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22.09.2026

felix schwenzel in notiert

ur­laub zu ha­ben ge­fällt mir er­war­tungs­ge­mäss sehr gut. die letz­ten ar­beits-wo­chen wa­ren ziem­lich an­stren­gend und es ge­lang mir nicht mehr so gut die ar­beit nach fei­er­abend hin­ter mir zu las­sen. ich habe mich in den letz­ten wo­chen mehr­fach da­bei er­wischt, wie ich beim ein­schla­fen über ar­beits­the­men nach­dach­te oder sie in ge­dan­ken ver­such­te zu struk­tu­rie­ren. des­halb tut es gut beim ein­schla­fen, träu­men oder un­ter der du­sche über mei­ne ei­ge­nen the­men und pro­ble­me nach­zu­den­ken.

auch schön, hun­de dür­fen jetzt bei ikea mit ein­kau­fen ge­hen. weil die bei­fah­re­rin ein paar sa­chen brauch­te, ha­ben fri­da und ich das gleich mal aus­pro­biert. ging gut, auch wenn sie ge­le­gent­lich quak­te, wenn ich mir sa­chen zu lan­ge an­sah. aus der ikea-smar­thome-ab­tei­lung reiz­te mich nicht zu ei­nem spon­tan­kauf, aber eine edel­stahl­pfan­ne woll­te ich doch mal aus­pro­bie­ren. ich habe jetzt so vie­le koch-you­tube-vi­de­os ge­se­hen, dass ich reif da­für war. gleich aus­pro­biert und da klebt tat­säch­lich nix fest, wenn man sie vor­her or­dent­lich auf­heizt (lei­den­frost-test). und wie er­fri­schend es ist mit me­tall­werk­zeu­gen in der pfan­ne han­tie­ren zu kön­nen. die be­schich­te­ten pfan­nen und töp­fe flie­gen in den nächs­ten tage alle raus und fri­da und ich wer­den noch­mal zu ikea fah­ren.


mei­ne mitt­ler­wei­le über 9 mo­na­te dau­ern­de aus­wer­tung/log­ging mei­nes me­di­en­kon­sums hat er­ge­ben, dass ich pro tag im schnitt fast um die zwei stun­den vor der glot­ze hän­ge. heu­te hab ich mir ei­nen neu­en trick bei­ge­bracht. auf dem sofa sit­zen und statt auf dem lap­top be­wegt­bil­der mit ton zu schau­en, hab ich mir den ta­schen­rech­ner vors ge­sicht ge­hal­ten und dort ein buch zu­en­de ge­le­sen, das ers­te seit ei­ni­gen jah­ren. ich habe in den letz­ten jah­ren zwar ein paar bü­cher ge­le­sen, aber keins zu­en­de.

an­de­rer­seits, wenn bü­cher CDs wä­ren, hät­te ich seit ei­ni­gen jah­ren kei­ne CD mehr ge­hört. was aber eben nicht be­deu­tet, dass ich kei­ne mu­sik ge­hört hät­te. die fra­ge stell ich mir öf­ter: sind bü­cher nicht ein­fach sorg­fäl­tig ge­schrie­be­ne und zu­sam­men­ge­stell­te ar­ti­kel? bis mar­kus ein buch ge­schrie­ben hat­te, wuss­te ich mit dem be­griff no­vel­le nicht viel an­zu­fan­gen. weil mar­kus sein much aber im­mer „no­vel­le“ nennt, ist mir der be­griff jetzt ge­läu­fig, bzw. ich weiss, dass es ein re­la­tiv kur­zes buch ist, des­sen ka­pi­tel auch als ar­ti­kel-se­rie in ei­nem blog er­sch­ei­nen könn­te. dann könn­te man die tex­te aber nicht so ein­fach ver­kau­fen und es wür­den kei­ne kri­ti­ken er­sch­ei­nen. kri­ti­ker schrei­ben kei­ne blog-kri­ti­ken, sie be­müs­si­gen sich nur bei bü­chern sie zu durch­zu­le­sen und da­nach zu be­wer­ten.

sach­bü­cher die­nen, ähn­lich wie blogs, auch dazu den au­toren oder die au­torin als ex­per­ten oder ex­per­tin zu iden­ti­fi­zie­ren. aber sach­bü­cher funk­tio­nie­ren bes­ser um ein­la­dun­gen zu vor­trä­gen oder dis­kus­si­ons- oder ex­per­ten­run­den zu be­kom­men. auf der re­pu­bli­ca ist ge­fühlt die hälf­te der vor­tra­gen­den auf pro­mo für ihr neu­es­tes buch.

ein wei­te­rer grund ein buch zu ver­öf­fent­li­chen, statt eine web­sei­te oder blog zu ver­öf­fent­li­chen, sind ran­kings. blog- oder web­sei­ten-ran­kings nimmt nie­mand mehr ernst und ab­ge­se­hen daon gibt es sie ei­gent­lich auch gar nicht mehr. bes­te­sel­ler­lis­ten meh­men man­che leu­te noch ernst.


ei­gent­lich woll­te ich heu­te bei ikea mei­nen weg tra­cken. oder zu­min­dest aus­pro­bie­ren ob das in der ikea-blech- und be­ton-büch­se über­haupt funk­tio­niert. hab ich aber lei­der ver­ges­sen und konn­te das des­halb auch nicht als nach­mit­tags-wan­de­rung log­gen. noch nicht mal ein­ge­scheckt hab ich mich heu­te dort. ich glau­be ich habe ei­nen in­ne­ren zwang mei­nen ikea-be­such zu ef­fi­zi­ent wie mög­lich zu ge­stal­ten und ver­ges­se da­bei dann al­les was ich mir aus­ser ein­kau­fen vor­ge­nom­men habe: op­ti­mal plat­zier­ten park­platz fin­den, ein­gang hoch, so­fort run­ter in die „markt­hal­le“, dort so vie­le ab­kür­zun­gen wie mög­lich nut­zen, um so schnell wie mög­lich an der selbst-scan-kas­se wie­der raus zu kom­men. ich glau­be wir wa­ren heu­te ge­ra­de mal 20 mi­nu­ten im ikea.


zu es­sen hab ich mir ges­tern mal wie­der die sau­er­kraut­sup­pe nach mäl­zer ge­macht. statt mit kalbs­brat­wurst­brät mit selbst­ge­mach­ten tofu-brät das köst­lich war, aus dem ich aber fri­ka­del­len bra­ten muss­te, weils zu flüs­sig wur­de. das an­bra­ten des tofu-brät-breis war der ul­ti­ma­ti­ve edel­stahl­pfan­nen-sti­cki­ness-test, den sie mit bra­vur be­stan­den hat. 





Neagley (S01 E01) gesehen

das ist ein reacher spin off, den amazon offenbar wegen des erfolgs von reacher nach­schiebt. ich hab ne weile gebraucht um mit dem plot warm zu werden, aber in der zweiten hälfte des piloten, nach der ganzen ex­po­si­ti­on, fing es dann an ein bisschen konkreter zu werden und mich dazu zu bringen, mir auch die zweite folge an­zu­schau­en. 

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Carolin Emcke nimmt sich etwas vor: Warum, fragt sie, fällt es seit dem 7. Oktober so schwer, die Opfer beider Seiten zu betrauern? Warum sehen die einen nur die Menschen, die am 7. Oktober gequält und ermordet wurden, die anderen aber nur die zivilen Opfer in Gaza? Unserem hu­ma­nis­ti­schen Anspruch folgend, wie er in der All­ge­mei­nen Erklärung der Men­schen­rech­te und auch im ersten Artikel unseres Grund­ge­set­zes for­mu­liert ist, besitzt jeder Mensch Rechte und eine Würde, die es zu achten gilt. Jeder ist jemand, sagt Michel Friedman – ganz egal, auf welcher Seite der Grenze er oder sie zur Welt kommt.

nils minkmar über carolin emcke neues buch „was zählt ein mensch?“

Man kann sich vor­stel­len, wie au­ßer­or­dent­lich kom­pli­ziert die Arbeit an einem Werk ist, das au­gen­blick­lich den Zorn der vielen Eiferer auf sich zieht. Hass ist ga­ran­tiert – weswegen eine der Prot­ago­nis­tin­nen die Autorin auch warnt: „Don’t write this book!“ Genügend Le­se­rin­nen und Leser werden es empört in die Ecke feuern – und dann doch, ga­ran­tiert, wieder zur Hand nehmen. Das bekommt ein Sachbuch nur hin, wenn es ein Meis­ter­werk ist, und das ist hier der Fall.


favicon wieselblog.wpcomstaging.com wieselblog.wpcomstaging.com: was bleibt

.So. Wieder Zuhause. Schon seit drei Tagen. Eigentlich wäre heute erst der Abreisetag in Audresselles gewesen, aber als K. sagte „Wenn wir jetzt nach Hause fahren, kostet uns das keinen Pfenn…

ich hab das sehr gerne gelesen und finde die fotos sehr toll. sie wecken bunte und graue er­in­ne­run­gen an frank­reich in mir. kann auch nach mehr­fa­chem lesen keinen frust und negatives aus dem be­gleit­text her­aus­le­sen. im gegenteil.