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The Grand Tour (S01 E01) gesehen

das war gar nicht mal so schlecht. clarkson, hammond und may sind in rente und drei neue haben über­nom­men. das ist natürlich ein schweres erbe, aber sie scheinen es gut zu stemmen. die kom­bi­na­ti­on ist gut: ultra-nerd (francis), dad (thomas) und dummer, aber gut­aus­sehn­der august (james). die beiden letzteren sind youtube-veteranen, francis ist train­spot­ter und war wohl mit seinem train­spot­ting (wtf?) ziemlich er­folg­reich auf tiktok. die drei haben eine gute chemie und äffen glück­li­cher­wei­se nicht ihre vorgänger nach. natürlich ist ein grossteil der serie nach wie vor scripted, aber das fühlt sich alles OK an. die drei ver­kack­ei­ern sich ge­le­gent­lich ge­gen­sei­tig, aber es fühlt sich nicht so gezwungen an wie bei clarkson, hammond und may.

und das finale rennen der ersten folge war tat­säch­lich nicht nur gut gemacht, sondern sogar spannend (flugzeuge gegen angeber-autos). auch gut: jenson buttons auftritt und dass er den schwanz­ver­gleich für die drei erledigt hat, statt dass sie ge­gen­ein­an­der ein rennen gegen die stoppuhr fahren. das passte und jenson buttons euphorie kam sehr au­then­tisch rüber.

ich bin beinahe geneigt, die neue grand tour nach einer folge besser zu finden als die alte. amazon scheint auch für die pro­duk­ti­on nochmal kräftig das budget auf­ge­stockt zu haben. und andy wilman scheint auch weiterhin an bord der pro­duk­ti­on zu sein. 

★ ★ ★ ★ ☆

… Leute wählen die AFD, nicht weil es Ihnen danach besser geht, sondern weil es anderen danach schlech­ter geht.”

Dies wiederum erinnert mich an eine Aussage, die ich Anfang des Jahres in einem Podcast hörte, sofort notierte und welche in die gleiche Kerbe schlägt.

And sometimes power can be, I can knock you down. And it’s much easier to knock somebody down than it is to build something.

Den eigenen Selbst­wert virtuell zu steigern, indem man andere nach unten drückt, ist nicht nur ein sehr modernes Ver­hal­tens­mus­ter vieler, sondern auch etwas, was ich per­sön­lich relativ früh im Leben selbst erlebt habe, und Freund­schaft oder Sympathie im All­ge­mei­nen hat sich für mich immer explizit mit dem Gegenteil definiert.


Ich kannte Menschen, die von Che Guevara ver­blen­det waren, von Osho, dem Guru, sogar von Andreas Baader. Alles schlimm genug. Aber warum agieren Personen, die ihr Leben lang drei Mahl­zei­ten am Tag hatten, in Frieden und Si­cher­heit leben dürfen und durch die freien Medien und po­li­ti­schen Systeme des Westens sogar reich und berühmt wurden – ich denke an Oskar La­fon­taine, Sahra Wa­gen­knecht, Gerhard Schröder, Alice Schwarzer, Ulrike Guérot, Marine Le Pen und viele, viele andere –, nun objektiv in Putins Interesse? Putin, der sein Volk bestiehlt, täglich morden lässt – so gierig und so brutal. So grausam. Muss man sich mal vor­stel­len.




stern­brü­cke

felix schwenzel in notiert

in ham­burg ha­ben wir in der nähe der stern­brü­cke über­nach­tet. die wur­de ja ge­ra­de ab­ge­ris­sen und de­ren neu­bau wur­de ein stück durch die stadt ge­rollt. mitt­ler­wei­le ist die wie­der für den bahn­ver­kehr (oben) ge­öff­net, aber wei­ter­hin für den auto- und fuss­gän­ger­ver­kehr (un­ten) ge­sperrt. das er­for­dert auch für fuss­gän­ger si­gni­fi­kan­te um­we­ge. 

→ zwei tracks ansehen

jah­res­ur­laub

felix schwenzel in notiert

wir wa­ren am wo­chen­en­de kurz in ham­burg und ha­ben im­mer ge­scherzt, das sei un­ser jah­res­ur­laub. auch sonst wa­ren wir nicht so irre wit­zig, aber wir ha­ben uns er­in­nert, dass wir ganz froh sind nach ber­lin ge­zo­gen zu sein. und wer denkt in ber­lin gäbe es vie­le bau­stel­len, der soll­te mal nach ham­burg fah­ren.

fri­da war ein biss­chen zi­ckig und an­stren­gend, was wie­der­rum die bei­fah­re­rin schlecht ge­launt mach­te. da gibt es wohl noch bau­stel­len, die wir wohl mal an­ge­hen müs­sen. mei­ne ver­mu­tung ist, dass das rei­sen fri­da über­mäs­sig an­strengt, auch weil sie die gan­ze zeit da­mit be­schäf­tigt ist, das ru­del zu­sam­men zu hal­ten und ge­gen ver­meint­li­che be­dro­hun­gen zu ver­tei­di­gen. ver­nut­lich ist un­se­re pu­del­da­me nicht nur eine pas­sio­nier­te jä­ge­rin und schwim­me­rin, son­dern auch eine selbst er­nann­te hüte- und her­den­schutz­hün­din. im­mer­hin: bei der abend­run­de zu­rück im wed­ding war sie so ent­spannt, dass sie eine rat­te die ne­ben uns aus dem ge­büsch sprang und weg­lief nicht mal im an­satz auf­ge­regt oder zum hin­ter­her­lau­fen an­ge­regt hat.


zum wie­der­hol­ten mal ge­lernt: ich kann auch im hö­he­ren al­ter noch her­vor­ra­gend und er­hol­sam auf so­fas schla­fen. über­haupt kann ich nach wie vor über­all ein­schla­fen, wenns sein soll. beim la­den im auto oder am strand (im schat­ten). mei­nen re­gu­lä­ren mitt­gas­pau­sen-mit­tags­schlaf im home of­fice habe ich al­ler­dings von 45 auf 20 mi­nu­ten re­du­ziert, weil ich ge­merkt habe, dass ich es auch er­hol­sam fin­de, zur mit­tags­pau­se das in­ter­net leer zu le­sen.


in ham­burg kann man frei-bier kau­fen. ich hab pro fla­sche 3 euro be­zahlt. das „frei“ beu­deu­tet al­ler­dings we­der, dass ei­nen das bier von zwän­gen be­freit, noch dass es kos­ten­los ist — son­dern dass es al­ko­hol­frei ist. dem­nach könn­te man hack­fleisch aus erb­sen­pro­te­inen auch frei­f­leisch nen­nen und zu­cker­freie cola frei-cola. so ge­se­hen könn­te man was­ser auch als frei­bier ver­kau­fen (ob­wohl die EU bei so­was wahr­schein­lich auf „bier­frei“ be­stehen wür­de).


nach­dem ich am sonn­tag for­mel 1 ge­guckt habe, hab ich in flop­py aus­ver­se­hen die gan­ze sai­son 2026 als ge­se­hen mar­kiert. pflicht­ge­mäss hat mein sync-script dann alle noch fol­gen­den ren­nen, qua­lis und trai­nings hier auch als ge­se­hen mar­kiert. das syn­cen funk­tio­niert also und er­in­nert mich da­mit dar­an, dass es viel­leicht nicht schlecht wäre, ein paar plau­si­bi­li­täts­prü­fun­gen ein­zu­bau­en.

ab­ge­se­hen da­von hat das ren­nen am sonn­tag ge­zeigt, dass mer­ce­des in die­sem ren­nen und ei­gent­lich schon das gan­ze jahr über al­les rich­tig ge­macht hat. vor al­lem die ent­sch­ei­dung ei­nen 41 jäh­ri­gen, mehr­fa­chen welt­meis­ter, mit ei­nem 19 jäh­ri­gen po­ten­zi­el­len welt­meis­ter zu er­set­zen, scheint ein glücks­griff ge­we­sen zu sein. ich bin im­mer wie­der er­staunt dar­über was die men­schen in der for­mel 1 leis­ten, wel­che re­ak­ti­ons­zei­ten die fah­rer ha­ben und wie un­ter­halt­sam im kreis zu fah­ren sein kann. aber seit ein paar jah­ren bin ich un­fä­hig sym­pa­thien für ein team oder ein­zel­ne fah­rer zu emp­fin­den oder gar so­was wie fan ein­zel­ner fah­rer oder teams zu sein. das kann auch an net­flix’ dri­ve to sur­vi­ve lie­gen, das jahr um jahr zeigt, dass vom ehr­geiz zer­fres­se­ne mul­ti­mil­lio­nä­re mit ad­äqua­ten me­di­en­trai­ning durch­aus sym­pa­thien we­cken kön­nen, aber eben auch, dass die ei­gent­lich alle auf dem glei­chen ni­veau un­ter­wegs sind, die ei­nen mal ei­nen ti­cken bes­ser als die an­de­ren und die ei­nen mal ein biss­chen sym­pa­thi­scher als die an­de­ren. aber es zeigt auch dass der weg vom sie­ger zum un­der­dog und vom sym­pa­thi­schen ty­pen zum un­sym­pa­then in der for­mel 1 sehr kurz ist.