carolin ehmke: leitet aus dem #rp26 motto ab: solange es jemanden gibt für den es sich lohnt, bin ich natürlich immer/weiter mutig.
leider bin ich völlig unfähig während panels live zu microbloggen, hätte hier zum beispiel noch gerne eine referenz auf project hail mary eingefügt, wo es ja auch einen dialog gab, das mut nix angeborenenes ist, sondern mut dann da ist, wenn man jemanden findet für den man mutig sein will.
bin halt ein post-panel/-vortrags poster.
propevoll bei stage 2 und spannend, weil die auflösung (warum wir nicht aufgeben) erst am ende kommen soll.#rp26
unter den (offensichtlich) tincon teilnehmenden sind signifikant mehr rauchende und dampfende als unter den älteren semestern die für die #rp26 hier sind.
die freilichtbühne am energiemobil hat unerwartet doch wände im „zuschauerraum“.trotzdem schön hier.#rp26
die halle von stage 1 riecht noch nach frisch gesägten spanplatten. persisches „street food“ frühstück war ok. die leute sind dieses jahr noch netter als letztes jahr.#rp26
gestern mit frida den nachmittagsspaziergang vom platz der luftbrücke zur station gemacht. ich wollte mich von hinten an das gelände schleichen, auch um die mir zugewiesene bühne für meine session morgen zu begutachten.
das „energiemobil“ ist eine aussenbühne, laut speakerbriefing gibts ne audioaufzeichnung, aber kein „Live Voice“. das heisst das ist keine kopfhörer-bühne, aber damit auch kein livestream. es gibt einen 55" monitor und die bühne ist für 20 zuschauer ausgelegt. finde ich eigentlich ganz gut, heute werde ich mal schauen, wie die bühne sich bei den ersten montags sessions anfühlt. theoretisch sollten dank fehlender wände auch mehr als 20 leute platz finden, mal schauen wie die praxis aussieht. mein vortrag funktioniert trotz ca. 80 folien dieses jahr auch gut ohne folien. auch wenn die folien auch dieses jahr ihr eigenleben haben.
das wetter sollte laut DWD mitspielen und sehr republica-freundlich sein. heute sonnenschein und bis zu 20°C, morgen etwas weniger sonne und bis zu 18°. am mittwoch immer noch überwiegend sonnig, aber etwas wolkiger, regnen solls die drei tage nicht.
nach dem abholen meiner bändchen, haben frida und ich uns nochmal auf die eingangswiese gesetzt und ein bierchen und ein wässerchen getrunken. rein, aufs gelände dürfen hunde ja seit ein paar jahren nicht mehr. draussen sprach mich sabine an, die sich als eine der fussball-freundinnen von meq vorstellte. das fand ich sehr nett und das ist irgendwie auch sehr bloggig. nicht nur die bloggenden selbst kennen und lesen sich gegenseitig, auch die mitlesenden kennen sich irgendwie. später kam noch alex matzkeit dazu. wir haben natürlich über blogs und das was manche vor 15, 20 jahren auch blogoshäre oder weblogbedeutungsmafia oder digitale boheme oder digitale klowände genannt haben. wie 99,99% der bevölkerung hat er davon damals wenig bis gar nichts mitbekommen, aber anders als 99,99% der leute, interessiert ihn das jetzt irgendwie. meine these ist ja, dass diese form der textbasierten subkultur damals etwas mehr aufmerksamkeit bekommen hat als heute. oder genauer, die bloggenden haben damals geschafft sich etwas mehr aufmerksamkeit zu erkämpfen (unter anderem mit veranstaltungen wie der republica) und auch wenn es den eindruck macht, dass blogs keine relevanz mehr haben, haben sie meiner meinung nach genauso wenig oder viel relevanz wie damals. oder anders gesagt, der relativ homogene eindruck, den die blogosphäre damals gemacht ist weg, aber viele keine blasen, unzählige mikrogemeinschaften, wahrscheinlich mehr als jemals zuvor, sind weiterhin aktiv, allerdings unter dem radar der breiten öffentlichkeit. naja, wird jedenfalls bestimmt spannend das gespräch heute abend.
stefan niggemeiers bluesky-post erinnerte mich eben daran, dass ich noch mein #rp26 programm zusammenstellen wollte. und ich freue mich, dass stefan sein blog wieder reaktiviert hat.
auch auf stage 2 am montag: Never Gonna Give (You) Up – Warum wir immer weiter machen mit constanze kurz, alice hasters, luisa neubauer, carolin emcke und isabella hermann. mir ist die ankündigung des panels egal (diskussion „über Engagement, Verantwortung und die Kunst des Durchhaltens“), die teilnehmerinnen versprechen genug interessanz.
um 13:00 schaue ich mir am energiemobil an, Wieso wir uns über Webarchivierung Gedanken machen müssen. die beiden „speaker“ sind beide „referentinnen webarchivierung“ und beide haben „404“ in ihren profilbildern. den vortrag gucke ich mir auch deshalb an, um zu sehen wie die aussenbühne am energiemobil so funktioniert, weil ich ja am nächsten tag auch dort sprechen werde.
Psychotechnologie verbindet Neurotechnologie, Digitalisierung und Erkenntnisse aus der Psychedelika-Forschung. Sie eröffnet neue Perspektiven für die Behandlung psychischer Erkrankungen und die Förderung kognitiver Leistungsfähigkeit.
um 15 uhr redet cory doctorow auf stage 1 über Enshittification – and what can be done about it. cory doctorow mag ich eigentlich lieber lesen als zu hören, oder andersrum seine vorträge sind mir manchmal zu oberchecker-mässig. andererseits muss man ihm auch ganz ironiefrei lassen, dass er halt auch ein oberchecker ist.
um 17:30 hab ich mir KI und der neue Faschismus mit rainer mühlhoff („Professor für Ethik und kritische Theorien der Künstlichen Intelligenz“) matkiert. mal schauen ob mich rainer mühlhoff mit neuen erkenntnissen überraschen kann.
um 18:45 treffe ich mich mit alex matzkeit, franziska bluhm und der kaltmamsel um über den Mythos Blogosphäre zu reden. alex fragt sich: „War alles wirklich so besonders, wie es heute oft beschrieben wird?“ und ich kann jetzt schon sagen: natürlich nicht. war halt irgendwie neu, aber das ist ja nichts besonderes in unseren zeiten.
die republica-website bietet in diesem jahr an, geherzte sessions in die republica app zu importieren. das geht für die hier erwähnten session mit diesem link oder diesem QR code.
dienstag
am dienstag haben eckart von hirschhausen, chan-jo jun und jessica flint die arschkarte gezigen und müssen um 10:00 uhr auf bphne eins darüber reden was Deepfakes mit Menschen, Marken und Marketing machen. ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass ich es bis 10 aufs republica gelände schaffe, aber falls nicht, schaue ich mir das auf jeden fall in der aufzeichnung an.
bis 11:15 könnte ich es bis zur stage 1 geschafft haben uidn schaue mir dann Dopamine Nation: Finding Balance in the Age of Indulgence an, wo anna lembke (unter anderem) über dopamin-fasten redet. ich leide an einer ständigen natürlichen dopamin überproduktion, weshalb ich auch bei langeweile keinen dopamin turkey bekomme. aber das könnte trotzdem interessant sein.
um dreizehn uhr ist meine session geplant: die welt ist scheisse — und das ist auch gut so. ich werde darüber reden wie ich optimismus gerne leicht umdefinieren würde und möglicherweise sogar die im titel aufgeworfene frage beantworten, warum das denn jetzt gut sei. die bühne „energiemobil“ ist eine aussenbühne die laut programm 20 plätze hat, aber aussenbühne bedeutet ja vielleicht auch lautsprecher und eine grössere anzahl potenzieller zuschauer. das mit den bilder-folien klappt dann vielleicht nicht so gut, aber der vortrag ist so geschrieben, dass er auch ohne folien gut funktioniert.
den gyncast kenne ich aus der ubahn, weil die tagesspiegel den immer auf den ubahn-bildschirmen bewirbt. um 15 uhr hätte ich mir dann eigentlich gerne angesehen, warum die Klitoris zweimal entdeckt werden musste. aber ich bin ja um 15 uhr schon auf stage 2.
ich habe dreimal versucht zu lesen was hier steht: Godwin’s Engine: Muskism and the Automation of Consent, aber ich habe keine ahnung um was es geht. irgendwas mit geschichte und cyborgs. ich schau da einfach mal rein, was quinn slobodian ab 16:15 auf stage 1 erzählt. hört sich interessant an.
um 12:30 redet maurice van brast über aufmerksamkeit, scheitern und die Ästhetik der Überforderung. hört sich an als würde mich das interessieren.
Der Vortrag zeigt anhand neuer Daten, wie politische Ohnmacht entsteht und warum sie so problematisch ist. Und vor allem: Wie kommen Demokrat:innen wieder ins Handeln?