alles

ich mag pop­feed, dass ist ei­ner der we­ni­gen me­di­en­tra­cker, der auch „ab­sei­ti­ge“ sen­dun­gen wie die mit der maus oder die mit le­wis ham­mil­ton or­dent­lich tra­cken kann. po­ten­zi­al für in­ter­es­san­te ver­net­zun­gen ist da und al­les sieht le­cker aus.

was ich ver­mis­se ist eine or­dent­li­che API.

theo­re­tisch ist die mit dem AT­pro­to­koll, auf dem pop­feed ba­siert, ge­ge­ben, aber pop­feed hat sich ent­schie­den den PDS nur zum spei­chern zu nut­zen. das wird tech­ni­sche grün­de ha­ben, ist aber sehr scha­de. ich hät­te ger­ne mei­nen ei­ge­nen me­di­en­tra­cker mit pop­feed au­to­ma­tisch syn­chro­ni­sie­ren las­sen.

aber egal, dan ma­che ich das ma­nu­ell. al­les was ich sehe oder lese er­fas­se ich wei­ter­hin bei mir und tra­ge das dann mit ein paar klicks in pop­feed nach. die ios und web-apps sind an­stän­dig zu be­die­nen (wenn auch noch hier und da ein biss­chen bug­gy) und wie man am an­fang des strangs sieht, pro­du­ziert auch der „cross­post“ but­ton or­dent­li­che posts.

tl;dr: schau dir doch mal pop­feed an. mit dei­nem blues­ky-kon­to kannst ud dich dort ein­fach ein­log­gen und mir dann sa­chen emp­feh­len oder ei­ge­nes ge­guck­tes, ge­le­se­nes, ge­hör­tes oder ge­spiel­tes tra­cken.

https://pop­feed.so­cial/



House of the Dragon (S03 E01) gesehen

die serie geht da weiter wo sie aufgehört hat (logisch): rän­kel­spie­le, miss­trau­en, blut, feuer und mit stumpfen und scharfen ge­gen­stän­den auf­ein­an­der einhauen. ich glaube, es ist spoi­ler­frei fest­zu­stel­len, dass sehr viele menschen und drachen sterben. an­de­rer­seits: das ist im grunde auch die ganze handlung in der welt von westeros und essos ich weiss nicht, ob mir diese staffel anzusehen spass machen wird. ich freue mich aber auf die wö­chent­li­chen be­spre­chun­gen der einzelnen folgen von alt shift x.



durch rené zum ers­ten mal von in­the­weights.com ge­hört und auch aus­pro­biert.

in­the­weights.com fragt den ein­ge­ge­be­nen na­men bei meh­re­ren LLMs ab und ex­tra­hiert ir­gend­ei­ne me­trik und lis­tet auf, was die mo­del­le zum na­men zu sa­gen ha­ben. sieht aus sei­en GPT-5.5, GPT-5.4-mini und clau­de opus 4.8 nah dran, wäh­rend clau­de hai­ku 4.5 mich schon zum jour­na­lis­ten hal­lu­zi­niert und gem­ni 3.1 lite zum „lang­jäh­ri­gen“ co-au­toren von nerd­core macht. Deep­Seek V4 sieht mich gar als mit­grün­der von netz­po­li­tik.

GPT-5.5 says
Ger­man blog­ger, web de­ve­lo­per, and in­ter­net per­so­na­li­ty as­so­cia­ted with the blog wir­res.net.

GPT-5.4 Mini says
Ger­man blog­ger and web de­ve­lo­per, known for wri­ting on tech­no­lo­gy, start­ups, and in­ter­net cul­tu­re.

Clau­de Opus 4.8 says
Ger­man blog­ger and wri­ter known for his blog 'wir­res.net', ac­ti­ve in the Ger­man-lan­guage blogos­phe­re and in­ter­net cul­tu­re sce­ne.

Clau­de Hai­ku 4.5 says
Ger­man jour­na­list and me­dia pro­fes­sio­nal, though li­mi­t­ed pu­blic re­co­gni­ti­on wi­t­hout ad­di­tio­nal con­text.

Ge­mi­ni 3.1 Lite says
A Ger­man blog­ger, aut­hor, and long-time con­tri­bu­tor to the tech and cul­tu­re blog Nerd­core.

Kimi K2 0905 says
Ger­man blog­ger and co-foun­der of the me­dia blog 'wir­res.net', known for tech and in­ter­net cul­tu­re com­men­ta­ry.

Deep­Seek V4 says
Ger­man jour­na­list and aut­hor, known for tech and me­dia com­men­ta­ry, co-foun­der of netz­po­li­tik.org.

of­fen­sicht­lich und ab­ge­se­hen da­von mag ich die spiel­au­to­ma­ten-schrift von in­the­weights.com sehr. und ei­gent­lich mag ich pi­xel-bil­der von „TO­DAY’S HEA­VY­WEIGHTS“ auf der start­sei­te auch, ich bin ja schliess­lich mit nem C64 auf­ge­wach­sen.

pixeliertes bild von felix schwenzel (ki generiert)

aber das was GPT auf mei­ne auf­for­de­rung hin aus die­sem bild ge­macht hat, ist selbst für mich et­was dick auf­ge­tra­gen. fas­zi­nie­rend ist ein­zig, dass für das bild 256×256 pi­xel rei­chen.


den bes­ten ar­ti­kel zu künst­li­cher in­tel­li­genz hab ich heu­te von chris­ti­an stö­cker ge­le­sen.

Micah Nathan bringt am Mas­sa­chu­setts Institute of Tech­no­lo­gy Leuten das kreative Schreiben bei [und berichtet]: Alle in seinem Workshop hatten KI zum kreativen Schreiben benutzt, was er an ihren Texten merkte. Manche gestanden es trä­nen­reich und sogar voller Selbst­ekel. Seine Schluss­fol­ge­rung: »Die Gefahr besteht nicht darin, dass die KI Autoren ersetzen oder meinen Workshop über­flüs­sig machen wird. Die Gefahr ist, dass die Stu­die­ren­den sich daran gewöhnen, die Reibung zu über­sprin­gen, die vorher ihren Schreib­pro­zess sichtbar machte.«

chris­ti­an stö­cker bringt das pro­blem mit der künst­li­chen in­tel­li­genz auf ei­nen pas­sen­den nen­ner aus der ko­gni­ti­ven psy­cho­lo­gie:

den »ko­gni­ti­ven Geiz­kra­gen«. In Kurz­form: Wir stren­gen un­ser Ge­hirn un­gern an. Wenn wir nicht müs­sen, las­sen wir es lie­ber.

die­se denk und lern­faul­heit zu über­win­den loh­ne sich, weil ler­nen, üben oder die „Rei­bung“ der denk­pro­zes­se zu über­win­den eben be­frie­di­gung ver­schaf­fen und tü­ren öff­nen. chris­ti­an stö­cker und wahr­schein­lich auch die ko­gni­ti­ve psy­cho­lo­gie plä­die­ren da­für sich mehr an­zu­stren­gen, bzw. we­ni­ger be­quem zu sein:

Dem ko­gni­ti­ven Geiz­kra­gen nach­zu­ge­ben und in­tel­lek­tu­el­les Out­sour­cing zu be­trei­ben, mag zwar be­quem sein, es macht aber we­der klug noch zu­frie­den.

ich wür­de ger­ne „neu­gier“ er­gän­zen. ich ma­che din­ge nicht selbst um selbst­dis­zi­plin zu üben, son­dern meist um mei­ne neu­gier zu be­frie­di­gen. raus­zu­fin­den wie et­was ge­nau funk­tio­niert kann ich am bes­ten in­dem ich es selbst ma­che. und selbst ma­chen er­for­dert ler­nen, üben und wie­der­ho­lung.

ich habe auch ir­gend­wann er­kannt, dass ich ge­se­he­nes oder ge­le­se­nes bes­ser ver­ste­he und mehr da­von habe, wenn ich drü­ber schrei­be. ei­gent­lich wür­de ich jetzt auch lie­ber auf dem sofa sit­zen und die neue fol­ge house of the dra­gon gu­cken als auf dem sofa zu sit­zen und über chris­ti­an stö­ckers ko­lum­ne nach­zu­den­ken. aber die neu­gier, der mit­tei­lungs­drang und das be­dürf­nis nach (ein biss­chen) in­tel­lek­tu­el­ler an­er­ken­nung treibt mich zum be­dürf­nis­auf­schub. das ist auch der wah­re grund, war­um ich ein­mal pro jahr ei­nen re­pu­bli­ca vor­trag schrei­ben möch­te: um mir selbst zu be­wei­sen, dass ich in eine ma­te­rie tief ge­nug ein­stei­gen kann, ohne mich völ­lig lä­cher­lich zu ma­chen. vorraus­set­zung ist na­tür­lich, dass das the­ma, in das ich tie­fer ein­stei­gen möch­te mich auch in­ter­es­si­ert, mei­ne neu­gier weckt.

auch hier ist ein wich­ti­ger aspekt: wenn ich et­was ler­nen oder et­was sel­ber ma­chen oder selbst zu ma­chen ler­nen will, ste­cke ich oft deut­lich mehr ar­beit rein, als an­de­re für ver­nünf­tig hal­ten wür­den.


ich glau­be ste­fan nig­ge­mei­er hat auch ei­nen sehr gu­ten text über ki ge­schrie­ben. nur lei­der kann ich ihn nicht le­sen, weil ich kein SZ-abo habe.

er­satz­wei­se bie­tet er an die­sen text von am­bros waibel in der taz zu le­sen. das the­ma schöp­fung­hö­he oder tie­fe im jour­na­lis­mus geht mir schon lan­ge im kopf rum. con­stan­tin seibt hat mal ge­schrie­ben:

Das Kon­zept von kom­pri­mier­ter Zeit ist auch das der Grund, war­um Leu­te gern le­sen: Sie ma­chen ein blen­den­des Ge­schäft. In ei­ner Mi­nu­te ha­ben sie eine Stun­de frem­de Denk­ar­beit oder mehr ge­won­nen.

das ge­fühl „kom­pri­mier­te Zeit“ zu kon­su­mie­ren habe ich bei klas­si­chen jour­na­lis­ti­schen pro­duk­ten im­mer we­ni­ger. oft spü­re ich die­ses phä­no­men aber in be­stimm­ten you­tube-ka­nä­len, wo nicht nur mit neu­en ar­ten der in­for­ma­ti­ons-dar­rei­chung ex­pe­ri­men­tiert wird, son­dern eben auch merk­lich viel denk­ar­beit in­ves­tiert wird. das kann auch da­mit zu tun ha­ben, dass er­folg­rei­che you­tube-ka­nä­le das pro­blem der fi­nan­zie­rung ge­löst ha­ben (wenn auch auf eine sehr pre­kä­re oder un­nach­hal­ti­ge art) und des­halb kräf­tig in re­cher­che und krea­ti­on in­ves­tie­ren kön­nen.

das ge­gen­teil, der man­gel an spür­ba­rer denk­ar­beit ist das, was men­schen dazu bringt sich von be­stimm­ten dar­rei­chungs­for­men ab­wen­den oder KI-ge­döns als schlam­pe­rei (slop) be­zeich­nen.

und viel­leicht …

… fragt jan­nis scha­ka­ri­an. aus­ser­dem pas­send:

Alles muss man selber machen lassen!



Micah Nathan bringt am Mas­sa­chu­setts Institute of Tech­no­lo­gy Leuten das kreative Schreiben bei [und berichtet]: Alle in seinem Workshop hatten KI zum kreativen Schreiben benutzt, was er an ihren Texten merkte. Manche gestanden es trä­nen­reich und sogar voller Selbst­ekel. Seine Schluss­fol­ge­rung: »Die Gefahr besteht nicht darin, dass die KI Autoren ersetzen oder meinen Workshop über­flüs­sig machen wird. Die Gefahr ist, dass die Stu­die­ren­den sich daran gewöhnen, die Reibung zu über­sprin­gen, die vorher ihren Schreib­pro­zess sichtbar machte.«


vi­deo von der bei­fah­re­rin ge­pos­tet:

fe­lix, fri­da und ich an der ost­see. fri­da den gan­zen tag kom­plett aus dem häus­chen weil was­ser und sand. hier übt fe­lix tricks mit erd­nüs­sen um sie ein bi­schen ab­zu­len­ken und für den auf­ent­halts­ort de­cke zu be­geis­tern.




hun­de­strand lub­min 2026

felix schwenzel in bilder

je­des jahr im juni oder juli ist es der bei­fah­re­rin da­nach mal an den strand zu fah­ren. also fah­ren wir drei stun­den lang zur ost­see, nach lub­min, an den hun­de­strand. wir sind je­des­mal da­von über­rascht wie ru­hig und kühl es dort ist. in ber­lin gin­gen die tem­pe­ra­tu­ren, trotz ei­nes un­wet­ters, bis auf 30°C hoch, in lub­min blieb es un­ter 22°C. vom park­platz aus ge­hen wir ge­ra­de mal 10 mi­nu­ten nach wes­ten und sind dann prak­tisch al­lei­ne am strand.

fri­da ist am was­ser all­ge­mein et­was ge­stresst und be­kommt ihre auf­re­gung nicht gut in den griff. aber wenn sie mit der bei­fah­re­rin ins was­ser geht, schwimmt sie wie ein schnell­boot und schwimmt stän­dig krei­se um die bei­fah­re­rin. ganz all­ge­mein habe ich im­mer wie­der den ein­druck, dass sie zwi­schen fort­be­we­gung an land und im was­ser nicht gross­ar­tig un­ter­sch­ei­det, so na­tür­lich geht ihr bei­des aus der hand. ich bin mir auch nicht si­cher was sie mehr in auf­re­gung ver­setzt, der sand oder das was­ser.

beim am strand lang lau­fen ent­spannt sie dann auch ein biss­chen. lau­fen ent­spannt, ganz all­ge­mein, al­les und im­mer.

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