die beifahrerin über das kind, kunst und sich selbst. epischer text, gern gelesen — auch beim vierten mal.
malerei erklärt sich nicht durch sprache, weder in die eine noch in die andere richtung. in die eine richtung kommen illustrationen heraus, in die andere werden äpfel zu birnen. was gemalte bilder sind und was sie zeigen kann sprache nur umkreisen. wer seine malerei tatsächlich vollständig in sprache übersetzen kann der braucht aus meiner sicht eigentlich nicht malen.
heute rief mich die beifahrerin während des morgenspaziergangs an: „weil du meine nachrichten ja nie liest.“ das stimmt, also während des spaziergangs normalerweise nicht. aber ich sehe dafür die raben in den rehbergen, jogger die von hinten kommen, andere hunde und manchmal auch eichhörnchen bevor frida sie sieht.
„da liegt ein riesengrosser haufen menschenscheisse vor der tür! frida darf da auf keinen fall dran schnüffeln!“
sie erzählte mir in den folgenden 20 minuten die origin-story des kackhaufens, dass sie sich kurz mit dem produzenten unterhalten hatte und dass sie auf dem weg zum fitnessstudio ein paar freundliche BSR-kehrfrauen darauf angesprochen habe. die meinten: „eigentlich sind für für menschliche exkremente nicht zuständig, aber aus kulanz können wir gegebenenfalls sand drüberstreuen.“
als frida und ich nachhause kamen lag der haufen noch jungfräulich da und gab einen überraschend stechenden geruch ab. als ich 10 minuten später vom balkon runterschaute war die kulanz bereits erledigt und die kacke unter sand begraben.
die hausinterne mieterinnen-whatsapp-gruppe, an der die beifahrerin teilnimmt, informierte uns darüber, dass gleiches vor ein paar tagen bereits im flur des hinterhauses passiert war. das foto lasse ich hier weg (kann man in der beilage sehen), was ich aber interessant fand: es wurde nicht einfach auf den boden gekackt, sondern an die wand. das kannte ich von den terrassen am wohnblock an der karl-liebknecht-strasse, wo ich vor 24 jahren mein büro hatte.
heute also gelernt:
die BSR entfernt keinen menschlichen kot. (es gibt aber eine telefonnummer die man anrufen könne)
man kann scheisse mit sand abdecken
wenn man ohne sitzschüssel kacken muss, scheint es empfehlenswert den hintern beim kacken an einer wand abzustützen
gestern machte mich der übellaunig ins internet schreibende, aber sehr freundlich in emails schreibende unstory.eu darauf aufmerksam, dass er gelegentlich seiten löscht und jetzt einer meiner links ins leere zeigen würde. das veranlasste mich dazu eine funktion hier nachzurüsten, die nach der veröffentlichung eines beitrags eine warteschlange mit allen links des beitrags füllt und bei archive.org anfragt ob die verlinkten seiten im archive.org gespeichert werden können.
vorher hatte ich mal überlegt ob ich das html von links oder bookmarks einfach bei mir sichern sollte, aber das erschien mir bei näherer betrachtung immer zu komplex und kompliziert.
VW hat die API bei der ich und viele andere ihre fahrzeugdaten abgeholt haben mehr oder weniger gekillt. die begründung ist wohl mehr sicherheit oder so, aber de facto kann ich jetzt weder den ladestand, das odometer, bzw. den status unseres autos nicht mehr in automationen verwenden. auch die navigations- und ladeplanungs app pump, die wir seit einem jahr nutzen, funktioniert damit für uns nicht mehr. sie zeigt den ladestand unseres autos jetzt konstant mit 27% an. die verkackte VW-app funktioniert natürlich weiterhin, was besser als gar nichts ist, aber das ist schon ziemlich arschig von VW so zu agieren.
ein bisschen recherche zeigte, dass es ein paar workarounds gibt, der workaround den ich am interessantesten fand war, dass der stromanbieter tibber offenbar als einer der wenigen „partner“ weiterhin (oder wieder) zugang zu VW-fahrzeugdaten hat. und tibber bietet wiederum einen API zugang zu seinen daten an. die zapfe ich jetzt ersatzweise an und habe jetzt zumindest wieder den ladezustand, die reichweite und die info ob das auto gerade lädt oder nicht im home assistant. damit kann ich wiederum die API von abrp bespielen und wieder mit abrp ladeplanung machen.
seit dem ich viele seiten als markdown anbiete und eine llms.txt anbiete, habe ich das gefühl, dass der druck den KI-crawler auf die website ausüben stark nachgelassen hat. davor kam es immer wieder vor, dass crawler sich durch die archiv-paginierung wühlten und damit den server quälten.
shellies sind wirklich klein. ich habe eine alte ikea-lampe, die eigentlich mit halogen-leuchtmitteln betrieben werden soll auf LEDs umgestellt. dafür musste ein neuer trafo her und damit man die lampe dimmen und schalten kann, habe ich neben dem neuen trafo auch noch einen shelly ins lampengehöuse eingebaut bekommen.
Stop chasing life goals and start trying tiny experiments to learn from instead. “Chasing goals doesn’t work for life’s most important questions — career, relationships, health. It’s like locking in your answer before you have understood the question.”
wenn man durch akzeptanz von dringlichkeit ebendiese vermehrt, kann man sie dann durch ablehnung oder ignoranz reduzieren?
ich bilde mir ja ein regen ignorieren zu können. das funktioniert draussen, im regen, ganz gut, aber wenn ich dann wieder zuhause bin und merke dass ich tropfe, werde ich dann doch unsicher ob sich regen wirklich ihnorieren lässt.
kann man dringlichkeit ignorieren? ich glaube schon, allein deshalb, weil sich die hälfte aller anliegen von alleine erledigt. egal ob das anliegen dringend oder nicht war. für die anderem anliegen die mir begegnen ist ignoranz eigentlich gar nicht nötig, weil ich ohnehin immer eine weile benötige um die natur oder den hintergrund und kontext des anliegens zu verstehen. oder anders gesagt auf dringliches sofort zu reagieren ist ohnehin nichts anderes als aktionismus. eine lösung braucht zeit, koordinierung, reflexion.
dringlichkeit ist auch selten eine eigenschaft des problems, sondern eher resultat unserer wahrnehmung oder der erwartung anderer. deshalb ist es vielleicht am besten dringlichkeizt mit sorgfalt zu begegnen, dann vermehrt sich dringlichkeit auch nicht.
dass es foursquare und swarm noch gibt ist ein kleines wunder. ich habe nie verstanden, warum man sich an orten einchecken sollte und versuchen sollte mayor zu werden. trotzdem habe ich das spiel vor vielen jahren, als foursquare neu war, exessiv mitgespielt.
in urlauben war das tatsächlich ganz praktisch eine spur zum späteren nachverfolgen zu hinterlassen und foursquare hat uns in urlauben eigentlich auch ganz gute empfehlungen für orte, restaurants, cafés oder bars gegeben.
warum man in swarm irgendwann auch „coins“ für checkins bekommen konnte verstehe ich auch nicht — und trotzdem nutze ich swarm seit märz wieder intensiv. vor allem deshalb, weil es eine der schnellsten und zuverlässigsten methoden ist, bilder mit text hier im blog zu posten (mit ownyourswarm, landet alles in /checkins). seit märz checke ich mich jeden morgen an einem baum, den ich photogen finde, ein und poste ein bild: the baum
mittlerweile sind das um die 60 fotos.
heute dachte ich, mal gucken ob man daraus einen einigermassen ansehnlichen stop-motion film draus machen kann. geht so.
mittlerweile gibts in der ATmosphere einen swarm-klon. der heisst beaconbits.app. den baum hab ich da auch mal gepostet, aber eigentlich nur um zu testen wie das geht. theoretisch kann ich die daten einfach in den PDS schreiben und der checkin das beacon ist gesetzt. um noch ein foto dazu zu posten, muss man das foto auf bluesky posten. theoretisch kann ich also automatisch einen ownyourswarm-checkin zu beaconbits syndizieren. aber da meine checkins schon auf swarm niemanden interessieren, interessieren sie auf beconbits wahrscheinlich noch weniger leute.
grandios. via kottke.