wir haben frida nie wirklich trainiert allein zu bleiben. weil frida und ich jetzt seit einer woche alleine zuhause sind, weil die beifahrerin noch eine weitere woche in hamburg arbeitet, kann ich auch nicht einfach einkaufen gehen.
heute früh deshalb morgeneinkauf auf dem genter-strasse-wochenmarkt, statt morgenspaziergang. wir waren gegen halb neu da, aber es wurde immer noch aufgebaut. aber glücklicherweise können die freundlichen verkäufer multitasken und damit aufbauen und verkaufen. damit sollte ich die nächsten sieben tage über die runden kommen.
zuhause erstmal frühstück machen. bevor wir losgegangen sind, hab ich ein paar kleine rote beete in den dampfgarer geworfen um daraus späer rote-bete-salat zu machen. die hähnchenbeine hab ich zuerst entbeint [scnr!], in bröckchen geschnitten, in stärke gewälzt und 12 minuten im airfryer bei 200°C gebacken (einmal nach 6 minuten gewendet). dazu gabs ne honig-knoblauch-sauce.
honig-knoblauch-sauce für gebackene oder frittierte hähnchenbeine
zutaten
4 el olivenöl
4 knoblauchzehen gequetscht (oder mehr)
4 el honig
4 el sojasauce
1 tl schwarzer pfeffer (frisch gemachlen)
1 el sambal olek
ergibt: 4 portionen
zubereitung
olivenöl erhitzen, den gequetscheten knoblauch darin andünsten, nicht braun werden lassen und die übrigen zutaten hinzufügen. 10 minuten köcheln lassen.
die entbeinten knochen habe ich ausgekocht, das gibt brühe für die nächsten tage. die hähnchenbein stückchen waren zart, knusprig und sehr umami dank der hervorragenden sauce.
Mir bis dato unbekannter Tipp vom iPhoneBlog: Drei Finger auf’s Display legen, öffnet ein Undo/Redo/Cut/Copy/Paste-Menü. Gamechanger. Aber keine Sorge, falls ihr jetzt wie…
cursor bewegen mit der leertaste kannte ich, aber dass man mit shift-lock und der leertaste auswählen kann war mir auch neu. und die nummer mit der pastepal tastatur hat mich sofort überzeugt 17,99€ auf den tisch zu legen.
dieses CDU wahlplakat ist auf so vielen ebenen falsch, aus der zeit gefallen und tone deaf, dass ich beinahe lust verspüre vor ärger auf den tennisplatz zu gehen.
Berlin wird klüger Lesen, Schreiben, Rechnen statt Gendern.
wer liest, zumindest wenn die werke nach 1955 sind, lernt automatisch gendern. wobei ich davon ausgehe, dass junge menschen das auch ohne lesen lernen, zum beispiel von politikern die seit vielen, vielen jahren in ihren grussformeln damen und herren, freunde und freundinnen, faschisten und faschistinnen inkludieren, sich also bemühen, alle mitzumeinen.
rechnen? lernt man das nicht mehr wegen gendern? oder wegen taschenrechnern? (wäre taschenrechner nicht ein wunderbares, viel passenderes wort für smartphone?)
wie wärs mit medienkompetenz? kommunikationskompetenz? lebenskompetenz, stärkung des selbstwertgefühls und der resilienz? oder gar neugier?
schreiben zu fordern und fördern find ich gut. und zwar so wie man will, mit spass und ohne unkluge, gestrige vorgaben aus der politik.
auch witzig, noch kürzlich plakatierte die CDU: „verbieten verboten“. aber falsch sprechen (gendern) wird man ja wohl noch verbieten dürfen?
hier mein vorschlag wie das plakat besser ankommen könnte:
sowohl jean-marie ayikpe, als auch alexandra bendzko gehen davon aus, dass ihren wählerinnen ein sauberer wedding wichtig ist. ich kann nur sagen: hier steht gelegentlich müll rum und vom gehweg würde ich — im gegenteil zu frida — nicht essen, aber insgesamt kann ich mich hier nicht beklagen. die BSR ist hier sehr aktiv. worüber ich mich freuen würde wäre verkehrsberuhigung, mehr poller und drempel, mehr absperrungen weniger autoparkplätze.
gestern fiel mir beim besuch bei meq auf, wie schön die schriftart ist die er sich ausgesucht hat — zumindest im logo, bzw. dem motto („es regnet“).
alles schön, das hochgezogene e, das breitbeinige n, das geschwungene g. gross gesetzt sind schöne schriftarten besonders schön.
dann fiel mir auf, was mich schon lange auf mequito.org stört: die kleine schrift. und die zu fetten und zu dicht anliegenden unterstriche für links.
dann fiel mir ein, dass ich seit dem christophboecken.de für mich im dark mode nicht mehr lesbar war — weil christoph offensichtklich den dark mode nicht getestet hat und nirgendwo eine kontaktmnöglichkeitz hinterlassen hat — dass ich jedenfalls seitdem ich das gemerkt habe die chrome extension stylus instaliert habe, um websiten css-stile nach gutdünken umdefinieren zu können (und bei christoph wieder lesen kann).
also hab ich ein bisschen an meqs stylesheet rumgedreht und finde das jetzt noch schöner.
momentan wird allüberall dieser artikel von katie baker empfohlen, in dem es um die tiefgreifenden veränderungen der google-suche in richtung KI-antworten geht und wie sehr websites die sich auf suchmaschinentraffic verlassen haben und dafür optimiert haben, darunter leiden.
Last month, Bouliane was one of the guests on an NPR segment about the changes to Google; he told the hosts that his traffic was down 75 percent since AI Overviews was launched in 2024. Another guest, Amanda Natividad of SparkToro, offered a sobering stat (well, unless you’re a product manager at Google) about “zero-click” rates these days. “Sixty-eight percent of all U.S. Google searches end without a click,” she said—meaning that users get what they need directly in the search page (or just get distracted, I guess) without having to visit any outside sites. That’s an increase from 45 percent a decade ago. Another grim figure, per The Telegraph: While appearing first in Google search results used to mean getting a click 27 percent of the time, that number drops to 11 percent when there’s an AI Overview up top.
ich habe mir mal meine matomo zahlen angesehen. matomo nutze ich seit 2010 (damals noch als piwik). google hatte mindestens ein jahrzehnt den ruf sehr blogaffin zu sein. google mochte damals seiten die regelmässig aktiualisiert wurden und lebendig erschienen. ich kann mich an zeiten erinnern, zu denen beiträge von mir 2 minuten nach der veröffentlichung bereits in sucherergebnisseiten auftauchten.
mit dem einzug von frida bei uns vor sechs jahren und technischen problemen mit meinem uralt-CMS liess meine postingfrequenz stark nach und ich verlor google’s gunst.
seit ich im april 2025 diese website neugestartet habe, habe ich mich in der gunst von google langsam wieder hochgearbeitet. im juni 2025 schickte mir google um die zwei besucher pro tag vorbei. mittlerweile sind es so um die 60 besucher täglich. aktuell zeigt matomo 7000 besucher die mir google dieses jahr bereits geschickt hat. hochgerechnet dürften das mindestens 12.000 besucher dieses jahr werden. damit bin ich fast wieder auf dem niveau der jahre 2013 bis 2018.
ein grosser anteil der referer kommen über rezeptsuchen. obwohl auch rezeptseiten-betreiber laut katie baker über rückgängige zahlen klagen, scheint google rezeptsuchende weiterhin sehr gerne zu rezepten im web zu schicken, bzw. rezeptseiten nach wie vor mit sehr vielen besuchern zu „belohnen“. ich bin da nicht allein.
die frage die im raum steht, ob google das „offene netz“ zerstöre, wird jetzt oft gestellt. ich bin mir da nicht so sicher. früher™ war keinesfalls alles besser. aggressive suchmaschinenoptimierung hat bei mir regelmässig sehr viel mehr negative emotionen ausgelöst, als das was google da gerade veranstaltet. und: mir ist es ehrlichgesagt egal ob google besucher für ein rezept hierher schickt oder das rezept (mit ordentlicher quellenangabe) auf der suchergebnisseite anzeigt.
ich gebe mir grosse mühe rezepte die ich hier veröffentliche gut zugänglich, lesbar oder zum beispiel in rezept-apps exportierbar zu machen. wenig macht mich so aggressiv wie rezeptseiten im web, auf denen man erstmal drei banner wegklicken muss und dann sechs kilometer scrollen muss, um ans rezept zu kommen. rezepte sind zum kopieren, sammeln, weitergeben, empfehlen und vor allem wiederfinden da. das wiederfinden ist der grund, warum ich rezepte anfangs überhaupt ins internet schrob: um die guten sachen schnell wiederzufinden. mittlerweile finde ich alles in mela1, weil ich da alles reinspeichere und mela gleichzeitig auch als reader-app nutzen kann um das ganze brimborium auf rezeptseiten auszublenden.
ganz am ende von katie bakers artikel schreibt sie:
Back in 2000, four years before Google’s IPO, cofounder Larry Page mused in an interview that “artificial intelligence would be the ultimate version of Google.” In his vision, “It would understand everything on the web. It would understand exactly what you wanted, and it would give you the right thing.” Google Search as we thought we knew it feels broken, now that they’ve gone and changed the formula. But maybe all this time it’s been rounding into its final form, just as the elders foresaw.
ich erinner mich noch wie ich in den frühen 2000ern mal mit mario sixtus über marissa mayer plauderte, googles angestellte nummer 20. die hatte sich im studium unter anderem auf künstliche intelligenz spezialisiert. das heisst auch, dass google im prinzip seit 20, 25 jahren das web mit KI aufbereitet hat. vor dem aufkommen von large language models waren das noch andere KI-geschmacksrichtungen, aber überraschend ist die entwicklung von google zur heutigen KI-lastigen ausprägung nicht wirklich.
was auch klar ist: google kommt den vorlieben der menschen, die google benutzen, entgegen. so richtig verabscheuen scheinen die nutzenden die KI-vorschauen in der google suche nicht. sollten google messen, dass die anzahl der nutzenden abnimmt, würden sie wahrscheinlich sehr schnell gegensteuern.
trotzdem habe ich mir vorgenommen jetzt für eine weile mal eine andere standard-suchmaschine zu nutzen. kagi.com ist ja vielgelobt und auch wenn mein erster eindruck nicht berauschend2 ist, will ich das mal ausprobieren.
wer will kann meine rezepte auch als RSS in mela abonnieren (feed) ↑︎
kagi.com hat wirres.net nach eigenen angaben zuletzt 2008 indexiert zeigt verwirrende kalenderdaten neben den suchergebnissen an. ↑︎
Blogs sind ein wenig aus der Mode gekommen und damit auch die Lesungen, die noch vor zwanzig Jahren zahlreich in verschiedenen Städten stattgefunden haben. Aber es gibt sie noch, die Menschen, die seit über zwanzig Jahren ins Internet schreiben, weshalb es Zeit wird, dass die Bloggenden wieder live vorlesen und zwar in München.
Blogs sind ein wenig aus der Mode gekommen und damit auch die Lesungen, die noch vor zwanzig Jahren zahlreich in verschiedenen Städten stattgefunden haben. Aber es gibt sie noch, die Menschen, die seit über zwanzig Jahren ins Internet schreiben, weshalb es Zeit wird, dass die Bloggenden wieder live vorlesen und zwar in München.
retro find ich (in diesem fall) gut. die location hört sich sensationell an. im box-ring lesen. und vorlesen find ich auch gut und wo heutzutage ja angeblich neimand mehr selbst liest passt das ja auch wie die faust aufs auge. ich würde gerne hin, wenn münchen nicht so weit weg wäre.
gestern während der sonnenfinsternis einfach die sonne fotografiert und gedacht, „naja, sieht man halt nix von der abdeckung“. bis mich koltack drauf aufmerksam machte, dass sie doch zu sehen ist, in einer reflexion in der kamera.
nachtrag 20:45: frida und ich sind heute um 19:30 uhr nochmal in die rehberge gegangen. wir waren nicht die einzigen, die diese idee hatten. ausser uns wollten offenbar noch einige andere die parzielle sonnenfinsternis heute abend sehen.
sehen konnte man nicht viel, ausser dass sich das licht merklich veränderte, es wurde anders dunkel als sonst, gedimmter. alles sehr friedlich und schön.
nachtrag 13.08.2026: koltack weist darauf hin, dass man die verdeckte sonne in den kamerareflexionen sieht (ein winziges, leicht grünliches bild)
(via)