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schilder in hamburg
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BETRIEBSFERIENvom1.1. bis 31.12.
mir fiel auf, dass in fundstücke auch fun steckt.
iburger ufer

abriss.
s+u westhafen

morgenspaziergang mit öpnv unterstützung.
oh no
auf oh no hab ich schon mal vor einem jahr hingewiesen. heute beim durchklicken meiner blogroll gesehen, dass die seite wohl aus meinem RSS-reader gefallen ist und wieder hinzugefügt. ich finde das sehr, sehr witzig.



manche der wahlplakate die momentan überall in berlin rumstehen oder hängen treffen gelegentlich einen nerv bei mir. also in dem sinn, dass ich sie gut oder nicht dumm finde. die von der CDU sind meistens strunzdumm und scheinen von billigem populismus getrieben. die von volt wirken nicht dumm, aber trotzdem sehr unsympathisch und selbstverliebt.
andererseits habe ich ein paar CDU-plakate gesehen, die ich nicht dumm fand. wenn man einen spitzenkandidaten hat, der aussieht wie ein 20-jähriger streber, ist es nicht dumm aus dieser vermeintlichen schwäche, zu versuchen eine stärke zu machen: „einer muss vernünftig sein“
das hier von der SPD hat mir gefallen, auch wenn zettel mit solchen fragen früher™ zwei kästchen zum ankreuzen hatten: ja und nein.

aber ich sehe nicht, wie mich wahlplakate, egal ob sie mir gefallen oder nicht, in meiner wahl beeinflussen sollen. ausser, dass ihre präsenz signalsiert, dass bald eine wahl ansteht, enthalten sie keine für mich verwertbare information.

ich vermute, wenn man sich als politiker zum märchen „der hase und der igel“ äussern müsste1, dann wäre batuhan temiz bestimmt im fan-lager des hasen.
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abgesehen davon, schreckliches märchen, misogyn und ansatzweise xenophob. oder anders gesagt: ich erinnere mich gar nicht daran, dass der igel so ein arschloch war und der angeber-streber-hase im märchen beinahe sympathischer wirkt als der igel. ↑︎
bitcam

schon ein bisschen albern mit der taschenrechnerkamera bilder mit einem bit und 252 × 189 pixeln aufzunehmen. aber mit bitcam geht das und ich finde das gut.
“no ai” is really just invisible ai
jonas ussing hat in den letzten zwei jahren sechs videos veröffentlicht, in denen er gegen den marketing-mythos der modernen film industrie argumentiert, dass filme ohne computer generierte effekte (CGI) etwas gutes seien. sein hauptargument ist auch der titel seiner reihe:
“NO CGI” is really just INVISIBLE CGI
(playlist aller 6 videos)
fast immer wenn beim marketing eines film behauptet wird, alles sei echt, alle stunts und effekte seinen „praktisch“ (practical) gefilmt und nicht am computer generiert, stimmt das immer nur so halb. stundenlang seziert jonas ussing in seinen videos solche behauptungen von practical effects. ich habe die filme von jonas ussing imemr wieder hier empfohlen und tue das nach wie vor.
ich habe mir den titel von jonas ussings video-reihe mal geborgt, weil ich glaube, dass bei „CGI“ und „AI“ oder „KI“ die gleichen effekte wirken.
zum einen wirkt marketing nur, wenn es auf fruchtbaren boden fallen kann. die behauptung: „kein CGI in diesem film“ wird ja nur deshalb gemacht, weil sie ein qualitätsversprechen ist, das einen wunsch des publikums abbildet. dass sich das versprechen dann bei genauerer betrachtung als kleine lüge herausstellt ist nicht schlimm, solange das CGI-gedöns unsichtbar, unmerklich bleibt.
auch die härtesten kritiker von KI haben keine oder kaum probleme mit dem, was unserere taschenrechnerkameras (smartphonekameras) seit vielen jahren produzieren: bilder die nicht mehr einfach das abbilden was linsen und sensoren eingefangen haben, sondern bilder die eine algorithmisch rekonstruierte interpretation der fotografierten szene sind. moderne taschenrechnerkameras rekonstruieren aus messdaten ein bild, das darauf optimiert wird unserere erwartung zu entsprechen, wie die welt aussieht.
bereits 2018, mit dem iphone XR, sprach apple davon, dass die bildverarbeitungspipeline auch die hilfe einer neural engine in anspruch nähme.
in unseren taschenrechnern werkelt also seit fast 10 jahren KI (machine learning) an unserern bildern rum. aber das stört uns nicht, weil das was rauskommt, genau unseren erwartungen entspricht und damit quasi unsichtbar ist.
auf wired.com erschien dieser tage ein artikel von maxwell zeff mit dem titel „Silicon Valley Doesn't Get Why You Hate AI“
The AI backlash was not caused by scary warnings about the future from tech CEOs, or the fact that OpenAI and Anthropic have not yet cured cancer. It’s about the ways AI is already starting to change society, which many Americans fear is for the worse.
oder mit anderen worten, der gegenwind, den KI nicht nur in den USA, sondern auch hier erfährt, liegt nicht nur daran dass KI-slop die medien verstopft oder KI-firmen die tolle zukunft, die uns KI bringen soll, nicht gut genug kommunizieren, sondern auch daran das wir jetzt schon beobachten können, wie diese technologie vertrauen erodiert, gesellschaftliche konflikte schürt und unsicherheit säät — so wie jede neue technologie die gesellschaft, geschäftsmodelle, lebensweisen verändert.
allerdings erscheinen die veränderungen die KI verursacht im unterschied zu vorherigen disruptionen durch technologiewandel, offenbar selbst hartgesottenen technologiefans und nerds unheimlich und unberechenbar. mir auch.
während das internet auch auf heftigen widerstand bei der gesellschaftlichen adoption traf, schienen immer irgendwie die vorteile zu überwiegen, auch wenn das internet die gesellschaft und die wirtschaft an vielen stellen auf den kopf stellte.
bei KI summieren sich die vor- und nachteile offenbar mehr und mehr zu einer negativen summe. und dagegen scheinen KI-firmen weder mit PR-kampagnen, noch mit immer blumigeren versprechen anzukommen.
das unbehagen, was viele menschen gegenüber KI haben, gleicht dem unbehagenm das viele menschen gegenüber donald trump haben. plötzlich ist da etwas, das an wichtigen schaltstellen der welt sitzt, das enorme macht und wirkmächtigkeit hat, aber gleichzeitug auch schlampig, verlogen, geschichtsvergessen arbeitet — und keinen geschmack und anstand hat. trump und KI machen uns auch deshalb angst, weil es so viele menschen gibt, die ihnen vertrauen oder sich vorteile von ihnen erhoffen und sie in machtvolle oder potenziell allmächtige positionen heben. wir beobachten trump und KI beim dilettieren und dass sie sich kaum einhegen oder kontrollieren lassen.
Jep. Ich setze KI ein. […] KI als Lektor. […] KI zum Ausloten von Optionen. Ja, ich liess manchmal KI Entwuerfe auf Basis meiner Ideen schreiben, um Richtungen auszuloten. Natuerlich habe ich danach diese Rohmasse redigiert, neugeschrieben, oder verworfen. Manchmal kam ich auch mit einem Problem zum LLM, und wir haben besprochen, welche Loesungen es geben kann.
aus meiner sicht ist eine solche nutzung von KI genauso legitim, wie eine bildverarbeitungspipeline in einem taschenrechner, so wie CGI kein CGI ist, so lange es unsichtbar bleibt. oder besser, solange das anthropomorphe, das menschliche, das handgedachte sichtbar und klar erkennbar bleibt.
andererseits ist es genauso legitim über so eine arbeitsweise zu denken: „Das ist mir zu viel KI.“
ben_ beobachtet, dass KI dazu beiträgt text zu entwerten.
Text ist und war schon immer ein Gewebe eigener und fremder Gedanken und Worte, geformt durch nicht-simplizistische Prozesse und Werkzeuge. Im Weinberg des Textes und so …
… aber … [mit KI] sinkt der Wert aller Texte, automatisch. Egal, wie viel oder wenig. Text fällt im Wert und Text gerät unter Generalverdacht und wird es fortan bleiben.
im prinzip gehts wieder um die wurst. einerseits in dem sinn, dass wir als gesellschaft wieder wege finden müssen die verwerfungen der technologie so zu navigieren, dass wir unsere gesellschaften zusammenhalten können und vor dem auseinanderbrechen bewahren können. gesellschaftliche krisen die durch technologiewandel ausgelöst wurden, haben wir in der jüngeren geschichte ja schon öfter — mehr oder weniger erfolgreich — navigiert.
aber andererseits gehts auch um die herstellung der wurst. ich zitiere alle paar monate dieses zitat von teller:
Sometimes, magic is just someone spending more time on something than anyone else might reasonably expect.
wenn wir wieder „handdenken“ (wortschöpfung: dvg), mehr arbeit in texte stecken als sich irgendwer vorstellen kann, haben wir vielleicht die chance den wert von text wieder zu steigern — auch wenn der generalverdacht bleiben wird.
text und andere kreative gewerke haben noch chancen, wenn der herstellungsprozess genau so sichtbar gemacht wird, wie es filmstudios gelegentlich in ihrem marketing versuchen, wenn sie behaupten ein film enthalte (angeblich) „no cgi“.
wer wurst herstellt und dafür konsumenten finden will, wird künftig möglicherweise nicht mehr umhin kommen, den herstellungsprozess so transparent wie nur möglich darzustellen. das heisst aber auch, ein einfaches label „no AI“ / „keine KI“ wird nicht reichen, da muss auch ganz viel differenziert werden. einfache label werden nicht reichen. harte und viel kreative hand- und denk-arbeit allein auch nicht.
so wie jonas ussing mit viel mühe über 6 videos hinweg die behauptung „no CGI“ als kleine oder grosse lüge entlarvt hat, werden auch label wie „no AI“ oder „keine KI“ nie die ganze wahrheit über die herstellung kreativer arbeit ehrlich abbilden. es ist immer komplizierter als man denkt. so wie „made in germany“, „selbstgebackenes brot“ oder „ohne konservierungsstoffe“ auch immer nur einen teil der geschichte erzählen.
vielleicht sollten wir uns statt auf labeling, eher darauf konzentrieren unserer KI-nutzung in bessere worte zu fassen? eine sprache dafür finden, um zu beschreiben wie wir arbeiten. vielleicht lohnt es sich darüber zu reflektieren, was wir von kunst, text und kultur eigentlich genau erwarten, was uns eigentlich wichtig ist? was wir eigentlich wollen? wo die grenzen verlaufen, wo wir die pflöcke einschlagen?
schön und lesenswert in diesem zusammenhang:
quellen
ausserdem
the baum

leichter regen.
delta-update (20,84 kg)
eigentlich wollte ich ja bis april 2027 nicht mehr über mein gewicht schreiben. aber ich freue mich, dass die durchschnittswerte diesen monat ein bisschen nach unten zeigen. immerhin habe ich im august meine pommes-experimente wieder aufgenommen und rösti in butter getränkt. und das freut mich: dass ich auch ohne wirklichen verzicht mein gewicht halten und im rend sogar noch ein bisschen runterbekommen kann. kann natürlich auch daran liegen, dass ich in sachen muskelaufbau in den letzten wochen etwas faul war.
und andererseits ist es jetzt fast ein jahr her, dass ich zum letzten mal semaglutid/ozempic genommen habe und sehe, dass das gewicht da bleibt wo ich es gut finde.

The US accounts for more than 20% of global tissue consumption despite having only 4% of the world’s population. The average American uses 141 rolls of toilet paper per year, making them No 1 for No 2s globally, just ahead of Germans, each using an average of 134 rolls annually.
follow mittwoch
mir ist aufgefallen, dass noch einige blogs die ich gerne lese in meinen blogrollen fehlen. meine blogrollen auffüllen oder umsortieren werde ich jetzt reglmässig machen weil ich sie mittlerweile selbst mit grossem vergnügen selbst nutze, derzeit vor allem in meinem reader, aber auch mittels eines neuen rivva-feature, dass gegebenenfalls bald öffentlich zugänglich ist.
was mir im reader auffiel. ich mag netzpolitik, aber die veröffentlichungsfrequenz von artikeln die ich nicht unbedingt sofort lesen möchte ist mir ein bisschen zu hoch. deshalb wandert netzpolitik von meinner „startpack-blogrolle“ in „auch in meinem feedreader“ — und damit aus dem reader.
ich führe künftig also drei blogrollen, eine (das „starterpack“) mit deutschsprachigen blogs die ich so gerne lese, dass ich sie gerne vor allem anderen in meinem feedreader lesen würde. dann eben jene blogs die ich auch in meinem feed reader habe und von denen ich fast alles lese, aber eben auch gelegentlich was überspringe oder auch später lesen kann. und dann die englischsprachigen blogs. da werde ich in zukunft vielleicht noch eine vierte blogrolle draus extrahieren, mit englischsprachigen blogs die ich für essenziell halte, wie daring fireball oder waxy.org oder this isn't happiness.
Blogroll
Ole Reissmann
ole reissmann lese ich auch furchtbar gerne, auch wenn er sich thematisch derzeit fast ausschliesslich auf KI und journalismus konzentriert. ich finde dort gelegentlich echte perlen. → englischsprachige blogs
REAL VIRTUALITY
alexander matzkeit über film und medien und dies und das. er schreibt selten, aber immer mit substanz und leidenschaft. → starterpack
horax schreibt hier
in der unterzeile steht unter anderem: „absichtsloses herumliegen“. das gefällt mir, aber auch das, was horax gelegentlich schreibt. → starterpack
Stefan Niggemeier
das war lange zeit mein lieblingsblog von meinem lieblingsjournalisten. dann kam übermedien und stefan-niggemeier.de schlief ein. jetzt (2026) veröffentlich stefan dort wieder artikel, die er anderswo veröffentlicht hat. ich bin sicher, dasss stefan-niggemeier.de irgendwann wieder mein lieblingsblog wird. → auch in meinem feedreader
beim letzten follow-montag landete johannes kuhn noch in einer eigenen blogrolle und OPML-datei. die habe ich jetzt entfernt und johannes ins starterpack aufgenommen.
floppy

florian schreibt über trakt und dass er jetzt floppy zum medientracking nutzt.
mit trakt habe ich auch ein paar jahre meinen medienkosum getrackt, aber vor einer ganzen weile damit aufgehört, weil mir das einerseits zu doof wurde einer firma so ein datengeschenk zu machen auf eine art auch suspekt wurde.
vor ein paar monaten entschied ich mich jedenfalls für mindestens ein jahr hier im blog festzuhalten, was ich an serien und filmen sehe. da wo es geht oder sinn ergibt, ziehe ich es vor, meine daten selbst zu verwalten und zu meinen bedingungen zu veröffentlichen. es zeigt sich soweit, dass das ganz gut geht und auch semiautomatisch. wenn es nicht semiautomatisch gehen würde, verliesse mich schnell die lust soetwas zu tun. mein workflow war hauptsächlich dass alles was ich auf plex sehe automatisch einen eintrag im blog erzeugt. dinge die ich auf netflix, amazon prime oder in mediatheken sehe, musste ich noch gelegentlich manuell anlegen. ein bisschen half mir dabei popfeed, das eine gute metadatenquelle ist und das ich im rahmen meines ATmosphere-wahns gerne ausprobieren wollte (zum paralellen tracken).
jedenfalls habe ich mir dann auf anregung von florian eben jenes floppy angesehen. floppy ist wie trakt oder popfeed ein medientracker, nur dass man ihn selbst betreiben kann. floppy hat mir auf den ersten blick gefallen. ich konnte alle daten, vor allem die gesamte dort gespeicherte histiorie, von trakt und plex importieren und gleichzeitig metadaten-dienste nutzen, die auch von trakt, plex, popfeed und allen anderen genutzt werden. floppy weiss aus der plexhistorie, dass ich gerade silo sehe, weiss was die nächste folge kommt und sobald ich die neueste folge gesehen habe, markiert floppy die, dank einer verbindung zu meinem plex, automatisch als gesehen. wenn ich eine folge reacher auf amazon prime sehe, kann ich die gesehene folge mit drei klicks als gesehen markieren und der eingebaute kalender in floppy zeigt mir, wann die nächsten folgen kommen.
aber das beste ist: sobald floppy eine folge oder einen film als gesehen markiert, legt es, mit einem kleinen selbstgeschriebenen script, auch einen eintrack im medientracker auf wirres.net an.
serien wie die sendung mit der maus oder die formel 1 zu tracken, war mit trakt und popfeed entweer mühsam, unmöglich oder buggy. das tracken der sendung mit der maus mit floppy war auch buggy, aber weil floppy auf meinem heimserver läuft, konnte ich es patchen, so dass ich jetzt sowohl die formel 1, als auch die sendung mit der maus fehlerfrei und mühelos tracken kann.
was ich sagen will: floppy ist toll, seine eigenen metadaten zu verwalten ist noch toller und mein trakt-konto zu löschen fühlte sich gut an.
letterboxd finde ich nach wie vor sympathisch und werde meine gesehenen filme und kurzkritiken dort weiterhin veröffentlichen.
popfeed finde ich toll, aber es scheint einerseits nicht weiterentwickelt zu werden und ist andererseits irre langsam. die nutzung von popfeed pausiere ich erstmal.
heiko hat sich, wie florian, auch einen medientracker gebastelt.


