alles




man­che der wahl­pla­ka­te die mo­men­tan über­all in ber­lin rum­ste­hen oder hän­gen tref­fen ge­le­gent­lich ei­nen nerv bei mir. also in dem sinn, dass ich sie gut oder nicht dumm fin­de. die von der CDU sind meis­tens strunz­dumm und schei­nen von bil­li­gem po­pu­lis­mus ge­trie­ben. die von volt wir­ken nicht dumm, aber trotz­dem sehr un­sym­pa­thisch und selbst­ver­liebt.

an­de­rer­seits habe ich ein paar CDU-pla­ka­te ge­se­hen, die ich nicht dumm fand. wenn man ei­nen spit­zen­kan­di­da­ten hat, der aus­sieht wie ein 20-jäh­ri­ger stre­ber, ist es nicht dumm aus die­ser ver­meint­li­chen schwä­che, zu ver­su­chen eine stär­ke zu ma­chen: „ei­ner muss ver­nünf­tig sein“

das hier von der SPD hat mir ge­fal­len, auch wenn zet­tel mit sol­chen fra­gen frü­her™ zwei käst­chen zum an­kreu­zen hat­ten: ja und nein.

zwei wahlplakate auf der grünen mittelinsel am ende der seestrasse.
zwei wahlplakate auf der grünen mittelinsel am ende der seestrasse.
SPD wahl­pla­kat von ste­fan krach mit dem slo­gan: „wollt ihr mit mir ge­hen?“

aber ich sehe nicht, wie mich wahl­pla­ka­te, egal ob sie mir ge­fal­len oder nicht, in mei­ner wahl be­ein­flus­sen sol­len. aus­ser, dass ihre prä­senz si­gnal­si­ert, dass bald eine wahl an­steht, ent­hal­ten sie kei­ne für mich ver­wert­ba­re in­for­ma­ti­on.


fdp wahlplakta zur abgeordnetenhauswahl in berlin 2026 mit einem bild von batuhan temiz und dem slogan: „aufstieg durch leistung“
fdp wahlplakta zur abgeordnetenhauswahl in berlin 2026 mit einem bild von batuhan temiz und dem slogan: „aufstieg durch leistung“
FDP wahl­pla­kat von batu­han te­miz mit dem slo­gan: „auf­stieg durch leis­tung?“

ich ver­mu­te, wenn man sich als po­li­ti­ker zum mär­chen „der hase und der igel“ äus­sern müss­te1, dann wäre batu­han te­miz be­stimmt im fan-la­ger des ha­sen. 


  1. ab­ge­se­hen da­von, schreck­li­ches mär­chen, miso­gyn und an­satz­wei­se xe­no­phob. oder an­ders ge­sagt: ich er­in­ne­re mich gar nicht dar­an, dass der igel so ein arsch­loch war und der an­ge­ber-stre­ber-hase im mär­chen bei­na­he sym­pa­thi­scher wirkt als der igel. ↑︎




“no ai” is re­al­ly just in­vi­si­ble ai

felix schwenzel in artikel

jo­nas us­sing hat in den letz­ten zwei jah­ren sechs vi­de­os ver­öf­fent­licht, in de­nen er ge­gen den mar­ke­ting-my­thos der mo­der­nen film in­dus­trie ar­gu­men­tiert, dass fil­me ohne com­pu­ter ge­ne­rier­te ef­fek­te (CGI) et­was gu­tes sei­en. sein haupt­ar­gu­ment ist auch der ti­tel sei­ner rei­he:

“NO CGI” is re­al­ly just IN­VI­SI­BLE CGI
(play­list al­ler 6 vi­de­os)

fast im­mer wenn beim mar­ke­ting ei­nes film be­haup­tet wird, al­les sei echt, alle stunts und ef­fek­te sei­nen „prak­tisch“ (prac­ti­cal) ge­filmt und nicht am com­pu­ter ge­ne­riert, stimmt das im­mer nur so halb. stun­den­lang se­ziert jo­nas us­sing in sei­nen vi­de­os sol­che be­haup­tun­gen von prac­ti­cal ef­fects. ich habe die fil­me von jo­nas us­sing imemr wie­der hier emp­foh­len und tue das nach wie vor.

YouTube Video Vorschaubild you­tube-vi­deo la­den, info, di­rekt­link

ich habe mir den ti­tel von jo­nas us­sings vi­deo-rei­he mal ge­borgt, weil ich glau­be, dass bei „CGI“ und „AI“ oder „KI“ die glei­chen ef­fek­te wir­ken.

zum ei­nen wirkt mar­ke­ting nur, wenn es auf frucht­ba­ren bo­den fal­len kann. die be­haup­tung: „kein CGI in die­sem film“ wird ja nur des­halb ge­macht, weil sie ein qua­li­täts­ver­spre­chen ist, das ei­nen wunsch des pu­bli­kums ab­bil­det. dass sich das ver­spre­chen dann bei ge­naue­rer be­trach­tung als klei­ne lüge her­aus­stellt ist nicht schlimm, so­lan­ge das CGI-ge­döns un­sicht­bar, un­merk­lich bleibt.

auch die här­tes­ten kri­ti­ker von KI ha­ben kei­ne oder kaum pro­ble­me mit dem, was un­se­re­re ta­schen­rech­ner­ka­me­ras (smart­pho­ne­ka­me­ras) seit vie­len jah­ren pro­du­zie­ren: bil­der die nicht mehr ein­fach das ab­bil­den was lin­sen und sen­so­ren ein­ge­fan­gen ha­ben, son­dern bil­der die eine al­go­rith­misch re­kon­stru­ier­te in­ter­pre­ta­ti­on der fo­to­gra­fier­ten sze­ne sind. mo­der­ne ta­schen­rech­ner­ka­me­ras re­kon­stru­ie­ren aus mess­da­ten ein bild, das dar­auf op­ti­miert wird un­se­re­re er­war­tung zu ent­spre­chen, wie die welt aus­sieht.

be­reits 2018, mit dem ipho­ne XR, sprach ap­ple da­von, dass die bild­ver­ar­bei­tungs­pipe­line auch die hil­fe ei­ner neu­ral en­gi­ne in an­spruch näh­me.

in un­se­ren ta­schen­rech­nern wer­kelt also seit fast 10 jah­ren KI (ma­chi­ne lear­ning) an un­se­rern bil­dern rum. aber das stört uns nicht, weil das was raus­kommt, ge­nau un­se­ren er­war­tun­gen ent­spricht und da­mit qua­si un­sicht­bar ist.


auf wired.com er­schien die­ser tage ein ar­ti­kel von max­well zeff mit dem ti­tel „Si­li­con Val­ley Does­n't Get Why You Hate AI“

The AI back­lash was not cau­sed by sca­ry war­nings about the fu­ture from tech CEOs, or the fact that Ope­nAI and An­thro­pic have not yet cu­red can­cer. It’s about the ways AI is al­re­a­dy start­ing to ch­an­ge so­cie­ty, which many Ame­ri­cans fear is for the worse.

oder mit an­de­ren wor­ten, der ge­gen­wind, den KI nicht nur in den USA, son­dern auch hier er­fährt, liegt nicht nur dar­an dass KI-slop die me­di­en ver­stopft oder KI-fir­men die tol­le zu­kunft, die uns KI brin­gen soll, nicht gut ge­nug kom­mu­ni­zie­ren, son­dern auch dar­an das wir jetzt schon be­ob­ach­ten kön­nen, wie die­se tech­no­lo­gie ver­trau­en ero­diert, ge­sell­schaft­li­che kon­flik­te schürt und un­si­cher­heit säät — so wie jede neue tech­no­lo­gie die ge­sell­schaft, ge­schäfts­mo­del­le, le­bens­wei­sen ver­än­dert.

al­ler­dings er­sch­ei­nen die ver­än­de­run­gen die KI ver­ur­sacht im un­ter­schied zu vor­he­ri­gen dis­rup­tio­nen durch tech­no­lo­gie­wan­del, of­fen­bar selbst hart­ge­sot­te­nen tech­no­lo­giefans und nerds un­heim­lich und un­be­re­chen­bar. mir auch.

wäh­rend das in­ter­net auch auf hef­ti­gen wi­der­stand bei der ge­sell­schaft­li­chen ad­op­ti­on traf, schie­nen im­mer ir­gend­wie die vor­tei­le zu über­wie­gen, auch wenn das in­ter­net die ge­sell­schaft und die wirt­schaft an vie­len stel­len auf den kopf stell­te.

bei KI sum­mie­ren sich die vor- und nach­tei­le of­fen­bar mehr und mehr zu ei­ner ne­ga­ti­ven sum­me. und da­ge­gen schei­nen KI-fir­men we­der mit PR-kam­pa­gnen, noch mit im­mer blu­mi­ge­ren ver­spre­chen an­zu­kom­men.


das un­be­ha­gen, was vie­le men­schen ge­gen­über KI ha­ben, gleicht dem un­be­ha­genm das vie­le men­schen ge­gen­über do­nald trump ha­ben. plötz­lich ist da et­was, das an wich­ti­gen schalt­stel­len der welt sitzt, das enor­me macht und wirk­mäch­tig­keit hat, aber gleich­zei­tug auch schlam­pig, ver­lo­gen, ge­schichts­ver­ges­sen ar­bei­tet — und kei­nen ge­schmack und an­stand hat. trump und KI ma­chen uns auch des­halb angst, weil es so vie­le men­schen gibt, die ih­nen ver­trau­en oder sich vor­tei­le von ih­nen er­hof­fen und sie in macht­vol­le oder po­ten­zi­ell all­mäch­ti­ge po­si­tio­nen he­ben. wir be­ob­ach­ten trump und KI beim di­let­tie­ren und dass sie sich kaum ein­he­gen oder kon­trol­lie­ren las­sen.


kon­stan­tin nutzt KI.

Jep. Ich set­ze KI ein. […] KI als Lek­tor. […] KI zum Aus­lo­ten von Op­tio­nen. Ja, ich liess manch­mal KI Ent­wuer­fe auf Ba­sis mei­ner Ideen schrei­ben, um Rich­tun­gen aus­zu­lo­ten. Na­tuer­lich habe ich da­nach die­se Roh­mas­se re­di­giert, neu­ge­schrie­ben, oder ver­wor­fen. Manch­mal kam ich auch mit ei­nem Pro­blem zum LLM, und wir ha­ben be­spro­chen, wel­che Loe­sun­gen es ge­ben kann.

aus mei­ner sicht ist eine sol­che nut­zung von KI ge­nau­so le­gi­tim, wie eine bild­ver­ar­bei­tungs­pipe­line in ei­nem ta­schen­rech­ner, so wie CGI kein CGI ist, so lan­ge es un­sicht­bar bleibt. oder bes­ser, so­lan­ge das an­thro­po­mor­phe, das mensch­li­che, das hand­ge­dach­te sicht­bar und klar er­kenn­bar bleibt.

an­de­rer­seits ist es ge­nau­so le­gi­tim über so eine ar­beits­wei­se zu den­ken: „Das ist mir zu viel KI.“

ben_ be­ob­ach­tet, dass KI dazu bei­trägt text zu ent­wer­ten.

Text ist und war schon im­mer ein Ge­we­be ei­ge­ner und frem­der Ge­dan­ken und Wor­te, ge­formt durch nicht-sim­pli­zis­ti­sche Pro­zes­se und Werk­zeu­ge. Im Wein­berg des Tex­tes und so …

… aber … [mit KI] sinkt der Wert al­ler Tex­te, au­to­ma­tisch. Egal, wie viel oder we­nig. Text fällt im Wert und Text ge­rät un­ter Ge­ne­ral­ver­dacht und wird es fort­an blei­ben.

im prin­zip gehts wie­der um die wurst. ei­ner­seits in dem sinn, dass wir als ge­sell­schaft wie­der wege fin­den müs­sen die ver­wer­fun­gen der tech­no­lo­gie so zu na­vi­gie­ren, dass wir un­se­re ge­sell­schaf­ten zu­sam­men­hal­ten kön­nen und vor dem aus­ein­an­der­bre­chen be­wah­ren kön­nen. ge­sell­schaft­li­che kri­sen die durch tech­no­lo­gie­wan­del aus­ge­löst wur­den, ha­ben wir in der jün­ge­ren ge­schich­te ja schon öf­ter — mehr oder we­ni­ger er­folg­reich — na­vi­giert.

aber an­de­rer­seits gehts auch um die her­stel­lung der wurst. ich zi­tie­re alle paar mo­na­te die­ses zi­tat von tel­ler:

So­me­ti­mes, ma­gic is just so­meone spen­ding more time on so­me­thing than an­yo­ne else might re­ason­ab­ly ex­pect.

wenn wir wie­der „hand­den­ken“ (wort­schöp­fung: dvg), mehr ar­beit in tex­te ste­cken als sich ir­gend­wer vor­stel­len kann, ha­ben wir viel­leicht die chan­ce den wert von text wie­der zu stei­gern — auch wenn der ge­ne­ral­ver­dacht blei­ben wird.

text und an­de­re krea­ti­ve ge­wer­ke ha­ben noch chan­cen, wenn der her­stel­lungs­pro­zess ge­nau so sicht­bar ge­macht wird, wie es film­stu­di­os ge­le­gent­lich in ih­rem mar­ke­ting ver­su­chen, wenn sie be­haup­ten ein film ent­hal­te (an­geb­lich) „no cgi“.

wer wurst her­stellt und da­für kon­su­men­ten fin­den will, wird künf­tig mög­li­cher­wei­se nicht mehr um­hin kom­men, den her­stel­lungs­pro­zess so trans­pa­rent wie nur mög­lich dar­zu­stel­len. das heisst aber auch, ein ein­fa­ches la­bel „no AI“ / „kei­ne KI“ wird nicht rei­chen, da muss auch ganz viel dif­fe­ren­ziert wer­den. ein­fa­che la­bel wer­den nicht rei­chen. har­te und viel krea­ti­ve hand- und denk-ar­beit al­lein auch nicht.


so wie jo­nas us­sing mit viel mühe über 6 vi­de­os hin­weg die be­haup­tung „no CGI“ als klei­ne oder gros­se lüge ent­larvt hat, wer­den auch la­bel wie „no AI“ oder „kei­ne KI“ nie die gan­ze wahr­heit über die her­stel­lung krea­ti­ver ar­beit ehr­lich ab­bil­den. es ist im­mer kom­pli­zier­ter als man denkt. so wie „made in ger­ma­ny“, „selbst­ge­ba­cke­nes brot“ oder „ohne kon­ser­vie­rungs­stof­fe“ auch im­mer nur ei­nen teil der ge­schich­te er­zäh­len.

viel­leicht soll­ten wir uns statt auf la­be­l­ing, eher dar­auf kon­zen­trie­ren un­se­rer KI-nut­zung in bes­se­re wor­te zu fas­sen? eine spra­che da­für fin­den, um zu be­schrei­ben wie wir ar­bei­ten. viel­leicht lohnt es sich dar­über zu re­flek­tie­ren, was wir von kunst, text und kul­tur ei­gent­lich ge­nau er­war­ten, was uns ei­gent­lich wich­tig ist? was wir ei­gent­lich wol­len? wo die gren­zen ver­lau­fen, wo wir die pflö­cke ein­schla­gen?

schön und le­sens­wert in die­sem zu­sam­men­hang:


quel­len


aus­ser­dem




del­ta-up­date (20,84 kg)

felix schwenzel in semaglutid

ei­gent­lich woll­te ich ja bis april 2027 nicht mehr über mein ge­wicht schrei­ben. aber ich freue mich, dass die durch­schnitts­wer­te die­sen mo­nat ein biss­chen nach un­ten zei­gen. im­mer­hin habe ich im au­gust mei­ne pom­mes-ex­pe­ri­men­te wie­der auf­ge­nom­men und rös­ti in but­ter ge­tränkt. und das freut mich: dass ich auch ohne wirk­li­chen ver­zicht mein ge­wicht hal­ten und im rend so­gar noch ein biss­chen run­ter­be­kom­men kann. kann na­tür­lich auch dar­an lie­gen, dass ich in sa­chen mus­kel­auf­bau in den letz­ten wo­chen et­was faul war.

und an­de­rer­seits ist es jetzt fast ein jahr her, dass ich zum letz­ten mal se­maglut­id/oz­em­pic ge­nom­men habe und sehe, dass das ge­wicht da bleibt wo ich es gut fin­de. 

mein monatliches durchschnittsgewicht vom januar 2025 (ca. 113 kg) bis zum august 2026 (ca. 92,6 kg)
mein monatliches durchschnittsgewicht vom januar 2025 (ca. 113 kg) bis zum august 2026 (ca. 92,6 kg)
mein mo­nat­li­ches durch­schnitts­ge­wicht vom ja­nu­ar 2025 bis zum au­gust 2026 (stand vom juni 2026)



mir ist auf­ge­fal­len, dass noch ei­ni­ge blogs die ich ger­ne lese in mei­nen blogrol­len feh­len. mei­ne blogrol­len auf­fül­len oder um­sor­tie­ren wer­de ich jetzt re­gl­mäs­sig ma­chen weil ich sie mitt­ler­wei­le selbst mit gros­sem ver­gnü­gen selbst nut­ze, der­zeit vor al­lem in mei­nem rea­der, aber auch mit­tels ei­nes neu­en riv­va-fea­ture, dass ge­ge­be­nen­falls bald öf­fent­lich zu­gäng­lich ist.

was mir im rea­der auf­fiel. ich mag netz­po­li­tik, aber die ver­öf­fent­li­chungs­fre­quenz von ar­ti­keln die ich nicht un­be­dingt so­fort le­sen möch­te ist mir ein biss­chen zu hoch. des­halb wan­dert netz­po­li­tik von mein­ner „start­pack-blogrol­le“ in „auch in mei­nem feed­rea­der“ — und da­mit aus dem rea­der.

ich füh­re künf­tig also drei blogrol­len, eine (das „star­ter­pack“) mit deutsch­spra­chi­gen blogs die ich so ger­ne lese, dass ich sie ger­ne vor al­lem an­de­ren in mei­nem feed­rea­der le­sen wür­de. dann eben jene blogs die ich auch in mei­nem feed rea­der habe und von de­nen ich fast al­les lese, aber eben auch ge­le­gent­lich was über­sprin­ge oder auch spä­ter le­sen kann. und dann die eng­lisch­spra­chi­gen blogs. da wer­de ich in zu­kunft viel­leicht noch eine vier­te blogrol­le draus ex­tra­hie­ren, mit eng­lisch­spra­chi­gen blogs die ich für es­sen­zi­ell hal­te, wie dar­ing fire­ball oder waxy.org oder this is­n't hap­pi­ness.

Blogroll

  • Ole Reissmann

    ole reissmann lese ich auch furchtbar gerne, auch wenn er sich the­ma­tisch derzeit fast aus­schliess­lich auf KI und jour­na­lis­mus kon­zen­triert. ich finde dort ge­le­gent­lich echte perlen. → eng­lisch­spra­chi­ge blogs

  • REAL VIRTUALITY

    alexander matzkeit über film und medien und dies und das. er schreibt selten, aber immer mit substanz und lei­den­schaft. → star­ter­pack

  • horax schreibt hier

    in der un­ter­zei­le steht unter anderem: „ab­sichts­lo­ses her­um­lie­gen“. das gefällt mir, aber auch das, was horax ge­le­gent­lich schreibt. → star­ter­pack

  • Stefan Niggemeier

    das war lange zeit mein lieb­lings­blog von meinem lieb­lings­jour­na­lis­ten. dann kam über­me­di­en und stefan-nig­ge­mei­er.de schlief ein. jetzt (2026) ver­öf­fent­lich stefan dort wieder artikel, die er anderswo ver­öf­fent­licht hat. ich bin sicher, dasss stefan-nig­ge­mei­er.de ir­gend­wann wieder mein lieb­lings­blog wird. → auch in meinem feed­rea­der

beim letz­ten fol­low-mon­tag lan­de­te jo­han­nes kuhn noch in ei­ner ei­ge­nen blogrol­le und OPML-da­tei. die habe ich jetzt ent­fernt und jo­han­nes ins star­ter­pack auf­ge­nom­men. 


flop­py

felix schwenzel in notiert

das logo des medientrackers „floppy“
das logo des medientrackers „floppy“

flo­ri­an schreibt über trakt und dass er jetzt flop­py zum me­di­en­track­ing nutzt.

mit trakt habe ich auch ein paar jah­re mei­nen me­di­en­ko­sum ge­trackt, aber vor ei­ner gan­zen wei­le da­mit auf­ge­hört, weil mir das ei­ner­seits zu doof wur­de ei­ner fir­ma so ein da­ten­ge­schenk zu ma­chen auf eine art auch su­spekt wur­de.

vor ein paar mo­na­ten ent­schied ich mich je­den­falls für min­des­tens ein jahr hier im blog fest­zu­hal­ten, was ich an se­ri­en und fil­men sehe. da wo es geht oder sinn er­gibt, zie­he ich es vor, mei­ne da­ten selbst zu ver­wal­ten und zu mei­nen be­din­gun­gen zu ver­öf­fent­li­chen. es zeigt sich so­weit, dass das ganz gut geht und auch se­mi­au­to­ma­tisch. wenn es nicht se­mi­au­to­ma­tisch ge­hen wür­de, ver­lies­se mich schnell die lust so­et­was zu tun. mein work­flow war haupt­säch­lich dass al­les was ich auf plex sehe au­to­ma­tisch ei­nen ein­trag im blog er­zeugt. din­ge die ich auf net­flix, ama­zon prime oder in me­dia­the­ken sehe, muss­te ich noch ge­le­gent­lich ma­nu­ell an­le­gen. ein biss­chen half mir da­bei pop­feed, das eine gute me­ta­da­ten­quel­le ist und das ich im rah­men mei­nes AT­mo­sphe­re-wahns ger­ne aus­pro­bie­ren woll­te (zum pa­ralel­len tra­cken).

je­den­falls habe ich mir dann auf an­re­gung von flo­ri­an eben je­nes flop­py an­ge­se­hen. flop­py ist wie trakt oder pop­feed ein me­di­en­tra­cker, nur dass man ihn selbst be­trei­ben kann. flop­py hat mir auf den ers­ten blick ge­fal­len. ich konn­te alle da­ten, vor al­lem die ge­sam­te dort ge­spei­cher­te his­tio­rie, von trakt und plex im­por­tie­ren und gleich­zei­tig me­ta­da­ten-diens­te nut­zen, die auch von trakt, plex, pop­feed und al­len an­de­ren ge­nutzt wer­den. flop­py weiss aus der plexhis­to­rie, dass ich ge­ra­de silo sehe, weiss was die nächs­te fol­ge kommt und so­bald ich die neu­es­te fol­ge ge­se­hen habe, mar­kiert flop­py die, dank ei­ner ver­bin­dung zu mei­nem plex, au­to­ma­tisch als ge­se­hen. wenn ich eine fol­ge re­a­cher auf ama­zon prime sehe, kann ich die ge­se­he­ne fol­ge mit drei klicks als ge­se­hen mar­kie­ren und der ein­ge­bau­te ka­len­der in flop­py zeigt mir, wann die nächs­ten fol­gen kom­men.

aber das bes­te ist: so­bald flop­py eine fol­ge oder ei­nen film als ge­se­hen mar­kiert, legt es, mit ei­nem klei­nen selbst­ge­schrie­be­nen script, auch ei­nen ein­track im me­di­en­tra­cker auf wir­res.net an.

se­ri­en wie die sen­dung mit der maus oder die for­mel 1 zu tra­cken, war mit trakt und pop­feed ent­weer müh­sam, un­mög­lich oder bug­gy. das tra­cken der sen­dung mit der maus mit flop­py war auch bug­gy, aber weil flop­py auf mei­nem heim­ser­ver läuft, konn­te ich es patchen, so dass ich jetzt so­wohl die for­mel 1, als auch die sen­dung mit der maus feh­ler­frei und mü­he­los tra­cken kann.

was ich sa­gen will: flop­py ist toll, sei­ne ei­ge­nen me­ta­da­ten zu ver­wal­ten ist noch tol­ler und mein trakt-kon­to zu lö­schen fühl­te sich gut an.


let­ter­boxd fin­de ich nach wie vor sym­pa­thisch und wer­de mei­ne ge­se­he­nen fil­me und kurz­kri­ti­ken dort wei­ter­hin ver­öf­fent­li­chen.


pop­feed fin­de ich toll, aber es scheint ei­ner­seits nicht wei­ter­ent­wi­ckelt zu wer­den und ist an­de­rer­seits irre lang­sam. die nut­zung von pop­feed pau­sie­re ich erst­mal.


hei­ko hat sich, wie flo­ri­an, auch ei­nen me­di­en­tra­cker ge­bas­telt.