alles

hat ei­gent­lich schon je­mand, nach­dem „ar­ro­gan­te“ lin­ke, „ver­siff­te“ grü­ne, „ab­ge­ho­be­ne“ in­tel­lek­tu­el­le, ver­städ­nis­lo­se femmi­nis­tin­nen oder „nutz­lo­se“ gen­der-stu­dies durch­ge­prü­gelt sind, sa­ti­re-par­tei­en wie die par­tei, oder son­ne­born per­sön­lich, für trump ver­ant­wort­lich ge­macht?


it’s not a bug, it’s a fe­ah­ler.


gut ge­schrie­ben, aber ich mag die grund­idee nicht so son­der­lich, auch weil mein mei­nungs­bil­dungs­pro­zess dazu noch nicht ab­ge­schlos­sen ist. aber die idee des lin­ken po­pu­lis­mus mag ich nicht und die idee, dass in­tel­lek­tu­el­le ir­gend­wie an al­lem schuld sind, sei es weil sie falsch spre­chen, den kon­takt mit dem bo­den/den „leu­ten“ ver­lo­ren hät­ten oder weil sie zu stark dif­fe­ren­zie­ren, wenn man doch ver­ein­fa­chen könn­te, mag ich nicht.

die nie­de­ren be­weg­grün­de, die vie­le der rech­ten nar­ra­ti­ve an­spre­chen, sind eben auch ein­fach ef­fek­tiv. aber de­ren ef­fi­zi­enz recht­fer­tigt kei­nes­falls de­ren be­nut­zung, auch für eine ver­meint­lich gute, lin­ke oder li­be­ra­le sa­che.

oder an­ders­rum ge­dacht: neid, miss­gunst, iden­ti­täts­stif­tung auf kos­ten „an­de­rer“ ist nicht per se rechts, aus lin­ken ecken kommt das auch im­mer wie­der, die rech­ten sind ein­fach arschig ge­nug die­se me­tho­den durch­gän­gig und in ihre ideo­lo­gie ein­ge­bet­tet an­zu­wen­den. durch die ana­ly­se die­ser me­tho­den kann man si­cher viel ler­nen, aber man soll­te sich da­vor hü­ten, sie für eine art lin­ken po­pu­lis­mus zu nut­zen. mensch­lich­keit, em­pa­thie, ge­rech­tig­keit oder am­bi­gui­täts­to­le­ranz kön­nen von mir aus be­lie­big po­pu­la­ri­siert wer­den, aber das hat sich in der ver­gan­gen­heit als ziem­lich schwer her­aus­ge­stellt.

je län­ger man dar­über nach­denkt, des­to kom­pli­zier­ter wirds. klar, über grün­de und wege mit den jüngs­ten rechts­rü­cken um­zu­ge­hen, muss un­be­dingt nach­ge­dacht wer­den, aber zwei, drei grund­ge­dan­ken die du hier (ab­ge­schwächt) ins spiel bringst, be­ha­gen mir nicht wirk­lich, ob­wohl ich grund­sätz­lich auch für ver­ein­fa­chung, ge­gen eli­ta­ris­mus oder aus­gren­zung durch spra­che und ha­bi­tus bin.

un­term strich hört sich das al­les ein biss­chen da­nach an, wie die the­se, der fe­mi­nis­mus schei­tert, weil die frau­en den män­nern nicht ge­nug ver­ständ­nis ent­ge­gen­brin­gen oder sie nicht am stamm­tisch ab­ho­len.


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Die Ge­hirn-Al­che­mis­ten (t3n 46)

felix schwenzel in t3n

Künst­li­che In­tel­li­genz ist dem Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg (BER) ziem­lich ähn­lich. Der be­vor­ste­hen­de Durch­bruch wird im­mer wie­der laut­stark und über­op­ti­mis­tisch an­ge­kün­digt — und dann doch wie­der ein paar Jah­re nach hin­ten ver­scho­ben. Seit über fünf­zig Jah­ren kommt die KI-For­schung nicht rich­tig aus dem Quark. Schon vor vie­len Jahr­zehn­ten pro­gnos­ti­zier­ten op­ti­mis­ti­sche KI-for­scher die bal­di­ge Fer­tig­stel­lung ler­nen­der Ma­schi­nen, die dem mensch­li­chen Geist weit über­le­gen sein wür­den. Die spek­ta­ku­lärs­ten Er­geb­nis­se jahr­zehn­te­lan­ger For­schung hal­ten vie­le von uns jetzt in den Han­dy-Hän­den: per­sön­li­che As­sis­ten­ten, die da­ten­hung­rig sind, ein­fa­che Auf­ga­ben er­fül­len kön­nen und uns manch­mal so­gar ver­ste­hen.

Im Um­feld der For­schung zur künst­li­chen In­tel­li­genz sind bril­lan­te Men­schen tä­tig, und die KI-For­schung und ihre An­wen­dung hat be­ein­dru­cken­de Fort­schrit­te ge­macht. Aber ich bin den An­kün­di­gun­gen ei­nes bal­di­gen Durch­bruchs bei der künst­li­chen In­tel­li­genz ge­gen­über sehr skep­tisch — nicht nur we­gen Siri.

Ich glau­be, dass wir bei al­lem Grö­ßen­wahn, der uns Men­schen prägt, bei der Be­ur­tei­lung un­se­rer ko­gni­ti­ven Fä­hig­kei­ten und bei der Er­klä­rung un­se­rer Ge­hirn­funk­tio­nen die Kom­ple­xi­tät des Geis­tes re­gel­mä­ßig sträf­lich un­ter­schät­zen. Un­ser Mo­dell der Ge­hirn­funk­ti­on ist meist ge­prägt vom ak­tu­el­len Stand der Tech­no­lo­gie. Als die auf­kom­men­de Was­ser­wirt­schaft vor 2000 Jah­ren die Land­wirt­schaft re­vo­lu­tio­nier­te, glaub­ten vie­le Ge­lehr­te, un­ser Ge­hirn sei ein kom­ple­xes Sys­tem aus Strö­men von Säf­ten, die es für Ge­sund­heit und Wohl­be­fin­den ins Gleich­ge­wicht zu brin­gen gel­te. Im 16. Jahr­hun­dert, als es Men­schen im­mer bes­ser ge­lang, kom­ple­xe Au­to­ma­ten und Ma­schi­nen zu bau­en, wirk­te es lo­gisch, den Men­schen als kom­ple­xe Ma­schi­ne zu be­trach­ten. Als Che­mie und Elek­tri­zi­tät im 18. Jahr­hun­dert die Welt ver­än­der­ten, er­schien es fol­ge­rich­tig, das Le­ben und die Funk­ti­on des Men­schen mit che­mi­schen und elek­tri­schen Vor­gän­gen zu er­klä­ren. Als Mit­te des 19. Jahr­hun­derts die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie ra­san­te Fort­schrit­te mach­te, ver­glich der Phy­sio­lo­ge Her­mann von Helm­holtz das Ge­hirn mit ei­nem Te­le­gra­fen. Heu­te ist al­les Soft­ware und Kom­mu­ni­ka­ti­on. Also, klar, muss auch das Ge­hirn wie eine hoch­kom­ple­xe, ver­netz­te Soft­ware funk­tio­nie­ren.

Un­se­re Ver­su­che, das Ge­hirn zu ver­ste­hen, sind ganz of­fen­bar größ­ten­teils me­ta­pho­risch und von ge­ra­de ak­tu­el­len tech­no­lo­gi­schen Trends ge­prägt. Oder an­ders ge­sagt: wer ei­nen Ham­mer hält, sieht über­all und in al­lem Nä­gel. Im Mo­ment be­schäf­ti­gen sich die gro­ßen Geis­ter ger­ne mit Soft­ware — und je­der, der sich die letz­ten 20 Jah­re nicht un­ter ei­nem Stein ver­steckt ge­hal­ten hat, weiß, wie kom­plex und welt­ver­än­dernd Soft­ware, ins­be­son­de­re in ei­ner ver­netz­ten Welt, mitt­ler­wei­le wirkt.

Und trotz­dem wis­sen wir im­mer noch nicht, wie das Ge­hirn funk­tio­niert. Das Ge­hirn, den Men­schen an sich, als kom­ple­xe Soft­ware zu be­trach­ten, ist nach An­sicht des Neu­ro­phy­sio­lo­gen Ro­bert Epstein eine ge­nau­so pri­mi­ti­ve und kurz­sich­ti­ge me­ta­pho­ri­sche Her­an­ge­hens­wei­se wie die Ge­hirn­funk­ti­ons­er­klä­rungs­me­ta­phern der letz­ten Jahr­hun­der­te. Er sagt klipp und klar: das Ge­hirn ver­ar­bei­tet kei­ne In­for­ma­tio­nen, spei­chert kei­ne Er­in­ne­run­gen — un­ser Ge­hirn ist kein Com­pu­ter. Epsteins Ar­gu­men­ta­ti­on er­scheint mir schlüs­sig, aber auch, wenn man sei­nen Aus­füh­run­gen nicht fol­gen mag, soll­te min­des­tens die­ser eine Ge­dan­ke hän­gen­blei­ben: un­ser Ge­hirn al­lein mit kom­ple­xen che­mi­schen, elek­tri­schen oder in­for­ma­ti­ons­ver­ar­bei­ten­den Vor­gän­gen zu er­klä­ren ist naiv und wird der Wirk­lich­keit nicht ge­recht.

Mein Ge­fühl sagt mir vor al­lem, dass wir nicht nur die Kom­ple­xi­tät un­se­rer ei­ge­nen ko­gni­ti­ven Fä­hig­kei­ten un­ter­schät­zen, son­dern auch den Rest un­se­rer Kör­per­funk­tio­nen. So fort­ge­schrit­ten die me­di­zi­ni­sche For­schung uns heu­te auch er­schei­nen mag, wir soll­ten uns da­vor hü­ten, zu glau­ben, dass wir al­lein des­halb bes­se­re Au­tos bau­en kön­nen, weil wir ein paar mal den Mo­tor mit ei­nem ge­ziel­ten Ham­mer­schlag auf den An­las­ser wie­der zum Lau­fen ge­bracht ha­ben.
Fort­schrit­te in der me­di­zi­ni­schen For­schung zei­gen im­mer wie­der, wie we­nig wir ei­gent­lich über den mensch­li­chen Kör­per und die Ver­schrän­kung von Kör­per und Geist wis­sen. Am spek­ta­ku­lärs­ten er­schei­nen mir die Er­kennt­nis­se aus der For­schung zu den so­ge­nann­ten Mi­kro­bio­men in un­se­rem Kör­per. Nicht nur das Ver­dau­ungs­sys­tem be­her­bergt ein kom­ple­xes, fast kom­plett un­er­forsch­tes Sys­tem aus hun­der­ten Bil­lio­nen Mi­kro­or­ga­nis­men, das so­wohl un­se­re Phy­sio­gno­mie ent­schei­dend zu prä­gen scheint, als auch un­se­re Stim­mun­gen und Lau­nen be­ein­flusst — und wohl auch mit der Ent­ste­hung von Krebs in Zu­sam­men­hang steht.

Wir soll­ten uns nicht blen­den las­sen von un­se­rem heu­ti­gen Wis­sens­stand. Auch wenn wir vie­le Vor­gän­ge in der Welt mitt­ler­wei­le in An­sät­zen ver­ste­hen und er­klä­ren kön­nen, gibt es noch sehr viel zu ent­de­cken. Wir sind in­so­fern alle ein biss­chen Jon Snow und wis­sen so gut wie gar nichts über die Welt.

Mir er­schei­nen die Trans­hu­ma­nis­ten ein we­nig wie die Al­che­mis­ten der letz­ten Jahr­tau­sen­de. Sie su­chen, wie vie­le Al­che­mis­ten es ta­ten, nach dem ewi­gen Le­ben und dem Stein des Wei­sen. Der Glau­be, den Men­schen nicht nur in Soft­ware ab­bil­den, son­dern auch gleich ver­bes­sern zu kön­nen, er­scheint mir ähn­lich am­bi­tio­niert wie die Idee, Gold syn­the­ti­sie­ren zu wol­len.

Aber auch wenn die Al­che­mis­ten größ­ten­teils im Dun­keln sto­cher­ten, leg­ten sie mit ih­rer For­schung eine Ba­sis, auf der wei­ter ge­forscht wer­den konn­te. Auch wenn die Trans­hu­ma­nis­ten, wie ich glau­be, auf dem Holz­weg sind, der Wis­sen­schaft und dem Er­kennt­nis­zu­ge­winn wird’s nicht scha­den. Denn der Wis­sen­schaft hel­fen auch gut aus­ge­leuch­te­te und er­forsch­te Holz­we­ge. Die Er­kennt­nis­se und das ab­seh­ba­re Wi­der­le­gen von fal­schen oder ver­ein­fa­chen­den Hy­po­the­sen kann und wird die Grund­la­ge für wei­te­re For­scher­ge­ne­ra­tio­nen sein. Von da­her kann ich den Trans­hu­ma­nis­ten auf ih­rem Weg zur Un­sterb­lich­keit und di­gi­ta­len Ewig­keit nur zu­ru­fen: Nur zu, im­mer vor­an; euer Schei­tern wird uns alle klü­ger ma­chen.

Auf t3n.de le­sen


ein­la­den­der la­den. (bei strike la­nes)


für mei­ne t3n-print­ko­lum­ne muss ich mei­ne tex­te am ende, nach dem auf­schrei­ben, im­mer ziem­lich stark kür­zen. dies­mal hab ich die on­line-va­ri­an­te nicht (bzw. kaum) ge­kürzt und — oh wun­der — kurz ist de­fi­ni­tiv bes­ser, straf­fer. wer trotz­dem die (et­was) län­ge­re va­ri­an­te le­sen möch­te:

http://t3n.de/news/di­gi­ta­le-un­sterb­lich­keit-767327/

die ge­straff­te va­ri­an­te bleibt dann dem ge­druck­ten heft vor­be­hal­ten.

ich bin ja, be­vor ich für t3n schrieb, nie der al­ler­gröss­te fan ge­we­sen, aber die­se aus­ga­be und das kürz­lich über­ar­bei­te­te lay­out ha­ben mich bei die­sem heft bei­na­he ein biss­chen eu­pho­ri­siert; sehr schö­nes heft.




stür­mi­sche zei­ten.


Photo by felix schwenzel on November 22, 2016. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

stür­mi­sche zei­ten.




güns­ti­ger be­we­gungs­mel­der, selbst­ge­macht

felix schwenzel in artikel

be­we­gungs­mel­der sind nach der kühl­schrank­be­leuch­tung eine der bes­ten er­fin­dun­gen der welt. be­we­gungs­mel­der wir­ken auf mich nach wie vor wie ma­gie. ich gehe ir­gend­wo hin und das licht geht au­to­ma­tisch an. wie toll ist das denn bit­te? manch­mal wird die ma­gie ein biss­chen ge­stört durch lau­te knack­ge­räu­sche von re­lais. des­halb wirkt der be­we­gungs­mel­der den ich mir zu­sam­men­ge­stöp­selt habe und im wohn­zim­mer un­ter die schreib­tisch­plat­te ge­legt habe be­son­ders be­ein­dru­ckend auf mich: er schal­tet nachts bei be­we­gung, also wenn ich ins bett gehe oder aufs klo, eine un­se­rer hue-lam­pen ein — das geht laut­los und stu­fen­los hoch­dim­mend.

am wo­chen­en­de habe ich mir ei­nen zwei­ten be­we­gungs­mel­der zu­sam­men­ge­baut, für die kü­che. in der kü­che habe ich, zum ent­set­zen der bei­fah­re­rin, ei­nen der licht­schal­ter de­ak­ti­viert und das licht über eine funk­steck­do­se steu­er­bar ge­macht. statt ei­nes prak­ti­schen schal­ters, hat das licht jetzt ei­nen knopf auf ei­ner fern­be­die­nung mit 7 but­tons. die bei­fah­re­rin hat das, völ­lig zu recht, als ei­nen enor­men rück­schritt ge­brand­markt: „das ist kei­ne ver­bes­se­rung!“

in kom­bi­na­ti­on mit ei­nem be­we­gungs­mel­der aber doch. nur am sonn­tag­mor­gen, nach­dem ich den licht­schal­ter ent­fernt hat­te, war der be­we­gungs­mel­der noch nicht fer­tig. den habe ich dann nach dem mit­tag­essen in 20 mi­nu­ten zu­sam­men­ge­baut. für die ka­li­brie­rung und fein­ein­stel­lun­gen habe ich dann sechs stun­den ge­braucht.

im fol­gen­den be­schrei­be ich kurz, wie ich den ver­netz­ten be­we­gungs­mel­der ge­baut habe. die ein­zel­tei­le für den be­we­gungs­mel­der kos­ten we­ni­ger 10 euro, was ein ziem­li­cher un­ter­schied zu den ver­netz­ten be­we­gungs­mel­dern die man sonst so kau­fen kann (hue: 40 euro, eve: 40 euro, fi­ba­ro: 50 euro, de­vo­lo: 60 euro). nach­teil mei­ner selbst­bau­lö­sung: sie ist nicht bat­te­rie­be­trie­ben, son­dern braucht ein ka­bel.

die ein­zel­tei­le die ich be­nutzt habe (und zum gröss­ten teil bei ama­zon be­stellt habe, di­rekt aus chi­na be­kommt man die tei­le si­cher um ein viel­fa­ches bil­li­ger):

der PIR-sen­sor will 5 volt ha­ben, also habe ich ihn an den VIN-Pin des node-mcu an­ge­schlos­sen, den da­ten­pin des sen­sors an den node-mcu pin 12. im prin­zip wars das schon.

in den de­ckel der ver­tei­ler­do­se habe ich ein loch für den PIR sen­sor ge­bohrt und auf die vor­der­sei­te für den lin­sen­kopf vier lö­cher ge­sto­chen, da­mit ich ihn ein­fach von aus­sen auf­ste­cken kann.

so­weit, so ein­fach. für die soft­ware habe ich mir ein paar zei­len von über­all her zu­sam­men­ge­stü­ckelt. die soft­ware ver­bin­det den node-mcu zu­erst mit un­se­rem wlan, dann mit un­se­rem mqtt-ser­ver. da­nach sen­det der node-mcu bei be­we­gung die nach­richt „ON“ und nach ein paar se­kun­den wie­der ein „OFF“. das aus­le­sen der sen­sor­da­ten habe ich zu­erst mit ei­ner selbst­ge­schrie­be­nen schlei­fe ab­ge­fragt, ir­gend­wie woll­te das aber am sonn­tag nicht klap­pen, so dass ich mir von hier eine ele­gan­te­re lö­sung ko­piert habe und mit mei­nem code kom­bi­niert habe. den code habe ich auf git­hub ge­la­den.

die ein­stel­lung der zwei po­ten­zio­me­ter des PIR-sen­sors ist ziem­lich fum­me­lig. den für die aus­lö­se­dau­er habe ich ganz nach links ge­dreht, was in etwa be­deu­tet, dass der sen­sor alle 5 se­kun­den be­we­gung mel­den kann. das po­ten­zio­me­ter für die emp­find­lich­keit (oder reich­wei­te) habe ich nicht ganz nach links ge­dreht, son­dern (in etwa) auf 10 vor. das fie­se an die­sen PIR-sen­so­ren ist de­ren enor­me emp­find­lich­keit — und dass ich de­ren funk­ti­ons­prin­zip nicht ganz ver­ste­he. der sen­sor löst auch aus, wenn man ihn mit schwar­zem kle­be­band ab­klebt oder in eine dunk­le kis­te steckt. was ich dann aber nach ein paar stun­den rum­pro­bie­ren ver­stan­den habe: wenn man den sen­sor mit sei­ner kap­pe ab­deckt, ein we­nig zeit zur selbst­ka­li­brie­rung lässt und ihm freie sicht auf die welt ge­währt, ver­schwin­den die fal­schen po­si­tiv-mel­dun­gen nach ei­ner wei­le.

jetzt hängt der be­we­gungs­mel­der über der tür und mel­det be­we­gung zu­ver­läs­sig per mqtt ins in­ter­ne netz­werk, so­bald je­mad die kü­che be­tritt.

das ist (noch) nicht be­son­ders schön, funk­tio­niert aber zu­ver­läs­sig. das nächs­te pro­jekt, was mir na­tür­lich erst ein­ge­fal­len ist, als das ding so, halb fest­ge­na­gelt an der wand hing: der be­we­gungs­sen­sor kann auch in die (ikea) uhr dar­über wan­dern. hin­ter dem zif­fern­blatt ist aus­rei­chend luft um die elek­tro­nik und ka­bel un­ter­zu­brin­gen und der PIR-sen­sor könn­te über ein loch im zif­fen­blatt nach draus­sen gu­cken. nur auf den lin­sen-dom müss­te ich ver­zich­ten. eben habe ich das noch­mal aus­pro­biert und die glas­schei­be mit zwei la­gen tesa-film si­mu­liert; der sen­sor ist dann im­mer noch sehr emp­find­lich und büsst ein biss­chen sei­ner vor­her bei­na­he 180° um­fas­sen­den blick­win­kels ein — funk­tio­niert aber.

die mel­dun­gen des be­we­gungs­sen­sors fängt mei­ne home-as­sistant-in­stal­la­ti­on ein und re­agiert mit die­ser ei­ner ein­fa­chen au­to­ma­ti­on auf be­we­gung:

wenn der sen­sor 10 mi­nu­ten kei­ne be­we­gung re­gis­triert, schal­tet er das licht aus, an­sons­ten, bei je­der be­we­gung und beim be­tre­ten der kü­che, geht das licht über der ar­beits­plat­te an. das funk­tio­niert auch bei län­ge­ren auf­ent­hal­ten in der kü­che. auch fal­sche po­si­tiv­mel­dun­gen we­gen luft­be­we­gun­gen, konn­te ich letz­te nacht nicht be­ob­ach­ten, al­ler­dings ei­ni­ge fal­sche po­si­tiv­mel­dun­gen, weil das ding von der wand ge­fal­len war, weil ich es nur mit kle­be­band be­fes­tigt hat­te.

das kü­chen­de­cken­licht schal­te ich da­mit noch nicht aus (ob­wohl ich es könn­te, dank die­ses ap­pa­rats), das ma­che ich dann an ei­nem der nächs­ten wo­chen­en­den.


[nach­trag 05.03.2017]
statt ei­nes selbst­ge­schrie­be­nen sket­ches für die kom­mu­ni­ka­ti­on mit dem sen­sor und dem mqtt-ser­ver, nut­ze ich seit dem fe­bru­ar die es­peasy-firm­ware. so­bald die ein­mal auf dem esp8266 ist, las­sen sich be­we­gungs­sen­so­ren als schal­ter (swit­ches) kon­fi­gu­rie­ren und per mqtt aus­le­sen. das macht die gan­ze sa­che um ein viel­fa­cher pfle­ge­leich­ter und auch ein biss­chen sta­bi­ler. an­satz­wei­se habe ich das hier kurz be­schrie­ben.