alles

(bei but­lers)


fern­se­hen im märz, april und mai

felix schwenzel in artikel

per­son of in­te­rest, ehe­mals eine mei­ner liebs­ten mit­tel­gu­ten fern­seh­se­ri­en, ist nicht mehr mit­tel­gut, eher schlecht. ich sehe mir die fol­gen an, um zu er­fah­ren wie es wei­ter­geht, und wer­de von den se­ri­en­ma­chern ent­lang stumpf­sin­ni­ger dia­lo­ge und in­sze­nie­run­gen in die irre ge­führt. die fol­gen zie­hen sich ins un­end­li­che und sind meis­ten ent­we­der lang­wei­lig oder stumpf­sin­nig. die letz­te fol­ge (s05e07) warf im­mer­hin ein paar in­ter­es­san­te fra­gen zum the­ma frei­en wil­len und zu den über­le­gun­gen, wel­chen preis wir für si­cher­heit zu zah­len be­reit sind. aber ich bin kurz da­vor, die ab­schluss­staf­fel nicht zu­en­de zu gu­cken.

the good wife hat zu ei­nem gu­ten ende ge­führt. ich habe mich dann aber ir­gend­wie nicht be­müs­sigt ge­fühlt noch eine ab­schluss­kri­tik zu schrei­ben, das ist was ich mir nach dem an­se­hen der letz­ten fol­ge no­tiert habe:

gu­tes ende. nicht ver­söhn­lich, nicht be­son­ders hap­py, of­fen, aber nicht un­ent­schlos­sen. ein ende nach dem mot­to: das le­ben geht wei­ter, auch wenn man nicht ge­nau weiss wie. so war die se­rie auch über 7 staf­feln: sie hat ei­nen un­spek­ta­ku­lär be­glei­tet, das zeit­ge­sche­hen re­flek­tiert und ana­ly­siert, manch­mal ein biss­chen dr­amti­scher, meis­ten eher un­dra­ma­tisch, so wie das le­ben eben.

et­was aus­führ­li­cher und an­ge­mes­sen eu­pho­risch, schreibt das nuf über die se­rie.

deutsch­land 83 zu­en­de ge­guckt. nach den ers­ten drei fol­gen war ich mäs­sig be­geis­tert und noch et­was kri­tisch. oder ge­nau­er, im­mer noch re­la­tiv un­in­ter­es­siert und un­en­ga­giert. dann be­kam ich die grip­pe und habe die rest­li­chen fol­gen mehr oder we­ni­ger im fie­ber­wahn weg­ge­at­met. das funk­tio­nier­te ganz gut und vor al­lem hat es das ge­schafft, mich dann doch ein biss­chen für die se­rie zu be­geis­tern. ich fand ins­be­son­de­re die de­tail­lie­be der ku­lis­sen und re­qui­si­ten sehr, sehr toll und auch die in­sze­nie­rung und dra­ma­ti­sie­rung der ge­schich­te sehr OK. was mich am an­fang et­was ge­nervt hat, hat mich am ende hoch er­freut: das ab­du­deln sämt­li­cher acht­zi­ger-jah­re-hits, an die ich mich er­in­ne­re. man könn­te deutsch­land 83 in ei­nem satz zu­sam­men­fas­sen: ac­tion­rei­che und dra­ma­ti­sier­te acht­zi­ger­jah­re nost­al­gie, mit in­ter­es­san­ten span­nungs­ele­men­ten.

die zwei­te staf­fel way­ward pi­nes ist ge­ra­de an­ge­lau­fen. ich fand die ers­te staf­fel so mit­tel, habe sie aber in­ter­es­siert weg­ge­guckt. ei­gent­lich hat­te die ers­te staf­fel ein ganz gu­tes ende und schloss die geschchi­te ei­gent­lich be­frie­di­gend ab, die zwei­te staf­fel scheint so eine art re­boot zu sein. bin mäs­sig in­ter­es­siert, wer­de aber wohl mal rein­schaun.

gra­ham nor­tons sen­dung schaue ich im­mer wie­der ger­ne an und sie er­füllt gleich meh­re­re zwe­cke: sie lang­weilt mich fast nie, schafft gute lau­ne und hält ei­nen auf dem lau­fen­den in sa­chen film- und fern­seh­se­ri­en­starts. aus­ser­dem er­zäh­len die gäs­te mit vor­lie­be fä­kal­wit­ze.

game of thro­nes be­rei­tet mir wei­ter­hin gros­ses ver­gnü­gen. ich mag die er­zähl­wen­dun­gen und die er­zähl­art, auch wenn das al­les ei­gent­lich völ­lig blöd­sin­nig ist, was die se­rie ei­nem auf­tischt. aber die blöd­sin­nig­keit ist so ge­schickt ver­packt und er­zählt, dass al­les in sich völ­lig lo­gisch er­scheint, wenn man die se­rie schaut.

der pi­lot von pre­a­cher baut die kom­men­de se­ri­en­ad­ap­ti­on in eine ähn­lich blöd­sin­ni­ge rich­tung auf. ei­ner­seits ein klas­si­sches wes­tern-the­ma, wie im gran­dio­sen ju­s­ti­fied, mit ei­ner prie­se bans­hee, an­de­rer­seits ein biss­chen über­na­tür­li­ches mys­tery- und ver­schwö­rungs­ge­döns um der se­rie pfef­fer in den arsch zu bla­sen. mal schau­en ob das klappt, der pi­lot hat mir zu­min­dest ganz gut ge­fal­len, auch wenn es teil­wei­se zu dick auf­ge­tra­gen war.

ganz gran­di­os fin­de ich die ak­tu­el­le staf­fel si­li­con val­ley. im ge­gen­teil zu den vor­he­ri­gen staf­feln, geht noch mehr den bach hin­un­ter und die prot­ago­nis­ten stel­len sich noch düm­mer an, als in den ver­gan­ge­nen jah­ren. aber zu­ver­läs­sig un­ter­halt­sam und ein ex­zel­len­tes en­sem­ble.

peaky blin­ders ge­fällt mir, egal ob ich der hand­lung fol­gen kann oder nicht. ge­ra­de ge­le­sen, dass die se­rie um staf­fel 4 und 5 ver­län­gert wor­den ist, was ein biss­chen die span­nung raus­nimmt, aber ei­gent­lich hoch­er­freu­lich ist.

mo­dern fa­mi­ly ist nach wie vor in je­der fol­ge ein gros­ses ver­gnü­gen, eben­so die sen­dung mit der maus, die am sonn­tag er­klär­te, wie man aus erde ei­sen ge­winnt, bzw. in der ei­sen­zeit ge­won­nen hat. be­dau­er­lich fin­de ich, dass li­mit­less nicht fort­ge­setzt wird.

se­ri­en die mir zu blöd ge­wor­den sind und die ich nicht mehr gu­cke: big bang theo­ry (phan­ta­sie­lo­ses, kli­schee­be­haf­te­tes rum­ge­druck­se), bo­nes (war das im­mer schon so schlecht und ist mir das erst in die­sem jahr auf­ge­fal­len?), blind­s­pot, mar­vels agents of shield, lu­ci­fer (nach drei fol­gen be­en­det).

se­ri­en die ich dem­nächst wei­ter­se­hen möch­te: the ame­ri­cans (nach der zwei­ten staf­fel pau­siert, fand die se­rie aber ziem­lich gut und span­nend), vi­kings (auch nach der zwei­ten staf­fel pau­siert, auch weil mir die ge­schich­te et­was zu vie­le wil­de wen­dun­gen ge­nom­men hat).

was ich mir dem­nächst noch an­se­hen möch­te: em­pire.

und ihr so?


jein. zu­min­dest im quell­text von me­di­um-sei­ten, in der kon­fi­gu­ra­ti­on der „coll­ec­tions“, kann man se­hen, dass die op­ti­on für voll­text RSS zum­ndest vor­ge­se­hen ist oder (ir­gend­wann) mög­lich sein könn­te, so wie eine AMP- und FBIA-op­ti­on.


theawl.com ist tat­säch­lich kom­plett zu me­di­um.com ge­zo­gen. die an­kün­di­gung war, in der tat, kein april­scherz. hier ist die um­zugs­no­tiz:

To­day is The Awl’s first day on Me­di­um, a cool plat­form for pu­blishers.

be­son­ders doof: jetzt hat theawl.com kei­nen voll­text-RSS-feed mehr. der alte funk­tio­niert je­den­falls nicht mehr und den neu­en hab ich noch nicht wie­der­ge­fun­den..


the­re are style­sheet links in face­book’s in­stant ar­tic­le ex­am­p­le ar­tic­les:

the pu­blishers abo­ve pro­ba­b­ly use style­sheets of their own. i tried put­ting some font de­fi­ni­ti­ons in a style­sheet and ad­ded it to my in­stant pa­ges RSS tem­p­la­te, but it didn’t work. wi­t­hout pro­per do­cu­men­ta­ti­on the­re’s pro­ba­b­ly no other way than tri­al and er­ror.


*

  xkcd: Stan­dards

xkcd up­dates every Mon­day, Wed­nes­day, and Fri­day.


Photo by felix schwenzel on May 26, 2016. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

ix wuss­te gar nicht, dass die­ser witz noch ge­macht wird.


the gra­ham nor­ton (fä­kal­witz-) show s19e09

felix schwenzel in gesehen

(mit rus­sell cro­we, ryan go­sling, jo­die fos­ter, greg da­vies, tom da­ley, el­ton john)

ob­wohl in der letz­ten sen­dung be­reits die bes­te ka­cka-pipi-witz je­mals vor­kam, setz­ten die gäs­te in die­ser sen­dung noch ei­nen drauf. greg da­vies er­zählt eine mit (ei­ge­nem) durch­fall, ryan go­sling eine mit hun­de­scheis­se — al­les pro­vo­ziert von gra­ham nor­ton, der wirk­lich im­mer bes­tens vor­be­rei­tet ist und die ge­schich­ten of­fen­bar schon kennt und sub­til aus sei­nen pro­mien­ten gäs­ten her­aus­kit­zelt.

rus­sell cro­we und ryan go­sling wa­ren da um wer­bung für ih­ren the nice guys film zu ma­chen, der re­la­tiv viel­ver­spre­chend und wit­zig aus­sieht. rus­sel cro­we wirkt an­ge­nehm on­ke­lig und ryan go­sling ist über­ra­schend wit­zig und er­in­nert mich an ei­nen mar­ke­ting-men­schen, den ich ken­ne.

YouTube Video Vorschaubild
youtube-video laden, info, direktlink

jodi fos­ter ist sehr wür­de­voll ge­al­tert — und gleich­zei­tig gar nicht ge­al­tert. sie mach­te wer­bung für ei­nen film mit ge­or­ge cloo­ney und ju­lia ro­berts, in dem sie re­gie führ­te.

YouTube Video Vorschaubild
youtube-video laden, info, direktlink

auch sie hat­te eine (klei­ne) toi­let­ten-ge­schich­te da­bei, al­ler­dings ohne ka­cka-pipi, son­dern nur mit ei­nem auf dem klo sit­zen­den ge­or­ge cloo­ney.

das ist die gan­ze sen­dung, der ich im ge­gen­teil zur vor­he­ri­gen kei­ne vol­le punkt­zahl gebe, aber im­mer­hin vier.

youtube-video laden, info, direktlink

 


the gra­ham nor­ton show s19e08

felix schwenzel in gesehen

(mit jen­ni­fer law­rence, ja­mes mca­voy, jack whi­te­hall, john­ny depp, will.i.am)

jen­ni­fer law­rence er­füllt in die­ser sen­dung alle er­war­tun­gen, die man an ihre talk­show­auf­trit­te ha­ben kann: sie er­zählt ge­schich­ten von pein­li­chen din­gen die ihr pas­siert sind, wa­ckelt al­bern her­um, be­schimpft do­nald trump und john­ny depp, wenn er do­nald trump nach­macht (was er wirk­lich gut kann). john­ny depp hat kürz­lich ei­nen kom­plet­ten spiel­film in ein paar ta­gen ge­dreht, in dem er trump spielt: auf you­tube, guck ich mir si­cher nicht and, das hier ist der trai­ler. ei­gent­lich ist john­ny depp al­ler­dings für die pro­mo­ti­on ei­nes an­de­ren films in die sen­dung ge­kom­men, ich habe aber ver­ges­sen wel­chen.

in der sen­dung wer­den ein paar ziem­lich wit­zi­ge ge­schich­ten er­zählt, die von jen­ni­fer law­rence und ja­mes mca­voy sind wit­zig, und john­ny depp, der auch nüch­tern im­mer ein biss­chen an­ge­trun­ken wirkt (und beim ap­plau­die­ren sein wein­glas mit dem arm un­ter der brust fest­klemmt), er­zähl­te, wie er mal iggy pop traf, sich be­trank, iggy pop be­lei­dig­te und sich an­schlies­send von iggy pop als: „you litt­le turd“ be­schimp­fen liess. das sei, bis heu­te, der bes­te momnt sei­nes le­bens ge­we­sen.

un­schlag­bar hin­ge­ge­gen die ka­cka-pipi-ge­schich­te von jack whi­te­hall in ei­nem spa­ni­schen re­stau­rant. ich fand die ge­schich­te so wit­zig, dass ich sie gleich der bei­fah­re­rin und dem kind (je­weils ge­trennt) nach­er­zähl­te, um mich da­nach noch in­ten­si­ver über die ge­schich­te ka­putt zu la­chen, als bei jack whi­te­hall.

ich über­le­ge ernst­haft, ob ich die ge­schich­te künf­tig ein­fach als selbst er­lebt aus­ge­ben soll­te, so witzg fin­de ich die si­tua­ti­on. die sze­ne ist bei ca. mi­nu­te 23 der you­tube-ko­pie der sen­dung.

youtube-video laden, info, direktlink

auch wit­zig, wie ja­mes mca­voy be­merk­te, dass gra­ham nor­ton ta­schen­tü­cher di­rekt ne­ben sei­nem com­pu­ter ste­hen hat („weird, that you have a box of tis­sues right next to your com­pu­ter!“)

ich kann die sen­dung (wie fast im­mer) aus vol­lem her­zen emp­feh­len, zu­mal man sie auf you­tube se­hen kann und (eben) der bes­te ka­cka-pipi-witz je­mals drin vor­kommt. und na­tür­lich: jen­ni­fer law­rence.


*

  „I'm with stu­pid" - Ban­ner an der Stadt­bi­blio­thek Stutt­gart ver­spot­tet be­nach­bar­tes Ein­kaufs­zen­trum

Dok­tor Kat­ze:

In mei­ner al­ten Hei­mat­stadt Stutt­gart ha­ben heu­te Nach­mit­tag ver­mut­lich Stu­die­ren­de der Kunst­aka­de­mie ein Ban­ner an die Fas­sa­de der Stadt­bi­blio­thek mit schö­nem Gruß ans ge­gen­über­lie­gen­de Ein­kaufs­zen­trum Mi­la­neo (das größ­te im Süd­wes­ten) ge­hängt. Wäre ich die Stadt­bi­blio­thek, wür­de ich 'ne Le­se­aus­weis-Spe­cial-Edi­ti­on mit dem Foto raus­brin­gen.


die letz­te link­samm­lung hier ist jetzt schon ein biss­chen her. ich samm­le wei­ter­hin links von al­lem was ich nach dem durch­le­sen als emp­feh­lens­wert er­ach­te, wei­ter­hin un­sor­tiert und un­kom­men­tiert auf pin­board. neu­er­dings auch mit der prak­ti­schen spei­chern-funk­ti­on auf face­book. aber ich mer­ke, dass links auch schnell schal wer­den. sind sie beim spei­chern noch sprit­zig und auf­re­gend, wer­den sie nach ein paar ta­gen, und erst recht nach ein paar wo­chen, schnell ach-ja-nee. die fol­gen­den links sind ent­we­der sen­sa­tio­nell toll oder noch ganz frisch.


*

  kit­ty­ko­ma.de: Ri­tes de Pas­sa­ge   #

kit­ty koma über (ihre) wech­sel­jah­re. für sol­che tex­te sind blogs er­fun­den wor­den: per­sön­lich, sub­jek­tiv und doch er­hel­lend und aha-ig — in den re­gu­lä­ren me­di­en, wäre die­ser text sehr un­wahr­schein­lich ge­we­sen.

*

  gaw­ker.com: Is Do­nald Trump’s Hair a $60,000 Wea­ve? A Gaw­ker In­ves­ti­ga­ti­on   #

in­ves­ti­ga­ti­ver jour­na­lis­mus wie er nicht sein soll­te, aber der per­fek­te link für ein fach­blog für ir­rele­vanz: was ist das ei­gent­lich auf do­nald trumps kopf?

*

  ken­le­vi­ne.blog­spot.de: HO­R­ACE AND PETE: My re­view   #

ken le­vi­ne über die 10 fol­gen ho­r­ace and pete, die lou­is c.k. selbst ge­schrie­ben, pro­du­ziert und ver­trie­ben hat — und (lei­der) of­fen­bar ei­nen mil­lio­nen­ver­lust da­mit ein­ge­fah­ren hat. ich fand die ers­te fol­ge lei­der scheis­se.

*

  se­ri­en­jun­kies.de: Li­mit­less: CBS stellt Film­ad­ap­ti­on nach 1. Staf­fel ein   #

ich fin­de das sehr be­dau­er­lich, li­mit­less hat mir aus­ser­or­dent­lich gut ge­fal­len. eine wirk­lich sehr gute mit­tel­gu­te fern­seh­se­rie.

*

  busi­ness­in­si­der.de: How The Wa­shing­ton Post ch­an­ged af­ter Jeff Be­zos ac­qui­si­ti­on   #

in­ter­es­sant, aber et­was dünn. so er­wähnt der ar­ti­kel nicht, dass die wa­shing­ton post ihre ar­ti­kel aus al­len, wirk­lich al­len mög­li­chen ka­nä­len pus­tet: in­stant ar­tic­les, ap­ple news, sehr vie­le (ge­kürz­te) RSS-feeds, apps und die­se fas­zi­nie­ren­de mo­bi­le, ul­tra­schnel­le web-app.

*

  netz­po­li­tik.org: Anti-Ter­ror-Pa­ket soll Zen­sur im Netz pri­va­ti­sie­ren   #

manch­mal habe ich den ein­druck, dass der ge­setz­ge­ber heim­lich ei­nen in­ter­nen wett­be­werb führt, um zu se­hen, wes­sen ge­set­ze am schöns­ten vom bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in die ton­ne ge­tre­ten wer­den. po­li­tik als be­schäf­ti­gungs­the­ra­pie für ju­ris­ten.

*

  kott­ke.org: Tes­la Mo­del X beats sports car while towing an­o­ther car   #

das vi­deo in dem man sieht, wie ein tes­la ei­nen alfa ro­meo 4c spi­der über­holt, wäh­rend es ei­nen alfa ro­meo 4c spi­der auf ei­nem an­hän­ger hin­ter sich her­zieht, ist ein biss­chen öde. ich fin­de es reicht die über­schrift zu le­sen.

*

  in­te­res­t­in­gen­gi­nee­ring.com: Why Con­cre­te Does­n't Ac­tual­ly Dry Out   #

so is­ses: be­ton trock­net nicht, er bin­det das was­ser che­misch.

*

  vox.com: Game of Thro­nes sea­son 6: the White Wal­kers, ex­plai­ned   #

al­les was vox über die „white wal­kers“ in game of thro­nes weiss. mit spoi­lern, na­tür­lich.




@nxD4n sieht aus, als sei dei­ne h-ent­ry ka­putt. sagt auch https://in­die­web­i­fy.me/send-web­men­ti­ons/



Learn, teach, re­peat (t3n 44)

felix schwenzel in t3n

Für mich sind Bil­dung, Wis­sen und Ler­nen wie Berg­bau. Man kann tief oder ober­fläch­lich gra­ben, man kann im­mer wei­ter gra­ben, es gibt här­te­re Schich­ten und Schich­ten durch die man leicht kommt — aber es gibt kaum Gren­zen. Von der Ober­flä­che er­schliesst sich der Sinn des Berg­baus nicht ohne Wei­te­res. Sich zu über­win­den, über­haupt mit dem Berg­bau zu be­gin­nen, ist be­reits eine der gros­sen Hür­den. Man muss jah­re­lang den Um­gang mit Berg­bau­ma­schi­nen ler­nen und schein­bar un­sin­ni­ge Sa­chen ein­üben, um die obe­ren Schich­ten des Berg­baus be­tre­ten zu kön­nen.

So sehr die­ser Ver­gleich auch hinkt, er be­schreibt re­la­tiv gut mein Ver­hält­nis zur Bil­dung. Ich be­griff die Schu­le in mei­ner Ju­gend nicht als Grund­aus­bil­dung, die mir Kom­pe­tenz und Hand­werks­zeug für die Na­vi­ga­ti­on der Welt bei­brin­gen soll­te, son­dern als un­sin­ni­ge Pflicht. Bis ich ver­stand, dass Ler­nen, Le­sen und Schrei­ben nicht nur müh­sam sind, son­dern mir nie ge­se­he­ne Wel­ten und Ga­la­xien er­schlies­sen kön­nen, muss­te ich drei­mal sit­zen­blei­ben und von un­zäh­li­gen Leu­ten an die Hand ge­nom­men wer­den und zur Schu­le und zum Ler­nen ge­zerrt wer­den.

Das Pro­blem mit Bil­dung ist gar nicht mal so sehr die Bil­dung an sich, son­dern über­haupt In­ter­es­se an ihr zu ent­wi­ckeln. Was mir half Bil­dungs­hun­ger zu ent­wi­ckeln, wa­ren Vor­bil­der, Men­schen die mir zeig­ten, was man mit Bil­dung an­fan­gen konn­te. Leu­te wie Ho­imar von Dit­furth, den ich zu­erst im Fern­se­hen und dann in sei­nen Bü­chern ken­nen lern­te, und der in mir eine flam­men­de Neu­gier auf die Welt weck­te. So ab­surd es klin­gen mag, aber das ver­pön­te Fern­se­hen weck­te in mir in­tel­lek­tu­el­le und wis­sen­schaft­li­che Neu­gier und spä­ter Neu­gier auf Bü­cher, im­mer mehr Bü­cher.

So wie das Fern­se­hen, dient auch das In­ter­net zum gro­ßen Teil der Zer­streu­ung und hat un­ter vie­len In­tel­lek­tu­el­len, wie das Fern­se­hen, den Ruf Men­schen zu ver­blö­den. Aber es hat auch das Po­ten­zi­al Neu­gier zu we­cken. Die Mög­lich­kei­ten auch völ­lig un­wahr­schein­li­che In­ter­es­sen und Lei­den­schaf­ten zu ent­wi­ckeln, Wis­sen zu er­wer­ben oder zu ver­tie­fen, sind dank des Net­zes um ein viel­fa­ches ge­wach­sen — und vor al­lem: um ein Viel­fa­ches ein­fa­cher zu­gäng­lich als je zu­vor.

Al­lein da­für, dass mir das Netz er­laubt, et­was über die Her­stel­lung glän­zen­der Lehm­ku­geln oder wei­chem Rühr­ei zu er­fah­ren, dass ich se­hen kann wie man ef­fek­tiv Zwie­beln schnei­det oder wie man ei­nen funk­tio­nie­ren­den Sech­zy­lin­der­mo­tor her­stellt, bin ich dem Netz un­end­lich dank­bar. Noch dank­ba­rer soll­te man Men­schen sein, die sich die Mühe ma­chen kom­pli­zier­te Din­ge ein­fach zu er­klä­ren, de­tail­liert aus ih­rem Be­rufs­le­ben be­rich­ten, egal ob auf Face­book, in Blogs oder auf You­tube. Ge­ra­de im Soft­ware­be­reich er­le­be ich im­mer wie­der un­glaub­lich hilf­rei­che Men­schen, die nicht nur quell­of­fe­ne Soft­ware schrei­ben, son­dern auch bis zur Be­las­tungs­gren­ze wil­lens sind, ihr Wis­sen zu tei­len und zu er­klä­ren und zu do­ku­men­tie­ren.

Dank des In­ter­nets sind die obe­ren Schich­ten des Berg­baus schon ganz gut be­leuch­tet, der Weg in die Tie­fe ist zwar im­mer noch müh­sam — aber ich glau­be, es war nie ein­fa­cher zu ler­nen und sich von der Lust am Ler­nen, am Wis­sen an­ste­cken zu las­sen. Ich be­dau­re es nur we­nig, dass die­se groß­ar­ti­ge Reiz­über­flu­tung nicht schon zu mei­ner Ju­gend­zeit auf mich ein­pras­sel­te, denn sie pras­selt jetzt ja auf mich ein. Nie in mei­nem Le­ben habe ich so viel ge­lernt, wie in den letz­ten 20 jah­ren im Netz; mir ha­ben die mo­der­nen, ver­net­zen Me­di­en nicht nur 15 Mi­nu­ten Ruhm ge­bracht, son­dern auch 20 Jah­re lei­den­schaft­li­ches, ste­ti­ges (dazu-)ler­nen.

Um die­se Reiz- und Wis­sens­viel­falt am Le­ben zu er­hal­ten, soll­ten wir uns nicht nur auf kom­mer­zi­el­le An­bie­ter ver­las­sen, son­dern, pflicht­be­wusst und ste­tig, un­ser Wis­sen tei­len, do­ku­men­tie­ren, auf­schrei­ben, ver­fil­men, vor­tra­gen. Und, min­des­tens ge­nau­so wich­tig: die vor­han­den Per­len sor­tie­ren, auf­be­rei­ten, zu­gäng­lich ma­chen und an­de­re mit Wis­sens­durst an­ste­cken.

Des­halb: Fra­ge nicht, was das Netz für dich tun kann, fra­ge was du für das Netz tun kannst.

(die ko­lum­ne ist zu­erst auf t3n.de er­schie­nen.)


ko­lum­ne für ir­rele­vanz

felix schwenzel in notiert


nach­rich­ten sind flüs­se, kei­ne seen

felix schwenzel in artikel

vor drei jah­ren habe ich mir das ge­wünscht, was face­book in­stant ar­tic­le jetzt lie­fert:

mir ist tat­säch­lich egal ob mein ar­ti­kel im goog­le rea­der, auf flip­board oder sonst­wo ge­le­sen wird. ich hät­te auch nichts da­ge­gen, wenn mei­ne ar­ti­kel im voll­text auf face­book oder twit­ter oder eben da ein­ge­bet­tet wür­den, wo sie sich op­ti­mal le­sen las­sen und zum le­ser kom­men, statt vom le­ser zu ver­lan­gen, dass er zu ei­nem kommt. so­lan­ge alle ba­sis­in­for­ma­tio­nen wie mein name, ein link zum ori­gi­nal, das ver­öf­fent­li­chungs­da­tum be­stehen blei­ben und der voll­text und die an­hän­ge kor­rekt dar­ge­stellt wer­den. gut wäre auch, wenn sich än­de­run­gen am ori­gi­nal auch am ein­ge­bet­te­ten text aus­wir­ken wür­den. mit RSS funk­tio­niert das ja seit jah­ren pri­ma. aber viel­leicht kann das auch noch bes­ser funk­tio­nie­ren?

(von dort habe ich mir auch die über­schrift ge­lie­hen.)

ich bin üb­ri­gens nach wie vor be­geis­tert von den in­stant ar­tic­les. sie wer­den gut an­ge­nom­men, ins­be­son­de­re (na­tür­lich) wenn sie viel auf face­book wei­ter­ge­teilt wer­den. mein letz­ter öf­ter (drei­mal auf face­book, acht­mal auf twit­ter) ge­teil­ter ar­ti­kel hat dem­entspre­chend auch eine ganz gute ver­brei­tung ge­fun­den. so sieht das aus:

950 re­gu­lä­re pa­ge­views, 371 in­stant ar­tic­le pa­ge­views, 940 RSS pa­ge­views

die pa­ge­views der start­sei­te, auf der der ar­ti­kel auch im voll­text steht, wer­den von der ab­ge­bil­de­ten zäh­lung, bzw. an­zei­ge nicht er­fasst, pi mal dau­men er­ge­ben sich hier noch­mal ca. 1000 pa­ge­views, die pi­wik über das con­tent-track­ing er­fasst, was für den ge­denk­blog-ar­ti­kel ca. 3200 pa­ge­views in den letz­ten 4 ta­gen er­gibt.

in der re­gel wer­den mei­ne ar­ti­kel am meis­ten über RSS ge­le­sen, auf wir­res.net kom­men die meis­ten be­su­cher über twit­ter.com — wenn ich ar­ti­kel dort an­tease­re. böte twit­ter ein na­ti­ves werk­zeug an, mit dem die ar­ti­kel auf twit­ter.com ge­le­sen wer­den könn­ten, hat­te ich auch nichts da­ge­ge­gen, je­den­falls, wenn es so rei­bungs­los funk­tio­nie­ren wür­de, wie die face­book in­stant ar­tic­les. in­ter­es­sant fin­de ich üb­ri­gens, dass durch die im­ple­men­tie­rung der in­stant ar­tic­les und die an­for­de­run­gen von face­book, auch klei­ne ver­bes­se­run­gen und an­pas­sun­gen zu­rück in die web­site ge­flos­sen sind.

auch wenn ich das man­tra­ar­tig wie­der­ho­le: es geht mei­ner mei­nung nach bei der zu­kunft des pu­bli­zie­rens nicht dar­um web­sei­ten ab­zu­schaf­fen und nur noch auf face­book zu pu­bli­zie­ren, son­dern dar­um, in die in­for­ma­ti­ons­strö­me der nut­zer zu ge­lan­gen. die sind im­mer noch viel­fäl­ti­ger als vie­le den­ken, auch wenn face­book sich dank über­le­ge­ner tech­no­lo­gie mehr und mehr vom ku­chen ein­ver­leibt. es geht dar­um dort zu pu­bli­zie­ren, wo die le­ser sind und so tech­nisch zu pu­bli­zie­ren, dass es mit den le­se­ge­wohn­hei­ten der le­ser über­ein­stimmt. bei voll­text-RSS ha­ben sich ver­le­ger lan­ge ge­gen die­se idee ge­wehrt, dank AMP und face­book in­stant ar­tic­les hat sich die­se ab­wehr­hal­tung in den letz­ten mo­na­ten (j sei dank) ab­ge­schwächt. auch das wi­der­ho­le ich stän­dig seit fast ei­nem jahr­zehnt: such­ma­schi­nen- und so­cial­me­dia-op­ti­mie­rung soll­te sich im­mer an den be­dürf­nis­sen der le­ser ori­en­tie­ren. tech­ni­sche schlupf­lö­cher aus­zu­nut­zen lohnt sich ge­le­gent­lich kurz­fris­tig, lang­sfris­tig lohnt sich nur ein: tex­te und ar­ti­kel gut zu­gäng­lich (auch schnell) aus­zu­lie­fern, mehr­wert für le­ser schaf­fen (qua­li­tät, was auch im­mer das kon­kret für ein­zel­ne ziel­grup­pen heisst) und den le­se­ge­wohn­hei­ten der le­ser ent­ge­gen­kom­men (gut les­ba­re und be­dien­ba­re mo­bi­le an­sicht, le­ser nicht über­mäs­sig ver­wir­ren oder mit neu­en/krea­ti­ven be­dien­kon­zep­ten über­for­dern).   



simpsons ikea sofa-sze­ne. ich fand das sehr wit­zig.

YouTube Video Vorschaubild
youtube-video laden, info, direktlink

(via)


Photo by felix schwenzel in Studio Bildende Kunst. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

Bit­te
nicht
an­fas­sen
#la­ter­gram