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NETFLIX
netflix startete 2014 in deutschland. ich habe seit november 2010 ein netflix konto. offensichtlich habe ich mich dort damals mit einer amerikanischen adresse angemeldet und $8,99 pro monat bezahlt. meine einzige erinnerung an netflix im jahr 2010 ist, dass ich es schauen konnte, aber dass sehr viel gebuffert werden musste. mein internetanschluss oder die transatlantik-leitungen waren damals noch nicht gut genug dafür. in meinem mailarchiv sehe ich, dass ich mein konto dann schon im dezember 2010 on hold gesetzt habe. im oktober 2011 habe ich es wieder reaktiviert und im februar 2012 hab ich das konto gelöscht.
2012 und 2013 schickte mir netflix dann alle paar monate nachrichten mit dem betreff
felix, come back to Netflix today.
im september 2014 hab ich das konto reaktiviert und dann auch in euro bezahlt. zuerst 7,99 € pro monat, dann 8,99 € um auf „zwei bildschirmen“ gucken zu können. im april 2015 wollte ich netflix auf vier bildschirmen gucken und zahlte ab dann 11,99 €.
im november 2017 sehe ich die erste preiserhöhung auf 13,99 €.
The cost of your Premium plan (4 screens at a time + Ultra HD) has changed to €13.99 a month. This change takes effect Sunday, December 17th, 2017.
im mai 2019 gings hoch auf 15,99 €, im april 2021 auf 17,99 €, im mai 2024 auf 19,99 €. im september 2025 zog netflix die account sharing daumenschrauben an und damit das kind weiter netflix schauen konnt, haben wir für 3,99 € pro monat einen „extra member slot“ gekauft. machte in summe dann 23,98 € pro monat.
im oktober 2025 stieg der preis für anton um einen euro: 24,98 €.
am 10. september kündigte netflix an, dass unser monatlicher preis bald auf fast 30 € steigen würde, auf 21,99 € + 5,99 € = 27,98 €.
das fühlte sich nicht mehr gut an. in meiner erinnerung war das letzte was ich mit vergnügen auf netflix gesehen habe drive to survive vor ungefähr einem jahr. weil ich ja nachgucken kann, sehe ich, dass ich auch nemisis mit relativ grossem vergnügen gesehen habe und eine folge chefs table1. dafür lohnt es sich nicht fast 30 € pro monat auszugeben.
von 9 € auf 28 € in 9 jahren sind ungefähr 13% steigerung pro jahr. demnach würde uns netflix in 9 jahren 87 € pro monat kosten.
Hi felix,
We canceled your membership because you did not agree to the new price. It will take effect at the end of your billing period. You can continue watching until October 9th, 2026.
Come back anytime to enjoy the best TV shows & movies. Your profiles and preferences will be waiting for you for 24 months.
[…]
The Netflix team
nachtrag:
ich hab die progression der netflix preise etwas ungünstig berechnet. rückblickend auf die vergangenen neun jahre gabs bei uns ca. 13% preissteigerung pro jahr, aber 13% preissteigerung pro jahr zu projezieren ergibt ein exponentielles wachstum und 87 €. so weit geht netflix dann wohl nicht. linear projeziert sind es dann wohl nur 44 bis 55 €. hier einmal aufgezeichnet.
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sind doch ein paar mehr sachen gewesen, die ich im letzten jahr auf netflix gesehen habe als ich zunächst dachte. hatte das alles nicht so sauber verschlagwortet. ↑︎
13.09.2026
wenn ich eins in den letzten jahren in der küche gelernt habe, dann ist es rezepte als einstiegspunkt zu nehmen und dass man keine hemmungen beim neu-kombinieren haben sollte. pesto kann man zum beispiel aus fast allem machen: irgendwelche nüsse, gutes öl, parmesan und irgendwas mit farbe und geschmack. das können, ganz klassisch, kräuter sein, tomaten oder rote bete. geht alles, schmeckt alles. bei suppen ist es da gleiche, eine gute basis, eine einlage damit was was zu kauen hat und irgendwas crunchiges.
heute habe ich die gute alte blumenkohlsuppe nach anke gröners rezept wieder mal gemacht. die frittierten rote bete flöckchen im rezept sind so ungefähr das leckerste was es gibt, aber wir hatten keine rote bete. also hab ich die körner von zwei maiskolben im airfryer geröstet. das ergab auch eine tolle mahlzeit.
darüber hab ich schonmal geschrieben: robert alexanders Blogroll Network Map. ich bin da jetzt auch drin und man sieht ein paar relationen des teils der deutschen blogsshäre, deren teil ich bin. und wenn man seinen feedreader richtig voll machen will, könnte man die > 5000 feeds aus der bubbles-blogroll importieren. jedenfalls schön, dass das thema blogrolls gerade so viel aufmerksamkeit bekommt und viele menschen ihre blogrolls auf vordermann bringen oder sogar maschinenlesbar machen. ich hab in den letzten wochen einige neue feeds in meinen feedreader geworfen.
auf empfehlung von b30 hab ich mir auch lire installiert und teste das gerade. bisher war reeder classic der RSS reader meiner wahl auf dem taschenrechner, aber da gibts seit monaten oder gar jahren keine entwicklung mehr und der (new) reeder ist auch nicht so mein ding.
auf dem laptop nutze ich weiterhin das webfrontend von miniflux.
ich habe in den letzten tagen viele kleinigkeiten hier an der website repariert und gebaut, die mich entweder schon länger nervten oder die ich mir schon lange wünschte. besonders erfreut es mich, dass beiträge sich jetzt besser untereinander vernetzen. sammlungen verweisen auf beiträge und die dann wieder zurück zur sammlung, artikel die ich selbt verlinke setzen automatisch eine backlink („seiten die hierher linken“) und seiten die ich in artikel einbette verweisen jetzt auch zurück auf die seite in der sie eingebettet sind. dieser artikel hat zum beispiel schon sehr viele backlinks gesammelt.
aber am meisten freue ich mich über ein kleines feature, über das ich mich wundere, dass es mir noch nicht viel früher eingefallen ist. am fuss jedes beitrags steht das veröffentlichungsdatum. und statt das datum einfach nur dahin zu schreiben, verlinken der tag, monat und das jahr auf die jeweiligen archivseiten. heute am 13.09.2026 sähe das so aus. das ist wirklich praktisch wenn ich zufällig auf einem alten artikel von mir lande und sehen will was ich sonst so an diesem tag getrieben habe. zum beispiel waren wir heute vor 10 jahren an diesem tag in tschechien.
greenwashing kennt ja mittlerweile jeder. pinkwashing kannte ich noch nicht, hab ich aber schon öfter beobachtet (LGBTQ+-freundlichkeit zu imagezwecken herausstellen). aber wie würde man das hier auf dem foto nennen? asswashing ergibt ja irgendwie keinen sinn?

For a while, I must admit, it looked as if software developer roles like mine were done for. How could we fight against tireless robots? But our industry is slowly realizing that making truly cutting-edge software still requires humans to think and work together, to maximize their skill sets and to practice their respective crafts. A.I. can write very good software, but it also makes it easy to do someone else’s job badly, which is part of why all those projects fail. Now that everyone can code, it’s become clearer why many shouldn’t.
weil ja bekanntermassen bald wieder weihnachten ist, kann ich bereits den ersten weihnachtmarkt ankündigen. wie letztes jahr, hat sich die beifahrerin mit ein paar anderen künsterinnen zusammengetan, um in der vorweihnachtszeit kleine arbeiten zum verkauf anzubieten.
die beussel biennale 2026 in der beusselstrasse. vom 28. bis zum 29. november.
„die wahrscheinliche wahrheit“

mads pankow hat mich vor ein paar tagen zu seiner buchvorstellung eingeladen. das buch schien mir interessant also hab ichs mir gekauft und zugesagt zur buchvorstellung zu kommen („wg. Wein, Stühle“).
ich wollte das buch bis heute durchgelesen haben, aber es kam so vieles dazwischen, die neue staffel reacher, eine gute folge strange new worlds, arbeit, noch mehr arbeit und youtube. 49% prozent lesefortschritt zeigt mir apple books an. das buch gefällt mir sehr. 20% der 49% prozent, die ich bis jetzt gelesen habe, hat mads pankow zu einem vortrag komprimiert, den er heute zu seiner buchvorstellung hielt. der vortrag gefiel mir auch gut, aber geschrieben gefällt mir seine stimme besser. nicht dass seine vortragsstimme unangenhem wäre, aber seine stimme im buch ist angenehm schlüssig, unaufgeregt und auf eine unkomplizierte art geschliffen. aber dazu mehr, sobald ich 100% gelesen habe.
mir fällt jetzt auf, dass ich wie ein LLM schreibe, oder so, wie mads pankow beschreibt, wie ein LLM schreibt. es setzt seine texte aus wörtern zusammen, die am wahrscheinlichsten zu den vorherigen wörter passen. ich bilde mir zwar gelegentlich ein, vor dem schreiben eine leise idee davon zu haben was ich schreibe, aber was ich tatsächlich schreibe ergibt sich eigentlich aus dem was ich schreibe. vielleicht ist der grund, warum wir von LLMs generierte texte so sehr verachten, dass sie das so ähnlich wie wir machen, nur (scheinbar) müheloser und gelegentlich besser oder schlechter als wir. das ist aber nur so ein gedanke und dass sich jetzt ganz viele menschen gedanken um dieses ganze KI-gedöns machen ist bitter nötig — weil weggehen wird das alles nicht mehr — und die gesellschaftlichen, philosophischen und moralischen umwälzungen die das alles haben wird dürften massiv sein. das zumindest zeigt mads pankows buch ziemlich gut und, wie gesagt, unaufgeregt, weit ausholend, aber nachdrücklich und stringent.
ich bin nicht mehr für den wein geblieben, damit ich in der bahn und zuhause weiterlesen konnte.
nachtrag 26.09.2026: hier meine rezension von mads pankows buch










gerne gelesen.