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pho­to­chro­me

felix schwenzel in notiert

über die­sen re-toot auf die­sen bei­trag …

… auf der web­site der pho­to­chrom-dru­cke-samm­lung der konhgress-bi­blio­thek ge­lan­det und in ein rab­bit hole ge­fal­len. ei­ner­seits kam mir das ir­gend­wie be­kannt vor und tat­säch­lich, vor 10 jah­ren war ich schon­mal in die­sem rab­bit hole.

da­mals hab ich die pho­to­chrom-dru­cke in der wi­ki­me­dia durch­stö­bert und ein paar paa bil­der raus­ge­an­gelt.

in der kon­gress bi­blio­thek kann man die pho­to­chrom-samm­lung durch­su­chen, zum bei­spiel nach aa­chen oder ber­lin. die samm­lung um­fasst so um die 6500 di­gi­ta­li­sier­te dru­cke.


un­ter den lin­den, zwi­chen ca. 1890 und 1900 (quel­le)

an dem bild oben fin­de ich fas­zi­nie­rend, dass un­ter den lin­den wie in ei­nem al­ten wes­tern aus­sieht. was ja auch nicht völ­lig ab­we­gig ist, weil es die glei­che epo­che ist, so um die vor­letz­te jahr­hun­dert­wen­de. und wenn man sich den goog­le street­view aus der glei­chen per­spek­ti­ve an­schaut, fällt ei­ner­seits auf, dass die ver­meint­lich his­to­ri­schen stras­sen­la­ter­nen zu­min­dest nicht die ver­si­on aus den 1890ern imi­tie­ren und dass heu­te deut­lich we­ni­ger pfer­de­ge­span­ne un­ter­wegs sind als da­mals.

vik­to­ria­park ber­lin zwi­schen ca. 1890 und 1900 (quel­le)

die­ses bild vom was­ser­fall im vik­to­ria­park set­ze ich mir hier als re­min­der ir­gend­wann ein foto aus der glei­chen per­spek­ti­ve zu ma­chen. ob­wohl die­ses bild schon ziem­lich nah dran kommt.





Peyrondet und sein Team waren nicht Tennis spielen und erfanden auch keine Te­le­fo­na­te mit Macron. Mehrmals am Tag gab es auf der Seite des Rathauses eine durch­dach­te, gut ver­ständ­li­che und aus­führ­li­che La­ge­be­schrei­bung. Überhaupt war die Kom­mu­ni­ka­ti­on aller politisch Ver­ant­wort­li­chen die wahre Freude in der ent­setz­li­chen Lage: Immer auf­rich­tig, nie selbst­be­zo­gen, sondern lö­sungs­ori­en­tiert und wert­schät­zend.

Oft genug ver­zweif­le ich am po­li­ti­schen und sozialen Dau­er­streit, an der Hoff­nungs­lo­sig­keit der Parteien und dem Wahnsinn der Talkshows in Frank­reichs ver­zwei­felt. Hier sah ich ein anderes Land, das offenbar die ganze Zeit unter einer Plane in einer Scheune vor sich hin ge­schla­fen hat. Zu­sam­men­halt war da. Vertrauen, Respekt, Prag­ma­tis­mus.

(via)



aus dem ma­schei­nen­raum von waxy.org; andy baio hat sein supercut.org renoviert, bzw. wie­der­be­lebt.

auf su­per­cut.org ver­liert man sich schnell. ich hate schon fast vet­ges­sen, wie ger­ne ich so­was mag.

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Wie erfüllend so Nichts sein kann
Wie eine grosse, leere Kirche ist es hier – einfach ohne Gott (oder mit Gott, das ist wohl eine in­di­vi­du­el­le An­ge­le­gen­heit)
Das blosse Hiersein ist erholsam wie ein Sau­na­be­such – einfach ohne die Hitze

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[Lindsay Ems] schreibt: „Mir wurde klar, dass die Amish der Tech­no­lo­gie gegenüber ei­gent­lich neutral ein­ge­stellt sind. Es ist für sie zweit­ran­gig, worum es sich bei einer neuen Tech­no­lo­gie handelt oder wie sie funk­tio­niert; ent­schei­dend ist für sie, welche Aus­wir­kun­gen ihre Ein­füh­rung auf die Ge­mein­schaft hätte.“

kaf­fee­rin­ge denkt darüber nach was wir über tech­no­lo­gie-nutzung von den amish lernen könnten. le­sens­wert auch der artikel von lindsay ems mit dem titel How the Amish Let Tech­no­lo­gy in Without Letting It Take Over:

I became less intrigued by Amish rest­ric­tions on tech­no­lo­gy than by the social world they sought to preserve and protect with those rest­ric­tions. In the end, I came to realize that the Amish are, in fact, tech­no­lo­gy-agnostic. They do not care much about what a new tech­no­lo­gy is or how it works; they care about what its adoption would mean for the sur­roun­ding community.

lind­say ems buch über die amisch ist schon et­was äl­ter (2022), auch wenn der ar­ti­kel auf mit­press.mit neu ist. lei­der schei­nen die in­hal­te des buchs be­reits ein biss­chen ver­al­tet zu sein. so schreibt ems über den ser­vice pc­f­ree­mail, mit dem ei­ni­ge amish per fax emails schrei­ben und emp­fan­gen wür­den. den ser­vice gibts al­ler­dings nicht mehr — nur noch auf ar­chi­ve.org.

aber dar­um gehts ja nicht, son­dern eben dar­um, dass man sich fra­gen soll­te/könn­te, wel­che aus­wir­kun­gen tech­no­lo­gie auf die ge­mein­schaft hat. auch wir nicht amish tun das ja, man den­ke nur an die dis­kus­sio­nen um das so­cial me­dia ver­bit für ju­gend­li­che oder neil post­mans buch von anno da­zu­mal über die aus­wir­kun­gen von fern­se­hen auf die ge­sell­schaft. wo­bei wir als nicht amisch uns schon län­ger dazu ent­schie­den ha­ben, dass es ok ist, wenn tech­no­lo­gie un­se­re ge­sell­schaft ver­än­dert.

ab­ge­se­hen da­von, das ist ein schö­nes bei­spiel, dass re­li­gö­se ge­bo­te durch­aus auch et­was für un­re­li­gö­se men­schen be­reit­hal­ten kön­nen. die drei C’s fin­de ich gut: da­nach stre­ben ein vor­bild zu sein, kri­tik an­neh­men und für ei­ge­ne feh­ler ein­ste­hen.

One of my clo­sest Amish cont­acts was Noah, a 57-year-old en­tre­pre­neur and self-de­scri­bed “tech­no­lo­gy buff.” Noah hims­elf was a mi­nis­ter yet used a smart­pho­ne, email, and text mes­sa­ges, and even had a Face­book ac­count. His usa­ge was ani­ma­ted by the th­ree C’s: con­vic­tion (mo­de­ling the right be­ha­vi­or), con­fes­si­on (as­king others to hold you ac­coun­ta­ble), and con­tri­ti­on (be­ing wil­ling to own up to your mista­kes). “Whe­ther or not you use a tech­no­lo­gy is less im­portant than how you use it,” he told me.

jetzt habe ich endlich mal ein pro-argument für pixelfed gehört, dass ich verstehe:

Mastodon kann ja immer nur die ersten vier davon anzeigen, aber Pixelfed kann mit mehr Bildern umgehen.

trotzdem: nur um mehr als vier bilder ins fediverse posten zu können werde ich mir kein pixelfed-konto zulegen. zumal die probleme die steffen hier be­schreibt und die ihn zum umzug bewogen haben, genau die gleichen sind, denen ich auch aus dem weg gehen möchte.

„wir“ wundern uns ja immer über im­mi­gran­ten die trump wählen oder der afd nahe stehen. so nach dem motto: „verstehen die nicht, dass sie sich damit selbst schaden?“

wenn politiker hingegen ver­schär­fun­gen des straf- oder zi­vil­rechts fordern sind wir auch oft zu schnell an bord. po­pu­lis­mus funk­tio­niert, weil wir immer irgendwie denken, dass wir nicht mit­ge­meint sind, dass ver­schär­fun­gen und frei­heits­ein­schrä­kun­gen uns bestimmt nie betreffen werden. ich finde die wie­der­keh­ren­den for­de­run­gen scharf zu dif­fe­ren­zie­ren von thomas fischer teilweise auch sehr an­stren­gend und ge­le­gent­lich bräsig, aber genauso finde ich sie wichtig und richtig. macht ja sonst kaum noch jemand.

Zwei alte Bücher mit Bukowski-Kurz­ge­schich­ten gefunden. Habe mal durch­ge­blät­tert; ich glaube nicht, dass ich das Zeug heute noch lesen möchte. In Zeiten des Her­an­wach­sens war Charles Bukowski für viele eine große Sache. Anti-bür­ger­lich, verkommen und sowohl gegen rechte als auch gegen linke Lehrer zu ge­brau­chen.

da stimme ich zu und das erinnert mich an das was ma­xi­mil­li­an bud­den­bohm gerade neulich schrob:

Kurz kam mir auch wieder die Er­in­ne­rung daran, wie ich mit den Söhnen, als sie noch klein waren, einen ver­meint­lich lustigen Film aus meiner Kindheit sehen wollte, mit Bud Spencer und Terence Hill. Denn was hatten wir gelacht damals! In den ersten Minuten des Films wurden dann Frauen und Kinder ge­schla­gen, wurde ohne Gurt Auto gefahren, wurde beim Fa­mi­li­en­es­sen geraucht und gesoffen. Ich hatte so viel spontanen Er­klä­rungs­be­darf, wir haben den Film dann nicht wei­ter­ge­se­hen. Zumal auch keine einzige der Pointen bei den Söhnen funk­tio­nier­te.

Tempi passati, das gilt oft auch für den Humor der Zeit.

ver­gan­ge­ne zeiten indeed.



na­tur vs. stein & stahl

felix schwenzel in bilder

die­ses über­wach­se­ne git­ter fiel mir heu­te früh auf. das sieht wirk­lich schön aus und so soll­ten ei­gent­lich alle git­ter und gul­lis de­ko­riert sein.

ein kellergitter an einer hausfassade das beinahe zugewachsen ist und sehr hübsch aussieht.

beim wei­ter­ge­hen fiel mir dann stän­dig wei­te­res grün­zeug auf, dass sich über die blan­ken zi­vi­li­sa­ti­ons­art­fak­te legt und lanf­sam den asphalt auf­bricht oder den stein ver­deckt.



frank’s restarant in bur­bank

felix schwenzel in notiert

su­gar s02e07 (läuft auf app­letv) ge­se­hen. das di­ner in ei­ner sze­ne kam mir be­kannt vor.

also kurz in mei­nem ex­ter­nen ge­däch­nis ge­sucht und dar­an er­in­nert wor­den, dass frank’s re­stau­rant schon vor 11 jah­ren in sons of an­ar­chy und the bridge mit­ge­spielt hat. das in­ter­net sagt, in gone girl und parks and re­crea­ti­on hat es auch mit­ge­spielt.

screenshot aus sugar s02e07
screen­shot aus su­gar s02e07