alles

gerne gelesen.

via vorspeisenplatte.de




mir fiel auf, dass ich matt groe­ning noch nie ge­se­hen habe, also schau­te ich mir die­se fol­ge von co­nan o’bri­an needs a fri­end mit matt groe­ning an. matt groe­ning ist ein be­sch­ei­de­ner, sym­pa­thi­scher typ der wie home simpson aus­sieht aber sehr viel in­tel­li­gen­ter als ho­mer ist. aus­ser­dem ge­lernt, dass man matt groe­ning nicht deutsch mit ö (grö­ning) aus­spricht, son­dern wie grey­ning.

matt groe­ning in­spi­riert co­nan o’bri­en dazu selbt die gan­ze zeit über sei­ne zeit als au­tor bei den simpsons zu er­zäh­len, wäh­rend matt groe­ning ge­le­gent­lich klei­ne er­gän­zun­gen hin­zu­fügt. sehr in­ter­es­sant und un­ter­halt­sam fand ich das und co­nan o’bri­en schafft es fast die gan­ze sen­dung über sei­nen sar­kas­ti­schen hu­mor zu zü­geln — ganz of­fen­sicht­lich ist er sehr be­wegt von matt groe­nings an­we­sen­heit und weist mehr­fach daraif hin wie dank­bar er für sei­ne zeit bei den simpsons war.

zwi­schen­durch re­den die bei­den über ei­nen der simpsons-au­toren mit dem na­men john swartzwel­der, der mitt­ler­wei­el de­tek­tiv­ge­schich­ten schreibt, die bei­de sehr wit­zig fin­den.

die le­se­pro­be von The Time Ma­chi­ne Did It auf ama­zon.de hat mich dazu ge­bracht das gleich zu kau­fen und auf mei­nen vir­tu­el­len sta­pel von un­ge­le­se­nen bü­chern ganz oben zu le­gen.

wie im­mer sehr wit­zig, auch wenn (oder ge­ra­de weil) je­mand mit den ge­füh­len vom nuf spie­len woll­te.

Was ich ei­gent­lich schrei­ben woll­te: ich bin schon et­was de­pri­miert we­der Agen­tur noch Ver­trag zu ha­ben. Mein Diva-Ego ist an­ge­kratzt und ge­nau in die­ser Ver­fas­sung er­hielt ich nach­fol­gen­de Mail:
[…]
Ja und was soll ich sa­gen. Da war ich schon ein biss­chen: Oha!

lu­kas hein­ser macht es ei­nem wirk­lich ein­fach ei­nen le­sen­wer­ten text von ihm an­zu­teasern. ein­fach den ers­ten ab­satz zi­tie­ren soll­te rei­chen den gan­zen text zu emp­feh­len, oder?

Kei­ne Bron­ze­pla­ket­te, kein Pod­cast und kei­ne Net­flix-Doku kün­den da­von, aber: Heu­te vor 25 Jah­ren sind wir – der Erd­kun­de-LK und wei­te­re Leis­tungs­kur­se des Theo­dor-Heuss-Gym­na­si­ums Dins­la­ken – von un­se­rer Stu­fen­fahrt nach Ber­lin zu­rück­ge­kom­men.

… Leute wählen die AFD, nicht weil es Ihnen danach besser geht, sondern weil es anderen danach schlech­ter geht.”

Dies wiederum erinnert mich an eine Aussage, die ich Anfang des Jahres in einem Podcast hörte, sofort notierte und welche in die gleiche Kerbe schlägt.

And sometimes power can be, I can knock you down. And it’s much easier to knock somebody down than it is to build something.

Den eigenen Selbst­wert virtuell zu steigern, indem man andere nach unten drückt, ist nicht nur ein sehr modernes Ver­hal­tens­mus­ter vieler, sondern auch etwas, was ich per­sön­lich relativ früh im Leben selbst erlebt habe, und Freund­schaft oder Sympathie im All­ge­mei­nen hat sich für mich immer explizit mit dem Gegenteil definiert.

Ich kannte Menschen, die von Che Guevara ver­blen­det waren, von Osho, dem Guru, sogar von Andreas Baader. Alles schlimm genug. Aber warum agieren Personen, die ihr Leben lang drei Mahl­zei­ten am Tag hatten, in Frieden und Si­cher­heit leben dürfen und durch die freien Medien und po­li­ti­schen Systeme des Westens sogar reich und berühmt wurden – ich denke an Oskar La­fon­taine, Sahra Wa­gen­knecht, Gerhard Schröder, Alice Schwarzer, Ulrike Guérot, Marine Le Pen und viele, viele andere –, nun objektiv in Putins Interesse? Putin, der sein Volk bestiehlt, täglich morden lässt – so gierig und so brutal. So grausam. Muss man sich mal vor­stel­len.

im wed­ding sind wir wirk­lich gut ver­sorgt mit chi­ne­si­schen re­stau­rants. trotz­dem ge­hen wir eher sel­ten über­haupt es­sen, aber der letz­te be­such im szechu­an an der sze­es­tra­se war sehr in­spi­rie­rend. nach dem wirk­lich gu­ten es­sen dort, woll­te ich al­les was wir dort ge­ges­sen ha­ben nach­ko­chen. bin ich zwar noch nicht dazu ge­kom­men, werd ich aber noch. und in reis­nu­deln mizu wer­den wir be­stimmt auch bald mal ge­hen. 



“you can see ever­y­thing”

felix schwenzel in notiert

bild in großansicht öffnen

der spie­gel ist hell­auf be­geis­tert vom trai­ler der doku „you can see ever­y­thing“:

Nicht je­der Film, ob Doku oder Fik­ti­on, gibt eine sol­che An­kün­di­gung her. Und oft ge­nug hält das ei­gent­li­che Werk nicht, was die Vor­schau ver­spricht. Der Trai­ler zu »You Can See Ever­y­thing« aber setzt neue Maß­stä­be. Gäbe es ei­nen Os­car für den bes­ten Trai­ler, wäre er die­sem ver­stö­ren­den Psy­cho­thril­ler im Mi­nia­tur­for­mat nicht mehr zu neh­men.

der ar­ti­kel ist hin­ter der pay­wall (hier ein ge­schen­klink der aber nur 10 klicks lan­ge hält), aber be­steht ne­ben be­geis­te­rung ohn­hin nur aus der nach­er­zäh­lung des trai­lers. den trai­ler kann man sich auch so an­schau­en.

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als ich den trai­ler ge­se­hen habe, wuss­te ich nicht um was es geht. nach­dem ich den trai­ler ge­se­hen hat­te, wuss­te ich es im­mer noch nicht. ich wun­der­te mich aber, dass der film als do­cu­men­ta­ry an­ge­kün­digt wird, ob­wohl er doch so nach ei­nem spiel­film aus­sieht. und ich habe mich ge­wun­dert, wo man eine schau­spie­le­rin ge­fun­den hat, die eli­sa­beth hol­mes so ähn­lich sieht.

stellt sich raus, das ist tat­säch­lich eine doku.

Drei Jah­re sol­len Fiel­der und Op­pen­heim un­ter strengs­ter Ge­heim­hal­tung an die­ser Do­ku­men­ta­ti­on ge­ar­bei­tet ha­ben. 34 Tage, be­vor sie ihre Haft an­tre­ten soll­te, hat­te Hol­mes die Fil­me­ma­cher ein­ge­la­den, ihr Le­ben zu be­glei­ten: »Ihr könnt al­les se­hen!«

auf me­ta­cri­tic gibts bis jetzt nur 6 kri­ti­ken, aber alle po­si­tiv, was zu ei­ner punkt­zahl von 94/100 führt. Ro­ge­rE­bert.com wird dort wie folgt zi­tiert:

A tri­um­phant, rive­ting, and con­ti­nu­al­ly shape-shif­ting pie­ce of crea­ti­ve non-fic­tion with cu­rio­si­ty and a playful sen­se of un­com­for­ta­ble hu­mor that will be no sur­pri­se to an­yo­ne fa­mi­li­ar with Fiel­der’s work, it’s the kind of do­cu­men­ta­ry that is per­sis­t­ent­ly in­qui­si­ti­ve and skep­ti­cal: both about its alar­mingly wide-eyed sub­ject who of­ten re­fu­ses to blink, and the pro­cess of do­cu­men­ta­ry film­ma­king its­elf.

al­lein we­gen des trai­lers über­le­ge ich ernst­haft zum ers­ten mal seit ein paar jah­ren mal wie­der in ein kino zu ge­hen. laut wi­ki­pe­dia star­tet der film am 16. ok­to­ber. 


Reacher (S04 E07) gesehen

alles ein bisschen zu kon­stru­iert, komplex und gleich­zei­tig zu simpel. keine con­tu­nui­ty-fehler, aber viele con­ti­nui­ty-un­wahr­schein­lich­kei­ten. trotzdem gern gesehen. 

★ ★ ★ ☆ ☆


The Grand Tour (S01 E02) gesehen

weiterhin ziemlich un­ter­halt­sam. francis (der nerd) ist wirklich witzig, auch weil er nicht witzig sein will, sondern schlau. und dabei kommen wirklich witzige sachen aus ihm. ausserdem fährt er gut und ist eu­pho­ri­sie­rungs­fä­hig ohne ende. obwohl ich allen dreien abnehme, dass das was sie da vor der kamera tun, ihnen wirklich spass macht. not grumpy at all. 

★ ★ ★ ★ ☆

viel­leicht auch noch einen weiteren nachtrag wert, beim me­di­en­bä­cker habe ich folgendes gelesen:

Oh wait, this DHH guy seems to be pretty racist anyways. Holy shit, he openly talks about “re­mi­gra­ti­on” and “de­mo­gra­phic re­pla­ce­ment”. Well, I sure hope I don’t have to read that name ever again. Or anything about “re­mi­gra­ti­on” for that matter.

und wenn man dem link folgt ist dass was man da über DHH lesen kann ein weiteres gutes argument, von seiner distro viel­leicht besser die finger zu lassen.


500 ta­ge täg­li­ches log­gen, 531 ta­ge kir­by

felix schwenzel in über wirres

vor 531 ta­gen schrieb ich „hal­lo kir­by“, nach­dem ich wir­res.net mit kir­by wie­der be­lebt hat­te. und seit 500 ta­gen habe ich je­den tag et­was ver­öf­fent­licht. nicht un­be­dingt je­den tag ei­nen text, aber min­des­tens ein bild oder ei­nen che­ckin.

wirres.net statistiken wie „anzahl beiträge im letzten jahr: 911“ als screenshot von der rückseite von wirres.net

ich bin ganz zu­frie­den mit dem, was ich mir hier in den letz­ten letz­ten an­dert­halb jah­ren zu­sam­men­ge­den­gelt habe. auf der vor­der­sei­te sieht’s aus wie das was ich mir als blog vor­stel­le, 1-2 täg­li­che bei­trä­ge in de­nen ich das ab­bil­de was ich ge­se­hen habe, was mich be­schäf­tigt, was ich emp­feh­le, was ich ge­ges­sen habe. da­hin­ter ein wei­te­rer fluss mit book­marks, li­kes oder re­posts von sa­chen die mir be­geg­net sind, aber oft noch un­sor­tiert, un­kom­men­tiert oder zu lieb­los für die vo­der­sei­te sind. die 84 bil­der vom baum den ich mir im letz­ten win­ter vor­ge­nom­men habe je­den tag wenn ich dran vor­bei­kom­me zu fo­to­gra­fie­ren muss nicht je­der se­hen. aber für mich ist es die wie­der­ent­de­ckung des logs in web­log. in die glei­che ker­be (log­gen) fällt mein me­di­en­me­nü oder me­di­en­log, in dem ich fil­me, se­ri­en und bü­cher log­ge, die ich ge­se­hen oder ge­le­sen habe. tat­säch­lich tau­chen dort seit ja­nu­ar nur fil­me und se­ri­en und you­tube-stun­den auf, die ich mit dem lap­top ge­se­hen habe. kei­ne bü­cher. ob­wohl ich im märz ein buch an­ge­fan­gen habe. und im sep­tem­ber gleich zwei. zu­en­de ge­le­sen hab ich seit jah­ren keins mehr (aber ich bin dran).

aber das ist ja der witz an der sa­che mit dem log­gen: mir selbst vi­sua­li­sie­ren wo­mit ich mei­ne zeit ver­bracht habe und wo­mit nicht und wo die­se zeit hin ist. ei­gent­lich war das von an­fang an eine mo­ti­va­ti­on für mich ins in­ter­net zu schrei­ben: wenn die zeit schon mit stei­gen­dem tem­po an mir vor­bei­rauscht, dann we­nigs­ten die eine oder an­de­re er­in­ne­rung fest­hal­ten.

wenn ich mir den ak­ti­vi­täts­gra­phen der letz­ten 12 mo­na­te an­se­he, er­ken­ne ich auch, dass ich seit dem früh­jahr auch mehr uns mehr auf den ge­schmack kom­me. die fel­der wer­den hel­ler, ich ver­öf­fent­li­che also auch mehr und mehr.

screenshot einer grafik auf der rückseite, die für jeden der vergangenen 365 tage einen punkt anziegt der für die anzahl postings auf der vordersete steht (je mehr, desto heller)

nut­ze ich KI? klar, vor al­lem im ma­schi­nen­raum. wäh­rend ich frü­her die­se web­sei­te mit hil­fe von ge­goo­gel­ten code­schnip­seln zu­sam­men­den­gelt habe, über­las­se ich den gross­teil des co­dings mitt­ler­wei­le di­ver­sen KI-mo­del­len. das prin­zip ist das glei­che wie frü­her: ich stel­le mich mit mei­nen ideen auf die schul­tern von an­de­ren, die das mit dem coden bes­ser kön­nen, um mei­ne ideen um­zu­set­zen. ich lese zwar wei­ter­hin, wie frü­her, lie­bend gern den quell­code von web­sei­ten und ver­su­che zu ver­ste­hen wie din­ge funk­tio­nie­ren, ich stau­ne, wenn ich CSS-, mi­cro­for­mat- oder json-ld-spe­zi­fi­ka­tio­nen lese, ich freue mich über denk­ar­beit, die an­de­re in plug­ins ste­cken und die ich dann ad­ap­tie­ren kann, aber ei­gent­lich ist das prin­zip, wie ich mei­ne web­sei­te baue, seit 30 jah­ren un­ver­än­dert: ich ko­pie­re und steh­le code um dar­aus was ei­ge­nes zu ma­chen. mit KI geht das gan­ze nur ei­nen ti­cken schnel­ler.

ob ich da­mit im jobs’schen/pi­cas­so’schen sin­ne ein good oder gre­at ar­tist oder gar kein ar­tist bin, weiss ich auch nicht.

Good ar­tists copy, gre­at ar­tists ste­al.

was zählt: ich hab mir mein haus selbst ge­baut, auch wenn mir da­bei sehr, sehr vie­le an­de­re ge­hol­fen ha­ben, de­ren code ent­we­der open-sourced ist, goo­g­le­bar war oder von LLMs zum ler­nen ge­nutzt wur­de. um­ge­kehrt hel­fe ich (hof­fent­lich) an­de­ren, auch was ei­ge­nes zu bau­en, in­dem ich mei­ne ideen hier frei ver­füg­bar hin­aus­po­sau­ne.

und für re­cher­che nut­ze ich KI na­tür­lich auch. oder wie nennt man das, wenn man et­was weiss, mal ge­hört hat, sich aber nicht mehr ge­nau er­in­nern kann? ge­nau da­für nut­ze ich auch im­mer wie­der LLMs.

wie hat das ste­ve jobs sagt, „xx ko­pie­ren, künsl­ter klaub­ne bei den bestenb?“

Du meinst sehr wahr­schein­lich das Zi­tat, das oft Ste­ve Jobs zu­ge­schrie­ben wird:

“Good ar­tists copy, gre­at ar­tists ste­al.”

Jobs ver­wen­de­te die­se For­mu­lie­rung 1996 in ei­nem In­ter­view und be­zog sie auf die Idee, sich von her­vor­ra­gen­den Ar­bei­ten an­de­rer in­spi­rie­ren zu las­sen und dar­aus et­was Ei­ge­nes zu schaf­fen. Der Satz stammt al­ler­dings nicht ur­sprüng­lich von Jobs; er wird häu­fig Pa­blo Pi­cas­so zu­ge­schrie­ben, wo­bei auch die­se Zu­schrei­bung nicht ein­deu­tig be­legt ist.

an­de­rer­seits ist die nut­zung von KI für sol­che fra­gen manch­mal auch quatsch. kagi und goog­le hät­ten mir mit dem glei­chen wort­laut der fra­ge auch hel­fen kön­nen. kagi prä­sen­tiert das er­geb­nis al­ler­dings in such­er­geb­nis­sen, goog­le als KI zu­sam­men­fas­sung.


ich ko­che üb­ri­gens ge­nau­so, wie ich blog­ge. ei­ner­seits su­che ich nie per­fek­ti­on, son­dern im­mer ef­fi­zi­enz, an­de­rer­seits nehm ich den gan­zen auf­wand in kauf, da­mits mir schmeckt und freue mich, wenns auch an­de­ren oder der bei­fah­re­rin schmeckt. auch was ich ko­che oder blog­ge hat oft den glei­chen ur­sprung: die bei­fah­re­rin sagt ge­le­gent­lich: „mach doch mal chi­li con car­ne“ oder sucht mir re­zep­te raus und ich guck dann was ich draus ma­che. ist beim blog­gen nicht an­ders: ir­gend­je­mand macht xy im in­ter­net und ich gu­cke was ich dar­aus ma­che.

ges­tern dach­te ich mir: war­um chi­li con car­ne a la ja­mie oli­ver ei­gent­lich über­haupt ko­chen? also gabs ges­tern zum abend­es­sen ex­tra fein ge­wür­fel­te rote zwie­bel mit ei­ner dose mut­ti-to­ma­ten, ei­ner klei­nen dose ki­cher­erb­sen, ei­ner dose schwar­zen boh­nen, et­was do­sen­mais (ab­wei­chend vom ori­gi­nal­re­zept), et­was bal­sa­mi­co, et­was so­ja­sauce, et­was kreuz­küm­mel, et­was zimt und wie er­war­tet er­gab das ein sehr le­cke­res, gaz­pachio-ar­ti­ges ge­richt. fri­sche, fein­ge­wür­fel­te pa­pri­ka hät­te dem gan­zen auch gut ge­tan, hat­ten wir aber nicht mehr. heu­te früh hab ich den rest von ges­tern abend mit sa­la­mi-wür­feln ver­län­gert. chi­li con sa­la­mi war auch gut.