alles

The Fox and the Cat are the novel’s most modern cha­rac­ters. They persuade Pinocchio to bury his coins in the Field of Miracles on the promise that they will multiply overnight. Exploit im­pa­ti­ence, exploit greed, frame skep­ti­cism as a failure of ima­gi­na­ti­on, and dismiss skeptics as lacking vision. Remind you of someone? Space Cowboy for example?

That structure is so familiar I barely need to name it. But let me name it anyway.

Everyone from Jensen Huang to Sam Altman to Elon Musk spent a decade ac­cu­mu­la­ting what I have called symbolic capital, the re­pu­ta­ti­on, the prestige, the weight of being seen as someone who un­der­stands the future better than the rest of us. Now each of them seems to be running some version of the Field of Miracles, with promises that keep not arriving, timelines that dissolve, products that exist primarily as an­nounce­ments, and platforms run as machines for ge­ne­ra­ting more re­pu­ta­ti­on re­gard­less of what they actually do. They don’t need to be right. They need to be believed. Velocity is the new authority, and no one has wea­po­nized that more ef­fec­tively.

[…]

The al­go­rith­mic feed is the Land of Toys. It is built to keep you there past the point of nou­rish­ment, past the point where you are even enjoying it. Outrage travels faster than un­der­stan­ding. Spectacle beats judgment. The algorithm doesn’t care whether something is true. It cares whether it moves. And it keeps you scrolling, reacting, and returning in ways that benefit the platform, not you.

The political system has learned the same lesson. Go­ver­nan­ce is slow and grinding and un­sa­tis­fy­ing. Per­for­mance is fast and shareable. We have built media and political economies that reward en­ter­tai­ners over ad­mi­nis­tra­tors, and the clean story over the com­pli­ca­ted truth.

(via)


Jour­na­lism—real jour­na­lism—is, above ever­y­thing else, allergic to bullshit. Bullshit is the mortal enemy of jour­na­lism. Real jour­na­lism aspires to be the opposite of bullshit. You can be a great jour­na­list without being at­trac­ti­ve, friendly, likeable, cha­ris­ma­tic, as long as you possess a de­ter­mi­na­ti­on to root out and expose bullshit wherever it is found. Indeed, many jour­na­lists are un­li­keable because they have this quality. The ideal leader of a hard-hitting in­ves­ti­ga­ti­ve jour­na­lism operation is someone who is smart, driven, and virtually un­em­ploya­ble in any other context due to their pa­tho­lo­gi­cal hatred of the corporate niceties used to obscure the lies of the rich and powerful.

(via)


pflasterstein mit der aufschrift, einem graffiti „je ferme mon frout noir“

wenn das „trout“ ohne „t“ ge­schrieb­ne wäre, hies­se es in et­was: „ich schlies­se mein schwar­zes loch.“ aber „trout“?

alle KIs die ich ge­fragt habe mei­nen trout sei kein fran­zö­si­sches wort und wäre im eng­li­schen die fo­rel­le.

trotz­dem: sehr rück­sichts­vol­les graf­fi­to.



ges­tern die drei ers­ten fol­gen sta­ti­on ele­ven ge­se­hen. gute, aber sehr ei­gen­ar­ti­ge se­rie von 2021. als die jun­ge kirs­ten jee­van fragt wel­chen job er hat, habe ich laut ge­lacht:

I’m a re­por­ter. Like a re­por­ter, or uh, a cul­tu­ral cri­tic. I had a web­site. I crea­te con­tent … I don't have a job.


Es bleibt bei: dauerhaft müde.
Ich glaube, meine durch­schnitt­li­che Schlaf­dau­er liegt in­zwi­schen bei rund 14 Stunden pro Tag. Nicht in einem Stück, sondern immer ab­schnitts­wei­se, aber wenn ich länger als 2-3 Stunden am Stück wach war, muss ich mich unbedingt wieder ausruhen, hinlegen, Augen zumachen und zack: ein­ge­schla­fen.

geht mir im moment auch so. ich glaube man nennt das früh­jahrs­mü­dig­keit. obwohl, so früh im jahr isses auch nicht mehr. viel­leicht das alter?







die über­schrift habe ich mir bei der eule ge­borgt, bzw. beim riv­va ver­weis auf eben­die­sen ar­ti­kel. weil das was ich hier jetzt ma­che, links auf in­ter­es­san­te web­sei­ten set­zen, die ich zum le­sen emp­feh­le, ist ja in der tat nichts an­de­res als trai­nings­da­ten fürs mensch­li­che ge­hirn an­zu­bie­ten.

bei riv­va habe ich heu­te ei­nen link auf die flie­gen­den bret­ter ge­fun­den, wo über eine mög­li­che zu­cker­steu­er phi­lo­so­phiert wird: Zu­cker steu­ern?

das habe ich ger­ne ge­le­sen und dann noch ein biss­chen dort wei­ter­ge­klickt und mich dann in den links (trai­nings­da­ten fürs ge­hirn der le­sen­den) die dort an­ge­bo­ten wur­den ver­lo­ren. hän­gen­ge­blie­ben sind un­ter an­de­rem die­se bei­den:

ich kann mit theater nicht viel anfangen, das ist mir oft zu prä­ten­ti­ös und wich­tig­tue­risch. aber das was die thea­ter­re­gis­seu­rin angela richter hier über das thea­ter­pu­bli­kum resümiert, trifft ein paar relevante nägel auf den kopf.

Viel­leicht erklärt das auch, warum das Thea­ter­pu­bli­kum sich so verändert hat. Das alte Publikum war gebildet genug, sich be­lei­di­gen zu lassen. Das neue Publikum ist moralisch genug, sich bestätigt fühlen zu wollen. Das ist ein Un­ter­schied.

Die alten Sil­ber­rü­cken in den roten Samt­ses­seln hatten etwas, das heute selten geworden ist: Ge­las­sen­heit gegenüber Kunst. Sie wussten, dass Theater ein Ort der Rollen ist – nicht der mo­ra­li­schen Be­kennt­nis­se. Dass Figuren Dinge sagen dürfen, die Menschen nicht sagen würden. Dass Pro­vo­ka­ti­on kein mo­ra­li­scher Unfall ist, sondern ein äs­the­ti­sches Mittel.

(via)

aktuell für mich nicht son­der­lich nützlich, aber enthält ein paar gite bahn­fahr­tipps.

(via)

kei­ne ah­nung war­um das noch nicht der fall war, aber die flie­gen­den bret­ter sind dann gleich in mei­nem feed­rea­der (trai­nings­da­ten fürs mein ge­hirn) ge­lan­det.

ich habe das glau­be ich schon öf­ter mal hier er­zählt, dass mein feed­rea­der seit vie­len jah­ren, ei­gent­lich seit schon im­mer, mei­ne haupt­säch­li­che in­for­ma­ti­ons­quel­le ist. vie­le der feeds die ich abon­niert habe rau­schen sehr stark (z.b. cas­hys blog), aber ei­ner­seits be­kom­me ich dort stets das das mit was ich mit­be­kom­men will und zwei­tens las­sen sich ein­zel­ne ein­trä­ge in ei­ner gu­ten feed-lese-soft­ware auch ein­fach und schnell über­sprin­gen. ich habe über 400 feeds abon­niert und meis­tens eine drei­stel­li­ge zahl an un­ge­le­se­nen ein­trä­gen. aber seit jah­ren funk­tio­niert es gut, nur das oben auf­schwim­men­de zu be­ach­ten. bei mei­ner ar­beits-email-in­box ist das ge­nau­so: das wich­tigs­te schwimmt im­mer oben­auf, emails wei­ter un­ten sind meis­tens schon er­le­digt oder we­ni­ger wich­tig.

aber viel wich­ti­ger ist die­ser aspekt, der für al­les, aber eben vor al­lem für das auch im in­ter­net le­sen gilt:

As usual turns out the best re­com­men­da­ti­on algorithm is another human being with great taste!

im tech­nik­ta­ge­buch noch­mal das the­ma bahn. mir ist das ge­le­gent­lich auch auf­ge­fal­len, dass sich die sa­chen die aus zug­laut­spre­chern kom­men manch­mal falsch an­hö­ren …

Diese fehlende Prä­po­si­ti­on — die fehlt doch schon seit min­des­tens 20 Jahren in den Bahn­an­sa­gen?

… aber mitt­ler­wei­le glau­be ich mehr und mehr, dass es rich­tig oder ori­gi­nal oh­ne­hin nicht gibt. war­um soll man nur als mut­ter­sprach­le­rin die spra­che nach gut­dün­ken mo­di­fi­zie­ren dür­fen? ich den­ke mir stän­dig neue wor­te aus oder nut­ze wor­te die sich an­de­re aus­ge­dacht ha­ben und mir ge­fal­len und da­bei ist es mir egal ob das rich­tig oder kor­rekt ist. ich mag nicht „der blog“ sa­gen, aber war­um soll­te das falsch sein, nur weil ich et­was an­de­res prä­fe­rie­re oder weil man sich vor 30 jah­ren mal ei­nig war, dass es „das blog“ sei? wenn man et­was 20 jah­re lang auf eine be­stimm­te art sagt und die leu­te es ver­ste­hen und sich dar­an ge­wöhnt ha­ben, ist es viel­leicht nicht wirk­lich, wirk­lich rich­tig, aber eben auch nicht falsch.

ich bin nicht nur froh, dass spra­che sich stän­dig än­dert, ich glau­be das ist auch un­auf­halt­sam und wahr­schein­lich auch ein durch und durch un­re­gu­lier­ter de­mo­kra­ti­scher pro­zess. was vie­len ge­fällt, leicht von der zun­ge oder der fe­der geht, bleibt. was nie­mand mehr sa­gen will geht.

oder das ewi­ge ge­we­se um ori­gi­nal ita­lie­ni­sche piz­za, ech­te pas­ta bo­lo­gne­se, ori­gi­nal thai, ech­tes su­shi. al­les quark, weil alle kü­chen­sti­le der welt sich stän­dig kreuz­be­stäu­ben und fu­sio­nie­ren. was sprach­li­che oder ku­li­na­ri­sche nost­al­gi­ker ger­ne ver­ges­sen: das wah­re, das da­mals schö­ne war ir­gend­wann auch mal was ra­di­kal neu­es oder gar „falsch“ und völ­lig un­tra­di­tio­nell. et­was pa­the­ti­scher drück­te es gus­tav mahler (laut fla­vio man­zo­ni) aus:

Tra­di­ti­on ist nicht das An­be­ten der Asche, son­dern die Wei­ter­ga­be des Feu­ers.


wenn die­se ge­dan­ken­gän­ge zu kom­pli­ziert, kon­tro­vers wa­ren, die­ses vi­deo strömt eine gros­se ruhe aus. al­les fügt sich, al­les passt, al­les ist schön.