alles
manche dinge scheinen sich nicht zu ändern. ich sehe immer wieder eltern mit ihren kindern, die vor müllautos oder baustellen stehen bleiben, weil die kinder die müllwagen, baumaschinen oder die müllarbeiter oder bauarbeiter fasziniert beobachten (wollen). geht mir auch oft noch so: ich frage mich wie die müllmenschen in berlin von den hunderten haustürschlüsseln, die sie in einem riesigen bündel mit sich herumtragen, den richtigen finden. baustellen und grosse maschinen sehe ich mir weiterhin gerne an. baustellen sind ja quasi real-life-wimmelbilder.
genauso fasziniert, wie ich mir gelegentlich wimmelsituationen ansehe, bin ich irritiert darüber, dass so wenige menschen die ins internet schreiben selbstgemachte animierte bilder benutzen. ich mein: jedes iphone hat live-bilder standardmässig aktiviert. das heisst bei einem foto, nimmt das iphone vorher und nachher ein paar sekundenbruchteile video mit auf, die man, wenn man will zu einer endlosschleife umwandeln kann, ider so einem „abpraller“. man kann auch eine langzeitbelichtung damit simulieren.
sehr, sehr viele menschen haben solche bilder also auf ihren telefonen, aber im internet sieht man die trotzdem selten bis nie. warum?
ich poste solche bilder regelmässig mit dem hashtag #live fotos und vor einer weile habe ich sogar erklärt wie ich das mache, bzw. dass ich neben einer mp4-endlosschleife auch fallback-gifs baue um die endlosschleifen auch im RSS feed anzeigen zu können. ich hab sogar mal eine seite erstellt, die alle beiträge auflistet die (echte) gifs verwenden. das hatte ich völlig vergessen, funktioniert aber.
fragen an die hie rmitlesenden:
- habt ihr „live fotos“ auf eurem iphone/eurer kamera aktiviert?
- erstellt ihr in der fotomediathek gelegentlich auch endlosschleifen oder abpraller?
- wollt ihr die nicht der welt zeigen?
datenschutz, erklärung, isso und so
wegen des neuen kommentarsystems habe ich gedacht, ich müsse nochmal meine datenschutzerklärung ansehen und gegebenenfalls ergänzen. statt mir halbwissen zusammenzugooglen habe ich die hilfe von chatgpt und gemnini in anspruch genommen um mit deren halbwissen die anmerkungen zum datenschutz ein bisschen umzuformulieren, zu kürzen und vor allem verständlicher zu machen. ich finde das ist ganz gut gelungen. danach habe ich cursor die erklärung nochmal auditieren lassen und noch ein paar ganz gute hinweise erhalten.
isso setzt beim kommentieren tatsächlich einen cookie. der authentifiziert die kommentierenden 15 minuten lang gegen die isso-API, damit die ihren kommentar editieren oder löschen können. pfiffig und für sowas — nicht zum tracken — sind die dinger ja auch mal erfunden worden.
ausserdem daran erinnert worden, dass ich tatsächlich an einer stelle die komplette IP-adresse von besuchenden verarbeite: für den shitvote nutze ich tatsächlich die ungekürzte IP adresse der besuchenden um einen hash zu errechnen und doppel-shit-votes (in ansätzen) zu verhindern. sonst sind die IPv4 adressen überall um zwei oktette gekürzt und die IPv6 adressen auf ein /48-präfix gekürzt.
aus den kommentaren 30.06.2026
das funktioniert tatsächlich reibungslos, also völlig transparent, zum beispiel auf diesem €-artikel auf sueddeutsche.de, den ich vorher nicht lesen konnte. 10 € bibliotheksgebühr gut angelegt.
niedrigschwelligere kommentare anzubieten fängt an sich bezahlt zu machen.
da musste ich gestern doch ein bisschen lachen: colin furze berichtet, dass es in seinen tunneln unter seinem garten wohlige 18°C hat. wenn er in seinem unterirdischen bunker sitzt und formel 1 schaut, muss er gelegentlich den heizlüfter anmachen.
14 jahre brevia @wirres.net

zufällig auf den 14 jahre alten artikel gestossen, in dem ich schreibe, dass ich ab jetzt die brevia nutze: wirres.net/articles/6145
witzigerweise dachte ich damals, dass ich der brevia irgendwann übertdrüssig würde. das gegenteil ist der fall. ich mag die schrift nach wie vor sehr, sehr gerne und finde sie weiterhin sehr frisch. die kommentatoren von damals (ja, nur männer) waren nicht soo begeistert1. aber damals gabs auch noch anti-aliasing um schriften zu glätten und ich habe die absätze damals mit 14,4px gerendert, also eher klein.
weil ich jetzt relativ niedrigschwellig zugängliche kommentare habe, bin ich mal gespannt ob hier lesende die brevia immer noch so scheisse finden wie damals und ob ich der einzige bin bei dem extreme brevia-gewöhnungseffekte eintreten.
beim kommentieren die email optional zu machen scheint gut zu funktionieren, zumindest in dem sinn, dass es die schwelle hier zu kommentieren stark zu senken scheint. sogar unter meinem wassermelonensalat-rezept, das am sonntag fast einhundert besucher von google rübergeschickt bekam, ist ein kommentar aufgeschlagen.
auch 14 jahre her: das erste mal, dass ich von „darm mit charme“ hörte: wirres.net/articles/6218 (mit einem in meinem humorverständnis witzigen kommentar drunter.)
giulia enders hab ich zuletzt bei hotel matze gesehen und war fasziniert, dass sie immer noch so mitreissend über den menschlichen körper und geist redet, dass ihre euphorie unweigerlich überschwappt und ansteckt.








