I love all of these little people. The Warsaw one reminds me somewhat of Rocky from Project Hail Mary. Some of the ones from smaller places have more personality, but I feel like the New York and Boston ones are my favorites aesthetically. Weirdly, the iconic German Ampelmännchen isn’t among the crowd here.
im wikipedia-artikel sieht man, dass der designer des ost-ampelmännchens (karl peglau) auch einen (auto) ampel-entwurf gemacht hat, der sich aber offensichtlich nicht durchsetzte.
interessant. ein hashtag-aggregator den man per webmention anpingt und der dann die mentions listet. finde ich gut, muss mal drüber nachdenken ob und wie ich das integriere.
das ist wirklich toll. sand unter dem mikroskop. besser als schneeflocken. auch schön das via: auf culdesac.site kann man sich zu zufälligen seiten schicken lassen. ich habs erstmal bei einer gelassen, weil ich auf magnifiedsand.com dann so lange festhing.
thomas weist auf die zdf-mediathek hin, um dort die inside CDU-doku zu sehen. guck ich aber nicht. ich hab auch schon the office oder stromberg nicht ertragen. und andererseits denk ich auch immer: kann man alles peinlich finden und wie ein politiker fordern es besser zu machen. aber besser wäre vielleicht auch zu sagen: wie. oder zeigen wie.
Wer [beim Politikmachen] keine peinliche Figur macht, wenn ihm fortwährend ein Mikro vor die Nase gehalten wird, ist herzlich dazu eingeladen, den Job selbst zu übernehmen. So geht Demokratie. Vielleicht kann es das gegenwärtige Personal wirklich nicht. Das kommende Personal, so viel ist sicher, wird es nicht einmal wollen.
doku über lost, leider ein bisschen verloren in der materialflut. war trotzdem schön die gesichter (fast) alle nochmal zu sehen. das ende von lost war trotzdem scheisse.
christoph hat sein 13 jahre altes tagebuch von einem 22 tage langen USA roadtrip in sein blog übertragen. ich habe das sehr gerne gelesen und die fotos sind grandios.
die beifahrerin brauchte heute comfort food, deshalb hab ich heute wieder frittiert und krautsalat gemacht.
beim morgenspaziergang mein handy vergessen, war trotzdem gut.
es ist sonntag abend und ich bin im gegenteil zu normalen sonntag abenden extrem gut gelaunt. obwohl morgen montag ist, habe ich noch 6 sonntage und einen samstag vor mir. urlaub ist toll.
ich sitze hier und denke nach was ich heute gemacht habe und mir fällt nichts ein. ok, sendung mit der maus geguckt, morgenspaziergang, mittagsschlaf, in der küche das silikon zwischen arbeitsplatte und kacheln erneuert. aber sonst? nix. toll. kann ich auch nix schreiben.
ich bin grosser fan staatlicher regulierung. die grossen krisen, die uns gegenüberstehen oder auf uns zukommen, lösen wir nicht allein durch individuelle umstellung unserer lebensweise. es ist lobenswert, das auto stehen zu lassen (am besten gleich beim autohändler, vor dem kauf) und das fahrrad zu benutzen. aber der ausbau von fahrradwegen, der umbau unserer städte zu menschenfreundlichen statt autofreundlichen lebensräumen ist eine politische und gesellschaftliche aufgabe. genau wie die umstellung der energieversorgung auf erneuerbare energiequellen, um unsere abhängigkeit von fossilen energiequellen und schurkenstaaten zu reduzieren, oder die reduzierung zum beispiel von verpackungsmüll. fast 60 jahre jute statt plastik haben den verpackungsmüll kaum reduziert, genauso wie schaufensterpolitische stunts wie der grüne punkt oder trittins pfandgedöns.
es gibt unmengen brennender fragen (im wahrsten sinn des wortes) und krisen, die wir politisch lösen müssen. das ist kompliziert und funktioniert nicht immer im ersten wurf, aber anders als mit staatlicher, gesellschaftlicher regulierung, also gesetzen und regeln für alle, kommen wir da nicht weiter.
andererseits gibt es regulierungen, die von anfang an zum scheitern verurteilt sind, also nachgewiesenermassen nicht funktionieren. das sind vor allem jugendschutzregeln und betäubungsmittelverbote. alles, was solche regulierungen bewirken, sind gewisse reibungsverluste bzw. leichte schwierigkeiten bei der beschaffung. wer trinken, kiffen oder rauchen will, egal wie alt er ist, egal wie legal, illegal oder teuer die beschaffung ist, findet wege. auch das social-media-verbot in australien wirkt so gut wie gar nicht:
Die bisherigen Daten zeigen, dass das australische Social-Media-Mindestalter die Nutzung durch Unter-16-Jährige bislang nur begrenzt reduziert hat und die Altersbeschränkungen in großem Umfang umgangen werden.
natürlich bin ich der meinung, dass wir staatliche regulierung von social media und tech-plattformen brauchen, aber eben für alle. dark patterns, suchtfördernde designmuster oder moderationsdefizite auf öffentlich zugänglichen plattformen müssen genau wie schädliche substanzen oder gesundheitsgefährdende produkte reguliert oder mit regulatorischen mitteln so verteuert werden, dass sie sich für die betreiber weniger lohnen.
aber das mit dem jugendschutz allein durch verbote können wir uns abschminken. oder weniger polemisch formuliert: regulierung sollte nicht bei den nutzenden ansetzen, sondern bei den angeboten und anbietern. und die beste jugendschutzgrundlage ist immer noch, jugendliche dabei zu unterstützen, stark, autonom und selbstständig werden zu können. nicht vornehmlich die jugend vor potenziellen gefahren und risiken schützen, sondern ihnen das rüstzeug an die hand geben, um mit den risiken umzugehen oder sie zu vermeiden.
ich habe grosses vertrauen in die jugend. nicht weil ich zu einem milden onkel geworden bin, sondern weil ich selbst mal jugendlicher war und mich daran erinnere, dass ich meinen eltern dankbar bin, dass sie mich dumme fehler haben machen lassen und ich mir selbst aussuchen konnte, welche risiken ich eingehen wollte. ich hatte zum beispiel keine zeit, zu der ich am wochenende spätestens zu hause sein musste, solange ich montagmorgens in einem akzeptablen zustand zur schule ging.
regulierung, die verantwortung von der gesellschaft auf den einzelnen verschiebt und das dann jugendschutz nennt, nervt mich. genauso wie leute, die jungen menschen kein vertrauen schenken und unter dem deckmantel des jugendschutzes entscheidungen für sie treffen wollen. leute, die jugendliche für narzisstisch, fast-food-, nikotin-, spiel-, porno-, gadget-, aufmerksamkeits- oder konformitätssüchtig halten, haben mich schon als jugendlicher genervt. und sie nerven mich immer noch. insbesondere wenn ich ausgerechnet auf netzpolitik kolumnen wie diese von ihnen lesen muss.
Statt die eigene Persönlichkeit auszudrücken, etikettieren Nutzer:innen alles, was sie tun und was sie sind, mit einem der zahllosen Labels, die über ihre Bildschirme fliegen. Dabei passen sie sich allzu geschmeidig wöchentlich wechselnden Trends an. Sie schreiben über sich selbst, ohne etwas über sich auszusagen.
Social-Media-Trends bestimmen, was Menschen über sich selbst sagen, wie sie sich kleiden und welche Musik sie hören, nicht aber das eigene Interesse oder der eigene Geschmack. So verschwinden sie im Gleichstrom der Clean-Girl-Ästhetik oder in Cowboystiefeln und Miniröcken in irgendeiner Bar. Chic.
was für ein quatsch. diese kolumne hätte genauso gut vor 20, 30, 40 oder 60 jahren erscheinen können. dann hätte man statt von social-media-plattformen von massenmedien oder medienkonglomeraten geredet. oder statt tech-bros hätte man zeitungsbarone, rechtskonservative medienmogule, medien- oder studiobosse gesagt. die „gleichschaltung“ von geschmack, trends und moden wäre dann statt von „grossen techplattformen“ aus zeitungen, zeitschriften, film und fernsehen „diktiert“ worden. davor waren es weltliche und kirchenfürsten, die uns in die „konformität“ drängen wollten.
alles, was carla siepmann hier über trends, mode, konformität, individualität und darüber, wie „die jugend“ damit umgeht, schreibt, wird seit jahrhunderten genauso über „die jugend“ geschrieben. in der regel sind das allerdings alte, weisse männer, die der jugend fehlende stärke, schwache persönlichkeiten oder einen mangel an autonomie, willen und individualität vorwerfen.
jannis schakarian hält fest, was der psychologe peter gray über die „Diskussion um Social Media und mögliche Auswirkung auf Teenager und Kinder [die zum Großteil durch] den Bestseller „The Anxious Generation“ von Jonathan Haidt bestimmt [wurde]“ zu sagen hat.
Peter Gray sagt, dass sich der Anstieg von Anxiety und Suizidzahlen eher durch gestiegenem schulischen Druck in den USA erklären ließe. Insbesondere führt er an, dass seit den 1980er-Jahren die Selbstständigkeit von Kindern immer weiter eingeschränkt wurde und das fehlen von freiem, unstrukturiertem Spiel deren Resilienz schadet. Während früher Kinder unbeaufsichtigt miteinander spielten, ist das heute seltener geworden. Darin sind sich Haidt und Gray sogar einig.
der artikel ist schon neun tage alt, ich hab ihn aber erst jetzt in meinem feedreader gesehen.
Statt die eigene Persönlichkeit auszudrücken, etikettieren Nutzer:innen alles, was sie tun und was sie sind, mit einem der zahllosen Labels, die über ihre Bildschirme fliegen. Dabei passen sie sich allzu geschmeidig wöchentlich wechselnden Trends an. Sie schreiben über sich selbst, ohne etwas über sich auszusagen.
Social-Media-Trends bestimmen, was Menschen über sich selbst sagen, wie sie sich kleiden und welche Musik sie hören, nicht aber das eigene Interesse oder der eigene Geschmack. So verschwinden sie im Gleichstrom der Clean-Girl-Ästhetik oder in Cowboystiefeln und Miniröcken in irgendeiner Bar. Chic.
was für ein quatsch. diese kolumne hätte genauso gut vor 20, 30, 40 oder 60 jahren erscheinen können. dann hätte man statt von social-media-plattformen von massenmedien oder medienkonglomeraten geredet. oder statt tech-bros hätte man zeitungsbarone, rechtskonservative medienmogule, medien- oder studiobosse gesagt. die „gleichschaltung“ von geschmack, trends und moden wäre dann statt von „grossen techplattformen“ aus zeitungen, zeitschriften, film und fernsehen „diktiert“ worden. davor waren es weltliche und kirchenfürsten, die uns in die „konformität“ drängen wollten.
alles, was carla siepmann hier über trends, mode, konformität, individualität und darüber, wie „die jugend“ damit umgeht, schreibt, wird seit jahrhunderten genauso über „die jugend“ geschrieben. in der regel sind das allerdings alte, weisse männer, die der jugend fehlende stärke, schwache persönlichkeiten oder einen mangel an autonomie, willen und individualität vorwerfen.
time travel stuff. leider ohne jeden sinn oder continuity. absurd bis zum abwinken. so logikfern, dass ich beinahe das gefühl hatte eine KI-generierte folge zu sehen. ich will nicht sagen slop, aber diese folge war schon sehr sloppy und im detail lieblos.