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LLMs und das internet killed my heise abo
ich war über ein jahrzehnt, vielleicht sogar zwei jahrzehnte abonnement der c’t. 2013 hatte ich keine lust mehr auf das altpapier, das mit den c’t-artikeln mitgeliefert wurde und kündigte mein c’t abo. damals gab es, soweit ich mich erinnere, kein reines online c’t abo. zwischenzeitlich las ich c’t weiter bei meinem arbeitgeber und kaufte gelegentlich einzelartikel. seit september 2021 bin ich heise+ abonent. damit konnte ich alles auf heise.de lesen, inklusive des make magazine und der c’t.
heute hab ich mein heise+ abonnement gekündigt. warum erzähl ich gleich, aber erst muss ich nochmal zwei schlenker machen.
im januar 2024 haben wir einen neuen gaszähler bekommen. nachdem ich mir die spezifikationen des bei uns eingebauten models angesehen hatte, kam ich auf die idee, dass ich den impulsgebner des gaszählers mit einem aqara-türsensor abgreifen könnte. wahrscheinlich war das nicht meine original-idee, wahrscheinlich las ich in einem home-assistant-forum oder anderswo von leuten die sowas ähnliches machen. das klappte auf anhieb, weil der türsenor ohne plastik-hülle genau in eine aussparung des gaszählers passte und der impulsgeber den reed-kontakt des aqara-sensors zuverlässig mit jeder umdrehung auslöste. das einzig unzuverlässige war meine befestigung mit klebeband, weshalb ich irgendwann nach einem 3d-druck für einen halter suchte, einen fand und mir den drucken liess.
seitdem zählt der türsensor zuverlässig impulse und home assistant wandelt das in einen verbrauchssensor.
nachdem uberspace anfang 2023 php 7.4 auf altenteil schob, lief mein auf ezpublish gehostetes blog zwar noch, aber ich konnte keine beiträge mehr veröffentlichen, weil ezpublish zu viele php fehler produzierte. eine reparatur wäre damals ohne die hilfe von programmierhelfern sehr zeitaufwändig geworden, weshalb ich zwei jahre lang mehr oder weniger nur auf instgram ins internet schrieb. eigentlich hatte ich schon 2020 faktisch aufgehört auf wirres.net ins inernet zu schreiben, ich glaube vor allem weil ich mich lieber um unseren hund kümmern musste und wollte und die erziehung und das lernen über den umgang mit hunden, ein neuer job, corona und überhaupt alles andere meine aufmerksamkeit über gebühr in beschlag nahmen.
als ich mich anfang 2025 entschloss wirres.net auf kirby zu migrieren, bastelte ich mir einen docker container mit php 7.4 und mysql zusammen und brachte ezpublish und das alte wirres.net auf unserem heimserver wieder zum laufen. mit und in diesem container baute ich mir export-skripte um die alten inhalte ins neue kirby zu migrieren. da meine programmierfähigkeiten und vor allem die meiner coding-helfer damals noch nicht so ausgeprägt waren und ich noch weniger ahnung als heute hatte, war diese docker konstruktion ein bisschen wackelig.
mein ziel war eigentlich das ganze archiv in einem einzigen ordner, mit einer docker-compose-datei in unserem heimnetzwerk zu hosten und diesen ordner, falls nötig, auch auf einen anderen server migrieren zu können. das habe ich mir dann mit einem codinghelfer der neueren generation vor ein paar monaten gebaut. seitdem kann ich im heimnetz einfach archiv.wirres.net aufrufen und bekomme wirres.net, inklusive SSL exakt so angezeigt wie ich es 2023 verlassen habe.
wie man sieht funktioniert die archiv-webseite noch so gut, dass sogar das goodreads-widget, dass ich vor vielen jahren mal eingerichtet habe, noch funktioniert und die bücher anzeigt, die ich bei goodreads als „currently reading“ angegeben habe.
aber auch die likes, reposts und shares von damals werden noch einwandfrei angezeigt.

das erinnert mich daran — mit ein bisschen wehmut — welche resonanz-maschinen twitter und facebook noch vor 10 jahren waren und das meine mutter schon vor > 10 jahren mein gedöns beständig likte, damals auf facebook.
jedenfalls steckt hinter dem docker container auf dem das wirres.net-archiv steckt ein php74-7.4.2 und ein mariadb-10.6.21 image, sowie ein selbstsigniertes zertifikat und auf meinem laptop ein /etc/hosts eintrag. das ist nur so mittel-elegant, aber funktioniert für meine ansprüche, weil mein anspruch eigentlich lediglich ist, archiv.wirres.net jederzeit auf meinem laptop aufrufen zu können um gegebenenfalls irgenwas zu vergleichen oder zu prüfen, was bei der kirby-migration vielleicht nicht geklappt hat.
wobei wir bei meinem heise-abo angekommen sind. gestern habe ich seit langem mal wieder heise.de aufgerufen. mir fiel zuerst auf, dass ich das schon seit wochen oder gar monaten nicht mehr gemacht hatte. und die beiden einzigen artikel die mich ein bisschen interessieren waren: „HTTPS im Heimnetz: So sichern Sie lokale Dienste ab“ und „So machen Sie den Gaszähler smart: Home Assistant und ein 17-Euro-Sensor genügen“.
mir fiel also auf, dass ich auf heise.de entweder gar nicht mehr lese oder dort nur sachen finde, auf die ich schon vor ein paar jahren oder monaten selbst gekommen bin oder gemacht habe. zugegeben, der artikel über https im heimnetz erinnerte mich daran, dass meine lösung alles andere als elegant ist und das ich das mit caddy, pihole und lets encrypt zwei bis drei ticken besser machen könnte. aber diese inspiration wäre mir in den nächsten wochen wohl auch auf die eine oder andere art über den weg gelaufen. vor allem fiel mir auf: wenn ich mein wirres.net-archiv auf caddy und lets encrypt umstellen würde, dann würde ich es nicht mit hilfe des heise.de-artikels machen, sondern mit einem meiner codinghelfer auf basis eines LLMs oder mit in netz zusammengesuchten tutorials oder youtube-anleitungen.
der heise verlag und ich haben seit 20 oder 30 jahren ein verhältnis, das zumindest auf meiner seite meistens von respekt und einer gewissen bewunderung geprägt war. aber jetzt stehe sitze ich hier und bilde mir ein, dieser beziehung entwachsen zu sein. ich glaube, dass heise mir nichts oder wenig bieten kann, dass ich nicht auch anderswo im internet finde oder zum teil sogar selbst besser kann oder weiss.
deshalb habe ich das heise+ abo heute zumindest mit einem leicht weinenden auge gekündigt.
bloglog
manchmal, ganz selten, bin ich beeindruckt davon was man mit wordpress nativ alles zaubern kann. stefan grund und michael haben einen schönen trick gefunden, mit dem man einen eigenen beitrag schreiben kann, der sich dann durch eine verknüpfung automatisch als nachtrag unter einen älteren beitrag klemmt. vor ein paar jahren hab ich das zum ersten mal bei kottke gesehen. allerdings hab ich das bei kottke schon länger nicht mehr gesehen und ich glaube, dass er meistens updates inline postet, also einfach den beitrag mit einem update-absatz ergänzt.

ich war kurz versucht das feature nachzubauen, hielt dann aber inne. denn ein paar tage vorher hatte ich die idee ein log fürs blog zu bauen. die idee kam mir, weil ich, seit das drücken der poo-endmarke in artikeln nicht nur herzen versprüht, sondern auch ein geräusch in meinem zimmer macht, nie wusste wo denn nun jemand die kacke gedrückt hat. von home assistant kenne ich das aktivitätslog, mit dem man die letzten ereignisse und zustände von geräten und sensoren nachverfolgen kann. warum nicht auch ein logbuch für ein weblog?
technisch ist das unkompliziert: so wie ein drücken des kackicons unter beiträgen einen webhook auslöst um den tusch bei mir im zimmer abzuspielen, kann es auch einen eintrag in einer json-datei anlegen. auch alle anderen ereignisse in kirby haben hooks die — wenn man das will — in ein separates log schreiben können.
ich erfasse erstmal nur die shitvotes, neue beiträge, änderungen an bestehenden beiträgen (leicht dedupliziert) und isso-kommentare.

so sieht das globale bloglog dann aus: /bloglog
auf der rückseite steht eine verkürzte version des bloglogs. einzelne artikel-logs hab ich noch nicht umgesetzt, aber die kommen dann in die beilage, in der man dann die änderungshistorie und ereignisse rund um einzelne beiträge ablesen kann. damit bleibe ich erstmal bei inline-nachträgen in beiträgen.
nachtrag 10.10.2026:
beitrags-logs werden jetzt auch in der beilage angezeigt.
diese fishing mail hat zumindest für ein paar sekunden meine aufmerksamkeit eingefangen. layout, wortwahl und vor allem timing sind fast perfekt. mich freut das ja einerseits, wenn sich menschen mühe geben oder ihre KI zur sorgfalt anhalten, aber andererseits würde ich mir mehr sorgfalt meines spamfilters wünschen.
heute früh an einer baustelle vorbeigegangenen und einen bauarbeiter mit bayerischem r am telefon sagen gehört: „wenn da noch die drehzahl regelbar wäre, dann wär das richtig geil für mich.“
jedem nach seiner façon.
homepod „ghost touch symptom“ gelöst

weiter gehts mit dem thema automatische wohnung und sprachassistenten.
vor drei monaten fing mein homepod damit an ständig musik abzuspielen. eine kurze recherche zeigte, dass das ein ziemlich weit verbreitetes phänomen ist und mit einem defekten touch sensor an der oberseite des homepods zusammenhängt. ein möglicher fix ist das kabel des touchsensors einfach auszustöpseln. dafür muss man den homepod aber auseinanderbauen. in diesem video sieht das relativ kompliziert aus. weil der homepod sich heute nacht aber überlegt hatte, die signale des defekten touchsensors als aufforderung zu einem factory-reset zu interpretieren und das laut herauszuplärren, wachte ich heute nacht auf. der homepod befand sich quasi in einem werkseinstellungs-reset-loop und schrie: „keep pressing until you hear three beeps to reset your homepod“. nach dem reset gings wieder los.
also homepod ausgestöpselt und wieder ins bett gegangen. mit dem ausgestöpselten homepod merkte ich, dass ich den homepod keineswegs nur zur gelegentlichen zeitansage nutze, sondern vor allem als homekit zentrale und thread-border-router. da hängen also ein paar geräte dran und unsere homekit-secure-video-kameras.
heute früh nach dem morgenspaziergang hab ich dann aufs frühstück verzichtet und das ding auseinandergebaut. das ging erstaunlich einfach und viel unkomplizierter als im video. nach 20 minuten war die operation abgeschlossen.
nach dem lösen des kabels für den touch senor sah ich ich, dass man den ganzen sensor entfernen kann. das hat den vorteil dass das kabel keinen unfug auf der platine anrichten kann.
zuerst hatte ich überlegt den homepod ohne den stoff-überzug weiter zu benutzen. aber am oberen ende der schale war der stoff eingeklebt, also sieht der homepod nach der operation wieder genauso wie vorher aus.
jetzt wo ich gerade den homepod und amazon echo dot nebeneinander stehen habe zeigt sich auch, wie viel besser töne klingen die der homepod abspielt. auch wenn das engineering des touchsensors offenbar schrott ist, das akkustikdesign des homepods ist überragend.
nachtrag:
da sich der homepod ja in der nacht auf den auslieferungszustand zurückgesetzt hat, war ich gespannt was nach der neueinrichtung passieren würde. tatsächlich war ich positiv überrascht, weil er sich selbst wieder exakt so einrichtete wie er vorher war. meine matter over thread geräte akzeptieren den neuen homepod und homekit secure video und alles in homekit funktionierte exakt wie vorher.
















