alles

Burns (2025) gelesen

sehr kurz, sehr gut zu lesen und genau wie ich science fiction mag: durch- und zuende gedacht, raum für eigene notizen, irre, aber nach­voll­zieh­bar. das war eins dieser bücher die bei denen ich das un­be­ding­te bedürfnis verspüre wei­ter­zu­le­sen. 

★ ★ ★ ★ ☆


LL­Ms und das in­ter­net kil­led my hei­se abo

felix schwenzel in artikel

ich war über ein jahr­zehnt, viel­leicht so­gar zwei jahr­zehn­te abon­ne­ment der c’t. 2013 hat­te ich kei­ne lust mehr auf das alt­pa­pier, das mit den c’t-ar­ti­keln mit­ge­lie­fert wur­de und kün­dig­te mein c’t abo. da­mals gab es, so­weit ich mich er­in­ne­re, kein rei­nes on­line c’t abo. zwi­schen­zeit­lich las ich c’t wei­ter bei mei­nem ar­beit­ge­ber und kauf­te ge­le­gent­lich ein­zel­ar­ti­kel. seit sep­tem­ber 2021 bin ich hei­se+ abo­nent. da­mit konn­te ich al­les auf hei­se.de le­sen, in­klu­si­ve des make ma­ga­zi­ne und der c’t.

heu­te hab ich mein hei­se+ abon­ne­ment ge­kün­digt. war­um er­zähl ich gleich, aber erst muss ich noch­mal zwei schlen­ker ma­chen.


im ja­nu­ar 2024 ha­ben wir ei­nen neu­en gas­zäh­ler be­kom­men. nach­dem ich mir die spe­zi­fi­ka­tio­nen des bei uns ein­ge­bau­ten mo­dels an­ge­se­hen hat­te, kam ich auf die idee, dass ich den im­puls­geb­ner des gas­zäh­lers mit ei­nem aqa­ra-tür­sen­sor ab­grei­fen könn­te. wahr­schein­lich war das nicht mei­ne ori­gi­nal-idee, wahr­schein­lich las ich in ei­nem home-as­sistant-fo­rum oder an­ders­wo von leu­ten die so­was ähn­li­ches ma­chen. das klapp­te auf an­hieb, weil der tür­se­nor ohne plas­tik-hül­le ge­nau in eine aus­spa­rung des gas­zäh­lers pass­te und der im­puls­ge­ber den reed-kon­takt des aqa­ra-sen­sors zu­ver­läs­sig mit je­der um­dre­hung aus­lös­te. das ein­zig un­zu­ver­läs­si­ge war mei­ne be­fes­ti­gung mit kle­be­band, wes­halb ich ir­gend­wann nach ei­nem 3d-druck für ei­nen hal­ter such­te, ei­nen fand und mir den dru­cken liess.

seit­dem zählt der tür­sen­sor zu­ver­läs­sig im­pul­se und home as­sistant wan­delt das in ei­nen ver­brauchs­sen­sor.

nach­dem uber­space an­fang 2023 php 7.4 auf al­ten­teil schob, lief mein auf ez­pu­blish ge­hos­te­tes blog zwar noch, aber ich konn­te kei­ne bei­trä­ge mehr ver­öf­fent­li­chen, weil ez­pu­blish zu vie­le php feh­ler pro­du­zier­te. eine re­pa­ra­tur wäre da­mals ohne die hil­fe von pro­gram­mier­hel­fern sehr zeit­auf­wän­dig ge­wor­den, wes­halb ich zwei jah­re lang mehr oder we­ni­ger nur auf inst­gram ins in­ter­net schrieb. ei­gent­lich hat­te ich schon 2020 fak­tisch auf­ge­hört auf wir­res.net ins iner­net zu schrei­ben, ich glau­be vor al­lem weil ich mich lie­ber um un­se­ren hund küm­mern muss­te und woll­te und die er­zie­hung und das ler­nen über den um­gang mit hun­den, ein neu­er job, co­ro­na und über­haupt al­les an­de­re mei­ne auf­merk­sam­keit über ge­bühr in be­schlag nah­men.

als ich mich an­fang 2025 ent­schloss wir­res.net auf kir­by zu mi­grie­ren, bas­tel­te ich mir ei­nen do­cker con­tai­ner mit php 7.4 und mys­ql zu­sam­men und brach­te ez­pu­blish und das alte wir­res.net auf un­se­rem heim­ser­ver wie­der zum lau­fen. mit und in die­sem con­tai­ner bau­te ich mir ex­port-skrip­te um die al­ten in­hal­te ins neue kir­by zu mi­grie­ren. da mei­ne pro­gram­mier­fä­hig­kei­ten und vor al­lem die mei­ner co­ding-hel­fer da­mals noch nicht so aus­ge­prägt wa­ren und ich noch we­ni­ger ah­nung als heu­te hat­te, war die­se do­cker kon­struk­ti­on ein biss­chen wa­cke­lig.

mein ziel war ei­gent­lich das gan­ze ar­chiv in ei­nem ein­zi­gen ord­ner, mit ei­ner do­cker-com­po­se-da­tei in un­se­rem heim­netz­werk zu hos­ten und die­sen ord­ner, falls nö­tig, auch auf ei­nen an­de­ren ser­ver mi­grie­ren zu kön­nen. das habe ich mir dann mit ei­nem co­ding­hel­fer der neue­ren ge­ne­ra­ti­on vor ein paar mo­na­ten ge­baut. seit­dem kann ich im heim­netz ein­fach ar­chiv.wir­res.net auf­ru­fen und be­kom­me wir­res.net, in­klu­si­ve SSL ex­akt so an­ge­zeigt wie ich es 2023 ver­las­sen habe.

wie man sieht funk­tio­niert die ar­chiv-web­sei­te noch so gut, dass so­gar das good­reads-wid­get, dass ich vor vie­len jah­ren mal ein­ge­rich­tet habe, noch funk­tio­niert und die bü­cher an­zeigt, die ich bei good­reads als „curr­ent­ly re­a­ding“ an­ge­ge­ben habe.

aber auch die li­kes, re­posts und shares von da­mals wer­den noch ein­wand­frei an­ge­zeigt.

screenshot aus meinem wirres.net-archiv das die damaligen likes, reposts und shares von twitter und facebook anzeigt. die reaktionen habe ich damals mit skripten aus APIs ausgelesen und lokal in json-dateien gesichert. deshalb sind sie quasi mitarchiviert

das er­in­nert mich dar­an — mit ein biss­chen weh­mut — wel­che re­so­nanz-ma­schi­nen twit­ter und face­book noch vor 10 jah­ren wa­ren und das mei­ne mut­ter schon vor > 10 jah­ren mein ge­döns be­stän­dig lik­te, da­mals auf face­book.

je­den­falls steckt hin­ter dem do­cker con­tai­ner auf dem das wir­res.net-ar­chiv steckt ein php74-7.4.2 und ein ma­riadb-10.6.21 image, so­wie ein selbst­si­gnier­tes zer­ti­fi­kat und auf mei­nem lap­top ein /etc/hosts ein­trag. das ist nur so mit­tel-ele­gant, aber funk­tio­niert für mei­ne an­sprü­che, weil mein an­spruch ei­gent­lich le­dig­lich ist, ar­chiv.wir­res.net je­der­zeit auf mei­nem lap­top auf­ru­fen zu kön­nen um ge­ge­be­nen­falls ir­gen­was zu ver­glei­chen oder zu prü­fen, was bei der kir­by-mi­gra­ti­on viel­leicht nicht ge­klappt hat.


wo­bei wir bei mei­nem hei­se-abo an­ge­kom­men sind. ges­tern habe ich seit lan­gem mal wie­der hei­se.de auf­ge­ru­fen. mir fiel zu­erst auf, dass ich das schon seit wo­chen oder gar mo­na­ten nicht mehr ge­macht hat­te. und die bei­den ein­zi­gen ar­ti­kel die mich ein biss­chen in­ter­es­sie­ren wa­ren: „HTTPS im Heim­netz: So si­chern Sie lo­ka­le Diens­te ab“ und „So ma­chen Sie den Gas­zäh­ler smart: Home As­sistant und ein 17-Euro-Sen­sor ge­nü­gen“.

mir fiel also auf, dass ich auf hei­se.de ent­we­der gar nicht mehr lese oder dort nur sa­chen fin­de, auf die ich schon vor ein paar jah­ren oder mo­na­ten selbst ge­kom­men bin oder ge­macht habe. zu­ge­ge­ben, der ar­ti­kel über https im heim­netz er­in­ner­te mich dar­an, dass mei­ne lö­sung al­les an­de­re als ele­gant ist und das ich das mit cad­dy, pi­ho­le und lets en­crypt zwei bis drei ti­cken bes­ser ma­chen könn­te. aber die­se in­spi­ra­ti­on wäre mir in den nächs­ten wo­chen wohl auch auf die eine oder an­de­re art über den weg ge­lau­fen. vor al­lem fiel mir auf: wenn ich mein wir­res.net-ar­chiv auf cad­dy und lets en­crypt um­stel­len wür­de, dann wür­de ich es nicht mit hil­fe des hei­se.de-ar­ti­kels ma­chen, son­dern mit ei­nem mei­ner co­ding­hel­fer auf ba­sis ei­nes LLMs oder mit in netz zu­sam­men­ge­such­ten tu­to­ri­als oder you­tube-an­lei­tun­gen.

der hei­se ver­lag und ich ha­ben seit 20 oder 30 jah­ren ein ver­hält­nis, das zu­min­dest auf mei­ner sei­te meis­tens von re­spekt und ei­ner ge­wis­sen be­wun­de­rung ge­prägt war. aber jetzt ste­he sit­ze ich hier und bil­de mir ein, die­ser be­zie­hung ent­wach­sen zu sein. ich glau­be, dass hei­se mir nichts oder we­nig bie­ten kann, dass ich nicht auch an­ders­wo im in­ter­net fin­de oder zum teil so­gar selbst bes­ser kann oder weiss.

des­halb habe ich das hei­se+ abo heu­te zu­min­dest mit ei­nem leicht wei­nen­den auge ge­kün­digt. 


blog­log

felix schwenzel in über wirres

manch­mal, ganz sel­ten, bin ich be­ein­druckt da­von was man mit word­press na­tiv al­les zau­bern kann. ste­fan grund und mi­cha­el ha­ben ei­nen schö­nen trick ge­fun­den, mit dem man ei­nen ei­ge­nen bei­trag schrei­ben kann, der sich dann durch eine ver­knüp­fung au­to­ma­tisch als nach­trag un­ter ei­nen äl­te­ren bei­trag klemmt. vor ein paar jah­ren hab ich das zum ers­ten mal bei kott­ke ge­se­hen. al­ler­dings hab ich das bei kott­ke schon län­ger nicht mehr ge­se­hen und ich glau­be, dass er meis­tens up­dates in­line pos­tet, also ein­fach den bei­trag mit ei­nem up­date-ab­satz er­gänzt.

screenshot des home assistant activity logs
HA ac­ti­vi­ty log

ich war kurz ver­sucht das fea­ture nach­zu­bau­en, hielt dann aber inne. denn ein paar tage vor­her hat­te ich die idee ein log fürs blog zu bau­en. die idee kam mir, weil ich, seit das drü­cken der poo-end­mar­ke in ar­ti­keln nicht nur her­zen ver­sprüht, son­dern auch ein ge­räusch in mei­nem zim­mer macht, nie wuss­te wo denn nun je­mand die ka­cke ge­drückt hat. von home as­sistant ken­ne ich das ak­ti­vi­täts­log, mit dem man die letz­ten er­eig­nis­se und zu­stän­de von ge­rä­ten und sen­so­ren nach­ver­fol­gen kann. war­um nicht auch ein log­buch für ein web­log?

tech­nisch ist das un­kom­pli­ziert: so wie ein drü­cken des ka­cki­cons un­ter bei­trä­gen ei­nen web­hook aus­löst um den tusch bei mir im zim­mer ab­zu­spie­len, kann es auch ei­nen ein­trag in ei­ner json-da­tei an­le­gen. auch alle an­de­ren er­eig­nis­se in kir­by ha­ben hooks die — wenn man das will — in ein se­pa­ra­tes log schrei­ben kön­nen.

ich er­fas­se erst­mal nur die shit­vo­tes, neue bei­trä­ge, än­de­run­gen an be­ste­hen­den bei­trä­gen (leicht de­du­pli­ziert) und isso-kom­men­ta­re.

screenshot des bloglos vom 09.10.2026:
blog­log screen­shot

so sieht das glo­ba­le blog­log dann aus: /blog­log

auf der rück­sei­te steht eine ver­kürz­te ver­si­on des blog­logs. ein­zel­ne ar­ti­kel-logs hab ich noch nicht um­ge­setzt, aber die kom­men dann in die bei­la­ge, in der man dann die än­de­rungs­his­to­rie und er­eig­nis­se rund um ein­zel­ne bei­trä­ge ab­le­sen kann. da­mit blei­be ich erst­mal bei in­line-nach­trä­gen in bei­trä­gen. 

nach­trag 10.10.2026:
bei­trags-logs wer­den jetzt auch in der bei­la­ge an­ge­zeigt.



die­se fi­shing mail hat zu­min­dest für ein paar se­kun­den mei­ne auf­merk­sam­keit ein­ge­fan­gen. lay­out, wort­wahl und vor al­lem ti­ming sind fast per­fekt. mich freut das ja ei­ner­seits, wenn sich men­schen mühe ge­ben oder ihre KI zur sorg­falt an­hal­ten, aber an­de­rer­seits wür­de ich mir mehr sorg­falt mei­nes spam­fil­ters wün­schen. 


heu­te früh an ei­ner bau­stel­le vor­bei­ge­gan­ge­nen und ei­nen bau­ar­bei­ter mit baye­ri­schem r am te­le­fon sa­gen ge­hört: „wenn da noch die dreh­zahl re­gel­bar wäre, dann wär das rich­tig geil für mich.“

je­dem nach sei­ner fa­çon. 


home­pod „ghost touch sym­ptom“ ge­löst

felix schwenzel in notiert

mein weisser homepod auf meinem schreibtisch.

wei­ter gehts mit dem the­ma au­to­ma­ti­sche woh­nung und sprach­as­sis­ten­ten.

vor drei mo­na­ten fing mein home­pod da­mit an stän­dig mu­sik ab­zu­spie­len. eine kur­ze re­cher­che zeig­te, dass das ein ziem­lich weit ver­brei­te­tes phä­no­men ist und mit ei­nem de­fek­ten touch sen­sor an der ober­sei­te des home­pods zu­sam­men­hängt. ein mög­li­cher fix ist das ka­bel des touch­sen­sors ein­fach aus­zu­stöp­seln. da­für muss man den home­pod aber aus­ein­an­der­bau­en. in die­sem vi­deo sieht das re­la­tiv kom­pli­ziert aus. weil der home­pod sich heu­te nacht aber über­legt hat­te, die si­gna­le des de­fek­ten touch­sen­sors als auf­for­de­rung zu ei­nem fac­to­ry-re­set zu in­ter­pre­tie­ren und das laut her­aus­zu­plär­ren, wach­te ich heu­te nacht auf. der home­pod be­fand sich qua­si in ei­nem werks­ein­stel­lungs-re­set-loop und schrie: „keep pres­sing un­til you hear th­ree beeps to re­set your home­pod“. nach dem re­set gings wie­der los.

also home­pod aus­ge­stöp­selt und wie­der ins bett ge­gan­gen. mit dem aus­ge­stöp­sel­ten home­pod merk­te ich, dass ich den home­pod kei­nes­wegs nur zur ge­le­gent­li­chen zeit­an­sa­ge nut­ze, son­dern vor al­lem als ho­me­kit zen­tra­le und th­read-bor­der-rou­ter. da hän­gen also ein paar ge­rä­te dran und un­se­re ho­me­kit-se­cu­re-vi­deo-ka­me­ras.

heu­te früh nach dem mor­gen­spa­zier­gang hab ich dann aufs früh­stück ver­zich­tet und das ding aus­ein­an­der­ge­baut. das ging er­staun­lich ein­fach und viel un­kom­pli­zier­ter als im vi­deo. nach 20 mi­nu­ten war die ope­ra­ti­on ab­ge­schlos­sen.

nach dem lö­sen des ka­bels für den touch se­nor sah ich ich, dass man den gan­zen sen­sor ent­fer­nen kann. das hat den vor­teil dass das ka­bel kei­nen un­fug auf der pla­ti­ne an­rich­ten kann.

zu­erst hat­te ich über­legt den home­pod ohne den stoff-über­zug wei­ter zu be­nut­zen. aber am obe­ren ende der scha­le war der stoff ein­ge­klebt, also sieht der home­pod nach der ope­ra­ti­on wie­der ge­nau­so wie vor­her aus.

jetzt wo ich ge­ra­de den home­pod und ama­zon echo dot ne­ben­ein­an­der ste­hen habe zeigt sich auch, wie viel bes­ser töne klin­gen die der home­pod ab­spielt. auch wenn das en­gi­nee­ring des touch­sen­sors of­fen­bar schrott ist, das ak­ku­s­tik­de­sign des home­pods ist über­ra­gend.

nach­trag:
da sich der home­pod ja in der nacht auf den aus­lie­fe­rungs­zu­stand zu­rück­ge­setzt hat, war ich ge­spannt was nach der neu­ein­rich­tung pas­sie­ren wür­de. tat­säch­lich war ich po­si­tiv über­rascht, weil er sich selbst wie­der ex­akt so ein­rich­te­te wie er vor­her war. mei­ne mat­ter over th­read ge­rä­te ak­zep­tie­ren den neu­en home­pod und ho­me­kit se­cu­re vi­deo und al­les in ho­me­kit funk­tio­nier­te ex­akt wie vor­her.