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streaks sind sträh­nen

felix schwenzel in notiert

nach­dem ich zwei tage in fol­ge je­den tag ein 🍀 ge­fun­den habe, fiel mir en­f­lich das deut­sche wort für streak ein: sträh­ne. weil man ja auch glücks­sträh­ne sagt.

vier­blätt­ri­ge klee­blät­ter zu fin­den hat na­tür­lich nichts mit glück zu tun. we­der das fin­den, noch das was ei­nem da­nach pas­siert.

ich habe die 🍀 nicht we­gen glück oder tüch­tig­keit ge­fun­den, son­dern weil ich nach ih­nen ge­guckt habe. so wie ga­bri­el­la ger­hardt in die­sem vi­deo ge­sagt hat, man fin­det sie nicht, son­dern man sieht sie. das klappt tat­säch­lich im (lang­sa­men) vor­bei­ge­hen.

ob­wohl glück lö­sen 🍀 dann doch auch aus, aber eher glück im sin­ne von zu­frie­den­heit. es be­frie­digt mich durch­aus so ein 🍀 zu fin­den und mich dann wie­der auf den mor­gen­spa­zier­gang kon­zen­trie­ren zu kön­nen.

und ich wür­de da ger­ne eine ge­wohn­heit draus ma­chen. ein paar mi­nu­ten pro tag in so et­was sinn­lo­ses zu in­ves­tie­ren, das so be­frie­di­gend ist, hört sich für mich in­ter­es­sant ge­nug an, um mei­nen ehr­geiz zu we­cken. des­halb fol­gen hier in den nächs­ten wo­chen nicht nur un­zäh­li­ge baum­bil­der, son­dern (hof­fent­lich) auch un­zäh­li­ge klee­bil­der. 


di­gi­ta­le un­ab­hän­gig­keit

felix schwenzel in artikel

ich hab in den letz­ten mo­na­ten im­mer wie­der über­legt wie ich ar­ti­kel von hier auf in­sta­gram brin­gen kann oder um­ge­kehrt. auf in­sta­gram habe ich im­mer noch vie­le men­schen die mir fol­gen, oder bes­ser ge­sagt, die auf pflan­zen­bil­der und sel­fies von mir re­agie­ren. in­sta­gram selbst nut­ze ich selbst so gut wie gar nicht mehr, weil ich mich im­mer är­ge­re wenn ich die app of­fen habe und ver­führt wer­de kur­ze vi­de­os in mich rein­zu­stop­fen. zack sind 30, 40 mi­nu­ten vor­bei und ich är­ge­re mich, dass ich mei­ne zeit nicht selbst­be­stimmt ver­schwen­det habe.

die schwie­rig­kei­ten die in­sta­gram ei­nem in den weg legt wenn es dar­um geht ei­ge­ne in­hal­te von in­sta­gram zu­rück­zu­ho­len sind er­staun­lich. in­sta­gramm gibt sich sehr viel mühe öf­fent­li­che bei­trä­ge nicht au­to­ma­tiert aus­les­abr zu ma­chen, aus­ser man heisst goo­gle­bot. je­den­falls hab ich mehr oder we­ni­ger auf­ge­hört auf in­sta­gram zu pos­ten, weil das ko­pie­ren der bei­trä­ge von in­sta­gram hier­her zu müh­sam wur­de und um­ge­kehrt nicht mög­lich ist.

aus­ser man wan­delt sein in­sta­gram­kon­to in ein pro­fes­sio­nel­le kon­to um, mel­det sich bei face­book als ent­wick­ler an, ver­knüpft sein face­book und in­sta­gram­kon­to und stellt an ei­ni­gen stell­sch­ra­ben rum. nach lan­gem zö­gern hab ich das jetzt ge­macht und kann bei­trä­ge von hier ein­fach auf in­sta­gram pos­ten — per knopf­druck im kir­by ba­ckend.

im in­die­web nennt man das pos­se: „Pu­blish (on your) Own Site, Syn­di­ca­te El­se­whe­re“

ich ver­öf­fent­li­che also hier ein foto und von hier dann zu mast­o­don, blues­ky, stan­dard.site — und jetzt auch zu in­sta­gram. und jetzt wo ich über meta/face­book auch ein­ge­schränk­ten zu­gang zur API habe, kann ich auch kom­men­trae von in­sta­gram hier­her­ho­len.

so nut­ze ich zwar meta/face­book/in­sta­gram, aber wenn die mich mor­gen sper­ren sol­ten oder ich sie oder meta ver­en­det oder nur noch span­ner-bril­len ver­kauft ist mir das egal — weil ich nix ver­lie­re.


ich bin kein freund da­von zu be­haup­ten sei ir­gend­was oder gar al­les bes­ser ge­we­sen. aber den zu­stand der isn­ta­gram-app, bzw. der in­sta­gram-time­line, wür­de ich schon ger­ne be­kla­gen. al­les ist un­über­sicht­lich ge­wor­den, stän­dig will mir je­mand was ver­kau­fen oder mich hyp­no­ti­sie­ren und mei­ne auf­merk­sam­keit ab­sau­gen.

wie wohl­tu­end ist da zum bei­spiel grain: ein ver­ti­ka­ler, scroll­ba­rer srei­fen mit fo­tos, nichts als fo­tos. und: dark mode, herz­chen zum drü­cken und … fo­tos. ich schlei­che zwar seit wo­chen durch die AT­mo­sphe­re, aber auf grain hat mich heu­te noch­mal pxlnv.com ge­stupst.

weil grain auf dem AT­pro­to­koll ba­siert und die fo­tos und me­ta­da­ten auf mei­nem, bzw. dem PDS von blues­ky spei­chert, kann ich kir­by auch ein­fach bei­trä­ge auf grain pos­ten las­sen (in­dem kir­by eing­ach im rich­ti­gen for­mat/sche­ma me­ta­da­ten und ei­nen blob spei­chert). auch das geht aus dem kir­by-ba­ckend per knopf­druck und sieht dann so aus.


war­um nicht pi­xel­fed? ich wür­de sa­gen weil es mei­nem ver­ständ­nis von di­gi­ta­ler un­ab­hän­gig­keit wi­der­spricht mir ein wei­te­res so­cial me­dia kon­to an­zu­le­gen nur um ei­nen wei­te­ren aus­ga­be­ka­nal für das zu ha­ben was ich hier auf wir­res.net und mei­ner ei­ge­nen fe­di­ver­se go­to­so­cial in­stanz schon habe. bei grain hin­ge­gegn mel­de ich mich mit mei­nem vor­han­de­nen blues­ky-kon­to an und dort, auf dem blues­ky PDS wird das auch al­les ge­spei­chert und ich kann mit den da­ten ma­chen was ich will. kei­ne rei­bung, kein zu­sätz­li­cher log­in, kein zu­sätz­li­cher API key, ein­fach ein wei­te­rer ka­nal.


weil es so ein­fach ist bei diens­ten mit­zu­ma­chen, die auf dem AT­pro­to­koll auf­set­zen, hab ich mir ge­dacht mal alle pro­fi­le die ich im lauf der zeit an­ge­legt habe auf­zu­lis­ten. das ist auch ganz ein­fach, in­dem ich in mei­nen PDS gu­cke.


ich weiss nicht ob mein ver­ständ­nis von un­ab­hän­gig­keit rich­tig ist oder der rei­nen leh­re ent­spricht, aber die­ses pos­sen fühlt sich gut an. al­les zu­hau­se an ei­nem ort zu ha­ben und da wo es geht, da wo es viel­leicht wen in­ter­es­si­ert, auch mei­nen quark hin­schie­ben zu kön­nen. oder eben auch nicht. wie­die­wied es mir ge­fällt. 


gerne gelesen.










odys­see

felix schwenzel in artikel

ich er­in­ne­re mich noch gut wie ich 2001: odys­see im welt­raum zum ers­ten mal ge­se­hen habe: vor 37 jah­ren auf ei­nem blas­sen, nied­rig auf­lö­sen­den röh­ren-farb­fern­se­her1 im kel­ler der el­tern mei­ner da­ma­li­gen freun­din hei­ke. ich hab den film noch nicht mal von an­fang an ge­se­hen, son­dern als wir ein­schal­te­ten lief er schon ne gan­ze wei­le. die hand­lung war nicht wirk­lich nach­voll­zieh­bar und der film war deutsch syn­chro­ni­si­ert.

der film war also auf viel­fäl­ti­ge wei­se ver­hunzt: nied­ri­g­auf­lö­send, nied­rig fre­quent, licht­arm, mit deut­schen stim­men ge­panscht, mit ein­em­schepp­ri­gen mono-laut­spre­cher, nicht in ei­nem dark­room (kino) prä­sen­tiert. wahr­schein­lich wa­ren auch die sei­ten we­gen des fern­seh­for­mats ab­ge­schnit­ten.

trotz­dem schlug der film voll bei mir ein. ich war schwer be­ein­druckt und auf eine gute art ir­ri­tiert. als ich mir den film spä­ter noch­mal auf DVD oder im stream an­sah, sehr viel bes­ser auf­ge­löst, mit bes­se­rem ton und den ori­gi­nal­stim­men, war ich ge­nau so be­ein­druckt und ir­ri­tiert. und konn­te die hand­lung im­mer noch nicht nach­voll­zie­hen.


den neu­en film mit ner odys­see, den der nicht im welt­raum und nicht 2001, son­dern ir­gend­was mit 3000 b.c. spielt, der nicht von ku­brick, son­dern von no­lan ge­filmt wur­de, hab ich noch nicht ge­se­hen. ich hab mo­men­tan kei­ne lust auf kino.

ich sehe mir fil­me lie­ber al­lei­ne, in mei­nem tem­po, mit ei­ner schein­bar rie­si­gen lein­wand, 50 zen­ti­me­ter vor mei­nem ge­sicht, in form ei­nes hoch­auf­lö­sen­den ap­ple dis­plays an. als ich das letz­te mal ei­nen film in ei­nem imax-fä­hi­gen kino ge­se­hen habe war ich mehr ir­ri­tiert und ab­ge­lenkt von den ef­fek­ten, als ich es mir ge­wünscht hät­te.

mich lenkt das gan­ze ge­wum­mer und der bom­bast eher vom in­halt ab, als es mir hilft in den in­halt ein­zu­tau­chen.

no­lan be­haup­tet mit imax wür­de die lein­wand ver­schwin­den und dass das ein bild sei, in dem man sich ver­lie­ren kön­ne.

ich wer­de mir nolans odys­see je­den­falls nicht im kino an­se­hen. we­der im nor­ma­len, noch im imax kino. ich war­te bis der ir­gend­wo streamt und schaue ihn mir dann auf dem lap­top an.

wenn ich so drü­ber nach­den­ke, wür­de ich mir den film viel­leicht so­gar ger­ne auf ei­nem al­ten röh­ren­fern­se­her an­schau­en2. al­ler­dings nicht syn­chro­ni­si­ert.

ich fin­de es er­staun­lich wel­che band­brei­te die re­zep­ti­on des films hat. von „meis­ter­werk“ bis lang­wei­lig über „ewig die glei­che Ge­schich­te von männ­li­cher Über­mensch­lich­keit“, zu egal oder ir­gend­wie ok ist al­les da­bei.

ir­gend­wo las ich in ei­ner kri­tik, dass no­lan be­stimm­te din­ge gar nicht zei­ge, son­dern der phan­ta­sie des zu­schau­ers über­las­se. das hal­te ich im­mer für eine sehr gute idee und wir alle wis­sen, dass das gut funk­tio­niert, bzw. ei­nes der grund­re­zep­te von gu­ten ge­schich­ten ist. auch des­halb fra­ge ich mich oft: dient der bom­bast dazu, von ei­ner schwa­chen ge­schich­te ab­zu­len­ken, ist der bom­bast die ei­gent­li­che ge­schich­te oder dient die tech­nik hier tat­säch­lich der ge­schich­te?

mir fällt bei der ak­tu­el­len (drit­ten) staf­fel von house of the dra­gon (hotd) auf, wie sehr mich bom­bast manch­mal lang­weilt. die klei­ne, in je­dem de­tail lie­be­voll ge­strick­te ge­schich­te des he­cken-rit­ters (hedge knight) in a knight of the se­ven king­doms hat mir um län­gen bes­ser ge­fal­len als die­se staf­fel hotd. das lang­wei­li­ge kann so viel in­ter­es­san­ter sein als das kom­ple­xe.

trotz­dem. auf ne art bin ge­spannt auf nolans odys­see. aber ich habs nicht ei­lig. 


  1. das war der glei­che fern­se­her, auf dem ich sub­way zum ers­ten mal ge­se­hen habe. ↑︎

  2. wenn ich noch wei­ter drü­ber nach­den­ke: im prin­zip ist nolans odys­see ein diabend mit ei­ner vier­tel­mil­li­on schnell ab­ge­spiel­ten dias. (3 stun­den = 180 mi­nu­ten = 10.800 se­kun­den macht 10.800 × 24 = 259.200 ein­zel­bil­der) ↑︎