alles
- Eis in der Waffel heißt auf Finnisch Jäätelötötterö. Es setzt sich aus den Wörtern jäätelö (Speiseeis) und tötterö (Tüte oder Kegel) zusammen.
links und likes 10.09.2026
mir fiel auf, dass ich matt groening noch nie gesehen habe, also schaute ich mir diese folge von conan o’brian needs a friend mit matt groening an. matt groening ist ein bescheidener, sympathischer typ der wie home simpson aussieht aber sehr viel intelligenter als homer ist. ausserdem gelernt, dass man matt groening nicht deutsch mit ö (gröning) ausspricht, sondern wie greyning.
matt groening inspiriert conan o’brien dazu selbt die ganze zeit über seine zeit als autor bei den simpsons zu erzählen, während matt groening gelegentlich kleine ergänzungen hinzufügt. sehr interessant und unterhaltsam fand ich das und conan o’brien schafft es fast die ganze sendung über seinen sarkastischen humor zu zügeln — ganz offensichtlich ist er sehr bewegt von matt groenings anwesenheit und weist mehrfach daraif hin wie dankbar er für seine zeit bei den simpsons war.
zwischendurch reden die beiden über einen der simpsons-autoren mit dem namen john swartzwelder, der mittlerweiel detektivgeschichten schreibt, die beide sehr witzig finden.
die leseprobe von The Time Machine Did It auf amazon.de hat mich dazu gebracht das gleich zu kaufen und auf meinen virtuellen stapel von ungelesenen büchern ganz oben zu legen.
wie immer sehr witzig, auch wenn (oder gerade weil) jemand mit den gefühlen vom nuf spielen wollte.
Was ich eigentlich schreiben wollte: ich bin schon etwas deprimiert weder Agentur noch Vertrag zu haben. Mein Diva-Ego ist angekratzt und genau in dieser Verfassung erhielt ich nachfolgende Mail:
[…]
Ja und was soll ich sagen. Da war ich schon ein bisschen: Oha!
lukas heinser macht es einem wirklich einfach einen lesenwerten text von ihm anzuteasern. einfach den ersten absatz zitieren sollte reichen den ganzen text zu empfehlen, oder?
Keine Bronzeplakette, kein Podcast und keine Netflix-Doku künden davon, aber: Heute vor 25 Jahren sind wir – der Erdkunde-LK und weitere Leistungskurse des Theodor-Heuss-Gymnasiums Dinslaken – von unserer Stufenfahrt nach Berlin zurückgekommen.
im wedding sind wir wirklich gut versorgt mit chinesischen restaurants. trotzdem gehen wir eher selten überhaupt essen, aber der letzte besuch im szechuan an der szeestrase war sehr inspirierend. nach dem wirklich guten essen dort, wollte ich alles was wir dort gegessen haben nachkochen. bin ich zwar noch nicht dazu gekommen, werd ich aber noch. und in reisnudeln mizu werden wir bestimmt auch bald mal gehen.
“you can see everything”

der spiegel ist hellauf begeistert vom trailer der doku „you can see everything“:
Nicht jeder Film, ob Doku oder Fiktion, gibt eine solche Ankündigung her. Und oft genug hält das eigentliche Werk nicht, was die Vorschau verspricht. Der Trailer zu »You Can See Everything« aber setzt neue Maßstäbe. Gäbe es einen Oscar für den besten Trailer, wäre er diesem verstörenden Psychothriller im Miniaturformat nicht mehr zu nehmen.
der artikel ist hinter der paywall (hier ein geschenklink der aber nur 10 klicks lange hält), aber besteht neben begeisterung ohnhin nur aus der nacherzählung des trailers. den trailer kann man sich auch so anschauen.
als ich den trailer gesehen habe, wusste ich nicht um was es geht. nachdem ich den trailer gesehen hatte, wusste ich es immer noch nicht. ich wunderte mich aber, dass der film als documentary angekündigt wird, obwohl er doch so nach einem spielfilm aussieht. und ich habe mich gewundert, wo man eine schauspielerin gefunden hat, die elisabeth holmes so ähnlich sieht.
stellt sich raus, das ist tatsächlich eine doku.
Drei Jahre sollen Fielder und Oppenheim unter strengster Geheimhaltung an dieser Dokumentation gearbeitet haben. 34 Tage, bevor sie ihre Haft antreten sollte, hatte Holmes die Filmemacher eingeladen, ihr Leben zu begleiten: »Ihr könnt alles sehen!«
auf metacritic gibts bis jetzt nur 6 kritiken, aber alle positiv, was zu einer punktzahl von 94/100 führt. RogerEbert.com wird dort wie folgt zitiert:
A triumphant, riveting, and continually shape-shifting piece of creative non-fiction with curiosity and a playful sense of uncomfortable humor that will be no surprise to anyone familiar with Fielder’s work, it’s the kind of documentary that is persistently inquisitive and skeptical: both about its alarmingly wide-eyed subject who often refuses to blink, and the process of documentary filmmaking itself.
allein wegen des trailers überlege ich ernsthaft zum ersten mal seit ein paar jahren mal wieder in ein kino zu gehen. laut wikipedia startet der film am 16. oktober.
vielleicht auch noch einen weiteren nachtrag wert, beim medienbäcker habe ich folgendes gelesen:
Oh wait, this DHH guy seems to be pretty racist anyways. Holy shit, he openly talks about “remigration” and “demographic replacement”. Well, I sure hope I don’t have to read that name ever again. Or anything about “remigration” for that matter.
und wenn man dem link folgt ist dass was man da über DHH lesen kann ein weiteres gutes argument, von seiner distro vielleicht besser die finger zu lassen.
500 tage tägliches loggen, 531 tage kirby
vor 531 tagen schrieb ich „hallo kirby“, nachdem ich wirres.net mit kirby wieder belebt hatte. und seit 500 tagen habe ich jeden tag etwas veröffentlicht. nicht unbedingt jeden tag einen text, aber mindestens ein bild oder einen checkin.

ich bin ganz zufrieden mit dem, was ich mir hier in den letzten letzten anderthalb jahren zusammengedengelt habe. auf der vorderseite sieht’s aus wie das was ich mir als blog vorstelle, 1-2 tägliche beiträge in denen ich das abbilde was ich gesehen habe, was mich beschäftigt, was ich empfehle, was ich gegessen habe. dahinter ein weiterer fluss mit bookmarks, likes oder reposts von sachen die mir begegnet sind, aber oft noch unsortiert, unkommentiert oder zu lieblos für die voderseite sind. die 84 bilder vom baum den ich mir im letzten winter vorgenommen habe jeden tag wenn ich dran vorbeikomme zu fotografieren muss nicht jeder sehen. aber für mich ist es die wiederentdeckung des logs in weblog. in die gleiche kerbe (loggen) fällt mein medienmenü oder medienlog, in dem ich filme, serien und bücher logge, die ich gesehen oder gelesen habe. tatsächlich tauchen dort seit januar nur filme und serien und youtube-stunden auf, die ich mit dem laptop gesehen habe. keine bücher. obwohl ich im märz ein buch angefangen habe. und im september gleich zwei. zuende gelesen hab ich seit jahren keins mehr (aber ich bin dran).
aber das ist ja der witz an der sache mit dem loggen: mir selbst visualisieren womit ich meine zeit verbracht habe und womit nicht und wo diese zeit hin ist. eigentlich war das von anfang an eine motivation für mich ins internet zu schreiben: wenn die zeit schon mit steigendem tempo an mir vorbeirauscht, dann wenigsten die eine oder andere erinnerung festhalten.
wenn ich mir den aktivitätsgraphen der letzten 12 monate ansehe, erkenne ich auch, dass ich seit dem frühjahr auch mehr uns mehr auf den geschmack komme. die felder werden heller, ich veröffentliche also auch mehr und mehr.

nutze ich KI? klar, vor allem im maschinenraum. während ich früher diese webseite mit hilfe von gegoogelten codeschnipseln zusammendengelt habe, überlasse ich den grossteil des codings mittlerweile diversen KI-modellen. das prinzip ist das gleiche wie früher: ich stelle mich mit meinen ideen auf die schultern von anderen, die das mit dem coden besser können, um meine ideen umzusetzen. ich lese zwar weiterhin, wie früher, liebend gern den quellcode von webseiten und versuche zu verstehen wie dinge funktionieren, ich staune, wenn ich CSS-, microformat- oder json-ld-spezifikationen lese, ich freue mich über denkarbeit, die andere in plugins stecken und die ich dann adaptieren kann, aber eigentlich ist das prinzip, wie ich meine webseite baue, seit 30 jahren unverändert: ich kopiere und stehle code um daraus was eigenes zu machen. mit KI geht das ganze nur einen ticken schneller.
ob ich damit im jobs’schen/picasso’schen sinne ein good oder great artist oder gar kein artist bin, weiss ich auch nicht.
Good artists copy, great artists steal.
was zählt: ich hab mir mein haus selbst gebaut, auch wenn mir dabei sehr, sehr viele andere geholfen haben, deren code entweder open-sourced ist, googlebar war oder von LLMs zum lernen genutzt wurde. umgekehrt helfe ich (hoffentlich) anderen, auch was eigenes zu bauen, indem ich meine ideen hier frei verfügbar hinausposaune.
und für recherche nutze ich KI natürlich auch. oder wie nennt man das, wenn man etwas weiss, mal gehört hat, sich aber nicht mehr genau erinnern kann? genau dafür nutze ich auch immer wieder LLMs.
wie hat das steve jobs sagt, „xx kopieren, künslter klaubne bei den bestenb?“
Du meinst sehr wahrscheinlich das Zitat, das oft Steve Jobs zugeschrieben wird:
“Good artists copy, great artists steal.”
Jobs verwendete diese Formulierung 1996 in einem Interview und bezog sie auf die Idee, sich von hervorragenden Arbeiten anderer inspirieren zu lassen und daraus etwas Eigenes zu schaffen. Der Satz stammt allerdings nicht ursprünglich von Jobs; er wird häufig Pablo Picasso zugeschrieben, wobei auch diese Zuschreibung nicht eindeutig belegt ist.
andererseits ist die nutzung von KI für solche fragen manchmal auch quatsch. kagi und google hätten mir mit dem gleichen wortlaut der frage auch helfen können. kagi präsentiert das ergebnis allerdings in suchergebnissen, google als KI zusammenfassung.
ich koche übrigens genauso, wie ich blogge. einerseits suche ich nie perfektion, sondern immer effizienz, andererseits nehm ich den ganzen aufwand in kauf, damits mir schmeckt und freue mich, wenns auch anderen oder der beifahrerin schmeckt. auch was ich koche oder blogge hat oft den gleichen ursprung: die beifahrerin sagt gelegentlich: „mach doch mal chili con carne“ oder sucht mir rezepte raus und ich guck dann was ich draus mache. ist beim bloggen nicht anders: irgendjemand macht xy im internet und ich gucke was ich daraus mache.
gestern dachte ich mir: warum chili con carne a la jamie oliver eigentlich überhaupt kochen? also gabs gestern zum abendessen extra fein gewürfelte rote zwiebel mit einer dose mutti-tomaten, einer kleinen dose kichererbsen, einer dose schwarzen bohnen, etwas dosenmais (abweichend vom originalrezept), etwas balsamico, etwas sojasauce, etwas kreuzkümmel, etwas zimt und wie erwartet ergab das ein sehr leckeres, gazpachio-artiges gericht. frische, feingewürfelte paprika hätte dem ganzen auch gut getan, hatten wir aber nicht mehr. heute früh hab ich den rest von gestern abend mit salami-würfeln verlängert. chili con salami war auch gut.












gerne gelesen.