch der museumsinsel hombroich sehr empfehlen. das museum ist in der nähe von düsseldorf und ist mit dem auto am besten zu erreichen. bus und bahn gehen auch, wenn man gut zu fuss ist.

Zwei alte Bücher mit Bukowski-Kurzgeschichten gefunden. Habe mal durchgeblättert; ich glaube nicht, dass ich das Zeug heute noch lesen möchte. In Zeiten des Heranwachsens war Charles Bukowski für viele eine große Sache. Anti-bürgerlich, verkommen und sowohl gegen rechte als auch gegen linke Lehrer zu gebrauchen.
da stimme ich zu und das erinnert mich an das was maximillian buddenbohm gerade neulich schrob:
Kurz kam mir auch wieder die Erinnerung daran, wie ich mit den Söhnen, als sie noch klein waren, einen vermeintlich lustigen Film aus meiner Kindheit sehen wollte, mit Bud Spencer und Terence Hill. Denn was hatten wir gelacht damals! In den ersten Minuten des Films wurden dann Frauen und Kinder geschlagen, wurde ohne Gurt Auto gefahren, wurde beim Familienessen geraucht und gesoffen. Ich hatte so viel spontanen Erklärungsbedarf, wir haben den Film dann nicht weitergesehen. Zumal auch keine einzige der Pointen bei den Söhnen funktionierte.
Tempi passati, das gilt oft auch für den Humor der Zeit.
vergangene zeiten indeed.
fischerpinte

gestern an der fischerpinte am plötzensee stand die tür offen. der ort ist einerseits sehr einladend und romantisch, aber gleichzeitig ein bisschen unheimlich. rechts auf einer liege hatte sich jemand zum schlafen gelegt.
zum erhalt der fischerpinte gibt es eine info-seite und eine petition. auf der info seite heisst es:
Nach dem Tod des bisherigen Pächters ist die Fischerpinte geschlossen. Wann es weitergeht ist eine Sache, die vom Amtsgericht geklärt werden muss – was danach entstehen könnte oder bleiben darf, dass ist Sache des Bezirksamtes.
Wir, als Anwohner des Wedding, setzen uns dafür ein, die Fischerpinte zu retten – im Einklang mit dem Naturschutz. Und mit den Booten, so wie seit über 100 Jahren.

1.000.000.000 herzschläge
wie immer faszinierend: veritasium über scale, „Die universalen Gesetze des Lebens von Organismen, Städten und Unternehmen“ (ein buch von geoffrey west).
- säugetiere leben ungefähr 1.000.000.000 herzschöäge lang (ausnahme menschen und wenn tiere in (menschlicher) gefangenschaft leben)
- städte skalieren so, dass sie ziemlich effizient und produktiv mit ressourcen umgehen (können)
- je grösser eine stadt, desto schneller laufen die menschen in ihr (im schnitt)
goethe vor 200 hundert jahren:
[E]s ist jetzt alles ultra, alles transzendiert unaufhaltsam im Denken wie im Tun. Niemand kennt sich mehr. […]
Junge Leute werden viel zu früh aufgeregt und dann im Zeitstrudel fortgerissen; Reichtum und Schnelligkeit ist, was die Welt bewundert und wornach jeder strebt […]

















