alles

I love all of these little people. The Warsaw one reminds me somewhat of Rocky from Project Hail Mary. Some of the ones from smaller places have more per­so­na­li­ty, but I feel like the New York and Boston ones are my favorites aes­the­ti­cal­ly. Weirdly, the iconic German Am­pel­männ­chen isn’t among the crowd here.

im wikipedia-artikel sieht man, dass der designer des ost-am­pel­männ­chens (karl peglau) auch einen (auto) ampel-entwurf gemacht hat, der sich aber of­fen­sicht­lich nicht durch­setz­te.




thomas weist auf die zdf-mediathek hin, um dort die inside CDU-doku zu sehen. guck ich aber nicht. ich hab auch schon the office oder stromberg nicht ertragen. und an­de­rer­seits denk ich auch immer: kann man alles peinlich finden und wie ein politiker fordern es besser zu machen. aber besser wäre viel­leicht auch zu sagen: wie. oder zeigen wie.

oder wie arno frank auf spon sagt:

Wer [beim Po­li­tik­ma­chen] keine peinliche Figur macht, wenn ihm fort­wäh­rend ein Mikro vor die Nase gehalten wird, ist herzlich dazu ein­ge­la­den, den Job selbst zu über­neh­men. So geht De­mo­kra­tie. Viel­leicht kann es das ge­gen­wär­ti­ge Personal wirklich nicht. Das kommende Personal, so viel ist sicher, wird es nicht einmal wollen.



Getting LOST (2024) gesehen

doku über lost, leider ein bisschen verloren in der ma­te­ri­al­flut. war trotzdem schön die gesichter (fast) alle nochmal zu sehen. das ende von lost war trotzdem scheisse. 

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27.09.2026

felix schwenzel in notiert

chris­toph hat sein 13 jah­re al­tes ta­ge­buch von ei­nem 22 tage lan­gen USA road­trip in sein blog über­tra­gen. ich habe das sehr ger­ne ge­le­sen und die fo­tos sind gran­di­os.


die bei­fah­re­rin brauch­te heu­te com­fort food, des­halb hab ich heu­te wie­der frit­tiert und kraut­sa­lat ge­macht.

beim mor­gen­spa­zier­gang mein han­dy ver­ges­sen, war trotz­dem gut.

es ist sonn­tag abend und ich bin im ge­gen­teil zu nor­ma­len sonn­tag aben­den ex­trem gut ge­launt. ob­wohl mor­gen mon­tag ist, habe ich noch 6 sonn­ta­ge und ei­nen sams­tag vor mir. ur­laub ist toll.

ich sit­ze hier und den­ke nach was ich heu­te ge­macht habe und mir fällt nichts ein. ok, sen­dung mit der maus ge­guckt, mor­gen­spa­zier­gang, mit­tags­schlaf, in der kü­che das si­li­kon zwi­schen ar­beits­plat­te und ka­cheln er­neu­ert. aber sonst? nix. toll. kann ich auch nix schrei­ben. 


ich bin gros­ser fan staat­li­cher re­gu­lie­rung. die gros­sen kri­sen, die uns ge­gen­über­ste­hen oder auf uns zu­kom­men, lö­sen wir nicht al­lein durch in­di­vi­du­el­le um­stel­lung un­se­rer le­bens­wei­se. es ist lo­bens­wert, das auto ste­hen zu las­sen (am bes­ten gleich beim au­to­händ­ler, vor dem kauf) und das fahr­rad zu be­nut­zen. aber der aus­bau von fahr­rad­we­gen, der um­bau un­se­rer städ­te zu men­schen­freund­li­chen statt au­to­freund­li­chen le­bens­räu­men ist eine po­li­ti­sche und ge­sell­schaft­li­che auf­ga­be. ge­nau wie die um­stel­lung der en­er­gie­ver­sor­gung auf er­neu­er­ba­re en­er­gie­quel­len, um un­se­re ab­hän­gig­keit von fos­si­len en­er­gie­quel­len und schur­ken­staa­ten zu re­du­zie­ren, oder die re­du­zie­rung zum bei­spiel von ver­pa­ckungs­müll. fast 60 jah­re jute statt plas­tik ha­ben den ver­pa­ckungs­müll kaum re­du­ziert, ge­nau­so wie schau­fens­ter­po­li­ti­sche stunts wie der grü­ne punkt oder trittins pfand­ge­döns.

es gibt un­men­gen bren­nen­der fra­gen (im wahrs­ten sinn des wor­tes) und kri­sen, die wir po­li­tisch lö­sen müs­sen. das ist kom­pli­ziert und funk­tio­niert nicht im­mer im ers­ten wurf, aber an­ders als mit staat­li­cher, ge­sell­schaft­li­cher re­gu­lie­rung, also ge­set­zen und re­geln für alle, kom­men wir da nicht wei­ter.

an­de­rer­seits gibt es re­gu­lie­run­gen, die von an­fang an zum schei­tern ver­ur­teilt sind, also nach­ge­wie­se­ner­mas­sen nicht funk­tio­nie­ren. das sind vor al­lem ju­gend­schutz­re­geln und be­täu­bungs­mit­tel­ver­bo­te. al­les, was sol­che re­gu­lie­run­gen be­wir­ken, sind ge­wis­se rei­bungs­ver­lus­te bzw. leich­te schwie­rig­kei­ten bei der be­schaf­fung. wer trin­ken, kif­fen oder rau­chen will, egal wie alt er ist, egal wie le­gal, il­le­gal oder teu­er die be­schaf­fung ist, fin­det wege. auch das so­cial-me­dia-ver­bot in aus­tra­li­en wirkt so gut wie gar nicht:

Die bis­he­ri­gen Da­ten zei­gen, dass das aus­tra­li­sche So­cial-Me­dia-Min­dest­al­ter die Nut­zung durch Un­ter-16-Jäh­ri­ge bis­lang nur be­grenzt re­du­ziert hat und die Al­ters­be­schrän­kun­gen in gro­ßem Um­fang um­gan­gen wer­den.

-- quel­le

na­tür­lich bin ich der mei­nung, dass wir staat­li­che re­gu­lie­rung von so­cial me­dia und tech-platt­for­men brau­chen, aber eben für alle. dark pat­terns, sucht­för­dern­de de­sign­mus­ter oder mo­de­ra­ti­ons­de­fi­zi­te auf öf­fent­lich zu­gäng­li­chen platt­for­men müs­sen ge­nau wie schäd­li­che sub­stan­zen oder ge­sund­heits­ge­fähr­den­de pro­duk­te re­gu­liert oder mit re­gu­la­to­ri­schen mit­teln so ver­teu­ert wer­den, dass sie sich für die be­trei­ber we­ni­ger loh­nen.

aber das mit dem ju­gend­schutz al­lein durch ver­bo­te kön­nen wir uns ab­schmin­ken. oder we­ni­ger po­le­misch for­mu­liert: re­gu­lie­rung soll­te nicht bei den nut­zen­den an­set­zen, son­dern bei den an­ge­bo­ten und an­bie­tern. und die bes­te ju­gend­schutz­grund­la­ge ist im­mer noch, ju­gend­li­che da­bei zu un­ter­stüt­zen, stark, au­to­nom und selbst­stän­dig wer­den zu kön­nen. nicht vor­nehm­lich die ju­gend vor po­ten­zi­el­len ge­fah­ren und ri­si­ken schüt­zen, son­dern ih­nen das rüst­zeug an die hand ge­ben, um mit den ri­si­ken um­zu­ge­hen oder sie zu ver­mei­den.

ich habe gros­ses ver­trau­en in die ju­gend. nicht weil ich zu ei­nem mil­den on­kel ge­wor­den bin, son­dern weil ich selbst mal ju­gend­li­cher war und mich dar­an er­in­ne­re, dass ich mei­nen el­tern dank­bar bin, dass sie mich dum­me feh­ler ha­ben ma­chen las­sen und ich mir selbst aus­su­chen konn­te, wel­che ri­si­ken ich ein­ge­hen woll­te. ich hat­te zum bei­spiel kei­ne zeit, zu der ich am wo­chen­en­de spä­tes­tens zu hau­se sein muss­te, so­lan­ge ich mon­tag­mor­gens in ei­nem ak­zep­ta­blen zu­stand zur schu­le ging.

re­gu­lie­rung, die ver­ant­wor­tung von der ge­sell­schaft auf den ein­zel­nen ver­schiebt und das dann ju­gend­schutz nennt, nervt mich. ge­nau­so wie leu­te, die jun­gen men­schen kein ver­trau­en schen­ken und un­ter dem deck­man­tel des ju­gend­schut­zes ent­sch­ei­dun­gen für sie tref­fen wol­len. leu­te, die ju­gend­li­che für nar­ziss­tisch, fast-food-, ni­ko­tin-, spiel-, por­no-, gad­get-, auf­merk­sam­keits- oder kon­for­mi­täts­süch­tig hal­ten, ha­ben mich schon als ju­gend­li­cher ge­nervt. und sie ner­ven mich im­mer noch. ins­be­son­de­re wenn ich aus­ge­rech­net auf netz­po­li­tik ko­lum­nen wie die­se von ih­nen le­sen muss.

Statt die eigene Per­sön­lich­keit aus­zu­drü­cken, eti­ket­tie­ren Nutzer:innen alles, was sie tun und was sie sind, mit einem der zahllosen Labels, die über ihre Bild­schir­me fliegen. Dabei passen sie sich allzu ge­schmei­dig wö­chent­lich wech­seln­den Trends an. Sie schreiben über sich selbst, ohne etwas über sich aus­zu­sa­gen.

Social-Media-Trends bestimmen, was Menschen über sich selbst sagen, wie sie sich kleiden und welche Musik sie hören, nicht aber das eigene Interesse oder der eigene Geschmack. So ver­schwin­den sie im Gleich­strom der Clean-Girl-Ästhetik oder in Cow­boy­stie­feln und Mi­ni­rö­cken in ir­gend­ei­ner Bar. Chic.

was für ein quatsch. diese kolumne hätte genauso gut vor 20, 30, 40 oder 60 jahren er­schei­nen können. dann hätte man statt von social-media-platt­for­men von mas­sen­me­di­en oder me­di­en­kon­glo­me­ra­ten geredet. oder statt tech-bros hätte man zei­tungs­ba­ro­ne, rechts­kon­ser­va­ti­ve me­di­en­mo­gu­le, medien- oder stu­dio­bos­se gesagt. die „gleich­schal­tung“ von geschmack, trends und moden wäre dann statt von „grossen tech­platt­for­men“ aus zeitungen, zeit­schrif­ten, film und fernsehen „diktiert“ worden. davor waren es weltliche und kir­chen­fürs­ten, die uns in die „kon­for­mi­tät“ drängen wollten.

alles, was carla siepmann hier über trends, mode, kon­for­mi­tät, in­di­vi­dua­li­tät und darüber, wie „die jugend“ damit umgeht, schreibt, wird seit jahr­hun­der­ten genauso über „die jugend“ ge­schrie­ben. in der regel sind das al­ler­dings alte, weisse männer, die der jugend fehlende stärke, schwache per­sön­lich­kei­ten oder einen mangel an autonomie, willen und in­di­vi­dua­li­tät vorwerfen.


nach­trag 28.09.2026:

jan­nis scha­ka­ri­an hält fest, was der psy­cho­lo­ge pe­ter gray über die „Dis­kus­si­on um So­cial Me­dia und mög­li­che Aus­wir­kung auf Teen­ager und Kin­der [die zum Groß­teil durch] den Best­sel­ler „The Anxious Ge­ne­ra­ti­on“ von Jo­na­than Haidt be­stimmt [wur­de]“ zu sa­gen hat.

Pe­ter Gray sagt, dass sich der An­stieg von An­xie­ty und Sui­zid­zah­len eher durch ge­stie­ge­nem schu­li­schen Druck in den USA er­klä­ren lie­ße. Ins­be­son­de­re führt er an, dass seit den 1980er-Jah­ren die Selbst­stän­dig­keit von Kin­dern im­mer wei­ter ein­ge­schränkt wur­de und das feh­len von frei­em, un­struk­tu­rier­tem Spiel de­ren Re­si­li­enz scha­det. Wäh­rend frü­her Kin­der un­be­auf­sich­tigt mit­ein­an­der spiel­ten, ist das heu­te sel­te­ner ge­wor­den. Dar­in sind sich Haidt und Gray so­gar ei­nig.

der ar­ti­kel ist schon neun tage alt, ich hab ihn aber erst jetzt in mei­nem feed­rea­der ge­se­hen. 


Statt die eigene Per­sön­lich­keit aus­zu­drü­cken, eti­ket­tie­ren Nutzer:innen alles, was sie tun und was sie sind, mit einem der zahllosen Labels, die über ihre Bild­schir­me fliegen. Dabei passen sie sich allzu ge­schmei­dig wö­chent­lich wech­seln­den Trends an. Sie schreiben über sich selbst, ohne etwas über sich aus­zu­sa­gen.

Social-Media-Trends bestimmen, was Menschen über sich selbst sagen, wie sie sich kleiden und welche Musik sie hören, nicht aber das eigene Interesse oder der eigene Geschmack. So ver­schwin­den sie im Gleich­strom der Clean-Girl-Ästhetik oder in Cow­boy­stie­feln und Mi­ni­rö­cken in ir­gend­ei­ner Bar. Chic.

was für ein quatsch. diese kolumne hätte genauso gut vor 20, 30, 40 oder 60 jahren er­schei­nen können. dann hätte man statt von social-media-platt­for­men von mas­sen­me­di­en oder me­di­en­kon­glo­me­ra­ten geredet. oder statt tech-bros hätte man zei­tungs­ba­ro­ne, rechts­kon­ser­va­ti­ve me­di­en­mo­gu­le, medien- oder stu­dio­bos­se gesagt. die „gleich­schal­tung“ von geschmack, trends und moden wäre dann statt von „grossen tech­platt­for­men“ aus zeitungen, zeit­schrif­ten, film und fernsehen „diktiert“ worden. davor waren es weltliche und kir­chen­fürs­ten, die uns in die „kon­for­mi­tät“ drängen wollten.

alles, was carla siepmann hier über trends, mode, kon­for­mi­tät, in­di­vi­dua­li­tät und darüber, wie „die jugend“ damit umgeht, schreibt, wird seit jahr­hun­der­ten genauso über „die jugend“ ge­schrie­ben. in der regel sind das al­ler­dings alte, weisse männer, die der jugend fehlende stärke, schwache per­sön­lich­kei­ten oder einen mangel an autonomie, willen und in­di­vi­dua­li­tät vorwerfen.


Star Trek: Strange New Worlds (S04 E10) gesehen

time travel stuff. leider ohne jeden sinn oder con­ti­nui­ty. absurd bis zum abwinken. so logikfern, dass ich beinahe das gefühl hatte eine KI-ge­ne­rier­te folge zu sehen. ich will nicht sagen slop, aber diese folge war schon sehr sloppy und im detail lieblos. 

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