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das in­die­web macht kei­ne vor­schrif­ten

felix schwenzel in artikel

ich nut­ze ei­ni­ge der in­die­webtools die aa­ron pare­cki zur nut­zung im web be­reit­stellt: mei­ne check­ins über die swarm ios app lan­den über own­y­ours­warm bei mir auf der web­sei­te. wenn es own­y­ours­warm nicht gäbe, wür­de ich swarm nicht nut­zen. frü­her, als man in­sta­gram noch scra­pen konn­te, habe ich das mit in­sta­gram und own­y­our­gram ge­macht. own­y­our­gram funk­tio­niert seit ei­ner wei­le nicht mehr, de­halb nut­ze ich in­sta­gram jetzt an­ders­rum. ich pos­te bil­der zu­erst hier und wenn ich sie für ge­eig­net für in­sta­gram hal­te, las­se ich sie au­to­ma­tisch aus kir­by per script auf in­sta­gram pos­ten.

ich nut­ze quill von aa­ron um an­de­rer leu­te bei­trä­ge im web zu li­ken oder zu book­mar­ken und um fo­tos von un­ter­wegs zu pos­ten. in der neu­en, kom­plett neu ge­schrie­be­nen ver­si­on ist es noch­mal nütz­li­cher ge­wor­den. ich kann ein oder meh­re­re bil­der von un­ter­wegs pos­ten, in­klu­si­ve tags, alt tex­ten, ti­tel, ei­nem text und syn­di­zie­rungs-tar­gets. kon­kret: per knopf­druck wird ein bild das ich mit quill auf wir­res.net ver­öf­fent­li­che auch gleich auf blues­ky, mast­o­don, grain oder in­sta­gram cross­ge­pos­tet.

je­den­falls: aa­ron hat sei­ne tools mit hil­fe von clau­de „re­buil­det“. die tools sind teil­wei­se be­reits 15 jah­re alt und ei­nen sol­chen zoo an öf­fent­lich zu­gäng­li­chen web-diens­ten zu ver­wal­ten ist si­cher kein ver­gnü­gen. des­halb freue ich mich sehr, dass aa­ron die­se tools jetzt re­no­viert hat, statt sie ab­zu­schal­ten. denn das wäre die al­ter­na­ti­ve zur über­ar­bei­tung mit hil­fe von co­ding-as­sis­tenz ge­we­sen.


ich bin schon lan­ge ein gros­ser fan des in­die­webs. es be­deu­tet ja auch in ers­ter li­nie auch nichts an­de­res als das, was brennan ken­neth brown hier sag­te:

the main idea be­ing to em­power in­di­vi­du­als to own their own iden­ti­ty, data, and web pre­sence ra­ther than re­ly­ing on cen­tra­li­zed so­cial me­dia si­los

das ist der zen­tra­le ge­dan­ke: die mir wich­ti­gen din­ge ver­wal­te ich selbst. das schliesst nicht aus, dass ich zen­tra­le oder de­zen­tra­le ex­ter­ne diens­te oder si­los be­nut­ze. der un­ab­hän­gig­keits­ge­dan­ke des in­die­webs schreibt nicht vor wel­che werk­zeu­ge ich zum er­rei­chen die­ses ziels be­nut­ze, noch nicht mal die pro­to­kol­le die ich nut­ze. wenn mir da­nach wäre, könn­te ich eine 1a in­die­webs­ei­te bau­en, die aus­schliess­lich über das go­pher-pro­to­koll zu­gäng­lich wäre. ich muss kei­ne web­men­ti­ons oder mi­cro­for­ma­te nut­zen um in­die­web zu ma­chen. ich kann auch mit json-ld und men­ti­on-scra­pern völ­lig un­ab­hän­gig das netz we­ben. oder in­dem ich ein­fa­che txt, md oder html da­tei­en ver­öf­fent­li­che. aber ein paar die­ser in­die­web­tools ha­ben sich als enorm prak­tisch und ef­fi­zi­ent er­wie­sen. des­halb nut­ze ich sie auch so­weit ich sie be­grei­fe.

die­se tools, stan­dards und pro­to­kol­le die man all­ge­mein mit dem in­die­web ver­bin­det, habe ich in der zeit vor KI-co­ding as­sis­ten­ten im­mer nur so halb ver­stan­den und des­halb halb­gar um­ge­setzt. mit co­ding as­sis­tenz und viel ex­pe­ri­men­tier­freu­de ver­ste­he ich das al­les nicht nur bes­ser, son­dern kann es auch so be­trei­ben, dass es für mich rei­bungs­frei und nutz­brin­gend funk­tio­niert.

das in­die­web ver­ste­he ich de­halb nicht als samm­lung von re­geln oder vor­schrif­ten, son­dern als stän­di­ge er­in­ne­rung dar­an, wie wich­tig es ist hier und da kon­trol­le über die ei­ge­nen din­ge zu­rück­zu­ho­len und zu be­hal­ten, aber vor al­lem als stän­di­ge in­spi­ra­ti­ons­quel­le und neu­gier­be­frie­di­gungs­ma­schi­ne. 



The Diplomat (S04 E01) gesehen

die ganze folge ertrinkt in ehe­part­ner-talk. die gleichen themen wie in den letzten 3 staffeln. schon ein bisschen nervig. der cliff­han­ger am ende ver­spricht dann endlich ein bisschen spannung sto­rytel­ling. 

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ein ♥ für …

felix schwenzel in notiert

mei­ne mut­ter hat es sich stets ver­be­ten ihr zum „mut­ter­tag“ zu gra­tu­lie­ren. war­um soll­te man nur an ei­nem be­stimm­ten tag sei­ne mut­ter wert­schät­zen? wir ha­ben uns des­halb be­müht im­mer nett und an­er­ken­nend zu sein, nicht nur am mut­ter­tag.

zu weih­nach­ten schen­ken die bei­fah­re­rin und ich uns schon lan­ge nichts mehr. ers­tens ha­ben wir al­les und zwei­tens, wenn uns et­was fehlt, kau­fen wir es uns un­ter dem jahr oder über­ra­schen uns ein­fach mal so mit et­was schö­nem. wenn die bei­fah­re­rin ein­kau­fen geht frag ich im­mer halb im scherz: brings­te mir ne über­ra­schung mit? wozu braucht man da noch weih­nach­ten?

als frank kürz­lich zu „Ein ♥ für Blogs“ auf­rief, hat­te ich ei­nen ähn­li­chen ge­dan­ken: war­um am 6.12. ei­nen bei­trag ver­öf­fent­li­chen, in dem ich „le­sens­wer­te, deutsch­spra­chi­ge Blogs“ vor­stel­le? das ma­che ich doch oh­ne­hin schon so gut wie je­den tag?

ich wür­de schon be­haup­ten wol­len, dass ich ger­ne auch mal aus mei­nen bla­sen in an­de­re bla­sen krie­che und lin­ke — oder das zu­min­dest ver­su­che. und in den letz­ten mo­na­ten hat nach mei­nem emp­fin­den die qua­li­tät und quan­ti­tät in mei­nem feed­rea­der si­gni­fi­kant zu­ge­nom­men, auch weil es so vie­le neue werk­zeu­ge oder neu­er­dings top-ge­pfleg­te blogrol­len gibt. ich hab vie­le neue blogs ent­deckt und tei­le das auch re­gel­mäs­sig hier mit.

für mich ist je­der tag ist ein ♥ für blogs. des­halb mach ich am 6.12 bei franks lo­bens­wer­ter ak­ti­on nicht mit.

aus­ser … ihr macht mir hier in den kom­men­ta­ren oder per mail vor­schlä­ge1 die mich in­ter­es­sie­ren und die ich noch nicht kann­te oder un­ter­re­prä­sen­tiert habe. dann ver­öf­fent­li­che ich die kom­men­tiert in ei­mem bei­trag am 6.12. 


  1. selbst­no­mi­nie­run­gen sind nicht aus­ge­schlos­sen. ↑︎


sig­gi

felix schwenzel in notiert

Ex­ege­se­tip falls das zu kom­pri­miert aus­ge­fal­len ist: in den Blech­kol­le­gen der Wahl wer­fen und Er­klä­rung bit­ten.

sig­gi be­cker war frü­her ein in­te­gra­ler be­stand­teil des ele­tri­schen re­por­ters. so­weit ich weiss, ar­bei­te­te er dort re­dak­tio­nell mit und trat am ende auch öf­ter auf („sig­gis letz­te wor­te“). ge­le­sen hab ich ihn auch schon im­mer1.

nur ver­stan­den habe ich ihn nie.

dank sig­gis klu­gem tipp am ende des oben ver­link­ten ar­ti­kels habe ich jetzt erst­mals et­was von dem ver­stan­den was er schreibt oder sagt. das ist fort­schritt. 


  1. auch wenn sig­gis NOW!-ar­chiv nur bis 2010 zu­rück­reicht, hab ich ihn schon zu mehr­zweck­beu­tel-zei­ten ge­le­sen. da­von sind noch frag­men­te auf sig­gi­be­cker.de zu fin­den. dort reicht das ar­chiv zu­rück bis 2003. das ar­chiv des elek­tri­schen re­por­ters selbst reicht lei­der nur bis 2012 (auf you­tube). ↑︎